Arbing: Katholische Frauen voll in Faschingslaune

Höhepunkt im amüsanten Unterhaltungsprogramm beim Pallauf war die "Spacetaxi"-Vorführung der Dream Girls
Als krönenden Abschluss zeigten die Dream Girls mit Gerlinde Kamhuber (von links), Claudia Bachmaier, Steffi Tramonti, Siglinde Gruber, Sylvia Gruber und Michaela Wimmer in silberglänzenden Kostümen das "Spacetaxi".
Als krönenden Abschluss zeigten die Dream Girls mit Gerlinde Kamhuber (von links), Claudia Bachmaier, Steffi Tramonti, Siglinde Gruber, Sylvia Gruber und Michaela Wimmer in silberglänzenden Kostümen das "Spacetaxi".

Arbing. Einmal mehr hat der Katholische Frauenbund im Gasthaus Pallauf die heiße Phase des Holzlandfaschings eingeläutet: Mit einem wahren Feuerwerk an fetzigen und unterhaltsamen Einlagen am laufenden Band. Unter dem Motto "klein aber fein" kamen die rund 80 Besucher wieder voll auf ihre Kosten.

Mit lockeren Pointen hießen die Vorsitzenden Carola Hofmann und Monika Rohne am Mittwoch die gut 80 närrischen Weiber aus Arbing, die Dream Girls, die Landjugend sowie Frauenabordnungen aus Reischach und Mitterskirchen willkommen. Unter die Faschingsgesellschaft mischte sich auch die frühere Vorstandschaft, die ebenfalls mit viel Beifall begrüßt wurde.

Reich war der Witzevorrat von Gisela Schreiner (von links). Schöne Momente brachte die "Eheberatung", präsentiert von der Landjugend mit Johanna Tramonti, Anna Gaßlbauer und Michaela Eder. −Fotos: Hahn
Reich war der Witzevorrat von Gisela Schreiner (von links). Schöne Momente brachte die "Eheberatung", präsentiert von der Landjugend mit Johanna Tramonti, Anna Gaßlbauer und Michaela Eder. −Fotos: Hahn

Bis weit nach Mitternacht wurde die Gaststätte in ein buntes stimmungsvolles Faschingsdorf verwandelt. Mit den passenden Titeln sorgte dabei Monika Rohne am Mischpult für den musikalischen Rahmen.

 

Nach der ersten Tanzrunde ging es Schlag auf Schlag, als Mitglieder der Landjugend beim Sketch "Eheberatung" die Lachmuskeln strapazierten: Seit 50 Jahren ist das Paar (Anna Gaßl-bauer und Michaela Eder) verheiratet und sucht nun bei der Beraterin (Johanna Tramonti) heiße Tipps und Anregungen, um der lähmenden Tristesse des Alltags zu entfliehen. Alle drei Akteure nahmen kein Blatt vor den Mund, selbst als es um die Vorgänge im Schlafzimmer ging. Hoffnungsfroh trat das frisch beratene Paar die Heimreise an – und nun stellte sich heraus, dass nicht etwa vom Liebesspiel die Rede gewesen war, sondern vom gemeinsamen täglichen Kochen.

Gisela Schreiner aus Weingarten sorgte als routinierte Witze-Erzählerin für viele Lacher in der Frauenschar.

Als krönender Abschluss zeigten die "Dream Girls" Claudia Bachmaier, Gerlinde Kamhuber, Sylvia Gruber, Sieglinde Gruber, Steffi Tramonti und Michaela Wimmer eine weitere fetzige Showeinlage. Seit vielen Jahren sind sie Stammgäste beim Arbinger Frauenfasching und präsentieren sich dem Publikum traditionsgemäß immer zum Finale. Zum bekannten Bulli-Herbig-Film "(T)raumschiff Surprise" legten sie eine fetzige Tanznummer auf das Parkett. Thema: "Spacetaxi". Damit hatten sie das Publikum im Handumdrehen auf ihrer Seite.

250 Preise gab es bei der reichhaltigen Tombola zu gewinnen. Die Vorstandschaft hatte sie vorbereitet, unterstützt durch zahlreiche Spenden aus der Geschäftswelt und von Privatpersonen. Abschließend bedankten sich die beiden Vorsitzenden bei den vielen Spendern der Torten und der zahlreichen Sachpreise. − gh

 

(ANA vom 5.2.2020)

Frauen feiern im Bürgerhaus

Die Vorstandschaft des "Schachtelclubs" mit hinten v.l.: Gitte Prinz, Renate Eder, Renate Schüller, Reserl Waitzhofer, Monika Wolferseder, Manuela Sporrer sowie vorne v.l. Regina Bruckmeier (aus dem Publikum entführt) und Marianne Spielmannleitner. −Foto: Waitzhofer
Die Vorstandschaft des "Schachtelclubs" mit hinten v.l.: Gitte Prinz, Renate Eder, Renate Schüller, Reserl Waitzhofer, Monika Wolferseder, Manuela Sporrer sowie vorne v.l. Regina Bruckmeier (aus dem Publikum entführt) und Marianne Spielmannleitner. −Foto: Waitzhofer

Perach. Zum ersten Mal fand der traditionelle Frauenbundfasching im neuen Bürgerhaus statt. 70 feierlustige Damen folgten der Einladung des Katholischen Frauenbundes, eine sehr erfreuliche Besucherzahl, wie die Organisatorinnen betonten.

Mit-Vorsitzende des KDFB, Renate Schüller, bat als Eröffnungseinlage die "Peracher Tanzperlen" auf die Bühne. Die Mädels, trainiert von Melanie Dreier und Sabine Mader, zeigten eine beachtliche Aufführung und bekamen dafür viel Applaus. Das Warten auf die Eröffnung der allseits beliebten Tombola mit vielen schönen Preisen und Gutscheinen wurde mit Tanz- und Partymusik von DJ Christoph sowie Einlagen der Mutter-Kind-Gruppe und der Weitbachbühne sehr kurzweilig. Auch die Vorstandschaft des KDFB Perach stürmte zwischendurch die Bühne mit einer Einlage und machte mit dem Thema "Schachtelclub" humorvoll Werbung für einen Beitritt zum Frauenbund. Bis in die Morgenstunden wurde mit einer kleinen Stärkung in Form von Gulaschsuppe und Kuchen gelacht und gefeiert – rundum eine gelungene Premiere im neuen Saal, stellte der Frauenbund fest. − red

 

(ANA vom 4.2.2020)

Reischacher Weihnachtskrippe wieder vollständig

Fehlende Szene "Maria Lichtmess" ergänzt – Pfarrer Ludwig Samereier erbat dafür am Samstag Gottes Segen
Mit Weihwasser besprengte Ortsgeistlicher Ludwig Samereier am Samstag die neu geschaffene Krippen-Szenerie. −Fotos: Buchberger
Mit Weihwasser besprengte Ortsgeistlicher Ludwig Samereier am Samstag die neu geschaffene Krippen-Szenerie. −Fotos: Buchberger

Reischach. Wieder eine komplette Weihnachtskrippe zu haben – so wie im Originalzustand –, war lange Zeit ein im wahrsten Sinne des Wortes frommer Wunschtraum der Pfarrei St. Martin und auch vieler Krippenfreunde: Jetzt ist dieser Traum Wirklichkeit geworden.

Seit Samstagvormittag kann auch die bisher fehlende siebte Krippenszene "Maria Lichtmess" nach sechs Jahrzehnten Abstinenz wieder in der Mariengrotte der Pfarrkirche St. Martin bewundert werden. In einer kleinen Feierstunde ist der vakante und nun wieder erschaffene letzte Krippenteil durch Pfarrer BGR Ludwig Samereier mit Weihwasser besprengt worden. Mit dabei waren rund ein Dutzend Gäste – Ehrenamtliche der Pfarrei, das Krippenaufbau-Team sowie der frühere Ortsheimatpfleger Alois Stockner mit seiner Ehefrau Irmengard.

Ohne ihn hätte es die Reischacher Weihnachtskrippe nicht mehr gegeben: Der frühere Ortsheimatpfleger Alois Stockner.
Ohne ihn hätte es die Reischacher Weihnachtskrippe nicht mehr gegeben: Der frühere Ortsheimatpfleger Alois Stockner.

"Für uns als Pfarrgemeinde ganz wertvoll"Großzügige Geldspenden einiger Reischacher Sponsoren, so Samereier in einführenden Worten, hätten es möglich gemacht, die Krippe wieder in den Urzustand zu versetzen. "Für uns als Pfarrgemeinde ist es ganz wertvoll, dass wir jetzt um diese Szene reicher sind".

 

Der Dank der Pfarrei gelte allen, die sich dafür eingebracht haben. Seinen Dank richtete Samereier aber auch an den früheren Ortsheimatpfleger, ohne den es die Reischacher Weihnachtskrippe, ein Geschenk des früheren Ortsgeistlichen Josef Straubinger († 1960) an die Pfarrei, nicht mehr gäbe. Straubingers Nachfolger Johann Nepomuk Schmöller († 1978) hatte keinen Wert mehr auf das "Kripperlzeug" gelegt, die sonst alljährlich aufgebaute Krippe kam in Vergessenheit und die wertvollen Krippensachen wurden teils vernichtet oder gingen durch Unachtsamkeit verloren, wie Stockner in seinem aufwendig recherchierten Beitrag in der Schriftenreihe "Öttinger Land" im Band 17 der Jahresfolge 1997 publizierte.

Manfred Gesierich, dem früheren Lehrer und heutigen Altbürgermeister und Reischacher Ehrenbürger ist es schließlich zu verdanken, dass die Kripperlbühne wieder zu neuem Leben erwachen konnte. In mühevoller Kleinarbeit hatte er, etwas später unterstützt von Pfarrer Heribert Unterhuber († 2018) und dem Maler Egid Maier, alles zusammengesucht, was von den einzelnen Krippensachen noch vorhanden und brauchbar war. Erstmals zur Weihnachtszeit 1968/69 gab es zumindest wieder zwei der Szenen, Christi Geburt und Heilige Drei Könige, zu bestaunen.

Gesierich und seine Helfer hatten dabei Glück: Stockner, ein glühender Verehrer und häufiger Besucher der Anfang der 1930er-Jahre von Dr. Otto Ellenrieder, dem "Kripperldoktor von Hauzenberg" geschaffenen Krippe, hatte sich alle sieben Krippen-Szenen von Kindesbeinen an im Gedächtnis bewahrt und aufgezeichnet. Es dauerte rund ein halbes Jahrhundert, bis weitere Szenen, in jüngster Vergangenheit etwa die "Flucht nach Ägypten", beschrieben im Anzeiger vom 30. November 2018 unter der Überschrift "Als das Jesuskind ein ,Waidler‘ war", nach Stockners Gedächtnisprotokoll realisiert werden konnten. Vor allem dem mittleren Teil der Maria Lichtmess-Szene habe jetzt das Augenmerk gegolten, erklärt Egid Maier in der "Lourdesgrotte". Das Geschehen zeigt Jesus vor einem kleinen Kirchlein, davor die Engel, das Evangelium in die Welt tragend – an dem greisen und im Buch lesenden Simeon vor dessen Hütte und weidenden Schafen vorbeiziehend. Mit Hilfe einiger Sponsoren sei es möglich gewesen, die Lindenholzschnitzwerke – Jesus und die sieben Engel – von einer namhaften Schnitzer-Familie aus dem Südtiroler Grödner-Tal zu erwerben.

"Alle Achtung, dass Ihr das wieder hingebracht habt!" "Alle Achtung, dass Ihr das wieder so hingebracht habt", zollte Stockner dem kleinen Aufbau-Team Respekt. Während alle anderen Gebäude und Figuren der Szene noch aus der Ursprungszeit stammen, ist es vor allem das neu geschaffene hölzerne Kirchlein, das nicht nur Stockner in Staunen und Bewunderung versetzte. Der Erbauer, der anonym bleiben möchte, hatte das Gotteshaus filigran und mit viel Liebe zum Detail in unzähligen Stunden, dazu mit Innenleben, etwa Kirchenbänken und Kruzifix, geschaffen – und mit Reischach-Bezug: Mit Ausnahme des spitzen Kirchturms hatte dem Erbauer die kleine Marien-Kapelle an der Ortsdurchfahrt Modell gestanden.

Doch schon bald, so die Ankündigung, werde der jetzige Turm einer Zwiebelform, wie am alten Kirchlein vorhanden, weichen müssen. Zu bewundern ist die neue Krippen-Szene noch bis zum Beginn der Fastenzeit ab Aschermittwoch, 26. Februar, – täglich bis zirka 17 Uhr.

Damit endet die Reischacher Kripperl-Zeit aber noch nicht. Erst mit der "Heiligen Familie in Nazareth", zu betrachten bis Ende Februar/Anfang März, schließt sich der Vorhang der überaus wertvollen und einzigartigen Kleinbühne auf dem Altartisch der nördlich an die Pfarrkirche angebauten Lourdes-Kapelle.

Die sieben Szenen...der Reischacher Krippe:
1. Maria Verkündigung.
2. Die Herbergssuche.
3. Die Geburt Christi im Stall von Bethlehem.
4. Die Huldigung der Hl. Drei Könige.
5. Die Flucht nach Ägypten.
6. Maria Lichtmess.
7. Die Heilige Familie in Nazareth.

 

(ANA vom 3.2.2020)

KAB spendet 1000 Euro für soziale Zwecke

Reischach. Dank der Unterstützung ihrer Mitglieder und der Mitbürger kann die KAB Reischach drei soziale Einrichtungen beschenken. Der Kuchenverkauf an Erntedank brachte 370 Euro ein. Beim Weihnachtsflohmarktstand am Nikolausmarkt des Musikvereins wurden 443 Euro eingenommen. Dies war möglich, weil dem Ortsverband von der Bevölkerung viele Weihnachtsartikel zum Verkauf überlassen wurden. Nachdem der Betrag auf 1000 Euro aufgestockt wurde, können sich die Helfer vor Ort über 500 Euro freuen, die Christliche Arbeiterhilfe über 300 und das Klinikprojekt der Landjugend "Mia san Clown" über 200 Euro. Unser Foto zeigt die Übergabe des symbolischen Schecks an Dominik Winkler (von links) von den Helfern vor Ort durch die bisherige KAB-Kassierin Reserl Wimmer sowie KAB-Vorsitzende Angela Wienzl. − Foto: Winkler

"Auch Jesus war ein Ehrenamtlicher"

Alle "Mitstreiter Gottes" bringen es in der Pfarrei St. Georg Arbing auf 310 Jahre
Zum Gruppenfoto scharten sich beim Ehrenamtsessen Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten v. links), Franziska Obereisenbuchner, Heidi Pfaffinger, Kichenpfleger Martin Schächner und Pfarrer Ludwig Samereier sowie Waltraud Bachmaier (vorne v. links), Stefan Gruber, Elisabeth Sigrüner, Gerda und Franz Untermaierhofer. −Foto: Hahn
Zum Gruppenfoto scharten sich beim Ehrenamtsessen Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten v. links), Franziska Obereisenbuchner, Heidi Pfaffinger, Kichenpfleger Martin Schächner und Pfarrer Ludwig Samereier sowie Waltraud Bachmaier (vorne v. links), Stefan Gruber, Elisabeth Sigrüner, Gerda und Franz Untermaierhofer. −Foto: Hahn

Arbing. Genau 310 Jahre haben sich insgesamt zehn ehrenamtliche Mitarbeiter im Pfarrverband zusammengerechnet in den letzten Jahrzehnten ehrenamtlich um das Arbinger Gotteshaus St. Georg auf verschiedenen Ebenen vorbildlich engagiert. Dafür wurden sie jetzt geehrt.

Im Rahmen eines Ehrenamtsessen im Gasthaus Pallauf überreichten ihnen Ortsgeistlicher Bischöflich-Geistlicher Rat Ludwig Samereier, Kirchenpfleger Martin Schächner und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner Urkunden, Geschenke und Aufmerksamkeiten. Auch Pfarrvikar Kumar Yangaladasu wohnte der Feierstunde bei.

 

Statt der sonst üblichen Weihnachtsgeschenke biete man heuer das Essen mit Ehrungen an, sagte Samereier. Man wolle damit ausdrücklich der "Kirche vor Ort" und ihren Repräsentanten Wertschätzung zuteil werden lassen, nicht nur jener in Rom. Mehr denn je lebe aktuell die Kirche und eine Pfarrei von den zahlreichen Ehrenamtlichen über das ganze Jahr hinweg, so der Geistliche.

"Was ich mache ist nicht der Rede wert", sei oft der Tenor der "Mitstreiter Gottes". Genau das aber sei der Punkt, so Samereier: Denn in einem intakten Pfarrleben sei jede Hand wichtig und wertvoll. Zudem seien all diese Personen wichtige Verbindungsmitglieder, damit rund um das Gotteshaus an 365 Tagen im Jahr Leben herrsche.

"Auch Jesus Christus war im Grund ein Ehrenamtlicher", sagte Samereier: In den drei Jahren seines anschließenden öffentlichen Wirkens habe er das Reich Gottes durch seine Mitarbeit gestärkt. Die Kirche habe zurzeit nicht das beste Erscheinungsbild, so dass die Mitarbeit nicht mehr selbstverständlich sei. In Arbing sei das aber nicht der Fall – "Gottseidank!", so Samereier. Mit dem Zitat von Wilhelm Busch "Willst du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben", beendete er amüsant seine Ausführungen.

Nach den Dankesworten nahm er Stellung zum aktuellen Stand der großen anstehenden Kirchenrenovierung, die vorerst gestoppt sei. Gespräche demnächst in Passau könnten allerdings noch Möglichkeiten öffnen, in diesem Sommer doch noch zu starten. Wichtige Gutachten seien bereits vorhanden, ein Detailplan der Kirche müsse jedoch noch erarbeitet werden. Im Zuge der Sanierung sollen noch Möglichkeiten der kirchlichen Nutzung im angrenzenden Sättele-Haus in Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde erarbeitet und bewertet werden. Öffentliche Toiletten oder Räumlichkeiten für den Chor könnten ebenfalls verwirklicht werden. Ein Einkehrtag für den gesamten Pfarrverband am Samstag, 29. Februar solle dazu dienen, dass die Ehrenamtlich sich gegenseitig besser kennenlernen können. Anmeldungen werden im Pfarrbüro in Reischach entgegen genommen.

Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen. − gh

Ausgezeichnet wurden: Elisabeth Sigrüner für 30 Jahre Kirchenschmuck herrichten in der Pfarrkirche Arbing, Gerda Untermaierhofer für 40 Jahre Kirchenschmuck herrichten in der Kirche Ecking, Franz Untermaierhofer für 30 Jahre als Mesner in Ecking, Stefan Gruber und Olga Pinistorfer für jeweils 30 Jahre Messen aufschreiben, Waltraud Bachmaier für 40 Jahre Messen aufschreiben, Olga und Willi Pinistorfer für 30 Jahre Schließdienst Kirche, Franziska Obereisenbuchner für 30 Jahre Kirchenwäsche, Reserl Stockner für 30 Jahre Arbeit an Pfarrbrief und Bistumsblatt sowie Heide Pfaffinger für 20 Jahre als Raumpflegerin im Pfarrheim.

 

(ANA vom 01.02.2020)

Ein "Vergelt’s Gott" für die Ehrenamtlichen

Pfarrei Reischach lud zum Essen ein – Als Dank für "stille Arbeit" gab’s Geschenke und Urkunden
Als langjährige Lektoren wurden von Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) sowie Gemeindereferent Hans Salzinger (von links) und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner mit einer Urkunde und einem Präsent bedacht: Katharina Niederhuber, Marianne Hinterwinkler, Rosemarie Kaiser, Ludwig Demmelhuber, Anna Heilmeier sowie Bernhard Prähofer.
Als langjährige Lektoren wurden von Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) sowie Gemeindereferent Hans Salzinger (von links) und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner mit einer Urkunde und einem Präsent bedacht: Katharina Niederhuber, Marianne Hinterwinkler, Rosemarie Kaiser, Ludwig Demmelhuber, Anna Heilmeier sowie Bernhard Prähofer.

Reischach. Zu einer Würdigung der ehrenamtlichen und aufopfernden Arbeit in der Pfarrei Reischach und der Filialkirche Endl-kirchen hatten der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung alle Bediensteten im kirchlichen Dienst ins Gasthaus "Reischacher Hof" eingeladen. Mit einem Essen wollten diese Gremien "Vergelt’s Gott" sagen und die oftmals "stille Arbeit" würdigen.

Die rund 140 Gäste wurden am vergangenen Freitag zunächst mit einem Glas Sekt empfangen. Pfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier betonte, dass die "Kirche von Reischach" eine "Kirche vor Ort" sei: Denn mehr als 150 Menschen würden dazu beitragen, der Kirche ein attraktives, sympathisches und gewinnendes Gesicht zu geben. Viele meinten zwar, ihre Arbeit "sei nicht der Rede wert", aber dennoch sei jeder Handgriff wichtig und einer Würdigung wert.

 

Diesen Worten schloss sich auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Edith Brunner, an: Ohne der Arbeit der vielen Helfer – seien es Lektoren, Mesner, Kommunionhelfer, Krankenbesuchsdienst oder Pfarrbrief-Team – wäre die Arbeit in der Pfarrei nicht zu bewältigen. Dafür sprach auch sie ein herzliches "Vergelt’s Gott" aus.

Für 38 Jahre Mesnerdienst bedankte sich das Pfarreigremium bei Martin Nock und Ehefrau Anna. Die Pfarrei sucht einen Nachfolger für den 80-Jährigen. −F.: Hochäusl
Für 38 Jahre Mesnerdienst bedankte sich das Pfarreigremium bei Martin Nock und Ehefrau Anna. Die Pfarrei sucht einen Nachfolger für den 80-Jährigen. −F.: Hochäusl

Bei dieser Gelegenheit erfuhren auch zahlreiche Ehrenamtliche eine Würdigung. Mit Urkunden und Präsenten bedankten sich Pfarrer Ludwig Samereier, PGR-Vorsitzende Edith Brunner und Gemeindereferent Hans Salzinger bei Personen, die 20 und mehr Jahre ehrenamtlich in der Pfarrei tätig sind. So übt Martin Nock mit sage und schreibe 80 Jahren noch immer das Amt des Mesners aus. Für ihn wird jetzt nach 38-jähriger Tätigkeit eine Nachfolger gesucht. Auch Anneliese Baumer kann auf vierzig Jahren Lektorendienst zurückblicken.

Pfarrer Ludwig Samereier dankte dabei nicht nur den Geehrten, sondern auch deren Familienangehörigen, die oftmals viel Verständnis und Geduld aufbringen müssten, um dem jeweiligen ehrenamtlich Tätigen seine Arbeit zu ermöglichen.

Großen Respekt und Hochachtung sprach der Ortsgeistliche auch all jenen aus, die oftmals im Stillen wirken. Viele kreative Gedanken hätten umgesetzt werden können, auch berechtigte Kritik werde gerne angenommen. Gerade in der jetzigen für die katholische Kirche so schwierigen Zeit sei die Treue zur Pfarrei besonders wichtig, so Pfarrer Ludwig Samereier.

Kirchenpfleger Josef Brunner nutzte die Gelegenheit, um alle Bediensteten auf die aktuell gültigen Unfallverhütungsvorschriften hinzuweisen.

Bis zu 40 Jahren im Einsatz für die Pfarrei ReischachFür 20 Jahre Tätigkeit als Lektoren oder Kommunionhelfer erhielten bei der Veranstaltung eine Urkunde und ein Präsent: Ludwig Demmelhuber, Maria Lichtenwimmer, Katharina Niederhuber, Bernhard Prähofer, Peter Demmelhuber und Benjamin Auer.

Mehr als 25 Jahre im Dienst der Pfarrei sind Anna Heilmeier und Angelika Karl in mehreren Funktionen.

Für 30-jährige Tätigkeit bedankten sich die Gremien bei Johann Demmelhuber, Marianne Hinterwinkler und Rosemarie Kaiser.

Als "dienstälteste Helfer" wurden außerdem Martin Nock für 38 Jahre Tätigkeit im Mesneramt sowie Anneliese Baumer geehrt: Sie ist seit 40 Jahren im Einsatz als Lektorin. − hok

(ANA vom 30.01.2020)

Den Hl. Sebastian gefeiert

Bruderschaft Endlkirchen: Festgottesdienst und Konvent
Die "Sebastianipfeile" der örtlichen Bäckerei segnet hier Pfarrer Ludwig Samereier. Das Gebäck wurde danach an die Gottesdienstbesucher verkauft. Auf dem Altar ist die Reliquie des heiligen Sebastian zu sehen, im Hintergrund Mitglieder des Reischacher Singkreises. −Foto: Hochhäusl
Die "Sebastianipfeile" der örtlichen Bäckerei segnet hier Pfarrer Ludwig Samereier. Das Gebäck wurde danach an die Gottesdienstbesucher verkauft. Auf dem Altar ist die Reliquie des heiligen Sebastian zu sehen, im Hintergrund Mitglieder des Reischacher Singkreises. −Foto: Hochhäusl

Endlkirchen. Zu einer besonderen Verehrung des Heiligen Sebastian haben sich die Mitglieder der gleichnamigen Bruderschaft am Sonntag in der Filialkirche Endlkirchen zusammengefunden. Dabei skizzierte Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier das Leben des "Pestheiligen" und freue sich, dass in dieser Vereinigung der Glaube individuell gelebt wird.

Zu Beginn des Festgottesdienstes, der vom Reischacher Singkreis unter Leitung von Klaus Hölzlwimmer feierlich gestaltet wurde, übertrug Pfarrer Ludwig Samereier die Reliquie des Heiligen Sebastian auf den Altar. Dabei erinnerte er an den Mut des Heiligen, der für seinen Glauben eingetreten ist und dafür von Kaiser Domitian verfolgt und gemartert wurde. Als Angehöriger der Leibgarde hatte Sebastian den Kaiser kritisiert, weil dieser sich mit Gott gleichstellen wollte. Der Imperator wollte ihn von Bogenschützen erschießen lassen, doch Sebastian überlebte und wurde gesund gepflegt. Als er sich weiterhin dem Kaiser widersetzte, ließ dieser ihn mit Keulen erschlagen. In der Kallistus-Katakombe in Rom kann der Sarkophag des Heiligen besucht werden. Das Abklingen einer Pestepidemie in Rom geht nach katholischer Tradition auf die Anrufung des Heiligen Sebastian zurück, weshalb er auch heute noch als "Pestheiliger" gilt. An die Pesttoten im 17. Jahrhundert wird an vielen örtlichen Pestfriedhöfen erinnert. Wie Pfarrer Samereier erklärte, ist diese Krankheit noch immer nicht ausgerottet, auch im europäischen Raum sind derartige Krankheitsfälle bekannt. Deshalb sei es wichtig, auch weiterhin auf die Fürsprache des Heiligen Sebastian zu vertrauen.

 

Wo der Glaube individuell gelebt wird"Bruderschaften" wie diese in Endlkirchen seien spirituelle Gemeinschaften, in denen der Glaube individuell gelebt wird, so der Ortsgeistliche. Bei diesem Gottesdienst segnete Pfarrer Ludwig Samereier auch die "Sebastianipfeile", ein Gebäck, das von der örtlichen Bäckerei hergestellt und an die Gottesdienstbesucher verkauft wurde.

Zum anschließenden Konvent im Gasthaus Auer hieß Vorsitzende Maria Werkstetter rund 70 Mitglieder willkommen. Dabei gab sie einen Überblick auf das vergangenen Jahr: Die Sebastianibruderschaft war gut vertreten bei allen kirchlichen Veranstaltungen, bei einer Betstunde um geistliche Berufe und erstmals bei einem Rosenkranz. Besonders beim 100-jährigen Jubiläum der "Flucht des Altöttinger Gnadenbildes" wurden die Gedenkveranstaltungen in Reischach, Altötting und Passau besucht. Ein Ausflug, zusammen mit der Männerkongregation, führte zu den Wallfahrtskirchen Maria Sossau und Bogenberg. Auch in diesem Jahr ist ein Ausflug, voraussichtlich nach Salzburg und zum Mattsee, geplant. 16 Mitgliedern konnte die Vorstandschaft zu runden Geburtstagen gratulieren.

Kassier Heinrich Freibuchner bezifferte die Einnahmen auf 1041 Euro, dem standen 426 Euro Ausgaben gegenüber. Die Bruderschaft zählt derzeit 147 Mitglieder. Johann Köpf hat die Kasse geprüft und eine ordentliche Führung bestätigt. Auf seinen Antrag hin wurden der Kassier und die Vorstandschaft entlastet.

Abschließend bat Pfarrer Ludwig Samereier die Anwesenden, ihren Kindern und Enkelkindern ein Vorbild im Glauben zu sein. Er bedauerte, dass es viele Leute gebe, die einsam und zurückgezogen leben. Diesen sollte Kontakt und Gemeinschaft angeboten werden, so der Pfarrer. − hok

 

(ANA vom 25.01.2020)

Endlkirchener Ministranten opfern einen Ferientag

Endlkirchen. Am Silvesterabend waren sie in der Filialkirche Endlkirchen von Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (rechts) ausgesandt worden, am Donnerstag gingen sie als Sternsinger los: die fünf Ministranten der Filialkirche Endlkirchen. Einen Ferientag opferten Oberministrant Tobis Kaiser (von links), Jonas Freibuchner als Sternträger, Lea-Marie Zelger, Magdalena Maierhofer und Anna Kagerer für die Sternsingeraktion "Frieden - im Libanon und weltweit". Als "Kaspar, Melchior und Balthasar" bekamen sie von den Pfarreiangehörigen 496 Euro, die an das Kindermissionswerk weitergeleitet werden. Dafür segneten sie das Haus und übergaben Weihrauch und Kreide. Natürlich bekamen die fleißigen Sammler auch einige Süßigkeiten als Dankeschön. Lea, Magdalena und Anna waren erstmals als "Heilige Drei Könige" unterwegs, wogegen Jonas und Tobias als "alte Hasen" schon eine längere Erfahrung haben. − hok/Foto: Peterbauer

(ANA vom 9.1.2020)

STERNSINGER IN HOLZLAND UND ISENTAL

Erlbach: 1135 Euro für arme Kinder im LibanonErlbach. Am Fest der "Heiligen Drei Könige" hat Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (rechts) zusammen mit allen Ministranten, die in den vergangenen Tagen als Sternsinger unterwegs waren, einen Festgottesdienst gefeiert. Der Geistliche griff das Thema der diesjährigen Aktion auf: "Segen bringen, Segen sein. Frieden – im Libanon und weltweit". Er erinnerte dabei an die Not der Kinder in den Flüchtlingslagern, denen Schulbesuch und Bildung verwehrt bleiben. Um ihnen zu helfen, sind die Erlbacher Ministranten von Haus zu Haus gezogen, um Geld für diese weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern zu sammeln. Pfarrvikar Kumar verglich sie mit den "Weisen aus dem Morgenland", die auch unbekannte Wege gingen und nicht wussten, was sie erwartet. Er bezeichnete sie als Prediger, weil sie Segenswünsche übermittelten. In fünf Gruppen waren insgesamt 18 Ministranten unterwegs. Nachdem sie mit einem Lied um Spenden baten, schrieben sie mit Kreide "C+M+B" (für Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus) an die Türen der Häuser. Pfarrvikar Kumar Yangaladasu gab das Ergebnis dieser Aktion bekannt, was mit Applaus der Kirchenbesucher quittiert wurde: 1135 Euro wurden fürs Kindermissionswerk gesammelt. − hok/Foto: Hochhäusl

(ANA vom 9.1.2020)

Offenes Singen am Sportplatz

Erstmals hat es am Sportplatz in Reischach ein "opffenes Singen" gegeben, zu dem 150 Besucher kamen. Demmelhuber
Erstmals hat es am Sportplatz in Reischach ein "offenes Singen" gegeben, zu dem 150 Besucher kamen. Demmelhuber

Reischach. Über 150 sangesfreudige Reischacher und Gäste von auswärts haben am Abend des 4. Adventsonntages am Sportplatz gemeinsam Advents- und Weihnachtslieder gesungen. Erstmals hatten der Pfarrgemeinderat Reischach und der TSV Reischach gemeinsam zu einem solchen "Offenen Singen" ins "Reischacher-Fußball-Stadion" eingeladen. Angeregt durch die großen Singen in den Bundesligastadien wollten sich die Reischacher auch in die inzwischen lange Liste dieser immer beliebter werdenden "Offenen Singen" einreihen – und wie die Zahl der Besucher zeigte, war dies eine gute Idee, teilten die Organisatoren im Nachgang mit.

Schon auf der Zugangsstraße kündeten Kerzen das Singen an. Als musikalische Leiterin des Abends begrüßte Theresia Demmelhuber Ingrid Weißl aus Neuötting mit ihrem Akkordeon. Als geübte Musikerin, die ganze Volksfestzelte zum Singen bringt, hatte Ingrid Weißl bereits beim ersten Lied die Sänger in ihren Bann gezogen. Von "Alle Jahre wieder" über "Schneeflöckchen, Weißröckchen" bis zu "ABC, die Katze liegt im Schnee" war das Repertoire bunt zusammengesetzt. "Stille Nacht, Heilige Nacht" jedoch wurde nicht gesungen. Dieses Lied wurde bewusst für den Heiligen Abend reserviert. Pfarrvikar Kumar erinnerte mit dem Text des Evangeliums an die Geburt Jesu.

 

Zwischenzeitlich kamen auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Reischach mit dem Friedenslicht aus Bethlehem am Sportplatz an. Bevor das Licht in die Kirche gebracht wurde, entzündete ein Jungfeuerwehrler eine Kerze am Sportplatz, so dass am Ende der Veranstaltung viele Besucher das Friedenslicht bereits mit nach Hause nehmen konnten.

Als am Ende die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Edith Brunner allen Beteiligten für den Abend dankte, sprach sie vielen aus dem Herzen: Viele Besucher wünschten sich eine Wiederholung auch für die Adventszeit 2020, teilten die Organisatoren abschließend mit. − red/Foto: Demmelhuber

 

(ANA vom 28.12.2019)

Seelsorgerische Verstärkung im Pfarrverband

Benjamin Bößenroth als neuer Ständiger Diakon in Reischach – Ziel: Freude am Glauben vermitteln
Im Seelsorger-Team willkommen geheißen wird Benjamin Bößenroth (Mitte) von Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu vor der Pfarrkirche St. Martin. −Foto: Buchberger
Im Seelsorger-Team willkommen geheißen wird Benjamin Bößenroth (Mitte) von Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu vor der Pfarrkirche St. Martin. −Foto: Buchberger

Reischach. Seelsorgerische Verstärkung ist beim Pfarrverband Reischach eingetroffen: Seit wenigen Wochen betreut mit Benjamin Bößenroth ein zusätzlicher geistlicher Mitarbeiter die zahlreichen "Schäfchen" des Pfarrverbandes mit seinen fünf Pfarr- und Filialgemeinden.

Bößenroth ist am 9. November gemeinsam mit zwei weiteren Männern von Bischof Stefan Oster in der Pfarrkirche St. Konrad in Passau-Hacklberg zum Ständigen Diakon geweiht worden – im Nebenberuf. Der frisch geweihte Diakon, 1981 in Fulda (Hessen) geboren und in Neubeuern bei Rosenheim aufgewachsen, ist verheiratet, Vater zweier Kinder, Michael und Noah, und im Hauptberuf IT-Projektleiter in einem Mühldorfer Software-Haus.

 

Zölibat nicht zwingend, Amt mit Familie vereinbar

Beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965), einberufen von Papst Johannes XXIII, war die Besonderheit des Amtes verankert worden: Der Zölibat ist nicht zwingend und es ist mit Zivilberuf und Familie vereinbar. Mit seiner Weihe zum Ständigen Diakon darf Bößenroth nun taufen, Trauungen halten, predigen und in der Seelsorge mitarbeiten. Dabei werde ihn, so betont er gegenüber dem Anzeiger, als "Diener" oder "Helfer", das sich vom griechischen Wort "diakonos" ableitet, sein Weihe-Wahlspruch begleiten: "Ich will meinem HERRN singen in meinem Leben, meinem Gott singen und spielen, solange ich da bin". Lange und intensiv habe er sich auf seinen "großen Tag" und den zukünftigen Dienst vorbereitet. Volle Unterstützung auf den Weg dorthin habe er von seiner Familie, vor allem seiner Ehefrau Viktoria erfahren. Gerade sie habe – wenn auch anfangs ablehnend – letztlich mit Freude und Zustimmung auf seine Entscheidung zum Ständigen Diakonat reagiert und ihn im starken Maß ermutigt.

Begonnen hat sein Weg zum Diakonat bereits vor zehn Jahren, erinnert er sich. Gemeinsam mit Viktoria, damals noch seine Freundin, sei der Gedanke in Taizé in ihm gereift. Beide hatten damals in dem kleinen ostfranzösischen Ort nahe Cluny, der als Symbol der ökumenischen Bewegung gilt, an einem europäischen Jugendtreffen teilgenommen. "Dort wurde mir bewusst, dass ich irgendetwas in meinem Leben vermisse". Es sei das Gefühl gewesen, das er aus der Kindheit kannte –"bedingungsloses Vertrauen und angenommen sein" konkretisiert er es. Er habe für sich dort das Gebet formuliert: "Gott, mach mich zu deinem Werkzeug".

Nach der Rückkehr sei es dann zum kirchlichen Engagement gekommen: Über das gemeinsame Musikspielen – er Gitarre, sie Querflöte – habe man schließlich den Weg von einem Jugendgebetskreis im oberösterreichischen Braunau über den Sponti-Chor in der Pfarrei "Zu unserer Lieben Frau" in Burghausen ins Familiengottesdienst-Team und in die Öffentlichkeitsarbeit gefunden. Nach einem Aufenthalt in Brasilien und dem Kennenlernen der dortigen Arbeit von Diakonen hatte sich das Engagement der beiden auf die Flüchtlingsarbeit und die liturgischen Dienste erweitert. Schließlich wurde Bößenroth Kantor in Burghausen. Sein Weg zum Diakonat führte ihn schließlich über ein Praktikum im Pfarrverband Neuötting-Alzgern und eines solchen in der Krankenhausseelsorge ins Holzland nach Reischach – den Ort, den sich das Ehepaar vor über zwei Jahren als seine neue Heimat auserkoren hatte.

"Mit offenen Armen" aufgenommen worden Fünf Stunden wöchentlich wird Bößenroth nun neben seinem Vollzeitjob als Diakon im Pfarrverband wirken. Mit "offenen Armen" sei er dort von Pfarrverbandspfarrer BGR Ludwig Samereier und dem gesamten Team aufgenommen worden, freut er sich, der sich in seiner Berufung als "Brückenbauer in einer bunten und fröhlichen katholischen Kirche" sieht. "Meine Vision ist es, dass ich als Diakon meinen Mitmenschen diese Freude am Glauben näherbringen kann". Seine ersten Einsätze im Pfarrverband hat Bößenroth indes bereits hinter sich, hat etwa Krankenbesuche durchgeführt, einen Vortrag beim Männer-Einkehrtag gehalten und Andachten gestaltet.

Gerade in der Adventszeit sei es wichtig zu zeigen: "Kirche ist draußen – nicht nur im Gebäude", betont er. Alles was die Kirche nicht mehr so erreiche, wo die Kontakte verloren und Gräben entstanden seien, sehe er in seinem Aufgabenspektrum – eben den "Dienst bei den Leuten". Bei aller Begeisterung für sein neues Amt: Es gelte stets die richtige Balance zwischen Familie, Arbeitsstelle und Diakonat zu finden - und dieses Gleichgewicht niemals aus den Augen zu verlieren.

(ANA vom 20.12.2019)

Erlbach: Adventssingen begeistert Zuhörer

Darbietungen von Chören und Instumentalgruppen – Erlös für die Sanierung des Kirchensockels
Der gesamte Chorraum der Erlbacher Kirche war gefüllt mit Sängern und Musikanten: Links die Gruppe Mandala, vorne der Kinderchor und im Hintergrund der Kirchen- und Männerchor. −Fotos: Hochhäusl
Der gesamte Chorraum der Erlbacher Kirche war gefüllt mit Sängern und Musikanten: Links die Gruppe Mandala, vorne der Kinderchor und im Hintergrund der Kirchen- und Männerchor. −Fotos: Hochhäusl

Erlbach. Eine Fülle an vorweihnachtlichen Liedern und Melodien haben die zahlreichen Besucher des 13. Erlbacher Adventssingens gehört, zu dem der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung eingeladen hatten. In der voll besetzten Pfarrkirche "St. Petrus" boten verschiedene Chöre, Gesangsgruppen und Instrumentalisten Kostproben ihres Könnens und begeisterten die Zuhörer. Im Anschluss konnten die Gäste auf dem Dorfplatz bei Punsch, Glühwein und Weihnachtsgebäck den Klängen einer Bläsergruppe lauschen.

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzl-wimmer, hieß am Sonntagnachmittag zum Adventssingen Gäste nicht nur aus Erlbach, sondern auch aus den umliegenden Orten willkommen. Sie erinnerte daran, dass die Adventszeit früher auch eine Fastenzeit war und daher bewusst auf festlichen Schmuck der Kirche verzichtet wurde. Nur ein Wurzelstock mit brennenden Kerzen in der Mitte des Kirchenganges sollte an die "Wurzel Jesse" erinnern, wie Lektor Alois Oberhaizinger betonte.

 

Mit Texten vom Ponzauner Wigg durch das ProgrammMit Texten aus der "Niederbayerischen Weihnacht" des Heimatdichters Ludwig Gruber, bekannt als "Ponzauner Wigg", führte Alois Oberhaizinger durch das Programm. Dieses wurde von der Bläsergruppe der Familie Lichtenwimmer, verstärkt um Afra Wimmer und Michael Spateneder, mit "Tochter Zion" eingeleitet. Den Liederreigen eröffnete der Kirchenchor mit dem Liedern "Schönste von allen, Maria genannt", und "Lasst erschallen die Posaune", sowie dem ausdrucksstarken "Im Woid is so staad". Diese Lieder wurden von Sandra Sallersbeck regelrecht professionell einstudiert.

Die Gruppe junger Bläser eröffnete das Adventssingen und spielte hinterher auf dem Dorfplatz.
Die Gruppe junger Bläser eröffnete das Adventssingen und spielte hinterher auf dem Dorfplatz.

Viel Gefallen fand der Kinderchor mit seinen Darbietungen "Meine kleine Kerze" und "Das Licht erleuchtet die Nacht". Diese Gruppe mit mehr als 20 Kindern wurde von Tina Schönwetter geleitet, ebenso wie die Singgruppe "Mandala". Deren Sänger trugen mit ihren brillanten Stimmen und instrumentaler Begleitung mit den Liedern "Heilig die Nacht" und "So wie die Nacht flieht vor dem Morgen" zum Gelingen bei. Als Gäste aus Kastl waren Marlene Bernhofer und Elias Zwieslsperger gekommen. Mit Harfe und steirischer Harmonika trugen sie gekonnt schwierige Instrumentalstücke vor. Auch Anna und Maria Unterstraßer überzeugten mit ihren Stücken auf zwei Querflöten.

Berührte die Zuhörer mit seinen Liedern: Der "Untererlbacher Zwoaggsang".
Berührte die Zuhörer mit seinen Liedern: Der "Untererlbacher Zwoaggsang".

Ein Lied, das zu Tränen rühren konnteDer Untererlbacher Zwoagsang mit Margit Weidinger und Hans Kleinillenberger, auf der Gitarre begleitet von Girgl Fröhlich, sangen "Jeder Mensch der hat seinen Platz". Ihr Lied "Liebs Christkindl hast mich vergessen?" dürfte manchen Besucher zu Tränen gerührt haben, da hier der Wunsch des Mädchens nach einer Puppe unerhört blieb.

Mit Querflöte und Klavier boten Sandra Sallersbeck und Juliana Eller schwierige klassische Stücke dar. Zum Gelingen dieses Adventsingens trug auch der Erlbacher Männerchor mit "Kimmt sche hoamlich die Nacht" und "Wie leuchtet so mild" bei.

Mit Harfe und Ziach brillierten Marlene Bernhofer und Elisa Zwieslsperger aus Kastl.
Mit Harfe und Ziach brillierten Marlene Bernhofer und Elisa Zwieslsperger aus Kastl.

Abschließend dankte Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl allen Beteiligten für ihr engagiertes Mitwirken. Er hoffe, dass dieses Singen und Musizieren dazu beigetragen hat, Ruhe zu finden für die letzten Tage vor dem Weihnachtsfest.

Im Anschluss konnten die Besucher auf dem Dorfplatz bei Punsch und Glühwein, sowie Gebäck verweilen und den Klängen der Bläsergruppe unter der Leitung von Martina Lichtenwimmer lauschen. Auch der Heilige Nikolaus war auf dem Dorfplatz noch zugegen und beschenkte die Kinder. Der Erlös dieses Adventssingens, so Konrad Hochhäusl, kommt der Sanierung des Kirchensockels zu Gute. − hok

(ANA vom 18.12.2019)

Ein neues Duo an der Spitze des Frauenbunds

Carola Hoffmann und Monika Rohne lösen nach zwölf Jahren Marianne Geier und Angelika Gruber als Vorsitzende ab
Blumensträuße als Dankeschön erhielten die scheidenden Frauenbund-Vorständlerinnen Antonie Spirkner (von links), Maria Schaaf, Marianne Geier und Angelika Gruber aus der Hand von Pfarrer Ludwig Samereier. −Fotos: Hahn
Blumensträuße als Dankeschön erhielten die scheidenden Frauenbund-Vorständlerinnen Antonie Spirkner (von links), Maria Schaaf, Marianne Geier und Angelika Gruber aus der Hand von Pfarrer Ludwig Samereier. −Fotos: Hahn

Arbing. Einen Führungswechsel gibt es beim Katholischen Frauenbund: Das Duo Carola Hoffmann und Monika Rohne, beide aus Arbing übernimmt Verantwortung bei der Arbinger Ortsgruppe mit ihren aktuell 87 Mitgliedern. Das ist das wichtigste Ergebnis der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung im Gasthof Hölzlwimmer, die bereits im November stattgefunden hatte.

Zu der Versammlung konnten die neuen Vorstands-Kandidatinnen aus Termingründen aber erst nach der Neuwahl eintreffen bzw. gar nicht kommen. Zur neuen Schriftführerin wurde Andrea Wimmer aus Waldberg gewählt, während wie bisher Gisela Huber die Kasse verwaltet. Verantwortung übernimmt künftig wieder Maria Schaaf aus Arbing, die bisher die Schriftführung innehatte, als Landfrauenvertretung und den Verbraucherservice. Neu in der Vorstandschaft ist als Beisitzerin Alexandra Kammergruber aus Stockwimm, während Marianne Geier wieder als Delegierte wieder der Vorstandschaft angehört. Die Fahne tragen bei entsprechenden Anlässen Maria Schaaf, Sieglinde Joachimbauer und Angelika Gruber, während Fanny Obereisenbuchner und Fanny Zeiler wieder die Kasse prüfen.

Sie übernehmen künftig Verantwortung beim Frauenbund Arbing: Die neue Vorstandschaft mit Gisela Huber (von links), Andrea Wimmer, Carola Hoffmann, Monika Rohne, Alexandra Kammergruber, Maria Schaaf sowie Marianne Geier.
Sie übernehmen künftig Verantwortung beim Frauenbund Arbing: Die neue Vorstandschaft mit Gisela Huber (von links), Andrea Wimmer, Carola Hoffmann, Monika Rohne, Alexandra Kammergruber, Maria Schaaf sowie Marianne Geier.

Im Vorfeld hatte eine Reihe von Vorstandsmitgliedern auf eine Wiederwahl verzichtet. So wurden mit Präsenten den beiden bisherigen Vorsitzenden Marianne Geier und Angelika Gruber, welche als Doppelspitze zwölf Jahre den Frauenbund geleitet hatten, besonders gedankt. Ebenfalls Antonie Spirkner, die zwölf Jahre die Arbinger Landfrauen vertrat sowie Maria Schaaf für achte Jahre Schriftführung. Ebenfalls acht Jahre hatte Agnes Eder der Vorstandschaft angehört. Anlässlich der Jahresversammlung dankte im Namen der Vorstandschaft Angelika Gruber für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung während der letzten Jahre.

 

Im Zeitraffer ließ Schriftführerin Maria Schaaf die vielfältigen Aktivitäten seit der letzten Jahreshauptversammlung Revue passieren. Sie erinnerte dabei besonders an das 40-jährige Gründungsfest mit einem erhebenden Gottesdienst und der anschließenden weltlichen Feier. Schöne Momente im Jahreskalender brachten der Ausflug nach Engelsberg und zur Käserei Bergader sowie die Fahrt im Rahmen des Ferienprogrammes zum Bären-Gnadenhof nach Bad Füssing. Ihre Hände im Spiel hatten die Frauen in der fünften Jahreszeit mit einem Faschingskränzchen sowie bei den jährlichen kirchlichen Hochfesten mit einer Fahnenabordnung.

Über Einnahmen und Ausgaben informierte Verwalterin Gisela Huber. Nach ihren Worten hat sich der Kassenbestand durch die Ausgaben für die 40-Jahr-Feier etwas vermindert. Die Prüferinnen bescheinigten eine saubere Verwaltung der Vereinsgelder und empfahlen die Entlastung, die dann einstimmig gewährt wurde.

Nachdem die neu gewählten Vorständlerinnen zur Jahreshauptversammlung erst verspätet bzw. gar nicht kommen konnten und daher in Abwesenheit gewählt wurden, stellten sie sich nun am Dienstag im Rahmen einer Adventfeier den Mitgliedern vor. "Nur gemeinsam sind wir stark", meinte die neue Vorsitzende Carola Hoffmann, während Monika Rohne von einer guten Übergabe sprach. Man wolle wie bisher positiv die katholischen Frauen aus Arbing präsentieren. Jederzeit sei die neue Vorstandschaft für Kritik und Anregungen aller Art offen. In einem aufgestellten Fragekasten können auch anonym Anliegen geäußert werden. Alle dankten für das entgegengebrachte Vertrauen.

Dekanats-Vorsitzende Karin Bartinger dankte den bisherigen und neuen Vorstandsmitgliedern für die Übernahme von Verantwortung. Auch nach 40 Jahren stehe der Zweigverein Arbing auf stabilen Beinen. Es sei erfreulich, dass sich der Frauenbund in der Gesellschaft sehr viel Gehör verschafft habe. Wörtlich meinte sie: "Frauen können viel bewegen!" Die katholische Arbinger Frauengemeinschaft sei nach allen Richtungen mit Leben erfüllt, das Ehrenamt stehe nach wie vor hoch im Kurs. − gh

(ANA vom 7.12.19)

Wechsel bei den Ministranten Erlbach

Mit weniger Ministranten muss die Pfarrei künftig auskommen: Während am Sonntag zwei Mädchen  in die Schar der Ministranten aufgenommen wurden, haben sieben ihre Arbeit am Altar aufgegeben. Pfarrvikar Kumar Yangaladasu, sowie die Oberministranten freuten sich, dass Anna-Lena Lagleder und Lisa Wimmer für den Altardienst verfügbar sind. Am Ende des Familiengottesdienstes am 1. Adventsonntag, erhielten sie das Ministrantenkreuz sowie das Handbuch für Ministranten überreicht. Auch mehrere Ministranten wurden für ihren fünfjährigen Dienst am Altar geehrt: Aus der Hand der Oberministrantinnen Juliana Eller und Johanna Gartmeier nahmen die Urkunde entgegen: Korbinian Eller, Sofia Huber, Michael Spateneder und Afra Wimmer. Sieben Ministranten haben ihren Dienst am Altar beendet. Mit einer Dankesurkunde und einem Fotobuch über ihre "Ministrantenkarriere" wurden Luisa und Fabian Grübl, Laura Hochhäusl, Julian Huber, Sofia Huber, Simon Niederleitner und Annika Schmidbauer verabschiedet. Im Bild Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten 3. v. re.) im Kreis von geehrten und ausscheidenden Ministranten. Neu im Dienst sind Lisa Wimmer und Anna-Lena Lagleder (vorne 1. und 2. v. re.). − hok/Foto: Hochhäusl

(ANA vom 6.12.2019)

  

Pfarrhof und Kirche vor Sanierung

2020 stehen in Perach große Maßnahen an – 70 Besucher bei Pfarrfamilien-Frühschoppen

Perach. Rund 70 Besucher sind zu dem Pfarrfamilien-Frühschoppen gekommen, der vor wenigen Tagen im Bürgerhaus stattfand.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hiefinger berichtete eingangs über Ereignisse im vergangenen Jahr. Wie er sagte, wurden sechs Sitzungen abgehalten. Anlässlich des Pfarrfestes fanden noch ein paar zusätzliche Treffen statt. Er nahm außerdem an fünf Pfarrverbandskonferenzen teil, so Hiefinger. Als "Highlight" bezeichnete er die Anbringung der Erinnerungstafel anlässlich des 100. Jahrestages des Aufenthalts des Altöttinger Marien-Gnadenbildes 1919 in Reischach: Damals wurde es vor den Spartakisten nach Passau in Sicherheit gebracht (der Anzeiger berichtete).

 

Zum Pfarrhof merkte Hiefinger an, dass dieser nun leer stehe. Im Frühjahr 2020 stehe eine große Renovierung an. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werde er wieder vermietet. Dazu bedankte er sich auch da bei allen, die beim Ausräumen geholfen hatten. 2020 stehe auch eine große Kirchenrenovierung an, gleich nach der Kommunion am 3. Mai. Die Renovierung werde bis zum Herbst 2020 dauern, daher werde die Kirche geschlossen bleiben. Gottesdienste werden ersatzweise in Niederperach und eventuell im Bürgerhaussaal, stattfinden.

Auch in diesem Jahr wurden wieder die Ehejubilare gefeiert, hier sei Susanne Stubenvoll federführend und habe alles organisiert. Hans Salzinger organisiert, wie jedes Jahr, diverse Jugendgottesdienste, die sehr gut angenommen werden. Die anstehenden Ehrungen werden, wie Hiefinger ankündigte, erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Kirche vorgenommen, weil die gesamte Geistlichkeit an diesem Sonntag kurzfristig einen anderen Termin wahrnehmen musste.

Den Bericht des Kirchenpflegers trug Stellvertreter Markus Kreuzpointner vor, weil sich Kurt Plewan im Urlaub befand: Hauptthema werde im nächsten Jahr die Kirchenrenovierung sein. Die Gutachten lägen vor. In den nächsten Tagen werde in Passau entschieden, aber auf alle Fälle werde ein nicht unerheblicher Teil der Kosten von der Pfarrei zu tragen sein. Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung habe für das Geschäftsjahr 2018/19 einen Überschuss von 1480 Euro ergeben. Die Renovierung des Pfarrhofes werde extern übernommen, da sollten der Pfarrei keine Kosten entstehen, so der Kirchenpfleger.

Lena Maier will einen Kinderchor ins Leben rufenGemeindereferent Hans Salzinger stellte Lena Maier vor, die eine Ausbildung zur Kinderchorleiterin absolviert hat und, wie sie selber sagte, einen Kinderchor gründen. Zielgruppe seien Kinder aus der 3. bis zur 6. Klasse, eventuell auch jüngere Kinder: "Aber lesen müssen sie können!"

Beim Tagesordnungspunkt "Wünsche, Anregungen" wurde die Bitte ausgesprochen, bei den Beisetzungen darauf hinzuweisen, dass meist im Anschluss noch ein Rosenkranz in der Kirche stattfindet. Die Mesnerin bat darum, dass sich auch Erwachsene als Ministranten für Beerdigungen melden sollen.

Annemarie Stockner bat darum, dass bei der Kirchenrenovierung darauf geachtet wird, einen behindertengerechten Zugang zur Kirche zu schaffen. Ferner wurde darum gebeten, dass Auflagen bei den Kniebänken angebracht werden, dazu sagte aber Hans Salzinger, die Kirchenbesucher sollen auf das Knien verzichten, wenn es ihrer Gesundheit schadet: Da werde niemand "schief angeschaut".

Auf die Frage, ob nun schon entschieden ist, wer die Trägerschaft des Kindergartens übernimmt, hieß es, das werde die Gemeinde sein (der Anzeiger berichtete mehrfach). Ein Diskussionsteilnehmer wies darauf hin, dass in der Kirche immer wieder neue Lieder gesunden werden und bat die Kirchengemeinde, diese Lieder auch durch Mitsingen anzunehmen.

Worte des Dankes galten Hans Werkstetter, dass er immer da sei, wenn rund um die Kirche Arbeiten anstehen. Ebenfalls ein Wort des Dankes galt Michael Kurzinger, der einen Ständer für das Bild des Vorstorbenen in der Kirche gefertigt hat.

Den Abschluss machte die Präsentation von Fotos durch Sepp Stahlhofer, die mit "Kirche" in Zusammenhang stehen. − red

 

(ANA vom 21.11.2019)

Gottes Segen für Ross und Reiter

Der traditionsreiche Leonhardiritt brachte 40 Pferde und mehrere hundert Zuschauer nach Steinhausen
schön herausgeputzt sind Reiterinnen und Pferde. Dafür bekamen sie den Schönheitspreis.
schön herausgeputzt sind Reiterinnen und Pferde. Dafür bekamen sie den Schönheitspreis.

Erlbach. Über einen regen Zuspruch, wenn auch etwas dezimiert bei Reitern und Zuschauern gegenüber dem Vorjahr, haben sich die Initiatoren des traditionelle Leonhardiumritt in Steinhausen am Samstag gefreut. Mehrere Hundert Zuschauer kamen zur Reischacher Filialkirche, die dem "Viehpatron St. Leonhard" geweiht ist, um den alljährlichen Pferdeumritt zu erleben.

Der Ortsgeistliche Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier erteilte Ross und Reitern den Segen, nachdem er vorher das Leonhardiamt zelebriert hatte, zu dem er auch Fußpilgergruppen aus Erlbach, Perach und Arbing begrüßen konnte.

 

41. Veranstaltung seit der Wiedereinführung 1979

Der Steinhausener Leonhardiumritt fand heuer zum 41. Mal nach seiner Wiedereinführung 1979 statt. Unter der Leitung von Josef Peterbauer hatte das Leonhardi-Komitee diese Veranstaltung gut vorbereitet, so dass die rund 40 Pferde mit Reitern und Führern beste Verhältnisse vorfanden. Angeführt von der Reischacher Blaskapelle zogen die Reiter an den Zuschauern vorbei, ehe sie nach einer weiten Runde, vorbei am herbstlichen gefärbten Wald, zur Kirche zurückkamen. Beim zweiten Vorbeiritt erteilte Pfarrer Ludwig Samereier Ross und Reiter den Segen. Eine Augenweide war die historische Reitergruppe vom Brauchtumsverein Erharting – Leo Biermeier stellte hier den Hl. Leonhard dar.

Vor der Kulisse der Steinhausener Kirche führen zwei Reiterinnen den Umritt an. Die beiden Fahnen wurden vorher in der Kirche gesegnet.
Vor der Kulisse der Steinhausener Kirche führen zwei Reiterinnen den Umritt an. Die beiden Fahnen wurden vorher in der Kirche gesegnet.

Die Jury des Leonhardi-Komitees, bestehend aus Franz Maier sowie Bernhard und Manfred Rothenaicher, sprach der Reitergruppe Bischof aus Pleiskirchen den Schönheitspreis zu.

Den Schönheitspreis für die Jugend erhielt Maria Bauer aus Reischach und als jüngste Reiterin wurde die dreijährige Luise Dobler aus Hirten ausgezeichnet. Der Kutschenpreis ging an Karl Staudinger aus Wald, den Mehrheitspreis erhielt der "Stegerhof Berg", der mit neun Ponys beim Umritt vertreten war. Alle Preisträger erhielten Holztafeln mit dem Motiv des Heiligen Leonhard, die von Martin Peterbauer angefertigt worden waren, sowie eine Rosette, die Dr. Ralph und Sony Basting gestiftet hatten.

Die historische Reitergruppe des Brauchtumsvereins Erharting mit Leo Biermeier als Hl. Leonhard.
Die historische Reitergruppe des Brauchtumsvereins Erharting mit Leo Biermeier als Hl. Leonhard.

Im Festzelt versorgten Mitglieder der KLJB Reischach die hungrigen Gäste mit Brotzeiten, Kaffee, Kücheln und Kuchen. Als Ehrengäste konnte Josef Peterbauer neben den Bürgermeistern von Erlbach und Perach auch MdL Dr. Martin Huber willkommen heißen.

 

Die Ursprünge reichen bis 1430 zurück

Wie Pfarrer Samereier in seiner Festansprache erklärte, geht die Verehrung des Heiligen Leonhard in Steinhausen bereits bis zum Jahr 1430 zurück. Heute wird er als Viehpatron mit dem Attribut einer Kette verehrt. Das Geburtsjahr dieses Heiligen wird auf das Jahr 500 geschätzt. Von Mitleid erfüllt, setzte er sich für Notleidende und Gefangene ein und sprach beim König für deren Freilassung vor. Er lehnte die angebotene Bischofswürde ab und lebte als Eremit, wo er sich um Kranke und Gefangene kümmerte.

Den Kutschenpreis erhielt Karl Staudinger aus Wald b. Winhöring.
Den Kutschenpreis erhielt Karl Staudinger aus Wald b. Winhöring.

Die Legende besagt, dass durch Gebete des Heiligen Leonhard auf wundersame Weise Ketten von Gefangenen zersprungen seien. Im Lauf der Zeit wurde das Attribut der Kette den Tieren zugeordnet und so wurde aus dem Heiligen Leonhard der Viehpatron, der insbesondere mit Pferdeumritten verehrt wird.− hok

 

(ANA vom 5.12.2019)

Neue Leitung für die MuKi-Gruppe

Jahreshauptversammlung KDFB Perach
Das Frauenbund-Team mit (v.l., obere Reihe) Reserl Waitzhofer (Vorstandschaft), Bettina Eder (MuKi), Susanne Stubenvoll (Geehrte); mittlere Reihe v.l.: Helga Spielmannleitner (2. Schatzmeisterin), Renate Schüller (Vorstandschaft), Bernadette Wimmer (MuKi), Alexandra Weitzhofer (MuKi), Dr. Richard Jais und unten: Pfarrvikar Kumar −Foto: Waitzhofer
Das Frauenbund-Team mit (v.l., obere Reihe) Reserl Waitzhofer (Vorstandschaft), Bettina Eder (MuKi), Susanne Stubenvoll (Geehrte); mittlere Reihe v.l.: Helga Spielmannleitner (2. Schatzmeisterin), Renate Schüller (Vorstandschaft), Bernadette Wimmer (MuKi), Alexandra Weitzhofer (MuKi), Dr. Richard Jais und unten: Pfarrvikar Kumar −Foto: Waitzhofer

Perach. Bei der Hauptversammlung des Katholischen Frauenbundes ist Helga Spielmannleitner als zweite Schatzmeisterin gewählt worden. Nach einem Gottesdienst begrüßte Mitvorsitzende Renate Schüller im Sportheim 40 Mitglieder, darunter auch Pfarrvikar Kumar.

Schriftführerin Manuela Sporrer gab einen Rückblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres, z.B. Ausflüge, Spendenaktionen oder Ferienprogramm. Nach dem Kassenbericht von Marianne Spielmannleitner wurde Helga Spielmannleitner einstimmig zur 2. Schatzmeisterin gewählt.

 

Bettina Eder als Leitung der Mutter-Kind-Gruppe ließ das letzte Jahr Revue passieren. In Zukunft übernehmen die Leitung der MuKi Alexandra Weitzhofer und Bernadette Wimmer.

Renate Schüller dankte Susanne Stubenvoll, Ehrenmitglied des KDFB, für ihre langjährige Unterstützung beim Kräuterbuschen binden und für die Organisation der Wirbelsäulengymnastik mit einem Präsent.

Dr. Richard Jais informierte über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. − red

 

(ANA vom 23.10.2019)

Neuaufnahme und Verabschiedung bei den Reischacher Ministranten

 

Am Kirchweihsonntag wurden in der Pfarrei St. Martin, Reischach neue Ministranten zum Dienst am Altar aufgenommen.

Pfarrer BGR Ludwig Samereier und Gemeindereferent Johann Salzinger brachten ihre Freude über die Bereitschaft

der neuen Messdiener zum Ausdruck und überreichten Ihnen ein Umhängekreuz aus Holz für Ihren Dienst. Oberministrant

Lukas Rauscheder kann folgende neue Diener Gottes willkommen heißen: Eva Peterbauer, Simon Lichtenwimmer, Sixtus Nock,

Jakob Rauscheder und Jakob Kriegl.

 

Für langjährige Dienste wurden von Pfarrer Ludwig Samereier und Gemeindereferent Hans Salzinger folgende "Jubilare" mit einer Dankesurkunde geehrt: Eva Schmidt und Lukas Rauscheder (jeweils 5 Jahre), Lisa Moser und Dominik Wimmer (jeweils 10 Jahre), Michaela Brunner und Michael Obereisenbuchner (jeweils 15 Jahre).

 

Es wurden auch einige treue Messdiener aus Ihrem Dienst verabschiedet: Philip Hansbauer, Sarah Mann, Eva Schmidt, Michael Frank, Matthias Hölzlwimmer, Franz Baisl sowie die beiden Oberministrantinnen Johanna Baisl und Maria Hölzlwimmer.

 

Hinten von links nach rechts: Gemeindereferent Hans Salzinger, Simon Lichtenwimmer, Sixtus Nock, Oberministrant Lukas Rauscheder

vorne von links: Jakob Rauscheder, Eva Peterbauer, Jakob Kriegl.

 

Seit 40 Jahren hellen sie die Seelen auf

Kirchenchor Arbing feierte Jubiläum – Beeindruckender Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg
Mit Stefan Naglmeier an der Orgel beeindruckten die Sänger auch beim Festgottesdienst anlässlich des 40-jährigen Chor-Bestehens.
Mit Stefan Naglmeier an der Orgel beeindruckten die Sänger auch beim Festgottesdienst anlässlich des 40-jährigen Chor-Bestehens.

Arbing. Durch Singen die Herzen der Menschen zu erreichen, diesem Anliegen widmet sich der Kirchenchor seit seiner Gründung vor 40 Jahren. Aus diesem Anlass wurde in der Pfarrkirche ein Festgottesdienst begangen, musikalisch natürlich vom gefeierten Ensemble unter der Leitung von Gisela Huber.

Pfarrer Ludwig Samereier nannte den am 13. Oktober 1979, den Tag der Gründung des Chores unter dem damaligen Ortspfarrer Heribert Unterhuber und der Leitung von Anni Rothneichner, einen besonderen Tag. Es sei bis heute ein sehr lebendiger Chor. Jeder mit Gesang umrahmte Gottesdienst habe eine spezielle Note, so Samereier. Gerade in der Liturgie erfülle Gesang eine wichtige Funktion.

 

"Gesang hat heilende Wirkung für das Herz"Nach Samereiers Worten verändere Gesang sehr positiv die "Lichtverhältnisse der Seele" und habe heilende Wirkung für das Herz. Musik führe ferner zum Geheimnis Gottes hin. Gerade Marienlieder oder der Gesang bei Beerdigungen könnten den Menschen Trost zusprechen und Hoffnung geben. Gesang könne auch einen Beitrag für Frieden und zur Völkerverständigung darstellen, denn: "Jeder Mensch hat eine Lebensmelodie." Musik und Gesang stifteten schlichtweg Freude.

Bei den Ehrungen waren die aktuelle Leiterin Gisela Huber (links) und ihre Vorgängerin Anni Rothenaichner (vorne sitzend) ebenso dabei wie Pfarrgemeinderat Reinhard Pillris (hinten links), Pfarrer Ludwig Samereier (hinten Mitte) und Kirchenpfleger Martin Schächner (hinten rechts). −Fotos: Hahn
Bei den Ehrungen waren die aktuelle Leiterin Gisela Huber (links) und ihre Vorgängerin Anni Rothenaichner (vorne sitzend) ebenso dabei wie Pfarrgemeinderat Reinhard Pillris (hinten links), Pfarrer Ludwig Samereier (hinten Mitte) und Kirchenpfleger Martin Schächner (hinten rechts). −Fotos: Hahn

Samereier bedankte sich abschließend vor allem bei den beiden Chorleiterinnen Anni Rothneichner für 25 Jahre und Gisela Huber für 15 Jahre Bereitschaft, Freizeit zu opfern für die Mitmenschen und die Kirchengemeinde. Zusammen mit Reinhard Pillris vom Pfarrgemeinderat und Kirchenpfleger Martin Schächner überreichte er die Auszeichnungen der Diözese und der Pfarrei. Seit 40 Jahren begleiten Anneliese und Stefan Gruber, Gisela Huber, Stefan Naglmeier und Hermann Sigrüner den Kirchenchor. Ausgezeichnet wurden ferner die erste Chorleiterin Anni Rothneichner sowie die derzeitigen weiteren Sänger, Anna Gruber, Stilla Steffenhagen, Elisabeth Markus, Rosmarie Rothmaier, Gisela Schreiner, Siegfried Hölzlwimmer, Michael Huber und Lorenz Untermaierhofer.

Einen ausführlichen Blick auf 40 Jahre Kirchenchor warf am Ende des Gottesdienstes Gisela Huber und erinnerte an die erste Chorprobe am 12. Oktober 1979 im Schulhaus mit 16 Personen unter der Regie von Regionalkantor Max Brunner aus Altötting. Augenzwinkernd merkte sie an, dass die wenigsten Sänger Erfahrung im Chorsingen sowie im Notenlesen hatten. Als dann nach zwei Monaten für das gleiche Lied immer noch eine Stunde Probe nötig war, wurden die Proben nicht mehr so ernst genommen, nach gut einem Jahr sei Max Brunner aus persönlichen Gründen nicht mehr nach Arbing gefahren.

Warum der 24. Juni 1982ein Glückstag warAls neuer Leiter konnte nach mühevoller Suche Fritz Ertl gewonnen werden, später Petra Schönstetter aus Wald. Aber auch sie war nach ein paar Monaten nicht mehr zur Zusammenarbeit bereit. Ein Glückstag war dann der 24. Juni 1982, als Anni Rothneichner das Zepter übernahm: Von da an kam Leben in den Chor, kleine Messen wurden gesungen und es folgte die Umrahmung von Hochzeiten und Beerdigungen.

Beim Blick in die Statistik nannte sie 38 Personen, die in den 40 Jahren ihre Stimme zu Gehör gebracht haben. Insgesamt wurden in den 40 Jahren 346 allgemeine Lieder erprobt, acht Lateinische Messen und 15 Deutsche Messen wurden gesungen. Viele Opfer an Freizeit wurden dafür geleistet, so Huber. Sie dankte allen für die Bereitschaft zum Mitsingen. Trotz dieser Erfolgsgeschichte werden dringend neue Sänger für den Kirchenchor gesucht, so Huber weiter. Wer Lust hat, solle sich einfach bei einem Mitglied des Chores melden.

Einen geselligen Ausklang fand der 40. Geburtstag dann mit einem gemütlichen Beisammensein im Gasthof Hölzlwimmer-Dorlyn, zu dem die Pfarrei die Sänger eingeladen hatte.

Auch Bürgermeister Alfred Stockner nutzte die Gelegenheit, beim 40-jährigen Jubiläum dabei zu sein. − gh

 

(ANA vom 17.10.2019)

Sieben Paare, 215 Jahre

Ehejubilarstag der Pfarrei Perach
Zum Gruppenfoto stellten sich die Jubelpaare mit Kumar Yangaladasu, Kurt Plewan von der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Klaus Hiefinger und Susanne Stubenvoll vom Vorbereitungsteam.
Zum Gruppenfoto stellten sich die Jubelpaare mit Kumar Yangaladasu, Kurt Plewan von der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Klaus Hiefinger und Susanne Stubenvoll vom Vorbereitungsteam.

Perach. Sieben Paare, die es zusammengerechnet auf 215 Jahre Ehe bringen, haben sich am Ehejubilarstag beteiligt, zu dem die Pfarrei Perach vor wenigen Tagen eingeladen hatten. Wie in jedem Jahr wurden die Paare im Pfarrhof mit Sekt empfangen, als Anstecker erhielten sie ein Herz und zogen dann mit Pfarrer Kumar Yangaladasu in die Kirche ein. Die feierliche Umrahmung übernahm der Chor "Helias" zusammen mit dem Pfarrgemeinderat, das Thema war "Zeit".

Bei den Fürbitten wurde die Ehe als "Weg" dargestellt, als äußeres Zeichen wurden verschiedene Tücher ausgelegt: Gelbes Tuch – für die Zeiten, in denen es den Eheleuten gut geht, z. b. Geburt eines Kindes, Einzug in das Haus, Urlaub usw. Rotes Tuch – für die Liebe. Schwarzes Tuch – Sorgen, Krankheit, Arbeitsverlust.
Blaues Tuch – Treue. Grünes Tuch – Hoffnung. Weißes Tuch – guter Gott, der in schwierigen Zeiten tröstet.

 

Bei der Gabenbereitung brachten einige Paare verschiedene Gegenstände zum Altar: Eine Rose als Zeichen der Liebe und Dankbarkeit, Brot, als Zeichen, was wir im Leben brauchen. Eine Kerze für das Licht, das wir füreinander sein sollen. Einen Stock, als Zeichen für Stütze und Halt. Aber auch einen Stein, für die Schwere im Leben. Nachdem der Geistliche am Ende des Gottesdienstes noch ein Gedicht über die Zeit vorgelesen hatte, wurden die einzelnen Paare gesegnet und ein Foto gemacht. Es wurde Ihnen ein
Tischkalender "Thema Zeit" überreicht. Beim geselligen Teil im Bürgerhaus gab es dann das Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. − red/Foto: Stahlhofer
Verheiratet seit: Fünf Jahren: Eva-Maria und Peter Vizthum.
Zehn Jahren: Heidi und Michael Hansbauer.
30 Jahren: Erna Salzinger-Nuener und Klaus Nuener.
35 Jahren: Eva Maria und Wolfgang Baisl.

40 Jahren: Edeltraud und Ludwig Sprüderer sowie Anna und Bernhard Wildenhof.

55 Jahren: Rosina und Franz Winkler.

 

(ANA vom 15.10.2019)

"Zeit ist ein Geschenk"

Gerade für Eheleute ist sie wichtig – Pfarrei Erlbach feierte Ehejubilare
Eine rote Rose in der Hand hatten die Damen, als sich die Ehejubilare mit Pfarrgemeinderatsvorsitzender Marianne Hölzlwimmer und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (links) zum Gruppenfoto stellten. −Foto: Hochhäusl
Eine rote Rose in der Hand hatten die Damen, als sich die Ehejubilare mit Pfarrgemeinderatsvorsitzender Marianne Hölzlwimmer und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (links) zum Gruppenfoto stellten. −Foto: Hochhäusl

Erlbach. "Das größte Geschenk, das Menschen sich geben können, ist Zeit", so Pfarrvikar Kumar Yangaladasu bei der Feier der Elbacher Ehejubilare. Dazu hatte der Erlbacher Pfarrgemeinderat alle Eheleute eingeladen, die in diesem Jahr auf 25, 30, 40, 45, 50 oder mehr gemeinsame Jahre zurückblicken können. Die Vorsitzende Marianne Hölzlwimmer begrüßte dazu elf Jubelpaare in der Pfarrkirche.

Eingangs des Festgottesdienstes am Sonntagnachmittag bezeichnete Marianne Hölzlwimmer diese Jubiläen als ein besonders Fest für alle Paare. Wichtig sei der Zusammenhalt in guten wie auch in schlechten Zeiten. Für die Zukunft wünschte sie allen Jubelpaaren Kraft und Gottes Segen für alle weitern Ehejahre.

 

In seiner Festpredigt verglich Pfarrvikar Kumar Yangaladasu das Leben mit einer Sanduhr: trotz gleichmäßigem Durchfluss scheint die Zeit gegen Ende immer schneller zu verrinnen. "Termindruck und Hetze des Alltags machen Zeit zu einer Mangelware", so der Pfarrvikar. Deshalb sei es wichtig, sich Zeit zu nehmen für Menschen, die einem nahestehen, besonders für den Ehepartner. Leider brächten oft Schicksalsschläge geplante Vorhaben durcheinander. Daher sei es besonders wichtig, "Zeit zu verschenken". Dies brachte Pfarrvikar Kumar auch in einem Gedicht zum Ausdruck. Die Jubelpaare forderte er auf, auch Vorbild für die Jugend zu sein. Diese sollen aus dem Erfahrungsschatz der Jubilare schöpfen können. Mit einem gemeinsamen Gebet haben die Jubelpaare ihr Eheversprechen erneuert, bevor sie von Pfarrvikar Kumar Yangaladasu noch den Einzelsegen und aufmunternde Worte erhielten. Vom Pfarrgemeinderat bekamen sie eine Rose, sowie ein Heft zum Ehejubiläum.

Den Festgottesdienst umrahmte der Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit der "Waldlerischen Hochzeitsmesse" und weitern passenden Liedern.

Im Pfarrsaal begrüßte Alois Oberhaizinger, Mitglied des Pfarrgemeinderates, die Jubilare und verglich das Eheleben mit einer Autofahrt: man müsse oftmals in den Rückspielgel blicken, um sich zu erinnern, was man zusammen schon erreicht habe. Noch wichtiger sei es aber den Blick nach vorne zu werfen, um die weitere Zukunft planen zu können. Mit verschiedenen Beispielen definierte er den Begriff "Liebe".

In geselliger Runde wurden dann Erinnerungen an den Hochzeitstag ausgetauscht und Hochzeitsalben durchgeblättert. Die Gäste wurden dabei von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates bewirtet. Bedauert wurde, dass vier Paare verhindert waren, an der Feier teilzunehmen. − hokDie Jubelpaare:25 Jahre ("Silberhochzeit"): Erika und Johann Unterstraßer sowie Astrid und Erwin Wolferseder.
30 Jahre ("Perlenhochzeit"): Gisela und Otto Gallner, Mathilde und Alfred Leitl sowie Roswitha und Josef König.

40 Jahre ("Rubinhochzeit"): Christa und Hermann Hölzlwim-mer, Rosa und Rudolf Huber, Katharina und Peter Moser, Annemarie und Herbert Prostmaier sowie Hildegard und Michael Gartmaier.

45 Jahre ("Messinghochzeit"): Gertraud und Wilhelm Stolz.

50 Jahre (" Goldhochzeit"): Martina und Ludwig Menhart sowie Annemarie und Josef Ostermeier.
55 Jahre ("Platinhochzeit"): Katharina und Heinrich Strasser.
60 Jahre ("Diamanthochzeit"): Anneliese und Johann Huber.

 

(ANA vom 11.10.2019)

Tipp für Eheleute: Reden ist Gold wert

Pfarrei Reischach lud die Jubelpaare ein – Festgottesdienst mit volkstümlicher Gestaltung
Die Jubelpaare präsentierten sich mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) und der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Edith Brunner (hinten links) sowie weiteren Pfarrgemeinderäten dem Fotografen. −F.: Hochhäusl
Die Jubelpaare präsentierten sich mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) und der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Edith Brunner (hinten links) sowie weiteren Pfarrgemeinderäten dem Fotografen. −F.: Hochhäusl

Reischach. Das bekannte Sprichwort "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" sollte in einer guten Ehe nicht wörtlich genommen werden. "Wichtig sind ehrliche, offene Gespräche, diese sind Gold wert", so die Vorsitzende des Reischacher Pfarrgemeinderates, Edith Brunner, bei ihrer Begrüßung zum Treffen der Ehejubilare in der Pfarrkirche St. Martin. Zum Ende des Festgottesdienstes erteilte Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier allen Paaren noch den Einzelsegen.

Edith Brunner hieß 18 Jubelpaare, die heuer auf 25, 40, 50, 55 60 und mehr Ehejahre zurückblicken können, am Sonntag in der Kirche herzlich willkommen. Sie bedauerte, dass acht Paare nicht an der Feier teilnehmen konnten. Sie betonte, wie wichtig es sei, sich gegenseitig zu schätzen, sich anzunehmen mit Stärken und Schwächen, Lob auszusprechen und viel miteinander zu reden: "Reden ist Gold wert!"

 

In seiner Festpredigt ging Pfarrer Ludwig Samereier auf das Evangelium von der Hochzeit zu Kana ein, wo bekanntlich bei der Hochzeitsfeier der Wein ausging und Jesus sein erstes Wunder wirkte. "Aus Wasser wird Wein, aus Not wird Fülle" – so könne dieses Wunder definiert werden.

Der Ortspfarrer bedauerte, dass heute vielfach Paare auf die kirchliche Trauung verzichten. Wer aber vor dem Traualtar sein Jawort gegeben hat, sollte damit ein Zeichen setzen und Vorbild sein. Das Beste im Leben sei nicht nur die Jugend, auch im reiferen Alter sollte das Leben genossen werden als "ständige Freude". Nur nostalgisch zurückzublicken sei nicht gut, man sollte positiv der Zukunft entgegensehen. Das Älterwerden sollte Vorgeschmack sein auf die ewige Hochzeit mit Gott, so Pfarrer Samereier. Zum Ende des Gottesdienstes erhielten alle Jubelpaare von dem Geistlichen noch den Einzelsegen mit aufmunternden Worten für die künftigen Ehejahre, sowie eine Rose überreicht.

Der Festgottesdienst wurde von der "Hoagarten-Musi" und vom "Untererlbacher Zwoag’sang mit Hans Kleinillenberger, Jakob Mitterreiter, Peter Speckmaier, Marianne Maier und Margit Weidinger mit der "Waldler-Messe" und anderen stimmungsvollen Liedern würdevoll gestaltet.

Beim anschließenden gemütlichen Treffen im Pfarrheim wurden Hochzeitsfotos gezeigt und von den Paaren kommentiert. Josef und Hilde Hofbauer feierten exakt an diesem Tag ihren 60. Hochzeitstag. Ihnen zu Ehren sangen Peter Speckmaier und Marianne Maier, eine Verwandte des Jubelpaares, das Lied: Wo’s Glück ist auf der Erd, des Euch der Herrgott b’schert, de san die 60 Jahr vorm Traualter". Weitere Lieder und lustige Geschichten sorgten für eine gute Stimmung bei dieser Jubiläumsfeier.−hok

Die Jubelpaare: 25 Jahre: Sandra und Rudolf Wimmer, Brigitte und Harald Sommer, Marianne und Helmut Demmelhuber sowie Cäcilia und Robert Reiter.

40 Jahre: Maria und Josef Bobenstetter, Ingeborg und Franz Wimmer, Renate und Franz Auer, Irmengard und Konrad Diensthuber, Pauline und Georg Suttner sowie Christine und Hubert Barthuber.

50 Jahre: Katharina und Josef Moser, Theresia und Johann Wimmer, Ella und Peter Walter, Maria und Johann Lichtenwimmer sowie Margarete und Kurt Landthaler.

55 Jahre: Berta und Josef Niederhuber, Irmine und Johann Unterhuber, Franziska und Rupert Spirkner, Franziska und Rudolf Wimmer, Hilde und Hans Zöbl, Rosa und Johann Peterbauer sowie Theresia und Josef Berger.
60 Jahre: Aloisia und Josef Vilsmaier, Hildegard und Josef Hofbauer sowie Anna und Josef Unterhuber.

65 Jahre: Elisabeth und Markus Baumer.

 

(ANA vom 10.10.2019)

Zehn Paare, 390 Jahre Ehe

Hochzeitsjubiläum in der Pfarrkirche St. Georg Arbing
Zu einem Gruppenfoto stellten sich die Jubelpaare und die Ehrengäste der Feier nach der Andacht im Altarraum der Pfarrkirche auf. Hinten von links: Josef und Regina Baumgartner, Kolomann Sigrüner, Gisela und Josef Schreiner, Siegfried Hölzlwimmer sowie Monika und Georg Eder. Mitte von links: Johann Krieg, Johann und Franziska Zeiler, Elisabeth Sigrüner, Katharina Hölzlwimmer, Renate und Stefan Naglmeier, Reinhard Pillris und Ludwig Samereier. Vorne von links: Ottilie Krieg, Franz und Anna Lohr, Gerda und Franz Untermaierhofer. −F.: Hahn
Zu einem Gruppenfoto stellten sich die Jubelpaare und die Ehrengäste der Feier nach der Andacht im Altarraum der Pfarrkirche auf. Hinten von links: Josef und Regina Baumgartner, Kolomann Sigrüner, Gisela und Josef Schreiner, Siegfried Hölzlwimmer sowie Monika und Georg Eder. Mitte von links: Johann Krieg, Johann und Franziska Zeiler, Elisabeth Sigrüner, Katharina Hölzlwimmer, Renate und Stefan Naglmeier, Reinhard Pillris und Ludwig Samereier. Vorne von links: Ottilie Krieg, Franz und Anna Lohr, Gerda und Franz Untermaierhofer. −F.: Hahn

Arbing. Zehn Paare hatten sich zum Hochzeitsjubiläum in der Pfarrkirche St. Georg eingefunden. In einem erhebenden Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Ludwig Samereier die Andacht. Eindrucksvoll umrahmte der Kirchenchor von Arbing unter der Regie von Gisela Huber die Meßfeier.

Alle Ehepaare hatten ihre Hochzeitskerzen mitgebracht und am Alter aufgebaut, als besonderes und symbolhaftes Zeichen dafür, dass das seinerzeit entzündete Licht sie seit dem Hochzeitstag begleitete.

 

"Die Ehe – der reichste Schatz, den es gibt" Pfarrer Ludwig Samereier würdigte in der Predigt die Ehepaare für die langen Jahre, die sie gemeinsam in Treue und Verbundenheit verheiratet sind. Die unendliche Liebe Gottes stellte er in den Mittelpunkt dieses besonderen Tages und bewertete die Ehe für die gesamte Familie, die Kinder und Enkel als den reichsten Schatz den es gebe. Für jede Pfarrei bedeute dieser Tag etwas Besonderes und Herausragendes und wirke darüber hinaus auch sehr positiv und beispielhaft auf die Jugend.

Ein Ehejubiläum bedeute auch ein sehr glaubwürdiges Zeugnis, wo man den Dank, die Bitte und den Lobpreis vor Gott stellen kann, so der Geistliche weiter. Dass wiederum zehn Paare den Weg in die Pfarrkirche gefunden hatten, sei ein sichtbares Zeichen, dass die Ehe lebt.

In seiner Predigt stellte er das Weinwunder zu Kana, sprich die Hochzeit zu Kana, in den Mittelpunkt. Nach einem Eheversprechen begleite oft auch grauer Alltag das weitere gemeinsame Leben. Wer einem anderen Menschen ein Versprechen bis zum Tode gibt, sei immer gefordert, so Samereier. Die Sehnsucht nach Liebe und Treue gehe dabei nie verloren, gerade wenn sich dem Herrgott und Maria anvertraut. Oft halte der Mensch die Jugend für das Beste, jedoch komme mit einem Eheversprechen aus christlicher Sicht noch eine Steigerung. Älter werden bedeute auch keinesfalls Untergang, denn auch Zukunft sei immer etwas Besonderes für einen Christen.

Bereits vor dem Gottesdienst hatte für den Pfarrgemeinderat Reinhard Pillris die Namen der Ehegatten und die Anzahl der gemeinsam verbrachten Ehejahre verlesen. In seinen kurzen Bemerkungen drückte auch er nochmals die Freude über diesen gemeinsamen Ehrentag aus. Für die kleine Pfarrei Arbing sei dieser Ehrentag der Hochzeitsjubilare ein sehr erhebender Moment im Kirchenjahr. Zusammengerechnet 390 gemeinsame Ehejahre verlangten doch "ein schweres Stück Arbeit", so Pillris wörtlich.

Nach der offiziellen Dankandacht segnete Pfarrer Samereier einzeln die jeweiligen Paare und wünschte noch viele gemeinsame Jahre, wobei auch der Herrgott stets im Mittelpunkt stehen und die gesamte Familie im christlichen Glauben begleiten solle. Reinhard Pillris überreichte außerdem eine Rose an die Paare.
Nach einem deftigen kalten Buffet und Getränken, gesponsert von der Pfarrei, stand die abschließende Geselligkeit im Gasthof Hölzlwimmer-Dorlyn im Mittelpunkt des Abends. Für viel Heiterkeit und nette Momente sorgten auch die unvergesslichen Geschichten der Ehejubilare, wie sie sich seinerzeit kennengelernt hatten. Aber auch die nervigen stressigen Tage kurz vor der Hochzeit und das damalige Wetter blieben fast allen in bester Erinnerung.

Erst gegen Mitternacht hieß es Abschied nehmenAbschied nehmen hieß es für alle Ehepaare und Ehrengäste wie auch bei einer richtigen Hochzeit gegen Mitternacht. Deutlich wurde auch dabei, dass alle Paare der Pfarrei Arbing treu geblieben sind. Imposante Bilder aus vergangenen Jahren über die Paare durften zudem auf der Leinwand bewundert werden. −gh

Verheiratet seit...25 Jahren: Monika und Georg Eder, Lidorf.
35 Jahren: Gisela und Josef Schreiner, Weingarten, sowie Regina und Josef Baumgartner, Hoheneck.
40 Jahren: Renate und Stefan Naglmeier, Weiher, Katharina und Siegfried Hölzlwimmer, Reichhof, Elisabeth und Kolomann Sigrüner, Waldberg, Franziska und Johann Zeiler sowie Ottilie und Johann Krieg, beide Arbing.
45 Jahren: Anna und Franz Leonhard Konrad, Ecking.
50 Jahren: Gerda und Franz Untermaierhofer, Ecking.

"Spiele aus Omas Zeiten" mit der KAB Reischach

 

 

Reischach. Beim Ferienprogramm-Angebot der KAB Reischach haben sich 16 Kinder mit vier Betreuerinnen auf den Weg auf den Zoglerberg gemacht, um dort den Nachmittag mit lustigen "Spielen aus Omas Zeiten" zu verbringen. Die Gruppe hatte viel Spaß bei Spielen wie "Schau nicht um,

der Fuchs geht um", "Fischer wie tief ist das Wasser?", "Ochs am Berg" und andere mehr. Sie konnte hierbei erleben, wie man sich früher in der Kindheit vergnügte, in Zeiten ohne Fernseher, Handy und Computer. Zur Stärkung gab’s zwischendurch Würstchen und Brezen und zum Abschluss ein Eis. Nach ein paar kurzweiligen Stunden wurden die Kinder von ihren Eltern wieder in Empfang genommen. − red/Foto: Wienzl

 

(ANA vom 11.09.2019)

Was macht der Biber eigentlich den ganzen Tag?

 

Diese Frage stellten 35 Kinder der Kräuterpädagogin Christine Ebner aus der Edermühle. Zusammen mit Frau Ebner und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates machten sich viele naturbegeisterte Kinder auf den Weg, um einen schon bereits verlassenen Biberbau und auch einen aktuell bewohnten Biberbau zu besuchen. Der Weg führte entlang eines Baches und die Kinder durften einen Großteil des Weges mit Gummistiefeln im Bachbett waten. An einem schattigen Plätzchen im Wald, gestärkt nach einer Brotzeit, erzählte Frau Ebener viel Wissenswertes rund um den Biber. Die Kinder lernten Interessantes über die Nahrung, die Aufzucht des Nachwuchses und die Beschaffenheit des Biberbaus. An einem präparierten Biber konnten die Kinder unter anderem das Fell und den Schwanz genau betrachten. Nach dem Theorieteil folgte die Praxis. Gemeinsam versuchten die Kinder nun in einem ausgetrockneten Bachbett mit Stecken und Holzteilen, die sie selbst im Wald suchten, einen Biberbau anzufertigen, was hervorragend gelang. Zum Abschluss war noch Gelegenheit einen Hang im Wald hochzuklettern und diesen auch wieder hinunterzurutschen. Viele glückliche und nicht mehr ganz saubere Kinder genossen den Nachmittag in Wald, Wiese und Bach.

 

(ANA vom 19.08..2019)

"Einer der Großen in unserem Dekanat"

Ludwig Demmelhuber als Kirchenpfleger verabschiedet – Lob für Johann Hansbauer und Konrad Hinterwinkler

Die Geehrten mit ihren Ehefrauen sowie Pfarrer, Dekan und Bürgermeister: Alfred Stockner (von links), Ludwig Demmelhuber, Heribert Schauer, Ottilie Demmelhuber, Johann und Waltraud Hansbauer, Marianne und Konrad Hinterwinkler sowie Edith Brunner (oben von links), Dr. Josef Brunner und Ludwig Samereier. −Foto: Brandl Die Geehrten mit ihren Ehefrauen sowie Pfarrer, Dekan und Bürgermeister: Alfred Stockner (von links), Ludwig Demmelhuber, Heribert Schauer, Ottilie Demmelhuber, Johann und Waltraud Hansbauer, Marianne und Konrad Hinterwinkler sowie Edith Brunner (oben von links), Dr. Josef Brunner und Ludwig Samereier. −Foto: Brandl

 

Reischach. Mit Geschenken, Ehrungen und Lob regelrecht überschüttet worden sind am Dienstag Ludwig Demmelhuber und Johann Hansbauer: Die beiden haben sich lange Zeit in der Kirchenverwaltung engagiert und wurden nun bei der Veranstaltung der Pfarrei im Nebenraum des Gasthauses Berger mit viel Applaus verabschiedet.

Auch Konrad Hinterwinkler stand im Mittelpunkt: Er ist nach 25 Jahren im Pfarrgemeinderat in die Kirchenverwaltung gewechselt. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner sprach von "aufopfernder Mitarbeit", die Hinterwinkler geleistet habe. Auch Pfarrer Ludwig Samereier sagte Vergelt’s Gott und überreichte ihm eine von Bischof Stefan Oster unterschriebene Dankurkunde. Er lobte ihn für seinen Sachverstand und bedankte sich bei ihm mit einer guten Flasche Wein und der Überreichung von Ehrennadeln der Marianischen Männerkongregation sowie mit einem Strauß Blumen bei Hinterwinklers Ehefrau Marianne. Hinterwinkler selbst meinte: "Ich war immer gerne dabei, es machte mir Spaß!"

"Du hast immer angepackt, wenn etwas zu tun war!" An Johann Hansbauer, der 24 Jahre in der Kirchenverwaltung gewirkt hat, wandte sich Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner: Er habe das Gremium ein knappes Vierteljahrhundert begleitet und dabei stets Sinn für das Praktische an den Tag gelegt: "Du hast immer angepackt, wenn etwas zu tun war!" Auch seine Fahrzeuge und Geräte sowie bisweilen Flächen seines Hofes habe er zur Verfügung gestellt, wenn dies nötig war. Er sei ein überzeugter Verfechter der Tradition, das Friedenslicht aus Betlehem nach Reischach zu bringen. Brunner würdigte Hansbauers große handwerkliche Erfahrung, die etwa bei Neubauten oder Dachsanierungen von Nutzen war. Auch ihm überreichte Ludwig Samereier eine Dankurkunde des Bischofs, MC-Ehrennadeln und einen Einkaufsgutschein für den Domladen in Passau. Für Erheiterung sorgte die Überreichung eines österreichischen Feuerwehrhelms aus dem Jahr 1934 an den begeisterten Feuerwehrmann Hansbauer. Seiner Frau Waltraud wurde ein Strauß Blumen überreicht. Hansbauer zeigte sich "überrascht" von den vielen Ehrungen und sagte, er sei mit Freude dabei gewesen. "Danke für die unbändig schöne Zeit", merkte er an. Jetzt aber wolle er Jüngeren das Feld überlassen.

Die weitaus längste Zeit nahm die Ehrung von Ludwig Demmelhuber in Anspruch, der sage und schreibe 42 Jahre in der Kirchenverwaltung mitgewirkt hat, davon 24 Jahre als Kirchenpfleger. Seine Verdienste "lassen sich in einer Rede nicht annähernd würdigen", meinte sein Nachfolger Dr. Josef Brunner: Seine erste Wahl in die Kirchenverwaltung war 1976 erfolgt. Bei den vielen Liegenschaften, die die Pfarrei hat, gab es in den Jahren seither immer etwas zu sanieren oder neu zu bauen. Beispielhaft nannte Brunner u.a. den alten Pfarrhof, der 1980 vor dem Abriss gerettet wurde, den Anbau eines Aufenthaltsraumes ans Leichenhaus oder die Instandsetzung des Kirchen-Nebengebäudes. Zwei Kapellen erhielten in seiner Amtszeit neue Glocken: St. Antonius in Reischach sowie St. Veit in Berg. Auch Demmelhubers Verdienste um die Sicherung verschiedener Wegerechte um Kirchengebäude blieben nicht unerwähnt. Und: Demmelhuber habe beim Friedhof vorausschauend beizeiten ein Grundstück für die Erweiterung des Gottesackers erworben. Auch neue Bestattungs-Arten seien dort nun möglich.

Demmelhuber habe zwei Firmen mit mehreren Mitarbeitern ehrenamtlich geführt, so Brunner weiter: Den Kindergarten und die Ambulante Krankenpflege. Hier habe er zukunftsorientierte Personalarbeit geleistet, sein Handeln sei stets von tiefen sozialen und geistlichen Überzeugungen geprägt gewesen.

Der scheidende Kirchenpfleger sei federführend bei der Ausrichtung des Leonhardiritts in Steinhausen gewesen, habe die Verbindungen der Pfarrei zu ihren ehemaligen Priestern und jenen Geistlichen aufrecht erhalten, die aus Reischach hervor gingen und den Anstoß zu wichtigen Beiträgen zur Geschichtsforschung und für Infos an die Öffentlichkeit gegeben. Nicht unerwähnt blieb Demmelhubers Leidenschaft für die Fotografie. Die Bilder wurden häufig bei Pfarrfamilienabenden gezeigt. Bei Ausflügen habe Demmelhuber ein "Füllhorn geschichtlicher Informationen" ausgeschüttet, so Brunner.

Auch Pfarrer Ludwig Samereier lobte Demmelhubers Weitblick: Er habe immer auch seine Verbindungen aus dem Beruf als Bankdirektor nutzen können. Dass der Pfarrverband Reischach heute das vorbildlichste Büro der ganzen Diözese habe, sei ihm zu verdanken. Vertreter anderer Pfarreien kämen nach Reischach, um sich hier zu informieren. Hier gebe es ein kleines Museum mit volkskundlichen Gegenständen im Keller und eine "super sanitäre Ausstattung". Auch in Sachen Arbeitssicherheit sei man vorne.

Samereier lobte es als großes Talent Demmelhubers, dass er immer wieder Leute für die Mitarbeit zu gewinnen verstand. Demmelhuber sei auch selbst ein aktiver Christ und auch mal für einen Spaß zu haben. Der Geistliche merkte an, dass Demmelhuber einerseits die Traditionen der Kirche lebe, andererseits aber dem Modernen gegenüber aufgeschlossen sei.

Dekan Heribert Schauer aus Neuötting lobte Demmelhuber als "einen der Großen in unserem Dekanat", ihm gebührten Respekt und Hochachtung. Sein Wirken sei weit über die Heimatpfarrei hinaus gegangen. Bei Veranstaltungen für Kirchenpfleger habe er durchaus auch gewagt, "hohen Herren" aus Passau zu widersprechen. Dennoch habe man dort seinen Rat geschätzt, wusste man doch, dass er "kein Schmatzer, sondern Praktiker" ist.

Bürgermeister Alfred Stockner setzte die Reihe der Lobesworte fort: So sei Johann Hansbauer nicht nur in der Pfarrei, sondern auch in vielen Ortsvereinen aktiv, darunter bei der Feuerwehr. Ludwig Demmelhuber habe das Amt des Kirchenpflegers seinerzeit von seinem, Stockners, Vater übernommen und habe auf diesem Gebiet "nicht nur verwaltet, sondern verbessert, optimiert und schlagkräftig aufgestellt." Auch er sei anderweitig vielseitig tätig, darunter beim Sport- und beim Musikverein.

Durch Ludwig Samereier wurden Demmelhuber viele Geschenke zuteil, darunter zwei von Helmut Stöhr gemalte Demmelhuber-Porträts, eine "Patrona-Bavariae"-Medaille sowie ein Gutschein für eine Fahrt nach Maria Lofer. Ehefrau Ottilie Demmelhuber erhielt einen schönen Strauß Blumen. Von Martin Peterbauer, dem jüngst verabschiedeten Kirchenpfleger-Kollegen aus Endl-kirchen, gab’s ein selbst geschnitztes Kruzifix.

Sechs Bürgermeister und drei Pfarrer "verschlissen" Ludwig Demmelhuber, der in seiner Zeit als Kirchenpfleger nach eigenen Worten rund 45 Millionen Euro umgesetzt hat, merkte in seiner Dankadresse an, er habe vor großen Entscheidungen immer Kontakt zur Gottesmutter gesucht: "Meist hat es hingehauen!" Von den Ehrungen und Geschenken zeigte er sich "überwältigt." Seine Aufgabe als Kirchenpfleger habe er immer mit Freude ausgeübt. Augenzwinkernd erinnerte an die drei Ortsgeistlichen und sechs Bürgermeister, die er in 42 Jahren "verschlissen" habe.

Er dankte Johann Hansbauer für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit und Martin Peterbauer, den er als "14. Nothelfer" kennengelernt habe. Er, Demmelhuber, habe das Gefühl, dass er seinem Nachfolger geordnete Kassen übergebe. Und: "Die 15 Gebäude können sich einigermaßen sehen lassen", wie er sagte. Sein Dank galt der Familie, vor allem seiner Frau, die ihn während zahlloser Sitzungen und Versammlungen entbehren musste. Seinem Nachfolger wünschte er eine glückliche Hand. − afb

 

(ANA vom 06.05.2019)

Frauenbund Arbing vor Jubiläum

Bei der 40-Jahr-Feier am Dienstag, 7. Mai, wird eine neue Fahne gesegnet

Ein großer Moment für den Frauenbund Arbing war die Segnung des Banners 1985 durch Pfarrer Heribert Unterhuber – mit auf dem Bild die Bannerträger Renate Naglmeier (Mitte), Rosemarie Aigner (links) und Rosalie Schächner. −Foto: Archiv Ein großer Moment für den Frauenbund Arbing war die Segnung des Banners 1985 durch Pfarrer Heribert Unterhuber – mit auf dem Bild die Bannerträger Renate Naglmeier (Mitte), Rosemarie Aigner (links) und Rosalie Schächner. −Foto: Archiv

 

Arbing. Die Vermittlung christlicher Ziele und Werte, aber auch die sozialen Leistungen der katholischen Frauengemeinschaft sind seit deren Gründung in Arbing vor 40 Jahren das Leitbild. Am Dienstag, 7. Mai, wird das Jubiläum mit einer Maiandacht und Segnung der neuen Fahne gefeiert. Beginn ist um 19 Uhr mit einer Maiandacht in der Pfarrkirche St. Georg. Bei schönem Wetter findet die Andacht auf dem alten Schulplatz statt, wozu die gesamte Bevölkerung eingeladen ist.

Ein Blick in die 40-jährige Geschichte: Am 3. Dezember 1979 hatten 60 Frauen in der Gründungsversammlung im Gasthaus Rothmaier Elfriede Werkstetter aus Ecking zur Vorsitzenden und Waltraud Bachmaier aus Arbing zur Stellvertreterin gewählt, während Gerda Untermaierhofer aus Ecking sich als weitere Stellverteterin zur Verfügung stellte. Die Schriftführung übernahm Anna Gruber aus Arbing, die Kasse verwaltete Mathilde Wimmer aus Arbing. Anwesend bei der Gründungsversammlung waren zudem Domkapitular Johannes Sommer aus Passau und Pfarrer Heribert Unterhuber. Der Beitrag wurde auf 1,50 Mark im Monat festgesetzt, dafür erhielten die Mitglieder die Zeitschrift "Frau im Leben". Von den damaligen 60 anwesenden Frauen sind im Jahre 2019 noch 22 Frauen als Mitglieder eingeschrieben. Verantwortung während dieser 40 Jahre übernahmen als Vorsitzende zudem Stilla Steffenhagen, Katharina Hölzlwimmer und Rosa Rohne.

Seit den Neuwahlen im Herbst 2007 leitet eine Doppelspitze mit Marianne Geier aus Waldberg und Angelika Gruber aus Ecking die Geschicke des Katholischen Frauenbundes.

Bestens unterstützt und begleitet bei ihren Unternehmungen fühlen sich die Frauenbund-Mitglieder durch den aktuellen Ortspfarrer Ludwig Samereier sowie alle weiteren kirchlichen Mitarbeiter. Derzeit sind durch neue Eintritte genau 85 Frauen als Mitglieder beim Frauenbund eingeschrieben und unterstützen die rührige Vorstandschaft in vielerlei Hinsicht. Eine Fülle von Aufgaben hat der Verein seit der Gründung übernommen, wie zum Beispiel die Gestaltung des Seniorennachmittages, oder auch Spenden für verschiedene Organisationen im Gemeindebereich. Eine offene Hand hatten die Frauen auch regelmäßig für die beiden Kirchen in Ecking und Arbing.

Seit 1985 begleitet ein Banner die Aktivitäten der katholischen Frauen. In einer feierlichen Maiandacht am 16. Mai jenen Jahres wurde es Pfarrer Heribert Unterhuber gesegnet. Er betonte in seiner Ansprache, dass man das Banner nicht nur zur Repräsentation eines Vereins erhalte: Es solle auch aussagen, dass Frauen im Katholischen Frauenbund in ihrer Fahne, welche der Gottesmutter geweiht sei und auch das Zeichens Maria trage, ein Sinnbild sehen sollten, in dem sie ihr Leben besonders nach Maria ausrichteten, und als christliche und gläubige Frauen ihr Dasein gestalten. Zum 40-jährigen Bestehen wurde eine neue Fahne angeschafft, die nun im Rahmen der Maiandacht gesegnet wird. Fester Bestandteil im Jahresprogramm der Frauen sind neben der Jahresversammlung Ausflüge, der Faschingsball und eine Maiandacht sowie diverse Vorträge. − gh

 

(ANA vom 03.05.2019)

Ein halbes Leben der Kirche gewidmet

Langjähriger Endlkirchener Kirchenpfleger Martin Peterbauer in den Ruhestand verabschiedet

Mit einem Präsent bedankte sich die Kirchenverwaltung Endlkirchen, vertreten durch Josef Maierhofer (von links), Kirchenpfleger Heinrich Freibuchner bei Martin Peterbauer und seiner Frau Christine. Auch Pfarrer Ludwig Samereier sagte "Vergelt’s Gott." −Foto: Hochhäusl Mit einem Präsent bedankte sich die Kirchenverwaltung Endlkirchen, vertreten durch Josef Maierhofer (von links), Kirchenpfleger Heinrich Freibuchner bei Martin Peterbauer und seiner Frau Christine. Auch Pfarrer Ludwig Samereier sagte "Vergelt’s Gott." −Foto: Hochhäusl

 

Endlkirchen. Mehr als die Hälfte seines bisherigen Lebens hat Martin Peterbauer in den Dienst der Kirche gestellt. Insgesamt 42 Jahre war er Mitglied der Kirchenverwaltung von Endlkirchen, davon 30 Jahre als Kirchenpfleger. Am Freitag wurde er bei einem Festakt im Gasthaus Auer im Beisein der Kirchenverwaltung, von Vertretern der Pfarrei Reischach und von Kirchenbediensteten aus diesem Gremium verabschiedet. Dabei wurde die außergewöhnliche Lebensleistung Martin Peterbauers gewürdigt.

Sein Nachfolger im Amt des Kirchenpflegers, Heinrich Freibuchner, nannte seinen Vorgänger einen Mann der Taten mit viel Fleiß, Durchsetzungsvermögen und einer künstlerischen Ader. In seiner Amtszeit als Kirchenpfleger wurde die Filialkirche "St. Michael" in Endlkirchen zu einem Schmuckstück: "Der Martin hatte immer neue Ideen und hat immer was zum Herrichten gefunden", so Heinrich Freibuchner. Er hat dabei alles gut durchdacht und gründlich vorbereitet. Als "Allrounder" verstand sich Martin Peterbauer auf die Arbeiten der Gewerke Maurer, Maler, Zimmerer, Schreiner und Restaurator. Durch viel Eigenleistung wurde die Kirchenkasse geschont und trotzdem viel geschaffen. Es verging kaum ein Jahr, in dem nicht etwas restauriert, verbessert oder neu angeschafft wurde. Die größte Herausforderung war 2015 die große Renovierung des Kirchendaches, bei der 1200 freiwillige Arbeitsstunden geleistet wurden.

Zur Abschlussfeier dieser Renovierung konnte sich Diözesanbischof Dr. Stefan Oster von der großen Leistung der Endlkirchener überzeugen. Die Summe aller Investitionen in der Amtszeit von Martin Peterbauer bezifferte Heinrich Freibuchner auf rund 400000 Euro, trotzdem sei in der Kirchenkasse noch Geld vorhanden. Dies alles war nur möglich durch viel Eigenleistung, sowie Zuschüsse der Diözese und der Kommune. Alle Maßnahmen erfolgten in Abstimmung mit dem Heimatpfleger Alois Stockner, der ihn als "den besten Kirchenpfleger" betitelte. "Ich weiß, was der Martin geleistet hat, er ist ein außergewöhnlicher Mensch. Er hat der neuen Kirchenverwaltung wenig Arbeit und dafür Geld zurückgelassen", so das Fazit des neuen Kirchenpflegers.

"Er hat Unmögliches möglich gemacht!"Worte der Anerkennung fand auch Ludwig Demmelhuber, der als Kirchenpfleger von Reischach 25 Jahre mit Martin Peterbauer zusammengearbeitet hatte: "Er hat im gesamten Pfarrverband und weit darüber hinaus viele Reparaturen ausgeführt, unzählige Holzwürmer bekämpft und mit den von ihm geschnitzten Figuren bleibende Erinnerungen geschaffen!" In den meisten Kirchen steht ein zum Stil der Kirche passender Ambo aus der Werkstatt von Martin Peterbauer. Als Phänomen bezeichnete Ludwig Demmelhuber die Tatsache, dass trotz der vielen Investitionen noch Geld übrig sei.

"Martin Peterbauer hat Unmögliches möglich gemacht", skizzierte Pfarrverbandspfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier, das autodidaktische Wesen des bisherigen Kirchenpflegers. Durch Ausprobieren und Lernen sei er zu einem Allrounder geworden, der unter der Amtszeit dreier Pfarrern segensreiche Arbeit geleistet habe. Er habe es verstanden, mit seinem Optimismus, seinem Können und seinen Ideen immer freiwillige Helfer zu mobilisieren. Für schwierige Aufgaben fand Martin Peterbauer immer eine Lösung. So sei die teils bogenförmige und ansteigende Friedhofsmauer mit "einer Rundschnur und einer lügenden Wasserwaage" geschaffen worden, wie Martin Peterbauer immer scherzhaft erklärte.

Pfarrer Samereier würdigte auch Martin Peterbauers Verdienste um den Leonhardiritt in Steinhausen, der nach langer Unterbrechung unter seiner Mitwirkung wieder zum Leben erweckt wurde. Auch mit der Sebastianibruderschaft sei er eng verbunden, er wirkte in der Vorstandschaft mit und hat eine Prozessionsfigur, sowie einen Reliquienschrein geschaffen. Mit einem Präsent bedankte sich die Vorsitzende Maria Werkstetter bei Martin Peterbauer.

Auch die Marianische Männerkongregation überreichte eine Urkunde und von der Pfarrei Reischach erhielt der Geehrte ein Aquarellbild mit der Kirche von Endlkirchen, gemalt vom Helmut Stöhr. Ludwig Samereier beschenkte Martin Peterbauer mit einem Portrait mit dem Motiv: "Martin Peterbauer". "Wenn Du auch jetzt im Ruhestand bist, hoffen wir doch, dass wir bei Bedarf auf Dich zurückgreifen können" erbat der Ortsgeistliche.

Seine Figuren stehen auch in Indien oder RumänienZurückblickend erinnerte sich Martin Peterbauer, als er 1988 zu Beginn seines Wirkens als Kirchenpfleger eine desolate Kirche ohne Altar vorgefunden hatte. Dank der Gaben, die ihm der Herrgott gab, habe sich die Filialkirche "St. Michael" im Lauf der Zeit in ein Kleinod verwandelt. Von ihm geschnitzte Figuren zieren nicht nur im Pfarrverband, sondern auch in Indien und Rumänien mehrere Kirchen.

Bleibende Erinnerungen waren die Verleihung der Stephanusplakette der Diözese Passau, sowie der Bischofsbesuch zum Abschluss der Kirchenrenovierung, bei dem Bischof Dr. Stefan Oster den von ihm geschaffenen Reliquienschrein gesegnet hatte. Dankbar sei er auch seiner Frau Christine, die ihn in jeglicher Form unterstützt und auch immer die Werte der Kunstgüter erkannt habe. Er sei zufrieden mit seinem Wirken zum Wohl der Filialkirche und sei sich sicher, seinem Nachfolger ein "wohlgeordnetes Gotteshaus" hinterlassen zu haben. − hok

 

(ANA vom 10.04.2019)

Etwas Neues für das wichtigste Gut

Spatenstich zur neuen Kinderkrippe – Baukosten voraussichtlich 1,7 Millionen Euro

02.04.2019 | Stand 01.04.2019, 17:03 Uhr

Groß war die Freude der Kinder über die gefundene "Schatztruhe" mit ihrem süßen Inhalt. −Foto: Hochhäusl Groß war die Freude der Kinder über die gefundene "Schatztruhe" mit ihrem süßen Inhalt. −Foto: Hochhäusl

 

Reischach. Mit einem offiziellen "Spatenstich" wurde am Donnerstag der Neubau einer Kinderkrippe für dreißig Kinder in die Wege geleitet. Im Beisein von Vertreten der Gemeinde Reischach, der Katholischen Pfarrkirchenstiftung als Träger des Kindergartens, sowie Vertreter des Planungsbüros und der Baufirma erläuterte Bürgermeister Alfred Stockner die Notwendigkeit dieses 1,7 Millionen Euro teuren Projektes.

"Dies ist ein wichtiger Tag für unsere Gemeinde und unser wichtigstes Gut, die Kinder", so Bürgermeister Alfred Stockner. Durch gesellschaftspolitische Veränderungen sei es wichtig, dass Kinder bereits im Alter auch von unter einem Jahr betreut und gefördert werden. Die Vereinbarkeit von Alltag und Beruf, der Wiedereinstieg ins Berufsleben, sowie die Erhaltung des Lebensstandards machen es notwendig, dass Kinder in Betreuungseinrichtungen untergebracht werden.

Aus diesem Gründen platze der Reischacher Kindergarten aus allen Nähten. Seit September sei er überbelegt und nur durch eine Sondergenehmigung des Landratsamtes könne der Betrieb aufrechterhalten werden. Dazu wurde im Turnraum vorübergehend Platz für eine fünfte Gruppe geschaffen, erläuterte Bürgermeister Alfred Stockner die derzeitige Situation.

Die Baukosten für diese neue Kinderkrippe werden mit 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Obwohl eine Million Euro Fördergelder erwartet werden, bedeute dies für die Gemeinde einen finanziellen Kraftakt, da in den nächsten Jahren auch noch weitere große Projekte zu realisieren seien.

Bürgermeister Stockner dankte der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Reischach, die das Grundstück zur Verfügung gestellt hat und die Trägerschaft für die Kindertagesstätte inne hat. Lobenswert sei auch die Arbeit des Planungsbüros Brodmann und in der Baufirma Werkstetter habe man ebenfalls einen kompetenten Partner gefunden.

Mit einem Gebet erbat Pfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier, "dass der Herrgott das Werk gut gelingen lasse und segnen wolle". Wie bereits mit dem Neubau von 1994 solle auch die neu entstehende Kinderkrippe zur Mitgestaltung Reischachs beitragen.

Den Spatenstich vollzogen gemeinsam: Gemeinderat und Jugendreferent Lorenz Vorbuchner, 3. Bürgermeisterin Anneliese Moser, Architekt Michael Brodmann, Baumeister Hans-Peter Werkstetter, Gemeindekämmerin Marion Weindl, stellvertretende Kita-Leiterin Maria Scheid, Bürgermeister Alfred Stockner und als Vertreter der Kat. Pfarrkirchenstiftung Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner, Ludwig Demmelhuber, Pfarrer Ludwig Samereier, Konrad Hinterwinkler und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu.

Natürlich waren bei diesem wichtigen Ereignis auch die Kinder als Hauptpersonen zugegen. Sie durften ebenfalls im Sandhaufen graben, um eine Schatzkiste zu finden. Als diese ausgegraben war, konnten sie sich an dem "süßen Inhalt" erfreuten. − hok

 

(ANA vom 02.04.2019)

Pfarrcaritas gibt Trägerschaft ab

Vorsitzender: Aufgabe ehrenamtlich nicht mehr zu stemmen – Gemeinde prüft örtliche Lösung

02.04.2019 | Stand 01.04.2019, 17:02 Uhr
 

Perach. Der Pfarrcaritasverein gibt die Trägerschaft des örtlichen Kindergartens ab. Dies wurde, wie bereits kurz berichtet, bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Oberwirt statt.

Caritas-Vorsitzender Sepp Riglbauer erläuterte die Gründe für die geplante Abgabe der Trägerschaft des Kindergartens. Mit Ehrenamtlichen sei diese Aufgabe nicht mehr zu stemmen, meinte der Vorsitzende. Insgesamt elf Sitzungen und weitere Zusammenkünfte seien im vergangenen Jahr nötig gewesen. Der Trend gehe mehrheitlich zu einer Übergabe der Trägerschaft an die Diözese Passau.

Hierzu meinte Bürgermeister Eder: Die Gemeinde will prüfen, ob nicht eine Trägerschaft auf VG-Ebene oder sogar auf örtlicher Basis möglich sei. Wenn Passau zuständig werde, gebe man weite Teile der Planungshoheit des Kindergartens aus der Hand. Ferner wird eine monatliche Verwaltungsgebühr in Höhe von 1000 Euro fällig.

"Ich kann auf menschlicher Sicht durchaus verstehen, dass Ehrenamtliche diese Aufgabe nicht mehr leisten können", sagte Eder. Er bedankte sich ausdrücklich für die jahrelange Arbeit zum Wohle des Kindergartens.

Drei Mitglieder stimmten dagegenBei der anschließenden Abstimmung stimmten drei Mitglieder gegen die Abgabe der Trägerschaft zum 1. Januar 2020. Somit wird sich ab kommenden Jahr der Caritas-Ortverein sich nicht mehr um die Belange des Kindergartens kümmern müssen. Wer indes die Trägerschaft übernimmt, muss erst geklärt werden.

Sepp Riglbauer erinnerte an das Kinderzeltlager in Berg. Unter dem Motto "Mittelalter" vergnügten sich die Kinder zwei Tage lang, dies im Rahmen des Ferienprogramms. Ein Basar mit Kinderwaren wird laut Riglbauer zweimal im Jahr durchgeführt und erfreut sich großer Beliebtheit. Im vergangenen Jahr wurden hier nach Angaben von Kassier Tanja Haack 2200 Euro eingenommen. Für die Durchführung werden laufend weitere Helfer gesucht, die sich gerne beim Vorstand melden können. Ein herzliches Vergelts Gott richtete Riglbauer an die Spendensammler die zweimal im Jahr von Tür zur Tür im Ort gehen. Mit dem Erlös – im vergangenen Jahr 3150 Euro – werden wohltätige und gemeinnützige Projekte unterstützt.

Mit einem Verkaufsstand beteiligte sich der Verein bei der letztjährigen Dorfweihnacht. Unter anderem wurden Artikel von den Rupertiwerkstätten angeboten, die bis auf das letzte Teil verkauft werden konnten. Mit dem Erlös wurden die "Helfer vor Ort" und auch ein Projekt in Uganda bedacht. Aber auch mit einem Kranken- und Jubilarbesuchsdienst ist der Caritasverein aktiv. Den aktuellen Mitgliederstand bezifferte Riglbauer mit 123 Personen, zwei mehr als im Vorjahr.
Mit Genugtuung registrierten die Mitglieder den Bericht von Kassenverwalterin Tanja Haack, die Entlastung erfolgte einstimmig. Von den letzten Basaren habe der Verein das Frauenfrühstück im Ort unterstützt, die Bänke im und vorm Kindergarten repariert und einen Trettrecker für den Kindergarten angeschafft. Eine Spende von jeweils 1000 Euro ging an die Helfer vor Ort Reischach und an die Uganda Hilfe. Wie Haack auf Nachfrage der Heimatzeitung sagte, sei man im vergangenen Jahr trotzdem noch in diesem Jahr mit einem Gewinn von 1000 Euro rausgegangen, teilte Haack mit.

Ingried Kellner berichtete von dem monatlich stattfindenden Frauenfrühstück, dass im neuen Bürgerhaus abgehalten wird. Im Durchschnitt beteiligen sich 28 Frauen an der Zusammenkunft. Ein reichhaltiges Büfett wird von Ingried Kellner und Paula Lobenhofer zusammengestellt. Die Unkosten werden durch einen Obolus der Teilnehmerinnen, sowie durch einen kleinen Zuschuss des Vereins gedeckt. Spendensammler Franz Mehlstäubl gab zu bedenken, dass einige Bürger bei der Haussammlung nichts spenden wollten, weil das Frauenfrühstück unterstützt wird. Kellner meinte hierzu: "Die Teilnehmer bezahlen zu einem Großteil ihr Essen selbst. Es steht der soziale Aspekt im Vordergrund." − hoi

 

(ANA vom 02.04.2019)

90 Jahre im Dienst alter Menschen

Reischacher Sozialstation feiert Jubiläum mit Festgottesdienst

29.03.2019 | Stand 29.03.2019, 00:38 Uhr

Alle Mitarbeiter der Reischacher Sozialstation wurden nach dem Festgottesdienst von Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Edith Brunner, sowie Pfarrer Ludwig Samereier (1. bis 3. von rechts) geehrt. −Fotos: Hochhäusl Alle Mitarbeiter der Reischacher Sozialstation wurden nach dem Festgottesdienst von Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Edith Brunner, sowie Pfarrer Ludwig Samereier (1. bis 3. von rechts) geehrt. −Fotos: Hochhäusl

 
Mit einem Präsent bedanken sich Pfarrer Ludwig Samereier und Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner bei Ludwig Demmelhuber (rechts), der als Kirchenpfleger 24 Jahre lang die Sozialstation verwaltet hat. Mit einem Präsent bedanken sich Pfarrer Ludwig Samereier und Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner bei Ludwig Demmelhuber (rechts), der als Kirchenpfleger 24 Jahre lang die Sozialstation verwaltet hat.

Reischach. Mit einem eindrucksvollen Gottesdienst hat die Pfarrei Reischach das 90-jährige Bestehen der Ambulanten Krankenpflegestation am Sonntag gefeiert. Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier erinnerte an die Anfänge dieser Institution, die im Zuständigkeitsbereich der Katholischen Pfarrkirchenstiftung liegt. Durch die Reformen in der Kranken- und Altenpflege gewinne die Ambulante Pflege immer mehr an Bedeutung, so Samereier.

Durch immer kürzere Verweildauer im Krankenhaus und angestrebte Kosteneinsparungen sei seit längerer Zeit eine Wandlung im Gesundheitswesen eingetreten, so Pfarrer Samereier. Krankenhäuser nähmen Patienten nur noch so lange auf, wie sie an das hochspezialisierte und teure System zwingend angewiesen sind. Die häusliche Pflege gewinne deswegen immer mehr an Bedeutung, auch weil alte und kranke Menschen lieber in ihrem gewohnten Umfeld bleiben wollen.

Rund 70 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden von Familienmitgliedern, Freunden oder Nachbarn zu Hause gepflegt, hieß es. Eine wertvolle Unterstützung fänden diese Helfer in der "Ambulanten Krankenpflege", wie sie von der Sozialstation angeboten wird. Hier betreuen derzeit zehn Mitarbeiterinnen rund 80 Patienten im Bereich des gesamten Pfarrverbandes und darüber hinaus. Dabei sind sie mit fünf Fahrzeugen unterwegs und leisten so wertvolle Hilfe bei der Pflege von alten und kranken Menschen.

Zurückblickend auf die Anfänge dieser sozialen Einrichtung, so Pfarrer Ludwig Samereier, war auch hier die christliche Nächstenliebe nach dem Vorbild des "Barmherzigen Samariters" die Motivation dafür.

Bereits 1929 sorgte sich der damalige Pfarrer Josef Pledl um die vielen alten und kranken Menschen, die auf den Höfen dahinsiechten. Er erreichte damals, dass zwei "Niederbronner Schwestern" die in Neuötting stationiert waren, auch Pflegedienste in Reischach übernehmen. Er gründete auch einen Krankenpflegeverein, der für den Unterhalt der Ordensschwestern aufkam und legte so den Grundstein für die heutige Institution.

1949 hat der damalige Pfarrer Josef Straubinger den "Seldmeierhof" erworben, auf dessen Gelände das "Schwesternhaus" mit Krankenpflegestation, Kindergarten und Nähschule errichtet wurde. Wie Pfarrer Samereier weiter erwähnte, wurde diese Sozialstation im Jahr 1968 unter die Trägerschaft der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Reischach gestellt und bekam den Namen "St. Elisabeth". Der damalige Kirchenpfleger Josef Stockner sorgte für die Verwaltung der Einrichtung.

Die Klosterfrauen, die bekanntesten davon Sr. Marcrina und Sr. Gundlindis, übernahmen nicht nur den Pflegedienst, sondern kochten auch für Familienangehörige und leisteten weitere Familienfürsorge.

Nach dem Abzug der Ordensschwestern aus Reischach hat Marianne Unterstraßer diese Einrichtung übernommen, weitergeführt und geprägt. Unter ihrer Leitung wurde die Sozialstation zu einer Einrichtung in der jetzigen Größe ausgebaut.

Ludwig Demmelhuber hat seit 1994 als Kirchenpfleger dafür gesorgt, dass diese Einrichtung stets an Umfang und Leistung gewonnen hat.

Wie Pfarrer Samereier betonte, hat die Sozialstation "St. Elisabeth" bei der Bevölkerung einen hohen Stellenwert und ist aus Reischach nicht mehr wegzudenken.

Zum Abschluss des Festgottesdienstes, bei dem auch Vertreter des gesamten Pfarrverbandes, der Kommunen, Ärzte, und Apotheker anwesend waren, bedankten sich Pfarrer Ludwig Samereier und der neue Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner bei allen Pflegekräften mit einer Rose. Eine besondere Ehre wurde auch Ludwig Demmelhuber, der wesentlich zum Aufbau der Sozialstation beigetragen hat zuteil, ebenso Johann Gottschaller, der sich um den umfangreichen Fuhrpark kümmert und Hausmeister Konrad Hinterwinkler. − hok

 

(ANA vom 29.03.2019)

Martin Schächner übernimmt Kirchenpfleger-Amt vom Vater

Hermann Schächner und Josef Eder aus Kirchenverwaltung verabschiedet

Abschied und Willkommen in der Kirchenverwaltung: Elisabeth Sigrüner (von links) und Pfarrer Hermann Schächner jun. mit Hermann Schächner. Ihm galt der Dank von Pfarrer Ludwig Samereier ebenso wie Josef Eder. Dem neuen Kirchenpfleger Martin Schächner wünschte auch Bürgermeister Alfred Stockner alles Gute. −Foto: Hahn Abschied und Willkommen in der Kirchenverwaltung: Elisabeth Sigrüner (von links) und Pfarrer Hermann Schächner jun. mit Hermann Schächner. Ihm galt der Dank von Pfarrer Ludwig Samereier ebenso wie Josef Eder. Dem neuen Kirchenpfleger Martin Schächner wünschte auch Bürgermeister Alfred Stockner alles Gute. −Foto: Hahn

 

Arbing. Ein neuer Kirchenpfleger ist in Arbing im Amt. Er heißt Martin Schächner und löst seinen Vater Hermann ab, der unlängst nach 18 Jahren im Dienst aus seinem Amt verabschiedet wurde.

Martin Schächner (32) ist Hoferbe auf dem stattlichen Schächnerhof in der Ortschaft Reiter. Er ist ebenfalls schon seit vielen Jahren bei kirchlichen Hochfesten, Beerdigungen und sonstigen Anlässen in Arbing eingebunden und hatte dabei seinen Bruder Christian und seinen Vater unterstützt oder vertreten wenn diese wegen der Arbeit auf dem großen Bauernhof keine Zeit hatten. Die komplette Familie Schächner ist sehr jeher tiefverwurzelt im christlichen Glauben und in der katholischen Tradition – Sohn Hermann wurde Pfarrer und ist in Unterneukirchen im Einsatz, Sohn Christian ist im Mesnerdienst eingebunden.

Renovierung der Kirche Ecking als wichtige AufgabeVor seiner neuen Aufgabe als Kirchenpfleger hat Martin Schächner, wie er sagt, den nötigen Respekt, aber ihm stünden ja doch mit Thomas Gaßlbauer als Stellvertreter sowie Robert König und Georg Lichtenwimmer sehr zuverlässige Mitstreiter in der Kirchenverwaltung zur Seite. Auch die Unterstützung des Pfarrgemeinderates sowie der beiden Pfarrer sei ihm sicher. Als eine wichtige Aufgabe erwartet ihn die Renovierung der Kirche Ecking – eine Maßnahme, die von der Diözese in Passau schon positiv bewertet wurde.

Martin Schächner und war natürlich auch dabei, als vor wenigen Tagen sein Vater Hermann Schächner sowie Josef Eder im Gasthaus Pallauf aus der Kirchenverwaltung verabschiedet wurden. Besonders im Mittelpunkt stand dabei Hermann Schächner, eine regelrechte "Institution" in der Pfarrei Arbing: Seit seiner Einheirat auf den Schächner Hof widmete er sich in der ehrenamtlichen Mitarbeit als Kommunionhelfer und im Wortgottesdienst, sowie mehrere Perioden im Pfarrgemeinderat, ehe er dann ab 2000 18 Jahre als Kirchenpfleger an der Spitze der Kirchenverwaltung stand. Einige Priester und zahlreiche Mitstreiter im Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung hat er kommen und gehen sehen. Zahlreiche Maßnahmen rund um das Gotteshaus St. Georg in Arbing und der Kirche in Ecking sind über die Bühne gegangen.

Seit 1994, also 24 Jahre, gehörte Josef Eder aus Reichwald der Kirchenverwaltung an. Viel Freizeit haben beide Vorzeige-Christen während dieser Zeit geopfert, Verantwortung getragen und waren hervorragende Organisatoren, etwa bei der für viele unvergesslichen Primizfeier von Hermann Schächner 2012. Sie gingen ihre Arbeit in der Kirchenverwaltung mit Herzblut, Engagement, aber auch gesundem Menschenverstand an, wie es hieß.

So sagte Pfarrer Ludwig Samereier, die beiden langjährigen Mitarbeiter hätten sich in jedem Moment ihrer Tätigkeit den christlichen Werten verpflichtet gefühlt. Ihre Namen würden in die Annalen der Arbinger Kirchengeschichte eingehen und bei jedermann in bester Erinnerung bleiben. Als Präsent hatte er je einen Geschenkkorb mitgebracht. Außerdem überreichte er an Hermann Schächner eine Dankurkunde des Bistums Passau, unterzeichnet von Generalvikar Klaus Metzl. Dieselbe Auszeichnung gab es für Josef Eder, unterzeichnet von Bischof Stefan Oster.
Bürgermeister Alfred Stockner überreichte als Dankeschön den Ehrenkrug der Gemeinde und würdigte in besonderem Maße die außergewöhnliche ehrenamtliche Mitarbeit der scheidenden Kirchenvertreter. Ohne Probleme funktioniere die Zusammenarbeit der weltlichen und kirchlichen Gremien.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner sagte, Abschiede seien immer mit einem Neuanfang verbunden. Mit Martin Schächner und Georg Lichtenwimmer habe man zwei neue engagagierte Mitstreiter für die Kirchenverwaltung gewinnen können. − gh

 

(ANA vom 16.02.2019)

"Unendlich wertvolle Lebensleistung"

Erlbach und Arbing würdigen scheidenden Heimatpfleger Alois Stockner mit einer Feierstunde

Mit Urkunden und Präsenten bedanken sich Pfarrer Ludwig Samereier (von links) und Bürgermeister Franz Watzinger beim Ortsheimatpfleger Alois Stockner und seiner Frau Irmgard. −Foto: Hochhäusl Mit Urkunden und Präsenten bedanken sich Pfarrer Ludwig Samereier (von links) und Bürgermeister Franz Watzinger beim Ortsheimatpfleger Alois Stockner und seiner Frau Irmgard. −Foto: Hochhäusl

 

Erlbach. Ihre Anerkennung für sein jahrzehntelanges Wirken als Heimatpfleger haben Vertreter der Gemeinde Erlbach sowie der Pfarreien Erlbach und Arbing gegenüber Alois Stockner bei einer Feierstunde im Gasthaus Huberhof zum Ausdruck gebracht. Stockner hatte sein Amt wie berichtet mit dem Jahreswechsel abgegeben.

Erlbachs Bürgermeister Franz Watzinger verlas eingangs das Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 19. Juli 1972, in der Alois Stockner vom damaligen Gemeinderat unter Bürgermeister Bartholomäus Eglseder zum Ortsheimatpfleger bestimmt wurde. Alois Stockner habe in den folgenden fast 46 Jahren aus eigenem Antrieb eine Arbeit geleistet, die unersetzlich ist. Seine Nachforschungen umfassten das Schul- und Gemeindewesen, die Kirchen und Vereine, Adelsgeschlechter und Familienstammbäume. In verständlicher Weise, so Bürgermeister Watzinger, habe der Ortsheimatpfleger dies alles niedergeschrieben und dokumentiert. Er habe alte Flurnamen erforscht und darüber zahlreiche Artikel verfasst, sowie in vielen interessanten Vorträgen dies alles einem breiten Publikum bekannt gemacht.

Ein unbezahlbarer Schatz sei das 550 Seiten umfassende "Erlbacher Heimatbuch", in dem alle Ortsteile, die Kirchen- und Gemeindegeschichte, sowie alle Vereine genauestens beschrieben sind. "Damit hat Du ein zeitloses Nachschlagewerk für die Nachfahren geschaffen", so Bürgermeister Watzinger an Stockner gewandt.

Eine große Herausforderung für Alois Stockner war nach Watzingers Worten die Ordnung des Gemeindearchivs. Aus einem "Dachboden voller verstaubter Akten und Papieren" habe der Ortsheimatpfleger ein geordnetes und überschaubares Archiv geschaffen, in dem dank eines "Findbuches" alle Akten schnell aufzufinden sind.

Auch Pfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier würdigte Alois Stockners Arbeit: "Die Gemeinden und Pfarreien in unserer Gegend sind diejenigen, die heimatgeschichtlich am besten erforscht und dokumentiert sind", zitierte er das Urteil von Diözesan-Archivar Dr. Herbert Wurster. Diese Arbeit mache nur, wer unendliche Liebe zu seiner Heimat hat. Dank der Mühen von Alois Stockner seien die Geschichten der Pfarreien, der Bruderschaften und Vereine, der Priester und Ordensleuten dokumentiert und den kommenden Generationen erhalten geblieben. Die Anlage der Archive sei eine "staubige Angelegenheit", bei der anderswo schon manche Leute am "Archivstaub" erkrankt seien, so der Pfarrer. Neben dem Erlbacher Pfarrarchiv hat Alois Stockner auch für die Pfarrei Arbing das Archiv, das nach Winhöring ausgelagert worden war, wieder zurückgeholt und neu geordnet. Die Lebensleistung von Alois Stockner sei unendlich wertvoll, waren sich alle Anwesenden einig.

Seine Sorge: Dass kein Nachfolger gefunden wirdAlois Stockner betonte, er habe all diese Arbeit mit viel Freude gemacht. In insgesamt elf Heimatbüchern und unzähligen Veröffentlichungen im "Öttinger Land" und anderen Publikationen habe er den kommenden Generationen komplexe Nachschlagewerke hinterlassen. Einen großen Dank richtete der Geehrte an seine Frau Irmgard, die immer hinter seiner Arbeit gestanden sei und ihn immer unterstützt habe. Seine größte Sorge sei momentan, keinen Nachfolger für diese Arbeit zu finden. Er, so Alois Stockner, habe jedenfalls ein Fundament gelegt. Für diesbezügliche Fragen stehe er aber weiterhin zur Verfügung und es werden auch künftig noch seine Beiträge in der Reihe "Öttinger Land" erscheinen.

Mit Urkunden und Präsenten bedankten sich Bürgermeister Franz Watzinger, Pfarrer Ludwig Samereier und die Kirchenpfleger von Erlbach und Arbing für die Arbeit des Ortsheimatpflegers.

Ein Fazit der Feierstunde: Heute stehen mehr Technik und Wissens-Archive zur Verfügung, die Menschen sind aber trotzdem nicht klüger geworden. − hok

 

(ANA vom 30.01.2019)

Diesem Heiligen waren andere nicht egal

Jahreshauptfest mit Konvent der Sebastianibruderschaft Endlkirchen – Freude über drei Neuaufnahmen

Die Prozession um die Kirche wird angeführt von Maria Werkstetter (von links), Xaver Kasböck und Alois Haßlberger, gefolgt von einer Figur des Heiligen Sebastian, sowie Pfarrer Ludwig Samereier mit der Reliquie. Die Prozession um die Kirche wird angeführt von Maria Werkstetter (von links), Xaver Kasböck und Alois Haßlberger, gefolgt von einer Figur des Heiligen Sebastian, sowie Pfarrer Ludwig Samereier mit der Reliquie.

 
200 "Sebastianipfeile", ein Blätterteiggebeck, erhielten den Segen von Pfarrer Ludwig Samereier, ehe sie verkauft wurden. Auf dem Altar: Das Kreuz mit der Reliquie des Pestheiligen. −Fotos: Hochhäusl 200 "Sebastianipfeile", ein Blätterteiggebeck, erhielten den Segen von Pfarrer Ludwig Samereier, ehe sie verkauft wurden. Auf dem Altar: Das Kreuz mit der Reliquie des Pestheiligen. −Fotos: Hochhäusl

Endlkirchen. Als Heiligen, dem die anderen nicht egal waren – so hat Pfarrer Ludwig Samereier den heiligen Sebastian beim Jahreshauptfest der gleichnamigen Bruderschaft in Endlkirchen bezeichnet. Rund 80 Mitglieder waren beim Festgottesdienst in der Filialkirche zugegen. Beim anschließenden Konvent im Gasthaus Auer zog die Sebastianibruderschaft Bilanz über das vergangene Jahr.

Wegen Kritik am Kaiser zum Tode verurteiltIn seiner Festansprache berichtete Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier von einem Besuch in den Katakomben von Rom. Dort wurde der Leichnam des Märtyrers bestattet, nachdem er durch Kaiser Diokletian Anfang des 4. Jahrhunderts hingerichtet worden war. Die Todesstrafe hatte man ausgesprochen, weil er die Christenverfolgung des Kaisers kritisiert hatte. Die erste Hinrichtung, der Erschießung mit Pfeilen, überlebte er und wurde dann mit Keulen erschlagen. Nachdem eine große Verehrung eingesetzt hatte, fand Sebastian in einer neu errichteten Kapelle seine letzte Ruhestätte.

Besonders in Zeiten, in denen die Menschen unter der Pest litten, suchten sie Hilfe beim heiligen Sebastian. Mitglieder von "Bruderschaften" kümmerten sich um die Not der Kranken und bestatteten die Toten, so der Geistliche.

Der Festgottesdienst wurde vom Reischacher Singkreis unter der Leitung von Klaus Hölzlwimmer musikalisch umrahmt. Wie Pfarrer Samereier betonte, sind in fast allen Kirchen des Pfarrverbandes Figuren und Bildnisse des heiligen Sebastian vorhanden. Besonders stolz ist die Endlkirchener Bruderschaft auf den Besitz einer kleinen Reliquie des heiligen Sebastian. Diese wurde in einer Prozession von Pfarrer Samereier drei Mal um die Kirche getragen.

Beim anschließenden Konvent im Gasthaus Auer, einer Veranstaltung vergleichbar mit der Jahreshauptversammlung bei Vereinen, berichtete die Vorsitzende Maria Werkstetter über das abgelaufene Jahr. Nachdem acht Mitglieder verstorben und drei eingetreten sind, zählt die Bruderschaft aktuell 148 Mitglieder. Mit Fahnenabordnung war die Bruderschaft nach den Worten von Maria Werkstetter vertreten bei kirchlichen Festen und beim 25-jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Samereier. Im November ist der ehemalige Reischacher Pfarrer Heribert Unterhuber verstorben. Dieser hatte in seiner Amtszeit die Bruderschaft wieder neu belebt.

Bei einem Ausflug wurden die Kirchen von Gartlberg, Ulbering und Kößlarn besichtigt, anschließend besuchte man in Parzham ein Theaterstück über den Heiligen Bruder Konrad. Auch für dieses Jahr ist wieder ein Ausflug, voraussichtlich nach Straubing, vorgesehen. Als neue Mitglieder traten Lena Prex sowie Maria und Josef Schwertfellner der Bruderschaft bei.

Dem Bericht von Kassier Heinrich Freibuchner war zu entnehmen, dass die Einnahmen überwogen hätten: Nachdem 2017 für die Kirchenrenovierung 3000 Euro gespendet wurden, konnte der Kassenbestand um rund 600 Euro aufgebessert werden. Kassenprüfer Johann Köpf bestätigte eine ordentliche Kassenführung und beantragte, Kassier und Vorstand zu entlasten. Dagegen gab es keine Einwände.

Geld in die Kasse gebracht hat auch wieder der Verkauf von 200 "Sebastianipfeilen". Dieses von der örtlichen Bäckerei hergestellte Blätterteiggebäck war vorher beim Festgottesdienst gesegnet worden. − hok

 

(ANA vom 23.01.2019)

Ein Kapitel Reischacher Geschichte

Die "Niederbronner Schwestern" wirkten hier von 1929-2006 – Pfarrgemeinderat veranstaltet Zeitzeugentreffen zum Thema

Stolz präsentierten die Niederbronner Schwestern Anfang der 60-er Jahre ihr erstes Einsatzfahrzeug für die Ambulante Krankenpflege, einen gebrauchten VW-Käfer. −Foto: Archiv Stolz präsentierten die Niederbronner Schwestern Anfang der 60-er Jahre ihr erstes Einsatzfahrzeug für die Ambulante Krankenpflege, einen gebrauchten VW-Käfer. −Foto: Archiv

 

Reischach. Wann immer im Ort die Rede auf die Niederbronner Schwestern kommt, klingt großer Respekt und Dankbarkeit aus den Worten. Deren jahrzehntelanges Leben und Wirken ist in der Dorfgemeinschaft wie auch auf dem kirchlichen Sektor unvergessen.

Um an den Frauenorden der "Schwesternkongregation vom Göttlichen Erlöser", so der Ordensname, zu erinnern und Erfahrungen aus deren 77-jährigen Tun im Dorf auszutauschen, lädt der Pfarrgemeinderat Reischach am Sonntag, 27. Januar, um 10 Uhr im Rahmen eines Frühschoppens in das Gasthaus Berger zum Zeitzeugentreffen ein.

Der Anstoß kam vom Ortspfarrer Josef PledlDass die Ordensfrauen überhaupt in Reischach Fuß gefasst hatten, war dem früheren Ortsgeistlichen Josef Pledl zu verdanken. Dem Pfarrer, der von 1927 bis 1939 in Reischach wirkte, war die Sorge für kranke und pflegebedürftige Menschen in seiner Pfarrei ein großes Anliegen. Mit Hartnäckigkeit gelang es ihm schließlich 1929, die in Neuötting stationierten Ordensschwestern auch für die Krankenbetreuung in Reischach zu gewinnen.

Der Grundstock für eine zwar noch recht bescheidene, aber doch sehr wirksame ambulante Krankenpflege war dann zehn Jahre später, 1939, gelegt worden: Pledl holte kurz vor seinem Wechsel in die Pfarrei Neuötting mit Benignata Heuler und Cölestine Schlittmaier zwei Ordens-Krankenschwestern aus der Innstadt nach Reischach und gründete am Ort eine Schwesternschaft. Kurzzeitig im "Kochseder-Haus" in der Arbinger Straße 1 untergebracht, hatten die Ordensfrauen dann das Haus Petzlberger Straße 2 bezogen.

Wenige Tage nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die mittlerweile durch Norberta Frey auf drei Personen angewachsene Schwesternschaft von den Amerikanern aus der Wohnung vertrieben und kam für etwa zwei Monate bei einer Reischacher Familie unter, ehe sie wieder in die bisherige Schwesternwohnung zurückkehren konnte.

Einen gravierenden Wendepunkt erfuhr das Leben der Niederbronner Schwestern dann im Jahr 1949: Die Katholische Pfarrkirchenstiftung Reischach kaufte auf Initiative von Pfarrer BGR Josef Straubinger den sogenannten Sedlmaier-Hof. Das Anwesen wurde unter kirchlichem Dach zu einem Kindergarten mit Schwesternwohnungen umgestaltet, in dem Zug wurde im Gebäude auch die Ambulante Krankenpflege untergebracht. Bis zu sechs Ordensschwestern bewohnten ab 1950 das neue Gebäude. Einige Jahre später wurde auch das erste Auto, ein gebrauchter VW-Käfer, im Schwesternhaus beschafft – als eine wesentliche Erleichterung für deren Pflegearbeit.

Man könne aus heutiger Sicht den immensen Aufwand gar nicht mehr ermessen, den die Schwestern in der Pflege der Kranken und Alten im Ort geleistet hätten, würdigt Ortsgeistlicher Ludwig Samereier die Arbeit der Ordensschwestern. Der Geistliche erinnert etwa an Schwester Guntlindis Anfang: Diese habe mit ihrer Arbeit und dem sympathischen Wesen die Herzen der Reischacher erobert.

Mit Guntlindis’ Abberufung durch den Orden Mitte der 1990-Jahre endete dann das rein pflegerische Engagement der Niederbronner Schwestern in Reischach und es begann die Ära von Marianne Unterstraße, die die Ambulante Kranken- und Altenpflegestation unter dem Dach der Kirche weiterführte. Dabei habe sie auch viel von Schwester Guntlindis profitiert, mit der sie in der gemeinsamen Zeit neben vieler Arbeit auch sehr viel Spaß gehabt habe, erzählt Unterstraßer.

2006 kam dann das endgültige Aus für die noch verbliebenen Ordensschwestern in Reischach: Pfarrer Ludwig Samereier war es, der die beiden Schwestern Berlindis Koppenberg und Klara Franziska Schiebel aus dem Ort verabschiedete (der Anzeiger berichtete). Gerade Schwester Berlindis, die in der Pfarrei Schülergottesdienste geleitet und Mesner- und Lektorendienste verrichtete, habe auf pastoralem Sektor eine Lücke hinterlassen, sagt Samereier. Überhaupt hätten beide Frauen in den Jahren ihres vielfältigen Wirkens und mit ihrer Art in der Holzlandgemeinde eine wertschätzende Erinnerung hinterlassen, sagt auch Theresia Demmelhuber.

Die Religionslehrerin ist es auch, die das vormittägliche Zeitzeugentreffen am Sonntag, 27. Januar im Gasthaus Berger moderieren wird. Sie erhofft sich bei der Zusammenkunft Aufschluss zu offenen Fragen aus der Anfangszeit der Ordensschwestern im Dorf. Etwa: Mit welchen Fortbewegungsmitteln waren die Schwestern jahrelang von Neuötting nach Reischach gekommen? Oder: In welcher Intensität oder Häufigkeit fand in dieser Zeit die häusliche Krankenpflege durch die Niederbronner Schwestern statt?

Viele Fragen offen – wer kann sich erinnern?Es sind vor allem die Fragen und Fakten, die von den älteren Reischacher Semestern aus dem eigenen Umgang mit den Schwestern oder aus Erzählungen beantwortet werden könnten, ist Demmelhuber voller Zuversicht. So soll auch daran erinnert werden, dass sich vier Frauen aus dem Gemeindebereich der Schwesternkongregation angeschlossen hatten.

 

(ANA vom 19.01.2018)

"Bewundernswert und vorbildlich gewirkt"

Stephanusplakette der Diözese für Marianne Unterstraßer – Sie leitete Ambulanten Kranken- und Altenpflege St. Elisabeth

Veronika Latta (rechts) ist die neue Leiterin der Pflegestation und übernimmt damit die Nachfolge von Marianne Unterstraßer, die den Ruhestand angetreten hat. Veronika Latta (rechts) ist die neue Leiterin der Pflegestation und übernimmt damit die Nachfolge von Marianne Unterstraßer, die den Ruhestand angetreten hat.

 
Nicht nur Bürgermeister Alfred Stockner (von links) und Pfarrer BGR Ludwig Samereier gratulieren Marianne Unterstraßer zur Auszeichnung mit der Stephanus-Plakette, sondern auch Kirchenpfleger i. R. Ludwig Demmelhuber, neuer Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner. −Fotos: Buchberger Nicht nur Bürgermeister Alfred Stockner (von links) und Pfarrer BGR Ludwig Samereier gratulieren Marianne Unterstraßer zur Auszeichnung mit der Stephanus-Plakette, sondern auch Kirchenpfleger i. R. Ludwig Demmelhuber, neuer Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner. −Fotos: Buchberger

Endlkirchen/Reischach. Mit der Stephanusplakette ist Marianne Unterstraßer am Montagabend ausgezeichnet worden. Sie erhielt die höchste Auszeichnung, die der Bischof von Passau für Laien vergibt, im Rahmen ihrer Verabschiedung im Gasthaus Auer in Endlkirchen.

Wie bereits berichtet war Marianne Unterstraßer Ende des vergangenen Jahres nach fast 24 Dienstjahren als Leiterin der Ambulanten Kranken- und Altenpflege St. Elisabeth in Ruhestand gegangen. Geladen zur Abschiedsfeier hatte die Pfarrei Reischach, ist doch die Reischacher Sozialstation eine Einrichtung der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Reischach. Neben Unterstraßers Familie füllten Vertreter des Pfarrverbandes und des Pfarrgemeinderates, örtliche Ärzte und Apotheker, sowie die Mitarbeiter der Pflegestation das Gastzimmer.

"In beeindruckender Weise die Diakonia ausgeübt"In seiner Laudatio hob Pfarrer BGR Ludwig Samereier das Lebenswerk Marianne Unterstraßers hervor. Jede Pfarrgemeinde, so Samereier, lebe aus den drei Dimensionen des Glaubens die Liturgie – dies seien die Verkündigung, das Zeugnisgeben (Martyria) und der Dienst am Nächsten (die Diakonia oder Caritas). Unterstraßer habe mit ihren Mitarbeiterinnen in der Ambulanten Kranken- und Altenpflegestation die Diakonia, den Dienst an kranken und alten Menschen in eindrucksvoller Weise ausgeübt, sagte er. Ihr Wirken sei in den mehr als 20 Jahren als Leiterin bewundernswert und vorbildlich gewesen.

Ihren Dienst habe sie stets auch als kirchlichen Dienst gesehen, sie sei immer im Namen der Pfarrgemeinde Reischach unterwegs gewesen. "Das Zusammenwirken mit mir war für sie selbstverständlich", betonte Samereier. Er charakterisierte Unterstraßer als "sehr unkomplizierte Person", die häufig kurzfristig manche Not gelindert und vielfach Hilfestellung gegeben habe. Mit ihrem "nimmermüden Einsatz" habe sie ein glaubwürdiges Zeugnis der Pfarrgemeinde gegeben und diese damit in besonderer Weise verkörpert. Dies sei mit der Verleihung der Stephanusplakette durch Bischof Dr. Stefan Oster jetzt zum Ausdruck gekommen, so Samereier. Mit Rosen und einem Buchgeschenk bedankte sich der Ortsgeistliche bei der Geehrten. Er hoffe, dass Unterstraßer jetzt Dinge verwirklichen könne, für die bisher keine Zeit gewesen sei.

Ehrende Worte für die scheidende Stationsleiterin fand auch Erster Bürgermeister Alfred Stockner. Unterstraßers Einsatz für die Pflegestation sei im Laufe der vergangenen 24 Jahre so intensiv gewesen, dass es momentan schwierig sei, sich die Einrichtung ohne sie vorstellen zu können, sagte er. Durch deren fachliche Qualifikation, vor allem aber durch ihre menschliche Wärme und ihr Einfühlungsvermögen habe sie die Menschen in der Gemeinde unterstützt. Vielen sei sie ein Ratgeber in schweren Stunden gewesen, sei ihnen mit tröstenden Worten und Gesten oder einfach mit einer Umarmung zur Seite gestanden, sagte er. Mit Unterstraßers großem persönlichen Einsatz sei die Pflegestation Schritt für Schritt verbessert und zu der großartigen Einrichtung gemacht worden, die sie heute ist. "Dein Wirken und die Arbeit der Ambulanten Kranken- und Altenpflegestation St. Elisabeth ist Teil der Lebensqualität unser Gemeinde", so Stockner in seinen Dankesworten.

Als Abschiedsgeschenk überreichte er Unterstraßer einen jungen Weidenbaum und einen Glaskrug mit dem Gemeindewappen.

Respektvolle wie auch dankbare Worte an die scheidende Pflegestationsleiterin richtete auch der langjährige Geschäftsführer der Reischacher Pfarrkirchenverwaltung, Ludwig Demmelhuber. Auch er ist wie berichtet zum Ende des Vorjahres als Kirchenpfleger in den Ruhestand getreten. 24 Jahre habe er als kaufmännischer Leiter "sehr eng und loyal" mit Marianne Unterstraßer zusammengearbeitet. Es sei dabei in der Ambulanten Kranken- und Altenpflege Reischach stetig aufwärts gegangen, man habe sich sogar ein Rücklagenpolster schaffen können.

Statue von St. Elisabeth für die "beste Chefin der Welt" Demmelhuber betonte, dass die Reischacher Sozialstation die einzige in der Diözese sei, die von einer Pfarrkirchenstiftung geführt werde. Unterstraßer habe sich durch ihr herausragendes pflegerisches Lebenswerk die Stephanusplakette hoch verdient, sagte er anerkennend.

Ihrer Nachfolgerin auf dem Posten der Pflegedienstleitung, Veronika Latta, stattete Demmelhuber indes mit einer Stimmgabel aus: "Damit immer der richtige Ton für Patienten und Mitarbeiter getroffen wird", sagte er und wünschte viel Erfolg für die bevorstehende Arbeit. Mit einem Ständchen, einer Statuette der heiligen Elisabeth, der Einrichtungs-Namensgeberin, und vielen guten Wünschen verabschiedeten sich die Mitarbeiterinnen von der "besten Chefin überhaupt." − mbu

 

(ANA vom 17.01.2019)

"Vergelt’s Gott" der Pfarrei für die Ehrenamtlichen

Weit über 100 Gäste im Reischacher Hof – Samereier: "Sie alle tragen mit ihrem Tun zur Lebendigkeit der Pfarrei bei"

Ehrenurkunden und Präsente überreichte Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) an eine Reihe von langjährig ehrenamtlich Tätigen in der Pfarrei: Hildegard Pfaffeneder (von links), Helmut Auer, Isolde Grätzl, Dr. Josef Brunner, Annemarie Marchner, Alfred Rengstl, Veronika Vorbuchner, in Vertretung Irmengard Stockner und Alois Beer. −Fotos: Buchberger Ehrenurkunden und Präsente überreichte Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) an eine Reihe von langjährig ehrenamtlich Tätigen in der Pfarrei: Hildegard Pfaffeneder (von links), Helmut Auer, Isolde Grätzl, Dr. Josef Brunner, Annemarie Marchner, Alfred Rengstl, Veronika Vorbuchner, in Vertretung Irmengard Stockner und Alois Beer. −Fotos: Buchberger

 
Händedruck für den Nachfolger: Ludwig Demmelhuber (ab 2. von links) und Dr. Josef Brunner, Marianne Unterstraßer und Veronika Latta sowie Heinrich Freibuchner und Martin Peterbauer. Beglückwünscht wurden die Nachfolger von Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (links), Pfarrer Ludwig Samereier (hinten Mitte) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Edith Brunner. Händedruck für den Nachfolger: Ludwig Demmelhuber (ab 2. von links) und Dr. Josef Brunner, Marianne Unterstraßer und Veronika Latta sowie Heinrich Freibuchner und Martin Peterbauer. Beglückwünscht wurden die Nachfolger von Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (links), Pfarrer Ludwig Samereier (hinten Mitte) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Edith Brunner.

Reischach. Den Jahreswechsel hat die Pfarrei Reischach mit der Filialkirche Endlkirchen für den Empfang ihrer zahlreichen ehrenamtlich Tätigen und für eine Reihe von Ehrungen genutzt. Weit über 100 geladene Gäste sind trotz heftigen Schneefalls am Freitagabend der Essenseinladung zum Gasthaus Reischacher Hof gefolgt, um das Jahr 2018 abzuschließen und sich auf 2019 einzustimmen.

Es sei für ihn schön, an diesem Abend all die Leute zu sehen, die auch im Hintergrund wertvollste Dienste für die Pfarrgemeinschaft leisten, betonte Pfarrer BGR Ludwig Samereier in seinen Begrüßungsworten. "Sie alle tragen mit ihrem Tun zur Lebendigkeit der Pfarrgemeinde bei", sagte er. Er wolle im Rückblick auf das abgelaufene Jahr all denjenigen, die sich für ein Ehrenamt engagierten und dafür ihre Energie zur Verfügung stellen würden, ein "herzliches Vergelts Gott" sagen. Es sei gerade auch deren Arbeit, die das Leben in der Pfarrei als bunt und schön gestalteten. "Man fühlt sich darin sehr wohl", so Samereier.

"Die Pfarrei ist in einer Umbruch-Situation"Gleichwohl befinde sich die Pfarrei derzeit in einer Umbruchsituation, wie er sie in den 14 Jahren seiner Seelsorger-Tätigkeit in Reischach noch nicht erlebt habe, sagte er. Es gäbe viele neue Gesichter: So habe Dr. Josef Brunner die Arbeit als Kirchenpfleger von Ludwig Demmelhuber übernommen ("die Wahl war erst vor wenigen Stunden"), Heinrich Freibuchner habe Martin Peterbauer in Endlkirchen in selber Funktion abgelöst. Samereier würdigte unter dem Applaus der Gäste die großen Verdienste der beiden Männer, die sie sich in den jeweils 42 Jahren ihres Wirkens in den jeweiligen Kirchenverwaltungen erworben hätten. Organisatorisch bedingt würden die beiden scheidenden Kirchenpfleger in einer separaten Feierstunde verabschiedet und entsprechend geehrt werden, äußerte sich Samereier.

Ehrende Worte hatte der Ortsgeistliche auch für Marianne Unterstraßer, die zum Ende des vergangenen Jahres als Leiterin der Ambulanten Krankenpflege nach 24 Jahren in den Ruhestand gegangen war. Unterstraßer habe in den Jahrzehnten ihrer Arbeit ein "unwahrscheinliches Lebenswerk geschaffen", sagte er. Ihr Name sei unauslöschlich mit der sozialen Einrichtung verbunden. Er, Samereier, wünsche Marianne Unterstraßer alles erdenklich Gute im Ruhestand. Samereier kündigte unter viel Applaus an, die ausgeschiedene Leiterin am 14. Januar im Gasthaus Auer in Endl-kirchen bei einer kleinen Feier zu verabschieden und gebührend zu ehren. Indes sagte Unterstraßer ihrer Nachfolgerin und bisherigen Stellvertretung Veronika Latta Hilfe in der Einarbeitungszeit zu.

Das Wort an die Gäste hatte auch Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner gerichtet: Es gebe Menschen, die besonders wichtig seien, ohne dass einem das so recht bewusst sei, sagte sie. Meist erkenne man deren wahren Wert erst dann, wenn sich eine Lücke auftue – wenn diese Menschen aus irgendwelchen Gründen einmal nicht da seien. Zu diesen wichtigen Personen, die man vielfach oft übersehe, gehörten die allermeisten Ehrenamtlichen der Pfarrei, so Brunner. Deren Engagement verdiene Dank, Respekt und höchste Anerkennung.

Schließlich ergriff auch Ludwig Demmelhuber das Wort: Er werde die neue Kirchenverwaltung bis auf weiteres im kaufmännischen Bereich unterstützen, sagte er zu. Mit sechs Kirchen, neun weiteren Gebäuden und 35 Mitarbeitern, sei der Verantwortungsbereich in Reischach sehr groß. Es gebe nur wenige Pfarreien in der Diözese mit so vielen Bereichen. So sei man etwa die einzige Kirchenstiftung, die eine Ambulante Krankenpflege betreibe.

Über 42 Mio. Euro Umsatz in den letzten 25 Jahren"Nur durch die sehr enge und gute Zusammenarbeit in den Kirchenverwaltungen und unserem Klerus konnten wir sehr viel bewältigen, bauen, renovieren und erweitern", so Demmelhuber weiter. Allein der Umsatz in den vergangenen 25 Jahren habe über 42 Millionen Euro betragen, informierte Demmelhuber. Er habe seine Arbeit immer gern getan und danke allen, die mit ihm in der langen Zeit so loyal zusammengearbeitet und ihn auch ertragen hätten. Er wünschte seinem Nachfolger als Kirchenpfleger und allen Kirchenverwaltungsmitgliedern von Herzen alles Gute, eine glückliche Hand und Gottes Segen. − mbu

 

Sie wurden von der Pfarrei geehrt:

 

Annemarie Marchner für 35 Jahre als Lektorin.

Alfred Rengstl für 30 Jahre als Lektor.

Dr. Josef Brunner für 15 Jahre als Lektor.

Marianne Föggl als langjährige Lektorin.

Isolde Grätzl für 30 Jahre im Kirchenchor.

Helmut Auer für 23 Jahre als Wortgottesdienstleiter.

Alois Beer für jahrelange Führung des Männerchores.

Johann Lichtenwimmer als langjähriger Totengräber.

Hildegard Pfaffeneder als langjährige Friedhofspflegerin.

Anna Rothenaicher als jahrzehntelange Kirchenmusikerin.

Alois Stockner als jahrzehntelanger Ortsheimatpfleger.

Veronika Vorbuchner für langjährige Führung des Jugendchores.

Bettina Weiherer für langjährige Führung des Kinderchores.

Sie alle erhielten für ihre Dienste eine Ehrenurkunde und ein Präsent überreicht.

 

(ANA vom 9.1.2019)

Neues Fahrzeug: Frauenbund unterstützt HvO Reischach

 

 

Der Katholische Frauenbund Reischach wolle die ehrenamtliche und für das Holzland enorm wichtige Arbeit der "Helfer vor Ort" mit dem Geldbetrag unterstützen, betonte deren 1. Vorsitzende Rosemarie Kaiser (links) anlässlich der Adventfeier im Pfarrheim bei der Übergabe eines symbolischen Schecks über 1.000 Euro an Dominik Winkler, dem Vertreter der örtlichen Ersthelfer. Erlöst hatten die Damen die Summe zum größten Teil aus dem Verkauf von gespendeten Kuchen beim Dorf- und Erntefest im September. Winkler zeigte sich im Beisein der 2. Frauenbunds-Vorsitzenden Anita Mehlstäubl erfreut über den Geldsegen, zumal sich die Arbeit der Helfertruppe nur aus Spenden finanziere und aktuell auch ein neues Einsatzfahrzeug als Ersatz für das ausgediente angeschafft werden müsse, sagte er. − mbu/F: Hölzlwimmer

(ANA vom 19.12.2018)

Als das Jesukind ein "Waidler" war

von Manfred Buchberger

 

 

Eine einzigartige Krippendarstellung in der gesamten Diözese: "Die Flucht nach Ägypten" in Passau über den Inn. −Fotos: Buchberger

Eine einzigartige Krippendarstellung in der gesamten Diözese: "Die Flucht nach Ägypten" in Passau über den Inn. −Fotos: Buchberger

Ganz behutsam, fast andächtig, nimmt Egid Maier eine kleine Figur aus der Pappschachtel und geht sanft mit einem weichen Staubtuch darüber. Es ist Maria, die Gottesmutter, als eine einfache Bauernmagd dargestellt. Die Figur ist nicht die einzige, die in der hölzernen Miniatur-Bauernstube vor ihm ihren Platz finden soll: Links, die Stubentür herein kommend, wird es der Engel Gabriel sein, der der jungen Frau soeben die Empfängnis des Menschensohnes durch den Heiligen Geist und in der Folge Jesu Geburt verkünden wird. Die Szenerie "Maria Verkündigung" ist indes nur eine von insgesamt sechs Darstellungen, die alljährlich in der Advents- und Weihnachtszeit in der Pfarrkirche von Reischach (Lkr. Altötting) zu bewundern sind.

Schon seit einem Vierteljahrhundert hat es sich der Malermeister im Ruhestand zur Aufgabe gemacht, im Zwei-Wochen-Rhythmus die jeweiligen Krippendarstellungen bis zu Mariä Lichtmess am 2. Februar, neben dem Marienaltar der integrierten Lourdes-Kapelle aufzubauen. "Es ist schon eine aufwendige Arbeit", sagt der 68-Jährige, "Das alles dauert halt seine Zeit." Aber es mache auch Spaß, fügt er hinzu.

Für die Verkündigungsszene in der Wohnstube sind es neben der Jungfrau und dem Engel ein geöffneter Bauernschrank mit Wäsche, eine Eckbank mit Tisch und Vorbänken, dazu ein Kachelofen, ein Stuhl und etliche andere kleine Dinge, die aufgestellt werden müssen. Aber auch ein Sesselofen, verschiedenes Geschirr, eine Kommode und eine Regulator-Uhr fehlen in der detailgetreuen weihnachtlichen Kleinbühne nicht, die einer Bauernstube im Bayerischen Wald des frühen 19. Jahrhunderts nachempfunden ist.

Beim Aufbau der ersten Krippenszene: Egid Maier (links) und Bruno Scholz führen Manfred Gesierichs Arbeit weiter.

Beim Aufbau der ersten Krippenszene: Egid Maier (links) und Bruno Scholz führen Manfred Gesierichs Arbeit weiter.

Einen "Schatz von ungeheurem Wert" nennt Pfarrer Ludwig Samereier die Krippendarstellungen, die der frühere Reischacher Ortsgeistliche Josef Straubinger († 1960) der Pfarrei nach seinem Tod hinterlassen hatte. Auf die Szene "Die Flucht nach Ägypten" sind die Krippenfreunde dabei besonders stolz, sie wurde erst in der jüngeren Zeit realisiert. "Die Darstellung ist auch die einzige, die es in der Diözese Passau gibt", weiß Maier. Eine Besonderheit ist der Schauplatz: Die Heilige Familie hat sich zum Beginn ihrer Flucht die malerische Kulisse Passaus ausgesucht. Gemeinsam mit dem Esel setzt sie auf einem kleinen Kahn in der Dreiflüsse-Stadt über den Inn.

 

(ANA vom 30.11.2018)

"Mit dem Frauenbund kann man immer rechnen"

KDFB Erlbach feiert 40-jähriges Bestehen - Ehrung der Gründungsmitglieder

 

Angeführt von Pfarrer Ludwig Samereier, zogen die Frauen zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche ein. Angeführt von Pfarrer Ludwig Samereier, zogen die Frauen zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche ein.

 
Gründungsmitglied Cäcilia Holzner (rechts), die 20 Jahre lang dem Erlbacher Frauenbund vorstand, wurde geehrt von (v.l.) der 1. Vorsitzenden Theresia Schwertfellner, 2. Vorsitzenden Helga Meier und Kassenwartin Anna Latein. −Fotos: Hochhäusl Gründungsmitglied Cäcilia Holzner (rechts), die 20 Jahre lang dem Erlbacher Frauenbund vorstand, wurde geehrt von (v.l.) der 1. Vorsitzenden Theresia Schwertfellner, 2. Vorsitzenden Helga Meier und Kassenwartin Anna Latein. −Fotos: Hochhäusl

Erlbach. Mit einer kleinen, jedoch beeindruckenden Feier hat der Erlbacher Zweigverein des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) sein vierzigjähriges Bestehen gefeiert. Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche erfolgte im Gasthaus Huberhof ein Festakt, bei dem die Gründungsmitglieder geehrt wurden.

"Kraft schöpfen aus dem Brunnen des Lebens" war das Thema des Festgottesdienstes, zu dem die KDFB-Vorsitzende Theresia Schwertfellner die Gottesdienstbesucher willkommen hieß. Sie stellte dabei einen Bezug her zu dem Evangelium von der Frau am Jakobsbrunnen, wie auch an den Heiligen Bruder Konrad. Wasser vom Bruder-Konrad-Brunnen aus Altötting wurde bei den Fürbitten aus einem Gefäß geschöpft und später als Geschenk an die Mitglieder verteilt.
Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier nannte den Frauenbund eine segensreiche Institution, die immer am Puls der Zeit sei und sich mit aktuellen Themen beschäftige und die Kirche frisch halte. Vom Frauenbund gehe Kraft und Segen aus. Er sei eine Bereicherung mit seinem Angebot an Bildungsveranstaltungen und eine Stütze bei der kirchlichen Arbeit. Besonders lobte der Ortsgeistliche das soziale Engagement dieses Verbandes. "Mit dem Frauenbund kann man immer rechnen, was der Frauenbund anpackt, hat Hand und Fuß", resümierte Pfarrer Ludwig Samereier und ermunterte die Frauen, so weiterzumachen.
In ihrem Rückblick erinnerte die Vorsitzende Theresia Schwertfellner an den 26. November 1978. Damals hatten 32 Frauen im Alter von zwanzig bis 35 Jahren den Erlbacher Zweigverein des KDFB gegründet und Cäcilia Holzner zur Vorsitzenden gewählt. Diese hat ihr Amt zwanzig Jahre lang ausgeführt und ist am Ende ihrer Amtszeit zur Ehrenvorsitzenden ernannt worden. Bei der Gründung traten Befürchtungen auf, der neue Verein könnte eine Konkurrenz zu dem bestehenden Mütterverein sein. Der größte Mitglie-derzuwachs war im Jahr 2000 mit 23 Neumitgliedern zu verzeichnen. Derzeit zählt der Verband 116 Mitglieder, jedoch ist die Altersstruktur deutlich angestiegen.
An kirchliche und gemeinnützige Organisationen hat der Erlbacher Frauenbund insgesamt 21000 Euro gespendet, die mit Festen und sonstigen Aktivitäten erwirtschaftet worden sind.
"Der Frauenbund ist für den Pfarrer das Gleiche wie die Feuerwehr für den Bürgermeister", so das Gemeindeoberhaupt Franz Watzinger. Die Frauen sind gute "Kümmerer", die viel erkennen und gute Anregungen geben. Er erinnerte auch daran, dass vor hundert Jahren das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde. "Die Gesellschaft hat dadurch sehr gewonnen, jedoch in der Kirche sei die Arbeit der Frauen noch nicht so anerkannt" kritisierte der Bürgermeister. Er ermunterte die Frauen, "auch die Gesellschaft zu pflegen und sich auch selbst was zu gönnen".
Worte des Dankes fand auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Marianne Hölzlwimmer, für die Mitarbeit der Frauen bei kirchlichen Festen und Feiern während des Jahres. Sie übernehmen auch wertvolle Dienste im liturgischen Bereich und sind so eine große Stütze. "Eine Pfarrei ohne Frauenbund ist ein armer Hund", so ihr Resümee.
Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl nannte den Frauenbund einen beständigen Verein, der in 40 Jahren nur zwei Vorsitzende hatte. Auch die Kirchenkasse und den Kindergarten habe der Frauenbund mit namhaften Spenden unterstützt, wofür er ein herzliches "Vergelt’s Gott" aussprach.
Als Dekanatsvertreterin gratulierte auch Brigitte Straubinger dem Verein. Sie erinnerte daran, dass der Erlbacher Zweigverein im so genannten "Drei-Päpste-Jahr 1978" gegründet wurde. Besonders der Einsatz für sozialpolitische Themen wie zum Beispiel die Mütterrente zeichne den Frauenbund aus, es bestehe ein gutes Netzwerk zur Politik. Leider stehen derzeit manche Ortsverbände vor der Auflösung, da sich keine verantwortungsvollen Leute für die Leitung finden, klagte Brigitte Straubinger. Sie ermunterte "Bewährtes zu erhalten und Neues zu schaffen, dann brauchen wir keine Angst vor der Zukunft haben." − hok
EhrungenTheresia Schwertfellner, die mittlerweile auch schon zwanzig Jahre den Vorsitz innehat, ehrte folgende Gründungsmitglieder mit einer Urkunde und einem Präsent:
Cäcilia Holzner (20 Jahre 1. Vorsitzende), Berta Riedelsheimer, Marie-Luise Fritzenwenger, Christa Wagner, Rosa Reiter, Notburga Kleinillenberger, Margit Einwang, Karoline Gartmeier, Maria Auer, Elisabeth Freinecker, Monika Niederleitner, Veronika Bachmaier, Bärbel Unterstraßer, Annemarie Prostmeier, Elisabeth Webersberger, Martina Menhart, Christa Gartmeier, Anna Stamberger, Mathilde Wimmer, Franziska Hochhäusl, Annemarie Ostermeier, Anna Latein und Marianne Mehlstäubl.

 

(ANA vom 30.11.2018)

Kirchenverwaltungen gewählt

27.11.2018 | Stand 26.11.2018, 17:49 Uhr
 

Reischach. Im Pfarrverband sind am 18. November in die neuen Kirchenverwaltungen folgende Personen gewählt worden:

Arbing: Thomas Gaßlbauer, Robert König, Georg Lichtenwimmer und Martin Schächner, Ersatzleute Daniel Samardzic und Tamara Samardzic .

Endlkirchen: Heinrich Freibuchner, Franz Xaver Kasböck, Josef Maierhofer und Josef Peterbauer, Ersatzmitglied Stefan Kagerer.

Erlbach: Erich Gartmeier, Konrad Hochhäusl, Brigitte Spateneder und Reinhard Wimmer, Ersatzleute Otto Baumgartner und Johann Unterstrasser.

Perach: Barbara Binder, Markus Kreuzpointner, Kurt Plewan und Michaela Vitzthum, Ersatzmitglied Markus Wildenhof.

Reischach: Dr. Josef Brunner, Franz Burgstaller, Konrad Hinterwinkler, Jakob Koller, Robert Saliter und Christian Weiherer, Ersatzleute Martin Hochhäusl und Martina König.

Die neuen Kirchenverwaltungen werden ab dem nächsten Jahr ihr Amt aufnehmen und dann jeweils einen Kirchenpfleger wählen. In jeder Kirchenverwaltung ist außerdem noch der Pfarrer als Kirchenverwaltungsvorstand sowie ein Verwaltungsleiter als stellvertretender Kirchenverwaltungsvorstand. − red

 

(ANA vom 27.11.2018)

Zwei Kirchenpfleger treten gleichzeitig ab - Pfarrfamilienabend Reischach

Zum 1. Januar: Ludwig Demmelhuber geht nach 24, Martin Peterbauer nach 30 Jahren in die Rente – Vom Pfarrfamilienabend

 

Zu Panflötenmusik und mit beleuchteten Laternen stellten die jüngsten Teilnehmer ihren Kindergarten St. Martin vor. −Fotos: Buchberger Zu Panflötenmusik und mit beleuchteten Laternen stellten die jüngsten Teilnehmer ihren Kindergarten St. Martin vor. −Fotos: Buchberger

 
Für die musikalische Umrahmung sorgte beim Pfarrfamilienabend die Lobpreisgruppe "Spirit" unter der Leitung von Sieglinde Weiherer (rechts). Für die musikalische Umrahmung sorgte beim Pfarrfamilienabend die Lobpreisgruppe "Spirit" unter der Leitung von Sieglinde Weiherer (rechts).

Reischach. Die Ära von gleich zwei Kirchenpflegern des Pfarrverbandes Reischach geht zu Ende: Ludwig Demmelhuber und Martin Peterbauer werden am Jahresende aus diesem Ehrenamt ausscheiden. Dies war eine der Neuigkeiten beim Pfarrfamilienabend der Pfarrgemeinde St. Martin am Samstagabend im rappelvollen Oberwallner-Saal.

Beide Männer waren 42 Jahre in der Kirchenverwaltung tätig: Demmelhuber in Reischach, Peterbauer für die Filialkirche Endlkirchen. Weittragende Beschlüsse der Kirchenverwaltungsmitglieder seien es in der langen Zeit gewesen, mit denen man viel bewegt und erreicht habe, sagte Demmelhuber, der das Amt des Kirchenpflegers 24 Jahre innehatte. Mit Freude und Herzblut habe er dieses ausgeübt. Er habe auch persönlich viel Freundschaft und schöne Begegnungen erfahren. Er danke allen, die mit ihm so lange zusammengearbeitet hätten.

Gleichzeitig in den Ruhestand gehen im Januar als Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber (links) und Martin Peterbauer. Gleichzeitig in den Ruhestand gehen im Januar als Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber (links) und Martin Peterbauer.

"Alles ist bezahlt – Endlkirchen steht gut da!" Knapp 30 Jahre als Kirchenpfleger stehen bei Peterbauer zu Buche. In dieser Zeit sei die Kirche innen und außen vom Grund bis zur Turmspitze renoviert worden. Auch die gesamten Friedhofsanlagen und der Behindertenweg seien fertig, erinnerte er. "Alles ist bezahlt – Endlkirchen steht gut da!" Auch Peterbauer richtete seinen Dank an die Kirchenverwaltung, diese hätte ihn in den drei Jahrzehnten bei oft schwieriger Finanzlage immer unterstützt.

Eingangs hatte Demmelhuber seinen letzten Finanzbericht über die Kirchenverwaltung Reischach und ihren drei separaten Haushalten gegeben. Die Pfarrkirchenstiftung habe das Haushaltsjahr 2017 mit einem Überschuss von 10000 Euro abgeschlossen vermeldete er. Ein Plus von 9000 Euro weise auch die Jahresrechnung des Katholischen Kindergartens auf. Man sei der Gemeinde sehr dankbar, dass jetzt der Neubau angepackt werde (der Anzeiger berichtete). Allerdings werde die Erweiterung auf insgesamt sechs Gruppen laufende Mehrkosten und Probleme in der Mitarbeiterbesetzung bringen, so Demmelhuber. Ein Plus verzeichne auch die Ambulante Krankenpflege, dies sei einer sparsamen Wirtschaftsweise zu verdanken. Demmelhuber kündigte die Anschaffung zweier Ersatzautos zur Versorgung der rund 90 Patienten für das kommende Jahr an.

Eine gravierende Änderung wird es indes in der Leitung der Krankenstation geben: Marianne Unterstraßer werde sich ab Januar weitgehend zurückziehen und in den wohlverdienten Ruhestand treten, vermeldete Demmelhuber. "Wir sind Marianne Unterstraßer für die enorme Aufbauleistung unserer Krankenstation seit 1995 zu großem Dank verpflichtet", sagte er unter dem Applaus der Besucher. Die Nachfolge wird Veronika Latta antreten, Unterstraßers bisherige Stellvertreterin, war zu hören.

Das größte Fest: Ludwig Samereiers PriesterjubiläumDen Bericht des Pfarrgemeinderats gab schließlich dessen Vorsitzende Edith Brunner – sie untermalte ihre Worte mit vielen Bildern. Gut vier Dutzend an Aktivitäten und Veranstaltungen rund um die Pfarrei listete sie dabei für das vergangene Jahr auf. Die Vorsitzende hob dabei einige "Highlights" hervor: Etwa die "Mariazeller-Messe" von Haydn, die der Reischacher Kirchenchor und jener aus Egglkofen gemeinsam in der Pfarrkirche aufgeführt hatten. Brunner erinnerte an die Erstkommunion von 18 Kindern und das Sakrament der Firmung für 39 Jugendliche, das Bischof Dr. Stefan Oster spendete. In Erinnerung gerufen wurden u. a. der Besuch des indischen Heimatbischofs von Pfarrvikar Kumar Yangaladasu, die feierliche Fahnenweihe der Katholischen Landjugend, der Steinhausener Leonhardiumritt oder die Teilnahme am Ferienprogamm der Gemeinde. Das größte Fest des Jahres sei aber zweifelsohne das Silberne Priesterjubiläum von Pfarrer BGR Ludwig Samereier gewesen, das im Rahmen des Erlbacher Pfarrfestes mit vielen Besuchern gefeiert wurde.

Musikalisch umrahmt wurde der Pfarrfamilienabend, den Michael Obereisenbuchner moderierte, mit Liedern des Kinderchores. Und auch die Kindergartenkinder durften bei Panflötenmusik, einem Laternengang und einem einstudierten Lied ihre Bildungsstätte vorstellen.

Ihre Musikalität stellten schließlich die Mitglieder der Lobpreisgruppe "Spirit" unter Beweis. Die vierköpfige Reischacher Musikformation unter der Leitung von Sieglinde Weiherer erhielt für ihre Lieder viel Applaus. Sie wartete nach dem Segen des Ortsgeistlichen auch mit dem Schlusslied auf: "Groß sein lässt meine Seele den Herrn". − mbu

 

(ANA vom 27.11.2018)

Die Pfarrei Perach hat engagierte Leute

Viele Ehrungen beim Pfarrfamilien-Frühschoppen – Hoffnung, das Jahr mit einer "schwarzen Null" abzuschließen

Eine ganze Reihe von Ehrungen gab es beim Pfarrfamilienfrühschoppen,Pfarrer BGR Ludwig Samereier (9. von links, hinten), Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hiefinger (4. von links), und Kirchenpflegerin Ingried Kellner bedankten sich. −Foto: Josef Stahlhofer Eine ganze Reihe von Ehrungen gab es beim Pfarrfamilienfrühschoppen,Pfarrer BGR Ludwig Samereier (9. von links, hinten), Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hiefinger (4. von links), und Kirchenpflegerin Ingried Kellner bedankten sich. −Foto: Josef Stahlhofer

 

Perach. Jahresrückblicke und diverse Ehrungen standen im Mittelpunkt des Pfarrfamilien-Frühschoppens, der jüngst nach dem 10-Uhr-Gottesdienst im Gasthaus Oberwirt stattgefunden hat.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hiefinger freute sich über die vielen Besucher, berichtete über den Verlauf des vergangenen Jahres und die anstehenden Aufgaben. Näher ging er auf das 25jährige Priesterjubiläum von Pfarrer BGR Ludwig Samereier ein. Er bedankte sich bei seinem Team, das auch dieses Mal wieder in der Küche tätig war, um die Besucher zu bewirten.

Kirchenpflegerin Ingried Kellner legte dann die finanzielle Seite der Pfarrei offen und sagte, sie hoffe für heuer, mit einer "schwarzen Null" das Jahr abschließen zu können. Sie bedankte sich für das Vertrauen, das ihr viele Jahre entgegen gebracht worden sei. Sie sagte, sie werde heuer ausscheiden, weil sie sich bei der Kirchenverwaltungswahl nicht mehr zur Verfügung stelle.

Josef Stahlhofer zeigte eine Reihe von Bildern vom vergangenen Jahr, darunter viele vom Priesterjubiläum.

Pfarrer BGR Ludwig Samereier ging in seinem Referat auf aktuelle Themen ein, besonders erwähnte er die anstehende große Kirchenrenovierung und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass viele Spender das Vorhaben wohlwollend unterstützen werden.

Mit Blick auf die – zum Zeitpunkt der Versammlung noch bevorstehende – Kirchenverwaltungswahl sagte Samereier, für die Kirchenverwaltungen werde ab dem nächstem Jahr, vom Bistum aus in Neuötting eine überörtliche Stelle geschaffen, die sich um die finanzielle Abwicklung kümmern wird. Dafür werde das Bistum eine sehr hohe Summe zur Verfügung stellen. Grund sei, dass sich auch die Kirchenverwaltungen in Zukunft mit Umsatzsteuer und Buchführung noch intensiver auseinander setzen müssten, was von Laien nicht mehr problemlos gemeistert werden könne.

Mitglieder des Pfarrgemeinderats verkauften abschließend noch Kuchen. Der Erlös aus dieser Aktion ist für die Pfarrei gedacht.

Zuvor war eine ganze Reihe von Pfarrangehörigen für ihre Verdienste geehrt worden: Andrea Trenker – sie war acht Jahre Schriftführerin im Pfarrgemeinderat. Für ihre Zugehörigkeit im Pfarrgemeinderat wurden geehrt: Thomas Trinker (drei Jahre), Elisabeth Sigl (vier Jahre), Romana Harböck (sechs Jahre), Margarethe Antholzner (vier Jahre), Angelika Stirner (acht Jahre, davon drei Jahre Vorsitzende). Marion Werkstetter, die den "Chor Helias" leitet: für die vielen Konzerte und zuletzt das Mariensingen, dessen Erlös der Pfarrei zu Gute kommt. Manfred Grabmaier von der Marianischen Männerkongregation Perach für die Durchführung von deren 180-Jahr-Jubiläum. Josef Riglbauer von der Caritas für die kaufmännische Leitung des Kindergartens.

Geehrt wurden auch Marianne Spielmannleitner, Renate Schüller und Reserl Waitzhofer, die drei Vorsitzenden des Frauenbunds: Sie haben heuer zehn neue Mitglieder aufnehmen können, das sei einzigartig im gesamten Bistum Passau. Vom Arbeitskreis Friedhof wurden dessen Leiter Max Winkler sowie Franz Winkler, Hans Werkstetter, Kurt Plewan, Rudi Pfaffeneder und Michael Kurzinger für die Neugestaltung des Leichenhaus-Vorplatzes geehrt. Geehrt wurden auch Irmgard Maier und Angela Gesirich, die Familiengottesdienstleiter. Und: Josef Stahlhofer, der Fotograf. Er sei "immer da, wenn man ihn braucht." − red

 

(ANA vom 26.11.2018)

"Ich weiß, wo ich hingehe"

Pfarrer BGR i.R. Heribert Unterhuber wurde auf dem Reischacher Friedhof zu Grabe getragen

Nur noch Stehplätze bekamen viele Besucher des Requiems für Heribert Unterhuber: Die Kirche St. Martin konnte die vielen Besucher kaum fassen. −Fotos: Buchberger Nur noch Stehplätze bekamen viele Besucher des Requiems für Heribert Unterhuber: Die Kirche St. Martin konnte die vielen Besucher kaum fassen. −Fotos: Buchberger

 
Ein Bild des Verstorbenen war am Altar aufgebaut. Daneben: Ein Messkelch als Symbol seiner langjährigen Priestertätigkeit und ein Hobel, der Unterhubers ersten Beruf versinnbildlichte: Den des Schreiners. Ein Bild des Verstorbenen war am Altar aufgebaut. Daneben: Ein Messkelch als Symbol seiner langjährigen Priestertätigkeit und ein Hobel, der Unterhubers ersten Beruf versinnbildlichte: Den des Schreiners.

Reischach. Überaus viele Menschen haben am Mittwoch der Trauerfeier für den früheren Reischacher Ortsgeistlichen Heribert Unterhuber in der Pfarrkirche St. Martin beigewohnt. Der Ruhestands-Priester war wie berichtet am Allerseelentag im Alter von 83 Jahren einer heimtückischen Krankheit erlegen.

Viele Trauergäste mussten beim Requiem, das der Neuöttinger Dekan Heribert Schauer zelebrierte, mit einem Stehplatz im Gotteshaus Vorlieb nehmen. Neben einer Vielzahl früherer Weggefährten Unterhubers aus dem Landkreis sowie Generalvikar Dr. Klaus Metzl, als Vertreter der Bistumsleitung, begrüßte Schauer zum Trauergottesdienst, der nach Unterhubers Wunsch ein "Auferstehungsgottesdienst" sein sollte, auch Vertreter des öffentlichen Lebens und mehrere Fahnenabordnungen christlicher und weltlicher Vereine.

Er hatte alles für sein Sterben vorbereitetUnterhuber habe alles für sein Sterben vorbereitet, sagte der Dekan eingangs. So habe er das Sterbebild selbst gestaltet und die Lieder für das Requiem zu Lebzeiten noch selbst ausgesucht. Extra ausgewählt hatte sich der verstorbene Geistliche auch seine Trauer-Prediger: Religionslehrerin Theresia Demmelhuber und den langjährigen Gemeindereferent Konrad Raischl, zu denen Unterhuber eine besonders enge Bindung hatte, waren die Worte vorbehalten.

Theresia Demmelhuber nannte Unterhuber einen "ganz Großen in seiner Bescheidenheit, seinem Demütigsein und in seiner Einfachheit". Oft habe ihm ein Butterbrot mit Schnittlauch zum Abendessen gereicht. "Dieses Beispiel lässt sich auf sein ganzes Mensch- und Priestersein übertragen". Er habe eigentlich immer nur der einfache Pfarrer in der Mitte seiner Pfarrangehörigen sein wollen. Unterhuber habe nie hören wollen, wie viele Kirchen er renoviert habe, sondern nur sehen wollen in welchen Bereichen des kirchlichen Lebens die Menschen mit eingebunden gewesen seien, sagte sie.

Konrad Raischl brachte die Geschichte des Zöllners Zachäus aus dem Neuen Testament, der von Jesus hörte, ihn unbedingt sehen wollte und dafür wartend auf einen Baum geklettert war. Unterhuber habe sich jeden Tag bemüht, solch ein Wartender, ein Hörender, ein Sehender, ein stiller Beter zu sein und sich in die Gegenwart Gottes zu stellen. Um diese Begegnung sei es ihm stets gegangen und diese auch den Menschen zu ermöglichen. Dies sei sein Ziel als Priester und Seelsorger gewesen. "Ich finde, er hat es gut gemacht", so seine Worte.

Heribert Unterhuber sei ein Pfarrer gewesen, wie ihn sich die Menschen in einer Pfarrgemeinde nur wünschen", würdigte Generalvikar Dr. Klaus Metzl das Wirken des Verstorbenen. Von Jugend auf fest im Glauben verbunden und mit christlichen Traditionen vertraut, sei er zugleich weltoffen und den Menschen nah gewesen. Er habe es immer verstanden, die Zeichen der Zeit im Lichte des Evangeliums für die gegenwärtigen Herausforderungen glaubwürdig zu deuten.

Ludwig Demmelhuber, 26 Jahre Unterhubers Wegbegleiter als Reischacher Kirchenpfleger, würdigte den Verstorbenen als "großen Kirchenmann", der bis zu seinem Abschied im August 2004 für den Pfarrverband sehr viel geleistet und zum Guten verändert habe. Demmelhuber nannte eine Reihe von Maßnahmen, die der Geistliche in Angriff genommen hat, etwa die Renovierungen der neun Kirchen im Pfarrverband oder den Um- bzw. Neubau des Pfarrheims und des sog. Priesterhauses. Auch der Aufbau des Kindergartens und die stetige Erweiterung der Ambulanten Krankenpflege habe ihm sehr am Herzen gelegen.

Für die politische Gemeinde Reischach ergriff Bürgermeister Alfred Stockner das Wort. Unterhubers große Verdienste und sein unermüdliches Wirken seien es gewesen, deretwegen ihm 2000 die Ehrenbürgerwürde zuerkannt wurde. Stockner nannte unter anderem den günstigen Baugrund, der im Wege der Erbpacht von den Pfarrpfründen vermittelt worden war. Unterhuber hätte auch im Pfarrheim Räume für Jung und Alt vorgehalten und damit die Kommune entlastet. Mit seiner Unterstützung, seinem Tatendrang, seinem Weitblick und seinen Visionen habe Unterhuber wesentlich zur guten Entwicklung Reischachs beigetragen, betonte Stockner. "Gemeinde und Vereine danken Ihnen, lieber Pfarrer Unterhuber, für alles".

Ein Mann der Mitte, der auch anpacken konnte Ortsgeistlicher Ludwig Samereier würdigte seinen Vorgänger als einen Mann wie einen Baum, einen Mann der Mitte und einen Mann der Hände. Unterhuber habe anpacken können. Aus einem reichen Wurzelwerk – seiner Familie – habe er die Kraft gezogen, vor allem aber auch aus dem Gebet, sagte er. Unterhuber habe sich vielfach eingesetzt, etwa für die Reischacher Krippe, die Ölbergandachten oder die Schülergottesdienste. Samereier lobte auch dessen gute Kontakte zu den Ministranten. Nach deren Erzählungen sei es für sie "das Größte gewesen", wie sie mit dem Pfarrer im Wohnzimmer eine Zigarre geraucht hätten. Auch zu ihm, Samereier, hätte er bei der Amtsübergabe einen guten Rat parat gehabt: "Weißt du, wenns nimmer geht, dann trinkst halt ein Weißbier!" Heribert Unterhuber habe dem Rahmen seines Lebens seinen ganz eigenen Inhalt gegeben, sagte Samereier.

Persönliche Worte für den Verstorbenen sprach schließlich noch dessen ehemaliger Studienkollege und Freund Pfarrer i.R. Georg Ebertseder. Er habe Unterhuber etwa zwei Wochen vor dem Tod im Altenheim noch besucht, sagte er. Obwohl körperlich bereits von der Krankheit schwer gezeichnet, habe er bei seinem Freund "leuchtende Augen" gesehen. Er hätte keine Angst vorm Sterben, habe dieser ihm gesagt: "Ich weiß, wo ich hingehe". Schließlich dankte Heribert Schauer dem Verstorbenen für seine Verdienste als Ruhestandspfarrer im Dekanat und in der Stadtpfarrei Neuötting. Er würdigte Unterhuber als einen angesehenen und äußerst engagierten Pfarrer.

Seine letzte Ruhestätte fand Heribert Unterhuber im Ort seiner langjährigen Tätigkeit: Im Priestergrab des Reischacher Friedhofs. − mbu

 

(ANA vom 09.11.2018)

Leonhardiumritt Steinhausen: Der Charme des Ursprünglichen

Pferdesegnung im Holzland feierte in diesem Jahr den 40. Geburtstag ihrer Neuzeit-Geschichte

Schön geschmückte Pferde, lachende Rosserer: Szene vom Leonhardiumritt in Steinhausen am Samstag. Rechts auf der Empore: Generalvikar Dr. Klaus Metzl, der Tier und Mensch segnete sowie Ansager Ludwig Demmelhuber. −Fotos: Buchberger Schön geschmückte Pferde, lachende Rosserer: Szene vom Leonhardiumritt in Steinhausen am Samstag. Rechts auf der Empore: Generalvikar Dr. Klaus Metzl, der Tier und Mensch segnete sowie Ansager Ludwig Demmelhuber. −Fotos: Buchberger

 
Historische Kostüme bereicherten auch heuer den Umzug, hier "mittelalterliche Fräulein", allerdings mit modernem Kopfschutz. Historische Kostüme bereicherten auch heuer den Umzug, hier "mittelalterliche Fräulein", allerdings mit modernem Kopfschutz.

Erlbach. Es dürfte der Charme des Ursprünglichen sein, der die alljährliche Steinhausener Pferdesegnung zu etwas Besonderem macht. "Wir wollen keinen Kommerz − nur einfach die Tradition des Umrittes aufrechterhalten", so Hauptorganisator und Moderator Ludwig Demmelhuber gegenüber dem Anzeiger am Rande der Brauchtums-Veranstaltung, die die Pfarreien Reischach und Arbing ausgerichtet hatten.

Vielleicht ist es gerade dieser Umstand, der sowohl die Rosserer als auch ein treues Stammpublikum alle Jahre an den idyllischen Flecken Erde im Holzland hinzieht. 51 Pferde, rund 20 weniger als im Vorjahr, waren es am Samstagnachmittag bei leicht diesigem Wetter, die sich fein herausgeputzt mit ihren Besitzern den bunten Herbstwald entlang – am kleinen Leonhardi-Kirchlein und den Zuschauern vorbei – auf den Rundparcours gemacht hatten.

Segen vom zweithöchsten Vertreter der DiözeseUnter die Zuschauer hatten sich auch die VG-Bürgermeister Franz Watzinger (Erlbach) und Alfred Stockner (Reischach), dazu MdL Dr. Martin Huber gesellt. Dem Passauer Generalvikar Dr. Klaus Metzl war es bei der heurigen Pferdewallfahrt vorbehalten, den Vorbeiziehenden von der eigens aufgebauten Empore aus auf die Fürbitte des Hl. Leonhard den Segen Gottes zu spenden – nach 2015 bereits das zweite Mal.

Den Jugendpreis "Jüngster Reiter" gewann Luise Dobler (2) aus Gufflham auf ihrem Esel, hier umringt von ihrer Familie. Den Jugendpreis "Jüngster Reiter" gewann Luise Dobler (2) aus Gufflham auf ihrem Esel, hier umringt von ihrer Familie.

Zuvor hatte der zweithöchste Vertreter der Diözese Passau zusammen mit Pfarrer BGR Ludwig Samereier und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu mit den Gläubigen schon den Patroziniums-Gottesdienst im schmucken Wallfahrtskirchlein gefeiert.

Eine weitere Besonderheit des mittlerweile 40. Pferde-Umritts der neueren Geschichte: Eine stattliche Musikantengruppe aus Reischach im Südtiroler Pustertal sorgte mit den hiesigen Musikern der Blaskapelle Reischach mit ihren Klängen für Stimmung. Die Musiker waren gerade auf Besuch bei ihren Ortsnamens-Kollegen im Holzland und spielten auch am Abend im Rahmen eines gemeinsamen Musikabends im Gasthaus Oberwallner gemeinsam auf (ausführlicher Bericht folgt).

Gleich zwei Reischacher Blaskapellen sorgten für die musikalische Umrahmung: Jene aus dem Holzland und ihre Gäste aus Südtirol. Gleich zwei Reischacher Blaskapellen sorgten für die musikalische Umrahmung: Jene aus dem Holzland und ihre Gäste aus Südtirol.

Schließlich hatte auch die obligate Übergabe der Jury-Sonderpreise während des Umritts ihren Platz eingenommen: Die drei Juroren zeichneten dabei Lena und Leo Obereisenbuchner aus Näglstall, Gemeinde Pleiskirchen, auf ihren herrlichen Tieren mit dem Schönheitspreis aus. Den Kutschenpreis sicherte sich Karl Staudinger aus Mitterhausen und den Mehrheitspreis der Pferdesportverein (PSV) Altötting mit acht Rössern. Der Jugend-Schönheitspreis ging an Patrizia Schneiderbauer aus Altötting und Luise Dobler aus Gufflham, Gemeinde Burgkirchen, durfte sich mit gerade mal zwei Jahren über den Jugendpreis als jüngste Reiterin auf ihrem Esel freuen.

Den Schönheitspreis gewannen Lena und Leo Obereisenbuchner. Den Schönheitspreis gewannen Lena und Leo Obereisenbuchner.

Neben den gestifteten Hauptpreisen, Holztafeln aus der Fertigung von Martin Peterbauer, durften sich alle Rosserer indes über das von Heimatpfleger Alois Stockner gezeichnete Erinnerungsbild sowie eine orange-rote Gedenkrosette freuen, die traditionell von der Familie Dr. Basting gestiftet worden war.

Der Erlös der Veranstaltung wird, wie es hieß, für den Unterhalt des St. Leonhard-Kirchleins verwendet.

 

(ANA vom 05.11.2018)

Pfarrer i.R. Heribert Unterhuber gestorben

Er wirkte 26 Jahre lang in Reischach

 
Im Alter von 83 Jahren rief ihn der Herr zu sich: Der frühere Reischacher Ortspfarrer Heribert Unterhuber ist gestorben. −F.: mbu Im Alter von 83 Jahren rief ihn der Herr zu sich: Der frühere Reischacher Ortspfarrer Heribert Unterhuber ist gestorben. −F.: mbu

Reischach. Bestürzung hat die Nachricht vom Tod des langjährigen früheren Reischacher Ortsgeistlichen Heribert Unterhuber ausgelöst: Der Priester ist am Allerseelentag im Alter von 83 Jahren im St.-Klara-Heim in Altötting, wo er zuletzt gelebt hatte, einer heimtückischen Krankheit erlegen.

Unterhuber war von 1978 an 26 Jahre lang Pfarrherr der Pfarrei St. Martin und hat sie nachhaltig geprägt. Er zeichnete sich durch Nähe zu den Menschen, Humor und Warmherzigkeit aus. Unterhuber machte sich für den Neubau bzw. die Sanierung u.a. diverser Gotteshäuser, des Pfarrheims Reischach und des "Priesterhauses" stark. In der Pfarrkirche St. Martin wurden in seiner Amtszeit eine neue Orgel und der heutige Altar eingebaut. Fünf junge Männer aus dem Pfarrverband hat er auf dem Weg zum Priesterberuf begleitet.

Den Ruf des "Machers" hat er sich redlich erworbenSein Wirken ging aber auch über die priesterliche Tätigkeit hinaus. So hatte er am Neubau des Kindergartens St. Martin maßgeblichen Anteil und ermöglichte die Ausweisung neuer Baugrundstücke, die er in Erbpacht zur Verfügung stellte. Viele junge Familien konnten dadurch ihren Wohnsitz in Reischach behalten. Unterhuber, der sich den Ruf des "Machers" redlich verdient hatte, war einer der Impulsgeber für die Wiederaufnahme der Leonhardiritt-Umritt-Tradition in Steinhausen, der erst am Samstag wieder gepflegt wurde (siehe Bericht links) und setzte sich mit Nachdruck für die Schaffung der "Sozialstation" ein. Unvergessen ist er auch als Verfasser und Herausgeber kleiner Schriften sowie als Musiker und Menschenfreund. Dass er sich auch mal für einen Spaß nicht zu schade war, stellte er 1979 unter Beweis, als er sich mit dem damaligen Bürgermeister Hans Wimmer beim "Sautrog-Rennen" am Badesee ein Duell lieferte.

Unterhuber war am 25. Januar 1935 in Burghausen zur Welt gekommen und wuchs dort mit zwei Geschwistern auf. Er erlernte nach dem Schulbesuch das Schreinerhandwerk und übte es von 1949 bis 1956 aus. Jedoch fühlte er sich zur Priestertätigkeit berufen. Und so holte er 1962 am Gymnasium für Spätberufene in Waldram bei Wolfratshausen das Abitur nach und studierte dann an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Passau. 1967 wurde er im Dom zu Passau zum Priester geweiht und feierte seine Primiz in Burghausen.

Im Anschluss war er im Einsatz in Neuötting, später dann in Vilshofen. Ab März 1973 schloss sich eine fünfjährige Tätigkeit als Domvikar in Passau an, er war dort Leiter der Diözesanstelle für geistliche Berufe der Kirche, Beauftragter für Spätberufene sowie geistlicher Beirat für die Pfarrhaushälterinnen in der Diözese. Am 1. September 1978 übernahm er die Pfarrei St. Martin in Reischach und wurde zugleich Pfarrverwalter in Arbing. Bis Juli 2004 war er hier im Einsatz, ehe er in den Ruhestand ging und vom heutigen Ortsgeistlichen Ludwig Samereier abgelöst wurde.

Danach nahm er seinen Wohnsitz in Neuötting, zuletzt im St.-Klara-Heim in Altötting. Jahrzehntelang war die aus Pettenau, Gemeinde Ering, stammende Maria Jungsberger an seiner Seite: Die ausgebildete Dorfhelferin kam 1970 in Vilshofen als Pfarrhaushälterin zu ihm, war später Sekretärin in der Diözesanstelle "Berufe der Kirche" in Passau und begleitete ihn ab 1978 auch nach Reischach. Auch ab dem Ruhestand 2004 war sie an seiner Seite. Maria Jungsberger war die "gute Seele" in seinem Haushalt, hielt dem Geistlichen den Rücken frei, gab ihm Ansprache und Halt. Hart traf ihn ihr Tod im Juni 2016 und wirkte sich auch auf seine Gesundheit negativ aus. Schon von der Krankheit gezeichnet, feierte Unterhuber im Juli 2017 in seiner Heimatpfarrei in Burghausen das Goldene Priesterjubiläum.

Unterhuber wurde vielfach ausgezeichnet: So erhielt er 1988 die Denkmalschutzmedaille des Freistaates Bayern. Die Gemeinde Reischach ernannte ihn 2000 zum Ehrenbürger. − mbu Am Dienstag, 6. November, finden um 19 Uhr das Totengebet für Heribert Unterhuber in der Pfarrkirche St. Martin statt. Am Mittwoch, 7. November, beginnt um 14.30 Uhr der Trauergottesdienst mit anschließender Bestattung im Reischacher Priestergrab.

 

(ANA vom 05.11.2018)

Erlbach feiert seine Ehepaare

Dankgottesdienst mit Einzelsegnung und Feier im Kindergarten

Den zehn Jubelpaaren der Pfarrei Erlbach gratulieren Pfarrer Ludwig Samereier (li.s) und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer (4. v. l.) zu ihrem Hochzeitsjubiläum. −Foto: Stamberger Den zehn Jubelpaaren der Pfarrei Erlbach gratulieren Pfarrer Ludwig Samereier (li.s) und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer (4. v. l.) zu ihrem Hochzeitsjubiläum. −Foto: Stamberger

 

Erlbach. Zu einer gemeinsamen Feier hatte der Erlbacher Pfarrgemeinderat alle Ehejubilare eingeladen, die in diesem Jahr ein rundes Hochzeitsjubiläum feiern konnten. Nach dem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche erhielten die Jubelpaare von Pfarrer Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier den Einzelsegen gespendet. Anschließend wurde im Kindergarten noch weiter gefeiert.
Der Gottesdienst wurde von Sandra Sallersbeck und Juliana Eller auf Piano und Querflöte musikalisch umrahmt.
Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier stellte in seiner Predigt einige Gedanken zur Ehe heraus. Die Ehe zweier Menschen schaffe Heimat – ein Ort der Geborgenheit, an den sich auch die Kinder der Paare immer erinnern werden. Es sei oft unglaublich, was zwei Menschen gemeinsam erreichen können, sagte der Pfarrer. Viele Eheleute haben sich eine Existenzgrundlage geschaffen oder ein Haus errichtet. Diese Arbeit sei ein Segen für die ganze Familie. Besonders hoffte BGR Ludwig Samereier zum Schluss, dass die diesjährigen Jubelpaare, die 25, 30 bis hin zu 60 Jahren verheiratet sind, ein besonders glaubhaftes Zeugnis für die Ehe sein mögen und vielen jungen Menschen als Vorbild dienen und ermuntern, den Schritt in die Ehe zu wagen.
Zum Abschluss erhielten die Paare den Einzelsegen und bekamen von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Marianne Hölzlwimmer eine Rose sowie ein Buch zur Ehe.

Im Anschluss lud der Pfarrgemeinderat die Jubilare zu einem gemütlichen Beisammensein in den Kindergarten ein. Hannelore Sallersbeck vom Pfarrgemeinderat erinnerte daran, wie wichtig der Blick zurück und auch nach vorne sei – bewusst wahrnehmen, was man alles schon gemeinsam erlebt und erreicht habe und eine gemeinsame Richtung für die Zukunft zu haben.
Bei Kaffee, Kuchen und einer Brotzeit wurden viele Erinnerungen ausgetauscht. Reges Interesse herrschte auch, als die mitgebrachten Hochzeitsbilder aus den verschiedenen Jahrzehnten betrachtet wurden. Die Paare freuen sich darauf, auch bei der nächsten Feier in fünf Jahren schöne Stunden in diesem Rahmen verbringen zu können. − hok

 

Die Ehejubilare:

25 Jahre: Brigitte und Josef Salzinger, Christine und Heinrich Grübl

30 Jahre: Elisabeth und Franz Watzinger

40 Jahre: Maria und Franz Fritzenwenger, Rosa und Franz Eder, Margareta und Karl Einwang

45 Jahre: Bärbel und Johann Unterstraßer

50 Jahre: Elisabeth und Konrad Freinecker

55 Jahre: Elfriede und Josef Rothenaicher

60 Jahre: Mathilde und Maximilian Rogger

 

(ANA vom 30.11.2018)

Elternbeirat in St. Antonius

 
 

Perach. Der neue Elternbeirat für das Kalenderjahr 2018/2019 wurde im St. Antonius Kindergarten Perach gewählt. In der konstituierenden Sitzung wurde Michaela Wolf zur Vorsitzenden des Elternbeirats gewählt, Daniela Asenkerschbaumer zur Stellvertreterin. Kerstin Hamberger wurde zur Schriftführerin und Birgit Eder zur Pressebeauftragten gewählt. Für die Führung der Kasse ist Nicole Höllering zuständig. Weitere Beisitzerin ist Elisabeth Berg. Über die Wahl hinaus ging es auch um anstehende Aktionen. So wurde als erster Termin die St. Martinsfeier für Freitag, 9. November, festgelegt. Treffpunkt ist beim Kindergarten/Feuerwehrhaus ab 17 Uhr. Das Martinsspiel findet um 18 Uhr im Rondell des Schulhofes statt. Im Anschluss startet der Laternenumzug durch die Siedlung. Der Elternbeirat verkauft Kinderpunsch, Glühwein, Kuchen sowie Herzhaftes. Tassen für Getränke sind mitzubringen, so die Mitteilung des neuen Elternbeirats. − red

 

(ANA vom 30.10.2018)

Acht neue Ministranten für PerachPerach

 

Im Rahmen eines Gottesdienstes wurden acht neue Ministranten in die Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt aufgenommen. Pfarrer Ludwig Samereier fand passende Worte um diesen Festgottesdienst schön zu umrahmen. Auch wurden vier Minis für fünf Jahre Dienst in der Begleitung der Liturgie geehrt. Zwei Ministranten wurden aus dem Dienst verabschiedet. Im Bild zu sehen sind (hintere Reihe von links): Paul Spermann (neu), Andreas Trenker (verabschiedet), Vanessa Müller (2 Jahre Dienst), Vanessa Bruckner (neu), Susanne Eder (Oberministrantin/5 Jahre), Annalena Glück (5 Jahre), Annika Ganghofer (Oberministrantin/5 Jahre), Laura Bruckner (2 Jahre) vordere Reihe von links: Anni Werkstetter (Mesnerin), Andreas Glück (neu), Johanna Lehner (neu), Lilly Ganghofer (neu), Felicitas Nohl (neu), Mathias Eder (neu) und Anna Wienzl (neu). Für fünf Jahre geehrt wurde Hannah Lobenhofer, verabschiedet wurde auch Barbara Stadler. − red/Foto. Eder

 

(ANA vom 27.10.2018)

Personelle Veränderungen bei den Ministranten Erlbach

 

Beim Familiengottesdienst am Sonntag hat Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) Mirjam Rothenaicher (vorne rechts) und Franziska Reysser (vorne links) als neue Messdiener willkommen geheißen. Mit den Worten "Ich bin bereit" versprachen sie, ihren Dienst am Altar zuverlässig und würdevoll zu verrichten. Als sichtbares Zeichen erhielten sie von dem Geistlichen das Ministrantenkreuz und ein Anleitungsheft für den Altardienst. Sie waren von Gemeindereferent Hans Salzinger und den Oberministrantinnen auf ihre neue Aufgabe gründlich vorbereitet worden. Die bisherigen Oberministrantinnen Elisabeth Gartmeier, Verena Rinner (hinten 1. u. 2. v. rechts) sowie Sandra Sallersbeck (2. Reihe, 2. v. links) haben nach langjähriger Tätigkeit ihren Dienst beendet, wofür ihnen Pfarrer Samereier herzlichen Dank aussprach. Als Anerkennung erhielten sie ein Fotobuch über ihre Dienstzeit, das Andrea Krüger gestaltet hatte. Ihre Nachfolgerinnen sind Johanna Gartmeier und Juliana Eller (hinten 1.u.2.v. links). Den Ministrantendienst beendet haben Lisa Georg, Fabian Jungmann und Thomas Rothenaicher. Eine Ehrung wurde Luisa Grübl, Laura Hochhäusl, Lena Hofer, Simon Niederleitner und Kilian Roßmüller zuteil: zu ihrem fünfjährigen Dienst am Altar gratulierte ihnen Pfarrer Ludwig Samereier und überreichte ihnen dafür eine Urkunde. Die insgesamt 27 Ministrantinnen und Ministranten werden von Andrea Krüger und Margit Weidinger betreut. Für ihre tatkräftige Unterstützung sprachen ihnen die Oberministrantinnen ihren Dank aus. − hok/F: Krüger

 

(ANA vom 26.10.2018)

Neuer Elternbeirat im Kindergarten Reischach

Im Kindergarten Reischach hat kürzlich die Wahl des Elternbeirates für das begonnene Kindergartenjahr stattgefunden. Wieder hatten sich engagierte Eltern zur Verfügung gestellt, um gemeinsam mit dem Kindergartenteam und der Pfarrei Reischach als Träger des Kindergartens, das Beste für die Kinder in Kindergarten und Krippe zu erreichen. Der Elternbeirat im Kindergartenjahr 2018/19 setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Thorsten Latta, stv. Vorsitzende Kathrin Zanklmeier, Schriftführerin Kathrin Winzl, stv. Schriftführer Reinhard Unterhuber, Kassier Sascha Stenzel, stv. Kassierin Tanja Demmelhuber, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Heidi Krempl, Mirjam Meßner und Susanne Steinberger, Beisitzer Peter Steinhöfer, Michael Waldner und Martin Hochhäusl. In der ersten Sitzung ging es vor allem um das Martinsfest, das am Freitag, 9. November, ab ca. 17.30 Uhr stattfinden wird. − red

Abschied und Willkommen bei den Ministranten Reischach.

 

Beim Familiengottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin am Sonntag hat die Neuaufnahme von Ministranten sowie die Verabschiedung und Ehrung langgedienter Messdiener stattgefunden. Als neue Ministranten wurden aufgenommen: Michael Unterhuber (Foto ab 2. von links), Johanna Unterberger, Sarah Mann und Quirin Jändl. Zelebrant Pfarrer Josef Werkstetter, Gemeindereferent Hans Salzinger und Oberministrantin Maria Hölzlwimmer (rechts) befragten die neuen "Minis" über ihre Bereitschaft, den Dienst in der Pfarrgemeinde Reischach zuverlässig und würdevoll zu erfüllen. Sie erhielten ein Kreuz und ein Heft mit viel Wissenswertem für den Ministrantendienst überreicht. Lukas Rauscheder (links) wurde zusätzlich zu Maria Hölzlwimmer zum Oberministranten ernannt. Geehrt wurden folgenden Ministranten: Stefanie Maier für fünf und Josefine Baisl für zehn Jahre. Verabschiedet wurden: Leonie Weiherer, Bastian Auer, Edith Spermann – nach sage und schreibe 17 Jahren im Einsatz am Tisch des Herrn! – und als Oberministrantin Sophia Meyer. − red/Foto: Auer

Gottes Segen für Ross und Reiter

 

Erlbach. Das Wallfahrtskirchlein St. Leonhard und dazu das herbstliche Landschaftsbild Steinhausens sind am Samstag, 3. November, ab etwa 13.15 Uhr wieder Schauplatz eines der ältesten Leonhardi-Umritte der Region.

Der Umrittsbrauch mit Pferdesegnung hat im Holzland bereits eine mehrhundertfache Tradition, genauere Aufzeichnungen sind nach einer längeren Unterbrechung des Umrittes allerdings erst seit seiner Wiedereinführung 1979 bekannt. Vor dem heuer 40. Brauchtums-Ritt wird in der kleinen Kirche das Leonhardi-Amt gefeiert, zu dem der Passauer Generalvikar Dr. Klaus Metzl erwartet wird. Beginn ist um 12.30 Uhr.

Wie in den Vorjahren wird es beim Umritt wieder Sonderpreise der Jury zu gewinnen geben – ein Andenken an das Jubiläums wird freilich jeder Rosserer erhalten. Die Landjugend Reischach wird die Besucher wie gewohnt mit Würstchen und Getränken im Festzelt bewirten. Dazu wird hausgemachtes Schmalzgebackenes zu Gunsten der Nebenkirche Steinhausen angeboten, teilt das Katholische Pfarramt Reischach mit.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung auch heuer wieder von der Blaskapelle Reischach. − mbu/Foto: Buchberger

 

(ANA vom 20.10.2018)

624 Jahre an einem Strang gezogen

Perach feiert seine Ehejubilare – Festlicher Tag für 21 Paare

Die Peracher Ehejubilare mit ganz hinten: Susanne Stubenvoll vom Pfarrgemeinderats-Ausschuss Ehejubilare, Kirchenpflegerin Ingried Kellner und Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Klaus Hiefinger. −Foto: Stirner Die Peracher Ehejubilare mit ganz hinten: Susanne Stubenvoll vom Pfarrgemeinderats-Ausschuss Ehejubilare, Kirchenpflegerin Ingried Kellner und Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Klaus Hiefinger. −Foto: Stirner

 

Perach. Der Tag der Ehejubilare wurde kürzlich in Perach gefeiert. 21 Paare, die zwischen 5 und 55 Jahren verheiratet sind, trafen sich zunächst im Pfarrhof zum Sektempfang. Danach zogen sie begleitet von Pfarrer Ludwig Samereier, in die festlich geschmückte Pfarrkirche ein.

Die Paare, die gemeinsam insgesamt 624 Ehejahre zusammen bringen, folgten mit großem Interesse, der ansprechenden und humorvollen Predigt von Ludwig Samereier. Das Motto lautete: Wenn zwei Menschen gemeinsam an "einem Strick ziehen", dann können sie alles schaffen und erreichen, im Bezug auf Familiengründung, das Zuhause und die Heimat, sowie die Geborgenheit in der Familie. Am Ende des Gottesdienstes wurden die Jubel-Paare einzeln gesegnet und der Pfarrgemeinderat übergab ein kleines Erinnerungsgeschenk. Musikalisch stilvoll umrahmt, wurde der Gottesdienst vom Dreigesang "Mir Musik" aus Niedergottsau.
Anschließend wurde im Gasthaus "Oberwirt" gefeiert. Bei Mittagessen und Kaffee und Kuchen, alles vom Pfarrgemeinderat organisiert, wurde in geselliger Runde noch viel erzählt und gelacht. Am späteren Nachmittag fand der Tag seinen Ausklang. − red

Die Ehejubilare

55 Jahre: Maria und Alfred Weger, Hermine und Max Winkler; 50 Jahre: Maria und Franz Mehlstäubl, Anna und Wladislaw Wichnera

45 Jahre: Annerl und Peter Prinz , Hilde und Peter Schreiner, Lisal und Erich Sigl, Lucia und Josef Steinberger

35 Jahre: Annemarie und Sepp Grabmaier

25 Jahre: Monika und Ludwig Kreuzpointner, Lucia und Klaus Werkstetter, Manuela und Herbert Wolferseder

20 Jahre: Elisabeth und Josef Freiberger, Gitte und Peter Prinz, Monika und Josef Spermann; 15 Jahre: Sylvia und Markus Kreuzpointner, Monika und Hans-Peter Werkstetter

10 Jahre: Nicole und Bernd Edtbauer, Kerstin und Stefan Hamberger, Roswitha und Josef Nohl; 5 Jahre: Michaela und Sebastian Wolf.

 

(ANA vom 15.10.2018)

Ein Fest für die Liebe

Eheleutetag in der Pfarrei Reischach gefeiert

Die Reischacher Ehejubilare feierten ihre Liebe und ihr gemeinsames Leben. −Foto: Brunner Die Reischacher Ehejubilare feierten ihre Liebe und ihr gemeinsames Leben. −Foto: Brunner

 

Reischach. An diesen Tag werden sich die Eheleute noch lang gern erinnern – die Pfarrei feierte am Sonntag ihre Ehejubilare. Zum Festgottesdienst mit den Jubelpaaren, umrahmt von Organist Wolfgang Karl, der die Schubert-Messe spielte, begrüßte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner die Ehejubilare mit einem Gedicht über Weisheiten über die Liebe. Darin hieß es unter anderem, dass sich die Eheleute noch so mühen und plagen könnten – ohne den Segen Gottes sei alles vergeblich.

Pfarrer Ludwig Samereier stellte in seiner Predigt die Liebe in den Mittelpunkt und stellte die Frage, was denn Liebe sei. Die Antwort gäben die Jubelpaare durch ihr Leben: "Sie zeigen uns: Lieben, das heißt einander achten und sich die Treue halten, ein Leben lang. Lieben, das heißt dem Leben trauen und es darum weiterschenken." Samereier bezeichnete das Fest der Ehejubilare als ein Bekenntnis und eine Ermutigung: "Sie bekennen sich zu Gott, von dem sie die Kraft zur Liebe empfangen haben und die Ehejubilare wissen sich getragen von einem Gott, der sein Leben für uns eingesetzt hat. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für seine Freunde."

Nach der Predigt spendete Pfarrer Ludwig Samereier den Paaren den Einzelsegen und richtete lobende und aufmunternde Worte an die Eheleute. Jede Dame bekam von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates eine Rose überreicht.
Anschließend lud der Pfarrgemeinderat die Jubelpaare zum Weißwurstfrühstück ins Pfarrheim ein. Die Diamant-Hochzeiter Irmgard und Josef Barthuber begrüßten die anderen Paare mit Liedern und einem von Josef Barthuber selbst komponierten Musikstück auf der Mundharmonika.
Maria Vorbuchner unterhielt die Gäste mit einem Gedicht und Edith Brunner trug eine lustige Geschichte vor.
Manche Erinnerungen wurden wach, als Hochzeitsfotos gezeigt und diese von den Jubelpaaren kommentiert wurden. So kam es auch vor, dass ein frisch vermählter Bräutigam plötzlich ohne seine Braut dastand, da er – ein Österreicher – vom Brauch des Brautstehlens bis dahin noch nichts gewusst hatte. − red

Die Ehejubilare25 Jahre sind verheiratet: Annemarie und Johann Stockner, Manuela und Stefan Prinz, Marianne und Friedrich Huber, Maria und Peter Bauer, Inge und Helmut Weindl; 40 Jahre: Katharina und Alois Haßlberger, Marianne und Josef Maierhofer, Marianne und Gerhard Waitzhofer, Adelheid und Albert May, Maximilian und Anita Lößl, Theresia und Rupert Auer, Maria und Hermann Werkstetter;
50 Jahre: Petra und Franz Pfeffer, Rosmarie und Ludwig Kaiser, Emma und Josef Stallhofer, Ingrid und Josef Weiherer; 55 Jahre: Elisabeth und Alois Hansbauer, Augustine und Josef Salzinger, Hedwig und Herbert Marx, Rosa und Erwin Kammergruber; 60 Jahre: Irmgard und Josef Barthuber, Zäzilie und Johann Hansbauer, Karin und Josef Meier, Anna und Franz Demmelhuber; Seit 65 Jahren sind Maria und Georg Suttner verheiratet.

 

(ANA vom 11.10.2018)

Gemeinsam 255 Jahre Ehe gemeistert

Fünf Paare kamen zum Hochzeitsjubiläum in die Pfarrkirche St. Georg

Die Jubelpaare mit den Ehrengästen nach der Andacht in der Pfarrkirche, hinten von links: Pfarrer Ludwig Samereier, Anneliese und Thomas Gaßlbauer, Maria und Johann Schaaf und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner; vorne von links: Bernadette und Georg Lichtenwimmer, Anneliese und Stefan Gruber, Anna und Franz Gruber. −Foto: Hahn Die Jubelpaare mit den Ehrengästen nach der Andacht in der Pfarrkirche, hinten von links: Pfarrer Ludwig Samereier, Anneliese und Thomas Gaßlbauer, Maria und Johann Schaaf und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner; vorne von links: Bernadette und Georg Lichtenwimmer, Anneliese und Stefan Gruber, Anna und Franz Gruber. −Foto: Hahn

 

Arbing. Fünf von sechs Paaren hatten sich zum diesjährigen Hochzeitsjubiläum in der Pfarrkirche St. Georg eingefunden, wo Pfarrer Ludwig Samereier die Andacht, umrahmt vom Kirchenchor Arbing zelebrierte.

Samereier würdigte in der Predigt die Ehepaare für die langen Jahre, die sie gemeinsam in Treue und Verbundenheit verheiratet sind. Die Liebe Gottes stellte er in den Mittelpunkt des Tages und bewertete die Ehe für die gesamte Familie als den reichsten Schatz den es gäbe. Wie bei einem Gang auf einen Berg sind viele Höhen bewältigt worden, immer wieder mit dem positiven Blick nach vorne. Zahlreiche wichtige Bausteine sind dabei die Garanten auf eine zufriedene Ehe mit all seinen Höhen und Tiefen.

Dass wiederum fünf Paare den Weg in die Pfarrkirche gefunden haben, sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Ehe lebe.
Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner drückte die Freude über diesen gemeinsamen Ehrentag aus, welche die Pfarrei Arbing und die Kirche St. Georg erleben durften. Für die kleine Pfarrei Arbing sei dieser Ehrentag der Hochzeitsjubilare ein wichtiger Moment im Kirchenjahr. 255 gemeinsame Ehejahre verlangten doch ein schweres Stück Arbeit.
Nach der offiziellen Dankandacht segnete Pfarrer Samereier einzeln die jeweiligen Paare. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende überreichte den Paaren Blumen. Nach einem kalten Büfett stand die abschließende Geselligkeit im Gasthaus Hölzlwimmer-Dorlyn im Mittelpunkt des Abends. Für viel Heiterkeit und nette Momente sorgten die Geschichten der Ehejubilare, wie sie sich kennengelernt haben. Bilder aus vergangenen Jahren über die Paare präsentierte auf der Leinwand Reinhard Pillris und erntete dafür verdienten Applaus. − ghDie Ehejubilare25 Jahre verheiratet sind: Anneliese und Thomas Gaßlbauer,

30 Jahre: Maria und Johann Schaaf,

40 Jahre: Bernadette und Georg Lichtenwimmer,
50 Jahre: Therese und Konrad Bauer sowie

55 Jahre: Franz und Anna Gruber, Stefan und Anneliese Gruber.

 

(ANA vom 10.08.2018)

Kleine, aber feine Ministrantenschar

Endlkirchen. Bisher haben zwei Ministranten Dienst am Altar der Filialkirche "St. Michael" in Endlkirchen getan. Am Erntedanksonntag konnte nun Jonas Freibuchner (2. von links) offiziell als neuer Messdiener aufgenommen werden, obwohl er schon fast ein Jahr dieses Amt ausübt hatte. Zur Amtseinführung überreichten ihm Pfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier und Gemeindereferent Hans Salzinger (rechts) eine Plakette und das Handbuch für Ministranten. Der ebenfalls überreichte Ministrantenausweis sei international gültig, damit könne er nun auch beim Papst in Rom ministrieren, so Pfarrer Samereier scherzhaft. Oberministrant Laurenz Peterbauer (links) hieß den neuen Kollegen herzlich willkommen in der, wie er sagte, "kleinen, aber feinen Schar der Enlkirchner Ministranten. − hok/Foto: Peterbauer

 

(ANA vom 3.10.2018)

 
 
 

KAB Erlbach unterstützt Kirchenbau in Indien.

 
 

KAB Erlbach unterstützt Kirchenbau in IndienErlbach. Der Neubau einer Kirche in seiner Heimat ist Pfarrvikar Kumar Yangaladasu ein großes Anliegen. Mit seinem Heimatbischof Josef Raja Rao Thelegathoti ist er bemüht, für die Errichtung des neuen Gotteshauses in der südindischen Diözese Vijayawada im Bundesstaat Andhrapradesh die nötigen finanziellen Mittel von umgerechnet 80000 Euro aufzubringen. Beim Besuch dieses Bischofs im Mai wurde dem Würdenträgetr vom Pfarrverband Reischach ein ansehnlicher Geldbetrag übergeben. Dieses Vorhaben wird auch vom Erlbacher Ortsverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) unterstützt. Nach dem Gottesdienst am Erntedankfest übergaben KAB-Vorstand Rudolf May (links) und sein Stellvertreter Alois Spateneder einen Spendenscheck über 500 Euro. Der Pfarrvikar war darüber höchst erfreut, da ihn diese Nachricht am Tag vor seiner Abreise in den Heimaturlaub erreichte. Wie er sagte, ist die Spende ein wichtiger Baustein für die Realisierung des Kirchenbaues. − hok/F: Hochhäusl

Der "ewige Pförtner" hielt Einzug in der Pfarrkirche St. Martin

Segen für Martin Peterbauers Bruder-Konrad-Statuette beim Sonntags-Gottesdienst in Reischach

Beim Segnungs-Akt: Reischachs Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber (von links) und "Haus- und Hof-Künstler" Martin Peterbauer mit Pfarrer Ludwig Samereier. − Fotos: mbu Beim Segnungs-Akt: Reischachs Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber (von links) und "Haus- und Hof-Künstler" Martin Peterbauer mit Pfarrer Ludwig Samereier. − Fotos: mbu

 
Mit einer Bibel als Geschenk begrüßt Pfarrer Ludwig Samereier die neue Wortgottesdienst-Leiterin Michaela Brunner. Mit einer Bibel als Geschenk begrüßt Pfarrer Ludwig Samereier die neue Wortgottesdienst-Leiterin Michaela Brunner.

Reischach. Die Pfarrkirche St. Martin ist seit Sonntag mit einer neuen Bruder-Konrad-Statuette um eine Heiligenfigur reicher: Pfarrer BGR Ludwig Samereier hat beim morgendlichen Gottesdienst das kürzlich der Pfarrei gespendete sakrale Kunstwerk gesegnet. Erschaffen hat das Heiligen-Gebilde Martin Peterbauer aus Taiding im Auftrag eines nicht namentlich genannten Gönners.

Es ist nicht Peterbauers erstes Werk, das im Reischacher Gotteshaus seine Heimat gefunden hat – in den vergangenen Jahrzehnten wuchs das Konvolut an Heiligenfiguren aus der Hand des Endlkirchener Kirchenpflegers und "Haus- und Hofkünstlers" des Pfarrverbandes ständig, so Samereiers Worte. Freilich: Eine Bruder-Konrad-Figur, so Peterbauer im Gespräch mit dem Anzeiger, sei bis dato in der St. Martin-Kirche nicht präsent gewesen.

Über vier Jahrzehnte war er Pförtner im St.-Anna-KlosterPfarrer Ludwig Samereier war die Freude über das neue Schmuckstück in der Kirche beim Segnungsakt im Beisein des Künstlers sowie des Reischacher Kirchenpflegers Ludwig Demmelhuber anzumerken, war doch der Heilige wie er selber in jungen Jahren vom Pflug weg zum Dienst des Herrn berufen worden. Bauernsohn Samereier bekennt sich als glühender Verehrer des Heiliggesprochenen, der 1818 und damit vor genau 200 Jahren, im niederbayerischen Parzham im Rottal als Johannes Evangelist Birndorfer auf die Welt gekommen ist. Über vier Jahrzehnte, bis zu seinem Tod im Jahr 1894, war der Laienbruder des Kapuzinerordens Pförtner im Altöttinger St. Anna-Kloster.

Die Statuette des Heiligen Bruder Konrad ziert jetzt die Reischacher Pfarrkirche. Die Statuette des Heiligen Bruder Konrad ziert jetzt die Reischacher Pfarrkirche.

"Allgegenwärtig" sei das Leben und Wirken des Mit-Patrons der Diözese Passau, sagte Samereier. Man könne sowohl den Geburtsort des 1934 heiliggesprochenen Kapuziners als auch dessen Wirkungsstätte in Altötting besuchen. Peterbauers aus Lindenholz geschaffene Figur mit einer Höhe von zirka 55 Zentimeter weist indes alle Attribute auf, die mit dem "ewigen Pförtner", wie er auch genannt wird, in Verbindung gebracht werden: In der linken Hand ein Kruzifix und am Ringfinger ein baumelnder Rosenkranz, in der rechten einen Brotlaib verteilend. Auf der rechten Körperseite der Gestalt im braunen Habit findet sich am Cingulum der obligatorische Pfortenschlüssel des Klosters.

Gefasst wurde das Schnitzwerk mit dem hölzernen und in Marmoroptik gehaltenen Sockel mit der Inschrift "Hl. Bruder Konrad bitte für uns" vom Marktler Kirchenmaler Helmut Stöhr. Ihren festen Standort hat die Statuette jetzt in unmittelbarer Nähe des rechten Seitenaltars gefunden.

Michaela Brunner neue Wortgottesdienst-LeiterinIm gut gefüllten Reischacher Gotteshaus gab es indes einen weiteren Grund zur Freude: Michaela Brunner, die ihr Studium der Elektrotechnik erfolgreich abgeschlossen hat und seit vielen Jahren den Ministranten-Dienst verrichtet, ist als neue Wortgottesdienst-Leiterin begrüßt worden. Diözesan-Bischof Dr. Stefan Oster hat die junge Frau, Tochter der Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden Edith Brunner, für die Dauer von fünf Jahren für den Dienst beauftragt.

Nach der im vollen Wortlaut verlesenen Urkunde des Passauer Oberhirten vom 13. Juli dieses Jahres hat sich Brunner bereit erklärt, den zuständigen Pfarrer bei der Feier der Tagzeitenliturgie sowie der Feier der Andachten zu unterstützen. Samereier hob anerkennend hervor, dass sich die junge Frau die dafür erforderlichen Kenntnisse neben dem Studium erworben habe. Mit einem freundlichen Applaus der Kirchenbesucher und einer Bibel als Antrittsgeschenk des neuen "Chefs" trat Brunner offiziell ihre neue Aufgabe an. "Ich freue mich sehr darauf", sagte sie gegenüber dem Anzeiger.

 

(ANA vom 8.8.2018)

Sonnensegel für Spielgeräte gestiftet

 

Reischach. Die Kindertageseinrichtung St. Martin hat neue Sonnensegel für eine Rutsche sowie einen Wasserpritschelplatz gespendet bekommen. Im Zuge der Einweihung des Neubaus des Verwaltungsgebäudes der Raiffeisenbank Neumarkt-St.Veit-Reischach (der Anzeiger berichtete) spendeten Gäste und Geschäftspartner zum Wohle des hiesigen Kindergartens und der Krippe. Damit die Kindergartenkinder auch bei heißem Sonnenwetter ihre Lieblingsplätze bespielen können, war die Anschaffung von wasserdurchlässigen UV-Schutz-Sonnensegeln notwendig. Die Kosten der individuell angefertigten Verschattung belaufen sich trotz Montage durch den Elternbeirat und engagierten Eltern auf einen vierstelligen Betrag. Unser Foto zeigt v.l. die Elternbeiräte Markus Rohne und Thomas Unterberger, Kita-Leiterin Irmgard Mitterpleininger, Kita-Kassenprüfer Ludwig Demmelhuber, stv. Kita-Leiterin Maria Gottanka sowie Helmut Vilsmaier von der Raiffeisenbank. − red/Foto: Dirschl

(ANA vom 23.07.2018)

Klassik zum Frauenbund-Jubiläum

Erlbacher Ortsverein feiert 40-Jähriges – "Ensemble Classico! Rottal" in Nebenkirche Birnbach

Einen stilvollen Rahmen für das Klassikkonzert des "Ensembles Classico! Rottal" bot der Altarraum der Nebenkirche "St. Florian und St. Nikolaus". Die Besucher waren begeistert nicht nur von den perfekten Darbietungen, sondern auch von der guten Akustik. − Foto: Hochhäusl Einen stilvollen Rahmen für das Klassikkonzert des "Ensembles Classico! Rottal" bot der Altarraum der Nebenkirche "St. Florian und St. Nikolaus". Die Besucher waren begeistert nicht nur von den perfekten Darbietungen, sondern auch von der guten Akustik. − Foto: Hochhäusl

 

Erlbach. Mit einem Klassikkonzert hat der Katholische Frauenbund Erlbach die Feierlichkeiten zu seinem 40jährigen Bestehen eröffnet: In der Nebenkirche Birnbach gastierte am Sonntag das "Ensemble Classico! Rottal" und begeisterte die zahlreichen Zuhörer mit Werken von Claudio Monteverdi, Antonio Caldara, Johann Sebastian Bach, Johann Christian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart. Die acht Mitglieder des Amateurensembles ernteten reichlich Applaus für ihre gekonnten Darbietungen.

Bei einem Spaziergang das sakrale Kleinod entdecktEingangs des Konzertes begrüßte die 2. Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes Erlbach, Helga Meier, die Zuhörer in der voll besetzten Filialkirche "St. Florian und St. Nikolaus" im idyllisch gelegenen Birnbach. Sie freue sich, dass sie dieses Ensemble aus dem Raum Rottal-Inn, das jährlich zwei bis drei Konzerte mit erlesener Kammermusik gibt, für dieses Jubiläum gewinnen konnte und stellte die Künstler des Ensembles vor: Günther Dedier, Gudrun Pecher, Egon Maier, Silvia Maier, Christine Farnhammer, Hannelore Merkel, Elisabeth Penzel und Uli Auer.

Als Sprecher des Ensembles erläuterte Günter Dedier, dass er bei einem Spaziergang dieses sakrale Kleinod entdeckt habe und bei einem Gespräch mit Helga Meier, die die Kirche betreut, wurde die Idee für dieses Konzertes geboren. Der Konzertreigen begann dann mit "Sanctorum meritis secundo" von Claudio Monteverdi, bei dem beide Violinen, Viola, Cello, Klavier, Horn und zwei Querflöten zum Einsatz kamen.

Die vier Sätze "Grave", "Vivace", "Adagio" und "Vivace" aus der "Sonata a tre op. 1 Nr. 5 von Antonio Caldara wurden auf zwei Violinen, Viola und Cello und Klavier vorgetragen. Nach dem bedächtigen ersten Satz erfuhr die Ausführung des zweiten Satzes eine Steigerung an Temperament und Tempi und endete in zwei weiteren ausdrucksvollen Sätzen.
Die allgemein "schwere Musik" von Johann Sebastian Bach, der 1685 in Eisenach geboren wurde und als einer der besten Barockmusiker galt, wurde vom Ensemble mit zwei Violinen, Viola, Cello, Klavier und einer Querflöte gut übermittelt.

Nach der Pause stand das "Quintett op. 22 Nr. 1" von Johann Christian Bach, dem jüngsten Sohn des vorgenannten Johann Sebastian Bach, auf dem Programm. Mit Violine und Viola, zwei Querflöten und Klavier wurde der erste Satz "Allegro" vorgetragen, wobei das Klavier dominierte. Beim Zweiten Satz "Andantino" waren die Querflöten verstärkt zu hören, untermalt von verspielter Klaviermusik, bevor beim letzten Satz "Allegro Assai" alle Instrumente eine klangvolle Einheit bildeten.

Der Abschluss mit Klängen von Mozart Sehr melodisch war das "Quartett KV 157" von Wolfgang Amadeus Mozart, bei dem nur die Streicher zum Einsatz kamen. Alle Instrumente hingegen waren zu hören zum finalen Abschluss der Darbietung beim "Konzert für Horn und Orchester Nr. 2", ebenfalls von Wolfgang A. Mozart. Hierbei dominierte, entsprechend dem Namen der Komposition, das Horn, das zusammen mit den anderen Instrumenten eine wunderbare, klangvolle Einheit bildete. Der Kirchenraum bot dazu auch eine sehr gute Akustik.
Alle Besucher waren begeistert von diesem Konzert und die Orchestermitglieder waren gefordert, nach dem reichhaltigen Applaus noch eine Zugabe zu spielen. − Konrad Hochhäusl

 

(ANA vom 4.7.2018)

"Handwerker" als Motto beim Kindergarten-FestPerach.

 

"Wer will fleißige Handwerker sehn...?" – so lautete das Thema des diesjährigen Kindergartenfests, das am vorvergangenen Sonntag in den Räumen des Kindergartens St. Antonius stattgefunden hat. Maßgeblich vorbereitet worden war das Fest von der Pfarrcaritas Perach unter ihrem Vorsitzenden Josef Riglbauer. Der Tag begann mit einem Gottesdienst, den Pfarrvikar Kumar Yangaladasu zelebrierte. Im Anschluss fanden sich die geschätzt über 100 Besucher im und um den Kindergarten ein und ließen sich bei schönem Wetter Braten und selbst gemachte Salate schmecken. Danach hatten die Kinder nun ihre Aufführung, auf die sie schon aufgeregt warteten. Sie waren vorher von der Leiterin des Kindergartens, Annemarie Luger und ihrem Team auf den großen Tag vorbereitet worden. Sie stellten verschiedene Berufe dar. Die kleinen Maurer, Maler (unser Foto), Bäcker, Gärtner, Landwirte, Schreiner, Köche und Zahnarzt hobelten, backten und arbeiteten fleißig und gaben die schönen Lieder wie "Wer will fleißige Handwerker sehen..." zur Freude der Eltern und Großeltern zum Besten. Mit einem lustigen Rahmenprogramm wie Schatzsuche im Sandkasten, Schuhmemory und Schubkarrenrennen verging die Zeit wie im Flug. Der Elternbeirat unter Vorsitz von Ursula Wiedemann hatte einen Malwettbewerb initiiert, bei dem schöne Preise zu gewinnen waren. Der 3. Preis war ein Gutschein für die Eisdiele, der 2. Preis eine Freikarte für das Freibad Burghausen und der 1. Preis eine Eintrittskarte für den Bayernpark. In der Zwischenzeit konnte man von den Eltern selbst gebackene Kuchen und Kaffee genießen. − red/Foto: Maier

 

(ANA vom 27.06.2017)

"An besseren Pfarrer bekommt’s nimmer!"

BGR Ludwig Samereier feierte sein 25-jähriges Priesterjubiläum – Glückwünsche aus dem Pfarrverband und der Politik

Manfred Buchberger 26.06.2018 | Stand 25.06.2018, 18:47 Uhr

Sichtlichen Spaß hatten der Pfarrer und die Erlbacher Kindergartenkinder nach den dargebotenen Liedern mit einem "geheimnisvollen" Geschenk. − Fotos: mbu Sichtlichen Spaß hatten der Pfarrer und die Erlbacher Kindergartenkinder nach den dargebotenen Liedern mit einem "geheimnisvollen" Geschenk. − Fotos: mbu

 
Jubelpfarrer Ludwig Samereier (linkes Foto, 2. von links) bei der Gabenbereitung unter dem Pavillon mit den Konzelebranten Vikar Kumar Yangaladasu (von links), Dompropst Dr. Michael Bär und Pfarrer Bernhard Saliter. Im Vordergrund sind die Jubiläumskerze sowie die Primizkrone von 1993 erkennbar. Mittleres Foto: Hans Schmid aus Perach brachte dem Jubilar und passionierten Waidmann spontan ein Ständchen mit dem Jagdhorn. Rechts: Auch das Geschenk der Kirchenpfleger Martin Peterbauer (rechtes Foto, Mitte) und Ludwig Demmelhuber bereitete Freude: Die beiden überraschen den Geistlichen mit einer geschnitzten Bruder-Konrad-Statue. Jubelpfarrer Ludwig Samereier (linkes Foto, 2. von links) bei der Gabenbereitung unter dem Pavillon mit den Konzelebranten Vikar Kumar Yangaladasu (von links), Dompropst Dr. Michael Bär und Pfarrer Bernhard Saliter. Im Vordergrund sind die Jubiläumskerze sowie die Primizkrone von 1993 erkennbar. Mittleres Foto: Hans Schmid aus Perach brachte dem Jubilar und passionierten Waidmann spontan ein Ständchen mit dem Jagdhorn. Rechts: Auch das Geschenk der Kirchenpfleger Martin Peterbauer (rechtes Foto, Mitte) und Ludwig Demmelhuber bereitete Freude: Die beiden überraschen den Geistlichen mit einer geschnitzten Bruder-Konrad-Statue.

Erlbach/Reischach. Erst einmal schlucken müsse er, dass so viele Menschen zu seinem Silbernen Priesterjubiläum gekommen seien, zeigte sich Pfarrer BGR Ludwig Samereier am Sonntagvormittag bei der Begrüßung am aufgebauten Altar unter einem Pavillon vor der Erlbacher Pfarrkirche sichtlich angetan.

"Dass ich mein Jubiläum noch dazu mit dem Patrozinium verbinden kann, ehrt mich". Dies sei auch einer der Gründe, warum der Jubilar gerade die Erlbacher Pfarrkirche St. Petrus ausgewählt habe, klärte Fest-Hauptorganisator Konrad Hochhäusl vom Erlbacher Pfarrgemeinderat die geschätzt 500 Besucher aus dem gesamten Pfarrverband eingangs auf. Schließlich sei es vor 25 Jahren, am 26. Juni 1993, zu "Peter und Paul" gewesen, dass Ludwig Samereier im Passauer Dom durch Bischof Dr. Franz Xaver Eder die Priesterweihe erhalten habe. Freudig registrierte der Jubilar, dass der feierliche Gottesdienst, den er selber zelebrierte, durch die Reischacher Blaskapelle, dirigiert von Sandra Maier, und dem gemischten Erlbacher Chor mit der "Haydn-Messe" eine besonders festliche Note erhielt.

Blick zurück in die Zeit der ChristenverfolgungenDie Festpredigt indes hielt der Passauer Dompropst Dr. Michael Bär, ebenso Konzelebrant wie Pfarrvikar Kumar Yangaladasu und der Arnstorfer Pfarrer Bernhard Saliter, der aus der Pfarrei Reischach stammt. Der hohe Geistliche, der schon an der Primiz Samereiers vor 25 Jahren in Dietersburg mitgewirkt hatte, griff in der Ansprache dann auch das Martyrium des Petrus aus der Zeit der Christenverfolgung auf. Auf dem kleinen Grabmal in Rom, in dem die Gebeine des Petrus eingemauert worden seien, rage heutzutage die mächtigste Kirche der Christenheit mit der größten Kuppel der Welt empor. Unter dem Zelebrationsaltar im Petersdom könne man noch heute einen Blick auf dieses Petrus-Marterl werfen. Hier in der Fläche des Bistums Passau zeige sich der Kern der katholischen Glaubensgemeinschaft, sozusagen das kleine Marterl, das auch den Dom in Passau zu stützen wisse, so Dr. Bär.

"Keine Kirche ohne Zeugen", warf er ein: "Ein Vierteljahrhundert bezeugst nun du schon, lieber Ludwig, deinen bodenständigen, christlichen Glauben vor allem denen, die dir in den Pfarreien als Kaplan und Pfarrer anvertraut waren und sind". Der Jubilar sei eher ein Mann des Marterls, als der großen Kirchen – einer, der allein schon als "Jager" lieber draußen sei an Hecken und Waldlichtungen als stets von den Mauern einer Stadt umgeben.

"Dein lebendiges Zeugnis erkennen deine Pfarreien und sie schätzen dich dafür, was am heutigen Festtag zu erkennen ist", sagte der Dompropst. Seit 25 Jahren arbeite der Jubiläumspriester schon daran, die Kirche stets aus lebendigen Steinen neu zu errichten, Gläubige zu sammeln, zusammenzuführen, zum Dienst zu motivieren und zum Gebet anzuleiten. Es könne nicht immer eine große, mächtige Kirche entstehen, aber es sei schon viel gewonnen, wenn irgendwo neu ein kleines, stabiles Marterl aufrage und zum Glaubenszeichen werde. Ludwig Samereier habe viele solche Zeichen gesetzt. "Vergelt’s Gott dafür", so Dr. Bär.

Ein langer Festzug mit vielen Fahnenabordnungen kirchlicher aber auch weltlicher Ortsvereine wälzte sich nach dem Gottesdienst zum Festgelände am Schulgebäude, wo die Jubilars-Feier mit dem Mittagstisch und dem Pfarrfest seinen Fortgang fand. Eine Reihe von Rednern richteten Grußworte und Glückwünsche an den Priester, der beim Festakt zu seiner Freude auch die Mutter, die Geschwister und einige Verwandte an seiner Seite wusste.

Aus allen Wortbeiträgen klang die große Hochachtung an der Arbeit und der Respekt für den Gottesmann heraus. Landrat Erwin Schneider etwa appellierte an die große Pfarrfamilie: "Hegt’s und pflegt’s ihn – einen besseren Pfarrer bekommt’s nimmer!"

Erlbachs Gemeindeoberhaupt und VG-Vorsitzender Franz Watzinger lobte Samereiers "unerschütterlichen" Humor und verwies auf die vielen Talente, die er etwa in der Imkerei oder der Jagd unter Beweis stelle: "Du weißt einfach viel – auch Jägerlatein", sagte er augenzwinkernd.

Dazu passte es, dass Hans Schmid aus Perach mit dem Jagdhorn dem Jubilar spontan mit dem "Frühauf zur Jagd" ein Ständchen blies. Gruß- und Dankesworte, dazu auch Geschenke, kamen zudem von Pfarrverbandsvorsitzender Elisabeth Sigrüner und von KAB-Kreis-Diözesansekretär Andreas Wachter, deren Kreis-Präses Samereier ist. Beide sprachen die Hoffnung auf noch lange Zusammenarbeit aus.

Statuette des hoch verehrten Heiligen als GeschenkDas Wort ergriff – in humoriger ebenso wie in nachdenklicher Weise – auch "Progoder" Rupert Wolfswinkler aus Asten, ein Freund Samereiers. Etwas Besonderes hatten die Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber und Martin Peterbauer für den Geistlichen als Jubiläumsgeschenk mitgebracht – eine von Peterbauer extra geschnitzte hölzerne Bruder-Konrad-Statuette mit Podest. Der Heilige wird von Samereier glühend verehrt, hatte doch dieser, so wie er selber auch, seine Berufung vom Pflug aus gefunden.

Eingebracht in die harmonische Feier hatten sich auch die Kleinsten vom Erlbacher Kindergarten: Zur Freude des Jubelpfarrers sangen sie einige Lieder und überreichten ihm anschließend ein "geheimnisvolles" Geschenk.

 

(ANA vom 26.06.2018)

Vierteljahrhundert im Weinberg des Herrn

Reischacher Pfarrer Ludwig Samereier wurde vor 25 Jahren zum Priester geweiht – Am Sonntag große Feier in Erlbach

 
Der Pfarrer und sein Chef: Ludwig Samereier (links) und sein Bischof Dr. Stefan Oster nach der Firmung im April vor dem Reischacher Gotteshaus. − Foto: Buchberger Der Pfarrer und sein Chef: Ludwig Samereier (links) und sein Bischof Dr. Stefan Oster nach der Firmung im April vor dem Reischacher Gotteshaus. − Foto: Buchberger

Reischach/Erlbach. Mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Petrus in Erlbach um 10.30 Uhr wird Pfarrer BGR Ludwig Samereier am Sonntag sein Silbernes Priesterjubiläum, 25 Jahre Tätigkeit im Weinberg des Herrn, feiern. Eingebunden ist die Feierlichkeit, die der Erlbacher Fest-Chor im Gotteshaus umrahmt, in das am selben Tag stattfindende Pfarrfest auf dem Schulgelände. Als Festprediger und Hauptzelebrant wird Monsignore Dr. Michael Bär, Dompropst im Passauer Domkapitel, den feierlichen Gottesdienst gestalten.

Seine Weihe zum Priester hatte der 1967 geborene Bauernssohn Ludwig Samereier aus Dietersburg, Landkreis Rottal-Inn, am 26. Juni 1993 im Alter von 26 Jahren im Passauer Dom durch Bischof Dr. Franz Eder erhalten. Seine erste seelsorgerische Wirkungsstätte führte den jungen Geistlichen gleich in den Landkreis Altötting – als Kaplan in die Pfarrei Neuötting. Eine weitere Kaplan-Station verzeichnete er dann etwas später im niederbayerischen Arnstorf. 1999, sechs Jahre nach der Priesterweihe, wurden Samereier, der als Achtjähriger in einen Häcksler gegriffen und dabei seine rechte Hand verloren hatte, die Pfarreien Wittibreut und Ulbering anvertraut, zusätzlich übernahm er von 2001 bis 2004 die Aufgaben als Pfarradministrator in den Pfarreien Walburgskirchen und Eiberg (Landkreis Rottal-Inn).

Mit einem großen und überaus herzlichen Empfang hunderter Katholiken und der Fahnenabordnungen der Ortsvereine ist Ludwig Samereier am 1. September 2004 im neu gegründeten Pfarrverband Arbing-Erlbach-Perach-Reischach begrüßt worden. Rund 4200 "Schäfchen" galt es als Nachfolger von Pfarrer Heribert Unterhuber im neuen Pfarrverbands-Gebilde seelsorgerisch zu übernehmen, zu hegen und zu pflegen. Es sollte die viel zitierte "Liebe auf den ersten Blick" sein: Die Menschen aus dem Holzland schlossen den neuen Pfarrer von Beginn an ins Herz und ließen ihn in der Beliebtheitsskala ganz nach oben steigen.

Es ist die positive und humorige Art, die der 51-Jährige in seiner kirchlichen Arbeit an den Tag legt und die ihn für viele im Pfarrverband nicht nur zu einem Geistlichen "zum Anfassen", sondern zu einem Freund werden ließ. Samereiers Fleiß wurde von hoher Stelle honoriert: Bischof Wilhelm Schraml ernannte 2012 den damals 44-jährigen Pfarrverbandspfarrer zum Bischöflich Geistlichen Rat – nur drei Jahre später wurde er, schon in der Amtszeit von Bischof Dr. Stefan Oster, auch in den Priesterrat der Diözese Passau gewählt.

Die Generalsanierung des Reischacher Pfarrhofes mit dem Anbau des Pfarrbüros im Jahr 2015 und den Umbau des Pfarrheimes erst im vergangenen Jahr darf sich der rührige Priester neben mehreren anderen kirchlichen Projekten an seine Fahne heften. "Die Freude an Gott ist meine Stärke" hatte Ludwig Samereier seinerzeit als Primiz-Spruch für sich erwählt: Dieser Leitspruch ziert auch jetzt das Erinnerungsbild des glühenden Marienverehrers zu seinem 25-jährigen Priesterjubiläum.

Und an starken Seiten und guten Charaktereigenschaften mangelt es dem Seelsorger aus Berufung nicht: Aufrichtig- und Charakterfestigkeit, Ausdauer, ein unbestechlicher Gerechtigkeitssinn, gute Umgangsformen und nicht zuletzt eine große Portion an Herzensgüte zeichnen ihn aus – alles Eigenschaften, die einen guten Geistlichen für die Verbreitung der Botschaft Jesu Christi ausmachen.

Zwei Wochen später, am Sonntag, 8. Juli, wird Samereiers Priesterjubiläum auch in seiner Heimatpfarrei in Dietersburg groß begangen, in der er vor 25 Jahren die Primiz gefeiert hatte: Um 9.30 Uhr geht es nach einem Standkonzert am Feuerwehrhaus im Festzug zum Festgottesdienst mit Fest-Chor in die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Domkapitular BGR Monsignore Hans Striedl wird diese Feier um 10 Uhr zelebrieren und auch die Festpredigt halten. Mit einem Mittagessen im Saal des Gasthofs Händlmaier wird Samereiers Ehrentag dann ausklingen.

Manfred Buchberger

25 Jahre Erlbacher Kindergarten

Einrichtung St. Petrus beging ihr Jubiläum: "Hier werden Grundsteine fürs Leben gelegt"

 

Eifrig gearbeitet wurde an einer der vielen Bastelstationen. Eifrig gearbeitet wurde an einer der vielen Bastelstationen.

 
Beim Wortgottesdienst in der Pfarrkirche sangen die Kinder vor der Tafel mit dem Fisch ein Lied zur Geschichte, die ihnen vorher erzählt worden war. Kindergartenleiterin Melanie Gartmeier begleitete sie auf der Gitarre. Beim Wortgottesdienst in der Pfarrkirche sangen die Kinder vor der Tafel mit dem Fisch ein Lied zur Geschichte, die ihnen vorher erzählt worden war. Kindergartenleiterin Melanie Gartmeier begleitete sie auf der Gitarre.

Erlbach. Mit einer ebenso schlichten wie eindrucksvollen Feier hat der Kindergarten St. Petrus am Samstag sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Dazu hatte das Kindergartenteam unter der Leitung von Melanie Gartmeier zu einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche geladen. Mit großem Eifer gestalteten die Kinder die Feier mit Liedern, Fürbitten und einem Tanz mit.

Mit dem Lied "Wir feiern heut’ ein Fest" eröffneten die Kinder stimmgewaltig den Wortgottesdienst, den Kindergartenmitarbeiterin Theresia Schwertfellner leitete. Sie erinnerte daran, wie wichtig es sei, "Danke" zu sagen für alles Gute, das in dieser langen Zeit geschehen ist. Die Kinder hatten all die schönen Erlebnisse, Wünsche und Bitten jeweils auf einem kleinen Papier-Fischlein festgehalten. Jedes Kind heftete dann sein Fischlein an einen großen Fisch an, bis dieser ausgefüllt war. Dazu stellten die Kinder die Geschichte vom "kleinen Fisch" spielerisch dar und schlossen sie mit einem Tanz ab. "Danke, für unser’n Kindergarten" sangen die Kleinen, in einheitlichen T-Shirts bekleidet, zum Abschluss des Gottesdienstes. Kindergartenleiterin Melanie Gartmeier dankte allen Mitarbeiterinnen, Pfarrer Samereier und Gemeindereferent Hans Salzinger für die stets vorbildliche Zusammenarbeit.

An der Festtafel im Kindergartengelände: Bürgermeister Franz Watzinger (von rechts), Altbürgermeister Josef Ostermeier, Pfarrer BGR Ludwig Samereier, Kindergartenbeauftragter Konrad Hochhäusl mit Gattin Franziska und die ehemalige Leiterin Annelies Eichinger. − Fotos: Hochhäusl An der Festtafel im Kindergartengelände: Bürgermeister Franz Watzinger (von rechts), Altbürgermeister Josef Ostermeier, Pfarrer BGR Ludwig Samereier, Kindergartenbeauftragter Konrad Hochhäusl mit Gattin Franziska und die ehemalige Leiterin Annelies Eichinger. − Fotos: Hochhäusl

1990: Leer stehender Pfarrhof geeigneter StandortBürgermeister Franz Watzinger erinnerte an die Gründung des Kindergartens. Dem Gemeinderat habe 1990 eine Aufforderung der Regierung vorgelegen, auch in Erlbach eine solche Einrichtung zu schaffen. Dem damaligen Bürgermeister Josef Ostermeier schien der seinerzeit leer stehende Pfarrhof als geeigneter Standort; das Gebäude wurde auf Erbpachtbasis von der Pfarrpfründestiftung erworben, total entkernt und daraus ein zweckmäßiger Kindergarten errichtet, der im September 1993 seiner Bestimmung übergeben wurde. Der Anbau der 2013 eröffneten Kinderkrippe sei eine richtige Entscheidung gewesen: Sie war sofort belegt, nach wie vor herrsche große Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Er wünschte der Kindergartenleitung und -Personal eine glückliche Hand für die Arbeit in der Zukunft.

Als Vertreter der Kath. Kirchenstiftung Erlbach, dem Träger des Kindergartens, erinnerte Konrad Hochhäusl an 1992, als die Kirchenverwaltung beschloss, die Trägerschaft zu übernehmen. Anneliese Eichinger als erste Leiterin sei ein "Glücksfall" gewesen. Sie bildete mit Evi Schmidt, Christa Edstaller und der Vorpraktikantin Steffi Auer das "Team der ersten Stunde". Anneliese Eichinger leitete den Kindergarten bis 2016, Christa Edstaller ist nun schon seit 25 Jahren dienstältestes Team-Mitglied. Eine "bittere Pille", so Hochhäusl, war die Kündigung, die 2005 an Evi Schmidt ausgesprochen werden musste, als damals die Kinderzahl stark zurückgegangen war. Mit Melanie Gartmeier habe man eine sehr gute Nachfolgerin in der Leitung gefunden.

Hochhäusl stellte die Einrichtung als vorbildlich dar, hier habe man immer die Zeichen der Zeit erkannt. So wurde eine Schülerbetreuung eingeführt, 2003 bereits Kinder unter drei Jahren aufgenommen und seit mehreren Jahren gilt der Kindergarten als integrative Einrichtung, in der auch benachteiligte Kinder in der Entwicklung gefördert werden. Dem Leitbild lägen eine religiöse Orientierung, christliche Wertevermittlung sowie Bildung und Entwicklung der Kinder zu Grunde.

Gegen Zentralisierungs- Bestrebungen der Diözese Bestrebungen der Diözese Passau, alle Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft in eine zentrale Trägerschaft des Diözesan-Caritasverbandes zu übernehmen, wolle man sich bis auf weiteres verwehren: "Der Kindergarten St. Petrus soll noch möglichst lange ,unser Erlbacher Kindergarten‘ sein", so Hochhäusl.

BGR Ludwig Samereier dankte dem Personal für die Arbeit zum Wohle der Kinder: Hier würden wichtige Grundstein fürs Leben gelegt. Auch der Kirchenverwaltung sprach er Dank aus. Mit seinem Segen endete der Festakt in der Pfarrkirche.

Nach dem Festzug zum Kindergarten waren alle Plätze unter den schattigen Pavillons dicht besetzt. Am kalten Büfett mit herzhaften Speisen, zubereitet von den Eltern, fanden die Besucher ein reichhaltiges Angebot vor. Der Nachmittag wurde mit Kaffee und Kuchen abgeschlossen, während sich die Kinder an vielen Spielstationen beschäftigten. − hok

 

(ANA vom 13.06.2018)

"Zeit vergeht – Freundschaft besteht"

Unter diesem Motto feierte die KLJB Reischach am Sonntag groß die Weihe der neuen Vereinsfahne

 

Die neue Fahne im Mittelpunkt: Mit Weihwasser besprengt Pfarrer und Schirmherr BGR Ludwig Samereier das neue Symbol der KLJB vor dem Altar (Foto links). Das Erinnerungsband der jetzigen Landjugend-Generation heftet Josefine Baisl an die Fahne. Festleiter Michael Obereisenbuchner assistiert. − Fotos: mbu Die neue Fahne im Mittelpunkt: Mit Weihwasser besprengt Pfarrer und Schirmherr BGR Ludwig Samereier das neue Symbol der KLJB vor dem Altar (Foto links). Das Erinnerungsband der jetzigen Landjugend-Generation heftet Josefine Baisl an die Fahne. Festleiter Michael Obereisenbuchner assistiert. − Fotos: mbu

 
Die Blaskapelle Reischach führt den langen Zug mit der mitgeführten neuen KLJB-Fahne zur Festhalle an. Die Blaskapelle Reischach führt den langen Zug mit der mitgeführten neuen KLJB-Fahne zur Festhalle an.

Reischach. Schönes Wetter war es, das sich die Katholische Landjugend (KLJB) Reischach für ihre Fahnenweihe sehnlichst gewünscht hatten. Dass sich dieser Wunsch erfüllte, ließ die Gesichter der Jugendlichen am Sonntagvormittag mit der Sonne um die Wette strahlen. Gemeinsam mit den fast vollzählig vertretenen Ortsvereinen, zahlreichen benachbarten und befreundeten Landjugenden und vielen Rei-schachern erlebte die Jugendgruppe ein Fest wie aus dem Bilderbuch.

Und die jungen Leute hatten sich dafür extra eingekleidet: Die Mädchen einheitlich im schwarzen Dirndl mit roter Schürze, die "Buam" mit kurzer Lederhose und weißem Hemd mit dazu passender roter Borte. "Zeit vergeht – Freundschaft besteht": Diese Worte hatten die Jugendlichen als ihr Motto für ihren großen Tag gewählt und sie auch in ihrer neuen Fahne verewigt. Der Wahlspruch zog sich dann auch wie ein roter Faden durch die Feierlichkeiten, die von einem Festgottesdienst in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Martin getragen waren.

Das Fest – "ein Vermächtnis für spätere Generationen"Es sei für ihn "bewegend" eine so schöne Fahne segnen zu dürfen, gestand Pfarrer und Schirmherr BGR Ludwig Samereier zu Beginn des Gottesdienstes. Das Fest sei augenscheinlich ein "Vermächtnis für spätere Generationen". Die jetzige KLJB-Vorstandschaft und bereits ihre Vorgänger hätten damit ihre innerste Einstellung und Überzeugung gezeigt – zugleich mit der neuen Fahne ein "echtes Bekenntnis zur Heimat Reischach" gegeben. "Was auf der Fahne zu sehen ist, ist aus unserer Mitte", hob Samereier das Landschaftsmotiv hervor, eine Ansicht aus der Höhe von Wipfelsberg. Neben der neuen Fahne, die das alte Vereinsbanner von 1984 ablöst (der Anzeiger berichtete darüber), waren es noch ein Festband und die Vereinskerze, die der Ortsgeistliche gleichermaßen segnete. Das Band war von den aktuellen KLJB-Mitgliederjahrgängen 1993 bis 2001 gestiftet worden – zur späteren Erinnerung an diese Generation, wie Josefine Baisl bei der Anheftung an der Fahne in Gedichtform bemerkte.

Michael Obereisenbuchner bekam vom Zelebranten und Schirmherrn für die "gigantische Leistung" als Festleiter nicht nur ein dickes Lob für sich und sein Festkomitee, er erhielt aus Samereiers Händen zum Dank als "Nervennahrung" auch ein Geschenks-Paket mit süßen Leckereien. Danke sagte freilich auch der Beschenkte: Allen, die zum Gelingen des Festes in irgendeiner Weise beigetragen hätten, namentlich der Gemeinde mit Bürgermeister Alfred Stockner, der Pfarrei sowie allen Spendern und Gönnern. Es sei einmal mehr bewiesen, was Reischach alles schaffe, wenn es anzupacken gelte. "Wir haben das miteinander auf die Füße gestellt − und da bin ich stolz drauf", so Obereisenbuchner.

Lob für die junge Truppe gab es vom 1. Bürgermeister Alfred Stockner: "Ihr habt euch viel Arbeit gemacht und ein tolles Fest auf die Beine gestellt". Die neue Fahne sei sehr gut gelungen und gefalle ihm, sagte er. Sie zeige mit der Pfarrkirche und dem Wegkreuz die Verbundenheit zur katholischen Kirche, durch Pflug und Bienenstock diese zur Landwirtschaft und schönen Natur in der Heimatgemeinde. "Wir sind stolz, eine solch aktive Jugendbewegung zu haben".

Das besondere Bekenntnis zum Glauben und zur Heimat hob auch Landrat Erwin Schneider in seinem launigen Grußwort hervor. Die Reischacher Landjugend sei ihm schon seit Jahrzehnten als sehr aktiv bekannt. Gerade ein klares Bekenntnis zur Heimat sei nicht überall auf der Welt selbstverständlich. Es sei gut, dass die Landjugend diese Werte weitergebe, sagte er. Glückwünsche zur neuen Fahne gab es auch durch KLJB-Seelsorger Hubertus Sterflinger: Er überraschte die Jugendgruppe mit einem Geschenk – einem eigens angefertigten "Ersatzbanner".

Schier endloser Festzug ging zur StockschützenhalleEine besonders feierliche Note erhielt der Ablauf des Festgottesdienstes durch die Lieder des Kirchenchors "Choropax", der die Besucher schließlich mit einem gesungenen "O happy Day" entließ. Ein schier endloser Festzug schlängelte sich dann nach der Messe über den "Waldfestplatz" die Aushofener Straße hoch zum gemeinsamen Mittagstisch in der Stockschützenhalle. In der proppenvollen Sporthalle wurden die Gäste dabei von der Blaskapelle Reischach mit schmissigen Melodien unterhalten – die Musiker hatten bereits den Festzug angeführt. Seinen Ausklang fand die Feier dann mit der Live-Band "Postamt Trio", die am Nachmittag mit fetzigen Titeln aufwartete.

Dicht umlagert war später auch die Bar: DJ Franka sorgte für Partymusik. Indes steht bereits der Premiereneinsatz für die neue Fahne fest: Am Sonntag, 24. Juni, feiert Pfarrer Ludwig Samereier in der Erlbacher Pfarrkirche St. Petrus sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Dort will die Reischacher Landjugend ihr neues Glanzstück präsentieren.

Manfred Buchberger

 

(ANA vom 6.6.2018)

Pfarrverband unterstützt Kirchenbau in Indien

Indischer Bischof zu Gast im Reischacher Pfarrverband

 

Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (re.) und Pfarrer Ludwig Samereier (2.v.r.) freuen sich über den Besuch von Bischof Josef Raja Rao Thelegathoti aus der Diözese Vijayawada/Indien (2.v.l.), sowie dessen Bruder Paul, der den Pfarrverband Kirchham/Bad Füssing leitet. − Foto: Hochhäusl Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (re.) und Pfarrer Ludwig Samereier (2.v.r.) freuen sich über den Besuch von Bischof Josef Raja Rao Thelegathoti aus der Diözese Vijayawada/Indien (2.v.l.), sowie dessen Bruder Paul, der den Pfarrverband Kirchham/Bad Füssing leitet. − Foto: Hochhäusl

 

Reischach. Ein hoher Würdenträger der Katholischen Kirche in Indien war am Pfingstsonntag zu Gast im Pfarrverband Reischach: der indische Bischof Joseph Raja Rao Thelegathoti zelebrierte zusammen mit seinem Bruder Paul, sowie Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu den Festgottesdienst in der voll besetzen Reischacher Pfarrkirche. Pfarrvikar Kumar freute sich besonders über diesen Besuch, da er in der von Bischof Joseph verwalteten Diözese Vijayawada beheimatet ist.

In seiner Predigt zum Pfingstfest stellte der Bischof in gut verständlicher deutscher Sprache auch seine Diözese vor.

Die Diözese Vijayawada liegt im Bundesstaat Andhrapradesh im Südosten von Indien und ist etwa fünf Mal so groß wie das Bistum Passau. Von den rund 4,6 Millionen Einwohnern sind 260.000 Katholiken. Sie wurde bereits 1646 von einer Augustiner-Bruderschaft gegründet und hatte die Bildung der Armen zum Ziel. Die Katholische Kirche unterhält dort 98 Pfarreien, in denen 211 Priester und mehr als 800 Ordensleute wirken. Neben zahlreichen Schulen und Gymnasien werden von der Diözese auch 55 Waisenhäuser, 19 Krankenhäuser und viele Jugendeinrichtungen unterhalten.

Nach seiner Priesterweihe 1980 und mehreren Studiengängen wirkte Joseph Raja Rao Thelegathoti im Orden der "Society of Mary-Montfort-Missionare" und wurde 2016 von Papst Franziskus zum Bischof ernannt.

Zur Diözese Vijayawada gehört auch die Heimatpfarrei Kotapadu von Pfarrvikar Kumar. Dort leben rund fünfhundert Katholiken, die meist der niedrigsten Kaste, den "Dalits" angehören. Sie besitzen kein eigenes Land und arbeiten meist als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft. Nur etwa sechzig Prozent der Kinder gehen zur Schule und arbeiten anschließend meist als Tagelöhner. Mangels finanzieller Mittel bleibt ihnen eine Ausbildung verwehrt.

In zahlreiche kirchlichen Verbänden wie "Legion of Mary", "Vinzent-de-Paul-Bruderschaft", Müttervereinen, Frauenbund und Landjugend wird in der Pfarrei Kotapadu ein tiefer Glaube gelebt. Allerdings mangelt es dort an geeigneten Räumlichkeiten. Das Ziel ist der Neubau einer Kirche mit entsprechenden Veranstaltungs- und Bildungsräumen. Dies würde eine enorme Aufwertung für den Ort und deren Bewohner bedeuten und die Entwicklung in allen Bereichen positiv beeinflussen. Die Kosten für den Kirchen-Neubau werden auf 80000 Euro veranschlagt, wovon der Großteil über Spenden finanziert werden muss.

Der in Kirchham als Pfarrer wirkende Bruder des Bischofs, Paul Thelegathoti hat diesen bei seinen Ausführungen unterstützt.

Der Ortspfarrer, Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier, brachte seine Freude über diesen hohen Besuch zum Ausdruck. Er hob besonders die Beliebtheit und die gute Arbeit seines Pfarrvikars Kumar Yangaldasu hervor, was die Kirchenbesucher mit großem Applaus quittierten. Er bat den Bischof, er möge Kumar mindestens noch zehn Jahre im Pfarrverband Reischach belassen.

Zum Ende des Pfingstgottesdienstes, der vom Kirchenchor und einem Streichensemble gestaltet wurde, gab Pfarrer Ludwig Samereier bekannt, dass der Pfarrverband Reischach mit einer großzügigen Spende den Grundstein für das Kirchenbauprojekt legen werde.

Zu diesem Vorhaben "Kirche im Dorf", für das sich Kumar Yangaladasu besonders einsetzt, wird dieser am Donnerstag, 12. Juni, um 19.30 Uhr im Reischacher Pfarrheim einen eigenen Informationsabend gestalten. − hok

 

(ANA vom 23.5.2018)

Die Kirche im Dorf bauen

Kaplan Kumar Yangaladasu startet Projekt "Kirche im Dorf" – Indischer Bischof am Sonntag zu Gast

 
 
Startet das Projekt "Kirche im Dorf": Reischachs Kaplan Kumar Yangaladasu. − F.: mbu Startet das Projekt "Kirche im Dorf": Reischachs Kaplan Kumar Yangaladasu. − F.: mbu

Reischach. Knapp drei Jahre sind es her, dass Kaplan Kumar Yangaladasu im Pfarrverband Reischach sein pastorales Wirkungsfeld als Pfarrvikar übernommen hat. Abgelöst hatte der Inder damals seinen Landsmann Pater Kishore Reddy Gade, der nach sechs Jahren seines Wirkens im Holzland im asiatischen Heimatland neue Aufgaben übernommen hat. Jetzt hat der 36-jährige Diözesanpriester Yangaladasu ein Hilfs-Projekt gestartet, das durch Spenden den Bau einer Kirche in seiner Heimatpfarrei Kotapadu im Bundesstaat Andhra Pradesh, im Südosten Indiens, ermöglichen soll.

Kompetente Starthilfe wird der durch seine zugängliche Art fest im Dorfgeschehen eingebundene Geistliche dabei am Sonntag erhalten: Joseph Raja Rao Thelegathoti, Diözesanbischof von Yangaladasus Heimatbistum Vijayawada, wird beim Gottesdienst um 10.15 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin anwesend sein und die Messe konzelebrieren. Der hohe Würdenträger ist am 19. Dezember 2015 von Papst Franziskus zum Bischof der dortigen Diözese ernannt worden, die Weihe ist am 2. Februar 2016 erfolgt. Auf der Suche nach Missionshilfe, die den Oberhirten durch Deutschland und mehrere europäische Länder führt, kommt der 66-Jährige auch auf Stippvisite ins Holzland. Er erhofft, durch die Europatour den Kirchenbau und verschiedene katholische Glaubensprojekte in seiner Heimat, deren Bevölkerung zu über 90 Prozent hinduistisch geprägt ist, vorantreiben zu können.

Wie der Pfarrvikar, der Pfarrer Ludwig Samereier seit 2015 in der Sakramentenpastoral unterstützt, der Heimatzeitung berichtet, sei der Pfarrverband Kotapadu erst vor acht Jahren gegründet worden – gut 2000 Katholiken lebten dort und würden in kleinen Filialkirchen seelsorgerisch betreut. Er plane jetzt für den bisher kirchenlosen Hauptort Kotapadu mit dem Bau einer "St Joseph-Kirche" für die rund 500 dort lebenden Katholiken das Projekt "Kirche im Dorf" zu starten.

Die meisten der Einwohner seien "Dalits" – sie gehörten als Nachfahren der indischen Ureinwohner niedrigen Kasten an und würden in der Politik daher nur eine geringe Rolle spielen, so Yangaladasu. Obwohl gerade die arme Bevölkerung nach der indischen Verfassung Unterstützung erfahren sollte, würde diese auf dem Land allerdings immer noch unterdrückt. Die Menschen – in aller Regel Tagelöhner – seien sehr arm und besäßen weder Eigentum noch eine richtige Wohnung.

Auf der Strecke blieben dabei auch die Kinder: Nur 60 Prozent hätten die Möglichkeit eines Schulbesuches. Nach der Schulausbildung erwarte sie in aller Regel die Feldarbeit – eine Berufsausbildung sei nur in den seltensten Fällen möglich, weiß Yangaladasu aus eigener Erfahrung zu berichten.

Halt würde den Katholiken in der Region, etwa 1,5 Prozent der Gesamtbevölkerung, der einfache aber tiefe Glaube zu Gott geben – freilich ohne jegliche Logistik, wie er sagt. Gottesdienste, Feste und Veranstaltungen oder auch Gebetskreise würden unter freiem Himmel abgehalten. Ein Kirchenbau mit einem Pfarrsaal könnte den Gläubigen viele neue Chancen bieten, so auch einen geregelten Religionsunterricht für die Kinder. Die Kirche würde so zu einem zentralen Ort für die Entwicklung des Dorfes werden und könnte die Lebenssituation der Menschen nachhaltig verbessern, so Yangaladasu.

Die Möglichkeit, sich über die Lebensumstände und kirchlichen Projekte in seiner indischen Heimat am Golf von Bengalen zu informieren, gibt es am Dienstag, 7. Juni. Der Geistliche lädt dazu um 19.30 Uhr die gesamte Bevölkerung des Pfarrverbandes zu seinem Vortrag im Pfarrheim Reischach ein.
Näheres zur Spendenmöglichkeit ist im Internetauftritt des Pfarrverbandes Reischach zu erfahren oder kann im Pfarrbüro erfragt werden, so der Hinweis der Pfarrei. − mbu

 

(ANA vom 18.05.2018)

Projekt von Pfarrvikar Kumar für Indien

Kirche im Dorf“ - St. Joseph Kirche, Pfarrei-Kotapadu

Infos über Bistum Vijayawada

Das Bistum liegt im Landkreis Krishna und wurde 1646 von einer Augustiner-Bruderschaft gegründet. 1855, als PIME-Ordenspriester aus Italien kamen, breitete sich das Missionswerk aus. Das Ziel des Paters war zunächst Bildung für die Armen.

Glauben

Die Katholiken verbindet ein einfacher aber tiefer Glaube. Sie nehmen im eigenen Dorf, aber auch im Pfarrverband an Gottesdiensten, Sakramenten, Festen, Veranstaltungen und Gebetskreisen teil. Kirchliche Verbände sind die Legion of Mary, die Vincent-de Paul-Bruderschaft, Müttervereine, Frauenbund und Landjugend.

Ziel

Ein Kirchenbau bietet den Gläubigen viele Möglichkeiten für sinnvolles Feiern von Gottesdiensten und Sakramenten. Es gibt keinen Pfarrsaal, kein Pfarrheim oder andere Veranstaltungsräume, auch der Religionsunterricht der Kinder findet nach dem Gottesdienst in der Kirche statt. Die Kirche ist auch ein Ort für Rosenkranz, Gebetsstunden, Chorproben und Catechesemuskurse durch den Ortspfarrer. Die Kirche bietet einen zentralen Ort für die Entwicklung des Dorfes.

Spende

Wir bitten um Ihre großzügige Spende für den Bau der Kirche im Dorf, die hilft, den Glauben und die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Wer etwas spenden möchte, kann das Geld überweisen auf das

Konto: Pfarrkirchenstiftung Reischach

BANK: Raiffeisenbank Neumarkt-St. Veit-Reischach

IBAN: DE70 7016 9530 0000 8047 20

Stichwort: KIRCHENBAU INDIEN

Für mehr Informationen, melden Sie sich im Pfarrbüro oder

bei Pfarrvikar Kumar Yangaladasu, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,

Handy: 0157/52411045, Aushofenerstraße  2, 84571 Reischach.

Am Dienstag, 12.06.2018 um 19.30 Uhr hält Pfarrvikar Kumar im Pfarrheim Reischach einen Vortrag über Projekte in Indien. Die Bevölkerung aus dem gesamten Pfarrverband ist hierzu herzlich eingeladen.

Die Pfarrgemeinderäte haben sich konstituiert: Die Ergebnisse

Wichtige Personalien in den Orten des Pfarrverbands Reischach

 
 

Reischach. In den Orten des Pfarrverbands Reischach haben sich nach den Wahlen der Pfarrgemeinderäte die Gremien konstituiert. Das hat das Pfarrbüro bekannt gegeben.

Aus der Pfarrgemeinde St. Georg Arbing werden folgende Ergebnisse gemeldet: Vorsitzende ist Elisabeth Sigrüner, stellvertretender Vorsitzender Reinhard Pillris, der auch gleichzeitig Pilgerbeauftragter ist, zweiter Stellvertreter wurde Josef Daxl. Zur Schriftführerin wurde Michaela Lichtenwimmer gewählt, außerdem ist Elisabeth Hochhäusl KEB-Verantwortliche und Klaus Hölzlwimmer KLJB-Beauftragter.

In der Pfarrgemeinde St. Petrus Erlbach setzt sich nach der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Pfarrgemeinderates dieser wie folgt zusammen: Zur Vorsitzenden wurde Marianne Hölzl-wimmer wiedergewählt, Stellvertreter sind Alois Oberhaizinger, der auch Pilgerbeauftragter ist, und Hannelore Sallersbeck, die KEB-Beauftragte ist. Zur Schriftführerin wurde wiederum Kathrin Stamberger gewählt. Sie ist gleichzeitig Jugendbeauftragte. Weitere Mitglieder sind Evi Ebner (Beauftragte für Neuevangelisierung), Elfriede Spateneder (Berufungsbeauftragte) sowie Irmgard Preywisch und Michael Rothenaicher.

Auch in der Pfarrei Maria Himmelfahrt Perach wurden die Pfarrgemeinderatswahlen mit der konstituierenden Sitzung abgeschlossen. Der Pfarrgemeinderat setzt sich demnach wie folgt zusammen: Zum ersten Vorsitzenden wurde Klaus Hiefinger neu gewählt. Die stellvertretende Vorsitzende ist Marianne Spielmannleitner, die gleichzeitig Pilgerbeauftragte und Beauftragte für Neuevangelisierung ist. Die zweite Stellvertreterin, Susanne Stubenvoll, ist auch KEB- und Berufungsbeauftragte. Schriftführerin wurde Frau Elisabeth Scheibl. Außerdem gehören dem Pfarrgemeinderat noch Regina Bruckmeier, Roswitha Nohl, Klaus Schnabel und Brigitte Prinz an. Brigitte Prinz ist auch Jugendbeauftragte.

In der Pfarrei St. Martin Reischach gehören nach der Pfarrgemeinderatswahl und der anschließenden konstituierenden Sitzung folgende Personen dem Pfarrgemeinderat an: Edith Brunner ist wieder Vorsitzende in Reischach, ihre Stellvertreterin wurde Maria Vorbuchner (KEB-Verantwortliche), der zweite Stellvertreter ist Max Moser. Schriftführer wurde erneut Benjamin Auer, stellvertretende Vorsitzende ist Martina Hofbauer. Des weiteren gehören dem Ausschuss an Maria Demmelhuber (Liturgieausschuss), Tobias Lichtenwimmer, Michael Obereisenbuchner (Jugendbeauftragter) und Konrad Sigrüner-Kasböck (Endlkirchen, Liturgieausschuss). Hinzuberufen wurde Konrad Hinterwinkler.

Außerdem sind so genannte "geborene Mitglieder" (kraft Amtes) bei allen Pfarrgemeinderäten im Pfarrverband Arbing-Erlbach-Perach-Reischach mit Endlkirchen Pfarrer BGR Ludwig Samereier, Pfarrvikar Kumar Yangaladasu, Gemeindereferent Johann Salzinger und Religionslehrerin i.K. Theresia Demmelhuber. – red

 

(ANA vom 4.4.2018)

Ein Sonntag im Zeichen der Arbeitswelt

KAB Erlbach feierte ihr Jahreshauptfest

 

Dem Kreispräses, Pfarrer Ludwig Samereier, dankte der Erlbacher KAB-Vorstand Rudolf May (rechts) für das Referat. − Foto:

 

Erlbach. 40 Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Erlbach mit Rudolf May an der Spitze hatten sich am Sonntag in der Erlbacher Pfarrkirche eingefunden, um das Jahreshauptfest des Vereins zu begehen.

Beim Frühschoppen im Gasthaus Prostmeier referierte Orts- und Kreispräses Pfarrer Ludwig Samereier zum Thema "Arbeitswelt 4.0". Samereier zeigte die Reformen der Arbeitswelt der letzten Jahrhunderte auf: mit der Erfindung der Dampfmaschine 1769 begann die erste industrielle Revolution. Dem folgte um 1870 ein zweiter Schritt mit der Fließbandarbeit. Um 1980 begann die Automatisierung mit einer rasanten Entwicklung, die nun in der so genannten "digitalen Arbeitswelt 4.0" angekommen ist. Hierbei stehe die künstliche Intelligenz im Vordergrund, es gibt Systeme mit Sprach- Bild- und Mustererkennung und die Entwicklung scheine kein Ende zu nehmen.

Mit Sorge sah der Referent auch die Entwicklung im Automobilsektor: Während ein Dieselmotor aus 12000 Einzelteilen besteht, habe ein Elektromotor nur noch 22 Komponenten. Dies führe zwangsläufig zu Arbeitsplatzverlusten. Aufgabe der KAB sei es, gemeinsam mit der Politik Voraussetzungen für eine gerechte Entlohnung und menschenwürdige Arbeit zu schaffen. − hok

 

(ANA vom 7.3.2018)

Erlbacher Frauen haben das 40-Jährige im Blick

Jahreshauptversammlung und Weltgebetstag – Rückblick auf ein aktives Jahr

 

Die Leiterin der "Mutter-Kind-Gruppe" Verena Fritzenwenger (2.von links) präsentiert den Vorstandsmitgliedern (von links) Monika Rothenaicher, Theresia Schwertfellner und Helga Meier die kreativen Bastelarbeiten der Kleinen. − Foto: Hochhäusl Die Leiterin der "Mutter-Kind-Gruppe" Verena Fritzenwenger (2.von links) präsentiert den Vorstandsmitgliedern (von links) Monika Rothenaicher, Theresia Schwertfellner und Helga Meier die kreativen Bastelarbeiten der Kleinen. − Foto: Hochhäusl

 

Erlbach. Zur 39. Jahreshauptversammlung des Katholischen Frauenbundes Erlbach begrüßte Vorsitzende Theresia Schwertfellner rund 40 Mitglieder im Gasthaus Prostmeier. Die Vorstandsmitglieder berichteten über zahlreiche Aktivitäten im geselligen und religiösen Bereich. Zum 40-jährigen Bestehen ist am Sonntag, 25. November, eine Feier vorgesehen.

In ihrem Bericht ließ Schriftführerin Monika Rothenaicher das vergangene Jahr Revue passieren: Neben einer Kreuzwegandacht, der Maiandacht und dem Oktoberrosenkranz waren die Frauen auch aktiv bei der Mitgestaltung des Pfarrfestes, der Fronleichnamsprozession und der 400-Jahr-Feier zum Bestehen der Koronakapelle, sowie beim 170-jährigen Bestehen der MC Erlbach. Zusammen mit dem Gartenbauverein wurde der Osterbrunnen geschmückt und eine Adventfeier durchgeführt.

Im kulturellen Bereich besuchten die Frauen eine Operette, eine Lehrfahrt führte zur Altzaler Hofmolkerei und bei einer Kochvorführung wurden Suppen und Vorspeisen zubereitet. Im Rahmen des Ferienprogrammes durften die Kinder mit Lamas wandern. Alle Geburtstagsjubilare des vergangenen Jahres feierten bei einem Weißwurstfrühstück nochmals ihren Ehrentag. Erfolgreich beteiligten sich die Frauen auch beim Erlbacher Bürgerschießen. Der Jahreshöhepunkt war das gut besuchte Grillfest auf dem Dorfplatz.

Stellvertretend für die erkrankte Kassenwartin Anna Latein berichtete die 2. Vorsitzende Helga Meier über die Vereinsfinanzen: die gesamten Einnahmen betrugen 5576 Euro, wovon die größten Posten die Mitgliederbeiträge, sowie die Erlöse des Grillfestes und dem Verkauf von Palm- und Kräuterbuschen waren. Dem standen Ausgaben von 5494 Euro gegenüber. Diese beinhalten auch mehrere Spenden für caritative Zwecke, sowie die Abgaben an den Landesverband.

Die Kasse wurde von Berta Riedelsheimer und Annemarie Ostermeier geprüft und für in Ordnung befunden – die Vorstandschaft wurde entlastet.

Verena Fritzenwenger stellte die Arbeit der Mutter-Kind-Gruppe, die von zehn Kindern besucht wird, vor. In das Singen, Spielen und Basteln mit den Kindern wurden die Feste im Laufe des Kirchenjahres einbezogen. Zum Vater-und Muttertag wurden kleine Geschenke gebastelt und auch beim Pfarrfest gaben die Mütter Anweisungen zum Basteln von Schlüsselanhängern. Der Erlös eines Kasperletheaters wird an die "Klinikclowns" gespendet.

Vorsitzende Theresia Schwertfellner berichtete, dass derzeit 116 Mitglieder dem Frauenbund angehören. Sie dankte ihren Vorstandskolleginnen und allen Mitgliedern für die Unterstützung während des ganzen Jahres. Mit Freude sehe sie dem 25. November 2018 entgegen, an dem das 40-jährige Bestehen des Erlbacher Frauenbundes gefeiert wird. Auch für das laufende Jahr seien wieder zahlreiche Aktivitäten vorgesehen: ein Vortrag wird über Lebensmittel-Unverträglichkeit aufklären, es wird die "Konrad vonParzham-Schule" besucht und beim 2. Erlbacher Wintermarkt sind die Frauen ebenfalls vertreten.

Bürgermeister Franz Watzinger dankte den Verantwortlichen für ihre aktive Teilnahme am Dorfleben. Er mahnte auch, nicht nur zu spenden, sondern sich selbst auch was zu gönnen. Eine "bittere Pille" sei immer die Abgabe an den Landesverband, aber diese Institution "verleihen den Frauen eine Stimme".

Der Jahreshauptversammlung vorangegangen war der Weltgebetstag der Frauen, bei dem die Frauen in dem kleinen südamerikanischen Land Suriname im Fokus standen. Die eindrucksvollen Texte wurden mit stimmigen Liedern aus Suriname vom Kirchenchor unter der Leitung von Werner Pfeffer umrahmt. − hok

 

(ANA vom 6.3.2018)

Senioren genossen Faschingskranzl

130 Besucher folgten der Einladung des Frauenbunds Reischach

 

Ein Buffet mit selbst gemachten Torten und Kuchen hatten die Damen des Frauenbundes aufgebaut. Die Süßigkeiten fanden reißenden Absatz bei den Senioren. − Fotos: Niederhuber Ein Buffet mit selbst gemachten Torten und Kuchen hatten die Damen des Frauenbundes aufgebaut. Die Süßigkeiten fanden reißenden Absatz bei den Senioren. − Fotos: Niederhuber

 
Einen "Handy-Ratsch beim Bügeln" zeigte dieser Frauenbund-Sketch. Einen "Handy-Ratsch beim Bügeln" zeigte dieser Frauenbund-Sketch.

Reischach/Endlkirchen. Andrang wie eh und je hat jüngst beim Seniorenkranzl im Gasthaus Auer in Endlkirchen geherrscht. Eingeladen hatte die älteren Semester der Kath. Frauenbund Reischach – rund 130 Gäste wollten bei der Faschingssause am Sonntagnachmittag mit dabei sein.

Für gute Stimmung und die passende Musik sorgte der "Holzlandrebell", der auch so manchen Witz auf Lager hatte. Wie bereits bei ihrem Faschingsball hatten die Damen des Frauenbundes auch bei den Senioren ihre Sketche, Einlagen und Tänze auf Lager und ernteten viel Applaus. Diesen bekam auch die Kids Dance Tanzgruppe aus Reischach für ihren Tanz. Einstudiert hatten diesen Carola Niederhuber und Andrea Scholze. Bewirtet wurde die ältere Besucherschar in bewährter Weise von den Damen des Frauenbundes mit selbst gebackenen Kuchen und Torten. − mbu

 

(ANA  vom 31.1.2018)

Der hl. Sebastian – auch heute noch Vorbild

Die Sebstianibruderschaft Endlkirchen feierte ihren Schutzpatron mit Festgottesdienst, Prozession und Konvent

 

Mit einem Geschenkkorb gratulieren nicht nur Pfarrer Ludwig Samereier (von links) und 2. Vorsitzender Alois Haßlberger der langjährigen Organistin Anna Rothenaicher zum 85. Geburtstag, sondern auch die 1. Vorsitzende der Sebastianibruderschaft, Maria Wekstetter. − Fotos: Hochhäusl Mit einem Geschenkkorb gratulieren nicht nur Pfarrer Ludwig Samereier (von links) und 2. Vorsitzender Alois Haßlberger der langjährigen Organistin Anna Rothenaicher zum 85. Geburtstag, sondern auch die 1. Vorsitzende der Sebastianibruderschaft, Maria Wekstetter. − Fotos: Hochhäusl

 
Mit einem Präsent dankt Vorsitzende Maria Werkstetter der langjährigen Schriftführerin Irmengard Stockner (links) für ihre vorbildliche Tätigkeit. Mit einem Präsent dankt Vorsitzende Maria Werkstetter der langjährigen Schriftführerin Irmengard Stockner (links) für ihre vorbildliche Tätigkeit.

Endlkirchen. Der heilige Sebastian steht in der Pfarreifiliale Endlkirchen hoch im Kurs: in eindrucksvoller Weise ist am Sonntag sein Namenstag von den Mitgliedern der Sebastianibruderschaft würdig gefeiert worden.

Nach dem von Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier zelebrierten Festgottesdienst erfolgte eine Prozession um die Kirche, bei der eine Reliquie des so genannten Pestheiligen mitgetragen wurde. Beim anschließenden Konvent im Gasthaus Auer berichtete die Vorstandschaft über die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres.

Trotz Folter legte er sich mit Kaiser Diokletian an"Was sind das für Menschen, die Heilige verehren?" fragte der Ortsgeistliche, Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier in seiner Festansprache in der voll besetzten Kirche. "Es sind Menschen, die wollen Vorbilder sehen, auch in Gestalt von Bildern und Statuen, sie verehren ihre Namenspatrone und geben den Kindern christliche Namen und sie wissen, dass auch die Heiligen meist Fehler hatten und nie vollkommen waren", gab er selbst Antwort auf diese Frage.

Stolz präsentiert Pfarrer Ludwig Samereier die gefasste Reliquie des Heiligen Sebastian vor dem Schrein, den Martin Peterbauer (rechts) angefertigt hat. Stolz präsentiert Pfarrer Ludwig Samereier die gefasste Reliquie des Heiligen Sebastian vor dem Schrein, den Martin Peterbauer (rechts) angefertigt hat.

Den heiligen Sebastian bezeichnete Pfarrer Ludwig Samereier als bekennenden Christen, der der christlichen Überlieferung zufolge trotz erlittener Folter mit dem römischen Kaiser Diokletian wegen dessen Christenverfolgung anlegte und deswegen mit Keulen erschlagen wurde. Er sollte auch in der heutigen Zeit mit seiner geradlinigen und unbestechlichen Art als Vorbild dienen, so der Geistliche.

Als "Pestheiliger" wird Sebastian verehrt, da seine Verehrung im 17. Jahrhundert eine Blütezeit erlebte. Zur Pestzeit während des Dreißigjährigen Krieges waren es vor allem die Mitglieder der Sebastianibruderschaften, die für eine würdige Bestattung der Pesttoten sorgten. Auch der Endlkirchener Pestfriedhof wird von den Mitgliedern dieser Bruderschaft gepflegt, wofür Pfarrer Samereier seinen Dank aussprach.

Bei der Reliquienprozession, die sich dreimal um die Kirche bewegte, wurde neben der Sebastianifahne und der Vortragestange mit dem "Pestheiligen" auch die im Besitz der Filialkirche befindliche Reliquie von Pfarrer Ludwig Samereier mitgetragen.

Der Festgottesdienst wurde vom Reischacher Frauenbundchor unter der Leitung von Bettina Weiherer feierlich gestaltet. Reißenden Absatz fanden die "Sebastianipfeile", ein Blätterteiggebäck, das eine örtliche Bäckerei angefertigt hatte.

Beim anschließenden Konvent im Gasthaus Auer berichtete Vorsitzende Maria Werkstetter über ein "ruhiges Vereinsjahr". 13 Geburtstagsjubilare wurden besucht, das "Highlight" war allerdings der 50. Geburtstag von Pfarrer Samereier, den dieser in Endlkirchen feierte (der Anzeiger berichtete). Ein Ausflug führte zu einer Sebastianikapelle nach Gern und mit einem Rosenkranz wurde um geistliche Berufe gebetet. Sie freute sich, dass mit Rosalinde Binder, Martin Gottanka, Franz Auer jun. und Sebastian Auer sich vier Mitglieder der Bruderschaft angeschlossen haben. Den Mitgliederstand bezifferte die Vorsitzende mit 153.

Langjährige Schriftführerin legt ihr Amt niederKassier Heinrich Freibuchner bezifferte die Einnahmen des vergangenen Jahres mit 1203 Euro, denen standen Ausgaben von 637 Euro entgegen. Die Kasse wurde von Johann Köpf geprüft, der nichts zu beanstanden fand und die Entlastung beantragte, die einstimmig gewährt wurde. Aus gesundheitlichen Gründen legt Irmengard Stockner ihr Amt als Schriftführerin nieder. Vorsitzende Maria Werkstetter dankte ihr für ihre Arbeit mit einem Präsent. Zur Nachfolgerin wurde Marianne Maierhofer gewählt.

Die unermüdliche Organistin Anna Rothenaicher erfuhr bei diesem Konvent eine besondere Würdigung anlässlich ihres 85. Geburtstages, den sie vor einigen Wochen gefeiert hat.

Im Rahmen der von Bischof Dr. Stefan Oster propagierten "Neuevangelisierung" warb Pfarrer Samereier um "Mitbeter", die auf Anforderung einen Rosenkranz des Bischofs zugeschickt bekommen. − hok

 

(ANA vom 24.1.2018)

1090 Euro für arme Kinder

In Erlbach waren 16 Sternsinger unterwegs

 

Den Abschlussgottesdienst mit den Sternsingern zelebrierte Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten rechts). − Foto: Hochhäusl Den Abschlussgottesdienst mit den Sternsingern zelebrierte Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten rechts). − Foto: Hochhäusl

 

Erlbach. Voll "königlicher Würde" war der letzte Sonntagsgottesdienst in der Erlbacher Pfarrkirche "St. Petrus": Dort empfing Pfarrvikar Kumar Yangaladasu die Sternsinger zurück, die in den Tagen vorher in der gesamten Pfarrei unterwegs waren. Unter dem Motto: "Segen bringen, Segen sein" zogen sie in orientalisch anmutender Kleidung als "Heilige Drei Könige" von Haus zu Haus, sangen ein Segenslied und erbaten eine Spende für die weltweit größte Kinder-Hilfsaktion, die heuer zum Thema hatte "Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit".

In fünf Gruppen aufgeteilt, beteiligten sich insgesamt 16 Ministranten an der Aktion, mit deren Erlös die in Entwicklungsländern noch immer hohe Quote an Kinderarbeit bekämpft werden soll.

Beim Abschlussgottesdienst dankte Pfarrvikar Kumar Yangaladasu allen Ministrantinnen und Ministranten für ihre Bereitschaft, diese Aktion zu unterstützen. Unter dem Applaus der Kirchenbesucher gab Oberministrantin Verena Rinner das Sammelergebnis bekannt: es konnten 1090 Euro für diese Hilfsaktion überwiesen werden. Die Sprecherin bedankte sich auch besonders bei den Helfern dieser Aktion und den drei Fahrern, die die Sternsinger mit ihren Autos im Außenbereich chauffiert hatten. − hok

 

(ANA vom 11.1.2018)

Neue Ministranten in den Dienst aufgenommen

 

 

Reischach. Im Rahmen eines Vorabendgottesdienstes unter der Leitung von Pfarrer Ludwig Samereier und Gemeindereferent Hans Salzinger sind sieben neue Ministranten feierlich in die Ministranten-Gemeinschaft von Reischach aufgenommen: Manuel Licker (ab 2. von links), Antonia Demmelhuber, Kilian Stemplinger, Theresa Kapser, Michael Rauscheder, Sophia Niederhuber und Kilian Lichtenwimmer. Sie gestalten von nun an die Eucharistiefeier in Reischach eifrig mit. Bei der gleichen Gelegenheit wurden vier langjährige Ministranten verabschiedet: Anna-Lena Weißhäupl, Michael Frank, Simon Kleinillenberger und Franziska Hölzlwimmer. Neue Oberministranten sind Sophia Meyer und Maria Hölzlwimmer (rechts). Markus Pfaffeneder (links) und Matthias Hölzlwimmer wurden unterdessen aus diesem Amt verabschiedet. − red/Foto: Hölzlwimmer

 

(ANA vom 5.1.2018)

Die 4000-Euro-Marke wieder geknackt

28 Reischacher Sternsinger holten beachtliches Sammelergebnis für Kinder in Not

 

In orientalischen Gewändern zogen die Reischacher Ministranten durch den Ort und die Außenbereiche. Das von ihnen gesammelte Geld ist für arme Kinder vor allem in Indien gedacht. − Foto: Westenthanner In orientalischen Gewändern zogen die Reischacher Ministranten durch den Ort und die Außenbereiche. Das von ihnen gesammelte Geld ist für arme Kinder vor allem in Indien gedacht. − Foto: Westenthanner

 

Reischach. Die 28 Sternsinger der Pfarrei Reischach konnten auch heuer wieder die 4000er- Marke an Spenden knacken: 4150 Euro sammelten sie für das Kindermissionswerk.

Sieben Gruppen zogen am Dienstag, in orientalisch anmutende Gewänder gekleidet, im Ort von Haus zu Haus und am Mittwoch, 3. Januar, wurden sie jeweils mit Autos in die Ortsteile im Außenbereich der Pfarrei gebracht. Beim Abendgottesdienst des Neujahrstages waren sie ausgesandt worden. In einer Spielszene wurde das Thema der diesjährigen Sternaktion dargestellt: "Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit". Fünf künftige Erstkommunikantinnen stellten dar, was Kinderarbeit bedeuten kann. Danach traten die Dreikönige auf mit Lösungsvorschlägen für dieses Problem: Faire Löhne, Schulprojekte, Mini-Kredite und Selbsthilfegruppen. Die Spenden sollen vor allem für Schulprojekte eingesetzt werden.

Passend zum Thema: "Kinderarbeit in Indien" wurde der Gottesdienst mit Pfarrvikar Kumar, der aus Indien stammt, gefeiert. Zur Freude der Sternsinger und der Gottesdienstgemeinde sang er auch ein Weihnachtslied in seiner Muttersprache. Dieses Lied preist Jesus als den Stern.

Für die reibungslose Durchführung der gesamten Aktion sorgten die Oberministrantinnen Sophia Meyer und Maria Hölzlwimmer. Sie hatten die Gruppen eingeteilt und erstellten die Tourenpläne. Für die Gewandung der Sternsinger sorgte wie schon seit Jahren Maria Westenthanner.

Der Dank der Organisatoren der Aktion galt den Fahrern und den Eltern der Sternsinger. Die Sternsinger, die aus den Reihen der Ministranten und der Firmbewerber rekrutiert worden waren, hatten mit widrigem Wetter zu kämpfen.

Am Sonntag, 7. Januar, wird diese Aktion beim Gottesdienst mit der Einholung der Sternsinger ihren Abschluss finden. − red

 

(ANA vom 5.1.2018)

Engagiertes Trio an Silvester geehrt

 
 

Arbing. Beim Jahresabschlussgottesdienst an Silvester sind in der Pfarrkirche St. Georg drei ehrenamtliche Mitarbeiter der Pfarrgemeinde durch Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier (links) für langjährige Dienste geehrt worden. Ehrenurkunden erhielten Theresia Stockner (2. von links) für 25 Jahre Zeitschriftendienst und Kirchenreinigung, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner (4. von links) für ebenfalls ein Vierteljahrhundert als Kirchenschmückerin und -reinigerin. Für zehn Jahre als Mesner wurde Christian Schächner (3. von links) im Beisein von Kirchenpfleger Hermann Schächner (rechts) geehrt. Hermann Schächner hatte seinerseits beim Gottesdienst am Stephanitag die Stephanusplakette des Bistums Passau erhalten (der Anzeiger berichtete gestern). Pfarrer Samereier hob bei der Übergabe der Ehrenurkunden und seinen Dankesworten das besondere Engagement des Trios um die Pfarrei Arbing hervor. − mbu/Foto: Schächner

 

(ANA vom 4.1.2018)

Stephanusplakette für Hermann Schächner

 

 
 

Arbing. Große Ehre für Hermann Schächner (Mitte): Beim Gottesdienst am 2. Weihnachtsfeiertag in der Nebenkirche St. Stephanus Arbing hat ihm Ortsgeistlicher Bischöflich-Geistlicher Rat Ludwig Samereier im Auftrag von Bischof Stefan Oster die Stephanusplakette überreicht. Es handelt sich dabei um die höchste Auszeichnung, welche die Diözese an Laien vergibt. Die Auszeichnung besteht aus einer Urkunde und einer Plakette, die unter dem Applaus der Gläubigen in dem vollbesetzten Gotteshaus übergeben wurden. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner überreichte zusätzlich einen schönen Geschenkkorb. Schächner wurde geehrt, weil er seit dem Jahr 2000, also seit 17 Jahren, das Amt des Kirchenpflegers in Arbing versieht und weil er von 1982 bis 2002, also 30 Jahre lang, im Pfarrgemeinderat in Arbing als Vorsitzender tätig war. Darüber hinaus ist er seit dem Jahr 1994 Kommunionhelfer in Arbing. Pfarrer Samereier lobte Schächner dafür, dass er immer da ist, wenn er gebraucht wird. Aus der Familie Schächner ist der Pfarrer des Pfarrverbands Unterneukirchen, Herrman Schächner, hervor gegangen. Er hatte im Jahr 2012 im Rahmen einer großen Feierlichkeit seine Primiz in Arbing gefeiert. − red/F: Demmelhuber

 

(ANA vom 3.1.2018)

Adventssingen stimmte aufs Fest ein

Viele Darbietungen in der Erlbacher Pfarrkirche – Erlös von 1040 Euro ist für das Gotteshaus gedacht

 

Ihre frischen Lieder gefielen den Zuhörern: der Kinderchor, geleitet von Tina Schönwetter (hinten rechts) − Fotos: Hochhäusl Ihre frischen Lieder gefielen den Zuhörern: der Kinderchor, geleitet von Tina Schönwetter (hinten rechts) − Fotos: Hochhäusl

 
Großen Gefallen fanden die Instrumentalstücke von Luis Widmann (vorne) und die Lieder des "Untererlbacher Zwoag’sanges" mit Hans Kleinillenberger und Margit Weidinger, auf der Zither begleitet von Marianne Maier. Großen Gefallen fanden die Instrumentalstücke von Luis Widmann (vorne) und die Lieder des "Untererlbacher Zwoag’sanges" mit Hans Kleinillenberger und Margit Weidinger, auf der Zither begleitet von Marianne Maier.

Erlbach. Beim 12. Erlbacher Adventsingen in der voll besetzten Pfarrkirche haben die Zuhörer viele musikalische Kostproben von örtlichen Chören, Solisten und Instrumentalgruppen zu hören bekommen. Besonders der Kinderchor und Luis Widmann auf seiner Steirischen Harmonika eroberten die Herzen.

Pfarrgemeinderatsvorsitz-

ende Marianne Hölzlwimmer, hieß am Nachmittag des 3. Adventsonntags neben den Erlbachern auch viele Zuhörer aus der Umgebung in der festlich geschmückten Kirche willkommen. Mit besinnlichen Texten und Gedichten brachte Alois Oberhaizinger die Zuhörer zum Nachdenken über den Sinn der Weihnachtszeit.

Den Anfang machte ein Bläserquartett von der Empore aus. Die Jungbläser Afra Wimmer, Michael Spateneder und Kilian Lichtenwimmer ließen, unterstützt von dessen Mutter Martina Lichtenwimmer, "Tochter Zion" erschallen. "Gloria in excelsis Deo", "Es ist ein Ros’ entsprungen" und "Süßer die Glocken nie klingen" waren weitere Stücke.

"Little Drummer Boy" trug das Trio mit Juliana Eller (von links), Sandra Sallersbeck und Korbinian Eller vor. "Little Drummer Boy" trug das Trio mit Juliana Eller (von links), Sandra Sallersbeck und Korbinian Eller vor.

In die Herzen der Zuhörer sang sich dann der Kinderchor unter Leitung von Tina Schönwetter. "Vor langer Zeit in Bethlehem" und "Mary had a Baby" hießen ihre Stücke, gesungen mit viel Hingabe.

Der "Little Drummer Boy" wurde vom Trio Sandra Sallersbeck, Juliana und Korbinian Eller auf Klavier, Querflöte und Saxofon vorgetragen. Weitere Stücke dieser Instrumentalgruppe waren "Carol Of The Christmas Bell" und "White Christmas".

Weihnachtliche Melodien brachte ein Querflöten-Trio mit Maria und Anna Unterstraßer sowie Kathrin Weidinger zu Gehör.

Das Bläserquartett mit Michael Spateneder (von links), Afra Wimmer sowie Kilian und Martina Lichtenwimmer eröffnete das 12. Erlbacher Adventsingen. Das Bläserquartett mit Michael Spateneder (von links), Afra Wimmer sowie Kilian und Martina Lichtenwimmer eröffnete das 12. Erlbacher Adventsingen.

Ein Lob auf die Gottesmutter brachte der Kirchenchor unter der Leitung von Werner Pfeffer, der eingangs auch alle Gruppen vorgestellt hatte, mit den Liedern "Maria sei gegrüßt" und "Schönste von allen". "Es mag ned finster werd’n" aus der Weihnachtsgeschichte von Ludwig Thoma sang ebenfalls der Kirchenchor. Auch der Erlbacher Männerchor trug mit den Stücken "Legt sich da Tag zur Ruah" und "A Licht soll uns aufscheina in der Finsternis" zum Gelingen bei.

Aus dem reichen Repertoire der Erlbacher Singgruppe "Mandala" hatte deren Leiterin Tina Schönwetter unter anderen die Titel "Eine Hoffnung bricht auf", "Amacing Grace" und "We are the World" ausgesucht. Diese stimmungsvoll gesungenen Lieder wurden von einer eigenen Instrumentalgruppe begleitet.

Großes Gefallen fanden die virtuosen Stücke von Luis Widmann auf der Steirischen Harmonika. Der elfjährige Musikschüler von Manfred Zallinger trug sie mit "großer Schneid" fehlerfrei vor.

Ein Ohrenschmaus waren auch die Lieder des "Untererlbacher Zwoag’sanges" mit Margit Weidinger und Hans Kleinillenberger. Die Stücke "Stad, stad, jetzt ist Advent" und "Rund umadum läuten die Glocken so hell" begleitete Marianne Maier dezent auf der Zither.

Abschließend dankte Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl allen Mitwirkenden. Sein besonderer Dank galt Werner Pfeffer, Leiter des Kirchen- und Männerchores, der dieses Adventsingen perfekt geplant und organisiert hatte. Für ihr doppeltes Engagement beim Kinderchor wie auch bei der Gruppe "Mandala" dankte er Tina Schönwetter. Er sei stolz, dass in Erlbach so viele musikalische Talente schlummern. Die Besucher ermahnte er, in der hektischen Vorweihnachtszeit die wahre Bedeutung von Weihnachten nicht zu vergessen: "Vielleicht hat diese besinnliche Stunde etwas dazu beigetragen" so der Kirchenpfleger. Mit dem gemeinsam gesungenen "Alle Jahre wieder..." fand das Adventsingen ein würdiges Ende.

Beim Verlassen der Kirche wurden die Besucher von eine Gruppe Jagdhornbläser auf dem mit Feuerkörben illuminierten Kirchplatz begrüßt. Zu deren Klängen verweilten die Gäste bei Glühwein, Punsch, Stollen, Zimtsternen und auch deftigem Imbiss noch eine Weile bei angenehmen winterlichen Temperaturen. Der Erlös dieses Adventsingens von rund 1040 Euro wird für die Belange der Pfarrkirche verwendet. − hok

(ANA vom 21.12.2017)

Hier stehen Spender Schlange

Pfarrei freut sich über Spenden für das Pfarrheim

Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber und Pfarrer Ludwig Samereier (2. u. 3. v. li.) freuen sich über die Spenden der Kath. Landjugend, vertreten durch Michael Wimmer, (v.li.), Rosemarie Kaiser vom Frauenbund, Angela Wienzl von der KAB, Edith Brunner und Hilde Baumer vom Pfarrgemeinderat, sowie Regina Lamprecht als Vertreterin der Senioren. − Foto: Hochhäusl Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber und Pfarrer Ludwig Samereier (2. u. 3. v. li.) freuen sich über die Spenden der Kath. Landjugend, vertreten durch Michael Wimmer, (v.li.), Rosemarie Kaiser vom Frauenbund, Angela Wienzl von der KAB, Edith Brunner und Hilde Baumer vom Pfarrgemeinderat, sowie Regina Lamprecht als Vertreterin der Senioren. − Foto: Hochhäusl

 

Reischach. Die Spender standen Schlange beim Reischacher Pfarrfamilienabend im Gasthaus Reischacher Hof am Samstag (Anzeiger berichtete). Vertreter des Katholischen Frauenbundes, der KAB Reischach, sowie des Seniorenclubs konnten Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber und Pfarrer Ludwig Samereier jeweils einen Spendenscheck über 1000 Euro überreichen.
Hinzu kam noch ein Geldsäckel des Pfarrgemeinderates, gefüllt mit 800 Euro als Erlös des Kaffee- und Kuchenverkaufs bei der Einweihung des Pfarrheimes sowie Arbeitsleistung der Katholischen Landjugend im Wert von 1800 Euro – insgesamt also ein Wert von 5600 Euro.
Wie berichtet, sind für die Renovierung Kosten in Höhe von 105000 Euro angefallen. Für diese Maßnahme hat die Diözese Passau einen Zuschuss von 70000 Euro gewährt, mit weiteren 8500 Euro hat sich die Gemeinde Reischach daran beteiligt. Um die Finanzierungslücke zu schließen, kamen diese Spenden sehr gelegen, so Ludwig Demmelhuber.
Dieses Gebäude, der ehemalige alte Pfarrhof, sollte 1978 eigentlich abgerissen werden. Glücklicherweise wurde damals davon abgesehen und so hat dieses Gebäude fast vierzig Jahre lang gute Dienste geleistet. Neben der Bücherei werden die Räumlichkeiten auch von der Jugend, den Senioren und der Volkshochschule genutzt.
Im Zuge der Renovierung konnten auch ein barrierefreier Zugang und behindertengerechte Toiletten geschaffen werden. Zur Ausstattung zählen auch neue Küchen im Erdgeschoss und im Obergeschoss. − hok

(ANA vom 30.11.2017)

Pfarrer lobt seine aktive Pfarrei

Pfarrfamilienabend mit reichhaltigem Programm

 

Mit einer tollen Einlage wirbt die Landjugend für die Fahnenweihe im kommenden Jahr. − Foto: Hochhäusl Mit einer tollen Einlage wirbt die Landjugend für die Fahnenweihe im kommenden Jahr. − Foto: Hochhäusl

 

Reischach. Über eine aktive Pfarrgemeinde darf sich der Rei-schacher Pfarrer, Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier, freuen. Beim Pfarrfamilienabend am Samstag im "Reischacher Hof" präsentierten sich die Gremien der Pfarrei Reischach mit informativen Beiträgen den rund 140 Besuchern. Bauliche Maßnahmen in Endlkirchen und Reischach konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Der Abend wurde mit Liedern verschiedener Chöre aufgelockert.
Der Kinderchor unter Leitung von Bettina Weiherer spielte mit dem Lied "Wer will fleißige Handwerker sehn, ja der muss zum Pfarrheim gehn" auf die Renovierung des Pfarrheimes an.
Der Kirchenpfleger von Endl-kirchen, Martin Peterbauer, berichtete, dass nach der erfolgten Kirchenrenovierung in diesem Jahr eine behindertengerechte WC-Anlage mit einem Geräteraum für die Friedhofsgerätschaften, sowie ein Fundament für zehn Urnengräber angelegt wurden. Die Gesamtkosten von 31000 Euro konnten durch eine hohe Arbeitsleistung, Zuschüsse der Diözese und der Gemeinde, sowie Spenden finanziert werden.
Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber erwähnte, dass die Pfarrei Reischach die Baulast für insgesamt fünfzehn Gebäude zu tragen habe. Neben der Pfarrkirche und fünf Nebenkirchen ist die Kirchenstiftung auch für die Friedhöfe mit rund vierhundert Gräbern, dem Kindergarten und der Ambulanten Krankenpflege zuständig. Zum reibungslosen Ablauf seien insgesamt 35 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter beschäftigt.
Zum Haushalt der Kirchenstiftung erläuterte Ludwig Demmelhuber, dass im vergangenen Jahr den Einnahmen von 102000 Euro Ausgaben von 100000 Euro gegenüberstanden. Der Überschuss konnte nur durch Mieteinnahmen für das Priesterhaus sowie dem Haushaltszuschuss der Diözese Passau über 15000 Euro erzielt werden. Mit Bedauern stellte der Kirchenpfleger einen ständigen Rückgang der Kirchenbesucher und auch der Spenden fest. Von den Kirchensammlungen müssen 17 Kollekten für verschiedene Zwecke abgeführt werden.
Die größte Baumaßnahme war die Renovierung des Pfarrheimes. Zur Beseitigung von Sicherheitsmängeln mussten weitere 5000 Euro aufgewendet werden.
Der Kindergarten wird derzeit von 84 Kindern besucht, ab Januar wird eine 100-prozentige Auslastung erreicht, so der Kirchenpfleger. In diesem Jahr konnten eine neue Kletteranlage und ein Rasenmäher angeschafft werden. Die Gesamtkosten von 14000 Euro werden durch Zuschüsse der Caritas, der Gemeinde, sowie Spenden und Eigenleistung voll abgedeckt.
Als Haushaltsvolumen für das kommende Jahr wird mit 450000 Euro Einnahmen und 470000 Euro Ausgaben kalkuliert.
Die Ambulante Krankenpflege, die auch von der Kath. Kirchenstiftung betrieben wird, betreut derzeit rund 90 Patienten. Die Pflegekräfte erbringen mit fünf Autos eine jährliche Fahrleistung von rund 100000 Kilometern. Stolz berichtete Ludwig Demmelhuber, dass bei einer unangemeldeten Prüfung bei acht geprüften Fällen jeweils die Note 1 vergeben werden konnte.
In einer Bilderschau ließ die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Edith Brunner, das abgelaufene Jahr Revue passieren. Neben den Festlichkeiten und Feiern im Laufe des Kirchenjahres berichtete sie von der Arbeit des Helferkreises mit Flüchtlingen, von Einkehrtagen, Exerzitien im Alltag, und der Erteilung des Reisesegens für Urlauber mit Segnung der Fahrzeuge. Ein großes Fest war der 50. Geburtstag von Pfarrer Ludwig Samereier, der mit vielen Gästen in Endlkirchen gefeiert wurde. Auch die 50-jährigen Priesterjubiläen von Pater Josef Moser und des früheren Reischacher Pfarrers Heribert Unterhuber wurden würdig gefeiert.

Begeistert waren die Kinder, die im Rahmen des Ferienprogrammes die Sternwarte in Wurmannsquick besuchen durften.
Edith Brunner wies auf die bevorstehenden Wahlen zum Pfarrgemeinderat am 25. Februar 2018 hin und bat, dass sich genügend Kandidaten zur Wahl stellen.
Mit einer tollen Präsentation stellte sich die Katholische Landjugend als "Lebendige Bausteine der Pfarrei" vor: mit gespielten Szenen zeigten sie den Jahresablauf der Jugendgruppe auf, von der Teilnahme an Faschingszügen, dem Fastensuppen-Essen, der Altkleidersammlung, den Jugendgottesdiensten am 22. jeden Monats, sowie den alljährlichen Jugendspielen mit abschließendem Weinfest. Mit einem "Festzug" durch den Saal machten sie auf die Fahnenweihe vom 1. bis 3. Juni 2018 aufmerksam. Bei diesem Fest wird das 111-jährige Bestehen der Landjugend gefeiert, die im vorigen Jahrhundert als "Burschenverein" gegründet wurde.
Das umfangreiche Programm wurde auch vom Jugendchor unter der Leitung von Veronika Vorbuchner sowie vom Frauenbundchor musikalisch umrahmt. Maria Vorbuchner und Hilde Baumer führten durch den Abend. − hok

(ANA vom 29.11.2017)

Pfarrei Perach plant für 2018 große Investitionen

Dachstuhl der Pfarrkirche wird saniert, Innenräume werden neu gestrichen – Vom Pfarrfamilienfrühschoppen

 

Über viele ehrenamtliche Helfer freut sich Pfarrer Ludwig Samereier (rechts). − Foto: Antholzner Über viele ehrenamtliche Helfer freut sich Pfarrer Ludwig Samereier (rechts). − Foto: Antholzner

 

Perach. Die Pfarrfamilie hat sich vor wenigen Tagen im Saal des Gasthauses Oberwirt zum Pfarrfamilienfrühschoppen getroffen. Dabei wurden die Anwesen umfangreich über das Wirken der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates informiert.

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Angelika Stirner bat eingangs um eine Gedenkminute für verstorbene Peracher. Sie berichtete dann von diversen Sitzungen ihres Gremiums. Wichtig war im Berichtszeitraum die Vorbereitung des 50. Geburtstages von Pfarrer Ludwig Samereier (der Anzeiger berichtete).

Ein Dorn im Auge der Vorsitzenden war aus Sicht der Vorsitzenden die "große Unruhe" bei der Kindermesse. Sie bat die Kirchenbesucher um mehr Rücksicht. Eine gelungene Veranstaltung sei das Treffen der Eheleute gewesen. Ferner erinnerte die Vorsitzende an die anstehende Pfarrgemeinderatswahl. Eindringlich bat sie die Anwesenden für ausreichend Kandidaten zu sorgen. Als nächste Termine nannte Angelika Stirner die Einkehrtage am 2. Dezember für die Frauen und am 9. Dezember für die Männer. Anmeldung ist im Pfarrbüro Reischach möglich.

Am 24. Juni 2018 könne Geistlicher Rat Ludwig Samereier sein 25jähriges Priesterjubiläum feiern. Dieser Festtag werde im Zuge des Pfarrfestes in Erlbach gebührend gefeiert, sagte Stirner.

Ingrid Kellner von der Kirchenverwaltung berichtete von der durchgeführten Gefährdungsermittlung an den kirchlichen Bauten und den Grundstücken. Auch wurde die Standfestigkeit der Grabsteine überprüft. Durch den Sturm im August seien die Dächer der gemeindlichen Kirchen beschädigt. Die Reparaturkosten seien aber durch eine Versicherung abgedeckt. Für das kommende Jahr kündigte Kellner große Investitionen an. So werde der Dachstuhl der Pfarrkirche saniert und die Innenräume würden neu gestrichen. Trotz hoher Ausgaben konnte die Kirchenpflegerin einen Gewinn in Höhe von 4613 Euro ausweisen. Sie dankte ausdrücklich allen Spendern und freiwilligen Helfern.

Pfarrer Ludwig Samereier dankte eingangs seines Referates allen Helfern, sowie Bürgermeister Georg Eder für die stetige Unterstützung, ganz besonders als es galt die Sturmschäden zu beseitigen. Der Pfarrer kündigte an, dass Bischof Oster das Firmsakarament im kommenden Jahr bei der Firmung in Reischach spenden werde. In naher Zukunft sei auch ein Besuch des Bischofs in Perach geplant. Stolz auf seine Helfer mache ihm die Sanierung und Wiederherstellung des Kreuzes am Friedhof, so der Geistliche weiter. Der Auguststurm hatte das große Monument völlig zerstört.

Einen Appell richtete der Pfarrer an die Anwesenden in Bezug auf Ministranten: Er sei auf der Suchen nach Männern, die zum Beispiel bei Beerdigungen die jungen Messdiener, die oft schulisch verhindert sind, ersetzen. Josef Steinberger legte sein Amt als Träger der Totenfahne nieder. Spontan meldeten sich Matthias Spielmannleitner und Franz Winkler für dieses Amt.

Viele Fresken, Statuen und dergleichen erinnern in der Pfarrei an den Heiligen Bruder Konrad, sagte Samereier. Sollten jemand dergleichen bei sich zu Hause haben, bat der Pfarrer dies zu melden, damit dies dokumentiert werden könnte.

Im Anschluss ehrten der Pfarrer und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende verdiente ehrenamtliche Helfer und Vereine die im diesem Jahr ein Jubiläum feiern konnten: Der Stopselclub, vertreten durch Erwin Wolferseder, der Frauenbund, vertreten durch Marianne Spielmannleitner, Renate Schüler und Reserl Waitzhofer, die Wasserwacht, vertreten durch Willi Prandstätter sowie die Ortscaritas, vertreten durch Sepp Riglbauer, Gitte Prinz und Silvia Friedl.

Ferner Josef und Lucia Steinberger, Sepp Stahlhofer, Maria Heindlmeier, Franz Scheibl, Martha Brunnhuber, Georg Eder, Hans Werkstetter, Annemarie Grabmaier, Familie Vitzthum und Gunter Grumbeck.

Vor dem Lichtbildervortrag von Sepp Stahlhofer kam dieser noch auf die Tauben zu sprechen, die sich im Kirchturm eingenistet hätten: Die Tiere würden dort großen Schaden anrichten, sagte er. – hoi

 

(ANA vom 16.11.2017)

Seit 500 Jahren geht es Schlag auf Schlag

Das "Zügenglöckerl" in der Reischacher Pfarrkirche ein halbes Jahrtausend alt – 1517 wurde sie in Braunau gegossen

 
 
Als Martin Luther seine Thesen anschlug, wurde sie gegossen: Das "Zügenglöckerl" in der Reischacher Pfarrkirche. − Fotos: Buchberger Als Martin Luther seine Thesen anschlug, wurde sie gegossen: Das "Zügenglöckerl" in der Reischacher Pfarrkirche. − Fotos: Buchberger

Reischach. Wegen Martin Luthers Thesenanschlag an der Schlosskirche in Wittenberg ist das Jahr 1517 dieser Tage in aller Munde. Wenn auch ungleich kleiner, spielt diese Jahreszahl auch in Reischach eine gewisse Rolle und hat mit einer Feierstunde der Katholischen Pfarrei Erwähnung gefunden.

Am Allerseelentag hat Pfarrer Bischöflich-Geistlicher Rat Ludwig Samereier im Pfarrheim mit etwa drei Dutzend Besuchern der Entstehung der alten Totenglocke im Turm der Pfarrkirche St. Martin gedacht. Vor genau einem halben Jahrtausend sei die Bronzeglocke mit einem Gewicht von 250 Kilogramm und einem maximalen Durchmesser von 79,5 Zentimetern hergestellt worden, wusste der Ortsgeistliche. Geschaffen habe die Bronzeglocke ein Glockengießer aus dem oberösterreichischen Braunau mit Namen Wolfgang Rot, ergänzte Ortsheimatpfleger Alois Stockner auf Nachfrage des Anzeigers. Stockner ist es auch, der die Geschichte der Reischacher Kirchen und deren Glocken im Heimatbuch der Gemeinde Reischach, Band 1, der Nachwelt erhalten hat. Aufgehängt worden sei die Totenglocke, früher auch "Zügenglöckerl" genannt (abgeleitet von den "letzten Zügen"des Menschen –die Red.), im Glockenturm der Reischacher Pfarrkirche 32 Jahre nach Vollendung des heute noch bestehenden alten gotischen Langhausteils der Kirche, erläuterte Samereier den Besuchern. Neben der Inschrift "1517", und dem Namen des Glockengießers Rot, fänden sich auf dem Bronzewerk mit der Schlagtonhöhe "cis 13/16" die Inschrift: "O Rex gloriae veniunt ad nos in pace" (übersetzt: "O König der Herrlichkeit komme mit Frieden zu uns" – die Red.), auch die Heiligennamen Lukas, Markus, Johannes und Matthäus.

Pfarrer Ludwig Samereier Pfarrer Ludwig Samereier

Als die Pfarrei im Zweiten Weltkrieg die vier größten Kirchenglocken für die "Metallspende des deutschen Volkes" abgeben musste, sei es ein Glücksfall gewesen, dass die kleinere Sterbeglocke dabei übersehen wurde. Das Schicksal der Einschmelzung für die Kriegsindustrie sei ihr damit erspart worden, sagte der Pfarrer. Rund acht Jahre habe die Glocke ihren Dienst tagtäglich alleine verrichten müssen, ehe 1950 vier neue Glocken ihren täglichen Dienst antraten. Der älteren und kleineren Bronzeglocke war damit wieder der Einsatz für ihren eigentlichen Zweck vorbehalten – für den Abschied vom irdischen Leben. − mbu

 

(ANA vom 11.11.2017)

Das Reischacher Pfarrheim ist jetzt barrierefrei

Ca. 100 000 Euro für Umbau und Renovierung – Segen vom Domkapitular

 

Mit Weihwasser besprengte Domkapitular Josef Werkstetter bei der Segnung den neuen Pfarrsaal und die anwesenden Gäste. Mit Weihwasser besprengte Domkapitular Josef Werkstetter bei der Segnung den neuen Pfarrsaal und die anwesenden Gäste.

 
Einen Rückblick auf den Beginn der Umbaumaßnahmen gab hier Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber. − Fotos: Buchberger Einen Rückblick auf den Beginn der Umbaumaßnahmen gab hier Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber. − Fotos: Buchberger

Reischach. In nur gut acht Wochen ist das Katholische Pfarrheim an der Aushofener Straße renoviert und umgebaut worden. Nach dieser rekordverdächtigen Zeit ist vor wenigen Tagen für die neu gestalteten Räumlichkeiten durch Domkapitular i.R. Josef Werkstetter um Gottes Segen gebeten worden.

Neben den neuen Kreuzen für einzelne Räume hat der Geistliche, ein gebürtiger Reischacher, dabei die rund 100 anwesenden Gäste – darunter Vereinsvertreter und Handwerker – aber auch alle künftigen Besucher des Pfarrheims in die Segnung mit einbezogen. Zirka 100000 Euro habe die Katholische Kirchenstiftung für die gesamte Maßnahme zu berappen, davon etwa 85000 Euro allein für den Umbau, verriet Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber den Versammelten im neu geschaffenen Pfarrsaal im Erdgeschoss. Betont hatte er dabei, dass nur heimische Firmen den Zuschlag für die einzelnen Gewerke erhalten hätten.

Dass der Umbau gelungen ist, davon konnten sich die Gäste, aber auch die nachmittäglichen Besucher beim "Tag der offenen Tür", bei einem Rundgang durch das Gebäude ein Bild machen. Nichts erinnert mehr an den ursprünglichen Vierseithof mit seinen rund 120 Tagwerken, den kein Geringerer als die damalige Architektur-Koryphäe Johann Baptist Schlott gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag des früheren Ortsgeistlichen Pfarrer Johannes Evangelist Schermer vom Bauernhof zu einem stattlichen Pfarrhof überplant hatte. Nach Schotts Planung entstand etwa auch Anfang des 20. Jahrhunderts die Altöttinger Basilika St. Anna.

In die Annalen des Gebäudes sind auch die Siebziger-und frühen Achtziger-Jahre eingegangen: Eigentlich sollte das Gebäude wegen des maroden Zustands abgerissen werden, so aber entschloss sich die Katholische Pfarrkirchenstiftung zu einem Umbau in ein Pfarrheim, der dann 1981 abgeschlossen war. Anfang dieses Jahres hätten die kirchlichen Vereine unter Federführung der Orts-KAB angeregt, das stark frequentierte Haus barrierefrei zu gestalten, um auch den älteren, gehbehinderten und mittlerweile vielen Rollstuhlfahrern die Teilnahme an den Veranstaltungen zu ermöglichen, so Demmelhuber.

Das Problem: Die Antragsfrist für eine Bezuschussung derartiger Maßnahmen war bei der Diözese Passau bereits abgelaufen. Bei einer persönlichen Vorsprache im Mai in Passau habe man "das aber irgendwie hingekriegt" – das Rei-schacher Sanierungsprojekt wurde als "Notmaßnahme" eingestuft. Die Zuschuss-Zusage der Diözese über 60000 Euro aus Kirchensteuermitteln sei der Pfarrei bereits im Sommer ins Haus geflattert. Weitere 8000 Euro hätte die Gemeinde dazu geschossen, etwa 6000 Euro seien von den im Gebäude beheimateten Vereinen und Privatleuten eingegangen. Die restliche Summe werde die Pfarrei schultern müssen, sagte der Kirchenpfleger und gleichzeitiger "Bauleiter" in seinen Dankesworten.

Namens des Pfarrgemeinderates überreichte ihm dessen Vorsitzende Edith Brunner für den "nimmermüden Einsatz" als Triebfeder um das Projekt ein paar gute Tropfen, selbige erhielt auch Segen-Spender Josef Werkstetter, der den verhinderten Pfarrer Ludwig Samereier schon beim vorangegangenen Gottesdienst in der Pfarrkirche vertreten hatte. Brunner bedankte sich zudem beim Chor des Katholischen Frauenbundes, der mit seinen Liedern für einen stimmungsvollen Rahmen der Feier gesorgt hatte.

Ihre Geschlossenheit und die Verbundenheit zur Pfarrei zeigten im Anschluss die kirchlichen Vereine: Sie bewirteten die vielen Gäste im angegliederten Funktionsgebäude am Pfarrheim mit frischen Weißwürsten sowie Kaffee und Kuchen. − mbu

 

(ANA vom 7.11.2017)

Viel Andrang beim Fest für Ross und Reiter

39. Leonhardiumritt in Steinhausen: Etwa 800 Besucher verfolgten die Brauchtums-Veranstaltung

 

Als Heiliger Leonhard hoch zu Ross ist Leo Biermeier aus Erharting mit seinem Gefolge beim Leonhardiumritt auch in Steinhausen ein gern gesehener Gast. Als Heiliger Leonhard hoch zu Ross ist Leo Biermeier aus Erharting mit seinem Gefolge beim Leonhardiumritt auch in Steinhausen ein gern gesehener Gast.

 
Mit ihren Ponys holte sich diese Gruppe aus Perach den Jugendschönheitspreis ab. Mit ihren Ponys holte sich diese Gruppe aus Perach den Jugendschönheitspreis ab.

Erlbach. "Die Arbeit hat sich gelohnt – es hat alles gepasst", zeigten sich Leonhardikomitee-Mitglied Manfred Rothenaicher und seine Mitstreitern Franz Maier und Bernhard Rothenaicher vom Juroren-Team nach dem Umritt in Steinhausen begeistert.

Für den Erfolg des 39. Pferdeumritts waren mehrere Faktoren verantwortlich: Ideales Wetter, das die Laubbäume im Umgriff des alten Wallfahrtskirchleins St. Leonhard in schönsten Herbstfarben zeigte, dazu mit rund 70 Rössern und Reitern sowie Kutschenfahrern etwa so viele Teilnehmer wie im vergangenen Jahr. Dass mit geschätzten 800 Zuschauern – damit weit mehr als die vergangenen Jahre – eine schöne Kulisse für Ross und Reiter den Wegesrand säumte, freute auch die Geistlichkeit mit Bischof emeritus Wilhelm Schraml und Pfarrer Ludwig Samereier. Gemeinsam hatten die beiden Gottesmänner auch den vorangegangen Patroziniums-Gottesdienst für den Schutzpatron des Stallviehs und der Pferde in der kleinen Kirche gehalten.

Manuela Kaiser aus Harpeting (links) mit ihrer Freundin Corina holte sich den Schönheitspreis ab. − Fotos: Buchberger Manuela Kaiser aus Harpeting (links) mit ihrer Freundin Corina holte sich den Schönheitspreis ab. − Fotos: Buchberger

Der Heilige St. Leonhard gehört seit jeher zu den am meisten verehrten Heiligen des Alpenraumes. Von der eigens aufgebauten Empore am Rande des Pferdeparcours aus besprengte der frühere Oberhirte der Diözese Passau die vorbei ziehenden Rösser und ihre Besitzer mit Weihwasser und erbat auf die Fürbitte des Heiligen Leonhard Gottes Segen. Vor genau einem Jahrzehnt habe Schraml, der die Steinhausener Kirche zu seinen Lieblingskirchen zählt, die Pferdesegnung bereits übernommen, wusste Umzugs-Moderator Ludwig Demmelhuber bei der Begrüßung der vielen Besucher zu berichten – unter ihnen, neben den drei VG-Bürgermeistern, die Politprominenz mit MdB Stephan Mayer und die MdL Dr. Martin Huber und Günter Knoblauch.

Bei der Vielzahl von prächtig herausgeputzten Rössern war es für die Jury nicht leicht, die Sonderpreise zu vergeben. Die Juroren entschieden sich schließlich, den Schönheitspreis an Manuela Kaiser aus Harpeting zu vergeben. Franz Wienzl aus Grub sahnte mit seinem herausgeputzten Gefährt den Kutschenpreis ab. Den Mehrheitspreis mit acht anwesenden Rössern sicherte sich der Reitverein Altötting. Preise gingen auch an die Familie König aus Edenland, Landkreis Landshut, für die weiteste Anreise und Leo Biermeier vom Brauchtumsverein Erharting, der als Heiliger Leonhard gewandet hoch zur Ross vorbeizog. Der Jugendschönheitspreis wurde an Laura und Vanessa Bruckner aus Perach und ihre Pony-Gruppe vergeben, den Jugendpreis erhielt als jüngste Reiterin Marlene Jetzelsberger aus Hirten, mit gerade mal sechs Jahren.

Ein von Heimatpfleger Alois Stockner gezeichnetes Erinnerungsbild durfte freilich jeder Teilnehmer mit nach Hause nehmen, ebenso die jährliche Gedenkrosette, die diesmal in der Farbe Braun gehalten war. Gestiftet worden waren diese traditionell von Familie Dr. Basting, den direkten Nachbarn der alten Kirche.

Musikalisch lag die Veranstaltung in den bewährten Händen der Blaskapelle Reischach, sie führte die Geistlichkeit auch nach dem Gottesdienst zum Umrittgelände. Gut gefüllt waren im Anschluss die BRK-Zelte der Landjugend. Hier ließen sich viele Besucher Schmalzgebackenes und Brotzeiten schmecken. Der Erlös der Brauchtums-Veranstaltung wird dabei, so wie jedes Jahr, dem Erhalt des alten Wallfahrtskirch-leins zufließen. − mbu

(ANA vom 6.11.2017)

"Schätze, die von innen glänzen"

Jubilarstag der Pfarrei Reischach: 16 Paare bringen es zusammen auf 870 Jahre Ehe – Festgottesdienst und gemütliches Treffen

 

Zusammen mit Pfarrer Ludwig Samereier (hintern) und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates stellen sich die Ehejubilare dem Fotografen. Einige Paare waren verhindert, an der Feier teilzunehmen. − F.: Hochhäusl Zusammen mit Pfarrer Ludwig Samereier (hintern) und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates stellen sich die Ehejubilare dem Fotografen. Einige Paare waren verhindert, an der Feier teilzunehmen. − F.: Hochhäusl

 

Reischach. "Edelmetalle leuchten von außen, Ihr Jubelpaare aber leuchtet von innen": Diese Feststellung hat Pfarrer Ludwig Samereier bei seiner Predigt zur Feier der Reischacher Ehejubilare getroffen. Dazu hatte die Pfarrei Reischach alle Ehepaare eingeladen, die in diesem Jahr ihr 25-, 40-, 50- und 55-jähriges Ehejubiläum feiern. Zusammengerechnet kommen die 16 Paare, die teilnahmen, auf 870 Ehejahre.

Im Anschluss an den Festgottesdienst erteilte der Ortsgeistliche allen Paaren den Einzelsegen. Der Pfarrgemeinderat hat anschließend alle Ehejubilare im neu renovierten Pfarrheim bewirtet. Dabei wurden manche Erinnerungen an die Hochzeiten wachgerufen.

Eingangs des Gottesdienstes begrüßte Edith Brunner als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates die 16 anwesenden Jubelpaare mit einem Zitat aus der Enzyklika "Amoris Laetitia" von Papst Franziskus: "Die Liebe eines Paares ist ein entscheidender Faktor für das Leben der Menschen in Familie und Gesellschaft. Sie sei der Grundstock einer jeden Ehe".

In seiner Predigt ging Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier auf die Bedeutung und Wichtigkeit der Ehe ein. Die Liebe bedürfe eines langen Reifeprozesses, besonders wichtig sei die Annahme des Partners mit seinen Stärken und Schwächen. Mit der Hochzeit werde der Schritt in ein neues Leben gewagt, in dem großes Vertrauen, aber auch persönliche Freiräume wichtig seien. Wichtig seien ausführliche Gespräche, realistisches Erkennen von schwierigen Situationen und ein objektiver Blick in die Zukunft. "Seid dankbar, dass Ihr zueinander gefunden habt, für alles gemeinsam Geschaffene und für Eure Familien" so der Ortspfarrer. Zum Abschluss des Gottesdienstes, der vom "Reischacher Singkreis" unter Leitung von Klaus Hölzlwimmer mit passenden Liedern umrahmt wurde, erteilte Pfarrer Ludwig Samereier allen Jubelpaaren noch den Einzelsegen, wobei er lobende und aufmunternde Worte an die Paare richtete. Aus der Hand von Pfarrgemeinderatsmitgliedern erhielten sie noch eine Rose.

Anschließend hatte der Pfarrgemeinderat zum Weißwurstfrühstück in den neu geschaffenen Pfarrsaal eingeladen. Zur Unterhaltung trugen Edith Brunner, Hilde Baumer und Pfarrer Ludwig Samereier mit lustigen Geschichten und Begebenheiten bei. Auch Jubilar Karl Zwyrtek hatte ein Gedicht vorgetragen, das er eigens für diese Feier geschrieben hatte. Manche Erinnerungen wurden wach, als Hochzeitsfotos gezeigt und diese von den Jubelpaaren kommentiert wurden. So war vor 50 Jahren der Wunsch eines Brautvaters, die Hochzeit müsse am Abend zu Ende sein. Begründung: "Weil da ein wichtiger Boxkampf von Cassius Clay im Fernsehen übertragen wird!"

Alle Jubelpaare fanden großes Gefallen an dieser Einladung durch die Pfarrei Reischach und hoffen, bei der nächsten Feier wieder dabei sein zu können. − hok


Die Jubelpaare:

25 Jahre (Silberhochzeit): Silvia und Robert Schmucker, Elisabeth und Peter Piskaty, Waltraud und Richard Mooshammer, Iris und Johann Vitzthum, Sonja und Alfred Stockner sowie Christa und Lorenz Baisl.

40 Jahre ("Rubinhochzeit"): Anna und Herbert Prinz, Christine und Karl Berger, Margerita und Johann Köpf, Rosmarie und Heinrich Freibuchner, Irmgard und Franz Kagerer sowie Christa und Ludwig Menhart.

50 Jahre ("Goldhochzeit"): Franziska und Georg Kellhuber, Erna und Lorenz Reischl sowie Annemarie und Johann Grübl.

55 Jahre ("Juwelenhochzeit"): Theresia und Wolfgang Opitz, Therese und Markus Hautzinger, Irmengard und Alois Stockner, Ursula und Sebastian Werkstetter, Aloisia und Konrad Köpf sowie Josefa und Karl Zwyrtek.

 

(ANA vom 16.10.2017)

Die Ehe – manchmal auch ein Kreuzweg

Pfarrvikar Kumar warnt beim Jubilarstag vor überzogenen Erwartungen – 18 Paare mit insgesamt 615 Jahren Ehe waren dabei

 

Mehr als sechs Jahrhunderte Ehe auf einem Bild vereinigt: Im Altarraum der Kirche versammelten sich die Peracher Ehejubilare zum Gruppenbild. − Foto: Jelen Mehr als sechs Jahrhunderte Ehe auf einem Bild vereinigt: Im Altarraum der Kirche versammelten sich die Peracher Ehejubilare zum Gruppenbild. − Foto: Jelen

 

Perach. 18 Ehepaare, die zusammen gerechnet seit 615 Jahren verheiratet sind, haben an der Feier der Ehejubilare am Sonntag teilgenommen.

Pfarrvikar Kumar zog mit den Ehepaaren in die Pfarrkirche Perach ein und brachte in der Predigt die Geschichte einer Frau, die ihr goldenes Ehejubiläum vorbereitete. Als der Pfarrer sie fragte, wie es ihr in den ganzen Jahren ergangen sei, erzählte sie ihm von ihrer Hochzeit – daran konnte sie sich noch sehr gut erinnern: Mit wenig Geld, aber unter großen Opfern hatten sie eine wunderschöne kirchliche Trauung in der festlich geschmückten Kirche, sagte sie, "es war einfach himmlisch". Eines aber hatte sie freilich nicht beachtet: In der Kirche hing auch ein Kreuzweg.

Pfarrvikar Kumar machte klar, dass sicherlich jedes Paar auch schon über persönliche "Kreuzweg"-Stationen gegangen sei. Freud und Leid lägen oft nahe beieinander. Wer zu hohe Erwartungen an den Partner stelle, werde schnell enttäuscht und das unendlich scheinende Glück wandle sich dann schnell in Unzufriedenheit. Wenn das Miteinander nicht mehr klappe, dann trenne man sich schnell. Aber der Herr habe die Ehe geheiligt und damit den Eheleuten versprochen, dass er immer bei ihnen sein wird, gerade in den schwierigen Zeiten. Wer manchmal das Kreuz auf sich nehme, ende nicht in der Sackgasse, sondern werde einen neuen Wegweiser in die Zukunft erfahren und wieder gemeinsames Glück erfahren.

Die Ehejubilare sollten den jungen Generationen Mut machen, dass der Weg der ehelichen Gemeinschaft, trotz aller Beschwerden, ein guter Weg ist, so die Aufforderung des Geistlichen.

Die Fürbitten wurden dann von Kindern, Enkeln, jüngeren und älteren Ehepartnern und Ehepaaren vorgetragen, immer bezogen auf die Ehejubilare, auch den verstorbenen Ehepartnern wurde gedacht.

Am Schluss des Gottesdienstes wurden die einzelnen Paare gesegnet und von der Pfarrei erhielten sie ein Terrakotta-Herz zur Erinnerung an diesen Tag.

Das Gruppenfoto wurde noch in der Kirche gemacht, fotografiert wurde alles vom Ehepaar Daniela und Daniel Jelen. Die weltliche Feier, mit Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen, wurde im Gasthaus Oberwirt abgehalten. Das Gastzimmer war vom Pfarrgemeinderat, der sich auch um die Bewirtung kümmerte, schön geschmückt worden. − red

 

(ANA vom 14.10.2017)

Ein Loblied auf die Liebe

Pfarrei Erlbach feierte ihre Ehejubilare – Dankandacht mit Segnung der Paare und Feier im Pfarrsaal

 

Gratulationen zu den Ehejubiläen überbrachten Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier (rechts) und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Hölzlwimmer (links). − Foto: Hochhäusl Gratulationen zu den Ehejubiläen überbrachten Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier (rechts) und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Hölzlwimmer (links). − Foto: Hochhäusl

 

Erlbach. Die Liebe zwischen Eheleuten hat Pfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier in den Mittelpunkt seiner Festansprache zur Feier der Erlbacher Ehejubilare gestellt. Der Pfarrgemeinderat hatte dazu eingeladen.

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer, konnte dazu neun Jubelpaare in der Pfarrkirche begrüßen, die sich vor 25, 45, 50 und 55 Jahren vor dem Traualtar das "Jawort" gegeben hatten. Zusammengerechnet bringen es die neun Paare auf 370 Jahre Ehe.

Aus dem Evangelium: "Mein Schatz, meine Perle"Pfarrer Ludwig Samereier stellte eingangs der Dankandacht fest, dass neben dem jüngst gefeierten Erntedankfest ein weiterer Anlass zum Danken verpflichte: der Dank um eine langjährige Partnerschaft. Gerade "reifere Ehepaare" tragen sehr viel zum guten Geschehen in der Pfarrei bei.

Mit der Heirat trete man durch eine offene Tür in das Leben des Partners ein. Dieser Schritt in ein anderes, fremdes Leben sei nur möglich, wenn die Liebe gereift sei. Schöne, aber auch schwere Zeiten können dann gemeinsam leichter gelebt werden. Die Liebe im Alter habe eine andere Gestalt, gegenseitiges Vertrauen sei hierfür die Voraussetzung. Mit der Liebe werde das Lebenshaus auf festen Grund gebaut, Geduld und gegenseitige Hilfeleistung seien gerade im fortgeschrittenen Alter besonders wichtig. Das Gotteswort aus dem Lukasevangelium "Du bist mein Schatz, meine Perle" solle den Eheleuten immer als Vorbild dienen.

Zum Abschluss erhielten alle Jubelpaare noch den Einzelsegen von Pfarrer Samereier sowie eine Rose und ein Heft "Glückwünsche zum Ehejubiläum" vom Pfarrgemeinderat ausgehändigt. Die Dankandacht war vom Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit Liedern aus der "Waldlerischen Hochzeitsmesse" musikalisch umrahmt worden.

Im Anschluss lud der Pfarrgemeinderat die Jubilare zu einer Feier in den herbstlich dekorierten Pfarrsaal. Zum Bedauern der Initiatoren waren einige Paare verhindert, an dieser Feier teilzunehmen. Hanni Sallersbeck begrüßte die Gäste und erinnerte daran, dass man beim Älterwerden wie beim Autofahren auch öfters in den Rückspielgel schauen müsse. Dabei sollte bewusst werden, was gemeinsam erlebt und erreicht wurde. Aber auch der Blick nach vorn sei wichtig, um eine gemeinsame Richtung für die Zukunft zu finden. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates bewirteten die Jubelpaare mit Kaffee und Kuchen, sowie mit einer Brotzeit.

Die mitgebrachten Fotoalben fanden reges Interesse. Lebhaft wurden dabei Erinnerungen an die lange zurückliegenden Hochzeitsfeiern wieder wachgerufen. Alle Paare hoffen, bei der nächsten Feier in fünf Jahren wieder teilnehmen zu können. − hok

 

Die Ehejubilare:

25 Jahre (Silberhochzeit): Gabi und Peter Lengdobler, Elisabeth und Norbert Bründl sowie Silvia und Manfred Didic.

45 Jahre ("Messinghochzeit"): Anna und Johann Stamberger, Theresia und Erich Eder sowie Monika und Heinz Niederleitner.

50 Jahre ("Goldene Hochzeit"): Cäcilie und Michael Holzner.

55 Jahre (Juwelenhochzeit): Katharina und Matthias Maier sowie Katharina und Konrad Straßer.

 

(ANA vom 12.10.2017)

Insgesamt 370 Jahre Ehe gemeistert

Neun Paare kamen zum Hochzeitsjubiläum in die Arbinger Pfarrkirche St. Georg – Gottesdienst und weltliche Feier

 

Die Jubelpaare mit den Ehrengästen mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) beim Gruppenfoto nach der Andacht in der Pfarrkirche. − Foto: Hahn Die Jubelpaare mit den Ehrengästen mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) beim Gruppenfoto nach der Andacht in der Pfarrkirche. − Foto: Hahn

 

Arbing. Neun von zehn eingeladenen Paaren hatten sich zum Hochzeitsjubiläum in der Pfarrkirche St. Georg eingefunden. Sie können zusammengerechnet auf 370 Jahre Eheleben zurückblicken.

Es war Ortsgeistlicher Pfarrer Ludwig Samereier, der den Gottesdienst zelebrierte, eindrucksvoll umrahmt vom Kirchenchor von Arbing unter der Leitung von Gisela Huber. Dazu hatten die Ehepaare ihre Hochzeitskerzen am Alter aufgebaut – als Zeichen, dass dieses Licht sie seit dem Hochzeitstag begleitete.

Kinder und Enkel – der reichste Schatz, den es gibtIn der Predigt würdigte Pfarrer Samereier die Ehepaare für die langen Jahre, die sie einander in Treue verbunden sind. Die unendliche Liebe Gottes sei die Grundlage der Ehe, die Familie sei es, die Kinder und Enkel als den reichsten Schatz hervorbringe, den es gibt. Der Geistliche hob die Treue zum Partner als hohes Gut hervor und sagte, es erfordere eine besondere Form der Lebenskunst, die Liebe zum Partner immer jung zu erhalten. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass der Ehebund über Jahrzehnte hinweg erhalten bleibe. Doch bei den hier versammelten Paaren habe sich das versprochene "Ja-Wort" nun über viele Jahre hinweg erfüllt, so Samereier. Man habe auf festem Grund und Fundament gebaut und so Stürme überstanden.

Entscheidend sei es auch, die Liebe Kindern und Enkeln vorzuleben – sie sei ein bleibender Wert: "Gott und Liebe werden nie Nostalgie", so der Geistliche. Die Ehe sei aber auch ein herausragendes Zeugnis, das Vorbild sein solle für die Jugend.

Bereits vor dem Gottesdienst hatte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner die Namen der Ehepartner verlesen und jeweils angemerkt, wie viele Ehejahre sie gemeinsam verbracht haben. Nach der offiziellen Dankandacht segnete Pfarrrer Samereier einzeln die jeweiligen Paare und wünschte noch viele gemeinsame Jahre. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende überreichte dazu außerdem ein Blumen-Präsent.

In der anschließenden weltlichen Feier im Gasthaus Hölzl-wimmer überbrachten Elisabeth Sigrüner und Pfarrer Ludwig Samereier nochmals herzliche Grüße. In kurzen Bemerkungen drückten sie nochmals die Freude über diesen gemeinsamen Ehrentag aus. Für die kleine Pfarrei Arbing sei dieser Ehrentag der Hochzeitsjubilare ein sehr erhebender Moment im Kirchenjahr. 370 gemeinsame Ehejahre stellten doch ein "schweres Stück Arbeit" für die Eheleute dar.

Nach einem deftigen kalten Büfett und Getränken, gesponsert von der Pfarrei, stand die Geselligkeit im Mittelpunkt.

Mit viel Interesse wurden die Erzählungen der Paare über ihr Kennenlernen aufgenommen. Aber auch die nervigen stressigen Tage kurz vor der Hochzeit und das damalige Wetter waren fast allen in lebhafter Erinnerung geblieben und wurde nun berichtet. Fast durchwegs war natürlich der Kauf des Hochzeitskleides die wichtigste Angelegenheit im Vorfeld. Herrliche Bilder aus vergangenen Jahren über die Paare präsentierte auf der Leinwand Reinhard Pillris und erntete dafür viel Applaus.

Abschied nehmen hieß es für alle Ehepaare und Ehrengäste wie auch bei einer richtigen Hochzeit gegen Mitternacht. Die Heimwege waren kurz – waren doch alle Paare räumlich der Pfarrei Arbing treu geblieben. − gh

 

Verheiratet seit

25 Jahren: Anneliese und Reinhold Wimmer sowie Claudia und Alfred Bachmaier.

30 Jahren: Gaby und Rudolf Hölzlwimmer, Agnes und Josef Eder sowie Heidemarie und Helmut Pfaffinger.

40 Jahren: Rosemarie und Franz Aigner, Rosalie und Hermann Schächner sowie Anna und Franz Gruber.

55 Jahren: Hilde und Georg Eder, Christa und Konrad Bimmeslehner.

 

(ANA vom 11.10.2017)

Sieben neue Ministranten

 

 

 

Erlbach. Sie werden "Lausbuben Gottes" genannt. In Erlbach haben jedoch seit vielen Jahren die Ministrantinnen die Oberhand. Die derzeitige Schar hat sich durch die Aufnahme von sieben weiteren "Minis" auf nun 29 erhöht. Ab sofort leisten nun auch (vorne mit Ministrantenheft, v.l.) Julian Huber, Hannah Hippel, Franziska Gartmeier, Lisa Georg, Carina Opitz, Paul Rossmüller und Lisa Maier (fehlt auf dem Foto) ihre Dienste am Altar. Sie wurden am Sonntag im Rahmen eines Familiengottesdienstes zum Thema "Arbeiter im Weinberg des Herren" von Pfarrer Ludwig Samereier feierlich in die Schar der Messdiener aufgenommen. Dabei versprachen sie mit den Worten "Ich bin bereit", ihren Dienst in der Pfarrgemeinde zuverlässig und würdevoll zu erfüllen. Als sichtbares Zeichen erhielten sie vom Pfarrer das Ministrantenkreuz, sowie ein Anleitungsheft für den Altardienst. Die neuen Meßdiener wurden von Gemeindereferent Hans Salzinger (hinten links) und den Oberministrantinnen auf ihre neue Aufgabe gut vorbereitet. Für ihren fünfjährigen Dienst am Altar erhielt Johanna Gartmeier (hinten rechts) eine Urkunde und ein Erinnerungsgeschenk. An der Gestaltung des vorangegangenen Wortgottesdienstes hatten sich die neuen Ministranten rege beteiligt. Anstatt einer Predigt gingen sie auf das "Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg" ein, bei dem die Arbeiter für verschieden lange Arbeitszeiten alle den gleichen Lohn erhielten. Dieser Wortgottesdienst in der voll besetzten Kirche wurde mit Liedern gestaltet, die von Sandra Sallersbeck, Juliana Eller und Hans Salzinger instrumental begleitet wurden. − hok/Foto: Krüger

(ANA vom 7.10.2017)

170 Jahre Männerkongregation

Festgottesdienst mit Totengedenken – Ehrung langjähriger Mitglieder

 

Mit Fahnenabordnungen ziehen die Kongregationen zum Festgottesdienst in die Erlbacher Pfarrkirche ein. Mit Fahnenabordnungen ziehen die Kongregationen zum Festgottesdienst in die Erlbacher Pfarrkirche ein.

 
Mit dem Sprechen des Weihegebetes werden die Kandidaten von Generalpräses Georg Greimel in die Kongregation aufgenommen. Mit dem Sprechen des Weihegebetes werden die Kandidaten von Generalpräses Georg Greimel in die Kongregation aufgenommen.

Erlbach. Auf ihr 170-jähriges Bestehen blickte die Marianische Männerkongregation Erlbach bei einem Festgottesdienst am vergangenen Sonntag zurück. Der Generalpräses der Kongregation, Bruder Georg Greimel aus Altötting, betonte die Wichtigkeit der Männer, die sich als Sodalen zum christlichen Glauben bekennen. Durch die Aufnahme von acht neuen Sodalen hat die Erlbacher Kongregation einen Mitgliederzuwachs erfahren.
Ortsobmann Werner Pfeffer freute sich beim Festgottesdienst in der Erlbacher Pfarrkirche über die Anwesenheit von Abordnungen der Nachbarkongregationen aus Arbing, Perach und Reischach sowie weiteren Ortsverbänden. Auch eine Abordnung aus Altötting mit dem Sekretär Michael Reiser war unter den Gästen. In seiner Ansprache ging Generalpräses Bruder Georg Greimel auf die Geschichte der Glaubensgemeinschaft ein. Der Glaube sei ein Geschenk unserer Vorfahren, das weiter gelebt und weitergegeben werden müsse. Gerade in der Zeit nach der Säkularisation erlebte der christliche Glaube durch die Gründung von Glaubensgemeinschaften eine Stärkung. Dies war auch die Zeit, in der der Heilige Bruder Konrad, der Patron der Kongregation, gelebt hatte. Aktive Glaubensgemeinschaften wie die Männerkongregation seien auch eine Chance für die Zukunft des christlichen Glaubens. Sie werden gebraucht, um die Kirche von innen her mitzutragen.
Mit dem Sprechen des Weihegebetes, einem Handschlag und dem Aushändigen der Satzung konnte der Generalpräses acht neue Mitglieder in die Kongregation aufnehmen.
Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier freute sich, zusammen mit dem Generalpräses und dem Ortsobmann, zwei Jubilaren zu gratulieren: Sebastian Lechner und Otto Wolferseder gehören bereits seit 70 Jahren der Marianischen Männerkongregation an. Sie traten schon in jungen Jahren in die Kongregation ein und wurden dafür mit einer Urkunde und einem Präsent belohnt. Der Festgottesdienst wurde vom Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Ortsobmann Werner Pfeffer musikalisch umrahmt. Zur Ehrung der verstorbenen Mitglieder vor dem Missionskreuz hatte der Obmann das Lied vom "guten Kameraden" auf das Leben von Sodalen umgetextet. Auch ein Lied des Gottesdienstes stammte aus seiner Feder. Nach dem Gottesdienst führte der Festzug zum Gasthaus Prostmeier, wobei die Teilnehmer an einem Wegkreuz ein Marienlied sangen, das von Michael Spateneder auf der Trompete eingespielt wurde.
"Nach der Feier zum 100-jährigen Jubiläum der Patrona Bavaria in München, der 400-Jahrfeier der Koronakapelle in Birnbach sei dieses Jubiläum das dritte Fest zur Ehre der Muttergottes, dem die Erlbacher Sodalen beiwohnen", so der Ortspräses, Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier bei seiner Ansprache beim Festakt im Gasthaus Prostmeier.
Die marianische Frömmigkeit solle eine lebenslange Begleitung sein, so der Geistliche. Die von Bischof Dr. Stefan Oster propagierte und geforderte Neuevangelisierung finde bereits seit Jahrhunderten in den verschiedenen Glaubensgemeinschaften statt. Gerade die Männerkongregationen leisten einen wichtigen Beitrag hierzu.
Er lobte auch die unermüdliche Arbeit des Obmannes Werner Pfeffer, der auch als Chorleiter fungiert. Alle Mitglieder des Männerchores, die den Gottesdienst gestaltet hatten, seien auch Sodalen dieser Erlbacher Glaubensgemeinschaft.
Auch Bürgermeister Franz Watzinger wünschte der Erlbacher Kongregation als ältesten Ortsverein weiterhin genügend Mitglieder, um damit noch lange bestehen zu können. − hok

Für ihre 70-jährige Mitgliedschaft in der Kongregation wurden (v.l.) Otto Wolferseder und Sebastian Lechner von Ortsobmann Werner Pfeffer geehrt. − Fotos: Hochhäusl Für ihre 70-jährige Mitgliedschaft in der Kongregation wurden (v.l.) Otto Wolferseder und Sebastian Lechner von Ortsobmann Werner Pfeffer geehrt. − Fotos: Hochhäusl
(ANA vom 12.09.2017)

170 Jahre MC Erlbach

Feier am Sonntag: Aufnahme neuer Mitglieder und Festgottesdienst

08.09.2017 | Stand 08.09.2017, 02:45 Uhr
 
Auf der Vorderseite der Fahne der MC Erlbach ist das Dorf deutlich zu erkennen, die Rückseite ziert das Bildnis des heiligen Bruder Konrad. − Foto: Hochhäusl Auf der Vorderseite der Fahne der MC Erlbach ist das Dorf deutlich zu erkennen, die Rückseite ziert das Bildnis des heiligen Bruder Konrad. − Foto: Hochhäusl

Erlbach. Einen Grund zum Feiern haben am Sonntag, 10. September, die Mitglieder der Marianischen Männerkongregation Erlbach: sie können auf das 170-jährige Bestehen ihres Verbandes zurückblicken. Dies wird mit einem Festgottesdienst um 10.15 Uhr in der Pfarrkirche gefeiert, bei dem auch der verstorbenen Mitglieder gedacht wird.

Als erstes Mitglied ist der ehemalige Kerschbaumer-Bauer Andreas Bachmeier in den Geschichtsbüchern erwähnt, der 1847 der Kongregation beigetreten ist. Seither erlebte die Kongregation Höhen und Tiefen. Die Zahl der Mitglieder, auch Sodalen genannt, zählte in den besten Zeiten mehr als 100, fiel aber bis zum Jahr 2005 auf rund 20 Mitglieder ab.

Dem derzeitigen Pfarrer und Ortspräses, Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier ist es zu verdanken, dass dieser Verband wieder belebt wurde. Durch eine große Werbeaktion konnten innerhalb eines Jahres 40 neue Mitglieder gewonnen werden. Zu dieser Zeit wurde auch eine neue Fahne angeschafft. Zum Bedauern der Vorstandschaft sind seither wieder zahlreiche Mitglieder verstorben. Deshalb startete Obmann Werner Pfeffer zusammen mit Pfarrer Ludwig Samereier erneut eine Aktion und konnten 16 neue Mitglieder gewinnen. Diese sollen beim Festgottesdienst als neue Sodalen eingeführt werden.

Vor dem Festgottesdienst treffen sich die Ortsverbände mit Fahnenabordnung, sowie alle Sodalen am Dorfplatz, um gemeinsam in die Kirche einzuziehen. Nach dem Gottesdienst wird am Missionskreuz der verstorbenen Mitglieder gedacht, anschließend erfolgt ein Festzug zum Gasthaus Prostmeier, wo ein kurzer Festakt stattfindet und das Mittagessen eingenommen werden kann. "Die gesamte Pfarrei wird gebeten, dieses Jubiläum mitzufeiern", so die Vorstandschaft. − hok

(ANA vom 8.9.2017)

Ein spannender Abend in der Sternwarte

Reischach Zusammen mit Pfarrvikar Kumar und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates Reischach besuchten 12 Kinder aus den Pfarreien Reischach und Arbing am 18. August die Sternwarte in Strasshäuser bei Wurmannsquick, welche 2006 als Rolldachhütte gebaut wurde.

Nach einer kurzer Einführung durch den 1. Vorstand Dr. med. Hauke Hammerl lernten die Kinder ein Spiegelteleskop und ein Linsenteleskop kennen.

Anschließend zeigte Herr Markus Hering von den Sternenfreunden Wurmannsquick e.V. den Kindern im Vortragsraum einen sehr eindrucksvollen Film, aufgenommen aus der Internationalen Raumstation ISS auf ihrem Flug um die Erde.

Er erzählte auch viel Wissenswertes über unser Sonnensystem, mit der Sonne als Stern, mit einem Durchmesser von 1,4 Mill. Kilometern und einem Umfang von 4,4 Millionen Kilometern. Auch die Kinder selbst trugen ihr Wissen bei und erzählten z.B. welche Temperaturen auf der Sonne herrschen: 6000 Grad an der Oberfläche und 15 Mill. Grad im Innern der Sonne.

Herr Hering musste auch sehr viele fachliche Fragen der Kinder beantworten. Ein Mädchen wollte z.B. wissen, ob es nur männliche Astronauten gibt, ein zehn- jähriges Kind interessierte sich dafür, wie Polarlichter genau entstehen und andere Kinder stellten z.B. Fragen zum Unterschied zwischen einem Stern und einem Planeten, der Entstehung von Sternen oder den Vulkankratern auf dem Mond.

Bei dem großen Interesse der Kinder konnte das dann folgende Astro-Quiz ohne Probleme gelöst werden.

Wegen des sehr bedeckten Himmels konnte anschließend der Sternenhimmel, leider nur mit Hilfe von Projektoren an die Decke des Vortragsraumes geworfen, betrachtet werden.

Zum Schluß gab es noch Eisenmeteoriten aus dem Weltall zum Anfassen und Mond- und Marsgestein zum Anschauen.

Nach drei sehr informativen Stunden und mit dem Vorsatz, bald wieder bei der Sternwarte, die jeden ersten Freitag im Monat einen öffentlichen Abend anbietet, vorbeizuschauen, wurde wieder die Heimreise angetreten.

 

Text und Bild: Edith Brunner

Die "Koronakapelle" – hier passiert Vertrauen

Große Feier zum 400-jährigen Bestehen des kleinen Gotteshauses bei Erlbach mit dem gesamten Pfarrverband Reischach

Ein langer Festzug bewegte sich von Birnbach zum Hofer-Anwesen. − Fotos: Hochhäusl Ein langer Festzug bewegte sich von Birnbach zum Hofer-Anwesen. − Fotos: Hochhäusl

 

Erlbach/Reischach. Mit einem eindrucksvollen Bekenntnis zur Gottesmutter und der Heiligen Korona hat der gesamte Pfarrverband Reischach das 400-jährige Bestehen der Wallfahrtskapelle "Kroahäusl" in Birnbach bei Erlbach gefeiert.

Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier erinnerte in seiner Festpredigt an die zahlreichen Wallfahrer, die seit Jahrhunderten zu diesem Heiligtum pilgern und Votivgaben zum Dank für Heilung und Gebetserhörung bringen. Der Gottesdienst vor der Kapelle, bei dem auch Dekan Heribert Schauer und Pfarrvikar Kumar Yangaldasu als Mitzelebranten am Altar standen, wurde von der Blaskapelle "d’Veranstaltung" musikalisch umrahmt. Bei der anschließenden Feier auf dem benachbarten "Hofer-Anwesen" hat der Erlbacher Pfarrgemeinderat rund 500 Gäste bewirtet.

Unter dem Gnadenbild der "Maria coronata" feierten Dekan Heribert Schauer (von links), Ortspfarrer Ludwig Samereier und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu den Festgotesdienst vor der Koronakapelle. Zu Beginn des Gottesdienstes hatte Rosalie Grabmaier und ihr Vater Franz Strasser Wasser aus dem "Heilbrünnl" geschöpft (rechtes Foto). Unter dem Gnadenbild der "Maria coronata" feierten Dekan Heribert Schauer (von links), Ortspfarrer Ludwig Samereier und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu den Festgotesdienst vor der Koronakapelle. Zu Beginn des Gottesdienstes hatte Rosalie Grabmaier und ihr Vater Franz Strasser Wasser aus dem "Heilbrünnl" geschöpft (rechtes Foto).

"Wer zu Maria kommt, findet durch sie auch zu Jesus""Was passiert hier eigentlich in Birnbach?" Die Antwort auf diese Frage gab Verbandspfarrer Ludwig Samereier in seiner Predigt: "Hier passiert Vertrauen. Menschen kommen hierher um zu beten, tragen Bitten und Anliegen vor, schreiben sich in das Pilgerbuch ein und bringen Votivgaben. Sie wissen, dass sie hier in Vertrauen auf die Gottesmutter ihre Sorgen abladen können und sie vertrauen darauf, dass ihnen geholfen wird. Wer zu Maria kommt, findet durch sie auch zu Jesus."

Zurückblickend ging Pfarrer Samereier auf die Geschichte dieser Wallfahrtsstätte zur Muttergottes und der Heiligen Korona ein: Aus einem Visitationsprotokoll von 1637 geht hervor, dass an dieser Stelle "ein anno 1616 erneuertes und aufgemauertes Hitl steht in dem ,S. Coronae‘ verehret wird". Somit gilt 1616 als erste urkundliche Erwähnung, wobei die Wallfahrt wohl um einige Jahrhundert älter sein dürfte.

Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde diese Kapelle von durchstreifenden Kriegsvolk ausgeraubt und zerstört. Während der Säkularisation 1803/04 entging die Kapelle dem geplanten Abriss, weil der damalige "Hoferbauer" die Baupflicht für die schon baufällige Kapelle übernahm. Seither gehört diese Kapelle zum "Hofer-Anwesen", dessen Besitzer sich in rührender Weise um dieses Heiligtum kümmern.

In der jetzigen Form wurde die Kapelle 1973 von den Hofer-Bauersleuten Franz und Rosalie Strasser, gemeinsam mit der Pfarrei Erlbach unter Pfarrer Josef Pimmer neu erbaut.

Dabei wurde auch die Heilquelle, deren Wasser "gegen Augenwehe" helfen soll, neu gefasst. Seitdem vergeht kaum ein Tag, an dem nicht einzelne stille Beter, Wanderer oder kleine Pilgergruppen diesen Ort aufsuchen. Dies ist auch aus den aufgelegten Büchern, in denen Besucher ihre Bitten oder ihren Dank einschreiben können, ersichtlich.

Pfarrer Ludwig Samereier verlas auch die Texte einiger Votivtafeln, die zum Dank für Heilung von Krankheiten oder sonstigen Anliegen neben vielen Kerzen oder sonstigen Votivgaben in die Kapelle gebracht wurden.

Eingangs des Gottesdienstes hatte Rosalie Grabmaier, die derzeitige "Hofer-Bäuerin", Wasser aus der Heilquelle geschöpft, mit dem Pfarrer Samereier dann die rund 500 Besucher segnete.

Über dem Eingang zur Kapelle war das schön verzierte Gnadenbild der "Maria coronata" ausgestellt. Bei diesem Festgottesdienst trug der Erlbacher Männerchor das "Birnbach-Lied" vor, das Ortsheimatpfleger Alois Stockner bei der Erstellung des Pfarrarchives entdeckt hatte.
Nachdem der lange Festzug mit mehr als 20 Fahnenabordnungen aus dem gesamten Pfarrverband beim "Hofer-Anwesen" angekommen war, hatten die Mitglieder des Erlbacher Pfarrgemeinderates, die Hofer-Familie und weitere Helfer alle Hände voll zu tun, um die Gäste zu bewirten.

Für viel Aufmerksamkeit sorgten Severin, Kilian und Simon Lichtenwimmer, Enkelkinder der "Hofer-Bauersleute", als Gstanzl-Sänger. Zur Belustigung der Besucher brachten sie das Geschehen um die Vorbereitung zu diesem Fest zum Besten. "Wer Geburtstag feiert, der lädt Gäste ein/ so alt wie er wird, soviel Gäst sollten’s sein", lautete einer ihrer Verse. Beim Geburtstag des "Kroahäusels" waren es jedoch deutlich mehr als 400.

Dieses Fest hätte ursprünglich im vergangenen Jahr stattfinden sollen, da jedoch die damalige "Hoferbäuerin" Rosalie Strasser schwer erkrankt war und am 24. Januar 2016 verstorben ist, wurde die Feierlichkeit eben heuer nachgeholt.

Konrad Hochhäusl

(ANA vom 17.08.2017)

Familiengottesdienst 2017 - Verabschiedungen

Beim Familiengottesdienst am 23. Juli 2017 wurden einige Teammitglieder von Pfarrer Samereier und Gemeindereferent Salzinger verabschiedet.

Auf dem rechten Bild von links: Karin Sommerkorn, Simone Mitsching, Birgit Thumser, Sylvia Schultheiß

50 Jahre segensreiches Wirken als Jünger von Jesus Christus

Heribert Unterhuber feierte in Liebfrauen Priesterjubiläum

 

Der Jubiläumsgottesdienst fand in Konzelebration statt. Am Altar standen (v.l.) Gemeindereferent Konrad Raischl, Dekan Heribert Schauer, Heribert Unterhuber und Stadtpfarrer Erwin Jaindl. − Fotos: Pfarrei Der Jubiläumsgottesdienst fand in Konzelebration statt. Am Altar standen (v.l.) Gemeindereferent Konrad Raischl, Dekan Heribert Schauer, Heribert Unterhuber und Stadtpfarrer Erwin Jaindl. − Fotos: Pfarrei

 
Unter den Gratulanten war auch die Pfarrgemeinderats-Vorsitzende von Liebfrauen, Gudrun Junghans. Unter den Gratulanten war auch die Pfarrgemeinderats-Vorsitzende von Liebfrauen, Gudrun Junghans.

Burghausen. Heribert Unterhuber feierte am Sonntag in der Pfarrkirche Zu Unserer Lieben Frau sein goldenes Priesterjubiläum. Es war ein festlicher, lebendiger und zugleich sehr persönlicher Gottesdienst, bei dem Heinrich Wimmer an der Orgel und Martin Hammerl an der Trompete brillierten.

"Zum Schluss sagt man das Wichtigste", so Gemeindereferent Kone Raischl in seiner Predigt und betonte: "Und Jesus spricht: Seid gewiss, ich bin bei euch, habt Vertrauen, in jeder Situation." In dieser Gewissheit und diesem Vertrauen habe Heribert Unterhuber seit 50 Jahren segensreich als Priester gewirkt. Zum Jubelgottesdienst am Ort seiner Primiz waren viele Gläubigen aus Burghausen, aus den Pfarrverbänden Reischach und Neuötting gekommen, dazu Unterhubers Familie und Freunde. Den Gottesdienst zelebrierte mit dem Jubilar Dekan Heribert Schauer, Stadtpfarrer Erwin Jaindl und Gemeindereferent Kone Raischl.

Raischl stellt weiter in der Predigt heraus: "Unterhuber wollte immer Jünger sein, zu Jesus gehören, ihm begegnen in der Stille, im Gebet, im Hören auf sein Wort, er wollte zu den Menschen gehen, Seelsorger sein, selber nicht mächtiger Herr sein, sondern behutsamer Leiter."

Nach dem Gottesdienst und den Dankesworten des Dekans Heribert Schauer und der Reischacher Ludwig Demmelhuber (Kirchenpfleger) und Alfred Stockner (Bürgermeister) nutzten die vielen Gläubigen die Gelegenheit, um Unterhuber persönlich zum Jubiläum zu gratulieren. − red

(ANA vom 5.7.2017)

44 Erlbacher Kinder erkunden den Bauernhof

 

 

Erlbach. Ein großes Erlebnis war für 44 Kinder des Erlbacher Kindergartens "St. Petrus" der Besuch auf dem Bauernhof der Familie Fritzenwenger in Kronsberg. Während die eine Gruppe den großen Rinderstall besichtigen durfte, versuchte sich die andere Gruppe beim Brotbacken (unser Foto). Dabei erklärte ihnen Marie-Luise Fritzenwenger (links) den Werdegang vom Getreide bis zum Mehl, dann durften sie die Zutaten für einen Teig mischen und die Semmel formen. Mit viel Fantasie bestreuten sie diese mit Mohn, Käse und Körner bevor sie in den Backofen kamen. Begeistert waren die Kleinen vom Duft der frischen Semmeln, die sie nach Hause nehmen durften. Im Rinderstall erlebten die Kinder, woher eigentlich die Milch kommt. Michael und Verena Fritzenwenger erklärten ihnen im Laufstall die Entwicklung der Tiere vom Kalb bis zur Milchkuh. Besonders interessant fanden die Kinder die Kälber in ihren kleinen Liegeboxen. Die Bauersleute erklärten den Kindern auch, was die Kälber und Kühe zum Fressen bekommen, wie schwer die Tiere sind und dass auch alle Kühe einen Namen haben. Der Höhepunkt für die Kinder war die Vorführung des Melkroboters. Gebannt verfolgten sie, wie automatisch die Melkbecher an die Kuheuter angesaugt wurden und sogleich die Milch herausfloss, die in einen großen Tank weitergeleitet wurde. − hok/F.: Weindl

(ANA vom 7.6.2017)

400 Besucher im Kindergarten

Viele in Tracht – Tropische Temperaturen beim Sommerfest

 

"Taferlbuam" in Aktion: Diese Kinder präsentieren die Schilder, die in den drei Gruppen des Kindergartens St. Martin angefertigt worden waren. − Foto: Rohne "Taferlbuam" in Aktion: Diese Kinder präsentieren die Schilder, die in den drei Gruppen des Kindergartens St. Martin angefertigt worden waren. − Foto: Rohne

 
Die Tänze von Kindergarten- und Trachtlerkindern wurden begeistert aufgenommen. Die Tänze von Kindergarten- und Trachtlerkindern wurden begeistert aufgenommen.

Reischach. Größtenteils in Lederhosen und Dirndl gewandet, haben die rund 400 Besucher des vorgezogenen Sommerfests im Kindergarten St. Martin am vergangenen Wochenende gefeiert.

Bei strahlendem Sonnenschein und beinahe tropischen Temperaturen verzauberten die Kinder mit diversen Aufführungen, Tanzeinlagen und Liedern. Das Herz als Zeichen der Nächstenliebe stand im Mittelpunkt des Familiengottesdienstes, der zu Beginn des Festes von Johann Salzinger zelebriert wurde, begleitet vom Kinderchor unter Leitung von Bettina Weiherer.

Danach wurden Steckerfische, Braten, Obazda, Salate sowie Kaffee und Kuchen verspeist, ehe als Hauptattraktion des Festes ein Maibaum aufgestellt wurde. Mit einem Oldtimer-Bulldog wurde er gebracht, von Vorschülern in Empfang genommen und aufgestellt. Nachdem vier Schilder, die von den Kindern aus drei Gruppen gemalt worden waren, am Maibaum angebracht waren, zeigte die Jugend des Trachtenvereins "d’Reischachtaler" mit Kontrabass und Ziach begleitete Tänze. Gemeinsam mit den Vorschülern wurden Tänze aufgeführt. Elternbeiratsvorsitzender Thomas Unterberger überreichte in Namen des Elternbeirats den Kindern ein neues Fußballtor. Dann herrschte an Spielstationen Betrieb und es gab eine Tombola. Den Hauptpreis, einen Basketballkorb, gewann Phillip Hark.

Kindergartenleiterin Irmgard Mitterpleininger bedankte sich für das Engagement aller Beteiligten, Gruppen und Aktiven. − red

(ANA vom 3.6.2017)

Kommunionausflug 2017


 

Die Konnunionkinder waren zuerst in der Evang. Kirche (evangelische Mitschülerin, Lutherjahr), dann am Kapellplatz und in der Gnadenkapelle und schließlich in der Maria-Ward-Kirche St. Josef zum Gottesdienst.

Ein "Freund des Lebens" feierte Geburtstag

Pfarrer Ludwig Samereier: Dankgottesdienst mit 12 Zelebranten – Fellstiefel, "Zielwasser" und Schnupftabak als Geschenke

 


 

Den Taktstock in der Hand, dirigierte der Jubilar die Reischacher Blaskapelle. Später spielte auch die Bläsergruppe des Kreis-Jagdverbandes dem Jubilar auf. Ludwig Samereier ist selbst ein begeisterter Waidmann.

Den Taktstock in der Hand, dirigierte der Jubilar die Reischacher Blaskapelle. Später spielte auch die Bläsergruppe des Kreis-Jagdverbandes dem Jubilar auf. Ludwig Samereier ist selbst ein begeisterter Waidmann.

Endlkirchen. Als "Freund des Lebens" hat Generalvikar Klaus Metzl am Montag den Pfarrer des Reischacher Pfarrverbandes, Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier bezeichnet. Zusammen mit zwölf Zelebranten feierte dieser den Dankgottesdienst anlässlich seines 50. Geburtstages in der völlig überfüllten Filialkirche "St. Michael" in Endlkirchen.

Bei der weltlichen Feier im Gasthaus Auer schien die Schar der Gratulanten dann kein Ende zu nehmen. Zahlreiche Darbietungen von Chören, Vereinen und Tanzgruppen bereicherten die großartige Geburtstagsfeier.

Dank an die Mutter fürs christliche UmfeldIn seiner Festansprache ließ Pfarrer Ludwig Samereier seinen Lebensweg Revue passieren. Er dankte seiner Mutter, dass er in einem christlichen Umfeld aufwachsen durfte. Bedingt durch einen Unfall konnte er nicht wie vorgesehen Bauer werden und besuchte daher das Gymnasium auf dem Gartlberg bei Pfarrkirchen. Dort erlebte er die Patres als "gesellige und weltoffene Menschen". Hier reifte auch sein Entschluss, Priester zu werden. 1993 feierte er Primiz. Nach Kaplanstellen in Neuötting und Arnstorf war er Pfarrer von Wittibreut, Ulbering, Walburgskirchen und Zimmern. 2004 wurde er, für ihn überraschend, nach Reischach berufen, wo es den neuen Pfarrverband mit Arbing, Endlkirchen, Erlbach, Perach und Reischach zu gründen galt. "Ich habe nicht geahnt, dass ich so gut aufgenommen wurde, dass mir so viele gute Mitarbeiter zur Seite stehen und dass ich so viele Kirchen betreuen kann", so der Jubilar. Eine große Hilfe sei ihm dabei neben dem Büro- und Seelsorgeteam vor allem Pfarrvikar Kumar Yangaladasu. Samereier: "Wir passen unheimlich gut zusammen."

 

Auch die Kleinsten des Reischacher Trachtenvereins überbrachten dem Pfarrer Glückwünsche.

Auch die Kleinsten des Reischacher Trachtenvereins überbrachten dem Pfarrer Glückwünsche.

Zum Ende des Festgottesdienstes ergriff Generalvikar Dr. Klaus Metzl das Wort. Er nannte seinen Studienkollegen Pfarrer Ludwig Samereier einen "Freund des Lebens". Als "Freund der Schöpfung" pflege er eine tiefe Beziehung zur Natur als Schöpfung Gottes. Er sehe immer das Gute und sei ein "guter Sämann Gottes". Als Fischer und Jäger sei er der Natur besonders nahe. Er sei auch ein "Freund der Menschen", die er in allen Lebenslagen begleite, von der Taufe bis zum Tod. Als "Freund Christi" habe er sein Leben Gott in jeder Lebenslage anvertraut. Seinem Primizspruch "Die Freude des Herrn ist meine Kraft" sei Ludwig Samereier immer treu geblieben. Mit dem Jubilar verbinde ihn auch die Tatsache, "dass es bei seiner Primiz genauso so heftig geregnet hatte wie bei der des Jubilars", so Dr. Klaus Metzl in seiner Laudatio.

Als "Freund des Lebens" charakterisierte Dr. Klaus Metzl (r.) seinen Studienfreund Ludwig Samereier.

Als "Freund des Lebens" charakterisierte Dr. Klaus Metzl (r.) seinen Studienfreund Ludwig Samereier.

Nach dem Festgottesdienst wurde der Jubilar mit einer Salve der Reischacher Böllerschützen lautstark vor der Kirche begrüßt, ebenso spielte die Reischacher Blaskapelle mit flotten Weisen auf.

Im Gasthaus Auer begrüßte Elisabeth Sigrüner im Namen des Pfarrverbandes die Gäste. Gekonnt führte sie durch das vielfältige Programm, das von der Blaskapelle Reischach und vielen Darbietungen umrahmt wurde. Natürlich musste auch der Jubilar den Taktstock übernehmen und die Blaskapelle dirigieren. Bis in die Abendstunden schien die Schar der Gratulanten, darunter auch viele "Oldtimerfreunde", kein Ende zu nehmen. Alle wollten "ihrem Pfarrer" eine Darbietung bringen.

Eröffnet wurde der Reigen durch die Peracher "Pfinsta-Sänger" mit dem Lied "Nimm dir Zeit, werde still", anschließend sangen alle Gäste das Lied "G’sundheit und a langes Leb’n/ möge der Herrgott dir geb’n". Weitere gesangliche Darbietungen kamen vom Reisch-acher Kinderchor, der Erlbacher Singgruppe "Mandala", vom Chor "Helias" aus Perach, sowie dem Kirchenchor und Singkreis aus Reischach. Im Namen der drei VG-Gemeinden gratulierten die Bürgermeister Hubert Kleinillenberger, Reischach, Franz Watzinger, Erlbach und Georg Eder, Perach.

Tänze boten die Reischacher Kindertanzgruppe und der Trachtenverein sowie die Showtanzgruppe des Reischacher Frauenbundes bei. Auch zahlreiche Gedichtbeiträge waren zu hören.

Zur Überraschung aller erklangen plötzlich Jagdhörner: Die Bläsergruppe des Kreis-Jagdverbandes Altötting brachte ihrem Jagdkameraden Ludwig Samereier ein Ständchen. Dem folgte der Auftritt des "Pfarrverbands-Chores". Dazu trugen alle Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltungen des Pfarrverbandes ein Lied nach der Melodie "Ein Jäger aus Kurpfalz" vor. Thematisiert wurden neben der Jagdleidenschaft des Pfarrers und seine Vorliebe für antiquarische Sachen auch um seine Kompetenz als Priester und seine Berufungen in verschieden Ämter.

Der Reischacher Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber und die stv. Vorsitzende des Pfarrverbandsrates, Elisabeth Sigrüner, überreichten dann das Geschenk der Kirchenverwaltung- und Pfarrgemeinderatsmitglieder: mit lustigen Worten übergaben sie ein Paar warme Fellstiefel für die Jagd, die wärmer seien als seine bisherigen Gummistiefel, warme Socken ohne Geruchsbildung, eine Flasche "Zielwasser", sowie eine Dose Schnupftabak.

Bis in den späten Abend erlebten die Gäste ein lebendiges Programm, das allen in bester Erinnerung bleiben wird – vor allem aber dem Jubilar. − hok

 

(ANA vom 22.02.2017)

Salut, Herr Pfarrer! Ludwig Samereier 50 Jahre

Reischacher Ortsgeistlicher kam am 20. Februar 1967 zur Welt – Seine Hobbys: Speedwayrennen, Jagen und Imkern

von Manfred Buchberger

 

 


 

"Volle Kanone" im Dienst des Herrn: Ludwig Samereier betreut seit 2004 die Katholiken im Pfarrverband Reischach. Am heutigen Montag feiert er seinen 50. Geburtstag. − Foto: Buchberger

"Volle Kanone" im Dienst des Herrn: Ludwig Samereier betreut seit 2004 die Katholiken im Pfarrverband Reischach. Am heutigen Montag feiert er seinen 50. Geburtstag. − Foto: Buchberger

Reischach. Gelte es den typisch bayerischen Pfarrer zu küren – Ludwig Samereier käme mit großer Wahrscheinlichkeit in die engere Auswahl. Voller Tatkraft, blitzgescheit – weil sehr belesen – und mit Herzenswärme ausgestattet, ist er einfach ein Pfarrer "zum Anfassen" – quasi der Prototyp zur Verbreitung der Botschaft Jesu Christi in der jetzigen Zeit. Am heutigen Tag feiert Reischachs Ortsgeistlicher seinen 50. Geburtstag – bescheiden und ohne großen Aufhebens, wie es seine Art ist.

Doch ganz so ruhig dürfte der Ehrentag für ihn, der einem großen Pfarrverband vorsteht, vermutlich nicht ablaufen. Die meisten Ortsvereine aus Reischach und den anderen Orten seines geistlichen Wirkens, dazu die Vertreter der Pfarrgemeinden, haben für den Jubilar einen Gratulationsbesuch signalisiert und werden dabei (vermutlich) einiges an Überraschungen auf Lager haben.

Geschätzt für Humor und "Schlitzohrigkeit"Gerade die Vereine sind es, mit denen der Jubilar eine besondere Beziehung hat und sich in deren Gemeinschaften richtig wohlfühlt. Waren diese es auch, die ihm, gemeinsam mit dem Pfarrverband, als neuen Ortsgeistlichen vor gut zwölf Jahren mit einem großen Kirchenzug einen überaus herzlichen Empfang bereitet hatten. In Erinnerung sind dabei auch die Worte der damaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Theresia Demmelhuber an den Geistlichen: "Vieles erwarten die Menschen hier im Pfarrverband von Ihnen – und viele sind bereit, Ihnen zu helfen". Pfarrer Samereier hat mit der kirchlichen Arbeit seinen Teil dazu beigetragen und sich im Lauf der Zeit prächtig in der damals für ihn neuen Wirkungsstätte eingelebt.

Das Primizfoto

Das Primizfoto

Die Beliebtheitsskala für den Mann mit der humorigen Art und einer Portion Schlitzohrigkeit im guten Sinne steht nach wie vor ganz oben. Und: Die Bereitschaft, dem Pfarrer in seiner vielfältigen Arbeit zu helfen, hat bis heute im Pfarrverband nicht nachgelassen. Auf die Welt gekommen ist Ludwig Samereier am 20. Februar 1967 als ältestes Kind der Landwirtseheleute Ludwig und Karolina Samereier in Bruderöd in Gemeinde Dietersburg (Rottal-Inn). Samereier hat noch einen jüngeren Bruder und zwei jüngere Schwestern, der Vater ist bereits vor Jahren gestorben.

Die Faszination Landwirtschaft packte ihn schon als kleinen Bub, wurde ihm aber auch schon früh zum Verhängnis: Gerade mal acht Jahre alt verlor er bei einem Griff in den Häcksler seine rechte Hand. Vielleicht war es gerade das schlimme Ereignis, das ihm als Jugendlichen den Weg in die Priesterschule nach Gartlberg wies und eine Priesterlaufbahn einschlagen ließ. Im Juni 1993 weihte ihn Passaus damaliger Oberhirte Dr. Franz Eder zum Priester, tags darauf feierte er in seinem Heimatort Dietersburg groß seine Primiz. Kaplanstellen in Neuötting und später in Arnstorf waren die ersten Stationen seines priesterlichen Wirkens, dem folgten Berufungen als Pfarrer nach Wittibreut und Ulbering, zusätzlich übte er drei Jahre lang Pfarradministrationen in Walburgskirchen und Eiberg aus.

Im September 2004 verschlug es ihn dann ins Holzland: Ludwig Samereier trat die Nachfolge von Heribert Unterhuber an und übernahm den neu gegründeten Pfarrverband Reischach mit den Pfarreien Reischach, Arbing, Erlbach und Perach sowie der Filialpfarrei Endlkirchen. Insgesamt 4200 Schäfchen der Pfarrfamilie galt es ab diesem Zeitpunkt zu hegen und zu pflegen. Samereiers Fleiß und Leistung im Pfarrverband sprachen sich auch schnell bis in die Diözese Passau herum: Bischof Wilhelm Schraml ernannte den damals 45-Jährigen 2012 zum Bischöflich Geistlichen Rat. Vor zwei Jahren stieg Samereier gar in den 23-köpfigen Priesterrat der Diözese auf und berät seither gemeinsam mit seinen Ratskollegen Bischof Stefan Oster in allen größeren Angelegenheiten.

Bei all dem kirchlichen Engagement bleibt für den Gottesmann nur mehr wenig Freizeit für besondere Hobbys und Leidenschaften: Gerade die Jägerei hat den passionierten Waidmann dabei nie los gelassen, ebenso die Imkerei. Die Honigqualität seiner Bienenvölker und sein profundes Fachwissen um die Bienenzucht sind weitum geschätzt.

Und noch eine Leidenschaft treibt den Kirchenmann von Zeit zu Zeit aus dem Pfarrgebiet: Methanol-Geruch. Ludwig Samereier ist ausgesprochener Fan von Sandbahn- und Speedwayrennen und interessiert sich auf den umliegenden Rennarenen für die Spezialmaschinen der Piloten.

Sein Lieblingsgefährt: Der Lanz-BulldogFür landwirtschaftliche Maschinen, alte Traktoren und Standmotoren hat der Geistliche ohnehin schon seit der Kindheit ein Faible: Sein ausgesprochenes Lieblingsgefährt ist bekanntermaßen der Lanz-Bulldog. Der besondere Sound des Kult-Traktors verursache bei ihm immer eine Gänsehaut, wie er bei der Ausstellung eines solchen Gefährts anlässlich eines der vergangenen Dorf-und Erntefeste verraten hatte. Auch vor noch lauteren Geräten hat er keine Scheu: Bei einer Böller-Ausstellung 2015 in Reischach interessierte sich der Geistliche für die gusseisernen Schießgeräte. In schöner Regelmäßigkeit treibt den vielseitig Interessierten der Wissensdurst zu all den Dingen der Vergangenheit auf die Flohmärkte der Region. Alte Fachbücher und Zeitschriften sind es dort, die seine Neugier erwecken, hier war er schon öfter fündig geworden.

"Die Freude an Gott ist meine Stärke" hatte Ludwig Samereier seinerzeit als Primiz-Spruch für sich erwählt. An starken Seiten mangelt es dem Reischacher Seelsorger nicht, die Freude an Gott ist bei ihm ohnehin Tag für Tag spürbar: Der Leitsatz vor mehr als zwei Jahrzehnten trifft bei ihm heute noch voll den Nagel auf den Kopf.

 

(ANA vom 20.02.2017)

"Schon 1500 Jahre alt – aber voll im Trend"

Pfarreifiliale Endlkirchen begeht das Fest des heiligen Sebastian in würdiger Form – Reliquienprozession und Konvent

von Konrad Hochhäusl

 

 

"Sebastianipfeile", wie Frauenbund-Vorsitzende Theresia Schwertfellner einen zeigt, wurden zum Kauf angeboten. Martin Peterbauer erhielt als Anerkennung eine "Sebastians-Plakette".

"Sebastianipfeile", wie Frauenbund-Vorsitzende Theresia Schwertfellner einen zeigt, wurden zum Kauf angeboten. Martin Peterbauer erhielt als Anerkennung eine "Sebastians-Plakette".

Endlkirchen. In eindrucksvoller Weise ist in der Pfarreifiliale Endlkirchen das Fest des Heiligen Sebastian gefeiert worden. Nach dem von Bischöflich Geistlichem Rat Ludwig Samereier zelebrierten Festgottesdienst erfolgte eine Prozession um die Kirche, bei der eine Reliquie des "Pestheiligen" mitgetragen wurde. Beim anschließenden Konvent im Gasthaus Auer berichtete die Vorstandschaft über das vergangene Jahr.

In seiner Festansprache erinnerte Pfarrer Ludwig Samereier an die Schrecken der Pestzeit im 17. Jahrhundert, in der rund ein Drittel der Bevölkerung Europas von der Seuche hinweggerafft wurde. Vor allem die Mitglieder der "Sebastianibruderschaften" sorgten für eine ordentliche Bestattung der zahlreichen Opfer. Auf zahlreichen Pest-friedhöfen wird ihrer heute noch gedacht. In den meisten Kirchen in der Umgebung seien Bildnisse und Figuren des heiligen Sebastian vorhanden.

Der Geistliche bezeichnete den Heiligen Sebastian als einen "bekennenden Christen, der seinen Glauben nicht verleugnet hat: Trotz mehrmaliger Folter war er ein unbestechlicher und geradliniger Amtsträger, der heute vielen als Vorbild dienen könnte". Der Gottesdienst wurde vom Reischacher Frauenbundchor unter der Leitung von Bettina Weiherer feierlich gestaltet, unter anderem auch mit dem Lied "O Heiliger Sebastian". Groß war nach dem Gottesdienst die Nachfrage nach den geweihten "Sebastianipfeilen", einem Blätterteiggebäck, das eine örtliche Bäckerei angefertigt hatte.

Reliquienprozession um die Kirche: Pfarrer Ludwig Samereier trägt die Reliquie des heiligen Sebastian. Der Prozession voran gehen die Sebstianifahne sowie die Vortragestange mit dem "Pestheiligen". − Fotos: hok

Reliquienprozession um die Kirche: Pfarrer Ludwig Samereier trägt die Reliquie des heiligen Sebastian. Der Prozession voran gehen die Sebstianifahne sowie die Vortragestange mit dem "Pestheiligen". − Fotos: hok

Beim anschließenden Konvent im Gasthaus Auer berichtete die Vorsitzende Maria Werkstetter von den Aktivitäten des vergangenen Jahres. Die Bruderschaft war, wie sie sagte, mit Abordnungen bei den Reischacher Jubiläumsveranstaltungen der Feuerwehr, des Frauenbundes, des Musikvereins, sowie der Marianischen Männerkongregation vertreten. In zwei Vorstandssitzungen wurde der Jahresablauf geplant und es wurde eine Gebetsstunde für geistliche Berufe und christliche Familien gehalten. Beim Reischacher Pfarrfamilienabend hat Maria Werkstetter die Sebastianibruderschaft vorgestellt. 17 Jubilaren konnte die Vorstandschaft zu runden Geburtstagen gratulieren.

Kassier Heinrich Freibuchner bezifferte die Einnahmen der Bruderschaft mit 1042 Euro. Der Kassenbestand konnte um rund 300 Euro aufgebessert werden.

Erfreut zeigte sich Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier über den Beitritt von Alois Auer, Johann Binder, Edith, Josef und Sebastian Brunner, Franziska Surek und Stefanie Werkstetter zur Sebastianibruderschaft, die nun die Mitgliederzahl von 150 erreicht hat.

Auf der Suche nach einer "Neuevangelisierung" hatte Bischof Dr. Stefan Oster bei seinem Besuch in Endlkirchen im Oktober 2016 die Gründung von kleinen Glaubensgruppen vorgeschlagen. "Dies ist nichts anderes, als die Bruderschaften seit Jahrhunderten schon praktizieren. Wir sind voll im Trend, obwohl wir schon 1500 Jahre alt sind", so Pfarrer Samereier.

Mit Plaketten des Heiligen Sebastian bedankte sich Pfarrer Ludwig Samereier bei der Vorsitzenden Maria Werkstetter und Martin Peterbauer, der einen Schrein für die Reliquie des Heiligen angefertigt hatte. Mit Sebastian Brunner hat der Verein wieder ein Mitglied das diesen Vornamen trägt. Auch er bekam diese Plakette ebenso wie Franziska Auer, die an diesem Tag ihren 85. Geburtstag feiern konnte.

 

(ANA vom25.01.2017)

KAB Erlbach spendet für die OrgelsanierungErlbach.

Eine angenehme Überraschung haben die Gottesdienstbesucher am 1. Adventsonntag erlebt: Am Ende des Familiengottesdienstes in der Erlbacher Pfarrkirche, umrahmt vom Kinderchor und der Singgruppe "Mandala", gab KAB-Vorstand Rudolf May (rechts) bekannt, dass der Ortsverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) 1000 Euro zur Sanierung der Kirchenorgel spendet. Das Geld wurde bei den Aktivitäten erlöst, die KAB-Mitglieder alljährlich veranstalten. Unter dem Applaus der Kirchenbesucher übergab May den symbolischen Scheck über den Betrag. Pfarrvikar Kumar Yangaladasu und Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl (links) zeigten sich darüber höchst erfreut. Wie Hochhäusl erklärte, besteht noch eine Lücke zur Finanzierung der Renovierungsmaßnahmen, die während der vergangenen zwei Jahre durchgeführt worden sind. Somit komme diese Spende sehr gelegen. Bereits im Vorjahr hatte die KAB mit einer Spende von 2500 Euro zur Turmsanierung beigetragen. − hok/Foto: red

 

(ANA vom 30.11.2016)

Viele Informationen und gute Unterhaltung

150 Besucher beim Reischacher Pfarrfamilienabend – Rege Nutzung: Das Pfarrheim im alten Pfarrhof soll umgebaut werden

 


 

Mit lustigen Gesängen trug der "Martini-Vierg’sang", auf der Diatonschen Ziach begleitet von Simon Zöbl, zum Gelingen des Pfarrfamilienabends bei. − Fotos: Hochhäusl

Mit lustigen Gesängen trug der "Martini-Vierg’sang", auf der Diatonschen Ziach begleitet von Simon Zöbl, zum Gelingen des Pfarrfamilienabends bei. − Fotos: Hochhäusl

Reischach. Ein informativ-unterhaltsames Programm haben rund 150 Besucher beim Pfarrfamilienabend im Reischacher Hof erlebt. Es gab Informationen vom Pfarrgemeinderat und den Kirchenverwaltungen, Musik lockerte das Programm auf.

Mit dem Lied "Griaß euch Gott, ihr lieben Leut, Pfarrfamilienabend ist heut" begrüßte der Kinderchor unter Leitung von Bettina Weiherer die Gäste. Hilde Baumer und Benjamin Auer vom Pfarrgemeinderat hießen auch dazu alle hauptamtlichen Mitarbeiter, die Mitarbeiter des Kindergartens und der Ambulanten Krankenpflege, sowie Vertreter der politischen Gemeinde willkommen und führten locker durchs Programm.

35 Mitarbeiter, 13 Bauten und 400 Gräber Einen Rückblick auf das vergangene Jahr gab der Reischacher Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber. Die "Firma Kirche" beschäftige 35 Mitarbeiter, es seien 13 bauliche Objekte und 400 Gräber zu verwalten. Es seien viel bürokratischer Aufwand und eine solide Personal- und Finanzplanung nötig, um allem gerecht zu werden. Erst kürzlich habe eine sicherheitstechnische Überprüfung aller kirchlichen Objekte stattgefunden. Nun müsse der 111-seitige Prüfungsbericht, der zum Teil auch "unsinnige" Punkte aufweise, abgearbeitet werden. Beim diesjährigen Kirchenhaushalt werde mit 112000 Euro Ausgaben gerechnet, so Demmelhuber. Die Mehreinnahmen von rund 12000 Euro beruhen auf Mieteinnahmen. Ohne diese könnte der Haushalt trotz 13000 Euro Zuschuss der Diözese möglicherweise nicht ausgeglichen werden.

Glückwünsche nahm Martin Peterbauer (Mitte) von Edith Brunner und Ludwig Samereier entgegen.

Glückwünsche nahm Martin Peterbauer (Mitte) von Edith Brunner und Ludwig Samereier entgegen.

Da das Pfarrheim im "alten Pfarrhof" rege genutzt werde, sei für die nächsten Jahre ein Umbau geplant. Dabei soll ein ebenerdiger Veranstaltungsraum geschaffen werden. Das 2015 geschaffene neue Pfarrbüro gelte als Vorzeigeobjekt für das ganze Bistum.

Der Kindergarten werde derzeit von 80 Kindern besucht. Für die nächsten Monate lägen bereits Anmeldungen vor, so dass bald eine Vollauslastung erreicht werde. Es würden auch Flüchtlings- und Migrantenkinder betreut. Erstmals konnte im Vorjahr ein Überschuss erzielt werden, wegen geplanter Investitionen werde dies in den nächsten Jahren jedoch nicht mehr der Fall sein.

Bei der ambulanten Krankenpflege seien elf Pflegekräfte angestellt. Diese betreuen 90 Patienten und hätten dazu mit fünf Pkw eine Fahrleistung von 100000 Kilometern erbracht. Bei der komplizierten Abrechnung leiste Robert Unterstraßer wertvolle Hilfe; der Fuhrpark werde von Hans Gottschaller vorbildlich betreut. Der Haushalt dieser Einrichtung beläuft sich auf 370000 Euro, wobei ein Überschuss von 12000 Euro erzielt werden konnte.

Für die Filialkirche Endlkirchen sprach Kirchenpfleger Martin Peterbauer. Als "Mammutleistung" bezeichnete er die Renovierung der Filialkirche St. Michael, deren Kosten sich auf 140000 Euro belaufen. Mit rund 1000 freiwilligen Arbeitsstunden, zum Teil bei 30 Grad Hitze, habe man die Kosten enorm reduzieren können. Durch Geld- und Materialspenden, sowie den Zuschuss der Bischöflichen Finanzkammer konnte so viel aufgebracht werden, dass die relativ geringen Rücklagen für das große Projekt ausgereicht haben. Ein großer Tag für Endlkirchen war der 3. Oktober, an dem Bischof Dr. Stefan Oster einen Pontifikalgottesdienst zum Abschluss der Renovierungsarbeiten feierte und dabei den von Martin Peterbauer angefertigten Schrein für die "Sebastians-Reliquie" segnete (der Anzeiger berichtete). Derzeit werde an der Fertigstellung einer WC-Anlage, sowie eines Lagerraumes für den Friedhof gearbeitet, für die auch schon 400 Arbeitsstunden geleistet wurden.

Eine besondere Ehre wurde Matin Peterbauer zuteil: Am Vortag hatte er seinen Namens- und den 80. Geburtstag gefeiert (der Anzeiger berichtete). Dazu trug Hilde Baumer ein selbst verfasstes Gedicht vor, in dem sein unermüdliches Schaffen treffend geschildert ist. Pfarrer Ludwig Samereier und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Edith Brunner, gratulierten dem Jubilar mit einem Präsent.

Mit einer Bilderschau ließ Edith Brunner das vergangene Jahr aus Sicht des Pfarrgemeinderates Revue passieren. Sie erinnerte unter anderem an die Vorbereitung der großen Kirchenfeste, an die Erstkommunion und die Firmung durch Abt Rhabanus Petri aus Schweiklberg. Die Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung nahmen an Einkehrtagen teil und besichtigten das Geburtshaus von Papst Benedikt in Marktl. An den "Exerzitien im Alltag" beteiligten sich 15 Personen. Zusammen mit der Landjugend wurde ein "Ehrentag des Alters" organisiert, zum Ehejubiläum gratulierte man 17 Jubelpaaren.

Im vorigen Jahr wurde eine "Ideenkiste" eingerichtet, über deren Inhalt Gemeindereferent Hans Salzinger berichtete. Darin wurde mehrfach die musikalische Gestaltung der Messen angesprochen, das Ziel sei ein Miteinander von Chor und Gottesdienstbesuchern. Auch das Anbringen von Bildern der Täuflinge wurde angeregt. Positiv sehe er die Gestaltung der Maiandachten durch Laien.

Als "Lebenden Baustein" stellte Maria Werkstetter die Endlkirchner Sebastianibruderschaft vor: 1558 als Allerseelenbruderschaft gegründet, wurde sie 1886 dem hl. Sebastian gewidmet. Seit 1992 ziert eine Figur des Heiligen den Hochaltar. Die Sebatianibruderschaft war 1986 vom damaligen Pfarrer Heribert Unterhuber wieder belebt worden und zählt derzeit 150 Mitglieder. Besonders stolz sei man auf den Besitz einer Reliquie des Heiligen, für die Martin Peterbauer einen Schrein geschaffen hat.

Einbrüche, Hochwasser – aber auch schöne FesteBischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier sagte, 2016 werde in Erinnerung bleiben – in schlechter wegen der Einbrüche in Pfarrbüro und Pfarrhaus, sowie der Hochwasserkatastrophe im Rottal. Positiv bleibe hingegen der Jahresablauf mit den vier großen Jubiläumsfeiern von Frauenbund, Feuerwehr, Musikverein und Marianischer Männerkongregation im Gedächtnis. Hierbei habe man den Zusammenhalt der Reischacher gespürt. Besonders freue er sich, dass zahlreiche Heilige eine besondere Verehrung erfahren. So würden in der Pfarrei stets Feiern zu Ehren von Elisabeth, Martin, Sebastian, Leonhard und Nikolaus abgehalten. Erfreut zeigte sich der Pfarrer über das Engagement der Kirchenmusiker sowie aller haupt- und ehrenamtlichen Helfern im kirchlichen Dienst.

Von allen Besuchern bewundert wurde der virtuelle Flug über Reischach, von Gerhard Waitzhofer mit seiner Drohne aufgenommen worden war. Auch Bilder von Veranstaltungen im Lauf des Jahres, sowie alte Ansichten von Reischach erfreuten alle Anwesenden.

Zur Unterhaltung trugen neben dem Kinderchor auch der Jugendchor unter Leitung von Veronika Vorbucher, der Singkreis um Klaus Hölzlwimmer, sowie der "Martini-Vierg’sang" bei. − hok

 

(ANA vom 16.11.2016)

Erlbach: Viel Lob für eine aktive Pfarrei

Berichte und Ehrungen bei Pfarrfamilienabend – Zuvor Dankgottesdienst mit Domkapitular Striedl

 


 

Als Vorbeter fungiert Josef Weidinger (links) seit mehr als 20 Jahren bei Bittgängen und Prozessionen. Pfarrer Ludwig Samereier würdigt seine Verdienste mit einem Geschenk. − F.: Hochhäusl

Als Vorbeter fungiert Josef Weidinger (links) seit mehr als 20 Jahren bei Bittgängen und Prozessionen. Pfarrer Ludwig Samereier würdigt seine Verdienste mit einem Geschenk. − F.: Hochhäusl

Erlbach. Viele Worte des Lobes für die Verantwortlichen der Pfarrei Erlbach sind beim Pfarrfamilienabend aus dem Mund von Domkapitular Hans Striedl gekommen. Neben den Berichten von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung stellte sich auch die neue Leitung des Kindergartens vor. Pfarrer Ludwig Samereier ehrte mehrere Personen, die sich um die Pfarrei verdient gemacht haben, mit einem Präsent. Ein lustiger Sketch und eine Bilderschau rundeten das Programm ab.

Im Vorfeld hatte Domkapitular Hans Striedl zusammen mit Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier einen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche zum Abschluss von deren umfangreichen Renovierung gefeiert. In seiner Predigt stellte Hans Striedl einen Bezug zum Heiligen Franz von Assisi her, dem in einer Vision gesagt wurde: "Stelle das Haus Gottes wieder her". Auch in Erlbach hätten Handwerker zusammen mit freiwilligen Helfern das Gotteshaus umfangreich renoviert. Bei diesem Gottesdienst, der vom Kirchenchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit der "Kanon-Messe" feierlich umrahmt wurde, erteilte Domkapitular Striedl der renovierten Orgel den Segen.

"Hauptamtlich Ehrenamtlicher" – so wurde Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl humorvoll von Bernadette Pfeffer als "Beauftragte des Bischofs für das Ehrenamt" ausgezeichnet. − F.: Stilla Hochhäusl

"Hauptamtlich Ehrenamtlicher" – so wurde Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl humorvoll von Bernadette Pfeffer als "Beauftragte des Bischofs für das Ehrenamt" ausgezeichnet. − F.: Stilla Hochhäusl

Beim anschließenden Pfarrfamilienabend im Gasthaus Huberhof freute sich die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer, über rund 80 Besucher. In ihrem Rückblick erinnerte sie an die Vorbereitung der großen Kirchenfeste, sowie für Bittgänge und Prozessionen. Eine Herausforderung sei immer die Organisation für das Pfarrfest und das Fest der Ehejubilare. Erfolgreich war das Adventssingen mit allen Erlbacher Chören, sowie mehreren Instrumentalgruppen. Es werden immer die Geburtstagsjubilare besucht, außerdem nahmen die Mitglieder des Pfarrgemeinderates an Bildungs- und Einkehrtagen teil.

Als neue Leiterin des Kindergartens stellte sich Melanie Gartmeier vor. Zusammen mit der neuen Krippenleiterin Michaela Eder erklärte sie, wie ein Tag im Kindergarten abläuft. Ihre Ausführungen hatten sie mit interessanten Bildern präsentiert. In der Kindertagesstätte "St. Petrus" werden derzeit 47 Kinder betreut, als integrative Einrichtung können auch Kinder mit "Defiziten" bestens gefördert werden. Auch für Schulkinder steht der Kindergarten für die Mittagsbetreuung offen.

"2016 – Schicksalsjahr für die Pfarrei" Als Schicksalsjahr bezeichnete Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl das Jahr 2016: Im Januar war das Kirchenverwaltungsmitglied Gerhard Rinner im Alter von erst 48 Jahren verstorben. Seine guten Ideen und sein handwerkliches Geschick würden dieser Einrichtung sehr fehlen. Im April verstarb auch Michael Rothenaicher, der 30 Jahre lang das Amt des Kirchenpflegers und anschließend das Mesneramt inne hatte.

Alljährlich muss die Kirchenverwaltung mit der Erstellung der Haushaltspläne die finanzielle Vorplanung für Kirche, Friedhof und Kindergarten machen, fuhr Hochhäusl fort. So hat zum Beispiel der Kindergartenhaushalt ein Volumen von rund 290000 Euro. Eine "bittere Pille" war nach den Worten des Kirchenpflegers die Kostenbeteiligung für das neue Pfarrbüro in Reischach: "Diese 20000 Euro sind jedoch gut angelegt, ist doch dieses Büro ein Vorzeigeobjekt im gesamten Bistum", so Hochhäusl.

Die Kosten für die mittlerweile abgeschlossene Kirchenrenovierung samt Sanierung der Orgel bezifferte er auf rund 227000 Euro. Davon habe die Pfarrei rund 80000 Euro aufzubringen. Dank der hohen Spendenbereitschaft und der vorhandenen Rücklagen sei die noch bestehende Finanzierungslücke überschaubar.

Um das Gesamtbild des Kirchenareals abzurunden, wurde auch die Friedhofsmauer noch von freiwilligen Helfern saniert. Insgesamt wurden 550 Arbeitsstunden eingebracht. Seien Dank richtete der Kirchenpfleger an alle, die dieses Vorhaben mit Geld- oder Arbeitsleistung unterstützt haben.

Sketch wurde mit viel Applaus bedacht Auch Bischöflich Geistlicher Rat, Pfarrer Ludwig Samereier richtete seinen Dank an das gesamte Kirchenpersonal, die Mitglieder von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, sowie an alle Helfer, die für die Pfarrei tätig sind. Mehreren Personen, die sich um die Kirchenrenovierung bemüht haben, dankte er mit einem Präsent. Auch Josef Weidinger, der seit rund 20 Jahren bei Bittgängen, Prozessionen und Wallfahrten als Vorbeter fungiert, überreichte er zum Dank einen Geschenkkorb. Erfreut zeigte sich der Pfarrer darüber, dass der Leiterinnen-Wechsel im Kindergarten problemlos erfolgt ist.

Mit einem Sketch lockerten in der Folge Bernadette Pfeffer und Brigitte Spateneder das Programm auf:Die "Beauftrage des Bischofs für das Ehrenamt" sollte in den Pfarreien Nachforschungen über diese Tätigkeit anstellen. Dabei erhielt sie die Auskunft, dass in Erlbach viel derartige Arbeit geleistet werde. So fungiert zum Beispiel der Kirchenpfleger als Bürokraft, Bauhelfer, Rasenmäher oder Schneeräumer in Personalunion. Zum Dank erhielt dieser die neueste bischöfliche Auszeichnung als "Hauptamtlich Ehrenamtlicher". Diese Aufführung wurde als sehr gelungen empfunden und mit viel Applaus quittiert.

Ehe der interessante und aufschlussreiche Pfarrfamilienabend mit einer Bilderrückschau zu Ende ging, lobte Domkapitular Hans Striedl mit freundlichen Worten die Arbeit, die in der Pfarrei Erlbach geleistet wird. Er sei überrascht und tief beeindruckt und nehme viele positive Eindrücke mit nach Hause. − hok

 

(ANA vom 5.11.2016)

Ein Festtag für Ross und Reiter

38. Leonhardiumritt in Steinhausen: Gut 500 Besucher verfolgten die Brauchtums-Veranstaltung mit 74 Pferden

von Manfred Buchberger

 

 

 

Vor der Kirche seines Namenspatrons: Leonhard Biermeier vom Brauchtumsverein Erharting stellte den heiliger Leonhard dar, er und seine historisch eingekleidetes Gefolge zogen viele Blicke auf sich. − Fotos: mbu

Vor der Kirche seines Namenspatrons: Leonhard Biermeier vom Brauchtumsverein Erharting stellte den heiliger Leonhard dar, er und seine historisch eingekleidetes Gefolge zogen viele Blicke auf sich. − Fotos: mbu

Erlbach. "Mir san immer gern in Steinhausen dabei": Leonhard Biermeier vom Brauchtumsverein Erharting stand als heiliger Leonhard gewandet hoch zu Ross mit seiner Aussage nicht allein: Mit 74 teilnehmenden Pferden, davon allein sieben Tiere aus dem Nachbarlandkreis Mühldorf mit ihren ebenso historisch gekleideten Reiterinnen in Biermeiers Geleit, sowie einigen hundert Zuschauern, wurde der Leonhardiumritt nahe der kleinen Wallfahrtskirche St. Leonhard am Samstagnachmittag auch in seiner 38. Auflage zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

Als Magnet für große und kleine Pferdeliebhaber erwiesen sich ein schöner, wenn auch frischer Herbsttag und eben diese malerische Leonhardikirche unweit des buntgefärbten Steinhausener Laubwaldes. Gerade diese Umstände sind es, durch die sich der beschauliche, weil ursprünglich gehaltene, Umritt im Holzland so wohltuend von großen kommerziellen Leonhardiritten abhebt.

"So, wie er seit Urzeiten überliefert ist" Dass dies auch in Zukunft so bleiben soll, darauf richten die Organisatoren der christlichen Brauchtumsveranstaltung, die in Steinhausen ins 18. Jahrhundert zurückreicht, ihr Hauptaugenmerk, wie Reischachs Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber als deren Sprecher am Rande der Veranstaltung dem Anzeiger sagte. "Wir wollen den Umritt möglichst so abhalten, wie er seit Urzeiten überliefert ist". Bereits vor der Tiersegnung hatte Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier gemeinsam mit Pfarrvikar Kaplan Kumar Yangaladasu den Patroziniumsgottesdienst zu Ehren des Heiligen Leonhard gehalten. Leonhard gilt als Schutzpatron des Stallviehs und der Pferde und gehört zu den am meisten verehrten Heiligen des Alpenraums. Der Ortsgeistliche besprengte Ross und Reiter im Anschluss an die Messe von einer eigens aufgebauten Empore direkt am Rande des Pferdeparcours mit geweihtem Wasser. Zweimal zog die Karawane mit prächtig herausgeputzten Rössern und festlich geschmückten Kutschengefährten an den Gottesmännern und ihren Ministranten vorbei.

Auch auf einem Esel kann man einen Preis bekommen: Martina Jetzelsberger aus Hirten holte sich mit Grautier "Anton" nicht nur den Segen, sondern auch den Kinderschönheitspreis ab.

Auch auf einem Esel kann man einen Preis bekommen: Martina Jetzelsberger aus Hirten holte sich mit Grautier "Anton" nicht nur den Segen, sondern auch den Kinderschönheitspreis ab.

Glimpflich und ohne Verletzung verlief dabei am Waldrand der spektakuläre Abwurf einer jungen Reiterin. Die anwesende BRK-Bereitschaft musste nicht tätig werden.

Die dreiköpfige Jury mit Franz Maier, Bernhard und Manfred Rothenaicher hatte auch heuer wieder die Qual der Wahl, die ausgelobten Sonderpreise zu vergeben. Beim "Schönheitspreis" entschied sich das Trio letztendlich für das Einhorn-Gespann von Karl Staudinger aus Wald, der "Mehrpreis" ging an die Freizeitreiter der Pferdesportgemeinschaft (PSG) Ostbayern mit sieben Pferden und der "Kutschenpreis" an Meinrad Bischoff aus Pleiskirchen. Den "Kinderschönheitspreis" erhielt Martina Jetzelsberger aus Hirten, die auf Esel "Anton" ihre Runden drehte, der "Kinderjugendpreis" ging an die jüngste Reiterin, die dreijährige Stefanie Leitenperger aus Burghausen.

Den Schönheitspreis holte sich Karl Staudinger mit diesem herrlichen Einhorn-Gespann ab. Bei dieser auch als "Unicorn" bezeichneten Anspannung geht vor zwei Pferden an der Deichsel mittig ein drittes.

Den Schönheitspreis holte sich Karl Staudinger mit diesem herrlichen Einhorn-Gespann ab. Bei dieser auch als "Unicorn" bezeichneten Anspannung geht vor zwei Pferden an der Deichsel mittig ein drittes.

Den Sonderpreis, eine Holztafel, konnten auch die Reiterinnen des Erhartinger Brauchtumsvereins zur Erinnerung mit nach Hause nehmen. Die Preise – Reiterfahnen und Holztafeln − waren von den Kirchenpflegern Martin Peterbauer und Ludwig Demmelhuber sowie den beiden Bürgermeistern Franz Watzinger und Herbert Vilsmaier gestiftet worden.

Hellblau und Weiß als Farben für die RosetteDie Kinder- und Jugendpreise kamen von einem Neuöttinger Reitsport-Geschäft, aber auch ein örtlicher Fachbetrieb für Pferdebedarf beteiligte sich mit einem Geschenkkorb. Ein Erinnerungsbild aus der Feder von Ortsheimatpfleger Alois Stockner durften freilich alle Rosserer mit nach Hause nehmen – und auch die Gedenkrosette, die traditionell von Familie Dr. Basting, den direkten Nachbarn der alten Wallfahrtskirche, gespendet wurde. Für die Rosette wählten die Spender diesmal die Farben Hellblau und Weiß.

Den Kinderjugendpreis holte sich Stefanie Leitenperger (3) mit dem irischen Pony "Richie".

Den Kinderjugendpreis holte sich Stefanie Leitenperger (3) mit dem irischen Pony "Richie".

Musikalisch lag die Veranstaltung wieder in den Händen der Blaskapelle Reischach, sie führte die Geistlichkeit und Kirchenbesucher auch zum Schauplatz des Umritts. Platzmangel herrschte im Anschluss im Festzelt der Landjugend, hier ließen sich die Besucher bei einem Ratsch die "Kiachen" und Brotzeiten schmecken.

Moderator Ludwig Demmelhuber begrüßte unter den Besuchern MdL Dr. Martin Huber, stv. Landrat Stefan Jetz, und die VG-Bürgermeister Franz Watzinger, Georg Eder und Herbert Vilsmaier namentlich.

 

(ANA vom 7.11.2016)

Frauenbund spendet für Orgelsanierung

Erlbach. Einen stattlichen Beitrag zur Renovierung der Kirchenorgel hat der Erlbacher Frauenbund geleistet: Beim Pfarrfamilienabend übergaben die Vorsitzende Theresia Schwertfellner (2. von rechts) sowie Schatzmeisterin Anna Latein einen symbolischen Scheck über 2000 Euro an Pfarrer Ludwig Samereier (links) und Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl (rechts). Darüber freute sich auch Domkapitular Hans Striedl, der der Orgel zuvor den Segen erteilt hatte. Pfarrer und Kirchenpfleger zeigten sich hoch erfreut über diesen willkommenen Geldsegen, denn die Kosten für die Sanierung des Kircheninstrumentes sind mit rund 20000 Euro doch etwas höher ausgefallen als geplant. Wie die Vorsitzende erklärte, stammt das Geld aus der alljährlichen Grillfeier, dem Verkauf von Palmbuschen vor Ostern, sowie von Kräuterbuschen zum Fest Maria Himmelfahrt. Da diese Erlöse hauptsächlich von der Erlbacher Bevölkerung stammen, sollen sie auch wieder der Allgemeinheit zu Gute kommen. Mit der Verwendung zur Orgelsanierung meinte sie, sei dies gut gelungen. − hok/F: S. Hochhäusl

 

(ANA vom 3.11.16)

Elf Paare – 385 Jahre Ehe

Feier in Perach – "Sie sollten einen Lorbeerkranz umgehängt bekommen"

 

 


 

Ein Gruppenfoto der Paare wurde im Altarraum gefertigt. − Foto: Stahlhofer

Ein Gruppenfoto der Paare wurde im Altarraum gefertigt. − Foto: Stahlhofer

Perach. Elf Paare, die heuer ein rundes oder halbrundes Ehejubiläum feiern, sind der Einladung von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung Perach zum Ehejubilarstag gefolgt. Zusammengerechnet bringen sie es auf 385 Jahre Eheleben.

Die Veranstaltung begann mit einem feierlichen Gottesdienst, der vom Kirchenchor umrahmt und von Bischöflich Geistlichem Rat Ludwig Samereier zelebriert wurde. Der Geistliche predigte über diverse Hochzeitsbräuche wie das Verschenken eines Blumenstraußes, das Tragen der Braut über die Türschwelle, Brot und Salz zu schenken, einen Baum durchzusägen oder eine Hochzeitstorte anzuschneiden. Er wies darauf hin, dass sich die Eheleute bei der Trauung die rechte Hand geben, das Eheversprechen ablegen und sich gegenseitig den Ring an den Finger stecken. Ring und Kranz seien ohne Anfang und Ende und damit wichtige Symbole.

Er sprach von der Ehe-"Arbeitsgemeinschaft" – es sei sagenhaft, was ein Mensch zu Stande bringen könne. Gemeinsam schaffe man noch mehr. Dafür sollten sie einen Lorbeerkranz umgehängt bekommen, einen Siegeskranz des ewigen Lebens.

Die Ehepaare bekamen am Schluss des Gottesdienstes ein gesegnetes Terrakotta-Herz, zur Erinnerung an diesen Tag und die Paare wurden noch vom Pfarrer gesegnet.

Josef Stahlhofer fertigte neben dem Gruppenfoto auch Einzelbilder, welche später an die Paare verteilt wurden. Nach einem gemütlichen gemeinsamen Essen im Gasthaus Oberwirt wurden die Paare von den Veranstaltern noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Damen vom Pfarrgemeinderat hatten den Tischschmuck und das Catering übernommen. − red
Verheiratet seit: 60 Jahren: Otmar und Resi Sedlmeier sowie Mathias und Frieda Mosbuchner. 55 Jahren: Anna und Ernst Gstattenbauer.

50 Jahren: Hans und Margarethe Antholzner.

40 Jahren: Hannerl und Heinz Weirich.

35 Jahren: Karl und Dana Grabmaier, Ferdinand und Anneliese Bobenstetter.

25 Jahren: Karl-Heinz und Renate Eder.

Zehn Jahren: Barbara und Hans Binder sowie Robert und Sonja Freiberger.
Fünf Jahren: Viola und Andreas Wimmer.

 

(ANA vom 28.10.2016)

Ministranten: Starker Zuwachs

Pfarrvikar Kumar Yangaladasu führt sieben neue Messdiener offiziell ein

 


 

Vor dem Hauptaltar der Erlbacher Pfarrkirche präsentiert Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten rechts) seine Ministrantenschar. Im Vordergrund (mit Urkunden) die neu aufgenommenen "Minis". − Foto: Andrea Krüger

Vor dem Hauptaltar der Erlbacher Pfarrkirche präsentiert Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten rechts) seine Ministrantenschar. Im Vordergrund (mit Urkunden) die neu aufgenommenen "Minis". − Foto: Andrea Krüger

Erlbach. Gleich um sieben Mitglieder hat sich die Schar der Erlbacher Ministranten erhöht. Beim Gottesdienst am Kirchweihsonntag hat Pfarrvikar Kumar Yangaladasu zusammen mit Gemeindereferent Hans Salzinger die neuen Messdiener offiziell in den Dienst am Altar eingeführt.

Es handelt sich um Fabian Grübl, Fabian Jungmann, Selina Krüger, Emilia Latein, Adriana Scherff, Annika Schmidbauer und Regina Weidinger. Während der vergangenen Wochen hatten sie sich sorgfältig auf diesen Dienst vorbereitet. Mit einem "Ich bin bereit" bestätigten sie ihre Bereitschaft, als Ministranten zuverlässig und würdevoll ihre Aufgaben am Altar für die Pfarrei Erlbach zu erfüllen. Aus der Hand von Pfarrvikar Kumar und Oberministrantin Kathrin Weidinger erhielten sie das Ministrantenkreuz sowie das Handbuch für Ministranten.

Sie wurden ermuntert, im Kreis der Ministranten und vor allem in der Kirche aktiv zu bleiben: Gerade regelmäßige Rituale gäben den Kindern und Jugendlichen Halt, Sicherheit und Gelassenheit für das tägliche Leben.

Mit einer Urkunde hat sich Gemeindereferent Hans Salzinger bei Julius Latein, Juliana Eller, Thomas Rothenaicher und Christian Weidinger für ihre fünfjährige Ministrantentätigkeit bedankt. Er lobte dabei die Zuverlässigkeit und das große Engagement der gesamten "Mini-Truppe". Mit einem Geschenk wurde Manuel Grübl aus der Schar der Ministranten verabschiedet.

Hans Salzinger gab auch noch einen weiteren Wechsel bekannt: als neue Oberministrantin wird nun Verena Rinner die Organisation für die nun 26 Messdiener übernehmen. Ihrer Vorgängerin Regina Weidinger dankte er für ihre bisherige engagierte Arbeit.

Den Gottesdienst hatte die Singgruppe "Mandala" mit rhytmischen Liedern umrahmt, wofür sie von den Gottesdienstbesuchern mir reichlichem Applaus belohnt wurden. − hok

 

(ANA vom 27.10.2016)

Die Orgel ertönt wieder in vollem Klang

Sanierung des Kircheninstruments abgeschlossen – Samstag: Segnung durch Domkapitular Hans Striedl bei Festgottesdienst

 


 

Auf engstem Raum mussten teilweise die Sanierungsarbeiten ausgeführt werden, wie unser Foto beweist.

Auf engstem Raum mussten teilweise die Sanierungsarbeiten ausgeführt werden, wie unser Foto beweist.

Erlbach. Mit der Sanierung der Kirchenorgel sind die aufwändigen Renovierungsmaßnahmen an der Pfarrkirche Erlbach abgeschlossen. Nach der Renovierung des Dachstuhles und des Turmes, sowie Schönheitsreparaturen im Innenraum war die Orgelsanierung die letzte dieser Maßnahmen. Beim Festgottesdienst am Samstag, 29. Oktober wird die Orgel dann wieder zum ersten Mal mit neuem Klang ertönen. Domkapitular Hans Striedl wird dabei die Segnung vornehmen.

1982 hatte man die alte Orgel, die 1893 eingebaut worden war, zu der heutigen Form umgebaut. Der neuromanische Orgelprospekt ist dabei erhalten geblieben. Im Lauf der Jahrzehnte hat sich allerdings viel Staub an der "Königin der Instrumente" abgesetzt, Metallteile sind oxidiert und Holzteile sind von Schimmel und Holzwurm befallen worden. Der Orgelbeauftragte der Diözese Passau, Christian Müller, riet daher zu einer umfangreichen Sanierung, zumal die Klangfülle auch erheblich beeinträchtigt war.

Freut sich über die Klangfülle der renovierten Kirchenorgel: Organist Hans Unterstraßer. − Fotos: Hochhäusl

Freut sich über die Klangfülle der renovierten Kirchenorgel: Organist Hans Unterstraßer. − Fotos: Hochhäusl

Während der letzten Wochen haben Monteure der Firma Eisenbarth aus Passau die Orgel komplett zerlegt. Dabei wurden die 732 Holz- und Metallpfeifen aller Größen gründlich gereinigt. Freiwillige Helfer der Pfarrei haben dabei auch Hand angelegt. Die elektrischen Tonventileinheiten, die stark oxidiert waren, mussten komplett ausgetauscht werden. Außerdem wurden die von Holzwurm und Schimmel befallenen Teile einer gründlichen Reinigung und vorbeugenden Behandlung unterzogen. Auch die Tastatur des Spieltisches haben die Monteure neu justiert. Mit dem Einbau und der Intonierung aller Pfeifen hat diese Sanierung nun ihren Abschluss gefunden. Die Kosten dafür betragen rund 20000 Euro, wobei die Diözese Passau eine Beteiligung zugesagt hat.

Organist Hans Unterstraßer zeigte sich bei einem ersten Test sehr zufrieden über die neue Klangfülle des Kircheninstruments.

Zum ersten Mal "offiziell" wird die Orgel beim Festgottesdienst am Samstag, 29. Oktober um 19 Uhr erklingen. Sie wird den Kirchenchor unter Leitung von Werner Pfeffer bei der "Kanon-Messe" begleiten. Dabei wird Domkapitular Hans Striedl die Segnung der Orgel vornehmen. Beim anschließenden Pfarrfamilienabend im Gasthaus "Huberhof" wird Kirchenpfleger Konrd Hochhäusl über die gesamten Renovierungsmaßnahmen berichten. − hok

 

(ANA vom 26.10.2016)

Fünf neue Ministranten in Reischach

 

 


 


Reischach. Die Ministranten-Riege der Pfarrei St. Martin hat eine Blutauffrischung bekommen: gleich fünf junge Messdiener – drei Mädchen und zwei Buben – sind am Samstag beim Vorabendgottesdienst vorgestellt und in ihr Amt eingeführt worden. Die neuen und auch bisherigen Ministranten hat Pfarrvikar Kumar Yangaladasu in die Pfarrkirche zum gemeinsamen Ministranten-Gottesdienst geleitet. Den Ablauf der kirchlichen Handlung hatte Pfarrgemeindereferent Hans Salzinger mit Liedern und Texten zum Thema "Glauben" gestaltet. Als äußeres Zeichen für ihre neue Aufgabe erhielten sie ein Kruzifix umgehängt. Schließlich wurden auch langjährig dienende und aus dem Dienst ausscheidende Ministranten mit einer Urkunde geehrt. Für fünf Jahre Dienst wurden Christoph Nock, Lea Oberreiter und Michael Frank geehrt, für zehn Jahre Sebastian Brunner und Gertraud Lamprecht. Aus dem Dienst verabschiedet wurden Lukas König, Manuel Schmid und Johannes Wimmer. Unser Bild zeigt die neuen Ministranten (vorne, von links): Philipp Hansbauer, Maria Niederhuber, Lena Heichelmann, Hannah Blümlhuber und Korbinian Saliter. Dazu gratulierten ihnen die Verantwortlichen für die Ministranten: (hinten von links) Maria Westenthanner, Markus Pfaffeneder, Pfarrvikar Kumar Yangaladasu, Sophia Meyer und Gemeindereferent Hans Salzinger. − mbu/Foto: Salzinger

 

(ANA vom 19.10.2016)

100 Jahre Ehe gemeistert

Vier Paare kamen zum Hochzeitsjubiläum

 


 

Die Jubelpaare mit (von links): Pater Kumar, Sylvia und Hermann Gruber, Marianne und Hans Geier, Andrea und Josef Daxl, Georg und Brigitte Nock sowie Pfarrgemeinderatsvorsitzender Reinhard Pillriss. −Foto: Hahn

Die Jubelpaare mit (von links): Pater Kumar, Sylvia und Hermann Gruber, Marianne und Hans Geier, Andrea und Josef Daxl, Georg und Brigitte Nock sowie Pfarrgemeinderatsvorsitzender Reinhard Pillriss. −Foto: Hahn

Arbing. Vier Paare hatten sich zum Hochzeitsjubiläum in der Pfarrkirche St. Georg eingefunden. In einem Gottesdienst zelebrierte Pater Kumar die Andacht. Pfarrer Kumar würdigte in der Predigt die Ehepaare für die langen Jahre, die sie gemeinsam in Treue und Verbundenheit verheiratet sind. Als wichtige und bedeutende Zentrale für eine funktionierende Partnerschaft stellte er das Herz eines Menschen in den Mittelpunkt. So sei das geistige Herz jedes Menschen genauso wichtig und wertvoll wie das schlagende Herz in der Brust.

Bei der Feier im Pfarrheim drückte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Reinhard Pillriss die Freude über diesen gemeinsamen Ehrentag aus. Für die kleine Pfarrei Arbing, so Pillris, sei dieser Ehrentag der Hochzeitsjubilare ein sehr erhebender Moment im Kirchenjahr. Nach einem kalten Büfett stand die Geselligkeit im Mittelpunkt des Abends. Für Heiterkeit sorgten auch die Geschichten der Ehejubilare, wie sie sich kennengelernt haben. In vielen Aufnahmen auf der Leinwand wurde der Hochzeitstag in Erinnerung gebracht. − gh

Die Ehejubilare 25 Jahre: Sylvia und Hermann Gruber, Brigitte und Georg Nock, Marianne und Hans Geier sowie Andrea und Josef Daxl.

 

(ANA vom 15.10.2016)

Eine Ära geht zu Ende: Kaiser folgt auf Niederhuber

Frauenbund-Hauptversammlung mit Neuwahlen der Vorstandschaft

 

 

 


 

Die gewählte Vorstandsmannschaft mit der neuen 1. Vorsitzenden Rosmarie Kaiser (von links), Anita Mehlstäubl, Emmi Lackerbauer, Irmgard Hölzlwimmer, Fannerl Maier und Andrea Hochhäusl.

Die gewählte Vorstandsmannschaft mit der neuen 1. Vorsitzenden Rosmarie Kaiser (von links), Anita Mehlstäubl, Emmi Lackerbauer, Irmgard Hölzlwimmer, Fannerl Maier und Andrea Hochhäusl.

Reischach. Die Ära von gleich zwei "Urgesteinen" des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Reischach ist am Mittwoch bei der Hauptversammlung im Oberwallner-Saal zu Ende gegangen: Neben Katharina "Käthi" Niederhuber, die 28 Jahre das Amt der Ersten Vorsitzenden innehatte, wollte auch Maria Westenthanner aus Altersgründen nach sage und schreibe 32 Jahren nicht mehr zur Schriftführerin kandidieren.

Niederhuber wurde in ihrem Amt von der bisherigen Stellvertreterin Rosmarie Kaiser beerbt, Westenthanner hat den Schriftführer-Stift an Irmgard Hölzlwimmer abgegeben.

Die scheidende Vorsitzende bedankte sich bei allen Frauen – 89 von aktuell 295 waren anwesend- – für die "tolle, wenn auch anfangs schwierige Zeit" und die vielen schönen Begegnungen.

Ihren letzten Jahresbericht als Schriftführerin gab Westenthanner: wegen des 50-jährigen Jubiläums im Juni und des daran hängenden Organisationsaufwands war die Jahreshauptversammlung kurzerhand von März auf den Oktober nach hinten verlegt worden. Dementsprechend lang war auch die Liste der Aktivitäten der Ortsgruppe. Rekordverdächtige 38 Punkte in eineinhalb Jahren listete Westenthanner dabei auf, etwa die Bibelmeditation entlang des Bibelwegs am Zoglerberg mit den neuen Tafeln, das Binden der Kräuterbuschen, den Einsatz am Dorf- und Erntefest, die Teilnahme am Faschingszug und dem Kinderferienprogramm und verschiedene Fahrten.

Mit ihnen geht eine Ära im Frauenbund zu Ende: Maria Westenthanner (links) war 32 Jahre im Vorstand, Käthi Niederhuber 28 Jahre Vorsitzende. − Fotos: Buchberger

Mit ihnen geht eine Ära im Frauenbund zu Ende: Maria Westenthanner (links) war 32 Jahre im Vorstand, Käthi Niederhuber 28 Jahre Vorsitzende. − Fotos: Buchberger

Absolutes "Highlight" sei jedoch die Jubiläumsfeier unter dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" und der Festakt im Oberwallner-Saal gewesen. Dabei seien von den Frauen 2600 Euro für "Frauen in Not", der Fluthilfe des Frauenbundes für die Hochwasseropfer im benachbarten Landkreis Rottal-Inn gespendet worden.

Vom Krankenbesuchsdienst der Ortsgruppe berichtete Irmgard Hölzlwimmer, er sei nach wie vor "hochgeschätzt", von der Arbeit in der Landfrauenvereinigung Maria Werkstetter, sie übergab nach 24 Jahren ihr Amt nach den Neuwahlen an Andrea Hochhäusl.

Aus den Mutter-Kind-Gruppen berichteten Manuela Heilmeier und Stefanie Ziegler: die beiden Gruppen seien mit aktuell 29 Mamas und Papas und deren 33 Kindern gut ausgelastet.

Letzte Amtshandlung der scheidenden Vorsitzenden war die Ehrung von langjährigen Mitgliedern, zu denen auch sie mit 40 Jahren Mitgliedschaft zählte. Die Glückwünsche für Niederhuber sprach die Noch-Stellvertreterin Rosmarie Kaiser aus.

Großen Umfang im Kassenbericht von Emmi Lackerbauer nahm auch hier das Thema "Jubiläum" ein: die Ortsgruppe sei bei der Feier alles in allem finanziell gut über die Runden gekommen, war zu hören. Trotz der hohen Ausgaben sei unter dem Strich noch ein kleiner Überschuss in der Kasse verblieben, sagte sie.

Korrekte Kassen- und Buchführung bestätigte Revisorin Christa Maier den Mitgliedern. Diese entlasteten die Vorstandschaft einstimmig.

Dritte Bürgermeisterin und Frauenbundmitglied Anneliese Moser, die auch die Neuwahlen geleitet hatte, bedankte sich namens der Gemeinde bei der bisherigen Vorstandschaft für die Arbeit und wünschte der neuen Führungsriege viel Kraft und Freude in ihrer Tätigkeit.

Ortsgeistlicher Ludwig Samereier dankte vor allem der scheidenden Vorsitzenden für ihr jahrzehntelanges Wirken und die "Kontinuität" im Frauenbund und überreichte ihr zum Abschied einen Blumenstock und einen Korb mit Süßigkeiten. "Vergelts Gott für deinen Einsatz", sagte er. Die anderen ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder wolle er bei separater Gelegenheit würdig verabschieden. Bei der neuen Vorstandschaft freue er sich auf eine gute Zusammenarbeit. Ein "Riesenlob" zollte er dafür, dass alle Ämter wieder besetzt werden konnten. − mbuEhrungen40 Jahre Mitglied sind: Aloisia Köpf, Hildegard Niederhuber und Katharina Niederhuber; 20 Jahre Mitglied sind Christine Berger, Maria Kleinillenberger und Anna Niederhuber.
Neuwahlen1.Vorsitzende: Rosmarie Kaiser, 2.Vorsitzende: Anita Mehlstäubl, Schriftführerin: Irmgard Hölzl-wimmer, Schatzmeisterin: Emmi Lackerbauer, Landfrauenvertreterin: Andrea Hochhäusl, Verbraucherservice: Fannerl Maier, Beisitzer: Carola Niederhuber,Marianne Hinterwinkler, Reserl Koller und Käthi Niederhuber; Kassenrevisorinnen: Christa Maier und Annemarie Stockner.

 

(ANA vom 15.10.2016)

"Gott als Herzspezialist gibt Hilfen an die Hand"

17 Paare feiern ihre Ehejubiläen – Das Spektrum reichte von 25 bis 60 Ehejahre

 


 

Den Jubelpaaren gratulierten Pfarrvikar Kaplan Kumar Yangaladasu (hinten 2. von rechts) und rechts daneben 2. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hilde Baumer. Die 1. Vorsitzende Edith Brunner war mit Ehemann Josef selber unter den geehrten Paaren (zweite Reihe, zweites Paar von links). − Foto: Buchberger

Den Jubelpaaren gratulierten Pfarrvikar Kaplan Kumar Yangaladasu (hinten 2. von rechts) und rechts daneben 2. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hilde Baumer. Die 1. Vorsitzende Edith Brunner war mit Ehemann Josef selber unter den geehrten Paaren (zweite Reihe, zweites Paar von links). − Foto: Buchberger

Reischach. Ihre langjährigen Ehezeiten haben am Sonntag 17 Jubiläumspaare mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin gefeiert. Mit einem Gebet haben die Eheleute dabei ihr seinerzeit gegebenes Eheversprechen erneuert.

Kaplan Kumar Yangaladasu setzte in seiner Ansprache das Herz als Sinnbild der Liebe in den Mittelpunkt. Das Herz sei ein empfindliches Organ, sagte er und meine das in zweierlei Hinsicht: So wie das Herz das zentrale Lebensorgan des Menschen sei, ohne das nichts ginge, so sei es im übertragenen Sinn auch das zentrale Lebensorgan für das geistlich-geistige Ergehen. Warum wird unser Herz stumpf, fragte der indische Geistliche und nannte Ursachen: erlebte Enttäuschungen, schwierige Erfahrungen in der Kindheit, falsche Erziehung, Religion und ein falsch verstandener Begriff von Heiligkeit. Die Frage stelle sich, wie mache man aus einem abgestumpften harten Herzen ein weiches, empfindsames und lebendiges Herz. Hier sei Gott die Lösung, er sei der Spezialist, sagte der Kaplan. "Gott als Herzspezialist gibt uns die Hilfen an die Hand um heil zu bleiben". In der Liebe zu ihm sei die Lösung für beides: heil werden und heil bleiben – lebendig werden und lebendig bleiben, gab er den Eheleuten mit seinen Glückwünschen auf den Weg.

Begrüßt wurden die Jubelpaare zu Beginn durch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner, die mit Ehemann Josef selber die "Silberhochzeit" feierte. Sie bezeichnete die Gottesdienstfeier als "einen dankbaren Ausdruck für das Miteinander". Brunner überreichte gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Hilde Baumer im Anschluss an den Einzelsegen rote Rosen an die Damen.

Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst durch Lieder des Singkreises unter Leitung von Klaus Hölzlwimmer. Beim Beisammensein im Pfarrheim, zu dem der Pfarrgemeinderat eingeladen hatte, gab es allerlei Gesprächsstoff. Gegenseitig tauschte man Erinnerungen an den "schönsten Tag des Lebens" aus. − mbu
Das sind die Ehejubilare:60 Jahre "Diamanthochzeit" feierten Elfriede und Stefan Hölzlwimmer sowie Anna und Johann Rothenaicher.

55 Jahre "Platinhochzeit" feierten Christine und Martin Peterbauer.
50 Jahre "Goldene Hochzeit" feierten: Herta und Peter Huber, Viktoria und Josef Werkstetter, Inge und Hermann Demmelhuber, Theresia und Hubert Eichinger, Rosa und Franz Wimmer, Therese und Franz Hautzinger, Theresia und Wilhelm Kronthaler, Maria und Alfons Gruber, Maria und Albert König, Anna und Martin Nock, Margarethe und Georg Peterbauer sowie Cäcilia und Richard Maier.
40 Jahre "Rubinhochzeit" feierten: Marianne und Anton Föggl.
25 Jahre "Silberhochzeit" feierten: Gabriele und Alois Hansbauer, Petra und Heribert Vilsmaier, Claudia und Franz Oberreiter, Edith und Josef Brunner, Eva und Erwin Kaiser, Manfred und Roswitha Rothenaicher sowie Eva und Jürgen Czernik.

(ANA vom 11.10.2016)

Ehejubilare als "Kern des Volkes" gefeiert

Pfarrei Erlbach feiert Ehejubilare – 14 Paare blicken auf 525 gemeinsame Ehejahre zurück

 

 

 


 

Den 14 Jubelpaaren aus der Pfarrei Erlbach gratulierten Pfarrer Ludwig Samereier (hinten rechts), sowie die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer (2. v. r.). Vorne (v. l.) Otto und Maria Wolferseder sowie Maria und Sebastian Lechner, die jeweils auf 55 Ehejahre zurückblicken können. − Foto: G. Hochhäusl

Den 14 Jubelpaaren aus der Pfarrei Erlbach gratulierten Pfarrer Ludwig Samereier (hinten rechts), sowie die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer (2. v. r.). Vorne (v. l.) Otto und Maria Wolferseder sowie Maria und Sebastian Lechner, die jeweils auf 55 Ehejahre zurückblicken können. − Foto: G. Hochhäusl

Erlbach. Zu einer Feier hatte der Erlbacher Pfarrgemeinderat alle Ehepaare eingeladen, die in diesem Jahr ein rundes Jubiläum feiern konnten. Dieser Einladung sind vierzehn Paare gefolgt, mit denen Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier einen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche gefeiert hat.
Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer, hieß alle Paare, die sich vor 25, 30, 40, 45, 50 und 55 Jahren vor dem Traualtar das "Jawort" gegeben hatten, in der Pfarrkirche willkommen. Pfarrer Ludwig Samereier, der den Festgottesdienst zelebriert hatte, verwies in seiner Predigt auf die Symbolik der Ringe und Kränze als "Zeichen von endloser Dauer und Zeichen des Sieges". "Genauso wie sportliche Sieger habt Ihr Euch alle einen Lorbeerkranz verdient" lobte Pfarrer Samereier die Jubelpaare. Eine schöne Geste bei Hochzeiten sei das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte. Es sei erstaunlich, was in der Ehe durch gemeinsames Handeln alles geschaffen werden kann. Auch Schwierigkeiten können zusammen besser gemeistert werden, so der Geistliche. Abschließend ermunterte er die Jubilare: "Bleibt in diesem guten und schönen Miteinander, denn die Familien sind der Kern des Volkes und der Kirche".
Zum Ende des Dankgottesdienstes, der vom Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit der "Waldlerischen Hochzeitsmesse" feierlich umrahmt wurde, erteilte Pfarrer Ludwig Samereier allen Paaren noch den Einzelsegen. Von Marianne Hölzlwimmer erhielten alle Paare eine Rose, sowie ein Heft mit "Glückwünschen zum Ehejubiläum".
Zur Feier in der Turnhalle des Kindergartens begrüßte Alois Oberhaizinger als Mitglied des Pfarrgemeinderates alle Gäste, die zusammen auf 525 gemeinsame Ehejahre zurückblicken können. Er erinnerte daran, dass man beim Älterwerden wie beim Autofahren auch in den Rückspiegel schauen muss. Dabei sollte man sich bewusst werden, was man gemeinsam erlebt und erreicht hat. Aber auch der Blick nach vorn sei wichtig, um eine gemeinsame Richtung zu finden. Mit einigen selbst gedichteten Liedern über die Liebe und Ehe hatten Werner Pfeffer und Franz Prostmeier den geselligen Nachmittag eingeleitet. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates hatten alle Gäste mit Kaffee und Kuchen, sowie einer Brotzeit bewirtet. Dabei fanden die Fotoalben reges Interesse. Lebhaft wurden dabei Erinnerungen an die lange zurückliegenden Hochzeiten wieder geweckt. − hok

Die Ehejubilare55 Jahre (Juwelenhochzeit) feierten: Maria und Sebastian Lechner, Maria und Otto Wolferseder;50 Jahre (Goldhochzeit): Marianne und Rupert Bauer;
45 Jahre (Messinghochzeit): Karoline und Josef Gartmeier, Christa und Lorenz Gartmeier sowieMaria und Alois Auer;
40 Jahre (Rubinhochzeit): Franziska und Konrad Hochhäusl; 30 Jahre (Perlenhochzeit): Adelheid und Johann Niedermaier, Brigitte und Johann Maier sowie Josefine und Johann Schneiderbauer; 25 Jahre ( Silberhochzeit): Evi und Johann Ebner, Irmgard und Siegfried Eckert, Brigitte und Michael Spateneder sowie Annette und Michael Rothenaicher.

 

(ANA vom 12.10.2016)

Andacht für die verstorbenen MC-Mitglieder

 

 

 

Reischach. Der großen 250-Jahr-Feier der Marianischen Männerkongregation Reischach am Wochenende (der Anzeiger berichtete gestern) war bereits am Donnerstag ein Totengedenken am Priestergrab vorausgegangen. Im Rahmen einer eindrucksvollen Abendandacht hatte Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier bei einem Abendgottesdienst mit einer eindrucksvollen Ansprache der verstorbenen Mitglieder und Präsides gedacht. Dabei schilderte er die rund tausendjährige Siedlungsgeschichte der Holzlandgemeinde. Er sei überzeugt, dass es seit Anfang an gläubige Menschen in dieser Region gegeben hatte. − hok/Foto: Demmelhuber

 

(ANA vom 7.9.2016)

Großes Fest des Glaubens gefeiert

250 Jahre Marianische Männerkongregation: 24 MC-Ortsverbände und 22 Ortsvereine waren dabei

 


 

Ein langer Festzug, voran die Fahnen des Festvereins, der Marianischen Männerkongregation Reischach, bewegte sich durch die Straßen von Reischach. − Fotos: Hochhäusl

Ein langer Festzug, voran die Fahnen des Festvereins, der Marianischen Männerkongregation Reischach, bewegte sich durch die Straßen von Reischach. − Fotos: Hochhäusl

Reischach. Ein eindrucksvolles Glaubensbekenntnis war die Feier zum 250. Jubiläum der Marianischen Männerkongregation (MC) Reischach am Sonntag. Diese Glaubensgemeinschaft ist die mit Abstand älteste Vereinigung im weiten Umkreis. Vorstand Konrad Sigrüner-Kasböck hieß 24 MC-Ortsverbände aus Ober- und Niederbayern sowie 22 Ortsvereine willkommen.

Den feierlichen Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin zelebrierte MC-Generalpräses Pater Georg Gremel. Mit ihm standen Ortspräses BGR Rat Ludwig Samereier, der ehemalige Reischacher Pfarrer Heribert Unterhuber sowie der in Reischach geborene Pfarrer von Arnstorf, Bernhard Saliter als weitere Zelebranten am Altar. Die Schirmherrschaft hatte der Präfekt der Zentralkongregation Altötting, Stefan Burghart.

"Sie vermeiden nicht das Schwierige" Ein langer Zug mit 46 Vereinen bewegte sich unter den Klängen der Reischacher Musikkapelle vom Sportplatzgelände zur Pfarrkirche. Zu den Klängen der Blaskapelle sangen die Festbesucher in der voll besetzten Kirche die Lieder der Haydn-Messe. Der Untererlbacher Zweig’sang steuerte besinnliche Lieder bei.

Beim Festgottesdienst: Pfarrer Bernhard Saliter (von links), Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier, Generalpräses Bruder Georg Greimel und der ehemalige Reischacher Pfarrer Heribert Unterhuber am Altar.

Beim Festgottesdienst: Pfarrer Bernhard Saliter (von links), Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier, Generalpräses Bruder Georg Greimel und der ehemalige Reischacher Pfarrer Heribert Unterhuber am Altar.

In der Festpredigt nannte Bruder Georg Greimel die Sodalen, wie die Mitglieder der Kongregation heißen, als Männer des Glaubens und der Kirche, die insbesondere die Gottesmutter verehren. Sie lassen sich auf das ein, was die Kirche anbietet, sie vermeiden nicht das Schwierige und suchen sich nicht nur das Angenehme heraus. Die MC sei weder Orden noch Säkularinstitut, sondern Laiengemeinschaft mit geistlichem Anspruch. Für die Sodalen gelten auch die Ansprüche Jesu. In Bezug auf das Tagesevangelium prangerte er den allgemeinen Gigantismus und die vielen Kriege an, die so viele Menschenleben kosten würden. Der Prediger ging auf die Rolle der Familie ein: Vieles sei liberaler geworden, es werde mehr geredet und nicht mehr so viel diktiert. Die Meinung von Kindern und Jugendlichen werde heute ernst genommen. "Jesus kennt die Sehnsucht junger Menschen frei zu sein, meint jedoch nicht eine Freiheit ohne Grenzen!" Er fordert Respekt, wenn sich junge Leute zu ihrem Glauben bekennen: "Jeder Mensch muss sich selbst treu sein und dies kann sehr schwierig sein, denn jeder kann zunächst nur einen Weg gehen oder einem Menschen treu bleiben."

Als Dank für seine Bemühungen um das Jubiläum überreicht Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier (links) an Ortsobmann und Festleiter Konrad Sigrüner-Kasböck ein wertvolles Bronzekreuz.

Als Dank für seine Bemühungen um das Jubiläum überreicht Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier (links) an Ortsobmann und Festleiter Konrad Sigrüner-Kasböck ein wertvolles Bronzekreuz.

Abschließend forderte Pater Greimel die Sodalen auf, sich nicht aufzureiben in Konflikten um Unnützes. Der gemeinsame Blick müsse sich stets auf Jesus richten, denn sein Programm habe andere, bessere Schwerpunkte. Bei der Pflege des Familiengebets seien die Eltern und Großeltern gefordert, "denn nur mit dem Beten bleibt der Glaube am Leben". Wenn dies gelingt, sei dies ein Grundstock für die nächsten 250 Jahre der MC.

Beim anschließenden Festakt in der neuen Reischacher Stockschützenhalle galt der besondere Gruß von Ortsobmann und Festleiter Konrad Sigrüner-Kasböck MdB Stephan Mayer und MdL Dr. Martin Huber, dem stv. Landrat Konrad Heuwieser, 2. Bürgermeister Hubert Kleinillenberger sowie Ortsheimatpfleger Alois Stockner. Er begrüßte aus den Reihen der MC Sekretär Peter Reiser, sowie den ehemaligen Präfekten Maximilian Posch. Seinen Dank richtete Konrad Sigrüner-Kasböck vor allem an den Festausschuss, der die Feier vorbereitet und die Festschrift entworfen hatte.

Schirmherr Stefan Burghart steht als Präfekt der Altöttinger Zentralkongregation an der Spitze von rund 11000 Sodalen, die 215 Ortsgruppen in den Diözesen Passau, Regensburg und München-Freising angehören. Er erinnerte in seiner Festrede an das Jahr 1599, als sich die ersten Männer versammelt hatten, um eine Glaubenskongregation zu gründen. In Reischach geschah dies nachweislich im Jahr 1766, also vor 250 Jahren. Diese Ortsgruppe sei mit 230 Mitgliedern die größte im Betreuungsgebiet der Altöttinger Zentralkongregation.

"Mit 250 Jahren: Nicht alt, sondern erfahren!" In Bayern stelle die Marienverehrung einen wichtigen Bestandteil im Kirchenjahr dar, davon zeugen viele Bildstöcke, Kirchen und Kapellen. Weder Säkularisation noch Nationalsozialismus oder die heutige aufgeklärte Zeit hätten den unzähligen Wallfahrten ein Ende setzen können. In der früheren, oft kargen Zeit hätten Gleichgesinnte durch in den Kongregationen im Gebet Halt und Sicherheit gefunden und wieder Kraft schöpfen können, so der Schirmherr. Aufgabe der Sodalen sei, ein lebendiger Teil der Kirche zu sein. Auch heute noch sollen gemeinsame Konvente, Ausflüge und Gebetstreffen die Gemeinschaft und den Glauben stärken. Als vorbildlichen Sodalen nannte der Schirmherr den seligen Franz Jägerstetter, der aus christlicher Überzeugung den Kriegsdienst verweigert hatte und deswegen zum Tod verurteilt wurde. Weitere überzeugte Sodalen waren Pater Rupert Mayer, der Heilige Bruder Konrad, wie auch Papst emeritus Benedikt XVI. In Bezug auf das Alter der Kongregation meinte der Schirmherr abschließend: "Mit 250 Jahren ist man nicht alt, sondern erfahren."

Bruder Georg Greimel erinnerte daran, dass die Reischacher Kongregation durch den damaligen Pfarrer Heribert Unterhuber wieder aktiviert wurde und Pfarrer Ludwig Samereier diesen Erfolg weiterführe. Die erstellte Festschrift, so Greimel, halte ein Stück Reischacher Geschichte fest. Er überraschte die Festbesucher, als er auf der Klarinette ein Stück mit der Blaskapelle spielte.

Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier nennt sich selbst einen überzeugten Sodalen, der von seinen Vorfahren geprägt wurde. Sein Großvater hatte 45 Mal bei Wallfahrten die Kongregationsfahne von Postmünster nach Altötting getragen. Im gesamten Pfarrverband sei es ihm gelungen, die Anzahl der Sodalen zu steigern. Als Dank für die Verdienste um die Marianische Kongregation überreichte er mehreren Personen wertvolle Bronzekreuze. − hok

 

(ANA vom 6.9.2016)

250-Jahr-Feier der MC schließt Jubiläumsreigen

Ursprünge reichen bis 1766 zurück – Das wird mit einem Festtag am 4. September begangen – 225 Sodalen in der Kongregation



 

Festzüge bei Ortsvereinsjubiläen hat die MC Reischach im Lauf der Zeit viele mitgestaltet, so wie hier beim 80-jährigen Gründungsfest des Bienenzuchtvereins im Jahr 2005. Neben Fähnrich Hans Vorbuchner führt den Zug MC-Obmann Konrad Sigrüner-Kasböck (rechts) an, als Taferl-Bua war Jonas Kasböck dabei. − Fotos: red

Festzüge bei Ortsvereinsjubiläen hat die MC Reischach im Lauf der Zeit viele mitgestaltet, so wie hier beim 80-jährigen Gründungsfest des Bienenzuchtvereins im Jahr 2005. Neben Fähnrich Hans Vorbuchner führt den Zug MC-Obmann Konrad Sigrüner-Kasböck (rechts) an, als Taferl-Bua war Jonas Kasböck dabei. − Fotos: red

Reischach. Drei große Jubiläen – Feuerwehr, Frauenbund und Musikverein – hat die Holzlandgemeinde in diesem Jahr bereits gefeiert. Jetzt steht mit der 250-Jahrfeier der Marianischen Männerkongregation (MC) ein weiteres Großereignis und der Abschluss des Jubiläumsjahres an. Die Reischacher Ortsgruppe will ihr Bestehen seit sage und schreibe einem Vierteljahrtausend am Sonntag, 4. September, mit einem Festtag begehen.

Eröffnet worden war das Jubeljahr bereits mit der Weihe der neuen Vereinskerze zu Maria Lichtmess in der Pfarrkirche St. Martin. Die Reischacher Ortsgruppe ist die größte Kongregationsgemeinschaft innerhalb der Altöttinger Sodalität, die ihrerseits bereits auf eine Gründung im Jahr 1599 durch die Jesuiten zurückblicken kann. Erst Generationen später, mindestens aber seit 1766, ist in der Pfarrei Reischach die Marianische Männerkongregation urkundlich nachweisbar. Als historischer Anhaltspunkt dient hier die Pfarrchronik: Im ältesten noch vorhandenen "Pfarrlichen Verkündbuch" von 1767 bis 1770 sind Messintentionen mehrerer Reischacher Männer für "verstorbene Brüder aus der Congregation" aufgeführt.

Seit dem Jahr 2001 leitet er den MC als Obmann: Konrad Sigrüner-Kasböck.

Seit dem Jahr 2001 leitet er den MC als Obmann: Konrad Sigrüner-Kasböck.

MC-Obmann Konrad Sigrüner-Kasböck, wie auch sein Vorgänger, hat darin klare Beweise dafür gesehen, dass sich Reischacher Pfarrangehörige schon vor 250 Jahren in die Marianische Kongregation als Sodalen haben aufnehmen lassen. Die schlimme Zeit der Säkularisation anfangs des 19. Jahrhunderts und auch die verschiedenen Kriege haben indes die Reischacher Gemeinschaft nicht auflösen können. Das im Pfarrarchiv aufliegende "Verzeichnis sämtlicher Mitglieder der Marianischen Congregation aus dem Seelenbezirk Reischach" aus dem Jahr 1900 weist 307 Namen auf, davon 23 Neuaufnahmen allein im genannten Jahr. Bis 1930 ist die Mitgliederzahl auf 340 angewachsen, was die damalige Kirchenverwaltung veranlasste für die Kongregation eine Fahne für den zu der Zeit stattlichen Betrag von 228 Mark zu beschaffen. Diese sollte im Geschichtsverlauf über ein halbes Jahrhundert lang sichtbares Symbol des Männerverbundes sein. Erst zur 225-jährigen Gründungsfeier im Jahr 1991 wurde eine neue, größere Fahne beim Festgottesdienst geweiht. Die Mitgliederzahl war damals durch zahlreiche Gefallene und Vermisste des Zweiten Weltkrieges auf nur mehr rund 150 Sodalen zusammengeschrumpft.

Ein neues Kapitel MC-Geschichte wurde aufgemacht, als Obmann Johann Reischl 2001 nach 32 Jahren den Vorsitz an Konrad Sigrüner-Kasböck übergab. Sigrüner-Kasböck schaffte es in seiner bis jetzt 15-jährigen Amtszeit die Ortsgruppe wieder auf 225 Sodalen aufzustocken. Dem damaligen Ortspräses Pfarrer Heribert Unterhuber und seinem Nachfolger Pfarrer Ludwig Samereier habe er diesbezüglich viel zu verdanken, sagt er: "Ohne deren Einsatz hätten wir den heutigen Sodalenstand nicht".

Begonnen wird der Festsonntag, 4. September, ab 8 Uhr mit dem Empfang der Vereine an der neuen Stockschützenhalle am Sportplatz und einem Weißwurstfrühstück. Um 9.30 Uhr geht es im Kirchenzug zur Pfarrkirche St. Martin, wo um 10 Uhr der Festgottesdienst abgehalten wird. Im Anschluss führt der Festzug zum gemeinsamen Mittagessen zur Stockschützenhalle. Festansprachen und die Überreichung der Erinnerungsgeschenke stehen danach auf dem Programm.

Die anschließende Dankandacht zur Jubiläumsfeier will die Kongregation am Freitag, 9. September, um 19 Uhr an der Marienfigur im Hof des Pfarrheimes feiern. Das Totengedenken wird bereits vor dem Fest am Donnerstag, 1. September, ebenfalls um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin stattfinden. − mbu

Ein "Sodale" – was ist das?Im Zusammenhang mit der Marianischen Männerkongregation ist immer wieder die Rede von "Sodalen". Das Wort kommt vom Lateinischen "Sodalitas" – "Kameradschaft, Verbrüderung. Darunter versteht man einen Christen, der sich solidarisch mit der katholischen Kirche fühlt und sich für das eigene Heil und das Heil der Mitmenschen im Sinne Mariens – der Mutter aller Gläubigen – einsetzt. Die Sodalen, wie sich die Mitglieder der Kongregation nennen, stellen sich dem Anspruch Gottes im täglichen Leben, in der eigenen Umwelt und in den Anforderungen der Zeit. Kongregation bedeutet somit Gemeinschaft in Christus. Daher findet die Kongregation ihre Mitte in der Feier der Heiligen Eucharistie. Die Zentralkongregation Altötting umfasst 215 Ortsgruppen in den Diözesen Passau, Regensburg und München-Freising mit rund 11 000 Sodalen. (Quelle: Jubiläumsfestschrift MC Reischach).

 

(ANA vom 23.08.2016)

Große Feier: 120 Jahre Pfarrei Arbing

Dankgottesdienst mit Domkapitular Josef Ederer – Erinnerungstafel zu Ehren Rupert Schießleders

 

 

 


 

Ein feierlicher Festzug bewegte sich durch das Dorf Arbing.

Ein feierlicher Festzug bewegte sich durch das Dorf Arbing.

Arbing. In einem festlichen und erhebenden Dankgottesdienst mit Domkapitular Josef Ederer aus Passau hat die Pfarrei St. Georg ihr 120- jähriges Bestehen gefeiert.

Josef Ederer feierte in Konzelebration mit dem Ortgsgeistlichen Bischöflich-Geistlichem Rat Ludwig Samereier sowie den früheren Ortspfarrern Heribert Unterhuber und Willi Wagner einen eindrucksvollen Festgottesdienst. Musikalisch umrahmte der Arbinger Kirchenchor unter der Leitung von Gilsela Huber die Messe.

Im Mittelpunkt stand auch die Enthüllung und Weihe einer Gedenktafel für Rupert Schießleder, der am 19. September 1889 in Kastengrub das Licht der Welt erblickt hatte. Seine Mutter Maria heiratete später auf einem Bauernhof im benachbarten Großweiher, Pfarrei Arbing, jetzigen Naglmeier, ein. Er wuchs dort bis zu seinem 14. Lebensjahr auf und wanderte am 13. September 1904 nach Amerika aus mit dem Ziel, in der Benediktiner Abtei St. Leo in Florida sein Leben zu gestalten. Als Francis Sadlier besuchte er im Jahre 1953 nochmals die Pfarrei Arbing, bevor er am 29. November 1962 im Alter von 73 Jahren als Abt der dortigen Abtei verstarb. Pfarrer Ludwig Samereier nahm das 120-jährige Bestehen der Pfarrei zum Anlass, um mit einer Gedenktafel an Abt Francis Sadlier zu erinnern.

Sie zelebrierten den Gottesdienst: Pfarrer Heribert Unterhuber (von links), Pfarrer Ludwig Samereier, Domkapitular Josef Ederer und Pfarrer Willi Wagner.

Sie zelebrierten den Gottesdienst: Pfarrer Heribert Unterhuber (von links), Pfarrer Ludwig Samereier, Domkapitular Josef Ederer und Pfarrer Willi Wagner.

Von viel Herzlichkeit geprägt war das Treffen mit dem Passauer Domkapitular Josef Ederer. Er stellte schon in seiner Begrüßung die wichtige Rolle des Gotteshauses für die gesamte Dorfgemeinschaft heraus. Nicht nur seit der Gründung der Pfarrei am 1. Juli 1896 präge christliches Leben das Dorf Arbing mitten im Herzen des Holzlandes, so Ederer: Unterlagen würden beweisen, dass bereits im 12. Jahrhundert in einem kleinen Kirchlein in Arbing Freude und Trauer, Dankbarkeit und Wehmut dem Herrgott vorgetragen worden seien. Mit Blick auf 120 Jahre Pfarrei und 35 Jahre Bestandteil des Pfarrverbands Reischach unternahm er einen Streifzug in die Vergangenheit und Gegenwart.

Die beiden Nichten von Rupert Schießleder, Rosi Maihofer (links) und Maria Hartl, wohnten der Weihe der Gedenktafel bei.

Die beiden Nichten von Rupert Schießleder, Rosi Maihofer (links) und Maria Hartl, wohnten der Weihe der Gedenktafel bei.

In seiner Predigt stellte Josef Ederer das umfangreiche und durchaus geheimnisvolle Evangelium der heiligen Martha in den Mittelpunkt. Gerade von den vielen guten Marthas lebe jede Pfarrei. Mit nachdenklichem Unterton stellte er fest, dass äußerlich die Gotteshäuser wunderbar in der Landschaft stehen – "aber wie schaut es in den Herzen der Christen aus?" – Für sehr viele sei es mittlerweile schwierig, am Sonntag für eine Stunde Computer, Smartphone oder Büro mit dem Gotteshaus zu vertauschen. Gerade diese Feststellung bedeute immer wieder eine Herausforderung für den Menschen. Regelmäßig solle man sich die Frage stellen, ob es in der Glaubensfrage um Gott oder einen selbst geht. Dabei sei es Jesus Christus, der jeden Christen sende und den Weg zu einem erfüllten Leben zeige.

Als besonderer Tag werde der 17. Juli 2016 in die Geschichte der Pfarrei eingehen, so Ederer. Er erinnerte ferner an den frommen Burschen Rupert Schießleder, der bis zu seiner Auswanderung sicherlich oft in der Kirche St. Georg gebetet habe mit dem Ziel, immer dem Herrgott nahe zu sein. Als Abt Francis habe er viel Gutes für die Menschen getan.

Mit einem Festzug durch das Dorf hatte die weltliche Feier im Rahmen des Pfarrfestes begonnen. Daran beteiligten sich alle Ortsvereine. Den passenden Rahmen im Gerätehaus gab die Blaskapelle Reischach. An den gut gefüllten Tischen wurde gesellig das 120-jährige Bestehen der Pfarrei in Erinnerung gebracht. Im Mittelpunkt stand auch hier immer wieder Rupert Schießleder, der mit der Erinnerungstafel nun einen würdigen Platz in Arbing gefunden hat.

Groß war die Freude über die Anwesenheit von Verwandten dieses in die Ferne gegangenen Arbingers, darunter auch die beiden Nichten Rosi Maihofer aus Hirschhorn (92 Jahre) und Maria Hartl (94) aus Perach, die von ihren persönlichen Begegnungen mit ihm erzählten. − gh

 

(ANA vom 19.7.16)

86 Kinder und die vier Jahreszeiten

Knapp 500 Besucher beim Sommerfest des Kindergartens St. Martin

 

 


 

Mit sichtlicher Freude spielten die Kinder ihre Rollen. − Foto: Rohne

Mit sichtlicher Freude spielten die Kinder ihre Rollen. − Foto: Rohne

Reischach. Knapp 500 Besucher kamen zum Fest des Kindergartens St. Martin. Es stand unter dem Motto "Die vier Jahreszeiten".

Den Auftakt machte ein Familiengottesdienst mit musikalischer Begleitung durch den Kinderchor Reischach unter der Leitung von Bettina Weiherer. Pfarrer Ludwig Samereier untermalte das Wachsen im Glauben als auch in der Natur symbolisch durch vorbereitete Baumscheiben. Alle Vorschulkinder formten mit Tüchern gemeinschaftlich ein Blüten-Legebild.

Danach wurden alle mit Speis’ und Trank verköstigt, viele Eltern und Großeltern hatten Salate oder Backwaren zubereitet oder Arbeiten übernommen. Kindergartenleiterin Irmgard Mitterpleininger würdigte das Engagement aller Beteiligten.

Der Höhepunkt des Tages war es, als sich die 86 Kindergarten-, Krippen- und Vorschulkinder in vier Gruppen mit Tanz, Schauspiel und Gesangseinlagen dem Motto widmeten: Sie stellten den Verlauf der Jahreszeiten spielerisch nach. Mit kindlicher Leidenschaft verzauberten die Kleinen das Publikum in Windeseile: Im Frühjahr erwachten Fauna und Flora, im Sommer flogen bunte Schmetterlinge am Froschteich umher, im Herbst wurde fleißig geerntet bevor sich die Kinder im Winter mit Schneemannbauen, Schlittenfahren und Schneeballschlachten austobten.

Am Nachmittag stand eine große Tombola im Mittelpunkt, die von der heimischen Geschäftswelt und Privatpersonen bestückt worden war. Nina Vitzthum (4) gewann den Hauptpreis, einen Tretschlepper.

Für Kurzweil sorgten vier Spielstationen: Dosenwerfen, Eierlauf-Slalom, Kastanien-Rallye und Flaschenspritzen. − red

 

(ANA vom 2.7.16)

Dem Gotteshaus aufs Dach gestiegen

Erlbach: Beim Pfarrfest war Besichtigung des Kirchen-Dachstuhls möglich – Rund 250 Besucher

 

 


 

Gute Laune herrschte beim Erlbacher Pfarrfest. Der Kirchenpatron Petrus hatte Einsehen und hielt für die Dauer des Pfarrfestes den Regen zurück. Rund 250 Gäste wohnten dem Fest bei. − Fotos: Hochhäusl

Gute Laune herrschte beim Erlbacher Pfarrfest. Der Kirchenpatron Petrus hatte Einsehen und hielt für die Dauer des Pfarrfestes den Regen zurück. Rund 250 Gäste wohnten dem Fest bei. − Fotos: Hochhäusl

Erlbach. Rund 250 Besucher kamen zum Pfarrfest, zu dem Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung eingeladen hatten. Sie wurden auf dem Dorfplatz mit Speisen, sowie Kaffee und einer Vielfalt an Kuchen und Schmalzgebackenen versorgt. Der heilige Petrus als Kirchenpatron hatte wohl ein Einsehen mit den Erlbachern, denn zum Fest herrschten ideale Wetterbedingungen. Nach dem Unwetter am Abend des Vortages und der starken Regenfälle in der anschließenden Nacht hatte sich ein gutes Zeitfenster geöffnet.

Dem Fest vorausgegangen war ein Familiengottesdienst in der Pfarrkirche. Er wurde von Pfarrvikar Kumar und Gemeindereferent Hans Salzinger gestaltet und von einer Rhytmusgruppe musikalisch umrahmt. Viele Besucher schwärmten von der Begeisterung und der Klangfülle, mit der die Lieder von den Gottesdienstbesuchern mitgesungen wurden.

Schlagartig füllten sich nach dem Gottesdienst die Pavillons, die zahlreiche Helfer in den Morgenstunden aufgebaut hatten. Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl begrüßte alle Gäste, unter ihnen auch Pater Georg Straßer und seine Schwester Laurentia Straßer, die ihren Urlaub im Heimatort verbringen. Er dankte allen Helfern, die zum Gelingen des Festes beitrugen, insbesondere den Frauen, die Salate zubereitet und Kuchen gebacken hatten. Dank vieler Helfer konnten die Besucher in kurzer Zeit verköstigt werden.

Bunte Fantasietiere schufen die Kinder aus "Fruchtzwerge"-Bechern"

Bunte Fantasietiere schufen die Kinder aus "Fruchtzwerge"-Bechern"

Für die Kinder hatten die Verantwortlichen der "Mutter-Kind-Gruppe" eine Bastelstation eingerichtet. Aus ausgedienten "Fruchtzwerge-Bechern" schufen sie "Fantasietiere", indem sie diese Joghurtbecher kunstvoll mit Federn, Farben und buntem Papier verzierten. An der Schminkstation konnten sich die Kinder ihre Gesichter bemalen lassen.

Gespannt verfolgten die Kleinen das Theater "Kasperle auf Schatzsuche", das vom Kindergartenpersonal aufgeführt wurde. Nach vielen Abenteuern wurde die mit Gummibärchen gefüllte Schatzkiste gefunden, die Süßigkeiten an die kleinen Zuschauer verteilt.

Viele Besucher nutzten auch die Gelegenheit, den renovierten Kirchendachstuhl zu besichtigen. Beim Aufstieg mussten sie sich über die enge Turmtreppe und den schmalen Durchgang zum Kirchen-Dachraum zwängen. Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl informierte über die Sanierungsmaßnahmen. Von dem neu errichteten Laufsteg über das Kirchen-Langhaus hatten die Besucher einen guten Überblick über das hölzerne, nur unterseitig verputzte Schalgewölbe. Dessen Sicherheit hatte bei den Renovierungsarbeiten oberste Priorität. Es durfte bei den Arbeiten nicht belastet oder betreten werden, wie Hochhäusl erläuterte.

Der Fest-Erlös soll für die heuer anstehende Sanierung der Kirchenorgel verwendet werden.–hok

 

(ANA vom 29.06.2016)

Pfarr- und Kindergartenfest – Erlös für Flutopfer

 

 


 

"An der Nordseeküste" waren die Kinder in der Turnhalle. − Foto: Wienzl

"An der Nordseeküste" waren die Kinder in der Turnhalle. − Foto: Wienzl

Perach. Die Pfarrcaritas, der Kindergarten St. Antonius und der Elternbeirat luden zum großen Fest ,,Rund ums Meer" ein. Der Gottesdienst, der in der Pfarrkirche stattfand wurde von den Kindergartenkindern und dem Kinderchor Perach unter Leitung von Andrea Jais und Marina Heindelmeier musikalisch gestaltet und von Marion Werkstetter geleitet. Die Feier fand dann am Feuerwehrhausplatz statt. Man konnte sich bei Gegrilltem oder Kaffee und Torten stärken. Nachmittags fanden verschiedene Angebote statt wie z. B. Kinderschminken. Doch den Höhepunkt des Festes gestalteten die Kindergartenkinder in der Schulturnhalle. Zu Songs wie: "An der Nordseeküste" oder "Surfing USA " tanzten und sangen die kleinen Wasserpflanzen, Fische, Beachboys, Schildkröten, Meerjungfrauen, Matrosen und Haie. Den kleinen Akteuren sah man an wie stolz sie auf sich waren. Auch das Ratequiz, bei dem die Kinder die Anzahl der Muscheln in einem Glas erraten mussten, fand großen Anklang. Man konnte verschiedene Schwimmtiere gewinnen. Auch die Aktion der Pfarrcaritas für die Flutopfer im Landkreis Rottal-Inn wurde gut angenommen und so wurden 700 Euro an das Fluthilfeopferkonto überwiesen werden.

Wieder halfen viele Hände, um die Eigenleistung des Kindergartens zu erwirtschaften die man braucht, um Fördergelder zu bekommen, teilte für den Vorstand der Pfarrcaritas Silvia Friedl mit: "Ohne diese Hilfe wäre so ein schönes Fest nicht machbar." − red

 

(ANA vom 23.06.2016)

"Gemeinsam sind wir stark"

Zweigverein Reischach des Katholischen Deutschen Frauenbundes feiert 50-jähriges Jubiläum

 

 


 

Regenschirme waren gefragt: Nach Gottesdienstende fing es beim Festzug zum Oberwallner-Saal zu regnen an. − Fotos: Buchberger

Regenschirme waren gefragt: Nach Gottesdienstende fing es beim Festzug zum Oberwallner-Saal zu regnen an. − Fotos: Buchberger

Reischach. "Fünfzig Jahr sind’s": Mit diesem gemeinsamen Lied nach der Melodie "Kuckuck, ruft’s aus dem Wald" haben die Vorstandsdamen des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Reischach am Sonntag gesanglich auf den Festakt zu ihrem 50-jährigen Bestehen im Oberwallner-Saal eingestimmt.

Zuvor feierte der Jubelverein allerdings einen eindrucksvollen Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin. Die drei weiteren Zweigvereine des Reischacher Pfarrverbandes aus Arbing, Erlbach und Perach und eine stattliche Anzahl von Ortsvereinen, dazu viele Kirchgänger waren mit dabei. Zelebriert wurde der Gottesdienst von Pfarrer Ludwig Samereier und dessen Vorgänger Pfarrer i.R. Heribert Unterhuber.

Samereier ging in der Predigt auf das Motto des Jubelvereins ein: "Gemeinsam sind wir stark". Er wünsche sich, dass dieses Motto auch für die Zukunft in der Zusammenarbeit zwischen Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Frauenbund Bestand haben werde. Dass der Frauenbund das Kirchenjahr tagein tagaus mitgestalte, sei nicht hoch genug zu loben. Es sei "etwas Wertvolles für unser kirchliches Brauchtum", was die Frauengemeinschaft immer wieder neu beisteuere, immer wieder Geld in neuen Aktionen zusammenbringe und oft in ihrer langen Geschichte der Kirche gespendet habe, sagte er. "Vieles ist durch eure Arbeit erst möglich geworden."

Eingerahmt von 2. Vorsitzender Rosemarie Kaiser (hinten v.l.), Diözesanvorsitzender Bärbel Benkenstein-Matschina sowie 1. Vorsitzender Käthi Niederhuber (re.) trafen sich die Gründungsdamen zum Erinnerungsbild.

Eingerahmt von 2. Vorsitzender Rosemarie Kaiser (hinten v.l.), Diözesanvorsitzender Bärbel Benkenstein-Matschina sowie 1. Vorsitzender Käthi Niederhuber (re.) trafen sich die Gründungsdamen zum Erinnerungsbild.

Im Verlauf des Gottesdienstes, den die Damen der Vorstandschaft aktiv mitgestaltet hatten, entzündete Vorsitzende Käthi Niederhuber die frischgeweihte Vereinskerze. Musikalisch umrahmt hatte die Eucharistiefeier der Singkreis unter Leitung von Klaus Hölzlwimmer. Den Glanzpunkt setzte eine 14-Jährige: Anna Lena Niederhuber, Enkelin der Vorsitzenden, sang mit beeindruckender Stimme den Leonard Cohen-Klassiker "Hallelujah".

Pech hatte die Feiergemeinschaft nach dem Gottesdienst: Der Regenschirm war für den von der Blaskapelle Reischach angeführten, langen Festzug das wichtigste Utensil. Bei der weltlichen Feier war die Ehrung der Gründungsmitglieder ein Höhepunkt. Von den 23 Gründerinnen waren 19 Frauen anwesend: Sie erhielten zum Dank für ihre Vereinstreue Ehrenurkunden sowie die Anstecknadeln in Gold des KDFB. Es sind dies: Angela Auer, Irmgard Barthuber, Elisabeth Baumer, Corona Brandmüller, Anna Demmelhuber, Anna Groß, Cilli Hansbauer, Theresia Hautzinger, Elfriede Hölzlwimmer, Genoveva Hölzlwimmer, Anna Kaiser, Barbara Keck, Regina Kellhuber, Irma Kochseder, Cilli Maier, Berta Niederhuber, Therese Niederhuber, Anna Rothenaicher, Hilde Schreiner, Elisabeth Waitzhofer, Christine Waldher, Franziska Wimmer und Rosa Wimmer.

Vorsitzende Käthi Niederhuber entzündet vor den Augen von Pfarrer i.R. Heribert Unterhuber (li.) und Pfarrer Ludwig Samereier die Vereinskerze.

Vorsitzende Käthi Niederhuber entzündet vor den Augen von Pfarrer i.R. Heribert Unterhuber (li.) und Pfarrer Ludwig Samereier die Vereinskerze.

Niederhuber erinnerte an die Beweggründe der damals 39 Frauen, den Zweigverein zu gründen: "Frauen für Frauen – gemeinsam sind wir stark". Man sei stolz, aus dieser kleinen Gruppe ein lebendiges Vereinswesen geschaffen zu haben, ohne das das kirchliche und gesellschaftliche Leben am Ort nicht mehr denkbar sei. "Mit rund 300 Mitgliedern ist fast jede dritte Frau in unserem Ort beim Frauenbund", stellte sie fest.

Die Passauer Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschina dankte den Frauen für die gelebte Gemeinschaft. Der Reischacher Zweigverein stelle auf Diözesanebene stolze ein Prozent der Mitglieder. In der Gründungsphase des KDFB vor einhundert Jahren hätten die Frauen keine Rechte gehabt, sagte sie. Man habe die letzten 50 Jahre vieles für die Frauen erreicht, "weil wir mit einer Stimme gesprochen haben".

Bürgermeister Herbert Vilsmaier dankte dem Zweigverein für die "hervorragende Arbeit für den Ort". Wörtlich sagte er: "Bringt euch weiterhin so aktiv und rührig in das öffentliche Leben ein, gestaltet die Reischacher Dorfgemeinschaft mit." Grußworte der Altöttinger Dekanatsleitung sprach Karin Bartinger: "Respekt, dass ein Ort so zusammenhält." − mbu

(ANA vom 21.06.2016)

Ihre Stärke: Sich zurücknehmen können

Maria Jungsberger ist tot – Sie war 46 Jahre Pfarrhaushälterin bei Heribert Unterhuber

 


 

Maria Jungsberger starb kurz vor ihrem 74. Geburtstag. − Foto: privat

Maria Jungsberger starb kurz vor ihrem 74. Geburtstag. − Foto: privat

Neuötting/Reischach. Sie wirkte eher im Hintergrund, dennoch war sie durchaus präsent: Maria Jungsberger, die 46 Jahre lang Pfarrhaushälterin von Pfarrer Heribert Unterhuber war, ist tot: Die Frau, die Wegbegleiter als klug beschreiben, als bescheiden, herzenswarm und mit großer innerer Stärke versehen, starb kurz vor ihrem 74. Geburtstag. Sie hatte den Kampf gegen den Krebs, der ihr vor allem seit dem vergangenen Herbst immer mehr zugesetzt hatte, verloren.

Obwohl sie vor allem in den letzten Wochen so hat leiden müssen, sei sie dennoch bewundernswert kraftvoll gewesen. So hatte sie sich auf ihr Heimgehen gut vorbereitet gehabt – noch vor drei Wochen hat sie, berichtet Pfarrer Unterhuber, ihr Sterbebild noch selbst entworfen. Eine Zeitlang war sie auf der Palliativstation am Krankenhaus Altötting, ihre letzte Lebenswoche durfte sie zuhause sein, in ihrer gewohnten Umgebung, gepflegt von ihren Schwestern und Nichten und von der Sozialstation. "Sie ist erlöst", sagt Unterhuber, "und wir auch".

Heute um 19 Uhr findet ein Seelenrosenkranz für Maria Jungsberger statt – im kleinen Klösterl, nicht in der großen Stadtpfarrkirche: "Sie hat sich das so gewünscht – in ihrer ganz bescheidenen Art", sagt Unterhuber.

Maria Jungsberger wurde in Pettenau in der Gemeinde Ering geboren. Sie wuchs mit vier Schwestern auf dem elterlichen Bauernhof auf. Die Volksschule besuchte sie in Prienbach, danach arbeitete sie im elterlichen Hof mit und schloss 1963 die Landwirtschaftsschule ab. Nach der Ausbildung zur Dorfhelferin war sie zunächst ab1965 in Hutthum im Bayerischen Wald tätig. 1970 kam sie als Pfarrhaushälterin zu Pfarrer Heribert Unterhuber, der damals in Vilshofen wirkte. Fünf Jahre war sie Sekretärin in der Diözesanstelle "Berufe der Kirche" in Passau, die Pfarrer Unterhuber leitete. 1978 ging sie mit ihm in den Pfarrverband Reischach-Arbing-Endlkirchen und war hier bis 2004 Pfarrhaushälterin. Danach ging sie mit ihm in den Ruhestand nach Neuötting. Dort war sie recht aktiv im gesellschaftlichen Leben – so engagierte sie sich zum Beispiel im Krankenbesuchsdienst oder besuchte gern den Kurs für "Lebensqualität im Alter" von Eva Saller. In diesem Kurs "wird sie eine große Lücke hinterlassen", sagt Eva Saller. Maria Jungsberger sei "so eine kluge und herzenswarme" Person gewesen, dabei immer bescheiden. Ihre Stärke habe Pfarrer Unterhuber ihr gegenüber so beschrieben: "Die Maria ist die, die mich immer auf den Boden geholt hat", erinnert sich Eva Saller.

So hat auch Neuöttings früherer Pfarrer Florian Wöss Maria Jungsberger erlebt: Kraftvoll. Ihre große Stärke war es wohl auch, dass sie sich "immer zurückgenommen hat", sagt Wöss, der sie – wie Eva Saller – erst noch vor kurzem besucht hatte: "So jemand ist sehr stark, wenn er sich freiwillig so einschränken kann." Dennoch habe sie Unterhuber immer auch mal wieder die Meinung gesagt oder Kritik geübt. Wöss bezeichnet sie als "eine der letzten wirklich guten Pfarrhaushälterinnen": In der Öffentlichkeit sei sie auch "sehr diskret gewesen, den Pfarrer schützend, mit ihrer Art, auch Distanz zu halten." Im Privaten habe sie, so Wöss, dem Pfarrer das gegeben, was dieser gebraucht habe: "Ansprache und Kontakt, aber auch die notwendige Distanz in der Öffentlichkeit, die notwendig ist, um so ein Konstrukt funktionieren zu lassen". In der Pfarrei habe sie sich sehr engagiert, auch dort ganz unaufdringlich und sich nie in den Vordergrund spielend: "Sie hat im stillen Hintergrund bestimmt mehr getan als man nach außen hin wahrnimmt", sagt Wöss.

"Sie war die Seele im Pfarrhaus und sorgte für eine offene Tür für jeden", schreiben ihre Schwestern über sie, und weiter: "Ihre Stärken waren Zurückhaltung, Schweigen, Zuhören."

Nach dem Seelenrosenkranz am heutigen Mittwoch um 19 Uhr im Klösterl findet der Auferstehungsgottesdienst für Maria Jungsberger am Samstag, 11. Juni, um 10 Uhr in der Pfarrkirche in Prienbach statt, danach ist Beerdigung. − ina

 

(ANA vom 8.6.16)

Frühere Pfarrhaushälterin Maria Jungsberger verstorben

Maria Jungsberger, Neuötting

Konvent im Zeichen des Jubiläums

MC: 41 Sodalen bei Versammlung im Reischacher Hof – Präfekt Stefan Burghart wird Schirmherr

 

Der Schirmherr für das Jubiläum: Präfekt Stefan Burghart. − F.: mbu

Der Schirmherr für das Jubiläum: Präfekt Stefan Burghart. − F.: mbu

Reischach. Ihr 250-jähriges Gründungsfest wird die Marianische Männerkongregation (MC) Reischach im September feiern. Dementsprechend stand dieses Ereignis auch beim Konvent am Dienstagabend im Gasthaus Reischacher Hof im Fokus aller Ausführungen.

Derzeit werde die Obmannschaft mit der Ausarbeitung der Feier und einer Festschrift richtig auf Trab gehalten, berichtete MC-Obmann Konrad Sigrüner-Kasböck den 41 anwesenden Sodalen, darunter auch etliche aus benachbarten Ortsverbänden. Eine wichtige Personalie für das große Fest ist indes schon geklärt: die Schirmherrschaft wird der Altöttinger MC-Präfekt Stefan Burghart übernehmen, er war auch beim Konvent zugegen.

Zudem wurde den Sodalen auch eine weitere Neuigkeit präsentiert: Maria Vorbuchner, die Fahnenmutter von 1991, dem Jahr des 225-jährigen Jubiläums, hatte für das jetzige Jubeljahr eine große Festkerze gestiftet, darauf das Emblem der MC Reischach. Geweiht wurde die Kerze beim vorausgegangenen Mariä-Lichtmess-Jahramt mit Blasiussegen in der Pfarrkirche St. Martin. Den feierlichen Gottesdienst für die verstorbenen MC-Mitglieder zelebrierte Kapuziner-Provinzial Bruder Marinus Parzinger, zusammen mit dem Altöttinger MC-Präses Bruder Georg Greimel sowie dem Arnstorfer Pfarrer Bernhard Saliter, der aus Reischach stammt.

Sigrüner-Kasböck, aber auch Schriftführer Benjamin Auer blickten in ihren Berichten auf das abgelaufene Jahr zurück. Ein Zehn-Punkte-Programm ließen die beiden Revue passieren, vom Einkehrnachmittag im Januar in Altötting bis zum namensgleichen Ereignis zum Jahresende in der Pfarrkirche. Bedauert hatten beide, dass der Jahresausflug an den Chiemsee wegen zu geringer Beteiligung abgesagt werden musste. In der Vorschau wies Sigrüner-Kasböck, neben den Festivitäten im September, auf die kommende Maiandacht hin. Erstmals werde diese am Pfarrheim stattfinden, sagte er, dazu mit anschließendem Konvent und Bewirtung. Besonders erwähnt hatte der Obmann auch den kommenden Ehrentag der Jubilare im April in Altötting. Gleich acht Reischacher Sodalen würden dabei für 60 bis 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Das abgelaufene Jahr habe einen moderaten Überschuss der Einnahmen beschert, berichtete Kassier Johann Peterbauer. Die MC-Kasse weise damit zum Vorjahr einen um knapp 600 Euro höheren Geldmittelbestand auf.

Den Mitgliederbestand bezifferte der Kassier auf aktuell 227 Sodalen, damit um sieben Personen weniger als im Vorjahr. Gestorben waren im Geschäftsjahr sechs Sodalen, war aus dem Bericht zu entnehmen. Nachdem Kassenprüfer Hans Vorbuchner eine "sehr ordentliche Buchführung" bescheinigte, wurde die Obmannschaft einstimmig entlastet.

Auf die aktuelle Mitgliederzahl ging auch der designierte Schirmherr Stefan Burghart in seinen Grußworten ein: Er hege den Wunsch, bis zum großen Jubiläum im Herbst die Zahl von 250 Sodalen in Reischach vollzumachen. In seiner kommenden Schirmherren-Funktion freue er sich schon auf das schöne Rahmenprogramm. Burghart erinnerte an die Zeit vor 250 Jahren – einer spannenden und schweren Epoche: Er frage sich öfter, was die Menschen damals bewogen habe, wie in Reischach eine MC zu gründen. Die Antwort sehe er im damaligen Leben voll tiefstem Gottvertrauen und Glauben, beides hätte sich für sie als Anker erwiesen.

Die magische Mitgliederzahl "250" brachte auch Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier ins Gespräch. Sein Appell und seine Bitte: Jeder solle ein neues Mitglied anwerben. Er hoffe, dass das "größte und längste Jubiläum, das ich feiern darf" neuen Schwung in die Reischacher Sodalen-Gemeinschaft bringe.

Grußworte sprachen auch Bruder Marinus Parzinger und Bruder Georg Greimel. Während Parzinger über aktuelle Sorgen und Nöte im Kapuzinerorden sprach, nahm der Altöttinger MC-Präses zwei Gedanken auf: zum einen das Jubiläum mit viel vorbereitender Arbeit, das für die nächsten Jahre und Jahrzehnte dem Ortsverband neue Impulse gäbe. Zum zweiten das "Heilige Jahr der Barmherzigkeit", es sei ein Geschenk der Kirche an die Gläubigen und eine Gnade von Gott, sagte er. − mbu

 

(ANA vom 5.2.16)

KAB setzt weiter auf Angela Wienzl

Monika Diensthuber neue Schriftführerin – 9. März: Syrienhelfer Christian Springer erwartet

 


 

Ein Abschiedsgeschenk überreicht Angela Wienzl an Konrad Diensthuber.

Ein Abschiedsgeschenk überreicht Angela Wienzl an Konrad Diensthuber.

Reischach. Die bisherige Ortsvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), Angela Wienzl, führt den Ortsverband auch die nächsten vier Jahre. Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Gasthaus Reischacher Hof erhielt Wienzl von den 56 anwesenden Mitgliedern ein einstimmiges Votum.

Dabei kann die Vorsitzende auf ihre bewährte Vorstandsmannschaft zählen – mit Ausnahme des bisherigen Schriftführers Konrad Diensthuber: Er stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Für ihn nimmt jetzt Monika Diensthuber das Amt wahr, auch sie wurde einstimmig gewählt. Der bisherige Schriftführer und vorher langjährige Vorsitzende Konrad Diensthuber hingegen wurde von den Mitgliedern auf Grund seiner "großen Verdienste um den Ortsverband" auf Vorstandsempfehlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden bestimmt – eine Auszeichnung, die auch Martin Nock seit einigen Jahren innehat.

Die neue Vorstandschaft der Orts-KAB: Theresia Wimmer (von links), Monika Diensthuber, Josef Schmid und Präses Pfarrer Ludwig Samereier. In der Mitte: Angela Wienzl. − Fotos: Buchberger

Die neue Vorstandschaft der Orts-KAB: Theresia Wimmer (von links), Monika Diensthuber, Josef Schmid und Präses Pfarrer Ludwig Samereier. In der Mitte: Angela Wienzl. − Fotos: Buchberger

Nach dem Totengedenken ließ Wienzl das Vereinsjahr Revue passieren. Beginnend mit der Winterwanderung im Januar und endend mit der Adventfeier umfasste der Aktionsreigen stolze 34 Jahresaktivitäten. Darunter finden sich zahlreiche Feiern, Vorträge und Seminare, Flohmärkte, Wallfahrten, kirchliche Anlässe und vieles mehr. Als eines von mehreren "Highlights" nannte Wienzl die Sonnwendfeier auf dem Zoglerberg. Als einen "großen Erfolg" bezeichnete die Vorsitzende den abgehaltenen Flohmarkt mit Kuchenverkauf. "Aus dem Erlös können wir 1600 Euro spenden" sagte sie. Nutznießer der Spendengelder sind dabei die Christliche Arbeiterhilfe (CAH), die örtlichen "Helfer vor Ort" und der Verein Orienthelfer e.V. Für letzteren Verein kündigte Wienzl für den 9. März einen Vortragstermin zum Thema "Erfahrungen an den Grenzen zu den Krisengebieten, etwa Syrien" an. Anwesend werde dabei voraussichtlich auch der bekannte Kabarettist Christian Springer sein, ein engagierter Aktivist des Helferkreises.

Angekündigt hatte Wienzl auch die Teilnahme beim anstehenden Faschingszug, sowohl als Teilnehmergruppe, wie auch als Zeichenverkäufer. Erfreut zeigte sich die Vorsitzende über die Mitgliederbewegung. Bei zwei Mitgliederverlusten habe man elf neue Mitglieder akquirieren können. Aktueller Stand damit: 163 Mitglieder.

Dem Bericht von Schatzmeisterin Theresia Wimmer war zu entnehmen, dass nach Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen ein Überschuss von 880 Euro verbleibe. Fehlerfreie Kassen- und Buchführung bestätigten die Revisoren Hans Demmelhuber und Benjamin Auer, die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte darauf einstimmig.

In seinem Grußwort betonte KAB-Diözesansekretär Andreas Wachter unter anderem die Notwendigkeit der schnellen Integration der "fast schon zu vielen" Kriegsflüchtlinge. Die KAB wünsche sich dabei, dass die Politik die ehrenamtliche Arbeit der vielen Menschen in den Gemeinden und Pfarreien stärke und unterstütze.

Bürgermeister Herbert Vilsmaier dankte dem Ortsverband für seine "wertvolle und gute Arbeit", die Gemeinde werde diese nach ihren Möglichkeiten unterstützen. Und: "Danke, dass Ihr mit den Helfern vor Ort eine der besten und segensreichsten Einrichtungen finanziell unterstützt!"

Präses Pfarrer Ludwig Samereier sagte den KABlern ein "enthusiastisches Dankeschön" für ihre Arbeit. Es sei schön, wenn man das "kontinuierliche Wirken und Arbeiten der KAB" betrachte: "Von euch kann man noch viel lernen". Es sei wichtig, dass sich die KAB in die brennenden Themen der Zeit einbringe, sagte er. − mbu

Die neue Vorstandschaft: 1.Vorsitzende: Angela Wienzl, 2.Vorsitzender: Josef Schmid, Kassierin: Theresia Wimmer, Schriftführerin: Monika Diensthuber. Beisitzer: Evi Czernik, Pauline Stürzer, Annemarie Marchner, Michael Obereisenbuchner, Peter Haderlein und Hildegard Strasser. Präses: Pfarrer Ludwig Samereier. Kassenrevisoren: Hans Demmelhuber und Benjamin Auer.

 

(ANA vom 23.01.2016)

Stephanusplakette an Irmgard Rothenaicher verliehen

 

 

Hat die höchste Ehrung der Diözese Passau für kirchliche Laien erhalten: Irmgard Rothenaicher aus Erlbach. − Foto: Hochhäusl

Hat die höchste Ehrung der Diözese Passau für kirchliche Laien erhalten: Irmgard Rothenaicher aus Erlbach. − Foto: Hochhäusl

Irmgard Rothenaicher aus Wolfsberg (Gemeinde Erlbach, Landkreis Altötting) ist Trägerin der Stephanusplakette. Diese höchste Auszeichnung für Laien im kirchlichen Dienst der Diözese Passau hat ihr Pfarrer Ludwig Samereier im Auftrag von Bischof Stefan Oster am Ende des Weihnachtsgottesdienstes überreicht.

Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier zählte in seiner Laudiatio die vielen Dienste auf, die Irmgard Rothenaicher seit Jahrzehnten für die Pfarrei Erlbach leistet: So wirkt sie unter anderem seit über 20 Jahren als Lektorin und Wortgottesdienstleiterin, sie war fast 40 Jahre lang Mitglied des Kirchenchores und mehr als 35 Jahre als Caritassammlerin unterwegs. − hok

 

(ANA vom 31.12.2015)

Pfarrei ehrt verdiente Laienmitarbeiter

Ohne Hilfe wäre "geordneter Ablauf" unmöglich

 

Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (2. v.l.) ehrte zusammen mit Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl und der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Marianne Hölzlwimmer (hinten v.r.) folgende Laienhelfer: (v.l.) Irmgard Rothenaicher, Josef Rothenaicher, Brigitte Sateneder, Maria Auer, Brigitte Gartmeier, Veronika Bachmeier und Elfriede Spateneder. − Foto: Gartmeier

Erlbach. Die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat der Pfarrei Erlbach hatten alle ehrenamtlichen Helfer zu einer Feier ins Gasthaus Prostmeier eingeladen, um mit einem Essen "Vergelt’s Gott" zu sagen für all die unentgeltlich geleisteten Arbeiten im Laufe des Kirchenjahres.

Der Feier vorangegangen war ein Familiengottesdienst, bei dem sich die neun Kinder vorgestellt hatten, die im kommenden Jahr die Erstkommunion empfangen werden. Dieser Gottesdienst wurde von Pfarrvikar Kumar Yangaladasu, unterstützt von Gemeindereferent Hans Salzinger, feierlich zelebriert. Die musikalische Umrahmung übernahm die Musik- und Gesangsgruppe "Querbeat", die zum Leidwesen der Besucher bekanntgegeben hatte, dass dies ihr letzter Auftritt sei. Ihr finaler Auftritt wurde mit großem Applaus quittiert.

Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl dankte bei der Feier allen Helfern für ihre Dienste, sei es als Ministrant, Chorsänger, Lektor, Wortgottesdienstleiter, Kommunionhelfer oder sonstiger Helfer. "Ohne Eure Hilfe wäre ein geordneter Ablauf nicht möglich, ohne Euch stünde der Pfarrer auf verlorenem Posten", war auch die Meinung von Pfarrvikar Kumar Yangaladasu. Dieser vertrat Pfarrer Ludwig Samereier, der erst zu einem späteren Zeitpunkt der Feier beiwohnen konnte.

 

Ehrungen

Die Verantwortlichen der Pfarrei Erlbach nahmen die Feier zum Anlass, mehrere Personen zu ehren, die seit Jahrzehnten mit ihren Diensten die Geistlichkeit unterstützten. Zusammen mit der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Marianne Hölzlwimmer und Pfarrvikar Kumar konnte Konrad Hochhäusl diesen eine Dankurkunde und einen Gutschein überreichen. So wurden Veronika Bachmeier, Maria Auer und Elfriede Spateneder für ihre über 30-jährige Tätigkeit als Kommunionhelfer geehrt. Josef Rothenaicher ist seit 20 Jahren Kommunionhelfer und seit 40 Jahren als Lektor tätig. Seit 30 Jahren übt Brigitte Spateneder den Lektorendiest aus und Brigitte Gartmeier kann auf eine 20-jährige Tätigkeit als Kommunionhelferin, Wortgottesdienstleiterin und Lektorin zurückblicken. Dieselben Dienste versieht auch seit 20 Jahren Irmgard Rothenaicher, die zugleich als Mesnerin das "Mädchen für alles" in der Pfarrei ist. Geehrt wurde auch Elfriede Rothenaicher, die von 1984 bis 2013 als Kommunionhelferin aktiv war. − hok

 

(ANA vom 08.12.2015)

Bauvorhaben prägten das Kirchenjahr 2015

Informativer und unterhaltsamer Pfarrfamilienabend – Wechsel der Pfarrvikare

 

Mit einer heiteren Einlage hat die Mesnerschaft den Reischacher Pfarrfamilienabend bereichert. Sie hatten dargestellt, wie turbulent es vor dem Gottesdienst in der Sakristei sein kann. Der Mesner, dargestellt von Hauptmesner Martin Nock (links) ist in der Sakristei das "Mädchen für Alles".

Reischach. Ein abendfüllendes Programm wurde den mehr als 200 Gästen beim Pfarrfamilienabend im Gasthaus "Reischacher Hof" geboten. Neben den Berichten der Kirchenverwaltungen und des Pfarrgemeinderates unterhielten mehrere Chöre und Gesangsgruppen die Gäste. Viel Beifall erhielten die Mesner mit ihrem kleinen Theaterstück. Sie hatten dargestellt, wie turbulent es vor dem Gottesdienst in der Sakristei sein kann. Der Mesner, dargestellt von Hauptmesner Martin Nock ist in der Sakristei das "Mädchen für alles". Eine telefonische Anfrage nach Inschrift und Größe des Altartuches für Weihnachten beantwortete er zur Belustigung der Zuhörer mit: "Ein Kind ist uns geboren, vier Meter lang und zwei Meter breit".

Mit einem Lied wurden die Gäste vom Kinderchor unter der Leitung von Bettina Weiherer begrüßt. Danach wurden Sara Thumser, Stefanie Maier, Eva Schmidt und Leonie Weiherer mit einem kleinen Geschenk aus der Schar der jungen Sänger verabschiedet.

Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates Hildegard Baumer und Konrad Hinterwinkler führten durch das Programm des Abends.

Von den umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Filialkirche Endlkirchen berichtete Kirchenpfleger Martin Peterbauer. Von den veranschlagten Kosten von 220000 Euro hat die Pfarrfiliale rund 76000 Euro aufzubringen. Da aber nur 12000 Euro Rücklagen vorhanden waren, musste unendlich viel Eigenleistung eingebracht werden. Vier Monate lang wurden 1200 Stunden Arbeitsleistung von Helfern erbracht. Dabei wurden fast alle tragenden Balken des 600 Jahre alten Dachstuhles erneuert, 2500 Meter Dachlatten und 13500 neue Dachschindel angebracht. Martin Peterbauer dankte allen Helfern und Geldgebern, die bisher bereits 20000 Euro gespendet haben.

Edith Brunner, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, bedankt sich bei Konrad Sigrüner-Kasböck für die Anfertigung der "Ideenkiste".

Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber berichtete von der Arbeit der Kirchenverwaltung in der "Firma Kirche". Er bedauerte den Rückgang der Kirchenbesucher, da sich dadurch auch die Einnahmen aus Kollekten verringern, von denen fünfzehn Sonderkollekten an die Diözese abzuführen sind.

Für den laufenden Betrieb der Pfarrei sind in diesem Jahr rund 107000 Euro aufzuwenden, die Einnahmen betragen allerdings nur rund 100000 Euro. Das Defizit sei nur mit Mieteinnahmen auszugleichen, obwohl von der Diözese 13000 Euro Haushaltszuschuss gewährt werden. Demmelhuber teilte mit, dass beim Friedhof die Nachfrage nach Urnengräbern sehr groß sei.

Pfarrvikar Kumar Yangaladasu berichtete über seine ersten hundert Tage im Pfarrverband.

Für den Betrieb des Kindergartens hat die Kirchenstiftung 415000 Euro aufzubringen, die Einnahmen aus Zuschüssen und Elternbeiträgen betragen allerdings nur 390000 Euro. Das Defizit von 25000 Euro wird zu 60 Prozent von der Gemeinde übernommen.

Positive Zahlen schreibt die Ambulante Krankenpflege. Den 360000 Euro Einnahmen stehen 350000 Euro Ausgaben gegenüber. Demmelhuber lobte das große Engagement des Pflegepersonals, das unter der Leitung von Marianne Unterstraßer jährlich rund 100000 Kilometer zurücklegt, um die derzeit neunzig Patienten bestens zu versorgen. Der Förderverein zählt derzeit 319 Mitglieder, durch eine Werbeaktion konnten 24 neue Mitglieder gewonnen werden.

Der Wunsch nach einem ambulant betreuten Pflegeheim mit Tagespflege für zehn bis zwölf Personen soll im kommenden Jahr verwirklicht werden, so Demmelhuber.

Ein Gewaltakt war die grundlegende Sanierung des Pfarrhofes mit Anbau eines neuen Pfarrbüros. Die Gesamtkosten von 490000 Euro werden von der Diözese mit 65 bis 70 Prozent bezuschusst. Die Restkosten sind vom Pfarrverband zu tragen.

Über das Geschehen im Kindergarten berichtete Cilli Reiter: derzeit besuchen 73 Kinder den Kindergarten und acht Kinder die Krippe. Nach zwei Darbietungen des Jugendchores unter der Leitung von Veronika Vorbuchner berichtete Edith Brunner über die Arbeit des Pfarrgemeinderates. Neben Andachten, Wallfahrten und Firmung wurde das 60-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Lorenz Rauschecker in Endlkirchen mit organisiert, ebenso die Fahrzeugsegnung oder die Feier mit den 22 Hochzeitsjubelpaaren. Bei der Verabschiedung von Pater Kishore und Empfang des neuen Pfarrvikars Kumar Yangaladasu war der Pfarrgemeinderat stark eingebunden, ebenso wie beim Erntedankfest und der Einweihung des neuen Pfarrbüros.

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war der zweitägige Pfarrverbandsausflug nach Linz.

Gemeindereferent Hans Salzinger stellte die von Konrad Sigrüner-Kasböck angefertigte "Ideenkiste" vor. Anstelle eines Tagesordnungspunktes "Wünsche und Anträge" sollen diese, ebenso wie Lob oder Tadel, innerhalb von zwei Wochen in die Kiste eingeworfen werden. Im Laufe des Jahres konnten auf Grund von Vorschlägen einige Neuerungen bereits umgesetzt werden.

Nach einem Lied vom Singkreis unter der Leitung von Klaus Hölzlwimmer berichtete Pfarrvikar Kumar Yangaladasu über die ersten hundert Tage, die er im Pfarrverband tätig ist. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache fühle er sich in Reischach sehr wohl. In Pfarrer Samereier sieht er einen "wunderbaren Menschen", der ihn stets in allen Belangen unterstützt. Mit einer Bilderschau zeigte der Pfarrvikar, was er seit seiner Ankunft in Reischach im August bereits erlebt hat. So standen Exkursionen nach Burghausen, dem Landtag in München sowie eine Bergmesse auf dem Jenner auf dem Programm. Beeindruckt sei er von den bunten Wäldern im Herbst, aber auch von Besuch des Oktoberfestes. Er versprach, auch den bayerischen Dialekt zu lernen.

Nach zwei Liedern des "Martini-Viergesanges", begleitet von Veronika Vorbuchner auf einer irischen Harfe, dankte Pfarrer Ludwig Samereier dem Pfarrgemeinderat, dessen Amtszeit bereits zur Hälfte erfüllt ist, für die konstruktive Arbeit. Mit dem neuen Pfarrbüro sei eine zentrale Einrichtung geschaffen worden, die richtungsweisend und ein Vorbild für alle Pfarrverbände sei. Einen besonderen Dank richtete er an Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber, der die treibend Kraft und "Baumeister" dieses Werkes war. Dank sagte er auch Kirchenpfleger Martin Peterbauer und seinen Helfern, den Mitarbeitern des Kindergartens und der Ambulanten Krankenpflege und Gemeindereferenten Hans Salzinger, den der Pfarrer "einen Mann voller Ideen" nannte. − hok

 

(ANA vom 17.11.2015)

Neue Ministranten in Endlkirchen

Endlkirchen. Eine Neuaufnahme hat es bei den Messdienern in Endlkirchen gegeben: Tobias Kaiser  (3. von rechts) aus Endlkirchen wurde durch Ortsgeistlichen Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) neu in den Kreis der Ministranten aufgenommen. Gleichzeitig ehrte Samereier die Oberministranten Lukas Peterbauer (2. von rechts) und Annalena Kasböck für je fünf Jahre Dienst als Ministranten. Der Ehrung wohnte auch Ministrant Laurenz Peterbauer (links unten) sowie Mesner Manfred Hindera (links) bei. Bischöflich-Geistlicher Rat Ludwig Samereier bedankte sich bei den beiden langjährigen Ministranten für ihren treuen Dienst am Altar und sagte, er hoffe weiter auf ihren treuen Dienst am Tisch des Herrn. Weiter freute er sich, einen neuen Messdiener für Endlkirchen willkommen heißen zu können.

 

(ANA vom 4.11.2015)

Ehrungen in der St. Leonhardskirche

 

 

Erlbach. Ehrungen für verdiente Personen gab es am Samstagmittag in der Nebenkirche St. Leonhard in Steinhausen: Im Rahmen des Patroziniumsgottesdienstes für den Schutzpatron der Pferde – noch vor dem Leonhardiumritt (der Anzeiger berichtete) erhielten Dr. Ralf Basting (links) und Dr. Sonny Basting für die starke Unterstützung bei der alljährlichen Brauchtumsveranstaltung ehrende Worte von Pfarrverbandspfarrer BGR Ludwig Samereier (hinten), dazu als Dank ein Buchgeschenk. Das Ehepaar spendet seit vielen Jahren die Gedenkrosetten für die Pferde und kümmert sich als direkter Nachbar rührig um die Pflege des Kirchenumfeldes. Geehrt wurde zudem Erich Rothenaicher (2. von links) für seine bereits über zwei Jahrzehnte dauernden treuen Dienste für die Wallfahrtskirche, die immer mehr auch von Jakobspilgern besucht wird. Samereier lobte im Beisein von Diözesan-Generalvikar Dr. Klaus Metzl (rechts), der den Gottesdienst zelebrierte, auch das jeweilige manuelle Aufziehen des alten Orgelblasebalgs durch Rothenaicher bei den Gottesdiensten. Auch er erhielt zum Dank ein Buchgeschenk aus der Hand Samereiers. − mbu/Foto: Buchberger

 

(ANA vom 12.11.2015)

Für Ross und Reiter Gottes Segen erbeten

57 Pferde beim Leonhardi-Umritt in Steinhausen mit Generalvikar Dr. Klaus Metzl – Zahlreiche Preise vergeben

 

Ein besonders schönes Bild gaben die Reiter des Erhartinger Brauchtumsvereins vor der Leonhardikirche ab.

Erlbach. Der 37. Leonhardi-Umritt seit seiner Wiedereinführung im Jahr 1979 hat seine Anziehungskraft auch am Samstagnachmittag nicht verfehlt. Trotz unwirtlichen Wetters mit Nieselregen, der allerdings gerade noch rechtzeitig zum Beginn des Umritts aufhörte, fanden mehrere hundert Besucher den Weg zur herrlichen Wallfahrtskirche St. Leonhard nach Steinhausen.

Für 57 prächtig herausgeputzte Rösser – 14 weniger als im Vorjahr-und ihre Besitzer erbat der Passauer Generalvikar Dr. Klaus Metzl auf die Fürbitte des Heiligen Leonhard Gottes Segen. Der hochrangige Geistliche hatte am Vormittag bereits die Segnung der neuen Pfarramtsräume durchgeführt und vor dem Umritt auch den Patroziniumsgottesdienst gemeinsam mit Bischöflich Geistlichem Rat Ludwig Samereier und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu in der Nebenkirche des Reischacher Pfarrverbandes abgehalten.

Den Kutschenpreis erhielt Karl Staudinger aus Mitterhausen für dieses herrliche Zweier-Gespann von der Jury zugesprochen.

Bei der Vielzahl an herrlichen Tieren und ebenso schönen Kuschengefährten hatte die Jury mit Franz Maier, Bernhard und Manfred Rothenaicher sichtlich die Qual der Wahl die ausgelobten Preise zu vergeben. Der Schönheitspreis ging schließlich an Xaver Kasböck aus Breitenaich, der Kutschenpreis an Karl Staudinger aus Mitterhausen. Den Mehrheitspreis heimsten die sieben Reiter des Aktivstalles Moosgrub ein.

Zahlreich vertreten waren auch die Kleinsten und die Jugend: Den Jugend-Schönheitspreis erntete einmal mehr Marina Bauer aus Reischach, während der jüngste Reiter, der dreijährige Simon Heindlmaier aus Perach, den Kinderpreis entgegen nehmen durfte. Einen Sonderpreis erhielten die Reiter des Erhartinger Brauchtumsvereins: In ihren historischen Gewändern boten sie ein farbenprächtiges Bild und heimsten hoch zu Ross die bewundernden Blicke des Publikums ein. Die Preise – Reiterfahnen und Holztafeln – waren von den Kirchenpflegern Martin Peterbauer und Ludwig Demmelhuber, der als Moderator fungierte, und den beiden Rathauschefs von Erlbach und Reischach, Franz Watzinger und Herbert Vilsmaier gestiftet worden. Die Kinder- und Jugendpreise kamen von einem Neuöttinger Reitsport-Geschäft.

Den Schönheitspreis heimste Xaver Kasböck aus Breitenaich mit seiner Haflinger-Stute ein. Sie setzte sich gegen eine starke Konkurrenz durch. − Fotos: Buchberger

Ein Erinnerungsbild und die traditionelle Gedenkrosette, diesmal in den Farben Grün und Gold gehalten, erhielten alle Teilnehmer. Ein weiteres Mal war die Rosette von der Arztfamilie Dr. Basting, den direkten Nachbarn der alten Leonhardikirche, gespendet worden.

Die bewährte musikalische Umrahmung lag bei der Blaskapelle Reischach, sie führte auch nach dem Gottesdienst die Geistlichkeit zum Umrittgelände. Ein musikalisches Ständchen hatten die Bläser für Bürgermeister Franz Watzinger auf Lager: Erlbachs Gemeindeoberhaupt feierte an diesem Tag seinen 60. Geburtstag. Viele der Besucher ließen sich im BRK-Zelt der Landjugend im Anschluss noch das gespendete Schmalzgebackene und andere Brotzeiten schmecken. − mbu

 

(ANA vom 9.11.2015)

Halbe Million Euro in den Pfarrhof investiert

Generalsanierung und Anbau in rund sechs Monaten verwirklicht – Generalvikar Dr. Klaus Metzl erbittet Gottes Segen

 

Sie waren bei der Segnung der Räume und ihrer Kruzifixe dabei: Pfarrer Ludwig Samereier (von links), die Pfarrsekretärinnen Monika Hofbauer und Sabine Waitzhofer, Dr. Klaus Metzl mit dem Aspergill, Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber, Pfarrvikar Kumar Yangaladasu und die Ministranten Josefine und Franz Baisl. − Fotos: Buchberger

Reischach. Gut vier Jahrzehnte besteht der Reischacher Pfarrhof schon, erstmals in seiner Geschichte hat er jetzt eine Sanierung, gleichzeitig auch einen Gebäudeanbau für ein neues Pfarrbüro erfahren. Am Samstagvormittag wurde für die neuen Räumlichkeiten des Pfarrverbandes, die bereits seit September in Betrieb sind, im Beisein zahlreicher Ehrengäste um den Segen Gottes gebeten.

Der Generalvikar der Diözese Passau, Dr. Klaus Metzl, der tags zuvor noch seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte, war für die Einweihungsfeierlichkeiten extra aus der Domstadt ins Holzland angereist. Musikalisch empfangen wurde der Geistliche dabei durch Mitglieder der Blaskapelle Reischach, sie umrahmten den Festakt auch mit mehreren Stücken.

 

Rund 100 Stunden Eigenleistungen erbracht

Rund eine halbe Million Euro hätten die Baumaßnahmen verschlungen, erläuterte Reischachs Kirchenpfleger und "Bauleiter" Ludwig Demmelhuber bei der Begrüßung. An den Gesamtkosten beteilige sich die Diözese Passau aus Kirchensteuermitteln zu 65 bis 70 Prozent, den Rest hätten die fünf Pfarrverbandsgemeinden Arbing, Endlkirchen, Erlbach, Perach und Reischach zu tragen. Freilich, so Demmelhuber, werde sich die örtliche Pfarrei am Kostenverteilungsschlüssel stärker engagieren, sei doch am Altbau seit seiner Erstellung vor 42 Jahren nichts renoviert worden. Die Kosten ordentlich reduzieren habe man können, indem man darauf verzichtete, einen Architekten zu engagieren. Auch umfangreiche Eigenleistungen machten die Maßnahme billiger. Rund 100 Stunden an Arbeitsleistung seien hier erfreulicherweise zusammengekommen. Durch den Anbau des neuen Pfarrbüros mit drei Arbeitsplätzen seien über 100 Quadratmeter Nutzfläche entstanden. Ein moderner Schulungsraum im Kellergeschoss, ein zusätzlicher Archivraum, ein WC- und Putzraum, aber auch ein Besprechungsbüro für den Pfarrvikar und den Gemeindereferenten stünden für das Tagesgeschäft nun zur Verfügung, so Demmelhuber. Allein rund 240000 Euro seien dafür inklusive einer neuen Büroausstattung und der Neugestaltung der Außenanlagen zu berappen gewesen.

Schlüsselübergabe: Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber überreicht "Hausherrn" Pfarrer Ludwig Samereier symbolisch den Türöffner fürs neue Gebäude.

Etwa dieselbe Summe habe die grundlegende energetische Sanierung des alten Pfarrhofs gekostet. Zwar hätten ein neues Dach mit Vollisolierung, Vollwärmeschutz außen sowie neue Fenster und Türen, aber auch isolierte Rollläden und ein neuer Wasser- und Kanalanschluss die kalkulierten Baukosten erheblich überschritten. Dennoch: "Wir sollten uns über das gelungene Werk freuen", sagte der Kirchenpfleger. Besonderen Wert habe man darauf gelegt, ausschließlich heimische Firmen zu beauftragen – die Vertreter der einzelnen Gewerke waren bei den Einweihungsfeierlichkeiten auch zugegen. Demmelhuber lobte deren Hand-in-Hand-Arbeit, die es ermöglicht habe, nach nur knapp einem halben Jahr Bauzeit die Räumlichkeiten zu beziehen.

An den anwesenden Bürgermeister Herbert Vilsmaier gerichtet sagte Demmelhuber: "Ich denke, wir haben einen guten Beitrag zur Dorfverschönerung erbracht". Sie dürften versichert sein, das Geld sei in Reischach gut angelegt, gab er indes den Vertretern der Diözese Passau in seinen Dankesworten mit auf den Weg. Symbolisch übergab Demmelhuber an den "Hausherrn", Pfarrverbandspfarrer Ludwig Samereier, einen überdimensionalen Schlüssel für das erneuerte Gebäude, das jetzt auch an der Eingangsfassade ein neues Logo ziert: Die Kirchturmspitzen der fünf Pfarrkirchen des Verbands.

 

Mehr Diskretion und barrierefreier Zugang

Der Priester sagte, er freue sich besonders darüber, dass die Abläufe der Tagesarbeit durch das neue Büro und dem jetzt separaten Eingang in die Pfarrerswohnung wesentlich besser zu koordinieren seien. Durch eine Bedientheke sei nun auch dem Datenschutz und der Diskretion besser Rechnung getragen, zudem finde sich neu auch ein barrierefreier Zugang zum Büro.

Beim anschließenden Weißwurstfrühstück im Pfarrheim wurde Demmelhuber von Pfarrgemeinderatsseite für seine Gesamtkoordination um den Bau mit einem Lorbeerkranz ausgezeichnet. Am Sonntag bestand dann für die Bevölkerung die Möglichkeit, sich beim "Tag der offenen Tür" im Gebäude umzusehen. − mbu

 

(ANA vom 10.11.2015)

Kirchenrenovierung Endlkirchen 2015

 

Heuer erfuhr die Kirche von Endlkirchen eine umfassende Außenrenovierung.

Eine Diashow von den Arbeiten findet sich unter diesem Link (es dauert ein wenig, bis alle Bilder geladen sind):

 

Fotos von der Kirchenrenovierung Endlkirchen 2015

Der Schatz der Eheleute: "Du bist für mich Gold wert"

Pfarrei Erlbach feiert ihre Ehejubilare – 14 Paare nahmen an der Feier in der Pfarrkirche St. Petrus teil

 

Zum Gruppenfoto haben sich alle Jubilare in der Erlbacher Kirche aufgestellt. Zu ihrem Jubelfest gratulierten Marianne Hölzlwimmer als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates (mittlere Reihe 2. von links), sowie Pfarrer Ludwig Samereier (hinten 2. von rechts). − Foto: Hochhäusl

Erlbach. Zu einer Feier hat die Pfarrei Erlbach ihre Ehejubilare eingeladen, die sich vor 25, 30, 40, 45, 50, 55 oder 60 Jahren vor dem Traualtar das Jawort gegeben hatten. Dazu konnte Marianne Hölzlwimmer als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates 14 Jubelpaare in der Pfarrkirche "St. Petrus" begrüßen. Der Festgottesdienst wurde vom Erlbacher Männerchor unter der Leitung vom Werner Pfeffer musikalisch umrahmt.

Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Ludwig Samereier gratulierte den Jubelpaaren und betonte, dass die Ehe ein gemeinsames Miteinander sei, das täglich erneuert werden muss. In seiner Predigt ging er auf die Bedeutung der Bezeichnung für die Ehejubiläen ein: Silber-, Gold- oder Diamanthochzeit sind nach Edelmetallen oder Edelsteinen benannt. Diese haben die Eigenschaften, dass sie sich nicht verändern, ihre Beständigkeit erhalten und zuverlässig in Krisenzeiten sind. Diese Eigenschaften sollen auch eine gute, langjährige Ehe auszeichnen. "Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz" oder "Du bist für mich Gold wert" sind Sätze von Liebenden, die die Bedeutung einer guten Beziehung hervorheben. Zum Abschluss des Gottesdienstes erteilte Pfarrer Ludwig Samereier allen Paaren den Einzelsegen und wünschte ihnen viel Glück für ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Hölzlwimmer überreichte den Paaren eine Rose und ein Heft mit Gedichten und Sprüchen zum Ehejubiläum.

Anschließend hat der Pfarrgemeinderat alle Jubilare zu einer Feier in den Mehrzweckraum des Kindergartens eingeladen. Stilla Hochhäusl als Mitglied des Pfarrgemeinderates begrüßte die Gäste mit einem Gedicht. Nach der Bewirtung wurden lebhaft Erinnerungen von den lange zurückliegenden Hochzeiten ausgetauscht. Dabei fanden die mitgebrachten Hochzeitsalben reges Interesse.Mit lustigen, aber auch besinnlichen Liedern über die Liebe und die Ehe hatten Franz Prostmeier und Werner Pfeffer als "Erlbacher Zweigesang" die Gäste unterhalten. Einfühlsame Weisen spielte Werner Pfeffer auch auf seiner diatonischen Harmonika.

Das sind die Ehejubilare25 Jahre – Silberhochzeit: Irmgard und Martin Ebner, Barbara und Christian Maier;
30 Jahre – Perlenhochzeit: Franziska und Peter Weber, Irmgard und Josef Rothenaicher, Franziska und Josef Hamberger;
40 Jahre –Rubinhochzeit: Rosina und Rudolf May;
45 Jahre – Messinghochzeit: Elisabeth und Alfons Webersberger, Berta und Martin Riedelsheimer, Veronika und Josef Bachmeier;
50 Jahre – Goldhochzeit: Katharina und Otto Baumgartner;
55 Jahre – Juwelenhochzeit: Rosalie und Franz Strasser, Herta und Alfons Demmelhuber, Josefine und Franz Maier:

60 Jahre – Diamanthochzeit: Mathilde und Anton Wimmer.

 

(ANA vom 14.10.2015)

"Ihr seid im Tun und Glauben Gold wert"

Von 25 bis 55 Ehejahren: 20 Paare feiern ihre Ehejubiläen in der Pfarrkirche St. Martin

 

Gruppenbild der Ehejubilare mit der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Edith Brunner (hinten rechts) von der Orgel-Empore aus: Der Altarraum konnte die vielen Jubelpaare gar nicht fassen. − Foto: Buchberger

Reischach. Mit einem feierlichen Gottesdienst hat ein Großteil der insgesamt 33 eingeladenen Jubiläumspaare am Sonntag in der Pfarrkirche St. Martin seine langjährige Ehezeit gefeiert. Während drei Paare sich vor 55 Jahren das Ja-Wort gegeben hatten, waren auch zehn darunter, die heuer die "Goldene Hochzeit" feierten.

Mit dem Edelmetall Gold verglich Pfarrer Ludwig Samereier in seiner Ansprache die langjährige Ehezeit aller Jubelpaare. Gold sei seit jeher kostbar, fasziniere und habe Beständigkeit, sagte er. Wenn man die Attribute des Edelmetalls, wie Dauerhaftigkeit und Schönheit, in die heutige Feier übertrage, hätte sich das damalige Versprechen am Altar, gleich eines Goldschatzes, als dauerhaft, zuverlässig und beständig erwiesen – als eine stabile Wertanlage. Die Ehejubiläen seien ein Zeugnis, das auch die jüngere Generation mit der Frage konfrontiere, worin man anlege, wohin man in seinem Leben investiere: "Ihre Ehe ist für ihre Familie der Schatz, von dem viele profitieren, ihre Treue ist kostbar. Ihr seid in eurem Tun und Glauben Gold wert", sagte er.

Begrüßt wurden die Jubelpaare zu Beginn durch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner, die an die Jubelbräute im Anschluss an den Einzelsegen rote Rosen überreichte.

Die Lieder des Singkreises unter der Leitung von Klaus Hölzlwimmer sorgten für die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes. Beim Weißwurstfrühstück, zu dem der Pfarrgemeinderat in das Pfarrheim eingeladen hatte, gab es allerlei Gesprächsstoff. Viele Paare hatten ihre Fotoalben mit den Bildern ihres Hochzeitstages dabei und tauschten gegenseitig Erinnerungen an den "schönsten Tag ihres Lebens" aus. − mbuDas sind die EhejubilareSeit genau 25 Jahren verheiratet sind: Sieglinde und Franz Kreuzpointner, Gabriele und Christian Waitzhofer, Anneliese und Maximilian Moser,Irmgard und Gerhard Mitterpleininger, Angelika und Johann Schwertfellner, Susanne und Manfred Bauer, Beatrix und Ulrich Kastner, Christine und Franz Maier, Gerlinde und Anton Gartenmaier, Annemarie und Josef Marchner und Inge und Konrad Unterhitzenberger.

40 Jahre verheiratet sind: Elfriede und Heinz Brummer, Rosa und Markus Vilsmaier, Theresia und Anton Antholzner, Marianne und Peter Maierhofer, Maria und Franz Waitzhofer, Rosmarie und Robert Kalusok, Annemarie und Gustav Pasta, Johanna und Rudolf Bauhuber und Marianne und Erich Buchwald.

50 Jahre verheiratet sind: Regina und Georg Ingerl, Hildegard und Otto Stadler, Rosmarie und Johann Kellhuber, Amalie und Johann Maier, Gertraud und Siegfried Meßner, Inge und Theobald Gschwandtner, Anna und Franz Maier, Therese und Richard Schätz, Katharina und Helmut Auer und Rosa und Eduard Weitl.

55 Jahre verheiratet sind: Franziska und Adolf Wagner, Ottilie und Lorenz Baisl und Anna und Andreas Hölzlwimmer.

 

(ANA vom 13.10.2015)

Ferienprogramm des Pfarrgemeinderates Reischach

 

Im Rahmen des Ferienprogramms des Pfarrgemeinderates Reischach bestand die Möglichkeit das Fauna Mobil des Jagdschutz- und Jägervereins Altötting am Pfarrheim in Reischach zu besichtigen.

12 interessierte Kinder haben anhand von bunten Schautafeln und zahlreichen hochwertigen Tierpräparaten viele verschiedene heimische Tiere aus der Nähe betrachtet und ihre Eigenheiten kennengelernt.

Herr Pfarrer Ludwig Samereier erklärte zusammen mit Simon Sigrüner viel Wissenswertes über das einheimische Haar-, Feder- und Raubwild. Die Kinder lernten unter anderem den Unterschied zwischen Schwimmenten, die ihre Nahrung von der Wasseroberfläche, am Land oder beim Gründeln aufnehmen und Tauchenten, die ihre Nahrung suchen, indem sie meist komplett abtauchen.

Auch die Frage, warum das Wiesel im Winter weiß und im Sommer braun ist, wurde diskutiert.

Fasziniert waren die Kinder aber besonders vom Schwarzwild, vor allem von den Wildschweinen. Herr Pfarrer Ludwig Samereier, selbst Jäger, erklärte, dass Wildschweine scheu sind, die Menschen meiden und sie nur gefährlich werden können, wenn sie bereits verwundet sind oder ihren Nachwuchs in Gefahr sehen.

Interessante und lustige Geschichten von Herrn Pfarrer Ludwig Samereier rund um Wald und Forst ließen den Nachmittag zu einer lebhaften und sehr informativen Veranstaltung werden. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates versorgten die Kinder mit Brotzeit, Eis und Getränken.

 

Jahrzehnte lang dem Gesang verbunden

Johann Huber, Anton Wimmer und Irmgard Rothenaicher geehrt

 

 

Pfarrer Ludwig Samereier (l.) und Chorleiter Werner Pfeffer (r.) ehrten Johann Huber (2.v.l.), Irmgard Rothenaicher und Anton Wimmer für ihren langjährigen Einsatz. − Foto: Hochhäusl

Erlbach. Zur Verabschiedung von langjährigen Sängern hatten sich die Mitglieder des Erlbacher Kirchen- und Männerchores im Gasthaus Prostmeier eingefunden. Dabei wurden drei Mitglieder nach 70-, 60- und 50-jähriger Zugehörigkeit in den "Sänger-Ruhestand" verabschiedet.

Wie Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Ludwig Samereier betonte, sei diese langjährige Sangestätigkeit als großes Geschenk für die Pfarrei zu sehen, das mit Geld nicht zu bezahlen sei. Auch müsse das kollegiale Umfeld passen, damit man sich in dieser Gesellschaft wohlfühle. Die Freude am Gesang müsse auch von den Partnern mitgetragen werden, da die Sänger an vielen Abenden bei Chorproben abwesend seien.

Werner Pfeffer, der den Erlbacher Chor seit drei Jahren leitet, dankte den drei Sängern für ihre Treue zum Chor. Obwohl sie im Vorfeld sagten, wenn Pfeffers Vorgänger, Josef Spateneder, als Chorleiter aufhört, dann werden sie auch aufhören, sind sie doch einige Jahre dem Chor treu geblieben.

Pfarrer Ludwig Samereier und Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl konnten Johann Huber für seine 70-jährige Zugehörigkeit ehren. Johann Huber erläuterte, dass er gleich nach Kriegsende beim Kirchenchor eine Abwechslung gefunden habe. In seiner "Sänger-Karriere" habe er siebzehn lateinische Messen gelernt, die er mit seiner markanten Bassstimme mitgestaltete.

Anton Wimmer kam vor 60 Jahren durch seine Heirat nach Erlbach und hat sich dann dem neu gegründeten Männerchor, später dem allgemeinen Kirchenchor als Tenor-Sänger angeschlossen. Auf 50 Jahre, wenn auch mit einigen kurzen Unterbrechungen, kann Irmgard Rothenaicher als Sopransängerin im Kirchenchor zurückblicken.

Zum Dank für ihre langjährige Zugehörigkeit erhielten die Jubilare Urkunden und Eintrittskarten für ein Konzert. Der Ehrung vorangegangen war ein Gottesdienst in der Pfarrkirche, bei der die Jubilare Johann Huber und Anton Wimmer nochmals bei der "Waldler-Messe" mitwirkten. Chorleiter Werner Pfeffer hatte diese Messe mit seiner diatonischen Harmonika instrumental umrahmt. − hok

 

(ANA vom 10.08.2015)

Festgottesdienst mit Fahrzeugweihe

Pfarrfest-Erlös für Kirchenrenovierung – Dachstuhl wird derzeit saniert


Als Spendenkasse hat Kirchenpfleger Martin Peterbauer (links) ein maßstabgerechtes Modell der Filialkirche "St. Michael" detailgetreu angefertigt, das er mit Pfarrer Ludwig Samereier beim Endlkirchener Pfarrfest vorgestellt hatte. − Fotos: Hochhäusl

Endlkirchen. Unter besten Voraussetzungen hat die Pfarrfiliale Endlkirchen ihr Pfarrfest in Öging gefeiert. Rund 200 Gäste aus dem gesamten Pfarrverband wurden von der Kirchenverwaltung, die von zahlreichen Helfern unterstützt wurde, bestens bewirtet. Der Erlös dieses Festes ist ein finanzieller Baustein zur Renovierung des stark geschädigten Dachstuhles der Filialkirche "St. Michael". Dem Fest vorangegangen war ein Gottesdienst mit anschließender Fahrzeugweihe.

In einem Weihegebet erbat Pater Kishore den Segen für alle Autos, Traktoren und Motorräder, die vor dem Feuerwehrhaus in Öging aufgestellt waren, und besprengte sie mit Weihwasser. Besonders für die bevorstehende Urlaubszeit bat er um besonderen Schutz für die Lenker dieser Fahrzeuge, damit sie vor Unfällen verschont bleiben sollen. Pater Kishore Reddy Gade wird den Pfarrverband im August verlassen und in seine indische Heimat zurückkehren.

Die Fahrzeughalle der Feuerwehr Endlkirchen sowie das Festzelt boten Platz für die rund 200 Gäste, die aus dem gesamten Pfarrverband erschienen waren. Alle Hände voll zu tun hatten die Mitglieder der Kirchenverwaltung mit ihren zahlreichen Helfern, um all die Gäste mit einem reichhaltigen Mittagstisch zu verwöhnen. Auch das Kuchenbüfett bot eine reichhaltige Auswahl an leckeren "Kalorienbomben", Kücheln und sonstigen Leckereien.

Der scheidende Pfarrvikar Pater Kishore Reddy Gade segnete die zahlreich vorgefahrenen Fahrzeuge und erbat für deren Lenker Schutz vor Unfällen und Gefahren.

Pfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier dankte Kirchenpfleger Martin Peterbauer für sein großes Engagement um die Sanierung des maroden Dachstuhles der Kirche "St. Michael". Diese Kirche sei eine der ältesten im weiten Umkreis. Das Landesamt für Denkmalpflege hatte den Dachstuhl dieser Kirche nach einer dendrochronologischen Untersuchung auf das Jahr 1438 datiert. Es sei deshalb "eine große Pflicht und Aufgabe, dieses Kulturdenkmal zu erhalten", so der Ortspfarrer. Er dankte auch den zahlreichen freiwilligen Helfern, die diese Renovierung mit viel Arbeitsleistung unterstützten. Wie Kirchenpfleger Martin Peterbauer erläuterte, sind die festgestellten Schäden weit größer als bisher angenommen. So muss ein Großteil des Gebälkes ersetzt werden, was mit einem großen Arbeitsaufwand und Kosten von voraussichtlich 210000 Euro verbunden ist.

Davon hat die Filialpfarrei einen Anteil von rund 73000 Euro zu tragen und ist somit auf Spenden angewiesen. Als Spendenkasse hat der handwerklich überaus begabte Kirchenpfleger ein detailgetreues Modell der Filialkirche "St. Michael" angefertigt, das beim Pfarrfest seine "Premiere" erfahren durfte. Somit bildete dieses Pfarrfest einen "Baustein" zur Finanzierung der Kirchenrenovierung. − hok

 

(ANA vom 30.07.2015)

"Reischach wäre gern Ihre zweite Heimat geworden"

Pfarrvikar Pater Kishore Reddy Gade wurde in der Pfarrkirche St. Martin feierlich verabschiedet

 

 

Pfarrvikar-Nachfolger Kaplan Kumar (von links) war für Pater Kishore im Abschiedsgottesdienst genauso Konzelebrant, wie Pfarrer BGR Ludwig Samereier und Simbachs Vikar Ajirose. − Foto: Buchberger

Reischach. Das Flugticket hat er schon in der Tasche: In der ersten Augustwoche wird Pater Kishore Reddy Gade den Heimflug in seine indische Heimat antreten. Wie bereits berichtet, wird der Geistliche nach über sechs Jahren Tätigkeit als Vikar im Reischacher Pfarrverband in seinem Heimatland eine neue Aufgabe als Lehrer für Englisch und Religion an einer Schule seines Salesianerordens übernehmen.

Am Samstagabend hat er der gesamten Pfarrverbandsfamilie in einem feierlichen Abendgottesdienst als Hauptzelebrant in der bis auf den letzten Platz gefüllten Reischacher Pfarrkirche offiziell Lebewohl gesagt. Als Konzelebranten standen ihm Pfarrverbandspfarrer BGR Ludwig Samereier, Pfarrvikar Ajirose Thankayyan vom Pfarrverband Simbach, Pfarrer i.R. Hans Spielmann und auch Kaplan Kumar Yangaladasu, Nachfolger des scheidenden Vikars, im Altarraum zur Seite. Letzterer wurde bei der Gelegenheit herzlich im Pfarrverband willkommen geheißen.

Eine besondere Note bekam der Gottesdienst durch die musikalische Umrahmung des Singkreises der Pfarrei unter der Leitung von Klaus Hölzlwimmer.

Mit viel Angst, Unsicherheit, Sprachschwierigkeiten und Heimweh sei er vor sechs Jahren im Holzland angekommen, gestand der 36-jährige Inder in seiner Ansprache. "Ich war voller Ungewissheit wie mich die Leute hier aufnehmen – zumal ich aus einem ganz anderen Kulturkreis komme". Aber er habe viel Hilfe erfahren, besonders von seinem "Chef" Pfarrer Samereier und den Mitarbeitern im Pfarrverband, ebenso von vielen Pfarrgemeindemitgliedern. Er könne voller Dank auf eine gute Zeit zurückblicken: "Die Menschen waren alle so lieb, freundlich, mitfühlend, hilfsbereit und verständnisvoll zu mir". Hätte er damals 2008 seinen Ordensoberen für eine Tätigkeit in Deutschland ein "Nein" gesagt, wären ihm viele gute Erfahrungen entgangen – und er hätte nie gelernt, wie die deutsche Kirche mit all ihren vielen Bräuchen versucht, die Menschen in ihrem Glauben zu stärken. All die guten Erfahrungen, die er in einem für ihn fremden Land und im Pfarrverband gemacht habe, nehme er mit. Englisch sagte er: "Today’s beautiful moments are tomorrow’s beautiful memories" –und schickte die deutsche Übersetzung nach: "Die schönen Momente von heute sind die schönen Erinnerungen von morgen".

Als einen "bewegenden Moment" bezeichnete Pfarrer Samereier die Verabschiedung – den Gottesdienst als einen Ausdruck der Verbundenheit. Pater Kishore habe sein Amt zum Wohl des Pfarrverbandes wahrgenommen und für die Gemeinschaft Verantwortung übernommen. Er selber habe mit dem Scheidenden einen "tollen Mitarbeiter" und eine schöne Zeit gehabt. "Wir lassen dich nur ungern gehen". Als Abschiedsgeschenk überreichte Samereier unter dem Applaus der Kirchenbesucher dem Pfarrvikar eine Magnum-Flasche Rotwein, mit dem sinnigen Namen "Schwarzer Mönch". Beim Verkosten möge der Tropfen den Pater an seine Zeit in Bayern erinnern, sagte er.

Für die politischen Gemeinden des Pfarrverbandes ergriff Reischachs Bürgermeister Herbert Vilsmaier das Wort. Vikar Kishore Reddy Gade gebühre Dank für sein seelsorgerisches Wirken in den vergangenen Jahren, an den jungen wie den alten Menschen. Er habe sich trotz sprachlicher Barrieren und großer kultureller Unterschiede einzigartig in der Pfarrei und der Gemeinde eingebracht. Die Bürgerinnen und Bürger würden sich noch lange an seine freundliche Art und sein ruhiges Wesen erinnern. "Danke für die feinen Spuren, die Sie hier hinterlassen haben", sagte Vilsmaier. Pater Kishore sei stets ein guter und aufmerksamer Zuhörer gewesen – und das nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem Herzen. "Reischach wäre gerne zu ihrer zweiten Heimat geworden", so Vilsmaier.

Mit dem gerahmten Bild der dreizehn Kirchen des Pfarrverbandes sagte Elisabeth Sigrüner für die Pfarrgemeinderäte dem Abschiednehmenden ein "Danke". Für die Kirchenverwaltung übernahm diesen Part Ludwig Demmelhuber: Er übergab Pater Kishore dabei ein Geldsäcklein mit dem Inhalt der abendlichen Kollekte. Den Betrag solle der Pater für Bedürftige in seiner Heimat verwenden. Mit herzlichem Applaus im Gotteshaus wurde Pater Kishore schließlich verabschiedet. Dabei verriet er den Besuchern auch einen seiner wenigen gelernten bayerischen Sätze: "Des kriagn ma scho".

Den anschließenden Stehempfang, den der Pfarrgemeinderat am Pfarrheim organisiert hatte, nutzten viele der Abendgottesdienstbesucher um sich vom Pfarrvikar zu verabschieden. − mbu

 

(ANA vom 28.07.2015)

Segen für die Bibelwegstationen am Zoglerberg

Aluminiumtafeln ersetzen die 2003 angebrachten laminierte Papierblätter – Frauenbund Reischach hat sie in Auftrag gegeben

 


"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" – dieses Jesu-Wort ist bei der letzten Station auf dem Zoglerberg wiedergegeben. Hier sind zu sehen: Die 2. Frauenbund-Vorsitzende Rosmarie Kaiser (von links), Schriftführerin Maria Westenthanner, Dr. Michael Zauner mit Ehefrau Franziska, Pfarrer Ludwig Samereier, die 1. Vorsitzende Käthi Niederhuber, und Martin Peterbauer mit Gattin. − Foto: Salzinger

Reischach. Die neu errichteten neun Bibelwegstationen auf den Zoglerberg hat Ortsgeistlicher Pfarrer Ludwig Samereier am Mittwoch gesegnet.

Ein Blick zurück: Bereits 2003 hatte der Katholische Frauenbund Reischach so einen Bibelweg anlässlich des Jahres der Bibel gestaltet. Auf jede der neun Stationen war ein Psalmvers oder ein Vers aus einem Evangelium kalligrafisch mit Tusche auf "Elefantenhaut" geschrieben, einer robusten Papiersorte. Dieses Blatt wurde dann laminiert. Martin Peterbauer hatte dafür jeweils eine Holztafel mit Rahmen auf einem Holzpfosten angefertigt.

Zwölf Jahre lang hatte diese kostengünstige Lösung gehalten, weil Peterbauer zusammen mit Maria Westenthanner immer wieder nötige Ausbesserungen vornahm, und die Tafeln im Winter mit Plastikfolien umhüllt wurden.

Nun aber hatte die Vorstandschaft des Frauenbundes beschlossen, eine wetterbeständige, dauerhafte Gestaltung vornehmen zu lassen. So stieß man auf Dr. Michael Zauner aus Oberham bei Mitterskirchen, auf den die Hoftafeln an vielen Bauernhöfen in der Region zurück gehen. Er hat diese Hoftafeln auch gestaltet.

So wurden die neun Stationentafeln aus Aluminium in mehreren Schichten braun lackiert und im Malerbetrieb Florian Hofer mit den jeweiligen Versen in weißer Schrift commputergesteuert bedruckt. Martin Peterbauer wiederum befestigte diese mit einem ausgeklügeltem System auf den Lärchenpfosten. Die Rohlinge dieser Pfosten hatte Ludwig Gartmeier, der in Hölzlwimm ein Säge- und Hobelwerk betreibt, gespendet. So reduzierten sich die Kosten für die Neuerrichtung auf 800 Euro. Auch die Gemeinde Reischach gewährte einen Zuschuss von 200 Euro.

Seit 2003 begehen die Frauen des Frauenbundes jeweils im Juli diesen Bibelweg, wobei jeder Station passend Psalmen, Lieder, Bibeltexte und meditative Gebete zugeordnet sind. Diese wurden von Maria Westenthanner zusammengestellt und stehen in einem Geheft zur Verfügung.

32 Personen nahmen diesmal an der meditativen Begehung teil, darunter als Ehrengäste Dr. Michael Zauner mit seiner Ehefrau Franziska, Martin Peterbauer mit seiner Frau Christine, der Gemeindereferent Hans Salzinger und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Brunner. Der Spender der Lärchenpfosten konnte der Einladung zum Bedauern der Initiatorinnen nicht folgen.

Wie schon in den Vorjahren setzte man sich danach in der Zoglerberghütte zu einem kleinen Imbiss mit einem Gläschen Wein gesellig zusammen. Die Vorsitzende des Frauenbundes Käthi Niederhuber dankte allen, die zur erfolgreichen Neuerrichtung des Bibelweges beigetragen hatten. − red

 

(ANA vom 21.07.2015)

Pfarrverband: Ein Inder geht, ein Landsmann kommt

 

Kumar Yangaladasu (links) rückt im Pfarrverband Reischach für Pater Kishore Reddy Gade nach. − Fotos: Buchberger

Dem Pfarrverband Reischach (Landkreis Altötting) steht ein Abschied bevor: Pater Kishore Reddy Gade verläßt nach sechs Jahren seiner Tätigkeit als Pfarrvikar sein pastorales Wirkungsfeld in den Pfarreien Arbing, Erlbach, Perach und Reischach mit der Filialkirche in Endlkirchen. Der indische Geistliche wird in seinem asiatischen Heimatland eine neue Aufgabe als Lehrer an einer großen Schule übernehmen. 2009 hatte der Salesianerpater die Nachfolge von Pfarrer Max Weigl angetreten.

Pater Kishores Nachfolger ist Kumar Yangaladasu. Auch erstammt aus dem indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Um noch von seinem Vorgänger eingewiesen zu werden, hat der 33-jährige Diözesanpriester bereits Anfang Juli seinen Dienst im Pfarrverband aufgenommen. Bei einigen Gottesdiensten ist er den Kirchenbesuchern bereits zu Gesicht gekommen, unter anderem bei der Nachprimizfeier von Christoph Leuchtner in der Arbinger Pfarrkirche. Vor seinem Wechsel nach Deutschland vor acht Monaten war er drei Jahre lang als Kaplan in seiner indischen Diözese im Einsatz. − mbu

 

(ANA vom 16.07.2015)

Ausflug der Wortgottesdienstleiter

Seit über 20 Jahren gibt es im Pfarrverband Reischach den Dienst der Wortgottesdienstleiterin bzw. des Wortgottesdienstleiters. Eigenständige bereiten sie Wort-Gottes-Feiern vor und leiten so an Werktagen und bei Abwesenheit eines Priesters auch am Sonntag die Liturgie. Damit haben die Gemeinden die Möglichkeit, sich regelmäßig im Namen des Herrn versammeln, zu beten und das Wort Gottes zu hören. Die meisten Gottesdienstleiterinnen wurden 1995 vom damaligen Bischof Dr. Franz Xaver Eder für ihren Dienst ausgesandt.

 

 

 

 

 

Das Jubiläum nahm Pfr. Ludwig Samereier zum Anlass, alle Gottesdienstleiter/innen zu einem Ausflug nach Tüßling einzuladen.

 

Am Ende einer kleinen Wanderung wurde am Patroziniumstag, dem 29.6., die St. Peters-Kirche in Mörmoosen erreicht. Der dortige Mesner Josef Blümhuber erklärte kurz die Nebenkirche, die zur Pfarrgemeinde Burgkirchen am Wald gehört. Für die Gäste aus dem Holzland stimmte er sogar das Petruslied der dortigen Gemeinde an. Maria Westenthanner lud anschließend zu einer kurzen Andacht ein, bevor der Rückweg angetreten wurde und noch Station in Aicher`s Restaurant in Kiefering gemacht wurde.
 
Foto von links: Pfr. Ludwig Samereier, Helmut Auer, Mesner von Mörmoosen Josef Blümhuber, Brigitte Gartmeier, Maria Westenthanner, Monika Cammans, Theresia Schwertfellner, Angelika Karl, Theresia Demmelhuber, Marion Werkstetter, Irmgard Rothenaicher, Gemeindereferent Hans Salzinger

Rund 250 Gäste beim Pfarrfest in Erlbach

Pater Georg zelebriert den Festgottesdienst – Reichhaltiger Mittagstisch, Bastelstation für Kinder


Mit Begeisterung fertigten die Kinder unter Leitung von Gabi Maierhofer Bilder aus Salzteig und verzierten sie mit Blumen und Blüten. − F.: hok

Erlbach. Der Namenspatron der Pfarrkirche, St. Petrus, hatte zum Pfarrfest bestes Wetter beschieden. Rund 250 Gäste folgten der Einladung der Pfarrei, auf dem Dorfplatz zu feiern. Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Mitglieder des Frauenbundes hatten die Gäste bewirtet und auch den Kindern wurde ein unterhaltsames Programm angeboten.

Voraus ging ein Familiengottesdienst, umrahmt von den Musik- und Gesangsgruppen "Mandala" und "Querbeat". Zelebrant Pater Georg, der seinen Heimaturlaub in Erlbach verbrachte, erhielt Unterstützung von mehreren Kindern, die die Messfeier mitgestalteten.

Die Verantwortlichen hatten in den Morgenstunden Pavillons aufgebaut und genügend Sitzgelegenheiten geschaffen. Hier wurde ein reichhaltiger Mittagstisch angeboten. Das riesige Kuchenbüfett verführte sicher viele Gäste dazu, reichlich Kalorien aufzunehmen. Unter den Gästen waren neben Pater Georg aus Schweiklberg, der seinen Heimaturlaub in Erlbach verbringt, auch Gemeindereferent Hans Salzinger, sowie Pater Kishore, der den Pfarrverband im August verlassen wird.

Für die Kinder hatte die Mutter-Kind-Gruppe unter der Leitung von Gabi Maierhofer eine Bastelstation eingerichtet, wo sie Bilder aus Salzteig, unterlegt mit Blumen und Blüten, anfertigen konnten. Außerdem bastelten sie Tiere aus Gips und Karton, die dann fantasievoll bemalt wurden. Mit Begeisterung nahmen die Kleinen dieses Bastelangebot an. Auch beim Stelzengehen konnten sie ihre Geschicklichkeit und ihren Gleichgewichtssinn testen. Am Nachmittag waren die Kinder in die Räumlichkeiten des Kindergartens "St. Petrus" eingeladen, um dort ein Kasperletheater zu verfolgen.

Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl bedankte sich bei den Gästen für ihr Kommen und sagte außerdem den Helfern ein "Vergelt’s Gott": Sie hätten mit ihrer Arbeits die Durchführung des Pfarrfestes überhaupt erst ermöglicht. Der Erlös des Festes wird wie auch in den Vorjahren für Zwecke des Kindergartens verwendet. − hok

 

(ANA vom 8.7.2015)

"Grüß Gott auf’m Martinbauernhof"

500 Besucher beim Sommerfest des Kindergartenfest St. Martin – Viel Applaus für Kinder-Darbietung

von Markus Rohne


Kinder und Rinder: Eine hölzerne Kuh führen hier zwei "Gehörnte" am Publikum vorbei. − Foto: Rohne

Reischach. Rund 500 Besucher hat das Sommerfest des katholischen Kindergartens St. Martin am Sonntag angelockt. Das Motto lautete in Anlehnung an den Schutzheiligen der Pfarrei "Grüß Gott auf’m Martinbauerhof."

Zu Beginn fand unter freiem Himmel ein Familiengottesdienst mit musikalischer Begleitung durch den Kinderchor Reischach unter der Leitung von Bettina Weiherer statt. Der Gemeindereferent der Holzlandgemeinden, Hans Salzinger, sprach von der Gemeinschaft des Glaubens und untermalte das stets neue Entdecken und Wachsen symbolisch durch das gemeinsame Pflanzen von Saatgut durch die Kinder.

Den anschließenden Ansturm auf das Grillgut und die selbstgemachten Salate meisterte das Team des Elternbeirats souverän. Die Gäste wurden auch an Schanktheken, der Milchshake-Bar, dem Eisstand sowie am Kuchenbüffet bewirtet. Das Organisationsteam war von der Unterstützung vieler Eltern und Großeltern mit Salaten und Kuchenkunstwerken begeistert. Irmgard Mitterpleininger, Leiterin des Kindergartens, würdigte das gemeinsame Engagement aller Beteiligten, bevor sie das Highlight des Tages ankündigte: Die Aufführung der 81 Kindergarten-, Krippen- und Vorschulkinder wurde in einer Art Freiluftmanege durch musikalische Unterstützung von Simon Zöbl an der "Ziach" unterstützt. Die als Hoftiere, Bäuerinnen und Bauern liebevoll verkleideten und maskierten Akteure boten eine herzige Vorstellung. Die Kleinen versetzten das Publikum in eine witzige Bauernhofidylle und brachten alle zum Lachen. Dafür gab’s kräftigen Beifall.

Am Nachmittag sorgte zu Kaffee und Kuchen der Musikverein Reischach im bäuerlich geschmückten Garten des Kindergartens für bayerisches Flair. Für die Kinder gab es anschließend eine "Bauern-Rallye" mit fünf Stationen – Kuhmelken, Balance-Parcours, Sackhüpfen mit Edelsteinsuche im Maistrog, Nageln und Angeln sowie einer Bulldog-Rallye. Wer alle Stationen durchlaufen hatte, bekam ein Eis und einen beklebten Holztaler als Trophäe. Danach ging’s zum Losstand – für die gut gefüllte Tombola hatten zahlreiche Geschäfte und Privatleute interessante Preise für Groß und Klein gestiftet. Den Hauptpreis, einen Tretschlepper, gewann die zweijährige Mia Eder.

Warum man das Motto mit dem Bauernhof gewählt hatte, erklärte ein Elternbeirat so: "Bäuerliches Leben und landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie die damit verbundene Lebensfreude ist eine Stärke des Holzlands." – Auch in anderen Kindergärten sei das Motto ,Auf dem Bauernhof’ aufgegriffen worden. Dies beweise, dass es trotz mancher kommunaler Querelen im Holzland letztlich gleiche Interessen gebe – zum Wohle der Kinder und der Bevölkerung.

Das Fest, das durch das Miteinander vieler helfender Hände aus der Kindergartenbelegschaft, des Elternbeirats und "Ehemaligen" sowie sozial Engagierten aus dem Ort möglich wurde, klang bei Brotzeit und Fassbier aus. − red

 

(ANA vom 2.7.205)

60 Jahre im Weinberg des Herrn

Bischöflich-Geistlicher Rat Lorenz Rauschecker begeht Priesterjubiläum in seiner Heimatpfarrei – "Ein Mann mit Format"

 

Den Festgottesdienst zu seinem 60-jährigen Priesterjubiläum feierte Bischöflich Geistlicher Rat Lorenz Rauschecker (sitzend) in der Filialkirche Endlkirchen in Konzelebration mit dem Reischacher Ortspfarrer BGR Ludwig Samereier (von links), Pfarrer Josef Werkstetter und BGR Heribert Unterhuber. − Foto: Hochhäusl

Von Konrad HochhäuslEndlkirchen. Auf ein erfülltes Priesterleben konnte Bischöflich Geistlicher Rat Lorenz Rauschecker bei seinem 60-jährigen Priesterjubiläum zurückblicken, das er in seiner Heimatpfarrei Reischach begangen hat. Dem Festgottesdienst in der voll besetzten Filialkirche Endlkirchen wohnten zahlreiche Freunde, Verwandte und Bekannte bei.

Pfarrer Ludwig Samereier bezeichnete in seiner Predigt den Jubilar als Pionier, der bereits 1969 dem ersten Pfarrverband in der Diözese Passau mit sechs Pfarreien vorgestanden hatte.

Beim Festgottesdienst, der vom Reischacher Kirchenchor unter der Leitung von Veronika Wimmer würdevoll gestaltet wurde, standen neben dem Jubilar Ortspfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier, dessen Vorgänger Heribert Unterhuber sowie der aus Reischach stammende Josef Werkstetter, nun Pfarrer in Bad Füssing, am Altar. In seiner Predigt ging Pfarrer Samereier auf die Berufung der ersten Jünger Jesu ein und zog so Parallelen zu Pfarrer Lorenz Rauschecker. Dieser war als Erbe des elterlichen Hofes in Öging vorgesehen, doch er folgte seiner Berufung, Priester zu werden. Nach der Priesterweihe am 29. Juni 1955 feierte er am 2. Juli 1955 in Endlkirchen sein erstes Heiliges Messopfer. Mit dem Messgewand und dem Kelch, die er damals als Primizgeschenk erhalten hatte, feierte Lorenz Rauschecker jetzt auch seinen Jubiläumsgottesdienst.

Nach mehreren Kaplanstellen, unter anderem auch in Burghausen, war Jandelsbrunn (Lkr. Freyung-Grafenau) seine erste Stelle als Pfarrer. Eine große Herausforderung für Lorenz Rauschecker war 1969 die Gründung des ersten Pfarrverbandes in der Diözese Passau: Neben der Pfarrei Aufhausen hatte er noch weitere fünf Pfarreien zu betreuen, was dem Jubilar vorbildlich gelungen ist, wie Samereier sagte. Weitere Stationen seines priesterlichen Wirkens waren die Pfarreien Hauzenberg (Lkr. Passau) und Hengersberg (Lkr. Deggendorf), in denen er von 1975 bis 1991 erfolgreich tätig war. Neben seiner Arbeit in den Pfarreien wurde Lorenz Rauschecker von 1984 bis 1994 noch zusätzlich zum Diözesan-Landjugendpfarrer berufen.

Als Höhepunkt seiner priesterlichen Laufbahn bezeichnete Samereier seine Berufung an die Landvolkhochschule Niederalteich, wo er von 1981 bis 2002 als Seelsorger und Diözesanlandvolkpfarrer tätig war. Seine großen Verdienste um das Katholische Landvolk wurden 2002 mit der Verleihung der "Bruder-Klaus-Medaille" gewürdigt, der höchsten Auszeichnung der Landvolkbewegung.

Seit September 2002 verbrachte Pfarrer Lorenz Rauschecker seinen Ruhestand in Auerbach. Nachdem er vor zwei Jahren erkrankt ist, verbringt er seitdem seinen Lebensabend in einem Heim in Hengersberg.

Pfarrer Ludwig Samereier bezeichnete den Jubilar als einen "Mann mit Format", der alle gestellten Aufgaben in der Diözese stets bestens erfüllt habe. Sein Wirken sei unvergessen.

Am Ende des Festgottesdienstes dankte Lorenz Rauschecker "all den lieben Menschen und guten Weggefährten", mit denen er im Lauf seines priesterlichen Wirkens immer zu tun hatte.

 

(ANA vom 2.7.2015)

Reischach: Pfarrbüro-Neubau nimmt allmählich Formen an

 

Nach der Auslösung des Firstbaumes wurde das wichtige Teil samt "Diebesschmuck" sofort durch die Fachfirma auf den Rohbau eingehoben. − Foto: Demmelhuber

Reischach. Planmäßig verlaufen derzeit die Arbeiten am Pfarrhaus: Nach dem "Diebstahl" des großen Dachfirsts durch einige Ortsvereine und der Auslösung durch den Pfarrverband (der Anzeiger berichtete) ist das wertvolle Teil in den Rohbau eingehoben.

Die Fachfirma beginnt in diesen Tagen mit der Bedachung des neuen Pfarrbüros. Wie die Kirchenverwaltung mitteilt, werden durch den Anbau zirka 130 Quadratmeter Nutzfläche neu geschaffen. Im Erdgeschoss findet künftig das neue Pfarrbüro seinen Platz, mit eigenem Eingang und einer kleinen Teeküche integriert. Ein Sitzungsraum für 14 Personen ist im Kellergeschoss vorgesehen, dazu ein Archiv- sowie Putzraum und das WC.

Nach Bezug dieser neuen Räume, sollen die bisherigen Büroräume umgebaut und das über 40 Jahre alte Pfarrhaus vor allem im energetischen Bereich saniert werden. Im Laufe der Jahre habe sich herausgestellt, dass die bisherigen Räumlichkeiten im Pfarrbüro zunehmend zu klein und auch zu wenig seien, so die Kirchenverwaltung. So fehlte der nötige Büroplatz für den Pfarrvikar und den Gemeindereferenten, aber auch für die Bewältigung der nach außen verlagerten EDV-Arbeiten. Eigentlich war die Erweiterung des Pfarrbüros bereits vor elf Jahren bei der Bildung des Pfarrverbandes Reischach mit den Pfarreien Arbing, Endlkirchen, Erlbach, Perach und Reischach geplant, so die Kirchenverwaltung. Leider sei damals aber nur der Anbau eines Büroraumes genehmigt worden.

Die Gesamtkosten der Maßnahmen, einschließlich Einrichtung und EDV, werden auf 340000 Euro geschätzt. Den Löwenanteil von 228000 Euro hat die Diözese Passau aus Kirchensteuermittel bereits zugesagt. Den Rest müssen sich die Pfarrverbands-Pfarreien aufteilen, anteilig nach der Anzahl ihrer Katholiken aufteilen. Besonderer Wert wurde vom Bauausschuss darauf gelegt, die Gewerke weitgehendst an einheimische Firmen zu vergeben. − mbu

 

(ANA vom 23.04.2015)

Erstkommunion Erlbach 2015

In Erlbach feierten am Weißen Sonntag, 12.04.2015, vier Kinder ihr Erstkommunion:

 
Marie, Jakob, Anja und Ronja (von links). Foto: Petra Kellndorfer, Zeilarn
Mit dabei waren neben Ihren Familien, Verwandeten und einer großen Festgemeinde auch die Verantwortlichen von Gemeinde, Schule und Pfarrei: Gemeindereferent Hans Salzinger, Bürgermeiser Franz Watzinger, stellvertretende Schulleiterin Monika Wirth und Pfarrer Ludwig Samereier.
Mit auf dem Bild sind von den Erlbacher Ministranten Thomas Rothenaicher, Sophia Huber, Lena Hofer, Afra Wimmer und Sandra Sallersbeck. Der Gottesdienst wurde vom Erlbacher Jugendchor Querbeat musikalisch gestaltet.

Ein Stück Heimatgeschichte erhalten

KAB renoviert Pestfriedhof in Erlbach-Petzenthal – Segnung beim Jahreshauptfest

 

Mit Weihwasser besprengte Pfarrer Ludwig Samereier das von der KAB Erlbach renovierte Kreuz im Pestfriedhof. Rund 70 Menschen verfolgten die Szene. − Foto: Hochhäusl

Erlbach. Mit der Neugestaltung des Pestfriedhofes und Renovierung des dortigen Pestkreuzes hat der KAB-Ortsverband Erlbach ein Stück Heimatgeschichte erhalten. Bei der Segnung am Sonntagnachmittag waren rund 70 Menschen anwesend.

Zuvor hatte Kreisheimatpflegerin Renate Heinrich im Gasthaus Prostmeier in verständlicher Weise über die Entstehung der Pest und deren schrecklicher Auswirkung referiert. Die als "schwarzer Tod" bekannte Krankheit raffte seit dem 14. Jahrhundert in ganz Europa Millionen von Menschen dahin.

Das Jahreshauptfest nahm die KAB Erlbach zum Anlass, das im Vorjahr von zahlreichen freiwilligen Helfern renovierte Pestkreuz bei Petzenthal einzuweihen. Vorstand Rudolf May dankte allen freiwilligen Helfern, die das Gerüst aufgebaut und die Bedachung erneuert hatten. Das Gelände haben die Helfer neu eingezäunt, ebenso wurden die Christusfigur und die Tafel mit den in den Jahren 1648/49 Verstorbenen fachmännisch ausgebessert und aufgefrischt.

Bei einer Andacht am Pestfriedhof erinnerte Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Ludwig Samereier an das Leid der damaligen Bevölkerung, als ganze Familien dem "Schwarzen Tod" zum Opfer fielen. Der Ortsgeistliche erteilte dem renovierten Pest-friedhofs-Gelände mit Weihwasser den kirchlichen Segen.Beim vorhergehenden Frühschoppen hatte Kreisheimatpflegerin Renate Heinrich über die Entstehung und Ausbreitung der Pest in unserer Heimat berichtet. Am Beispiel eines damaligen Bauers schilderte sie verständlich die Symptome und Auswirkungen der todbringenden Seuche: Die von Flöhen verursachte Krankheit wurde über Ratten auf die Menschen übertragen. Sie breitete sich von Südeuropa nach Norden aus und erreichte nach Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648/49 ihren schrecklichen Höhepunkt im nördlichen Landkreis Altötting. Da die normalen Friedhöfe nicht mehr ausreichten, fanden die in kürzester Zeit Verstorbenen in Massengräbern, die außerhalb der Ortschaften angelegt wurden, ihre letzte Ruhestätte. Eine der Folgen dieses Massensterbens war eine große Hungersnot, weil so viele Arbeitskräfte ausfielen. Die Kreisheimatpflegerin dankte im Namen des Landkreises den Verantwortlichen, dass dieses Kulturgut den Nachfahren erhalten bleibt.

Das KAB-Jahreshauptfest begann mit einem Festgottesdienst zum Thema "Gute Arbeit für Alle". Dabei hatte Ortspräses Pfarrer Ludwig Samereier die Missstände in der Arbeitswelt, vor allem die Leiharbeit, angeprangert. "Es muss möglich sein, dass jeder von seinem Einkommen leben und seine Zukunft planen kann" so seine Forderung. − hok

 

(ANA vom 26.03.2015)

Frauenbund: "Der Name bürgt für Qualität"

Pfarrer Ludwig Samereier lobt Erlbacher Ortsverein – Jahreshauptversammlung bestätigt bisherige Vorstandschaft im Amt

 

Der neuen Vorstandschaft des Frauenbunds gratulieren Pfarrer Ludwig Samereier (von links) und die Dekanats-Verantwortliche Marianne Speckbacher: Schriftführerin Monika Rothenaicher, die Beisitzerinnen Brigitte Maier und Franziska Hamberger, Schatzmeisterin Anna Latein, Beisitzerin Irmgard Preywisch, 1. Vorsitzende Theresia Schwertfellner und deren Stellvertreterin Helga Meier. − Foto: Hochhäusl

Erlbach. Keine Veränderung hat die Neuwahl beim Erlbacher Frauenbund gebracht: Die bisherige Vorstandschaft wurde in ihren Ämtern bestätigt. Bei der 36. Jahreshauptversammlung im Gasthaus Prostmeier erhielten die knapp 50 anwesenden Mitglieder reichliche Informationen über das abgelaufene Jahr, sowie einen Ausblick über die künftigen Aktivitäten.

In ihrem Bericht ließ Schriftführerin Monika Rothenaicher das vergangene Jahr Revue passieren: Neben den alljährlichen Aktivitäten wie dem Schmücken des Osterbrunnens, dem Verkauf von Palm- und Kräuterbuschen und der alljährlich stattfindenden Grillfeier auf dem Dorfplatz legten die Frauen noch mehr Kreativität an den Tag. Beim Mariensingen in Reischach halfen sie bei der Bewirtung ebenso wie beim Pfarrfest, wo sie den Kuchenverkauf organisiert hatten. Sie nahmen an der Pfarrverbandswallfahrt nach Gartlberg teil, sowie an der Feier zum zehnjährigen Wirken von Pfarrer Samereier im Pfarrver-band.

Der Jahresausflug führte nach Bad Adelholzen, an den Simssee, zu einer Naturkostmühe und fand im Gasthaus Hierzinger in Söllhuben seinen Abschluss. Desweitern standen der Tag der Diakonin, eine Kreuzwegandacht, der Oktoberrosenkranz und die Adventfeier auf dem Jahresprogramm. Mehrere Fachvorträge, unter anderen über die Arbeit der "Helfer vor Ort" rundeten das Jahresprogramm ab.

Gaby Maierhofer als Leiterin der Mutter-Kind-Gruppe teilte mit, dass derzeit zehn Kinder im Alter von einem bis drei Jahren mit ihren Müttern an den wöchentlichen Treffen teilnehmen. Die Befürchtung, dass durch die Kinderkrippe die Kinderzahl zurück gehen würde, sei nicht eingetroffen: es seien jetzt sogar mehr Kinder in der Gruppe, seien aber jünger. Das Durchschnittsalter liege bei 22 Monaten. Mit den Kleinen wird gebastelt und gespielt, sie nahmen am Martinszug teil und besuchten das Hallenbad. Ein großer Erfolg war das Kasperletheater, dessen Erlös in Höhe von 500 Euro der Kinderkrebshilfe gespendet wurde.

Schatzmeisterin Anna Latein legte einen detaillierten Kassenbericht vor. Demnach habe der Verein durch zahlreiche Aktivitäten wie den Verkauf von Palm- und Kräuterbuschen und die Grillfeier inklusive der Mitgliedsbeiträge rund 6000 Euro eingenommen. Die Ausgaben waren zwar um rund 900 Euro höher, aber es wurden insgesamt 2700 Euro an die Kirche und die "Helfer vor Ort" gespendet. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung.

Pfarrer Ludwig Samereier dankte in seinem Grußwort den Frauen für ihre, wie er sagte, vorbildliche und verlässliche Arbeit, mit der sie den Stellenwert christlicher Grundüberzeugungen unterstreichen würden. Zur Organisation von Veranstaltungen lobte der Geistliche die Vorstandschaft mit den Worten: "Der Name bürgt für Qualität, es verläuft alles in geordneten Bahnen". Die neu gewählte Vorstandschaft bat er, auch weiterhin die Wege gemeinsam zu gehen.

Bürgermeister Franz Watzinger bestätigte den Frauen, dass sie wegen ihrer zahlreichen Aktivitäten "eine feste Größe" im öffentlichen Leben der Gemeinde seien. Dank ihrer Spendenbereitschaft für kirchliche und weltliche Organisationen könnten die öffentlichen Kassen entlastet werden. Er ermahnte die Frauen jedoch, dass sie nicht nur spenden, sondern sich auch selbst etwas gönnen sollen.

Vorsitzende Theresia Schwertfellner freute sich, dass im vergangenen Jahr drei Mitglieder dem Frauenbund beigetreten sind, der Verband zähle nun 118 Mitglieder. Zwei Mitglieder konnte sie für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Frauenbund mit einer Rose und einer Urkunde auszeichnen: Brigitte Gartmeier und Heidi Niedermeier gehören je 25 Jahre dem Verband an.

In ihrer Vorschau gab die Vorsitzende bekannt, dass ein Vortrag "Lebzeiten – Lebensqualität neu gestalten" und ein Kochabend "Restküche − zu schade zum Wegwerfen" auf dem Programm stehen. Die Dekanatswallfahrt führt heuer zur Fraueninsel auf dem Chiemsee, ebenso ist eine Besichtigung der Tomatenplantage in Kirchweidach geplant.

Die von der Dekanats-Verantwortlichen Marianne Speckbacher geleitete Neuwahl brachte keine Neuerungen: die bisherige Vorstandschaft ist auch die neue. Als 1. Vorsitzende wurde Theresia Schwertfellner in ihrem Amt bestätigt, sie wird vertreten von Helga Meier. Die Finanzen verwaltet wie bisher Anna Latein und Monika Rothenaicher übt das Amt der Schriftführerin aus. Als Beisitzerinnen stehen Franziska Hamberger, Brigitte Maier, und Irmgard Preywisch beratend zur Seite. Die Kasse wird auch künftig wieder von Annemarie Ostermeier und Berta Riedelsheimer geprüft.

Der Versammlung vorangegangen war eine Andacht zum "Weltgebetstag der Frauen". Diese Andacht, bei der den Frauen auf den Bahamas gedacht wurde, hatte der Erlbacher Kirchenchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit passenden rhytmischen Liedern musikalisch umrahmt. − hok

 

(ANA vom 12.03.2015)

Ehrung für die Kirchenpfleger

Martin Peterbauer seit 1988, Ludwig Demmelhuber seit 1994 in dem Amt

 

 

Zu ihren Jubiläen beglückwünschte nicht nur Pfarrer BGR Ludwig Samereier (von links) Martin Peterbauer und Ludwig Demmelhuber, sondern auch sein Amtsvorgänger Heribert Unterhuber. − F.: Buchberger

Reischach/Endlkirchen. Seit 20 Jahren ist Ludwig Demmelhuber als Kirchenpfleger der Pfarrgemeinde St. Martin für die Kirchenverwaltung Reischach tätig, ein Vierteljahrhundert bereits dessen Kollege Martin Peterbauer für die Endlkirchener Filialkirchenstiftung St. Michael. In feierlichem Rahmen mit Festessen hat die große Pfarrgemeinde die beiden Jubilare am Freitagabend im Gasthaus Berger geehrt.

Pfarrer BGR Ludwig Samereier hatte als Gastgeber dazu eine Reihe von Gästen der Kirchenverwaltungen, des Pfarrgemeinderates und des Kindergartens begrüßt. Unter diesen befand sich auch Samereiers Vorgänger, Pfarrer BGR i.R. Heribert Unterhuber, mit ihm hatten die Geehrten den Löwenanteil ihres ehrenamtlichen Wirkens für die Pfarrei verbracht.

In der Laudatio bestätigte Samereier den beiden Jubilaren eine "Riesenbegabung", es stecke ein "enormer Antrieb" dahinter. Beide seien ein Glücksfall für die Pfarrgemeinde, die ihre Arbeit immer mit Weitblick und mit den Augen des Glaubens sehen würden. "Ihr seid’s einfach Christen vom Boa weg", sagte der Geistliche im unverkennbar bayerischen Dialekt. Beide hätten ihr aufwändiges Amt als Kirchenpfleger neben den beruflichen und familiären Pflichten übernommen, wie etwa Demmelhuber als Direktor der Raiffeisenbank, Peterbauer als Landwirt. Sie hätten dies in einer Art und Weise getan, "von der man nur träumen kann". Sowohl in ihren jeweiligen Fähigkeiten wie auch als Persönlichkeiten würden sie sich in ihrer Arbeit kongenial ergänzen: Demmelhuber als "Herr der Zahlen und Finanzen", Peterbauer als Mann, der einfach alles könne. "Das stimmt nicht ganz – singen kann er nicht", warf Unterhuber hier scherzhaft ein.

Tatsächlich sind die beiden aber schon länger im "Kirchengeschäft": Demmelhuber bereits 39 Jahre als Mitglied der Kirchenverwaltung, seit acht Jahren auch Mitglied des Diözesan-Steuerausschusses in Passau. Peterbauer weist sogar schon eine sechs Jahre längere Mitgliedschaft in der Kirchenverwaltung auf. Beide Jubilare haben in den Jahrzehnten ihres Schaffens für die Pfarrgemeinde die ihnen anvertrauten kirchlichen Gebäude innen sowie außen grundlegend "auf Vordermann" gebracht und dabei viele Finanzmittel bewegt. Ein besonderer Verdienst Demmelhubers ist es zudem, die Zufahrtsrechte für alle fünf Nebenkirchen der Pfarrei notariell gesichert zu haben.

Aktuell steht für Reischach die Erweiterung des Pfarrhofes und dessen energetische Sanierung an. Peterbauer indes hat gerade die Verwirklichung behindertengerechter Kirchen-Toiletten auf der Agenda. Daneben frönt er immer noch seinem langjährigen Steckenpferd, dem Schnitzen von Heiligenfiguren und Feldkreuzen. "Das alles trägt euren Stempel", sagte Samereier. Als sichtbares Zeichen des Dankes überreichte er den beiden Kirchenpflegern Ehrenurkunden, sowie jeweils einen kleinen finanziellen Beitrag für deren in diesem Jahr geplanten Urlaubsreisen.

Für die Ehefrauen Tilly Demmelhuber und Christine Peterbauer hatte der Geistliche Rosensträuße parat, sie seien ein "Dankeschön" dafür, dass sie den Geehrten immer den Rücken für ihre aufwendige Tätigkeit freihalten würden.

"Geistvolle" Dankesgeschenke in flüssiger Form gab es schließlich für die beiden auch aus der Hand von Dr. Josef Brunner, als Vorsitzendem der Reischacher Kirchenverwaltung und dessen Kollegen Heinrich Freibuchner von der Endlkirchener Filiale. Launige Dankesworte und Glückwünsche richtete freilich auch Ruhestandspfarrer Unterhuber an seine verdienten "Mitstreiter" vergangener Zeiten. Er hoffe, dass die beiden ihre großartige Arbeit noch ein paar Jahre weitermachen könnten. Weil: "Nicht nur der Pfarrer profitiert davon, sondern die ganze Pfarrei". − mbu

 

(ANA vom 9.2.2015)

Katholische Frauen in Faschingslaune

Bunte Feier im Gasthaus Pallauf war überraschend gut besucht


"Die Verjüngungskur" sorgte für Lachsalven. Darstellerinnen waren Steffi und Marianne Geier (von links), Christa Baisl, Sieglinde Joachimbauer, Angelika Gruber, Maria Schaaf, Antonie Spirkner, Helga Kneißl, Käthe Niederhuber, Conny Geier sowie Marianne Eppner. − Foto: Hahn

Arbing. Eine solche positive Resonanz hätten sich wohl die kühnsten Optimisten nicht erwartet beim Frauenfasching im Gasthaus Pallauf. Sehr gut besetzt waren die Stühle und Tische, als die Vorsitzenden Angelika Gruber und Marianne Geier die närrischen Weiber aus Arbing, den harten Kern aus Arbing, die Landjugend sowie Abordnungen aus Reischach und Mitterskirchen begrüßten. Auch Pfarrer Ludwig Samereier wagte sich unter das Frauenvolk.

Mit vielfacher Unterstützung hatten sie ein turbulentes Programm erarbeitet. Bis weit nach Mitternacht verwandelten sie den Gasthof Pallauf in ein buntes stimmungsvolles Faschingsdorf. Ausgelassen sorgte der "Holzlandrebell" für den musikalischen Rahmen. Nach der ersten Tanzrunde präsentierte die Landjugend den Sketch "Das Hochzeitsbild" mit Steffi Geier, Michaela Eder und Franziska Tramonti. Beim zweiten Sketch erzählte Sieglinde Joachimbauer aus ihrem Leben. Motto: "Da Papa hod gsogt". Besonders amüsant war dann der Sketch "Die Verjüngungskur" mit Angelika Gruber, Marianne Geier und Antonie Spirkner als OP-Team. Verjüngt wurden in den chirurgischen Eingriffen Christa Baisl, Sieglinde Joachimbauer, Maria Schaaf, Helga Kneißl, Käthi Niederhuber und Marianne Eppner.

Viel zu lachen gab es auch bei der "Hochzeitsanzeige", vorgetragen von Michaela Eder und Steffi Geier. Als krönender Abschluss zeigten die Dream Girls mit Claudia Bachmaier, Gerlinde Kamhuber, Silvia Gruber ("die alten Herren"), Sieglinde Gruber, Steffi Tramonti und Michaela Wimmer (aufreizende Damen) eine Showeinlage. Bei einer großen Tombola gab’s viel zu gewinnen. Abschließend bedankten sich die beiden Vorsitzenden für die vielen Spender der Torten und Preise. Bis nach Mitternacht wurde ausgelassen im Holzland gefeiert. − gh

 

(ANA vom 31.01.205)

Sebastianibruderschaft weiter auf Wachstumskurs

Erneut acht neue Mitglieder aufgenommen – Jahresfest mit Festgottesdienst, Reliquienprozession und Festkonvent


Die Mitgliedsurkunden händigten Pfarrer Ludwig Samereier (4. von links) und Vorsitzende Maria Werkstetter (6. von links) den neuen Mitgliedern aus: Max Kasböck (von links), Marianne Mehlstäubl, Bernadette und Georg Lichtenwimmer, Cäcilia Holzner, Elisabeth Hochhäusl und Josef Fellner. − Foto: Werkstetter

Endlkirchen. Der Wachstumskurs der Sebastianibruderschaft setzt sich fort. Das zeigte sich bei deren Hauptfest, das traditionsgemäß zum Gedenktag des Heiligen Sebastian begangen wurde.

Der Festgottesdienst, zelebriert von Bischöflich Geistlichem Rat Ludwig Samereier, wurde vom Reischacher Frauenbundchor unter der Leitung von Veronika Wimmer und Anna Rothenaicher an der Orgel musikalisch umrahmt. Anschließend zogen die Mitglieder in einer Reliquienprozession, angeführt von der Figur des verehrten Heiligen, mehrmals um die Filialkirche. Die Verehrung des "Pestheiligen" hat in Endlkirchen eine jahrhundertelange Tradition, da die Filialkirchenstiftung in Besitz einer echten Reliquie, einem kleinen Stück aus der Hirnschale des Heiligen, ist. Groß war auch die Nachfrage nach den "Sebastianibroten", einem in Pfeilform angefertigten Blätterteiggebäck.

Beim anschließenden Konvent im Gasthaus Auer berichtete die Vorsitzende Maria Werkstetter von den Aktivitäten des vergangenen Jahres. Großes Interesse zeigten die Teilnehmer beim Ausflug ins Alztal zum ehemaligen "Carowerk". Viele Mitglieder nahmen an der Pfarrverbandwallfahrt nach Gartlberg und an der Feier zum zehnjährigen Wirken von Pfarrer Samereier im Pfarrverband teil. Für den kommenden Herbst ist, wie sie sagte, eine Wallfahrt zur benachbarten Sebastianskirche in Leonberg vorgesehen.

Dem Kassier Heinrich Freibuchner wurde von Kassenprüfer Johann Köpf eine einwandfreie Kassenführung bestätigt.

Vorsitzende Maria Werkstetter zeigte sich sehr erfreut, dass sie wie auch schon im Vorjahr wieder acht neue Mitglieder in die Bruderschaft aufnehmen konnte. Während viele Vereine und Verbände über Mitgliederschwund klagen, hat die Sebstianibruderschaft Endlkirchen einen regen Zulauf und zählt derzeit über 150 Mitglieder. Eine Urkunde mit dem Bildnis des Heiligen, seiner Lebensbeschreibung und der Geschichte der Bruderschaft überreichten sie und Pfarrer Ludwig Samereier an Max Kasböck, Konrad Hochhäusl, Marianne Mehlstäubl, Bernadette und Georg Lichtenwimmer, Cäcilia Holzner, Elisabeth Hochhäusl und Josef Fellner. − hok

 

(ANA vom 31.01.2015)

Ehrung für verdiente Mitarbeiter

Pfarrei Erlbach dankt ehrenamtlichen Helfern

 

 

Mit Urkunden und Gutscheinen bedankt sich die Pfarrei Erlbach, vertreten durch Gemeindereferent Hans Salzinger (hinten v.l.), Pfarrgemeinderatsvorsitzender Marianne Hölzlwimmer und Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl bei zwei verdienten Personen. Theresia Schwertfellner (vorn links) und Tina Schönwetter sind mehr als zwanzig Jahre für die Pfarrei Erlbach im liturgischen und musikalischen Dienst tätig. − Foto: Bachmeier

Erlbach. Die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat der Pfarrei Erlbach hatten alle ehrenamtlichen Helfer zu einer Feier ins Gasthaus Prostmeier eingeladen, um mit einem Mittag-essen "Vergelt’s Gott" zu sagen für all die unentgeltlich geleisteten Arbeiten, die im Laufe eines Kirchenjahres in der Pfarrei anfallen.

Der Feier vorangegangen war ein Familiengottesdienst, bei dem anstatt einer Predigt von Martina Scherff eine Geschichte von Michael Ende verlesen wurde, bei der es um "Zeit zu verschenken" ging. Unter Anleitung von Theresia Schwertfellner, Elfriede Niederleitner und Stilla Hochhäusl, wirkten mehrere Kinder bei der Gestaltung des Gottesdienstes mit. In eindrucksvoller Weise hatte die Singgruppe "Querbeat", sowie der Kinderchor und die Singgruppe "Mandala", beide unter der Leitung von Tina Schönwetter den Gottesdienst musikalisch umrahmt.

Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl dankte bei der Feier allen Helfern für ihre Dienste, sei es als Chorsänger, Pfarrgemeiderats- oder Kirchenverwaltungsmitglied, Ministrant, Caritassammler, Lektor, Wortgottesdienstleiter, Kommunionhelfer und sonstiger Helfer. Ohne deren Hilfe wäre der Pfarrer auf einsamen Posten. Müssten alle Dienste bezahlt werden, stünde die Pfarrei "arm da".

In Vertretung von Pfarrer Ludwig Samereier dankte Gemeindereferent Hans Salzinger allen Anwesenden für ihren Einsatz. "Gerade in Erlbach spürt man, dass hier eine kompakte, gut organisierte Gemeinschaft besteht", so sein Fazit.

Zusammen mit Pfarrgemeinderatsvorsitzender Marianne Hölzlwimmer und Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl ehrte Hans Salzinger zwei verdiente Personen: Neben ihrer Funktion als Wortgottesdienstleiterin organisiert Theresia Schwertfellner seit rund zwanzig Jahren die Familiengottesdienste, bereitet diese vor und wirkt an diesen mit. Für dieses Engagement erhielt sie eine Urkunde und einen Gutschein. Ebenso wurde Tina Schönwetter für ihre 20-jährige Arbeit in der musikalischen Erziehung der Kinder, sowie der Leitung der Chöre eine Ehrung zuteil. − hok

Kindergarten im neuen Glanz

Feierliche Eröffnung des umgebauten Kindergartens in Perach

 

Großzügig, hell und freundlich präsentiert sich der komplett umgebaute Kindergarten in Perach.

Perach. Nach nur knapp einem halben Jahr Bauzeit und einer Woche Testlauf hat die Gemeinde Perach den umgebauten Kindergarten St. Antonius am Sonntag nun auch offiziell eingeweiht. Um die Kleinkindplätze von bisher zehn auf 21 aufzustocken, musste vor allem eines her: Mehr Platz. Für dieses Ziel hatte sich sogar der Gemeinderat "vertreiben" lassen.

Ganz neue Punkte stehen nun im ehemaligen Sitzungssaal im Gemeindehaus auf der Tagesordnung: Spielen, Singen und Basteln. Dafür hat der Peracher Nachwuchs jetzt viel mehr Platz. Zuvor waren die Kinder im ersten Stock und in einem Teil des Erdgeschosses untergebracht.

Bereits seit einer Woche tummeln sich Kinder in den neuen Räumen und sind mit der neu gewonnenen Freiheit sehr zufrieden, versichert Kindergartenleiterin Annemarie Luger: "Bisher war oben einfach alles zu beengt. Oben haben wir jetzt mehr Platz für die unter Dreijährigen. Die Ausstattung ist zwar größtenteils gleich geblieben. Wir haben jetzt aber eine Wickelkabine im ersten Stock und ein neu gestaltetes Bad."

Die Kindergartenkinder lauschten bei der Eröffnung Pfarrer Ludwig Samereier und den anderen Rednern gespannt. − Fotos: Schlierf

Auch Bürgermeister Georg Eder ist ganz begeistert davon, was der Peracher Architekt Franz Heilmeier aus dem alten Gemäuer gemacht hat: "Wir hätten nicht gedacht, dass der Eingangsbereich so hell wird." Nun hofft Eder, dass die Kinder ähnlich aufblühen wie ihre Umgebung, schließlich setzt er größte Hoffnungen in das neue Domizil: "Wenn wir es schaffen, die Kinder zu begleiten und ihre Fähigkeiten zu fördern, sind wir eine familienfreundliche Gemeinde. In Verbindung mit der Schule ist die Zukunft von Perach gesichert."

Insgesamt bietet der Kindergarten nun Platz für 55 Kinder in den beiden Regelgruppen sowie 21 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Mit Blick auf die Nachfrage war die Aufstockung dringend notwendig, erklärt Bürgermeister Eder: "Für die bisher zehn U3-Plätze sind die Anmeldungen explodiert. Vor drei Jahren hatten wir kaum Kleinkinder, aber inzwischen haben wir mehr Anmeldungen als bisher Plätze da waren."

Kindergartenleiterin Annemarie Luger und ihr Team sind vor allem froh, dass die Umbauarbeiten ein Ende gefunden haben. Während in den alten Gruppenräumen gearbeitet wurde, mussten die Kinder ihre Tage seit Anfang September nämlich im Keller verbringen. Was trist klingt, sei für die Kinder aber gar nicht so schlimm gewesen, versichert Luger. Im großen Mehrzweckraum sei schließlich jede Menge Platz gewesen zum Spielen und Schlafen. Die Handwerker hätten "immer Rücksicht genommen, wenn die Kleinen Mittagsschlaf gehalten haben und sich für diese Zeit Arbeit gesucht haben, die weniger Lärm gemacht hat", bedankte sich die Chefin des Kindergartens.

Wände leise einzureißen ging allerdings nicht. Nötig war es trotzdem, denn wo der Bürgermeister seine Einweihungsrede hielt, hatte noch vor einigen Monaten eine Mauer gestanden. Und auch sonst hat sich baulich viel verändert. Zur Eröffnung begrüßte Eder neben vielen anderen auch Gemeinderätin Silvia Friedl, die sich beim Umbau besonders engagiert hatte, und Barbara Ertl, die als Fachberaterin der Caritas Passau für die Region Altötting zuständig ist. 40 Prozent des Defizits finanziert die Caritas Passau. Mit rund 250000 Euro seien die Baukosten laut Eder im Rahmen. Etwa 52 Prozent der Kosten fördert der Freistaat Bayern.

Mit den besten Wünschen für die Mitarbeiter übergab Orts-Caritasvorstand Josef Ringlbauer den Kindergarten bei der Eröffnungsfeier in die Hände der Kinder: "Ich hoffe, dass diese Räume den Kindern über viele Jahre eine zweite Heimat werden. Die bescheidenen und beengten Verhältnisse haben nun ein Ende. Ein großzügig geplantes und ausgestattetes Haus gehört nun ganz unseren Kindern." Den Segen der Kirche brachte Pfarrer Ludwig Samereier mit in den katholischen Kindergarten. Danach hatten alle Gäste Gelegenheit, den Umbau eingehend unter die Lupe zu nehmen. − ps

 

(ANA vom 03.12.2014)

Ehrungen beim Pfarrfamilienabend

Ein Abend, mit dem vielen Ehrenamtlichen gedankt wurde – Problem Nachwuchs für Kirchenchor

 

 

Bei der Ehrung (von links vorn) Maria Weger, Thomas Trenker und Maria Mehlstäubl, dahinter Pfarrer Ludwig Samereier, Ingrid Kellner und rechts Angelika Stirner. − Foto: Stahlhofer

Perach. Ehrungen standen im Mittelpunkt des Pfarrfamilienabends, in dessen Mittelpunkt Ehrungen standen. Pfarrer Ludwig Samereier dankte allen Ehrenamtlichen, Helfern, der Ortscaritas (besonders Josef Riglbauer) und Bürgermeister Georg Eder für die Zusammenarbeit.

Er erinnerte daran, dass Urnengräber geschaffen wurden. Für diese kleineren Gräber sei zwar eine Einfassung notwendig, ein Grabstein aber müsse nicht sein. Bei den Gehwegen am Friedhof sei eine Pflasterung wegen Graböffnungen ungünstig. Deswegen sollte das Mittelteil des Weges mit Granitbruch befestigt werden. Ein Problem ist Samereier zufolge die Versitzgrube am Eingang.

Samereier führte im Anschluss die Ehrungen mit Urkunden und einem Buch oder einem Blumenstrauß durch. Annemarie Grabmeier wurde in Abwesenheit für ihre langjährige Tätigkeit als Organistin geehrt. Maria Mehlstäubl wurde für ihre langjährige Tätigkeit als Blumenschmückerin ausgezeichnet, Maria Weger wurde für langjährige und treue Tätigkeit als Lektorin gedankt sowie Oberministrant Thomas Trenker für die Pfarrbriefverteilung. Wie Samereier sagte, wurden diese vier Peracher stellvertretend für die vielen, die zur Seite stehen, geehrt.In der Aussprache meldete sich Paula Lobenhofer und wies darauf hin, dass es keinen Nachwuchs für den Kirchenchor gebe und sogar Leute aus Reischach geholt werden müssten. Pfarrer Samereier regte an, auf die Pfinsta-Sänger zuzugehen. Brigitte Prinz fand es ungerecht, dass der Pfarrbrief online kostenlos für alle sei, während die anderen, die kein Internet hätten, für den Pfarrbrief zahlen müssten. Hier meinte der Pfarrer, dass man ja auch berücksichtigen müsse, dass Kosten durch Papiergeld entstehen und der "händische" Pfarrbrief ja auch ausgetragen werden müsse. Irmgard Heuwieser wollte wissen, ob Urnengräber auch reserviert werden könnten. Das sei nicht möglich, wurde ihr gesagt. Nach den Kosten für die Urnengräber fragte Karl-Heinz Eder. Hierzu sagte Pfarrer Samereier, dass die Gebührensatzung im Schaukasten ausgehängt werde, sobald sie aus Passau komme.

Bürgermeister Georg Eder sprach der Kirche seinen Dank aus, da der Friedhof sonst Sache der Gemeinde wäre. Unter dem Punkt Anträge an die Gemeinde fragte Max Winkler nach Parkplätzen vor dem Friedhof. Hierzu sprach Eder von einer Kurzparkzone vor dem Friedhof. − red

Wertvolle Infos, Ehrungen, Musik und viel zu lachen

Pfarrfamilienabend der Pfarrei St. Martin und der Filiale Endlkirchen

 

Mit Ehrenurkunden und Blumenpräsenten bedankte sich Pfarrer Ludwig Samereier (von links) bei Elisabeth Baumer, Frieda Brummer und Regina Lamprecht für ihre langjährigen Verdienste um die Pfarrei.

Reischach. Gut zu Dreiviertel gefüllt war der Oberwallner-Saal am Samstag beim Pfarrfamilienabend der Pfarrgemeinde St. Martin und seiner Filiale Endlkirchen. Es gab Informationen vom abgelaufenen Jahr der Pfarrgemeinde, aber vor allem viel gute Laune.

"Schee wird die Stund’ in unserer Rund’" kündigte der Jugendchor unter Leitung von Carina Brandmüller an und die folgenden knapp drei Stunden hielten, was das Begrüßungslied versprach.

Vorsitzende Edith Brunner nannte im Rückblick unter anderem Firmung und Erstkommunion, die Jubiläumswallfahrt nach Gartlberg, der Ehrentag des Alters und der Tag der Hochzeitsjubilare, aber auch die Teilnahme einer kleinen Delegation an der Bischofsweihe von Dr. Stefan Oster im Passauer Dom. Als "Highlight" stellte sie das Treffen mit dem neuen Oberhirten in Marktl heraus.

Geheimnisse aus dem Leben der Pfarrei plauderten die kleinen Sänger vom Kinderchor unter der Leitung von Bettina Weiherer (rechts) mit lustigen Gstanzln aus. − Fotos: Buchberger

Kirchen-Dachstuhl steht vor der RenovierungZwischen den Programmpunkten sorgten Lieder des Gesangnachwuchses für Heiterkeit. So plauderten die Sänger des Kinderchores in Gstanzlform manches Geheimnis aus der Pfarrei aus: "Ja wisst’s es scho, was’ in Reischach Neues gibt...?" Vor allem der geplante Anbau ans Pfarrbüro sorgte für viel Applaus. Wehmut herrschte bei einigen Kindern, die von Chorleiterin Bettina Weiherer aus Altersgründen aus dem Chor verabschiedet wurden. Ein Notenschlüssel aus Silber als Anhänger versüßte den Abschied.

Endlkirchens Kirchenpfleger Martin Peterbauer sprach von einem "Jahr der Vorbereitung" für die große Kirchendachstuhlrenovierung der Endlkirchener Kirche. Das Bauholz für den 600 Jahre alten Dachstuhl sei nach Mondphasen geschlagen worden, damit es nicht verwurme, sagte er und nannte Details zur Renovierung.

Der Jugendchor brachte das "Reischach-Lied", eine Hommage an den Heimatort, der Singkreis unter Leitung von Klaus Hölzl-wimmer fand mit seinem gesanglichen Beitrag andächtige Zuhörer.

Bei der lustigen Fragerunde "Wer wird Quizkönig" mit Fragen rund um die Bücherei gaben Edith Brunner und Pfarrer Ludwig Samereier bei den Fragen von Show-Master "Günter Jauch" (Markus Pfaffeneder) Gemeindereferent Hans Salzinger und Ludwig Demmelhuber das Nachsehen. Sie nahmen ihre Gewinne aus der Hand von "Jauch-Assistentin" Josefine Baisl in Empfang.

Eine Dankesurkunde, dazu ein Blumengeschenk, erhielt aus der Hand des Pfarrers Elisabeth Baumer für ihre lange Tätigkeit als Caritas-Sammlerin. Altersbedingt müsse sie die Tätigkeit jetzt einstellen, bedauerte der Pfarrer. Entschuldigt fehlten die Sammlerinnen Maria Suttner und Anja Ingerl.

Eine Dankesurkunde und Blumen erhielt auch Frieda Brummer, gesundheitsbedingt muss sie aus dem Lektoren-Dienst ausscheiden. Und auch Franziska Waitzhofer erhielt in Abwesenheit den Dank für sage und schreibe 60 Jahre Mesnertätigkeit. Geehrt wurde zudem Regina Lamprecht für über zehn Jahre Seniorenleitung.

Mit Bildern aus dem Pfarrleben wartete Kirchenpfleger Demmelhuber auf, ehe Pfarrer Samereier einen Segen erteilte und man das Schlusslied anstimmte: "Herr, geh mit uns". − mbu

 

(ANA vom 18.11.2014)

Bilderbuchwetter zeigt Ross und Reiter von schönster Seite

Gut 500 Besucher verfolgten den Leonhardiritt in Steinhausen – 71 Pferde mit ihren Reitern auf der Wallfahrt


Der Höhepunkt für Mensch und Tier vor der Leonhardikirche: Pfarrer Ludwig Samereier besprengt die Pferdewallfahrer mit Weihwasser. − Fotos: Buchberger

Erlbach. Traumhaftes Herbstwetter, die wunderschöne Herbstidylle des nahen Steinhauser Waldes und dazu die alte St. Leonhardskirche boten am Samstagnachmittag eine herrliche Kulisse für den Leonhardiumritt. Seit seiner Wiedereinführung im Jahr 1979 war dies die 36. Auflage des Brauchtumsspektakels.

Urkundlich erwähnt ist der Steinhausener Umritt zu Ehren des Schutzpatrons von Stallvieh und Pferd allerdings schon viel früher. Bereits seit 1756 werden an gleicher Stelle Leonhardiumritte abgehalten, sie gehören damit zu den ältesten in der Region. War die Veranstaltung im letzten Jahr wegen des Regens deutlich abgespeckt über die Bühne gegangen, so lockte das ideale Wetter diesmal rund 500 Pferdeliebhaber an den Umrittparcours. Darunter befand sich auch politische Landkreisprominenz: MdB Stephan Mayer, der ein Grußwort an die Besucher richtete, die beiden Landtagsabgeordneten Ingrid Heckner und Dr. Martin Huber sowie Bezirksrat Veit Harts-perger hatten sich auf den Weg nach Steinhausen gemacht.

 

Dem Aufgebot des Angerstorfer Reitvereins mit gleich zwölf Pferden war der Mehrheitspreis sicher.

 

Auch die Anzahl der Pferde war deutlich erhöht: Insgesamt 71 festlich herausgeputzte Rösser mit ihren Reitern, damit 26 mehr als im Vorjahr, präsentierten sich dem anerkennenden Publikum vor der Nebenkirche des Reischacher Pfarrverbandes als Blickfang. Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier, selbst ein großer Pferdefreund, spendete beim Umzug Ross und Reiter, darunter auch einige Kutschengefährte, auf die Fürbitte des heiligen Leonhard den Segen Gottes. Zuvor hatte der Geistliche in der kleinen Wallfahrtskirche, die mehr und mehr auch von Jakobspilgern besucht wird, für die Gläubigen den Patroziniumsgottesdienst abgehalten.

Dieser herrliche Vierspänner zog die bewundernden Blicke auf sich.

Bei der Preisverteilung der Sonderpreise hatte die Jury die Qual der Wahl. Schließlich entschieden sich die Juroren Franz Maier, Bernhard und Manfred Rothenaicher für die Preisträger. Von Veranstaltungs-Moderator Ludwig Demmelhuber verkündet, erhielt den Schönheitspreis Familie Bischof aus Wald-Geratskirchen. Der Mehrheitspreis für zwölf Pferde und Reiter ging an den Reitverein Angerstorf und der Kutschenpreis an Karl Staudinger aus Mitterhausen. Den Jugend-Schönheitspreis holte sich Katharina Rudy aus Murbach ab, den Jugendpreis die jüngste Reiterin, die erst drei Jahre alte Marlene Jetzlsberger aus Hirten.

Das Glück der Erde liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde: auch hier für die dreijährige Marlene Jetzelsberger aus Hirten.

Die Preise, Fahnen und Erinnerungstafeln waren traditionell von den beiden Kirchenpflegern Martin Peterbauer und Ludwig Demmelhuber, aber auch von den Erlbacher und Reischacher Rathaus-Chefs Franz Watzinger und Herbert Vilsmaier gestiftet worden, dazu beteiligte sich auch ein Neuöttinger Reitsport-Fachgeschäft. Die obligatorische Gedenk-Rosette, diesmal in Blau und Gelb gehalten, spendete einmal mehr Familie Dr. Basting, direkte Nachbarn der alten Leonhardikirche.

Musikalisch lag die Veranstaltung wieder in den bewährten Händen der Blaskapelle Reischach, die die Geistlichkeit und Kirchenbesucher nach dem Gottesdienst zum Schauplatz des Umritts führte. Bis auf den letzten Platz gefüllt war nach dem Umritt das Festzelt der Landjugend. Hier ließen sich die Besucher bei einem Ratsch die "Kiachen" und Brotzeiten schmecken. − mbu

 

(ANA vom 10.11.2014)

Neue Ministranten für Perach

Markus Wolferseder nach fünf Jahren verabschiedet


Insgesamt 17 Ministranten sind derzeit für die Pfarrei Perach im Dienst am Altar. − Foto: Stahlhofer

Perach. Die alljährliche Ministrantenaufnahme haben die Peracher Messdiener am Kirchweihsonntag gefeiert. In diesem besonderen Gottesdienst, den Geistlicher Rat Ludwig Samereier zelebrierte, wurden alle Dienste der Ministranten präsentiert: Vom Läuten der Glocken bis zum Schwingen des Weihrauchfasses.

Nach der Predigt wurden die neuen Ministranten nach ihrer Bereitschaft für den Dienst als Messdiener gefragt und bekamen eine Ministrantenplakette, einen Ausweis und ein Handbuch für angehende Ministranten. Heuer wurden in die Gruppe der Peracher Ministranten aufgenommen: Magdalena Binder, Stefanie Gesierich und Maxi Kreuzpointner.

Turnusmäßig gehört in den Gottesdienst an diesem Tag aber auch meist eine Verabschiedung. So wurde Markus Wolferseder nach fünf Jahren verabschiedet und erhielt eine Dankesurkunde für den treuen Dienst als Ministrant in der Pfarrei St. Maria Himmelfahrt zu Perach. "Wir würden uns sehr freuen, wenn sich noch mehr Kinder und Jugendliche an unserer Gruppe anschließen würden", heißt es seitens der Verantwortlichen in der Pfarrei. − red

 

(ANA vom 30.10.2014)

Toller Erfolg für die Pfarrverbands-Chöre

500 Besucher beim Benefizkonzert für die "Helfer vor Ort" erlebten beeindruckende musikalische Darbietungen

von Konrad Hochhäusl


Zum Abschlusslied "Halleluja" hatten sich alle beteiligten Chöre auf der Bühne vereint. Organisator Klaus Hölzlwimmer (vorne in der Mitte) begleitet sie mit der Gitarre. − Fotos: Hochhäusl

Arbing/Reischach. Ein Gewinn für mindestens zwei Seiten war das Konzert "Chöre vor Ort singen für Helfer vor Ort": Die Zuhörer kamen in den Genuss eines tollen musikalischen Erlebnisses, die Hilfsorganisation darf sich über die Einnahmen aus dem Benefizkonzert freuen.

Der Leiter der Chorgemeinschaft Reischach, Klaus Hölzl-wimmer, hatte seine Idee "Helfen Sie uns, damit wir helfen können" in die Tat umgesetzt und Chöre aus dem Pfarrverband zu einem Konzert in den "Arbinger Heuboden" eingeladen. Mitwirkende waren: Der "Singkreis Reischach", der Reischacher Kinder- und Jugendchor, aus Perach die Gruppe "Helias" und aus Erlbach der Kinderchor, sowie die Singgruppen "Mandala" und "Querbeat".

Interesse übertraf die kühnsten ErwartungenDas Interesse an diesem Benefizkonzert hatte die kühnsten Erwartungen übertroffen. Rund 500 Besucher kamen in den "Heuboden" des Gasthauses Hölzlwimmer nach Arbing und waren von den Darbietungen der Sängerinnen und Sänger begeistert. Der musikalische Reigen spannte sich von volkstümlichen Liedern über Folk-Songs, Gospels bis hin zu afrikanischen Rhythmen.

"Weltkugel"-Ballons schwenkten die Erlbacher Kinder zum Lied "We are the World".

Die "Helias-Instrumentalgruppe" aus Perach begann den musikalischen Reigen mit dem "Bedl- Boarischen". Nach dem Lied "Griaß Euch Gott, Griaß Gott miteinand", vorgetragen von allen Mitwirkenden, begrüßte Organisator Klaus Hölzlwimmer die Gäste. Er zeigte sich überwältigt von dem großen Interesse an diesem erstmals stattfindenden Konzert der Chöre des Pfarrverbandes Reischach.

Den ersten Teil des Konzertes bestritten die Gruppe "Helias" aus Perach, sowie der Singkreis und der Kinderchor aus Reischach. Dieser, unter der Leitung von Bettina Weiherer, begann mit dem bekannten bayerischen Lied "Drunt in der greana Au, steht ein Birnbaum so blau".

Dabei war die Abfolge der Begriffe, die schnell aufgezählt werden mussten, beachtlich. Weitere Lieder des Kinderchores waren "Lieder, die wie Brücken sind", "Aufstehn, aufeinander zugehn", sowie "Sing and pray", wobei sich einige mutige Sänger auch an Solopassagen heranwagten.

Der von Klaus Hölzlwimmer geleitete "Singkreis Reischach" brachte dann mit "Uyingewele Babe" und "Slyahamba" afrikanisch klingende Lieder zum Besten, ebenso das vielstimmig gesungene Lied "Du bist da".

Ein fein abgestimmtes, beruhigendes Instrumentalstück hat die Gruppe "Helias" mit Geige, Harmonika, Flöte, Gitarre und Percussion dargeboten. Die Lieder "The Power Plant" und "Dein Anblick" trugen die Mitglieder des "Helias"-Chores" in perfekter Weise vor.

Bei dem in Mundart dargebotenen Lied "Leb dein Lebn" zeigte Chorleiterin Marion Werkstetter auch ihre Qualitäten als Solosängerin. Mit zwei "Ohrwürmern", den Schlagern "’s Leben ist wie ein Traum" und "Lollipop" verabschiedeten sich der Singkreis und "Helias" in die Pause.

"Gickerl, Gockerl, droben auf dem Mist"Den zweiten Teil des Konzertes bestritten dann die Erlbacher Chöre, sowie der Jugendchor aus Reischach. Begleitet von Geige, Flöte und Querflöte, eröffnete der Erlbacher Kinderchor mit dem lustigen Lied "Kikeriki, Gickerl, Gockerl, droben auf dem Mist" den Reigen. Anspruchsvoll war das Lied des Kinderchores unter der Leitung von Tina Schönwetter "Unsere Hände sollen eine Brücke sein".

Die relativ junge Gruppe "Querbeat" aus Erlbach hatte die schwierigen Titel "California Dreaming", sowie "Sounds of Silence" in ihrem Programm. Das Einstudieren dieser Lieder liegt in den Händen von Anja Rinner und Romy Schönwetter. Weitere Lieder dieser Gruppe waren "We are the World" und "We are one", wobei sie vom Kinderchor bei den Refrains kräftig unterstützt wurden.

Die bekannten Songklassiker "Streets of London" und "Hit the road Jack" standen auf dem Programm vom Jugendchor Reischach unter der Leitung von Veronika Vorbuchner.

Eine Doppelfunktion hatte Tina Schönwetter inne: sie leitet nicht nur den Kinderchor, sondern zeigt sich auch für die Gruppe "Mandala" verantwortlich. Deren Darbietungen "Sacrifice" und "Hymn" waren eine perfekte Demonstration an Rhythmus und Klangfülle.

Organisator Klaus Hölzlwimmer zeigte sich am Ende dieses Liederabends beeindruckt von den Darbietungen. Er dankte allen Mitwirkenden und vor allem den so zahlreich erschienenen Gästen für ihren Besuch. Da für dieses Konzert kein Eintritt verlangt wurde, bat er um Spenden, die der "Helfer vor Ort"-Gruppe des BRK Reischach zu Gute kommen werden. Über die Höhe und Übergabe der Spende wird der Anzeiger in den nächsten Tagen separat berichten.

Im Namen aller Chöre dankte Marion Werkstetter dem Organisator für seine perfekte Arbeit mit einem Präsent.

Zum abschließenden Lied "Halleluja" hatten sich alle Chöre auf der großen Bühne vereint, um gemeinsam mit dem Publikum diesen bekannten Song zu singen. Die meisten Gäste hatten nicht geahnt, dass es im heimatlichen Bereich so viele musikalische Talente gibt und nahmen viele positive Eindrücke mit nach Hause.

 

(ANA vom 30.10.2014)

Informativer und geselliger Pfarrfamilienabend

Erlbacher Gremien berichten über ihre Tätigkeiten – Information von Pfarrer Ludwig Samereier über die Caritas

 

Mit Urkunden und Blumen bedankten sich Pfarrer Ludwig Samereier (hinten links), Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Marianne Hölzlwimmer (hinten von rechts) bei Anna Englsperger, Rosa Reiter und Christa Gartmeier (hinten 2. bis 4. von links), sowie Johann Stamberger (vorn von rechts nach links), Brigitte Gartmeier und Irmgard Rothenaicher für ihre treuen Dienste im Sinne der Pfarrei Erlbach. − Foto: Salzinger

Erlbach. Informationen aus erster Hand vom Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung haben die rund 60 Besucher des Erlbacher Pfarrfamilienabend im Gasthaus Prostmeier erhalten. Ortsgeistlicher Geistlicher Rat Pfarrer Ludwig Samereier berichtete von seiner Begegnung mit Bischof Dr. Stefan Oster und klärte die Besucher über die Geschichte und Aufgaben der Caritas auf. Lustige Einlagen und eine Bilderschau rundeten den Abend ab.

Pfarrfest: Regen – und trotzdem guter BesuchDie Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzlwimmer, freute sich über den guten Besuch und berichtete von der Arbeit des Gremiums, das in diesem Jahr neu gewählt worden war. In mehreren Besprechungen hatte der Pfarrgemeinderat nach ihren Worten die Gestaltung der großen Kirchenfeste, Bittgänge und Feiern geplant. Sie bedauerte, dass das Pfarrfest nicht unbedingt vom Wetter begünstigt war. Trotz Regens sei aber der Besuch gut gewesen und man habe alle Speisen und Kuchen verkaufen können.

Mehr als 20 Kinder hatte der Pfarrgemeinderat im Rahmen des Ferienprogrammes beschäftigt, sagte Marianne Hölzlwimmer weiter. Auf dem Anwesen der Familie Viellehner in Sulzberg hätten die Kinder töpfern, Brot backen und Würstchen grillen können, sowie die Zeit mit Spielen verbringen. Beim Ehejubiläum konnten zehn Jubelpaare bewirtet und unterhalten werden.

Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl berichtete, dass der von der Kirchenstiftung betriebene Kindergarten derzeit von 42 Kindern besucht wird, davon zwölf in der neuen Kinderkrippe. Der Kindergarten biete derzeit acht Arbeitsplätze. Die für dieses Jahr geplante Orgelsanierung sei aus zuschusstechnischen Gründen verschoben worden. Für das kommende Jahr ist die Sanierung des Dachstuhles der Pfarrkirche, sowie ein Neuanstrich des Kirchturmes vorgesehen, sagte Hochhäusl weiter. Der Kirchenpfleger erbat für diese Maßnahme schon jetzt Mithilfe bei den Arbeiten, sowie finanzielle Unterstützung.

Beim dringend notwendigen Anbau des Pfarrbüros in Reischach, sowie bei der energetischen Sanierung des Pfarrhofes müssten sich laut Pfarrverbandsstatut alle Mitgliedspfarreien finanziell beteiligen, so Hochhäusl weiter. Die Pfarrei Erlbach müsse dafür voraussichtlich rund 18000 Euro aufbringen. Wegen der in der eigenen Pfarrei vorgesehenen Maßnahmen sei dies eine "bittere Pille".

Viel Applaus erhielt der "Pfarrchor" für ein Lied, das dieser zur Melodie "Ein Jäger aus Churpfalz" vorgetragen hatte. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung sangen, von Gemeindereferent Hans Salzinger auf der Gitarre begleitet, dieses Lied, das von der Vorliebe des Pfarrers für alte Gerätschaften, seiner Jagdleidenschaft, sowie seiner Liebe zum Feiern handelte.

Pfarrer Ludwig Samereier berichtete von einer Begegnung mit Bischof Dr. Stefan Oster: Der geistliche Würdenträger zähle auf die Arbeit der Laien im Bistum und schätze diese sehr hoch ein. Der neue Chef des Bistums Passau wolle in zahlreichen Gesprächen möglichst viele Eindrücke sammeln und daraus seine Arbeit abstimmen.

Ausführlich berichtete Pfarrer Samereier über die Geschichte und die Arbeit der Caritas. Diese sei neben der Liturgie und der Verkündigung des Glaubens die dritte Säule der Kirche. Im Bistum Passau sei die Caritas im Jahr 1920 gegründet worden, um "Aufgaben der Kirche gegen die Not der damaligen Zeit wahrzunehmen". Gerade in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg habe die Caritas durch ambulante Krankenpflege, Verköstigung von Hungernden und Fürsorge für Kinder den Bedürftigen geholfen. In der Diözese Passau beschäftige die Caritas rund 5500 Mitarbeiter, die in Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen, in Beratungszentren für Frauen in Not, Suchtkranke und Obdachlose, sowie in Behindertenwerkstätten beschäftigt sind. Weltweit sei die Caritas in über 200 Ländern aktiv, wo sie für Solidarität und soziale Gerechtigkeit einsteht.

Lustige "Szenen aus dem künftigen Pfarrbüro", stellten dann Brigitte Spateneder und Bernadette Pfeffer in einem Sketch vor. Da versucht die Pfarrsekretärin, eine "Beicht-Hotline" zur Entlastung des Pfarrers einzurichten. Mit Ansagen wie "Bei Alkoholmissbrauch drücken Sie die 1" sollte die Beichte automatisiert werden. Diese Darbietung quittierten die Besucher mit viel Applaus.

Geschenke für die "Kümmerer der Pfarrei"Den Pfarrfamilienabend nahmen Pfarrer Ludwig Samereier, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Hölzlwimmer und Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl zum Anlass, um Personen zu ehren, die sich seit vielen Jahren um die Pfarrei bemühen. Nach 15-jährigem Winterdienst bei der Kirche wurde Johann Stamberger mit einem Präsent verabschiedet. Anna Englsperger, Christa Gartmeier, Rosa Reiter und Berta Riedelsheimer sorgen seit vielen Jahren für Sauberkeit im Friedhof. Dafür erhielten sie ebenfalls ein Präsent. Mit einer Urkunde und Blumen dankten die Verantwortlichen Brigitte Gartmeier, die "im Stillen" viele Dienste verrichtet. "Kümmerer der Pfarrei", nannte Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl die Mesnerleute Michael und Irmgard Rothenaicher. Diese verrichteten in uneigennütziger Weise viele Arbeiten und Dienste, die ein Außenstehender nicht einmal erahnen kann. Mit einer Urkunde und Blumen sagten die Pfarreiverantwortlichen dafür ein herzliches "Vergelt`s Gott".

Mit einer Bilderschau über das Geschehen in der Pfarrei während des vergangen Jahres, sowie mit einem gemeinsamen Lied, fand der Pfarrfamilienabend einen harmonischen Ausklang. − hok

 

(ANA vom 29.10.2014)

Neuer Elternbeirat im Kindergarten St. Martin Reischach

 

Reischach. Die Eltern der Kinder vom Kindergarten St. Martin Reischach haben sich vor wenigen Tagen zur Aufstellung des neuen Elternbeirats im Kindergarten getroffen. In der ersten Sitzung wurden dabei die folgende Ämter gewählt: 1. Vorsitzender Thomas Unterberger, 2. Vorsitzende Ina Maier, 1. Kassier Stephan Stemplinger, 2. Kassiererin Regina Demmelhuber, 1. Schriftführer Reinhard Unterhuber und 2. Schriftführerin Martina Lichtenwimmer. Für die Öffentlichkeitsarbeit zeichnet Alexander Kriegl verantwortlich, sein Stellvertreter ist Markus Rohne. Zu Beisitzern innerhalb der Vorstandschaft wurden gewählt: Kathrin Strober-Oberhauser, Stefan Nock, Manuela Höfl und Gabi Rauscheder.

Die Kindergartenleiterin Irmgard Mitterpleininger dankte sowohl dem scheidenden Beirat für seine Arbeit, als auch den neuen Mitgliedern für die Bereitschaft zur Mithilfe.

Die erste "Amtshandlung" des neuen Elternbeirat war das Pressen von Apfelsaft für die Kinder im Kindergarten. Durch die reichliche Spendenbereitschaft der Reischacher Bürger konnten dabei mehr als 600 Liter Saft gepresst werden – eine Menge, "der für die Kinder das ganze Jahr über reichen dürfte", wie man sich beim Elternbeirat zuversichtlich zeigt. − red

 

(ANA vom 28.10.2014)

"Ihr alle seid Berufene, Gesalbte, Christen"

Ministranten von Reischach gestalteten den Vorabendgottesdienst am Kirchweihsonntag


Abschied und willkommen bei den Ministranten: Ortsgeistlicher Bischöflich-Geistlicher Rat Ludwig Samereier (rechts vorne) hieß drei junge Menschen (links neben ihm) als neue Messdiener willkommen. Andere wurden verabschiedet oder für eine lange Zeit im Dienst am Tisch des Herrn geehrt. − Foto: Pfaffeneder

Reischach. Die Ministrantinnen und Ministranten von Reischach haben am Kirchweihsonntag den Vorabendgottesdienst gestaltet. Dabei wurden drei junge Menschen neu in die Schar der Messdiener aufgenommen und verdiente "Minis" geehrt.

Etwas überraschend für die Kirchenbesucher zog Pfarrer Samereier zu Beginn des Gottesdienstes alleine, ohne Messdiener, zum Altar. Damit wurde klar, dass es beim Kirchweihfest darum geht, dass alle in der Kirche ihre Berufung und ihre Aufgabe von Christus her haben und dass es für die Pfarrgemeinde durchaus spürbar wird, wenn jemand fehlt.

"Ihr alle seid Berufene, Gesalbte, Christen" verkündete dann Gemeindereferent Johann Salzinger bei der Katechese. Die Oberministranten erläuterten anschließend die Bedeutung der liturgischen Dienste und Aufgaben der Ministranten. Dazu wurden jeweils die entsprechenden liturgischen Geräte gezeigt,etwa der Hostienbehälter oder das Weihrauchfass, die Altarschellen oder die Gefäße für die heiligen Öle.

Freude herrschte über die drei neuen Ministranten, die feierlich in die Ministrantengruppe aufgenommen werden konnten: Eva Schmidt, Leonie Weiherer und Lukas Rauscheder. Mehrere Ministranten wurden für ihre langjährigen Dienste geehrt. Zwei davon, Michaela Brunner und Michael Obereisenbuchner, versehen ihren Dienst nun schon seit zehn Jahren.

Alle Ministranten, die ihren Dienst beendeten, bekamen von Pfarrer Ludwig Samereier eine Dankurkunde und einen Schlüsselanhänger. Insgesamt gibt es jetzt nach den Worten des Geistlichen die beachtliche Zahl von 36 Ministrantinnen und Ministranten in Reischach. − red

 

(ANA vom 28.10.2014)

Neun Paare und 330 Jahre Ehe

 

Mit den Jubelpaaren feierten auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Helmut Grübl (oben rechts)sowie Pfarrer Samereier und Marianne Spielmannleitner, Ingried Kellner und Gretl Antholzner (unten rechts). − Foto: Wolferseder

Perach. Neun langjährige Ehepaare, die gemeinsam auf 330 Jahre Ehe zurückblicken, wurden kürzlich von der Pfarrei zu einem Festtag mit Gottesdienst eingeladen. Den feierlichen Gottesdienst gestaltete Pfarrer Geistlicher Rat Ludwig Samereier. Sein Leitmotiv in der Predigt war das Herz.

Er sagte, ohne gegenseitige "herz"-liche Zuwendung könne es nicht gelingen, so lange gemeinsam durchs Leben zu gehen und dabei auch Schwierigkeiten und Prüfungen zu bestehen. Er wies darauf hin, dass es den Paaren, die die Einladung wahrgenommen hätten, schon sehr lange gelinge, einen gemeinsamen Lebensweg zu gestalten, hätten sie doch alle schon mindestens die Silberhochzeit hinter sich. Das sei etwas ganz Besonderes. Am Ende des Gottesdienstes bekamen die Paare ein Herz überreicht, das auch gesegnet wurde.

Anschließend lud der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung zu einem kleinen Imbiss ins Pfarr- und Gemeindezentrum ein. Es wurden Weißwürste serviert und am frühen Nachmittag dann noch Kaffee und Kuchen. Kirchenpflegerin Ingried Kellner begrüßte die Ehepaare und es wurden noch Einlagen von Marianne Spielmannleitner vorgetragen.

Das Vorbereitungsteam, das aus Susi Stubenvoll, Gretl Antholzner, Marianne Spielmannleitner und Angelika Stirner bestand, hatte diesen Tag wunderbar vorbereitet. Ferner zeichnete sich Hedi Wanninger und Paula Lobenhofer dafür verantwortlich, dass sich die Jubilare wohl fühlten. − red

Die Jubelpaare: 25 Jahre: Erni und Klaus Nuener sowie Irmengard und Andreas Heuwieser.

30 Jahre: Eva-Maria und Wolfgang Baisl.

35 Jahre: Edeltraud und Ludwig Sprüderer, Monika und Alfred Schreiner sowie Anna Maria und Bernhard Wildenhof.

40 Jahre: Anna und Hermann Becker.

50 Jahre: Rosa und Franz Winkler.

55 Jahre: Edeltraud und Matthias Oberwesterberger.

 

(ANA vom 25.10.2014)

Ministrantenverabschiedung und Neuaufnahme


Neu aufgenommen in Reischach wurden: Lukas Rauscheder, Eva Schmid, Leonie Weiherer Ehrung für 5 Jahre in Reischach: Daniel Hinterwinkler, Manuel Kirschner, Lisa Moser, Dominik Wimmer Ehrung für 10 Jahre in Reischach: Michaela Brunner und Michael Obereisenbuchner Verabschiedung in Reischach: Jessica Hielscher, Anna-Lena Niederhuber, Ester Summer, Matthias König, Jakob Nock, Fabian Demmelhuber, Katharina Burgstaller, Maria Burgstaller

Michael Wimmer führt die Landjugend

50 Besucher bei Jahreshauptversammlung – Johannes Kaiser neuer Kassier

 

Die neuen Vorstände mit Konrad Hinterwinkler vom Pfarrgemeinderat (rechts oben). − F.: red

Reischach. Rund 50 Mitglieder kamen am Donnerstag zur Jahreshauptversammlung der Landjugend Reischach ins Pfarrheim. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Neuwahl, aus der Michael Wimmer als 1. Vorstand hervor ging.

Die weiteren Ergebnisse: 2. Vorsitzende Sarah Pilzweger, 3. Vorsitzende Johanna Baisl und Schriftführerin Theresa Huber. Sie alle sind für zwei Jahre gewählt worden. Als Kassier wird Rainer Koller nun von Johannes Kaiser abgelöst. Weiter wurden drei Beisitzer gewählt: Daniel Hinterwinkler, Tanja Hofbauer und Josefine Bais. Sie werden künftig bei bei Sitzungen der Vorstandschaft dabei sein und sollen damit, wenn sie in zwei Jahren bei Neuwahlen zum Vorstand gewählt werden können, schon mt der Sache vertraut sein, etwa wenn es um die Organisation verschiedener Veranstaltungen und Tätigkeiten für die Pfarrgemeinde geht.

Eingangs der Versammlung hatte der 2. Vorstand der KAB, Sepp Schmidt, über die Aufgaben der KAB referiert, mit dem Ziel, neue Mitglieder anzuwerben.

Anschließend wurde der Kassenbericht von Rainer Koller vorgetragen. Als Nächstes meldete sich Konrad Hinterwinkler vom Pfarrgemeinderat Reischach zu Wort, welcher für die Jugendarbeit in Reischach zuständig ist. Er sprach ein großes Dankeschön an alle Mitglieder aus, welche bei kirchlichen Angelegenheiten, wie dem Osterkerzenverkauf, dem Fastensuppenessen, den Gebetsstunden, sowie Wallfahrten immer fleißig mithelfen. Johanna Baisl (3. Vorstand der KLJB) trug im Anschluss die verschiedenen Aktivitäten der Landjugend vor, die im vergangenen Jahr unternommen worden waren. Nachdem die Mitglieder ihre Wünsche für die Zukunft geäußert hatten, gingen sie im Anschluss alle noch auf ein gemütliches Beisammensein in das Gasthaus Berger. − red

 

(ANA vom 21.10.2014)

"Die Liebe ist ein großes Geschenk"

Pfarrei Erlbach feiert zehn Hochzeitsjubilare – Gemeinsam 370 Ehejahre

 

Zu ihren runden oder halbrunden Ehejubiläen gratulierte diesen zehn Ehepaaren in der Erlbacher Pfarrkirche nicht nur Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Hölzlwimmer (links), sondern auch Pfarrer Ludwig Samereier (dahinter). − Foto: Hochhäusl

Erlbach. Zu einer Feier hat die Pfarrei Erlbach ihre Ehejubilare eingeladen, die sich vor 25, 30, 40, 45, 50 und 55 Jahre vor dem Traualtar das Jawort gegeben hatten. Gemeinsam blicken sie auf 370 Ehejahre zurück.

Marianne Hölzlwimmer, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, freute sich, dass alle zehn Jubelpaare der Einladung gefolgt sind und hieß sie in der Pfarrkirche willkommen. Den Festgottesdienst hatte der Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit der "Waldlerischen Hochzeitsmesse" feierlich umrahmt.

Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Ludwig Samereier gratulierte den Jubelpaaren und nannte die langjährige Verbundenheit ein großes Glaubenszeugnis. Wie beim Wein müsse eine Beziehung auch erst einen Reifeprozess durchmachen, der mit dem Kennenlernen beginnt und sich über Sympathie zur Liebe entwickelt. Es tauchten oftmals Probleme auf, die aber mit Gottes Hilfe bewältigt werden könnten. Die Liebe sei ein großes Geschenk, sie biete Halt und Vertrauen. In schweren Stunden sei eine Last gemeinsam leichter zu tragen als allein.

Schöne Stunden, Glücksgefühle und Freude sollten bewusst genossen werden, so der Ratschlag des Geistlichen. Es sei traurig, dass viele Männer oder Frauen dies nicht mehr so erleben könnten, wenn sie ihren Partner durch Krankheit oder Unfall verloren haben oder wenn sie sich auseinander gelebt haben. Am Ende des Gottesdienstes spendete Pfarrer Ludwig Samereier allen Jubelpaaren noch den Einzelsegen.

Mann in Norwegen "angelte" seine FrauAnschließend lud der Pfarrgemeinderat alle Jubilare zu einer Feier in den Pfarrsaal. Hannelore Sallersbeck, Mitglied des Pfarrgemeinderates, begrüßte die Gäste und forderte sie auf, dankbar auf alles Erlebte zurück zu schauen. Aber auch der Blick nach vorne sei wichtig, um eine gemeinsame Richtung zu finden. Liebe sei nur möglich, wenn gegenseitig Respekt und Toleranz in die Beziehung eingebracht werden.

Nach der Bewirtung der Gäste durch den Pfarrgemeinderat wurden Erinnerungen ausgetauscht. Die Schilderung manch lustiger Begebenheiten trug zur Unterhaltung bei. So erzählte Pfarrer Ludwig Samereier von einem Mann, der sich beim Urlaub in Norwegen seine Frau buchstäblich "geangelt" hatte. Die mitgebrachten Fotoalben stießen auf großes Interesse. Mit lustigen, aber auch besinnlichen Liedern über die Liebe und die Ehe hatten Werner Pfeffer und Franz Prostmeier als "Erlbacher Zweigesang" den Abend musikalisch aufgelockert. Alle Jubilare hoffen, in fünf oder zehn Jahren bei der nächsten Feier wieder mit dabei zu sein. − hok

Die Ehejubilare: 25 Jahre: Gisela und Otto Gallner, Mathilde und Alfred Leitl sowie Roswitha und Josef König.

30 Jahre: Anna und Hans Strasser sowie Anna und Alois Hamberger.

40 Jahre: Gertraud und Willi Stolz.

45 Jahre: Annemarie und Josef Ostermeier sowie Martina und Ludwig Menhart.

50 Jahre: Katharina und Heinrich Strasser.

55 Jahre: Anneliese und Johann Huber.

(ANA vom 17.10.2014)

Gemeinsam 150 Jahre Ehe gemeistert

Drei Paare kamen zum Hochzeitsjubiläum in die Pfarrkirche St. Georg


Die Jubelpaare mit den Ehrengästen nach der Andacht in der Pfarrkirche. Hinten von links: Anna und Franz Konrad, dazwischen Elisabeth Sigrüner, Gisela und Josef Schreiner, sowie Pfarrer Ludwig Samereier. Vorne sitzend Rita und Konrad Stockner. − Foto: Hahn

Arbing. Drei Paare hatten sich zum Hochzeitsjubiläum in der Pfarrkirche St. Georg eingefunden. In einem erhebenden Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Ludwig Samereier die Andacht. Eindrucksvoll umrahmte die Chorgemeinschaft Arbing unter der Regie von Gisela Huber und Monika Gößwald an der Zither den Gottesdienst mit der "Katschtaler Messe".

Pfarrer Ludwig Samereier würdigte in der Predigt die Ehepaare für die langen Jahre, die sie gemeinsam in Treue und Verbundenheit verheiratet sind. Als " zwei strahlende Sieger" überschrieb er seine Betrachtung zu diesem besonderen Tag. Neben frohen und heiteren Stunden sei es völlig normal, dass Donner und Stürme keine Schande seien. Samereier segnete einzeln die Paare.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner überreichte außerdem ein kleines Blumenpräsent. Für die kleine Pfarrei Arbing, so Sigrüner, sei dieser Ehrentag der Hochzeitsjubilare ein sehr erhebender Moment im Kirchenjahr. 150 gemeinsame Ehejahre verlangen doch ein schweres Stück Arbeit.

Nach einem deftigen kalten Büfett und Getränken stand die Geselligkeit im Mittelpunkt. Für viel Heiterkeit und nette Momente sorgten auch die unvergesslichen Geschichten der Ehejubilare, wie sie sich kennengelernt haben. Deutlich wurde auch dabei, dass alle Paare der Pfarrei Arbing treu geblieben sind. − gh

Die Ehejubilare30 Jahre: Gisela und Josef Schreiner, Weingarten, Regina und Josef Baumgartner, Hoheneck; 40 Jahre: Anna und Franz Konrad, Ecking; 50 Jahre: Rita und Konrad Stockner, Waldberg.

(ANA vom 8.10.2014)

Eine lange Ehe als Zeugnis des Glaubens

28 Ehepaare feierten mit einem Festgottesdienst den Tag ihres Ehejubiläums

 

Der Altarraum konnte die vielen Jubelpaare nicht fassen, so musste für ein Erinnerungsfoto mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) und den beiden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Edith Brunner und Hilde Baumer (hinten links) in die Kirchenbänke ausgewichen werden. Das Foto entstand von der Empore aus. − Foto: Buchberger

Reischach. "Ihr seid ein leuchtendes Beispiel für die junge Generation": Diese Worte richtete Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier am Sonntagvormittag in der Pfarrkirche St. Martin an die Ehejubilare der Pfarrei. Zum "Tag des Ehejubiläums" waren 28 Paare, mit 25 bis 60 Ehejahren, in das Gotteshaus gekommen, um ihre Ehe weiterhin unter den Schutz Gottes zu stellen.

Die Ehe sei etwas vom Größten und Schönsten, sagte der Geistliche, er wolle seinen Dank für das Zeugnis aussprechen, das die Jubelpaare mit ihrer langen Ehezeit gegeben hätten. Herz und Keimzelle der Kirche sei immer noch die Familie, hier werde der Glaube gelebt. Samereier verglich in seiner Ansprache die Ehe mit der Arbeit in einem Weinberg. So wie ein guter Wein vom Winzer nicht "gemacht" werden könne, so sei auch das gemeinsame Leben in der Ehe ein Geschenk. Es sei nicht selbstverständlich, dass man so lange zusammenleben dürfe, viele Menschen würden ihren Partner oft schon früh verlieren, etwa durch Unfall oder Krankheit. Viele Ehepaare würden sich aber auch auseinander leben, sagte Samereier.

Wenn man den Wein genieße, denke man nicht daran, welch langer und schwerer Reifeprozess hinter diesem läge. So sei auch die Ehe ein mühevoller Reifeprozess der Kraft koste, viele Krisen zu bewältigen. So wie der Weinliebhaber rechtzeitig schaue, dass der Vorrat nicht ausgehe, so sei es auch mit der Liebe. Wenn diese nicht rechtzeitig Nahrung bekomme, könne auch sie ausgehen, so der Geistliche, der allen Paaren den Einzelsegen spendete. Begrüßt wurden die Eheleute von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Edith Brunner. Mit ihrer Stellvertreterin Hilde Baumer überreichte sie den Jubelbräuten nach dem Segen rote Rosen, ein Geschenk der Pfarrei zur Erinnerung an den Festtag. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Reischacher Männerchor unter der Leitung von Alois Beer. Zum Weißwurstfrühstück im Pfarrheim hatten viele Paare ihre Hochzeitsfotos mitgebracht. Auf eine Leinwand projiziert gab es viel zu den einzelnen Hochzeiten zu erzählen, so kam manch amüsante Anekdote an den Tag. Eine Besonderheit gab es bei der musikalischen Begleitung der weltlichen Feier. Hans Zöbl, der mit seiner Ehefrau Hilde selbst Goldene Hochzeit feierte, spielte mit Enkel Simon auf der Ziach für die Paare auf. − mbu

Ehejubiläum feierten für 60 Jahre: Franziska und Josef Waitzhofer, Elisabeth und Markus Baumer; 55 Jahre: Aloisia und Josef Vilsmaier, Hildegard und Josef Hofbauer, Anna und Robert Moosburger, Anna und Josef Unterhuber, Traudl und Franz Donislreiter; 50 Jahre: Berta und Josef Niederhuber, Irmine und Johann Unterhuber, Franziska und Rupert Spirkner, Franziska und Rudolf Wimmer, Hilde und Hans Zöbl, Rosa und Johann Peterbauer, Theresia und Josef Berger; 40 Jahre: Elisabeth und Anton Holzmann, Emma und Joseph Lackerbauer, Mathilde und Alois Demmelhuber, Anneliese und Otto Waitzhofer, Hildegard und Heinrich Leitner, Marianne und Matthias Spielmannleitner, Maria und Johann Hochhäusl, Maria und Franz Werkstetter, Ottilie und Josef Hansbauer, Angela und Adolf Strobl, Therese und Rudolf Prostmaier, Maria und Josef Lichtenwimmer; 25 Jahre: Ingrid und Hermann Kellhuber, Gabriele und Johann Baumer.

(ANA vom 7.10.2014)

Pfarrei ehrt ihren Pfarrer

Endlkirchen. Die Angehörigen der Pfarrfiliale Endlkirchen nutzten das Erntedankfest dazu, um ihrem Pfarrer, Bischöflich Geistlichem Rat Ludwig Samereier für dessen zehnjähriges Wirken im Pfarrverband Reischach zu danken. Vor dem reichlich geschmückten Erntedankaltar überreichten Kirchenpfleger Martin Peterbauer (re.) und Kirchenverwaltungsmitglied Heinrich Freibuchner (li.) einen Geschenkkorb und einen Brotzeitteller als Zeichen des Dankes für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Pfarrer Ludwig Samereier entgegnete, dass er gerne in Endlkirchen sei und lobte die Arbeit der Kirchenverwaltung. "Machen wir weiter wie bisher", sagte Samereier. − hok/F.: Hochhäusl

(ANA vom 30.09.2014)

Porentief rein jenseits der modernen Technik

 

10 Kinder aus Reischach machten sich am ersten Ferientag auf den Weg ins Freilichtmuseum Massing. Die Führung durch das Bauernhofmuseum unter der fachkundigen Anleitung der Museumspädagogin Frau Roswitha Klingshirn wurde vom Pfarrgemeinderat organisiert. Das Gepäck wurde kurzerhand in einem Bollerwagen verstaut und so war die Stimmung bereits auf dem Weg zur ersten Station, dem „Kochhof“, trotz dem etwas regnerischen Wetter sehr ausgelassen. Mit großem Interesse verfolgten die 10 Mädchen und Jungen die Erklärungen, wie das Leben früher auf einem Hof ablief und statteten anschließend den Schweinen, Gänsen und Schafen einen Besuch ab. Danach ging es an die Arbeit. Die Kinder sammelten im Bauernhaus alte Kleidungsstücke ein und lernten so auch manches aus dem Leben ihrer früheren Besitzer kennen. Es wurde die alte Wäsche mit unserer modernen Kleidung verglichen und das unterschiedliche Material begutachtet. Die Kinder fühlten Stoffe aus Wolle von Schafen und Leinen aus Flachs. Nun bekam jedes Kind ein Handtuch und weiter ging es zum Waschhaus in den Nachbarhof. Hier hatten alle die Möglichkeit die Wäsche mit dem Waschbrett, der Kernseife und der Bürste oder mit dem Wäschestampfer zu bearbeiten. Um den technischen Fortschritt zu demonstrieren kamen aber auch eine Handwaschmaschine und die Wäschemangel zum Einsatz. Anschließend wurde die Wäsche gespült, ausgewrungen und zum Trocknen aufgehängt. Gestärkt mit einer Brotzeit konnten sich die Kinder noch auf dem Spielplatz austoben oder die urige Kegelbahn probieren die stets großen Anklang fand. Nach diesem gelungenen Ferienprogramm trafen alle wieder am Nachmittag gut gelaunt zu Hause ein.

Pfarrverband Reischach feiert seinen Pfarrer.

 

 

Pfarrer Ludwig Samereier steht seit zehn Jahren dem Pfarrverband vor

 

 

 

 

Ein großes Fest hat der Pfarrverband Reischach zum zehnjährigen Dienstjubiläum seines Pfarrers, Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier veranstaltet. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Reischacher Pfarrkirche, deren Altarraum mit Fahnen aller Vereine und Verbände des Pfarrverbandes umrahmt war. Unter der Leitung von Veronika Wimmer führte der Reischacher Kirchenchor, verstärkt durch ein Streichorchester, die Tittel-Messe in perfekter Form auf. Ein Festzug zum Pfarrheim mit Bewirtung und verschiedenen Darbietungen rundete die Feier dann ab.

 

 

 

Pfarrer Ludwig Samereier freute sich, dass er den Festgottesdienst in Konzelebration mit Thomas Steinberger und Hermann Schächner feiern konnte. Diese sind während seines Wirkens als Neupriester aus dem Pfarrverband hervorgegangen. Neben den Vertretern der politischen Gemeinden konnte Pfarrer Samereier die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen, sowie die Vertreter aller kirchlicher Einrichtungen wie Kindergärten, Caritasverbände, der ambulanten Krankenpflege und der Chöre in der voll besetzten Reischacher Pfarrkirche begrüßen. Er gedachte auch der drei Priester, die im vergangenen Jahr im Reischacher Friedhof beigesetzt wurden: Pfarrer Johann Forster, Pfarrer Martin Schreiner und Prälat Konrad Unterhitzenberger.

 

 

 

 

In seiner Festansprache schilderte Pfarrer Samereier, wie er sinnbildlich aus einer Anhöhe auf seine zehnjährige Arbeit mit Höhen und Tiefen in diesem Wirkungskreis zurückblickt.

 

 

Doch diese zehn Jahre seien verschwindend gering gegen das Jubiläum, das im Bistum Passau wegen des Großereignisses der Ernennung von Stefan Oster zum Bischof nicht in den Vordergrund getreten ist: im Jahre 739, also vor 1.275 Jahren erfolgte durch den Heiligen Bonifatius die Gründung des Bistums Passau. Aus der Urform der Titelkirche entwickelte sich unter Kaiser Karl dem Großen die Reichskirche, später wurden Taufkirchen wie die Gnadenkapelle in Altötting Zellen zur Gründung von Pfarreien. Als während der Säkularisation viele Klöster aufgelöst wurden, entstanden zahlreiche Pfarreien. Es wurde geregelt, dass der Fußmarsch zur Kirche nicht länger als eine Stunde betragen dürfe. Aus diesem Grund wurden weitere Pfarreien wie Arbing oder Erlbach gegründet.

 

 

Bereits Ende des letzten Jahrhunderts wurde erkannt, dass nicht mehr alle Pfarreien mit einem Priester besetzt werden können. Deshalb wurden neben der Schaffung des Pfarrgemeinderates auch Laien verstärkt in die kirchliche Mitarbeit einbezogen. Hierbei leistete sein Vorgänger in der Pfarrei Reischach, Pfarrer Heribert Unterhuber vorbildliche Arbeit.

 

 

Wegen des immer stärker werdenden Priestermangels müssen nun immer mehr Pfarreien in Pfarrverbände zusammengelegt werden, wie dies hier im Jahr 2004 geschehen ist. Da der örtliche Pfarrverband die Pfarreien Arbing, Endlkirchen, Erlbach, Perach und Reischach umfasst, habe dies zur Folge, dass er als Pfarrer nicht mehr bei jeder Veranstaltung präsent sein könne. Er müsse manchmal auch Leute enttäuschen, wenn sein zeitlicher Rahmen nicht mehr für alle Belange ausreicht. Stolz sei er auf seinen Mitarbeiterstab mit Pater Kishore, Ruhestandspriester Hans Spielmann, sowie Theresia Demmelhuber und Gemeindereferent Hans Salzinger, der einen sehr großen Weitblick auf die pfarrverbandsmäßige Arbeit besitze.

 

 

Er, so Pfarrer Samereier, müsse sich auf Schwerpunkte konzentrieren, damit Feiern und Feste immer in einem würdigen Rahmen begangen werden können. Deshalb wolle er sich ganz auf Jesus Christus konzentrieren, um immer die richtige Orientierung zu haben.

 

 

Die stellvertretende Pfarrverbandsvorsitzende, Elisabeth Sigrüner, sprach von zehn wunderschönen Jahren, die sie bisher mit ihm zusammenarbeiten durfte. Die Höhepunkte seien die zwei Primizfeiern in Perach und Arbing gewesen. Sie dankte „dem Chef von vier Pfarrgemeinderatsgremien und fünf Kirchenverwaltungen“ für die stets gute und konstruktive Zusammenarbeit. Als Geschenk des Pfarrverbandes überreichte sie dem Jubilar ein Bild mit allen Kirchen seines Wirkungskreises.

 

 

 

 

Stellvertretend für die politischen Gemeinden Erlbach, Perach und Reischach übermittelte der Erlbacher Bürgermeister Franz Watzinger die Grüße der Verwaltungsgemeinschaft. Er betonte, dass es viele Berührungspunkte zwischen Kirche und Gemeinde gebe. Es herrsche stets ein freundschaftliches Verhältnis, wenn es um Bereiche der Schulen, der Kindergärten, sowie der Jugend- und Seniorenarbeit gehe. Er erinnerte daran, wie es Pfarrer Ludwig Samereier vor zehn Jahren gelungen ist, schnell ein gutes, gefestigtes Vertrauensverhältnis aufzubauen. Es bestehe stets ein kurzer Weg zwischen Kirche und Gemeinde. „Deine Arbeit wird in Zukunft sicher nicht weniger. Dazu wünsche ich Dir Gottes Segen, die rechten Worte und Taten und vor allem viel Gesundheit und verliere Deinen Humor nicht“ ermunterte der Bürgermeister den Jubilar Pfarrer Ludwig Samereier.

 

 

 

 

Nach dem feierlichen Gottesdienst bewegte sich der Festzug, angeführt von der Reischacher Blaskapelle und den vielen Fahnenabordnungen, zum Pfarrheim, wo den zahlreichen Gästen ein Imbiss angeboten wurde. Von Klaus Hölzlwimmer auf der Gitarre begleitet, brachte der eigens dafür zusammengestellte „Pfarrverbandschor“ einige Lieder zum Besten. Zur Melodie „Ein Jäger aus Churpfalz“ hatten einige Pfarrgemeinderäte passende Strophen gedichtet, in denen auf die Jagdleidenschaft des Pfarrers, seiner Vorliebe für alte Gerätschaften, der Liebe zum Feiern und auf bevorstehende Bau- und Renovierungs-maßnahmen Bezug genommen wurde. Ein weiteres Lied brachte seine Vorliebe für die Imkerei zum Ausdruck. Mit dem Abschlusslied „Herr Pfarrer bleib`ns da, Sie wissen net, wie`s woanders ist“ brachten sie Sänger die Bitte des Pfarrverbandes vor, dass er noch möglichst lange in Reischach wirken möge. Die harmonischen Klänge einer großen Jagdhornbläser-gruppe hatten den festlichen Abend würdevoll umrahmt.

 

 

 

 

hok

 

Die Bilder wurden freundlicherweise von Josef Stallhofer aus Perach zur Verfügung gestellt.

 

Bitte warten Sie einen Augenblick, dann startet die Bilderreihe!

 

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Pfarrverband dankt den ausgeschiedenen Pfarrgemeinderäten

 

 

 

 

Zu einer Verabschiedung hatten der Vorsitzende des Pfarrverbandes Reischach, Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Ludwig Samereier, sowie die jeweiligen Kirchenpfleger die ausgeschiedenen Pfarrgemeinderäte aus den Pfarreien Arbing, Erlbach, Perach und Reischach ins Gasthaus Auer nach Endlkirchen eingeladen. Er dankte ihnen für ihre zum Teil Jahrzehnte langer Arbeit in diesem wichtigen Gremium der Kirche. Der Pfarrer hatte den Termin kurz vor dem Pfingstfest gewählt, denn Pfingsten sei das Fest der Verständigung und die Pfarrgemeinderäte haben viel zur Verständigung und zur Glaubensumsetzung beigetragen. Sie nehmen die Pastoral ernst, setzen den Glauben um und haben die Gläubigen meist besser im Blick als der Pfarrer, so Ludwig Samereier. Sie sind das beste Verbindungsstück zwischen der Kirche und den Gläubigen. Er zitierte den früheren Erzbischof von Salzburg, Dr. Alois Kothgasser, der den Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung als die wichtigsten Gremien der katholischen Kirche bezeichnete. Sie tragen an vorderster Basis die Kirche mit und setzen das Wort Gottes in die heutige Zeit um. „Euch versteht jeder, den Pfarrer vielleicht nicht alle“ scherzte Pfarrer Ludwig Samereier.

 

Auch die jeweiligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden hatten ihren Dank zum Ausdruck gebracht. Mit einer Dankesurkunde und einer Ikone hat Pfarrer Ludwig Samereier folgende Personen verabschiedet:

 

Pfarrei Arbing: Georg Lichtenwimmer 4 Jahre

 

Helmut Pfaffinger 12 Jahre

 

Angelika Gruber 16 Jahre

 

 

 

Pfarrei Erlbach Heinrich Niederleitner 4 Jahre

 

Michael Rothenaicher 8 Jahre

 

Sebastian Unterstraßer 12 Jahre

 

 

 

Pfarrei Perach Lucia Steinbgerger 4 Jahre

 

Bernhard Wagner 4 Jahre

 

Heidi Ertl 4 Jahre

 

Anna Becker 7 Jahre

 

Sieglinde Latta 20 Jahre, davon 4 Jahre als Vorsitzende und 8 Jahre als Dekanatsvorsitzende

 

Erich Sigl 28 Jahre, davon 8 Jahre als Vorsitzender

 

 

 

Pfarrei Reischach Bernhard Diensthuber 8 Jahre

 

Klaus Hölzlwimmer 16 Jahre, davon 8 Jahre als Vorsitzender

 

 

 

Hok

 

 

 

Zu den Fotos: (von K. Hochhäusl)

 

Eine Ära geht zu Ende: Erich Sigl (rechts) war 28 Jahre Mitglied des Peracher Pfarrgemeinderates, dem er auch 8 Jahre lang vorgestanden hatte. Mit einer Urkunde und einer Ikone danken Pfarrer Ludwig Samereier und Theresia Demmelhuber als Leiterin des Liturgieausschusses.

 

 

 

Der Vorsitzende des Pfarrverbandes Reischach, Ludwig Samereier (rechts), und seine Stellvertreterin Elisabeth Sigrüner (vorn Mitte) danken den ausgeschiedenen Mitgliedern des Pfarrgemeinderates der vier Mitgliedspfarreien. Von links nach rechts: Helmut Pfaffinger, Angelika Gruber, Georg Lichtenwimmer, Lucia Steinberger, Bernhard Diensthuber, Erich Sigl, Sieglinde Latta, Klaus Hölzlwimmer und Sebastian Unterstraßer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dankwallfahrt des Reischacher Pfarrverbandes nach Gartlberg

 

Zehn Jahre Pfarrverband20 Jahre Priester

 

 

 

 

Zu einer großen Dankeswallfahrt sind die Mitglieder des Pfarrverbandes Reischach zum Gartlberg bei Pfarrkirchen aufgebrochen. Mit zwei Bussen und zahlreichen privaten Fahrgemeinschaften sind rund dreihundert Pfarrangehörige dem Aufruf ihres Pfarrers Ludwig Samereier gefolgt, um das zehnjährige Bestehen des Pfarrverbandes würdig zu begehen.

 

 

 

Die Wallfahrer mit zahlreichen Fahnenabordnungen hatten sich zu einer Prozession formiert, um betend durch die Straßen und Fluren bei Gartlberg die Wallfahrtskirche „Zur schmerzhaften Muttergottes“ zu erreichen, wo dann ein Festgottesdienst gefeiert wurde. Der Reischacher Kirchenchor unter der Leitung von Veronika Wimmer hatte die „Eberlin-Messe feierlich aufgeführt.

 

 

 

Pfarrer Ludwig Samereier zeigte sich überwältigt von der großen Resonanz, die sein Aufruf zu dieser Wallfahrt gefunden hatte. „Für mich ist damit ein Traum wahr geworden, denn mit Gartlberg verbinden mich viele persönliche Erinnerungen und gute Erfahrungen“, so der Pfarrverbandsvorsitzende. Mit dieser Wallfahrt soll „Vergelts`s Gott“ gesagt werden für seine zwanzig Priesterjahre, sowie für den zehnjährigen Bestand des Pfarrverbandes, dem die Pfarreien Arbing, Erlbach, Perach und Reischach mit der Filialkirche Endlkirchen angehören und den er seit dessen Beginn im Jahr 1994 leiten darf. Während sich anderswo oftmals große Widerstände gegen die Schaffung solcher Pfarrverbände bilden, ist dies in Reischach sehr harmonisch verlaufen. Der Pfarrer dankte dafür allen, die zur Schaffung dieses Verbandes beigetragen und diesen so stark gemacht haben. Er forderte auf, auch weiterhin Engagement und Ehrenamt zu übernehmen.

 

 

 

In seiner Predigt nahm der Geistliche Bezug auf das Gnadenbild der „schmerzhafte Mutter Gottes“ und dem Altarbild von „Jesu Auferstehung“. Eindringlich schilderte er den Schmerz der Gottesmutter beim Tod ihres Sohnes, sowie ihre Freude bei dessen Auferstehung.

 

Desweiteren erläuterte Pfarrer Ludwig Samereier die Entstehung der Gartlberger Wallfahrt:

 

Bereits 1608 wurde ein „Kalvarienberg“ mit drei Kreuzen errichtet, vor dem die Passion aufgeführt worden ist. Während der Wirren des 30-jährigen Krieges hatten die Gläubigen bei dem errichteten „Heiligen Grabe“ einen Ort der Hoffnung und Zuversicht gefunden. 1634 hatte ein Pfarrkirchner Bürger das Gnadenbild der „Schmerzhaften Muttergottes“ in Straubing erworben. Als bei einem Stadtbrand dieses Gnadenbild unversehrt geblieben ist, sowie durch die Heilung einer kranken Frau und der Errettung eines ertrunkenen Kindes, setzte eine große Wallfahrt zu diesem Heiligtum ein. Deswegen erfolgte ab dem Jahre 1661, etwa zeitgleich mit dem Dombau zu Passau, die Errichtung einer Wallfahrtskirche. Diese musste im Jahr 1743 wegen des großen Zustromes von Pilgern erweitert werden. Namhafte Baumeister, Maler und Stuckateure wie Domenico Zuccalli, Giovanni Carlone, sowie Carl Adam haben beim Bau und der künstlerischen Ausgestaltung mitgewirkt. Einen weiteren Aufschwung erlebte die Wallfahrt auf den Gartlberg 1743, als österreichische Truppen zahlreiche Brandkugeln auf den in Holzbau errichteten Stadtkern von Pfarrkirchen abgeschossen hatten, diese jedoch nicht zündeten und die Stadt vor der Vernichtung verschont geblieben ist. Ein großer Verehrer dieser Wallfahrtsstätte war auch Johann Birndorfer, der spätere Bruder Konrad.

 

 

 

Pfarrer Ludwig Samereier dankte insbesondere auch seiner anwesenden Mutter, die ihm zusammen mit seinem verstorbenen Vater den Glauben vorgelebt hatte. Alljährlich hatte sein Vater einen Tag mit der Wallfahrt nach Gartlberg verbracht. Die Gebete seiner Eltern waren sicher wegweisend für seinen Priesterberuf, den er nun seit zwanzig Jahren ausüben darf, gewesen.

 

 

 

Nach dem Wallfahrtsgottesdienst nutzen viele Teilnehmer die Gelegenheit, das „Heilige Grab“ hinter dem Altar zu besuchen. Einen schönen Ausklang fand dieser Wallfahrtsnachmittag mit dem Besuch der Gaststätte auf dem Reichenberg, von der die Teilnehmer einen herrlichen Ausblick auf das Rottal genießen konnten.

 

 

 

Hok

 

 

 

 

 

Zu den Fotos: (von K. Hochhäusl)


 

Eine lange Prozession zog durch die Straßen und Fluren hin zur Wallfahrtskirche Gartlberg.

 

 

 

Pfarrer Ludwig Samereier bei seinem Dankgottesdienst unter dem Gnadenbild der „Schmerzhaften Muttergottes“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Hier hat meine Freundschaft mit Christus begonnen"

Pfarrer Franz Speckbacher feiert das Silberne Priesterjubiläum in seiner Heimatgemeinde

 

Primizbild von Franz Speckbacher vor 25 Jahren. −Foto: privat

Perach. Mit überwältigender Anteilnahme der Bevölkerung hatte am 9. Juli 1989, nach seiner Priesterweihe im Regensburger Dom, Franz Speckbacher in Perach seine Primiz gefeiert. Jetzt, ein Vierteljahrhundert später, war es wieder in seiner Heimatgemeinde, in der er sein Silbernes Priesterjubiläum mit einem Hochamt in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt beging. Seit 19 Jahren ist Speckbacher Pfarrer in der kleinen niederbayerischen Gemeinde Gerzen (Landkreis Landshut.

Seine Gedanken wanderten heute an diesen Tag zurück, sagte der Jubilar zu seinen vielen Gästen im Gotteshaus, auch seine Mutter und seine Schwester Isolde Grätzl weilten darunter. Hier in seiner Peracher Heimat, im Elternhaus, habe er Christus kennen und lieben gelernt, habe ihn der Ruf, ihm zu folgen, erreicht. "Hier hat meine Freundschaft mit Christus begonnen". Noch sehe er sich als kleinen Buben mit der Großmutter die Treppen zum längst verschwundenen "Guckerl" hinaufsteigen, um am Werktag früh die Heilige Messe in der Pfarrkirche mitfeiern zu können. Seit er denken könne habe dieses Gotteshaus seine Seele berührt, sagte er.

Die Konzelebranten BGR Ludwig Samereier (li.) und Altöttings Stiftspropst Günther Mandl (re.) feierten mit Pfarrer Franz Speckbacher den Jubiläumsgottesdienst. − Foto: Buchberger

Als ein schönes Zusammentreffen bezeichnete es Festprediger Günther Mandl – Altöttings Stiftspropst war gemeinsam mit Bischöflich Geistlichem Rat Ludwig Samereier Konzelebrant des Hochamtes – dass es gerade das an diesem 14. Sonntag im Jahreskreis, dem Tag des Jubiläumsgottesdienstes, weltweit verkündete Wort Gottes sei, das mit dem Jubilar eng zu verbinden sei. Es hätten gerade die von sich eingenommenen Menschen, die so genannten Siebengescheiten, einen schwierigen Zugang zum Wort Gottes, die Kleinen, Bescheidenen und Demütigen aber seien privilegiert und könnten es verstehen. "Lieber Jubilar, ich weiß dass du einen sehr guten Zugang zu den Geheimnissen Gottes hast, weil du in deinem Herzen immer demütig geblieben bist", sagte Mandl. So dürften getreu der weiteren Worte des Evangeliums all diejenigen die sich plagen müssten und schwere Lasten zu tragen hätten zu dem Jubilar in dessen seelsorglich pastoraler Liebe kommen. "Auch diese Worte Gottes erfüllst du in deiner weit verstreuten Pfarrei Gerzen im schönen Vilstal sicher großartig", so Mandl.

Das Wichtigste im Priesterleben sei die tägliche heilige Messe. "Ich kann mir gut vorstellen, mit welcher Andacht, Hingabe un d Freude du in den 25 Jahren als Priester die tägliche Messe gefeiert hast.". Schon deswegen werde viel Segen von Speckbachers priesterlichen Wirkens ausgehen. Er, Mandl, wisse, dass der Jubilar eine besondere Liebe und Zuneigung zur Gottesmutter habe. "Jede Woche bist du einmal in Altötting und feierst mit deiner Mutter in der Gnadenkapelle oder der Stiftskirche die Heilige Messe". Maria sei die Mutter der Priester, ihre Ratgeberin und ihre Beschützerin. "Solange Maria an deiner Seite ist und die Hand über dich hält, wird dein priesterliches Wirken sehr viel Strahlkraft besitzen", gab Mandl dem Jubilar mit auf den Weg.

Am Ende des feierlichen Gottesdienstes gab es noch Geschenke für den Priesterjubilar. "Hausherr" Ludwig Samereier überreichte zusammen mit Kirchenpflegerin Ingrid Kellner und Pfarrgemeindevorsitzendem Helmut Grübl als "Dankeschön" ein Buch mit Predigtanregungen für die tägliche Arbeit und eine Ikone der Mutter Gottes. Zur Erinnerung an seinen Heimatort bekam Speckbacher noch eine Schiefertafel mit einem Peracher Motiv.

Für eine besonders feierliche Note des Jubiläumsgottesdienstes sorgte der Reischacher Kirchenchor unter der Leitung von Veronika Wimmer. Mit Fahnenabordnungen waren alle Ortsvereine im Altarraum vertreten, sie zeigten ihre besondere Verbundenheit mit dem feiernden Priester. Viele Kirchenbesucher nutzten im Anschluss beim Stehempfang des Pfarrgemeinderats im Garten des Pfarrhofes die Gelegenheit, mit dem Jubilar ein paar persönliche Worte zu wechseln.

Den Ausklang fanden die Feierlichkeiten dann am Abend mit einer Dankandacht in der Pfarrkirche. Besondere Freude empfand Pfarrer Franz Speckbacher über die Teilnahme von Thomas Steinberger, eines weiteren Sohnes der Gemeinde, der erst vor drei Jahren seine Primiz gefeiert hatte. − mbu

 

(ANA vom 8.7.2014)

Reischach nahm Abschied von einem großen Sohn

Überaus große Anteilnahme bei der Trauerfeier für früheren Diözesan-Caritasdirektor Konrad Unterhitzenberger in der Pfarrkirche St. Martin

Die Pfarrkirche St. Martin konnte die Trauergäste kaum fassen, als gestern Mittag das Requiem für den früheren Caritas-Diözesandirektor Konrad Unterhitzenberger stattfand. Stiftspropst Günther Mandl zelebrierte den Trauergottesdienst (kleines Bild). − Fotos: Buchberger

Reischach. Unter überaus großer Anteilnahme ist gestern Mittag der frühere Diözesan-Caritasdirektor Konrad Unterhitzenberger zu Grabe getragen worden. Die Pfarrkirche St. Martin konnte die vielen Trauergäste beim Requiem, das der Altöttinger Stiftspropst Günther Mandl mit einer ganzen Reihe von Konzelebrantgen feierte, kaum fassen.

Unterhitzenberger war am Mittwoch im Alter von 76 Jahren in Passau gestorben (der Anzeiger berichtete). In Kirchenkreisen und auch darüber hinaus hatte sich für ihn die Namens-Kurzform "UHB" eingebürgert. "Konrad UHB war alles andere als ein Paragrafenschuster und Legalist: Er erfüllte hingebungsvoll und zupackend mit all seinen Kräften und Talenten das Hauptgebot der Liebe", sagte der Stiftspropst.

"Er hat Gott und den Menschen gedient" Unterhitzenberger habe Gott und den Menschen gleichermaßen gedient, besonders den Menschen an den Rändern der Gesellschaft, am Anfang und Ende des Lebens, bei Krankheit, Behinderung und Notlagen aller Art. "Er war 25 Jahre der Anwalt derer in unserem Bistum und darüber hinaus, die auf fremde Hilfe angewiesen sind", sagte Günther Mandl wörtlich.

Er dankte dem Verstorbenen in seiner Rolle als Dekan besonders für eine Reihe von Verdiensten: So habe er eine frühkindliche Förderung und Prägung im Geiste Jesu durch geschulte Pädagoginnen in den Caritas-Kindertagesstätten überall in der Diözese Passau aufgebaut und betreut. Ferner habe er in den Seniorenheimen der Caritas vielen Menschen ein würdevolles Altwerden und Sterben ermöglicht. Sein besonderes Augenmerk galt auch den Behinderten: Wie Mandl anmerkte, habe er es verstanden, sie respektvoll in den Berufs- und Lebenskreislauf zu integrieren. Ferner war er immer bemüht, in einem positiven Betriebsklima im Geist der Wertschätzung, der Angstfreiheit und des Vertrauens die vielen Caritas-Mitarbeiter zu motivieren. Mandl dankte Unterhitzenberger außerdem dafür, "dass er 25 Jahre das soziale Gewissen der südostbayerischen Region war." Er habe das Sozialprinzip der Subsidiarität praktiziert im Wissen, dass die Not vor Ort an der Basis ist und nicht zentralistisch und dirigistisch geregelt werden könne. Doch auch Konrad Unterhitzenbergers Wesen habe man geschätzt. Der Geistliche charakterisierte ihn als "so geselligen, fröhlichen und blitzgescheiten" Menschen. Darüber hinaus sei er ein authentischer Priester gewesen, der Gott über alles liebte und den Menschen die Hirtensorge und -Liebe Jesu Christi erfahrbar machte.

Im Rahmen des Trauergottesdienstes würdigten noch fünf weitere Redner den Verstorbenen mit Dankesworten: Sein Nachfolger als Diözesan-Caritasdirektor, Dr. Wolfgang Kues, Domkapitular Josef Werkstetter, der Diözesanpräses der KAB, Franz Schollerer sowie Heinrich Wimmer, der Kirchenpfleger von Dommelstadl (Landkreis Passau) – dort hatte Unterhitzenberger nach dem Eintritt in den Ruhestand 2004 bis 2012 gelebt und noch viele Jahre in der Seelsorge mitgewirkt. Ferner sprach der Geistliche Dr. Franz Lantenhammer, ein Studienkollege des Reischachers.

Christliche Grundwerteerfahrbar gemachtSie alle würdigten mit persönlich gehaltenen Worten die fachlichen und menschlichen Qualitäten des Verstorbenen. Sie hoben sein großes Engagement hervor: Unterhitzenberger habe aus dem Glauben heraus in der Wahrnehmung seiner Aufgaben intensivst bis an seine persönlichen und gesundheitlichen Grenzen gelebt. "Noch immer ist sein Wirken spürbar", so Kues. Durch sein Wirken seien christliche Grundwerte wie die Nächstenliebe für eine große Zahl auch solcher Menschen, die der katholischen Kirche sonst skeptisch gegenüber stehen, unmittelbar erfahrbar geworden.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Reischacher Kirchenchor unter der Leitung von Veronika Wimmer. Unterhitzenberger wird seine letzte Ruhe im Reischacher Priestergrab finden.

Zur Würdigung der Lebensleistung von Konrad Unterhitzenberger wird am Mittwoch, 30. April, ab 16 Uhr im Passauer St.-Stephanus-Dom ein Requiem für den Verstorbenen abgehalten. − mbu

 

(ANA vom 26.04.2014)

Bewegender Abschied von Kirchenmusiker Josef Spateneder

 

Eine große Trauergemeinde hatte sich in der Pfarrkirche von Erlbach (Landkreis Altötting) eingefunden, um Abschied zu nehmen von Josef Spateneder. Der im weiten Umkreis bekannte Chorleiter und Organist war nach längerer schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren verstorben.

Josef Spateneder wurde am 28. Oktober 1931 in Erlbach geboren, wo er auch die Schule besuchte. Anschließend führte er die Tätigkeit seines früh verstorbenen Vaters weiter, nämlich dem Aufkaufen von Eiern. Daher stammt auch der Hausname "Beim Karrer zu Erlbach". Als selbständiger Milchfahrer hat er bis 1975 die Milch von den Bauern der Umgebung abgeholt und zur Milchsammelstelle nach Reischach gefahren. Bis zum Eintritt ins Rentenalter war er dann beim Milchwerk Weiding als Molkereifacharbeiter beschäftigt. Zusätzlich hat Josef Spateneder über 40 Jahre lang das Amt des Gemeindedieners ausgeübt.

Seine große Leidenschaft aber war die Musik: Bereits mit 16 Jahren hatte er eine Ausbildung zum Organisten begonnen und legte 1959 in Bad Reichenhall seine erste Prüfung mit großem Erfolg ab. Im selben Jahr übernahm er auch die Leitung des Erlbacher Kirchenchores, da der damalige Leiter Franz Rothenaicher verstorben war. Die Kirchenmusik ist zu seinem Lebensinhalt geworden: 63 Jahre lang war die Erlbacher Kirchenmusik mit dem Namen Josef Spateneder verbunden. − hok

 

(ANA vom 22.04.2014)

Neuer Pfarrverbandsrat tagte

Nach den Pfarrgemeinderatswahlen traf sich zum ersten Mal in neuer Zusammen­setzung der Reischacher Pfarrverbandsrat. Neben den Mitgliedern des Seelsorge-Teams und den Kirchenpflegern gehören dem Gremium die neue- bzw. wiedergewählten PGR-Vorsitzenden und eine Pfarrsekretärin an. Treffpunkt war wieder Endlkirchen, der geografische Mittelpunkt des Reischacher Pfarrverbandes, wo in der Filialkirche ein Gottesdienst zum Hochfest der Verkündigung an Maria gefeiert wurde. Die anschließende Zusammenkunft fand dann im Gasthof Auer nebenan statt.

Als Vorsitzender begrüßte Pfr. Samereier die einzelnen Mitglieder und freute sich über die neuen und bekannten Gesichter im Gremium. Aus den Reihen der PGR-Vorsitzenden musste zunächst eine stellvertretende Leiterin gewählt werden. Die Wahl fiel auf Elisabeth Sigrüner aus Arbing, die nun für vier Jahre neben Pfarrverbands­pfarrer Samereier den Pfarrverband repräsentieren wird.

Als erste gemeinsame Unternehmung lud Pfr. Sameier zur Pfarrverbandswallfahrt nach Gartlberg ein. Dort lägen seine eigenen geistlichen Wurzeln, verbracht er doch die Gymnasialzeit im dortigen Internat. Anlass der diesjährigen Dankwallfahrt am 10. Mai ist der zwanzigste Jahrestag seiner Priesterweihe sowie die gemeinsamen zehn Jahre im bestehenden Pfarrverband. Zur Wallfahrt sind die ganze Pfarrbevölkerung, vor allem die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen herzlich eingeladen. In den nächsten Wochen wird es eine genaue Ausschreibung mit den Abfahrts- und Ankunftszeiten geben für jene, die mit dem Bus nach Gartlberg fahren möchten.

Lebhaft diskutiert wurde auch die Durchführung der jährlichen Sternsinger-Aktion, bei der nach der Vorgabe des Bischöflichen Ordinariates das gesammelte Geld in voller Gänze an das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Aachen abzuführen ist. Man kam überein, die finanziellen Aufwendungen der Pfarrgemeinden wie etwa den Kauf der Weihrauchpäckchen, die von den Sternsingern an die Menschen verschenkt werden, aus dem laufenden Pfarreihaushalt zu bestreiten. Als Belohnung für die Ministranten, die den Sternsingerdienst gratis übernehmen, sponsern die Kirchenverwaltungen weiterhin die Busfahrt zur Aussendungsfeier nach Passau.

Bemängelt wurde allseits der Auftritt der Pfarrgemeinden in der Öffentlichkeit. Zwar verfügt der Pfarrverband über eine umfangreiche Homepage, die von Max Vilsmaier und Benjamin Auer, mit viel Mühe und Zeitaufwand gepflegt werden. Zur besseren Unterstützung ihrer Arbeit kam man aber überein, in jeder Pfarrgemeinde ein oder zwei Gläubige zu gewinnen, die das aktuelle Geschehen vor Ort ins Wort und Bild bringen und das Homepage-Team mit Material versorgen. Damit verbunden wurde die Hoffnung, dass die Holzlandpfarreien in der lokalen Presse mehr Platz gewinnen können, gäbe es doch dort einmalige Traditionen, wie die Ölbergandacht mit den szenischen Darstellungen am Hochaltar, was über die Pfarreigrenzen hinaus kaum bekannt sei.

Für die nächste Pfarrverbandssitzung nahm man sich vor, sich Gedanken über eine angemessen Wertschätzung der vielfältigen ehrenamtlichen Dienste zu machen. Nach zahlreichen Terminabsprachen und Bekanntgaben konnte Pfarrer Sameier die Sitzung gegen 23 Uhr schließen.

Zum Foto (zum Vergrößern auf das Bild klicken):


hinten von links: Ludwig Demmelhuber, Sabine Waitzhofer, Marianne Hölzlwimmer, Hermann Schächner, Helmut Grübl, Konrad Hochhäusl, Edith Brunner, Martin Peterbauer, Theresia Demmelhuber

vorne von links: Ingrid Kellner, Hans Salzinger, Ludwig Samereier, Elisabeth Sigrüner und P. Kishore Gade

MMC nimmt neue Sodalen auf


Konvent der Männerkongregation – Ortsverband hat aktuell 233 Mitglieder


Reischach. Ihren Jahreskonvent hat die Marianische Männerkongregation (MMC) am Samstagabend im Reischacher Hof abgehalten. Traditionell trafen sich die Sodalen, so der offizielle Mitgliedername, vorher zum Jahresamt in der Pfarrkirche St. Martin.

MMC-Ortspräses Bischöflich-Geistlicher Rat Ludwig Samereier hieß dabei als Zelebranten Präses Bruder Georg Greimel aus Altötting willkommen. Im Verlauf der Heiligen Messe wurden dabei vier neue Mitglieder in die Sodalen-Gemeinschaft des Reischacher Ortsverbandes aufgenommen, er zählt damit aktuell 233 Mitglieder. Als äußeres Zeichen erhielt das aufgenommene Männerquartett Sodalen-Medaillen und MC-Gebetbücher durch Orts-Obmann Konrad Sigrüner-Kasböck überreicht.

Zehn Mitglieder, darunter Ehrenobmann Hans Reischl und Trauermutter Frieda Reischl, seien im vergangenen Jahr verstorben, vermeldete in einem ehrenden Gedenken Sigrüner-Kasböck bei der Fortsetzung des Konvents im Gasthaus den anwesenden 55 Sodalen.

Vom Einkehrtag bis zur Wallfahrt nach Gartlberg Viele Aktivitäten habe der Ortsverband in zwölf Monaten absolviert, etwa den Einkehrtag in Altötting, das Frühjahrs- und Herbsthauptfest, den Ehrentag der Jubilare, kirchliche Veranstaltungen und auch den Ausflug nach Weltenburg, sagte Sigrüner-Kasböck im Rückblick. Vorausblickend rührte Sigrüner-Kasböck die Werbetrommel für die im Mai geplante Wallfahrt nach Gartlberg und den Ausflug im Juli nach Salzburg.

Einen soliden Kassenbestand des Ortsverbandes vermeldete Kassier Johann Peterbauer in seinem Bericht. Das Geschäftsjahr zeigte dabei sparsames Wirtschaften auf. Diese Tatsache, aber auch eine ordentliche Kassenführung, bestätigte Kassenprüfer und Fähnrich Johann Vorbuchner. Er empfahl den Versammlungsteilnehmern die Entlastung der Vorstandschaft, die anschließend einstimmig erfolgte.

Über den Stand der Renovierungsmaßnahmen der Altöttinger St.-Anna-Basilika informierte im Verlauf des Konvents Präses Greimel. Mittlerweile neigten sich die 2012 begonnenen Arbeiten mit einem Kostenaufwand von mehr als sieben Millionen Euro dem Ende zu, sagte er. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand auch die im Oktober abgehaltene 450-Jahrfeier der MMC Bayern in München mit Reinhard Kardinal Marx. Mit einem Videofilm dieser Feierlichkeiten fand die Jahresversammlung ihren Abschluss. - mbu

 

(ANA vom 07.02.2014)

Pater Kishore: "Hier spricht man meine Muttersprache Telugu!"


Reischacher Geistlicher zeigte 24 Bürgern aus dem Landkreis Altötting seine Heimat Indien – Starke Gegensätze prägen das Land

von Petra Kähsmann



Reischach. "Namaste" – "Verehrung dir" – eine Grußformel, die wir als Indien-Reisende dem siebtgrößten und nach China bevölkerungsreichsten Land der Erde entgegenbringen. Gemeinsam mit Pater Kishore Reddy konnten 24 Landkreisbürger Teile davon erkunden, darunter das Heimatdorf des Reischacher Kaplans, Rayapuram, und vor allem die herzliche Gastfreundschaft erfahren.

Die Gegensätze des Landes sind schnell ersichtlich. Ob Klimazonen, Landschaftsbilder, Reichtum und grenzenlose Armut – ein Europäer hat zu tun, die Eindrücke zu verarbeiten. Bettler, Frauen in bunt leuchtenden Saris, Schlangenbeschwörer, heilige Kühe, Hunde, Affen, Wasserbüffel, Wohnhäuser, die Ruinen gleichen, Paläste, Müll auf den Straßen und Müllkippen, auf denen Menschen leben, prägen die Stadt- und Ortsbilder.

 

Bild links: Auf dem Rücken der Elfanten geht es zum Amber Fort.

 


Chaos im Verkehr – und doch kaum Unfälle

Faszination löst bereits am ersten Tag die Hauptstadt Delhi, mit ihren Kulturdenkmälern und vor allem mit ihrem und im ganzen Land ähnlich aussehenden Straßenverkehr aus. Dieser kommt trotz eines irrsinnigen Aufkommens kaum zum Stillstand. Da werden Ampeln ignoriert und Spuren von mehreren Wagen geteilt – doch die Zahl der Unfälle geht gegen null. Da drängeln sich neben unzähligen Motorrädern, Menschen und Tieren auch kleine gelbe Taxis, die Tuc Tucs.


Unsere Ziele sind der Qutb Komplex und das Grab des Humayuns. Dann gedenken wir am Rajghat Mahatma Gandhi, der Indien den friedvollen Weg in die Unabhängigkeit wies. Nach seiner Ermordung wurde er eingeäschert, seine Asche im heiligen Fluss Ganges verstreut. An der Stelle, an der seine sterblichen Überreste 1948 verbrannten, wurde das Denkmal mit einer schlichten schwarzen Marmorplatte mit ewiger Flamme errichtet.

Mit einem Höhepunkt wartet Agra auf. Das Grabmal einer großen Liebe, das Taj Mahal, imponiert durch strahlend weißen Marmor, Einlegearbeiten und der verblüffenden Symmetrie. Ebenfalls am heiligen Fluss Yamuna liegt das Rote Fort, wie das Taj Mahal seit 1983 Denkmal des UNESCO-Weltkulturerbes. Auf dem Weg nach Jaipur machen wir Station in Fatehpur Sikri, von 1571 bis 1585 Hauptstadt des Mongulreiches, die bereits damals etwa 30 000 Einwohner zählte. Die Stadt wurde wahrscheinlich wegen Wassermangels aufgegeben.


Bild rechts: Von der Siva Parvathi Statue gekrönt: Der Kalasagiri Berg Visakhapatnam.

 


Nun "entern" wir den Bundesstaat Rajasthan. Nächstes Ziel ist Jaipur, bekannt durch den "Palast der Winde", lediglich eine Fassade, die den Frauen sozusagen als "Sperrsitz" bei Festen und Umzügen diente. Auch wenn es in Indien offiziell keinen Maharadscha mehr gibt, in dem großen Stadtpalast wohnt der jetzige Maharadscha Jaipurs – gerade mal 17 Jahre alt. Im Observatorium bestaunen wir unter anderem die weltgrößte und bis auf zwei Sekunden genaue Sonnenuhr. Spaß bringt der Ritt auf den Elefanten, mit denen wir den Hügel nach Amber Fort erklimmen. Unter den vielen Hallen und Tempeln sticht hier der Spiegelsaal wie ein "ungeschliffener Diamant" ins Auge.

 

Bild links: Monumentales Tor: Das Charminar in Hyderabat.

 



Nach nur zwei Stunden Flug ändert sich die Welt für uns ein weiteres Mal: In Hyderabad, der viertgrößten Stadt des Landes im Heimatbundesstaat (Andhra Pradesh) unseres Begleiters Pater Kishore gelegen. Er verkündet: "Hier spricht man meine Muttersprache Telugu!" Im Bus empfangen uns mit Blumenkränzen und -Sträußen seine Schwester Manju und sein Schwager Kishore, beide Lehrer.

 

Bild rechts: Ein überaus herzlicher Empfang wurde den Besuchern aus dem Landkreis im Heimatdorf von Pater Kishore zuteil. Fotos: pk


Die Temperaturen steigen von um zehn Grad Celsius (Delhi) auf 28 Grad. Was uns an Gastfreundschaft erwartet, ist kaum in Worte zu kleiden. Als wir die Schule und den Kindergarten im Provinzialat "Hl. Franz von Sales" besichtigen wollen, ist bereits ein umfangreiches Buffet aufgebaut, die Patres bewirten uns königlich. Im Kindergarten drücken wir kurz selbst die Schulbank und sind erstaunt, ob des ausgefeilten Lehrplans. In der Kirche werden wir nach dem Gottesdienst, den der örtliche Pfarrer Pater Peter (Chinnapa Reddy) in Konzelebration mit Pater Kishore hält, alle mit Schal und einem Geschenk geehrt. Die Messe ist überragend besucht – Religionsfreiheit existiert in Indien nicht nur auf dem Papier. An den Straßen stehen neben Hindutempeln sowohl christliche Kirchen als auch Moscheen. Der Geburtstag Mohammeds wird am 12./13. Januar beispielsweise mit großen Umzügen und Kundgebungen gefeiert.



Mit Blumen geschmückt: Der Einzug ins Dorf

 

Den Heimatort von Pater Kishore können wir nur mit dem einheimischen Schulbus erreichen. 20 Häuser liegen inmitten von Baumwollfeldern, die Bewohner leben allesamt von diesem Anbau. Die Überraschung steht uns im Gesicht geschrieben, als der Bus einige Meter vor dem Dorf hält. Die Bewohner kommen uns mit einer Schüler-Trommelgruppe entgegen mitten im Geschehen auch Pater Kishores Oma, seine Mama wartet vor der Haustüre. Wir werden mit Blumenkränzen geschmückt, die Prozession zieht im Dorf ein. In der Kirche wird für uns gesungen und getanzt, wir bekommen bunte Schals, werden in die Häuser zu Kaffee und Tee geladen.

 

Die Salesianer des Hl. Franz, denen Pater Kishore angehört, widmen sich neben der Mission und der Arbeit in der Pfarrei voranging der Kindererziehung. In Andhra Pradesh betreuen sie 20 Schulen mit über 30 000 Schülern, einige davon besuchen wir noch.

Aber die Sehenswürdigkeiten bleiben nicht auf der Strecke. Eine ausgiebige Stadtführung durch Hyderabad zeigt uns unter anderem dessen Wahrzeichen, das Charminar und den Usman Sagar-See, einen von Menschenhand geschaffenen See, in dessen Mitte ein großer Buddha steht. Und: den Golconda-Palast nahe der großen Stadt.

Letzte Station ist die eine knappe Flugstunde entfernte große Hafenstadt Visakhapatnam, kurz Vizag. Ihre unglaublich langen Sandstränden müssen erst noch für den Tourismus erschlossen werden. Auch hier werden wir in Schulen und Ordenshäusern willkommen geheißen. Recht weltlich geht es auf dem Fischmarkt zu und der Tagesausflug nach Araku Valley lässt uns nicht nur eine große Tropfsteinhöhle erkunden, sondern zeigt uns in den Bergen auch die Vielfalt der Flora: Kaffee, Pfeffer, Reis, tropische Früchte und Bäume säumen die Wege.

Indien, das Land der Gegensätze, hat uns alle in seinen Bann gezogen und seine Menschen behalten wir in guter Erinnerung.

 

(ANA vom 23.01.2014)

Ergebnis der Pfarrgemeinderats-Wahlen am 16.02.2014 im Pfarrverband Reischach

Arbing:

Wahlbeteiligung: 68,86 %

Gewählt wurden (in alphabetischer Reihenfolge):

Name Alter  
Beruf
Daxl Josef 48 Trockenbaumeister
Hochhäusl Elisabeth 31 Bürokauffrau
Hölzlwimmer Klaus 28 Maurer
Lichtenwimmer Michaela 29 Arzthelferin
Pillris Reinhard 41 Heimleiter
Sigrüner Elisabeth 54 Hausfrau

 

Ersatzleute (in alphabetischer Reihenfolge):

Name Alter  
Beruf
Geier Steffi 19 Gärtnerin
Samardzic Bosiljko 42

Schweißer

Thaller Franz 37 Landwirt

 

Erlbach:

Wahlbeteiligung: 53,51 %

Gewählt wurden (in alphabetischer Reihenfolge):

Name Alter  
Beruf
Ebner Eva-Maria 49 Hausfrau, Landwirtin
Hochhäusl Stilla 37 Zahnarzthelferin
Hölzlwimmer Marianne 63 Hausfrau
Oberhaizinger Alois 64 Rentner

Spateneder Elfriede

54 Hausfrau
Stamberger Kathrin 30 Sekretärin

 

Ersatzleute (in alphabetischer Reihenfolge):

Name Alter  
Beruf
Niederleitner Heinrich 64 Postamtmann a. D.
Pfeffer Bernadette 52 Hauswirtschafterin
Rothenaicher Irmgard 50 Landwirtin
Schmidt Maria 49 Chemielaborantin

 

Perach:

Wahlbeteiligung: 53,47 %

Gewählt wurden (in alphabetischer Reihenfolge):

Name Alter  
Beruf
Antholzner Margarethe 68 Hausfrau
Sigl Elisabeth 36 Zahnarzthelferin
Spielmannleitner Marianne 61 Hausfrau
Stirner Angelika 52 selbstständige Kauffrau
Stubenvoll Susanne 61 Hausfrau
Trenker Andrea 41 Oberstudienrätin

 

Ersatzleute (in alphabetischer Reihenfolge):

Name Alter  
Beruf
Grübl Helmut 42 Monteur
Prinz Brigitte 38 Bekleidungsschneiderin
Schüller Ramona 23 Gesundheits- und Krankenpflegerin

 

Reischach:

Wahlbeteiligung: 25,12 %

Gewählt wurden (in alphabetischer Reihenfolge):

Name Alter  
Beruf
Auer Benjamin 31    Bankkaufmann
Baumer Hildegard 55    Landwirtin
Brunner Edith 45    Steuergehilfin
Hinterwinkler Konrad 51    Produktionsleiter  
Katzer Cäcilie 75    Rentnerin
Moser Max 53    Landwirt
Saliter Martin 38    Chemikant
Sigrüner-Kasböck Konrad 46    Schreiner
Vorbuchner Mara 57    Landwirtin

 

Ersatzleute (in alphabetischer Reihenfolge):

Name Alter  
Beruf
Hochhäusl Martin 35 Zimmerer
Niederhuber Monika 40 Landwirtin
Obereisenbuchner Leo 52 Elektromeister
Obereisenbuchner Michael 19 Schreiner

Sternsinger sammeln für Kinder in Afrika


Erlbach. An den ersten Tagen des neuen Jahres waren 22 Ministranten und Ministrantinnen in der Pfarrei Erlbach als Sternsinger im ganzen Gemeindegebiet unterwegs. Die Aktion stand unter dem Motto "Segen bringen – Segen sein." In fünf Gruppen haben die Kinder alle Haushalte besucht und nach dem Vortragen von Bitt- und Segenswünschen mit Kreide ihr "20*C+M+B*14" (für Christus Mansionem Benedicat – der Herr segne dieses Haus) an die Haustüren geschrieben. Dabei haben sie Geld gesammelt für arme Flüchtlingskinder aus Malawi. Beim Einholungs-Wortgottesdienst am Dreikönigstag sind die Sternsinger mit ihren prächtigen, morgenländisch anmutenden Gewändern feierlich in die Erlbacher Kirche eingezogen, wo sie von Wortgottesdienstleiterin Brigitte Gartmeier empfangen wurden. In ihrer Ansprache dankte sie den Ministranten für ihren Einsatz. Auch den drei Müttern, die die "Heiligen Drei Könige" im Außenbereich von Haus zu Haus gefahren hatten, galten herzliche Dankesworte. Sie schilderte die Not aller Flüchtlingskinder, besonders aber im afrikanischen Staat Malawi. Dort könne mit dem gespendeten Geld die größte Not gelindert werden und mit der Gründung von Schulen werden die besten Voraussetzungen zur langfristigen Hilfe geschaffen. Der gesammelte Betrag wurde mit privaten Spenden noch aufgestockt, so dass 1000 Euro an das Kindermissionswerk überwiesen werden konnten. - hok/Foto: Niederleitner

 

(ANA vom 14.1.2014)

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Sternsinger sammeln für Kinder in Afrika

Erlbach. An den ersten Tagen des neuen Jahres waren 22 Ministranten und Ministrantinnen in der Pfarrei Erlbach als Sternsinger im ganzen Gemeindegebiet unterwegs. Die Aktion stand unter dem Motto "Segen bringen – Segen sein." In fünf Gruppen besuchten die Kinder alle Haushalte besucht und nach dem Vortragen von Bitt- und Segenswünschen mit Kreide ihr "20*C+M+B*14" (für Christus Mansionem Benedicat – der Herr segne dieses Haus) an die Haustüren geschrieben. Dabei haben sie Geld gesammelt für arme Flüchtlingskinder aus Malawi. Beim Einholungs-Wortgottesdienst am Dreikönigstag sind die Sternsinger mit ihren prächtigen, morgenländisch anmutenden Gewändern feierlich in die Erlbacher Kirche eingezogen, wo sie von Wortgottesdienstleiterin Brigitte Gartmeier empfangen wurden. In ihrer Ansprache dankte sie den Ministranten für ihren Einsatz. Auch den drei Müttern, die die "Heiligen Drei Könige" im Außenbereich von Haus zu Haus gefahren hatten, galten herzliche Dankesworte. Sie schilderte die Not aller Flüchtlingskinder, besonders aber im afrikanischen Staat Malawi. Dort könne mit dem gespendeten Geld die größte Not gelindert werden und mit der Gründung von Schulen werden die besten Voraussetzungen zur langfristigen Hilfe geschaffen. Der gesammelte Betrag wurde mit privaten Spenden noch aufgestockt, so dass 1000 Euro an das Kindermissionswerk überwiesen werden konnten.  − hok/Foto: Niederleitner

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Reischach: 23 Kinder bringen den Segen



Reischach. Die 23 Sternsinger der Pfarrei Reischach haben bei der Sternsingeraktion 3775,75 Euro an Spenden gesammelt. Das Kindermissionswerk unterstützt mit allen heurigen Spendengeldern Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit. Beim Abendgottesdienst des Neujahrstages hatte Pfarrer Luwdig Samereier die Sternsinger ausgesandt. Am 2. Januar zogen sie in sechs Gruppen von Haus zu Haus, brachten den Segen und sollten Segen sein, gemäß dem Motto der Aktion. Am folgenden Tag wurde jede Gruppe mit dem Auto in die entlegenen Ortsteile und Gehöfte der Pfarrei gebracht. Für die Einteilung der Gruppen und der Touren waren die Oberministranten Markus Pfaffeneder und Matthias Hölzlwimmer verantwortlich. Für die Zuteilung der passenden Gewandung sorgte wie schon seit Jahren wiederum Maria Westenthanner. Ein besonderer Dank wurde den Eltern dieser Sternsinger zuteil, die ihre Kinder jeweils schon eingekleidet rechtzeitig zum Dienst brachten. Am Fest der Erscheinung des Herrn, dem Dreikönigstag, traten alle Sternsinger nochmals im Rahmen des Familiengottesdienstes auf und wünschten der versammelten Gemeinde mit einem Lied Gottes Segen für das neue Jahr. - red/F: Westenthanner

 

(ANA vom 9.1.2014)

Reischach: 23 Kinder bringen den Segen


Reischach. Die 23 Sternsinger der Pfarrei Reischach haben bei der Sternsingeraktion 3775,75 Euro an Spenden gesammelt. Das Kindermissionswerk unterstützt mit allen heurigen Spendengeldern Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit. Beim Abendgottesdienst des Neujahrstages hatte Pfarrer Luwdig Samereier die Sternsinger ausgesandt. Am 2. Januar zogen sie in sechs Gruppen von Haus zu Haus, brachten den Segen und sollten Segen sein, gemäß dem Motto der Aktion. Am folgenden Tag wurde jede Gruppe mit dem Auto in die entlegenen Ortsteile und Gehöfte der Pfarrei gebracht. Für die Einteilung der Gruppen und der Touren waren die Oberministranten Markus Pfaffeneder und Matthias Hölzlwimmer verantwortlich. Für die Zuteilung der passenden Gewandung sorgte wie schon seit Jahren wiederum Maria Westenthanner. Ein besonderer Dank wurde den Eltern dieser Sternsinger zuteil, die ihre Kinder jeweils schon eingekleidet rechtzeitig zum Dienst brachten. Am Fest der Erscheinung des Herrn, dem Dreikönigstag, traten alle Sternsinger nochmals im Rahmen des Familiengottesdienstes auf und wünschten der versammelten Gemeinde mit einem Lied Gottes Segen für das neue Jahr. − red/F: Westenthanner

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Reischach: 23 Kinder bringen den Segen


Reischach. Die 23 Sternsinger der Pfarrei Reischach haben bei der Sternsingeraktion 3775,75 Euro an Spenden gesammelt. Das Kindermissionswerk unterstützt mit allen heurigen Spendengeldern Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit. Beim Abendgottesdienst des Neujahrstages hatte Pfarrer Luwdig Samereier die Sternsinger ausgesandt. Am 2. Januar zogen sie in sechs Gruppen von Haus zu Haus, brachten den Segen und sollten Segen sein, gemäß dem Motto der Aktion. Am folgenden Tag wurde jede Gruppe mit dem Auto in die entlegenen Ortsteile und Gehöfte der Pfarrei gebracht. Für die Einteilung der Gruppen und der Touren waren die Oberministranten Markus Pfaffeneder und Matthias Hölzlwimmer verantwortlich. Für die Zuteilung der passenden Gewandung sorgte wie schon seit Jahren wiederum Maria Westenthanner. Ein besonderer Dank wurde den Eltern dieser Sternsinger zuteil, die ihre Kinder jeweils schon eingekleidet rechtzeitig zum Dienst brachten. Am Fest der Erscheinung des Herrn, dem Dreikönigstag, traten alle Sternsinger nochmals im Rahmen des Familiengottesdienstes auf und wünschten der versammelten Gemeinde mit einem Lied Gottes Segen für das neue Jahr. − red/F: Westenthanner

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Drei Priester aus Indien senden die Sternsinger aus

Zwei Landsleute von Pater Kishore waren zu Gast
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Die drei aus Indien stammenden Priester Pater Kishore und Pater Shinto (von links) sowie P. Josef Bhaska (rechts) haben die farbenfroh gekleideten Erlbacher Sternsinger auf den Weg geschickt, um im Gebiet der Gemeinde für arme Flüchtlingskinder, vorwiegend aus Malawi, Geld zu sammeln.  − F.: Hochhäusl

Die drei aus Indien stammenden Priester Pater Kishore und Pater Shinto (von links) sowie P. Josef Bhaska (rechts) haben die farbenfroh gekleideten Erlbacher Sternsinger auf den Weg geschickt, um im Gebiet der Gemeinde für arme Flüchtlingskinder, vorwiegend aus Malawi, Geld zu sammeln.  − F.: Hochhäusl

Erlbach. Einen internationalen Auftrag haben die Erlbacher Sternsinger beim Gottesdienst am Neujahrstag erhalten: der aus Indien stammende Pfarrvikar Pater Kishore Reddy Gade hat zusammen mit seinem Landsleuten Pater Shinto und Pater Josef Bhaska die Sternsinger auf den Weg geschickt, um Geld für arme Flüchtlingskinder zu sammeln.

Diesen Gottesdienst hatte der Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit der "Deutschen Bauernmesse" von Annette Thoma feierlich gestaltet.

Die Weihnachtsfeiertage hatte Pater Kishore, der seit 2009 im Pfarrverband Reischach als Pfarrvikar wirkt, genutzt, um sich mit seinen Freunden zu treffen. Pater Josef Bhaska hatte mit Pater Kishore in Indien Theologie studiert und wurde mit ihm 2006 zum Priester geweiht. Er wirkt derzeit in Tuscon/Arizona im Südwesten der USA. Pater Shinto gehört wie Pater Kishore seit 2009 dem Orden der Salesianer an und arbeitet in einer Pfarrei in Duisburg.

Die Erlbacher Ministranten haben sich auch in diesem Jahr wieder bereit erklärt, die Sternsingeraktion durchzuführen. Bereits am vergangenen Samstag hatten sie an der großen Sternsinger-Aussendung in Passau teilgenommen. Mit ihren bunten Gewändern sind sie durch die Passauer Fußgängerzone zum Dom gezogen, um dort dem Eröffnungsgottesdienst zur diesjährigen Aktion beizuwohnen. Diözesanadministrator Dr. Klaus Metzl hatte dabei die Kinder und Jugendlichen auf das diesjährige Aktions-Motto eingestimmt: "Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit".

Die Sternsingeraktion hatte im vergangenen Jahr bundesweit mehr als 43 Millionen Euro eingebracht und zählt zu den größten Spendenaktionen. In über 100 Ländern wurden mehr als 2000 Projekte gefördert. Das Geld, das die Erlbacher Sternsinger in diesem Jahr sammeln, wird unverzüglich an das Kindermissionswerk weitergeleitet. − hok

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Drei Priester aus Indien senden die Sternsinger aus

Zwei Landsleute von Pater Kishore waren zu Gast
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Die drei aus Indien stammenden Priester Pater Kishore und Pater Shinto (von links) sowie P. Josef Bhaska (rechts) haben die farbenfroh gekleideten Erlbacher Sternsinger auf den Weg geschickt, um im Gebiet der Gemeinde für arme Flüchtlingskinder, vorwiegend aus Malawi, Geld zu sammeln.  − F.: Hochhäusl

Die drei aus Indien stammenden Priester Pater Kishore und Pater Shinto (von links) sowie P. Josef Bhaska (rechts) haben die farbenfroh gekleideten Erlbacher Sternsinger auf den Weg geschickt, um im Gebiet der Gemeinde für arme Flüchtlingskinder, vorwiegend aus Malawi, Geld zu sammeln.  − F.: Hochhäusl

Erlbach. Einen internationalen Auftrag haben die Erlbacher Sternsinger beim Gottesdienst am Neujahrstag erhalten: der aus Indien stammende Pfarrvikar Pater Kishore Reddy Gade hat zusammen mit seinem Landsleuten Pater Shinto und Pater Josef Bhaska die Sternsinger auf den Weg geschickt, um Geld für arme Flüchtlingskinder zu sammeln.

Diesen Gottesdienst hatte der Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit der "Deutschen Bauernmesse" von Annette Thoma feierlich gestaltet.

Die Weihnachtsfeiertage hatte Pater Kishore, der seit 2009 im Pfarrverband Reischach als Pfarrvikar wirkt, genutzt, um sich mit seinen Freunden zu treffen. Pater Josef Bhaska hatte mit Pater Kishore in Indien Theologie studiert und wurde mit ihm 2006 zum Priester geweiht. Er wirkt derzeit in Tuscon/Arizona im Südwesten der USA. Pater Shinto gehört wie Pater Kishore seit 2009 dem Orden der Salesianer an und arbeitet in einer Pfarrei in Duisburg.

Die Erlbacher Ministranten haben sich auch in diesem Jahr wieder bereit erklärt, die Sternsingeraktion durchzuführen. Bereits am vergangenen Samstag hatten sie an der großen Sternsinger-Aussendung in Passau teilgenommen. Mit ihren bunten Gewändern sind sie durch die Passauer Fußgängerzone zum Dom gezogen, um dort dem Eröffnungsgottesdienst zur diesjährigen Aktion beizuwohnen. Diözesanadministrator Dr. Klaus Metzl hatte dabei die Kinder und Jugendlichen auf das diesjährige Aktions-Motto eingestimmt: "Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit".

Die Sternsingeraktion hatte im vergangenen Jahr bundesweit mehr als 43 Millionen Euro eingebracht und zählt zu den größten Spendenaktionen. In über 100 Ländern wurden mehr als 2000 Projekte gefördert. Das Geld, das die Erlbacher Sternsinger in diesem Jahr sammeln, wird unverzüglich an das Kindermissionswerk weitergeleitet. − hok

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Drei Priester aus Indien senden die Sternsinger aus


Zwei Landsleute von Pater Kishore waren zu Gast



Die drei aus Indien stammenden Priester Pater Kishore und Pater Shinto (von links) sowie P. Josef Bhaska (rechts) haben die farbenfroh gekleideten Erlbacher Sternsinger auf den Weg geschickt, um im Gebiet der Gemeinde für arme Flüchtlingskinder, vorwiegend aus Malawi, Geld zu sammeln.  − F.: Hochhäusl


Erlbach. Einen internationalen Auftrag haben die Erlbacher Sternsinger beim Gottesdienst am Neujahrstag erhalten: Der aus Indien stammende Pfarrvikar Pater Kishore Reddy Gade hat zusammen mit seinem Landsleuten Pater Shinto und Pater Josef Bhaska die Sternsinger auf den Weg geschickt, um Geld für arme Flüchtlingskinder zu sammeln.

Diesen Gottesdienst hatte der Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit der "Deutschen Bauernmesse" von Annette Thoma feierlich gestaltet.

Die Weihnachtsfeiertage hatte Pater Kishore, der seit 2009 im Pfarrverband Reischach als Pfarrvikar wirkt, genutzt, um sich mit seinen Freunden zu treffen. Pater Josef Bhaska hatte mit Pater Kishore in Indien Theologie studiert und wurde mit ihm 2006 zum Priester geweiht. Er wirkt derzeit in Tuscon/Arizona im Südwesten der USA. Pater Shinto gehört wie Pater Kishore seit 2009 dem Orden der Salesianer an und arbeitet in einer Pfarrei in Duisburg.

Die Erlbacher Ministranten haben sich auch in diesem Jahr wieder bereit erklärt, die Sternsingeraktion durchzuführen. Bereits am vergangenen Samstag hatten sie an der großen Sternsinger-Aussendung in Passau teilgenommen. Mit ihren bunten Gewändern sind sie durch die Passauer Fußgängerzone zum Dom gezogen, um dort dem Eröffnungsgottesdienst zur diesjährigen Aktion beizuwohnen. Diözesanadministrator Dr. Klaus Metzl hatte dabei die Kinder und Jugendlichen auf das diesjährige Aktions-Motto eingestimmt: "Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit".

Die Sternsingeraktion hatte im vergangenen Jahr bundesweit mehr als 43 Millionen Euro eingebracht und zählt zu den größten Spendenaktionen. In über 100 Ländern wurden mehr als 2000 Projekte gefördert. Das Geld, das die Erlbacher Sternsinger in diesem Jahr sammeln, wird unverzüglich an das Kindermissionswerk weitergeleitet. - hok

 

(ANA vom 04.01.2014)

 

Erstmals Platz für Urnengräber


Informatives und Ehrungen beim Pfarrfamilienabend



Pfarrer Ludwig Samereier (re.) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Foto: Stirner Erich Sigl (2. v.r.) gratulierten langjährigen Helfern.  −

Perach. Ein buntes Programm aus Informationen und Unterhaltung wurde den Besuchern des Pfarrfamilienabends geboten. Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Erich Sigl legte einen umfangreichen Rechenschaftsbericht vor, der die vielfältigen Aufgaben der Pfarrfamilie deutlich machte. So fanden sechs Sitzungen statt. Zum "Jahr des Glaubens" nahm man in Reischach an einem gut besuchten Vortrag teil. Am 16. Februar 2014 findet wieder die Pfarrgemeinderatswahl statt, schloss Sigl.

Den Bericht der Kirchenverwaltung legte Ingried Kellner vor. Es wurde der Einbau von Toiletten am Friedhof geplant, aber im Zuge des Umbaus der ehemaligen Kreissparkasse wieder verworfen, weil nun in dieses Gebäude eine öffentliche Toilette installiert wird, erklärte Kellner.

Erstmals soll auf dem Friedhof nun Platz für Urnengräber geschaffen werden. Direkt neben der Leichenhalle werden bis spätestens 2014 diese Plätze zur Verfügung stehen. Den Ausgaben von 35 050 Euro standen Einnahmen von 28 048 Euro gegenüber.

Pfarrer Ludwig Samereier erinnerte in seinem Referat an die Erstellung des Neuen Gotteslobes. "Seit 10 Jahren ist das neue Gottes Lob in Planung, nun wird es fertig", sagte der Pfarrer. Hans Salzinger wird den Verkauf des neuen Buches übernehmen. Zur Pfarrgemeinderatswahl bat Samereier um Vorschläge für die Kandidaten aus der Pfarrgemeinde. Ferner erinnerte Samereier an das 50. Priesterjubiläum von Pfarrer Hans Spielmann. Weitere Jubiläen stehen an. So werden Pfarrer Franz Speckbacher sein 25. Priesterjubiläum und Pfarrer Ludwig Samereier sein 20. Priesterjubiläum am 10. Mai mit einer Wallfahrt zur Gartlberger Kirche feiern.

Ehrungen

Für langjährige kirchliche Dienste wurden geehrt:

Dorothea Wiederer (40 Jahre Kirchenchor), Gunter Grumbeck (45 Jahre Kirchenmusik), Irmengard Stockner (Kirchenmusik und 18 Jahre Krankenbesuchsdienst in Eggenfelden), Angela Unterreitmaier (Kirchenreinigungskraft wurde verabschiedet), Siglinde und Hans Latta (Vorbereitung der Ehejubilare), Sepp Riglbauer (Einsatz in der Caritas), Manfred Grabmaier (Vorsitz MC), MC-Familien: Blasius Kreuzpointner, Ludwig und Andreas Hofer, Ludwig und Manfred Grabmaier.

Pfarrer Hans Spielmann dankte alle die mithelfen, dass immer alles so reibungslos verläuft und im Besonderen Pfarrer Samereier, für seinen unermüdlichen Einsatz. Er regte an, dass regelmäßig Zahlen rund um das kirchliche Geschehen veröffentlicht werden sollten.

Betty Maier setzte sich für die Erneuerung der Inschrift des Kreuzes, das im Friedhof steht (Gebeine von unbekannten Verstorbenen) ein. Josef Stahlhofer kritisierte, dass das öffentliche WC (Preiserhof) zu weit weg sei. Die Kirchenverwaltung sollte doch am Friedhof eine Toilette installieren.

Den gelungenen Abend rundete das Spiel "Dalli-Klick" von Philipp Gesierich ab. -hoi

 

(ANA vom 26.11.2013)

 

Erstmals Platz für Urnengräber

Informatives und Ehrungen beim Pfarrfamilienabend
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Pfarrer Ludwig Samereier (re.) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Erich Sigl (2. v.r.) gratulierten langjährigen Helfern.  − Foto: Stirner

Pfarrer Ludwig Samereier (re.) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Erich Sigl (2. v.r.) gratulierten langjährigen Helfern.  − Foto: Stirner

Perach. Ein buntes Programm aus Informationen und Unterhaltung wurde den Besuchern des Pfarrfamilienabends geboten. Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Erich Sigl legte einen umfangreichen Rechenschaftsbericht vor, der die vielfältigen Aufgaben der Pfarrfamilie deutlich machte. So fanden sechs Sitzungen statt. Zum "Jahr des Glaubens" nahm man in Reischach an einem gut besuchten Vortrag teil. Am 16. Februar 2014 findet wieder die Pfarrgemeinderatswahl statt, schloss Sigl.

Den Bericht der Kirchenverwaltung legte Ingried Kellner vor. Es wurde der Einbau von Toiletten am Friedhof geplant, aber im Zuge des Umbaus der ehemaligen Kreissparkasse wieder verworfen, weil nun in dieses Gebäude eine öffentliche Toilette installiert wird, erklärte Kellner.

Erstmals soll auf dem Friedhof nun Platz für Urnengräber geschaffen werden. Direkt neben der Leichenhalle werden bis spätestens 2014 diese Plätze zur Verfügung stehen. Den Ausgaben von 35 050 Euro standen Einnahmen von 28 048 Euro gegenüber.

Pfarrer Ludwig Samereier erinnerte in seinem Referat an die Erstellung des Neuen Gotteslobes. "Seit 10 Jahren ist das neue Gottes Lob in Planung, nun wird es fertig", sagte der Pfarrer. Hans Salzinger wird den Verkauf des neuen Buches übernehmen. Zur Pfarrgemeinderatswahl bat Samereier um Vorschläge für die Kandidaten aus der Pfarrgemeinde. Ferner erinnerte Samereier an das 50. Priesterjubiläum von Pfarrer Hans Spielmann. Weitere Jubiläen stehen an. So werden Pfarrer Franz Speckbacher sein 25. Priesterjubiläum und Pfarrer Ludwig Samereier sein 20. Priesterjubiläum am 10. Mai mit einer Wallfahrt zur Gartlberger Kirche feiern.

EhrungenFür langjährige kirchliche Dienste

wurden geehrt:

Dorothea Wiederer (40 Jahre Kirchenchor), Gunter Grumbeck (45 Jahre Kirchenmusik), Irmengard Stockner (Kirchenmusik und 18 Jahre Krankenbesuchsdienst in Eggenfelden), Angela Unterreitmaier (Kirchenreinigungskraft wurde verabschiedet), Siglinde und Hans Latta (Vorbereitung der Ehejubilare), Sepp Riglbauer (Einsatz in der Caritas), Manfred Grabmaier (Vorsitz MC), MC-Familien: Blasius Kreuzpointner, Ludwig und Andreas Hofer, Ludwig und Manfred Grabmaier.

Pfarrer Hans Spielmann dankte alle die mithelfen, dass immer alles so reibungslos verläuft und im Besonderen Pfarrer Samereier, für seinen unermüdlichen Einsatz. Er regte an, dass regelmäßig Zahlen rund um das kirchliche Geschehen veröffentlicht werden sollten.

Betty Maier setzte sich für die Erneuerung der Inschrift des Kreuzes, das im Friedhof steht (Gebeine von unbekannten Verstorbenen) ein. Josef Stahlhofer kritisierte, dass das öffentliche WC (Preiserhof) zu weit weg sei. Die Kirchenverwaltung sollte doch am Friedhof eine Toilette installieren.

Den gelungenen Abend rundete das Spiel "Dalli-Klick" von Philipp Gesierich ab.  − hoi

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Ministrantengottesdienst in Perach am Christkönigsfest, 23.11.2013

Thema: „Dich schickt der Himmel“

 

An viele kirchliche Dienste denken wir beim Satz „Dich schickt der Himmel!“, heute einmal besonders an unsere Ministranten/innen. Ihr gebt unserer Kirche und unseren Gottesdiensten ein junges Gesicht, Hoffnung auf Zukunft, wenn ihr hier vorne die Feier der Liturgie durch Euren Dienst mitgestaltet. Und so bezeugt ihr den Menschen hier in der Kirche: „Euch alle schickt der Himmel!“ – denn dann entsteht christliche Gemeinde, dann hat unsere Kirche Zukunft, dann beginnt das Reich Gottes.

Peracher Ministranten zusammen mit (hinten von links) Anni Werkstetter, P. Kishore und GR Hans Salzinger Die neuen Peracher Minis mit (von links) Annalena Glück, Annika Ganghofer, Manuel Stadler, Hannah Lobenhofer, Moritz Ganghofer, Susanne Eder zusammen mit (hinten von links) P. Kishore, Mesnerin Anni Werkstetter, Oberministrant Thomas Trenker und GR Hans Salzinger Die ausscheidenden Ministranten (von links) Dominik Ortner, Michaela Sporer und Tobias Friedl zusammen mit (hinten von links) P. Kishore, Mesnerin Anni Werkstetter, Oberministrant Thomas Trenker und GR Hans Salzinger

Ministrantengottesdienst in Reischach am Christkönigsfest, 24.11.2013

Thema: „Dich schickt der Himmel“

An viele kirchliche Dienste denken wir beim Satz „Dich schickt der Himmel!“, heute einmal besonders an unsere Ministranten/innen. Ihr gebt unserer Kirche und unseren Gottesdiensten ein junges Gesicht, Hoffnung auf Zukunft, wenn ihr hier vorne die Feier der Liturgie durch Euren Dienst mitgestaltet. Und so bezeugt ihr den Menschen hier in der Kirche: „Euch alle schickt der Himmel!“ – denn dann entsteht christliche Gemeinde, dann hat unsere Kirche Zukunft, dann beginnt das Reich Gottes.

 

Neue Ministrantin: Stefanie Maier, Aushofen

Ehrungen (5 Jahre): 1. Matthias König    2. Jakob Nock        3. Josefine Baisl

und 4. Romana Stockner und 5. Markus Pfaffeneder (10 Jahre)

 

Ausscheidende Ministranten:

1. Laura Weiherer   2. Sarah-Maria Niesner     3. Eva Walter         4. Tanja Hofbauer

5. Johanna Hielscher        6. Theresa Haderlein        7. Ramona Stockner

 

Verantwortliche / Oberministrantinnen:

1. Markus Pfaffeneder       2. Matthias Hölzlwimmer

3. Veronika Niederhuber  4. Sophia Meyer              5. Josefine Baisl

Reischach – eine Pfarrei voller Leben


Pfarrfamilienabend im vollbesetzten Saal des Reischacher Hofs mit unterhaltsamen Einlagen und informativen Rückblicken




Der Kinderchor unter Leitung von Bettina Weiherer hieß die Besucher willkommen.  − Fotos: Thumser

Reischach. Rückblicke, unterhaltsame Einlagen und Ehrungen prägten den Pfarrfamilienabend, der am Samstag im vollbesetzten Saal des Reischacher Hofes stattfand. Die Gäste wurden vom Kinderchor unter der Leitung von Bettina Weiherer mit einem Lied willkommen geheißen. Durchs Programm führten Gemeindereferent Hans Salzinger und Josefine Baisl mit Charme und Geschick.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hölzlwimmer hielt Rückschau auf das abgelaufene Jahr, in dem neben der Planung von kirchlichen Festen und Veranstaltungen auch ein Pilgerführer zum Jakobusweg erstellt wurde. Weiter gab er bekannt, dass im Reischacher Friedhof eine Grabstätte für fehlgeborene Kinder entstehen wird. Dieses Frühchengrab wird noch heuer fertiggestellt und gesegnet. Desweiteren bot der Pfarrgemeinderat dieses Jahr erstmals ein Angebot für Kinder in den Ferien an. Bevor Mitte Februar der neue Pfarrgemeinderat gewählt wird, findet ab 7. Januar ein Erste-Hilfe- Kurs auf Pfarrverbandsebene statt.


 

Eine ganze Reihe von Ehrungen nahm Pfarrer Ludwig Samereier (links) vor.

84 Kinder: "Kindergarten ist fast ausgelastet"

In dem Bericht über den Kindergarten gab Cilli Reiter als stellvertretende Leiterin bekannt, dass zur Zeit 84 Kinder betreut werden, zwölf Kinder davon besuchen die Krippe. Somit sei der Kindergarten fast ausgelastet.

Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber gab einen Finanzbericht für drei Einrichtungen: Bei der Kirchenstiftung Reischach steht nach seinen Worten ein Defizit von 9000 Euro, das Jahr im Kindergarten St. Martin wird mit einem Defizit von 21 000 Euro abgeschlossen, welches die Gemeinde zu 75 Prozent und die Kirchenstiftung zu 25 Prozent trägt. Bei der ambulanten Krankenpflegestation werde mit einem positiven Ergebnis gerechnet. In der Diözese Passau ist diese Einrichtung die Einzige, bei der ein Überschuss bleibt. Besonderer Dank galt an dieser Stelle Marianne Unterstrasser mit ihrem Team.

Von notwendigen Reparaturen am Turm und dem 600 Jahre alten Dachstuhl an der Endlkirchener Kirche berichtete Kirchenpfleger Martin Peterbauer. Neben notwendigen Maßnahmen wie den Kundendienst an der Orgel sowie die Umstellung auf energiesparende LED-Beleuchtung wurde auch die ehrenamtliche Friedhofspflege lobend erwähnt. Weiter ist eine WC- Anlage in Planung, die jedoch trotz großer Eigenleistung ohne Zuschuss wohl nicht realisierbar ist.

Eine geschnitzte Elisabeth-Figur, von Peterbauer selber gefertigt, zierte den ganzen Abend den rechten Teil vor der Bühne. Sie wurde am Sonntag gesegnet und findet bei der Elisabethandacht besondere Verehrung.

Ich bin beim Pfarrgemeinderat, weil...

Turnusgemäß stellte sich dieses Jahr der Pfarrgemeinderat als kirchliche Gruppierung vor. In einer heiteren Darstellung der einzelnen Mitglieder wurden auch die Aufgaben angesprochen, die zu erledigen sind. Aus Überzeugung und in Anbetracht der Tatsache, dass nächstes Jahr wieder Pfarrgemeinderatswahlen sind, sagte jeder der Räte einen Satz, warum er im Pfarrgemeinderat ist. "Ich bin beim PGR, weil ich mich in der Pfarrei vor Ort engagieren kann", lautete zum Beispiel ein solcher Satz.

Die weitere musikalische Umrahmung des Abends übernahmen der Jugendchor unter der Leitung von Veronika Vorbuchner sowie der Singkreis mit dem Leiter Klaus Hölzlwimmer. Ludwig Demmelhuber führte noch Bilder aus dem Pfarrleben vor. Mit einem gemeinsamen Lied klang der Abend aus.

Pfarrer Ludwig Samereier hatte zuvor die Ehrungen vorgenommen. Er dankte Haupt- und Ehrenamtlichen für ihren Einsatz rund um die Pfarrei. Nur dank ihres Einsatzes könne es ein vielfältiges, red − harmonisches und segensreiches Miteinander im Pfarrleben geben.

(ANA vom 20.11.2013)

 

Impressionen

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Dem Regen zum Trotz: Segen für Ross und Reiter


35. Leonhardiumritt in Steinhausen mit 45 Pferden – 200 Besucher bei der Brauchtum-Veranstaltung


Ein besonderer Blickfang in ihren mittelalterlichen Kostümen war dieses Reiterpaar vor der Kulisse der alten Leonhardikirche.  − Fotos: Buchberger


Erlbach. Vor der Kulisse der alten Wallfahrtskirche St. Leonhard in Steinhausen fand am Samstagnachmittag der Leonhardiumritt statt, bedingt durch regnerisches Wetter allerdings in deutlich abgespeckter Form. Nur 45 Pferde mit ihren Reitern, erwartet war die doppelte Anzahl, fanden den Weg zu einer der ältesten Pferdewallfahrten Bayerns.

Urkundlich aufgezeichnet ist der Umritt bereits seit 1756, nach seiner Wiedereinführung im Jahr 1978 ging die kirchliche Brauchtumsveranstaltung damit in die 35. Runde. Und auch die Besucherzahl blieb dem schlechten Wetter geschuldet hinter den Erwartungen zurück. Immerhin hatten sich aber doch etwa 200 Zuschauer zur ansonsten wunderschönen Herbstlandschaft vor der Nebenkirche des Reischacher Pfarrverbandes begeben, sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Festlich herausgeputzt bekamen Ross und Reiter bei ihrem Umzug durch Pfarrer Ludwig Samereier auf die Fürbitte des Heiligen Leonhard den Segen Gottes.


Der Höhepunkt der Pferdewallfahrt: Pfarrer Ludwig Samereier besprengt Ross und Reiter mit Weihwasser.

Nicht leicht hatte es die Jury mit Franz Maier, Bernhard und Manfred Rothenaicher, die Sonderpreise zu vergeben. Schließlich entschieden sich die Juroren, den Schönheitspreis an Fred Kaiser aus Wald zu vergeben. Den Mehrheitspreis sicherten sich einmal mehr die Gerataler Pferdefreunde aus Mitterskirchen. Kajetan Rasp aus Reischach sahnte schließlich mit seinem herausgeputzten Gefährt den Kutschenpreis ab. Die Preise – Reiterfahnen und Holztafeln – waren wie die Jahre zuvor von den Kirchenpflegern Martin Peterbauer und Ludwig Demmelhuber, aber auch von den Rathauschefs Erlbachs und Reischachs, Franz Watzinger und Herbert Vilsmaier, gestiftet worden. Wie im Vorjahr sicherte sich Marina Bauer aus Reischach mit ihrem Pferd den Kinderschönheitspreis, während der jüngste Reiter, der vierjährige Stefan Schichl aus Wurmannsquick, den Kinderjugendpreis in Empfang nehmen durfte.

Traditionell spendete die Familie Dr. Basting, die direkten Nachbarn der alten Leonhardikirche, für alle Teilnehmer eine Gedenkrosette, diesmal in den Farben Grün und Grau gehalten. Auch deren Hündin, die fünfjährige Bernhardinerin "Polly", erhielt wie die Jahre zuvor am Ende des Umzugs den Segen Gottes. Musikalisch lag die Veranstaltung bei der Blaskapelle Reischach, sie führte die Geistlichkeit auch nach dem Patroziniumsgottesdienst zum Umrittgelände. Vollgefüllt war danach das BRK-Zelt der Landjugend. Hier ließen sich viele Besucher "Kiachen" und Brotzeiten schmecken.  − mbu

(ANA vom 11.11.2013)

 

Dem Regen zum Trotz: Segen für Ross und Reiter

35. Leonhardiumritt in Steinhausen mit 45 Pferden – 200 Besucher bei der Brauchtum-Veranstaltung
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Ein besonderer Blickfang in ihren mittelalterlichen Kostümen war dieses Reiterpaar vor der Kulisse der alten Leonhardikirche.  − Fotos: Buchberger

Ein besonderer Blickfang in ihren mittelalterlichen Kostümen war dieses Reiterpaar vor der Kulisse der alten Leonhardikirche.  − Fotos: Buchberger

Erlbach. Vor der Kulisse der alten Wallfahrtskirche St. Leonhard in Steinhausen fand am Samstagnachmittag der Leonhardiumritt statt, bedingt durch regnerisches Wetter allerdings in deutlich abgespeckter Form. Nur 45 Pferde mit ihren Reitern, erwartet war die doppelte Anzahl, fanden den Weg zu einer der ältesten Pferdewallfahrten Bayerns.

Urkundlich aufgezeichnet ist der Umritt bereits seit 1756, nach seiner Wiedereinführung im Jahr 1978 ging die kirchliche Brauchtumsveranstaltung damit in die 35. Runde. Und auch die Besucherzahl blieb dem schlechten Wetter geschuldet hinter den Erwartungen zurück. Immerhin hatten sich aber doch etwa 200 Zuschauer zur ansonsten wunderschönen Herbstlandschaft vor der Nebenkirche des Reischacher Pfarrverbandes begeben, sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Festlich herausgeputzt bekamen Ross und Reiter bei ihrem Umzug durch Pfarrer Ludwig Samereier auf die Fürbitte des Heiligen Leonhard den Segen Gottes.
Der Höhepunkt der Pferdewallfahrt: Pfarrer Ludwig Samereier besprengt Ross und Reiter mit Weihwasser.

Der Höhepunkt der Pferdewallfahrt: Pfarrer Ludwig Samereier besprengt Ross und Reiter mit Weihwasser.

Nicht leicht hatte es die Jury mit Franz Maier, Bernhard und Manfred Rothenaicher, die Sonderpreise zu vergeben. Schließlich entschieden sich die Juroren, den Schönheitspreis an Fred Kaiser aus Wald zu vergeben. Den Mehrheitspreis sicherten sich einmal mehr die Gerataler Pferdefreunde aus Mitterskirchen. Kajetan Rasp aus Reischach sahnte schließlich mit seinem herausgeputzten Gefährt den Kutschenpreis ab. Die Preise – Reiterfahnen und Holztafeln – waren wie die Jahre zuvor von den Kirchenpflegern Martin Peterbauer und Ludwig Demmelhuber, aber auch von den Rathauschefs Erlbachs und Reischachs, Franz Watzinger und Herbert Vilsmaier, gestiftet worden. Wie im Vorjahr sicherte sich Marina Bauer aus Reischach mit ihrem Pferd den Kinderschönheitspreis, während der jüngste Reiter, der vierjährige Stefan Schichl aus Wurmannsquick, den Kinderjugendpreis in Empfang nehmen durfte.

Traditionell spendete die Familie Dr. Basting, die direkten Nachbarn der alten Leonhardikirche, für alle Teilnehmer eine Gedenkrosette, diesmal in den Farben Grün und Grau gehalten. Auch deren Hündin, die fünfjährige Bernhardinerin "Polly", erhielt wie die Jahre zuvor am Ende des Umzugs den Segen Gottes. Musikalisch lag die Veranstaltung bei der Blaskapelle Reischach, sie führte die Geistlichkeit auch nach dem Patroziniumsgottesdienst zum Umrittgelände. Vollgefüllt war danach das BRK-Zelt der Landjugend. Hier ließen sich viele Besucher "Kiachen" und Brotzeiten schmecken.  − mbu

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Pfarrer unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen


Martin Schreiner stammte aus Reischach und war in Ering tätig – Diözesanadministrator Dr. Klaus Metzl zelebriert Requiem


F.: red Mit nur 52 Jahren starb Pfarrer Martin Schreiner.  −

Reischach. Mit nur 52 Jahren ist der aus Reischach stammende katholische Pfarrer Martin Schreiner gestorben. Zahlreiche Menschen aus dem Pfarrverband Ering (Landkreis Rottal-Inn), wo er zuletzt tätig war, kamen jetzt zu seiner Beerdigung an der Kirchenmauer im Heimatort. Insgesamt gaben ihm mehrere hundert Menschen das letzte Geleit.

Unter das Christuswort "Ich bin der gute Hirte – ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich" stellte Diözesanadministrator Prälat Dr. Klaus Metzl, der das Requiem im Beisein von mehr als 40 Geistlichen zelebrierte, seine Trauerpredigt. Pfarrer Martin Schreiner habe sich stets seiner Hirtenaufgabe verpflichtet gefühlt – unaufgeregt und mit hintergründigem Humor. Er sei kein Wirklichkeitsverweigerer gewesen, sondern ein Seelsorger, der mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Welt stand.

"Er war ein erfolgreicher Brückenbauer", so der Bischöfliche Administrator, "weil er um das Fundament wusste und keine extravaganten Experimente einging. Im besten Sinne des Wortes war er normal geblieben. Das machte ihn sympathisch und für die Menschen zugänglich, da er keinen überforderte, sondern stets versuchte, den Menschen in ihrer ganz konkreten Lebenssituation gerecht zu werden."

Mit Stolz habe der Verstorbene den Namen des Pfarrpatrons und seines Vaters Martin getragen. Der heilige Martin sei immer mehr zum Programm seines Lebens geworden: "Er teilte nicht nur das, was er hatte, mit den Menschen, sondern sein ganzes Leben. Er war einer wie du und ich, der sich des Lebens erfreute, der Freundschaften pflegte, der die Welt auf Reisen neugierig erkundete, der gutes Essen nicht verschmähte, der gern Musik hörte, der die Daten der neuesten Autos kannte – und bei all dem immer Pfarrer blieb."

Dr. Metzl erinnerte daran, dass Pfarrer Schreiner im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Priesterjubiläum groß gefeiert hat. Getreu seinem Primizspruch "Gott wohnt da, wo man ihn einlässt", habe er Schranken abgebaut, um Gott Einlass in die Herzen der Menschen zu verschaffen.

Der Statthalter des Passauer Bischofs bezeichnete den Verstorbenen als großen Kämpfer. "Geht ned, gibt’s ned!", sei sein Lebensmotto gewesen. Trotz seiner Kämpfernatur habe er aber den Kampf gegen seine Krankheit verloren. "Er hinterlässt in der Familie, bei seinen Freunden, im Pfarrverband Ering am Inn und in unserer Priesterschaft eine große Lücke. Trost kann uns in dieser Stunde des Abschieds nur der Glaube sein."

Das Requiem wurde zum bewegenden Abschiedsgottesdienst auch durch die feinfühlig vorgetragenen Lieder des Kirchenchors der Pfarrei Reischach unter der Leitung von Veronika Wimmer. Titel wie "Herr erbarme dich unser", "Meine Seele ist stille in dir", "Der Herr ist mein Hirt" oder "Von guten Mächten wunderbar geborgen" vermittelten Frieden, Trost und Zuversicht.

Im Anschluss an das Requiem begab sich die Geistlichkeit zur Aussegnungshalle auf dem Friedhof, wo vor dem Sarg des Verstorbenen die Begräbnisfeier abgehalten wurde. Dann begleitete eine lange Prozession, angeführt von 15 Fahnenträgern, dem Klerus und den Angehörigen, den Sarg zum Grab an der Kirchenmauer. Dort fand die eigentliche Beisetzungszeremonie statt. Auf Wunsch des Verstorbenen gab es in der Kirche und am Grab keine Nachrufe.

Der Kirchenpfleger des Ortes Münchham (Pfarrverband Ering), Gunter Weber sagte: "Der plötzliche Tod unseres Pfarrers hat bei mir, aber auch unter den Gemeindemitgliedern, tiefe Betroffenheit und Trauer ausgelöst. Ich stand ihm sehr nahe, ich habe einen Freund verloren." Weber beschrieb den Verstorbenen als eine Persönlichkeit, die es verstand, mit ihrer einfachen, natürlichen Art eine Atmosphäre der Zusammengehörigkeit und Nähe zu vermitteln. "Sein offenes Wesen hat uns sehr gut getan. Und er war ein großartiger Seelsorger, der theologisch eine unkomplizierte Sprache pflegte. Anhand klarer Beispiele konnte er die biblischen Inhalte allen verständlich machen. Seine Predigten waren red − relativ knapp gehalten und nie langweilig.

(ANA vom 28.10.2013)

Pfarrer unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen

Martin Schreiner stammte aus Reischach und war in Ering tätig – Diözesanadministrator Dr. Klaus Metzl zelebriert Requiem
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Mit nur 52 Jahren starb Pfarrer Martin Schreiner.  − F.: red

Mit nur 52 Jahren starb Pfarrer Martin Schreiner.  − F.: red

Reischach. Mit nur 52 Jahren ist der aus Reischach stammende katholische Pfarrer Martin Schreiner gestorben. Zahlreiche Menschen aus dem Pfarrverband Ering (Landkreis Rottal-Inn), wo er zuletzt tätig war, kamen jetzt zu seiner Beerdigung an der Kirchenmauer im Heimatort. Insgesamt gaben ihm mehrere hundert Menschen das letzte Geleit.

Unter das Christuswort "Ich bin der gute Hirte – ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich" stellte Diözesanadministrator Prälat Dr. Klaus Metzl, der das Requiem im Beisein von mehr als 40 Geistlichen zelebrierte, seine Trauerpredigt. Pfarrer Martin Schreiner habe sich stets seiner Hirtenaufgabe verpflichtet gefühlt – unaufgeregt und mit hintergründigem Humor. Er sei kein Wirklichkeitsverweigerer gewesen, sondern ein Seelsorger, der mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Welt stand.

"Er war ein erfolgreicher Brückenbauer", so der Bischöfliche Administrator, "weil er um das Fundament wusste und keine extravaganten Experimente einging. Im besten Sinne des Wortes war er normal geblieben. Das machte ihn sympathisch und für die Menschen zugänglich, da er keinen überforderte, sondern stets versuchte, den Menschen in ihrer ganz konkreten Lebenssituation gerecht zu werden."

Mit Stolz habe der Verstorbene den Namen des Pfarrpatrons und seines Vaters Martin getragen. Der heilige Martin sei immer mehr zum Programm seines Lebens geworden: "Er teilte nicht nur das, was er hatte, mit den Menschen, sondern sein ganzes Leben. Er war einer wie du und ich, der sich des Lebens erfreute, der Freundschaften pflegte, der die Welt auf Reisen neugierig erkundete, der gutes Essen nicht verschmähte, der gern Musik hörte, der die Daten der neuesten Autos kannte – und bei all dem immer Pfarrer blieb."

Dr. Metzl erinnerte daran, dass Pfarrer Schreiner im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Priesterjubiläum groß gefeiert hat. Getreu seinem Primizspruch "Gott wohnt da, wo man ihn einlässt", habe er Schranken abgebaut, um Gott Einlass in die Herzen der Menschen zu verschaffen.

Der Statthalter des Passauer Bischofs bezeichnete den Verstorbenen als großen Kämpfer. "Geht ned, gibt’s ned!", sei sein Lebensmotto gewesen. Trotz seiner Kämpfernatur habe er aber den Kampf gegen seine Krankheit verloren. "Er hinterlässt in der Familie, bei seinen Freunden, im Pfarrverband Ering am Inn und in unserer Priesterschaft eine große Lücke. Trost kann uns in dieser Stunde des Abschieds nur der Glaube sein."

Das Requiem wurde zum bewegenden Abschiedsgottesdienst auch durch die feinfühlig vorgetragenen Lieder des Kirchenchors der Pfarrei Reischach unter der Leitung von Veronika Wimmer. Titel wie "Herr erbarme dich unser", "Meine Seele ist stille in dir", "Der Herr ist mein Hirt" oder "Von guten Mächten wunderbar geborgen" vermittelten Frieden, Trost und Zuversicht.

Im Anschluss an das Requiem begab sich die Geistlichkeit zur Aussegnungshalle auf dem Friedhof, wo vor dem Sarg des Verstorbenen die Begräbnisfeier abgehalten wurde. Dann begleitete eine lange Prozession, angeführt von 15 Fahnenträgern, dem Klerus und den Angehörigen, den Sarg zum Grab an der Kirchenmauer. Dort fand die eigentliche Beisetzungszeremonie statt. Auf Wunsch des Verstorbenen gab es in der Kirche und am Grab keine Nachrufe.

Der Kirchenpfleger des Ortes Münchham (Pfarrverband Ering), Gunter Weber sagte: "Der plötzliche Tod unseres Pfarrers hat bei mir, aber auch unter den Gemeindemitgliedern, tiefe Betroffenheit und Trauer ausgelöst. Ich stand ihm sehr nahe, ich habe einen Freund verloren." Weber beschrieb den Verstorbenen als eine Persönlichkeit, die es verstand, mit ihrer einfachen, natürlichen Art eine Atmosphäre der Zusammengehörigkeit und Nähe zu vermitteln. "Sein offenes Wesen hat uns sehr gut getan. Und er war ein großartiger Seelsorger, der theologisch eine unkomplizierte Sprache pflegte. Anhand klarer Beispiele konnte er die biblischen Inhalte allen verständlich machen. Seine Predigten waren relativ knapp gehalten und nie langweilig.  − red

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"Etwas Erhabenes, Beeindruckendes"


Sieben Paare feiern in der Arbinger Pfarrkirche ihr Ehejubiläum



Als "Vorbild für andere" lobte Pfarrer Ludwig Samereier (links) die Ehepaare, auch Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Elisabeth Sigrüner (rechts) Foto: Buchberger beglückwünschen sie zu ihren Ehejubiläen.  −

Arbing. Auf insgesamt 245 Ehejahre können die sieben Jubelpaare zurückblicken, die sich am Sonntag in der Arbinger Pfarrkirche St. Georg zum Ehejubiläumstag getroffen haben.

Eigentlich wollten acht Paare ihre Jubelhochzeit beim Abendgottesdienst feiern, doch musste das älteste Ehepaar krankheitsbedingt fehlen: Die beiden können im kommenden Monat die Diamantene Hochzeit, sechs Jahrzehnte Ehe, begehen. Im selben Arbinger Gotteshaus hatte sich die Hälfte der Ehepaare im Verlauf der vergangenen sechs Jahrzehnte das Jawort gegeben, vier Paare wurden durch ihren damaligen Wohnort bedingt in anderen Pfarreien des Landkreises getraut.

Pfarrer Ludwig Samereier bezeichnete es in seiner Ansprache als "etwas Erhabenes, etwas Beeindruckendes", dass alle Paare ihre Hochzeitskerzen mitgebracht hatten und am Altar entzündeten. Das seinerzeit bei den Trauungen gesegnete Licht der Kerzen, das für Jesus stehe, habe die Paare auch in schwierigen Zeiten bis zum heutigen Tag begleitet. "Euer gemeinsames Leben in eurer Ehe ist ein Vorbild für viele andere, die sich an euch aufrichten können – eure Kinder, eure Verwandten". Er sei sich sicher, dass viele dadurch "Ja zur Ehe" sagten, sagte Samereier. Er beglückwünschte die Paare zu ihrer langen Verbundenheit. Im Verlauf des Gottesdienstes spendete der Geistliche allen Ehepaaren den Einzelsegen.

Glückwünsche an die Paare entrichtete auch der Pfarrgemeinderat. Dessen Vorsitzende Elisabeth Sigrüner überreichte den Jubelbräuten dabei eine Rose zur Erinnerung. Gesanglich abgerundet wurde die Feier im Gotteshaus durch die Lieder des Arbinger Kirchenchores.

Zur weltlichen Feier, einem gemeinsamen Essen mit gemütlichem Beisammensein, hatte anschließend der Pfarrgemeinderat in das Pfarrheim eingeladen. Im Verlauf des harmonischen Abends waren es vor allem die Erinnerungen an den Hochzeitstag, die bei den Ehejubilaren für viel Gesprächsstoff sorgten. - mbu

Jubiläum feierten: 60 Ehejahre (Diamantene Hochzeit): Maria und Matthias Gruber.

50 Jahre (Goldene Hochzeit): Anna und Franz Gruber sowie Anna und Stefan Gruber.

40 Jahre ("Rubinhochzeit"): Theresia und Josef Kammergruber.

30 Jahre: ("Perlenhochzeit") Gabriele und Wilhelm Steffenhagen.

25 Jahre: ("Silberhochzeit"): Lissy und Robert König, Maria und Johann Schaaf sowie Elfriede und Otmar Schweda.

(ANA vom 16.10.2013)

"Etwas Erhabenes, Beeindruckendes"

Sieben Paare feiern in der Arbinger Pfarrkirche ihr Ehejubiläum
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Als "Vorbild für andere" lobte Pfarrer Ludwig Samereier (links) die Ehepaare, auch Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Elisabeth Sigrüner (rechts) beglückwünschen sie zu ihren Ehejubiläen.  − Foto: Buchberger

Als "Vorbild für andere" lobte Pfarrer Ludwig Samereier (links) die Ehepaare, auch Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Elisabeth Sigrüner (rechts) beglückwünschen sie zu ihren Ehejubiläen.  − Foto: Buchberger

Arbing. Auf insgesamt 245 Ehejahre können die sieben Jubelpaare zurückblicken, die sich am Sonntag in der Arbinger Pfarrkirche St. Georg zum Ehejubiläumstag getroffen haben.

Eigentlich wollten acht Paare ihre Jubelhochzeit beim Abendgottesdienst feiern, doch musste das älteste Ehepaar krankheitsbedingt fehlen: Die beiden können im kommenden Monat die Diamantene Hochzeit, sechs Jahrzehnte Ehe, begehen. Im selben Arbinger Gotteshaus hatte sich die Hälfte der Ehepaare im Verlauf der vergangenen sechs Jahrzehnte das Jawort gegeben, vier Paare wurden durch ihren damaligen Wohnort bedingt in anderen Pfarreien des Landkreises getraut.

Pfarrer Ludwig Samereier bezeichnete es in seiner Ansprache als "etwas Erhabenes, etwas Beeindruckendes", dass alle Paare ihre Hochzeitskerzen mitgebracht hatten und am Altar entzündeten. Das seinerzeit bei den Trauungen gesegnete Licht der Kerzen, das für Jesus stehe, habe die Paare auch in schwierigen Zeiten bis zum heutigen Tag begleitet. "Euer gemeinsames Leben in eurer Ehe ist ein Vorbild für viele andere, die sich an euch aufrichten können – eure Kinder, eure Verwandten". Er sei sich sicher, dass viele dadurch "Ja zur Ehe" sagten, sagte Samereier. Er beglückwünschte die Paare zu ihrer langen Verbundenheit. Im Verlauf des Gottesdienstes spendete der Geistliche allen Ehepaaren den Einzelsegen.

Glückwünsche an die Paare entrichtete auch der Pfarrgemeinderat. Dessen Vorsitzende Elisabeth Sigrüner überreichte den Jubelbräuten dabei eine Rose zur Erinnerung. Gesanglich abgerundet wurde die Feier im Gotteshaus durch die Lieder des Arbinger Kirchenchores.

Zur weltlichen Feier, einem gemeinsamen Essen mit gemütlichem Beisammensein, hatte anschließend der Pfarrgemeinderat in das Pfarrheim eingeladen. Im Verlauf des harmonischen Abends waren es vor allem die Erinnerungen an den Hochzeitstag, die bei den Ehejubilaren für viel Gesprächsstoff sorgten. − mbu

Jubiläum feierten: 60 Ehejahre (Diamantene Hochzeit): Maria und Matthias Gruber.

50 Jahre (Goldene Hochzeit): Anna und Franz Gruber sowie Anna und Stefan Gruber.

40 Jahre ("Rubinhochzeit"): Theresia und Josef Kammergruber.

30 Jahre: ("Perlenhochzeit") Gabriele und Wilhelm Steffenhagen.

25 Jahre: ("Silberhochzeit"): Lissy und Robert König, Maria und Johann Schaaf sowie Elfriede und Otmar Schweda.

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"Zusammen auf hoher See"

 

Tag der Ehejubilare hat einen festen Platz in Peracher Pfarrei



Die Peracher Ehejubilare mit Pater Kishore (links).  − Foto: Latta


Perach. Zum siebten Mal bereits wurde in der schönen Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" in Perach der "Tag der Ehejubilare" begangen. 15 Ehepaare, die 2013 Jahr einen runden oder halbrunden Hochzeitstag feiern durften bzw. noch feiern dürfen, folgten der Einladung des Pfarrgemeinderates in die Peracher Pfarrkirche, in der sich fast alle der Anwesenden das Ja-Wort gegeben hatten, zu einem Festgottesdienst.

Gemeindereferent Hans Salzinger dankte den Paaren für das Lebens- und Glaubenszeugnis, das sie mit ihren Eheleben zeigen. Dadurch würde Christus sichtbar gemacht, der mit Liebe und Treue zu den Menschen steht. Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes stand auch dieses Jahr der Einzelsegen, den Pfarrvikar Pater Kishore den Ehepaaren spendete. In den von Siglinde Latta gelesenen Fürbitten, bei denen für jedes Jubelpaar eine Kerze entzündet wurde, erbat die Pfarrgemeinde Gottes Segen.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Jubilare zusammen mit Mitgliedern des Pfarrgemeinderates im Gasthaus "Oberwirt" zur weltlichen Feier. In seiner Begrüßung, in deren Mittelpunkt er den schottischen Spruch stellte: "Wenn wir heiraten, übernehmen wir ein versiegeltes Schreiben, dessen Inhalt wir erst erfahren, wenn wir auf hoher See sind", dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Erich Sigl den Jubelpaaren und dem Organisationsteam Anne Becker, Luzia Steinberger und Siglinde Latta, die diesen Tag der Ehejubilare hervorragend vorbereitet hatten. In seinem Grußwort gratulierte Bürgermeister Georg Eder den Paaren im Namen der Gemeinde.

Nach dem Mittagessen wurde an der geschmückten Tafel auch das 2012 angelegte "Gästebuch" mit den Gruppenfotos der zurückliegenden sechs Jahre herumgereicht, in das sich alle Teilnehmer eintragen konnten. Mit dem Sketch "Hochzeitsreise nach Bibione" erheiterten Siglinde und Hans Latta als "Ida und Done" die Anwesenden. Kaffee und selbstgebackener Kuchen rundeten den Tag der Ehejubilare ab.  − red

EhrungenGeehrt wurden für 55 Jahre: Dorothea und Karl-Heinz Wiederer; für 50 Jahre: Hermine und Max Winkler, Maria und Alfred Weger; für 45 Jahre: Maria und Franz Mehlstäubl, Anna und Wladislaw Wichnera; für 40 Jahre: Mathilde und Peter Schreiner, Elisabeth und Erich Sigl, Anna und Peter Prinz, Luzia und Josef Steinberger; für 30 Jahre: Veronika und Herbert Windorfer; für 20 Jahre: Monika und Ludwig Kreuzpointner, Lucia und Klaus Werkstetter, Manuela und Herbert Wolferseder; für 15 Jahre: Brigitte und Peter Prinz und für 10 Jahre: Angela und Philipp Gesierich.

 

(ANA vom 09.10.2013)

"Zusammen auf hoher See"

Tag der Ehejubilare hat einen festen Platz in Peracher Pfarrei
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Die Peracher Ehejubilare mit Pater Kishore (links).  − Foto: Latta

Die Peracher Ehejubilare mit Pater Kishore (links).  − Foto: Latta

Perach. Zum siebten Mal bereits wurde in der schönen Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" in Perach der "Tag der Ehejubilare" begangen. 15 Ehepaare, die 2013 Jahr einen runden oder halbrunden Hochzeitstag feiern durften bzw. noch feiern dürfen, folgten der Einladung des Pfarrgemeinderates in die Peracher Pfarrkirche, in der sich fast alle der Anwesenden das Ja-Wort gegeben hatten, zu einem Festgottesdienst.

Gemeindereferent Hans Salzinger dankte den Paaren für das Lebens- und Glaubenszeugnis, das sie mit ihren Eheleben zeigen. Dadurch würde Christus sichtbar gemacht, der mit Liebe und Treue zu den Menschen steht. Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes stand auch dieses Jahr der Einzelsegen, den Pfarrvikar Pater Kishore den Ehepaaren spendete. In den von Siglinde Latta gelesenen Fürbitten, bei denen für jedes Jubelpaar eine Kerze entzündet wurde, erbat die Pfarrgemeinde Gottes Segen.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Jubilare zusammen mit Mitgliedern des Pfarrgemeinderates im Gasthaus "Oberwirt" zur weltlichen Feier. In seiner Begrüßung, in deren Mittelpunkt er den schottischen Spruch stellte: "Wenn wir heiraten, übernehmen wir ein versiegeltes Schreiben, dessen Inhalt wir erst erfahren, wenn wir auf hoher See sind", dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Erich Sigl den Jubelpaaren und dem Organisationsteam Anne Becker, Luzia Steinberger und Siglinde Latta, die diesen Tag der Ehejubilare hervorragend vorbereitet hatten. In seinem Grußwort gratulierte Bürgermeister Georg Eder den Paaren im Namen der Gemeinde.

Nach dem Mittagessen wurde an der geschmückten Tafel auch das 2012 angelegte "Gästebuch" mit den Gruppenfotos der zurückliegenden sechs Jahre herumgereicht, in das sich alle Teilnehmer eintragen konnten. Mit dem Sketch "Hochzeitsreise nach Bibione" erheiterten Siglinde und Hans Latta als "Ida und Done" die Anwesenden. Kaffee und selbstgebackener Kuchen rundeten den Tag der Ehejubilare ab.  − red

EhrungenGeehrt wurden für 55 Jahre: Dorothea und Karl-Heinz Wiederer; für 50 Jahre: Hermine und Max Winkler, Maria und Alfred Weger; für 45 Jahre: Maria und Franz Mehlstäubl, Anna und Wladislaw Wichnera; für 40 Jahre: Mathilde und Peter Schreiner, Elisabeth und Erich Sigl, Anna und Peter Prinz, Luzia und Josef Steinberger; für 30 Jahre: Veronika und Herbert Windorfer; für 20 Jahre: Monika und Ludwig Kreuzpointner, Lucia und Klaus Werkstetter, Manuela und Herbert Wolferseder; für 15 Jahre: Brigitte und Peter Prinz und für 10 Jahre: Angela und Philipp Gesierich.

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Die Peracher Ehejubilare mit Pater Kishore (links).  − Foto: Latta

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Perach. Zum siebten Mal bereits wurde in der schönen Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" in Perach der "Tag der Ehejubilare" begangen. 15 Ehepaare, die 2013 Jahr einen runden oder halbrunden Hochzeitstag feiern durften bzw. noch feiern dürfen, folgten der Einladung des Pfarrgemeinderates in die Peracher Pfarrkirche, in der sich fast alle der Anwesenden das Ja-Wort gegeben hatten, zu einem Festgottesdienst.

Gemeindereferent Hans Salzinger dankte den Paaren für das Lebens- und Glaubenszeugnis, das sie mit ihren Eheleben zeigen. Dadurch würde Christus sichtbar gemacht, der mit Liebe und Treue zu den Menschen steht. Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes stand auch dieses Jahr der Einzelsegen, den Pfarrvikar Pater Kishore den Ehepaaren spendete. In den von Siglinde Latta gelesenen Fürbitten, bei denen für jedes Jubelpaar eine Kerze entzündet wurde, erbat die Pfarrgemeinde Gottes Segen.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Jubilare zusammen mit Mitgliedern des Pfarrgemeinderates im Gasthaus "Oberwirt" zur weltlichen Feier. In seiner Begrüßung, in deren Mittelpunkt er den schottischen Spruch stellte: "Wenn wir heiraten, übernehmen wir ein versiegeltes Schreiben, dessen Inhalt wir erst erfahren, wenn wir auf hoher See sind", dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Erich Sigl den Jubelpaaren und dem Organisationsteam Anne Becker, Luzia Steinberger und Siglinde Latta, die diesen Tag der Ehejubilare hervorragend vorbereitet hatten. In seinem Grußwort gratulierte Bürgermeister Georg Eder den Paaren im Namen der Gemeinde.

Nach dem Mittagessen wurde an der geschmückten Tafel auch das 2012 angelegte "Gästebuch" mit den Gruppenfotos der zurückliegenden sechs Jahre herumgereicht, in das sich alle Teilnehmer eintragen konnten. Mit dem Sketch "Hochzeitsreise nach Bibione" erheiterten Siglinde und Hans Latta als "Ida und Done" die Anwesenden. Kaffee und selbstgebackener Kuchen rundeten den Tag der Ehejubilare ab.  − red

EhrungenGeehrt wurden für 55 Jahre: Dorothea und Karl-Heinz Wiederer; für 50 Jahre: Hermine und Max Winkler, Maria und Alfred Weger; für 45 Jahre: Maria und Franz Mehlstäubl, Anna und Wladislaw Wichnera; für 40 Jahre: Mathilde und Peter Schreiner, Elisabeth und Erich Sigl, Anna und Peter Prinz, Luzia und Josef Steinberger; für 30 Jahre: Veronika und Herbert Windorfer; für 20 Jahre: Monika und Ludwig Kreuzpointner, Lucia und Klaus Werkstetter, Manuela und Herbert Wolferseder; für 15 Jahre: Brigitte und Peter Prinz und für 10 Jahre: Angela und Philipp Gesierich.

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Die Peracher Ehejubilare mit Pater Kishore (links).  − Foto: Latta

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Perach. Zum siebten Mal bereits wurde in der schönen Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" in Perach der "Tag der Ehejubilare" begangen. 15 Ehepaare, die 2013 Jahr einen runden oder halbrunden Hochzeitstag feiern durften bzw. noch feiern dürfen, folgten der Einladung des Pfarrgemeinderates in die Peracher Pfarrkirche, in der sich fast alle der Anwesenden das Ja-Wort gegeben hatten, zu einem Festgottesdienst.

Gemeindereferent Hans Salzinger dankte den Paaren für das Lebens- und Glaubenszeugnis, das sie mit ihren Eheleben zeigen. Dadurch würde Christus sichtbar gemacht, der mit Liebe und Treue zu den Menschen steht. Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes stand auch dieses Jahr der Einzelsegen, den Pfarrvikar Pater Kishore den Ehepaaren spendete. In den von Siglinde Latta gelesenen Fürbitten, bei denen für jedes Jubelpaar eine Kerze entzündet wurde, erbat die Pfarrgemeinde Gottes Segen.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Jubilare zusammen mit Mitgliedern des Pfarrgemeinderates im Gasthaus "Oberwirt" zur weltlichen Feier. In seiner Begrüßung, in deren Mittelpunkt er den schottischen Spruch stellte: "Wenn wir heiraten, übernehmen wir ein versiegeltes Schreiben, dessen Inhalt wir erst erfahren, wenn wir auf hoher See sind", dankte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Erich Sigl den Jubelpaaren und dem Organisationsteam Anne Becker, Luzia Steinberger und Siglinde Latta, die diesen Tag der Ehejubilare hervorragend vorbereitet hatten. In seinem Grußwort gratulierte Bürgermeister Georg Eder den Paaren im Namen der Gemeinde.

Nach dem Mittagessen wurde an der geschmückten Tafel auch das 2012 angelegte "Gästebuch" mit den Gruppenfotos der zurückliegenden sechs Jahre herumgereicht, in das sich alle Teilnehmer eintragen konnten. Mit dem Sketch "Hochzeitsreise nach Bibione" erheiterten Siglinde und Hans Latta als "Ida und Done" die Anwesenden. Kaffee und selbstgebackener Kuchen rundeten den Tag der Ehejubilare ab.  − red

EhrungenGeehrt wurden für 55 Jahre: Dorothea und Karl-Heinz Wiederer; für 50 Jahre: Hermine und Max Winkler, Maria und Alfred Weger; für 45 Jahre: Maria und Franz Mehlstäubl, Anna und Wladislaw Wichnera; für 40 Jahre: Mathilde und Peter Schreiner, Elisabeth und Erich Sigl, Anna und Peter Prinz, Luzia und Josef Steinberger; für 30 Jahre: Veronika und Herbert Windorfer; für 20 Jahre: Monika und Ludwig Kreuzpointner, Lucia und Klaus Werkstetter, Manuela und Herbert Wolferseder; für 15 Jahre: Brigitte und Peter Prinz und für 10 Jahre: Angela und Philipp Gesierich.

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13 Paare und 565 Jahre Eheleben


Feier der Pfarrei für die Jubilare – "Miteinander durch Höhen und Tiefen"


Einzelsegen für die Paare, Rosen für die Damen: Die Ehejubilare mit Foto: Pater Kishore in der Reischacher Pfarrkirche St. Martin.  − Hölzlwimmer

Reischach. Zum Tag der Ehejubilare sind 13 Paare, die auf insgesamt 565 gemeinsame Ehejahre zurückblicken, der Einladung der Pfarrei gefolgt. Den Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, der vom Singkreis mit schwungvollen Liedern umrahmt wurde, zelebrierte Pfarrvikar Pater Kishore.

Gemeindereferent Hans Salzinger dankte den Paaren für das Lebens- und Glaubenszeugnis, welches durch die vielen gemeinsamen Ehejahre deutlich werde. Anhand einer Bildmeditation war zu spüren, wie wichtig und wertvoll der Partner für jeden Einzelnen ist.

Nach dem Segensgebet spendete Pater Kishore den Einzelsegen für die Jubilare. Für jede Frau gab es dabei eine rote Rose.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hölzlwimmer gratulierte allen Paaren und dankte für ihr Kommen. Miteinander durch alle Höhen und Tiefen des Lebens zu gehen sei eine lebenswerte Sache, die Erfüllung und Zufriedenheit schaffe, sagte er.

Zum Frühschoppen ging es nach dem Gottesdienst ins Pfarrheim, wo die Mitglieder des Pfarrgemeinderates im herbstlich geschmückten Pfarrsaal die Ehejubilare erwarteten. Für Unterhaltung sorgten Sieglinde Weiherer und Klaus Hölzlwimmer mit zwei Liedern rund ums Thema Ehe und Zweisamkeit.

Die Hochzeitsbilderschau, bei der so manche Anekdote erzählt wurde, bildete den Höhepunkt einer rundum gelungenen Feier. - red

Verheiratet seit... 25 Jahren: Waltraud und Johann Hansbauer.

40 Jahren: Waldburga und Walter Fahböck, Helena und Herbert Ruppertsberger, Franziska und Herbert Maier, Rosalia und Johannes Wimmer, Elfriede und Friedrich Demmelhuber, Katharina und Alois Niederhuber sowie Franziska und Konrad Hahn.

50 Jahren: Franziska und Alois Hansbauer, Augustine und Josef Salzinger sowie Hedwig und Herbert Marx.

55 Jahren: Irmgard und Josef Barthuber sowie Zäzilie und Johann Hansbauer

 

 

(ANA vom 18.10.2013)

Wer die Dateien oder einen Papierabzug möchte, soll sich bitte bei Markus Vilsmaier, Tel. 824 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, melden.

Holzschuhe, Fleißbildchen und Tatzenstecken beim Reischacher Ferienprogramm

 

31 Kinder aus Reischach und Umgebung machten sich mit 5 Betreuern per Bus auf den Weg ins Freilichtmuseum Massing. Die Führung durch das Bauernhofmuseum unter der fachkundigen Anleitung von Frau Klingshirn wurde vom Pfarrgemeinderat Reischach organisiert und war sehr schnell ausgebucht. Das Gepäck wurde kurzerhand in Bollerwägen verstaut und so war die Stimmung bereits auf dem Weg zur ersten Station, dem „Kochhof“ trotz sommerlicher Temperaturen sehr ausgelassen. Mit großem Interesse verfolgten die 31 Mädchen und Jungen die Erklärungen von Frau Klingshirn, wie das Leben früher auf einem Hof ablief und erkundeten dann in echten Holzschuhen den gesamten Hof inklusive der Tiere. Danach ging es dann, natürlich zu Fuß und ohne Schulbus, ausgestattet mit Pausenbrot und einer Schiefertafel, in den Nachbarhof zur Schulstunde. Hier verwandelte sich die Führerin in eine im Stil der Zeit gekleidete Lehrerin und erklärte den Kindern erst einmal das richtige Sitzen und sich Melden, bevor das Schreiben mit dem Griffel auf dem Lehrplan stand.Mit großem Eifer und Interesse beteiligten sich alle Kinder und lernten dabei so einiges über  die Belohnung, aber auch Bestrafung in einer früheren Schule, z. B. mit dem Tatzenstecken. Ausgestattet mit viel Wissen über den Alltag eines Schulkindes von früher, ging es dann vorbei an der Pferdeweide zurück zum Spielplatz. Gestärkt mit einer Brotzeit konnten sich die Kinder dort austoben oder die urige Kegelbahn probieren, die stets bestens belagert war. Nach diesem gelungenen Ferienprogramm trafen alle am Nachmittag sehr gut gelaunt wieder zu Hause ein.

(zum Vergrößern auf das jeweilige Bild klicken!)

Langjährige Pfarrsekretärin verabschiedet

 

Nachfolgerin von Monika Cammans ist Monika Hofbauer




Die Vorsitzende des Pfarrverbandsrates, Bernadette Pfeffer (links) und Pfarrer Ludwig Samereier bedanken sich bei Monika Cammans (Mitte) für ihre Arbeit im Pfarrverband Reischach.  − Fotos: Hochhäusl


Reischach. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und Kirchenpfleger des Pfarrverbandes Reischach trafen sich zusammen mit Pfarrer Ludwig Samereier, Pater Kishore, Gemeindereferent Hans Salzinger und dem Büropersonal im Gasthaus Berger, um ihre langjährige Pfarrsekretärin Monika Cammans zu verabschieden. Nach 45 Jahren im Dienst der Kirche ist sie zum 1. Juli in den Ruhestand getreten, sie führt jedoch weiterhin den Haushalt von Pfarrer Samereier.

Monika Cammans stammt aus dem Bistum Essen und ist 1967 ihrem Onkel gefolgt, der die Pfarrstelle in Alzgern angetreten hat, um dessen Haushalt zu versorgen. Zudem erledigte sie alle Verwaltungsarbeiten und war dort als Mesnerin und viele Jahre als Organistin tätig. Als Pfarrer Ludwig Samereier die Pfarrei Wittibreut übernahm, engagierte er Monika Cammans als Haushälterin und Pfarrsekretärin. Seit 2004 wirkt das gut eingespielte Team im Pfarrverband Reischach.

Pfarrer Ludwig Samereier schilderte, wie Frau Cammans mit ihrem Organisationstalent schwierige Situationen gemeistert hatte. So musste während ihres Wirkens in Wittibreut innerhalb kürzester Zeit die Büros zweier Pfarreien, die kurzfristig mit zu verwalten waren, geordnet werden, um rückwirkend noch Haushaltszuschüsse zu erhalten. Sie ist dem Pfarrer immer noch eine wichtige Hilfe bei seinem Hobby, der Imkerei. Ein Buch mit der Beschreibung aller Päpste war das Geschenk des Pfarrers.

Der Reischacher Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber bestätigte die vorbildliche Arbeit von Frau Cammans. Auch Bernadette Pfeffer als Vorsitzende des Pfarrverbandsrates dankte Frau Cammans für ihre Arbeit im Pfarrverband und überreichte ein Geschenk und einen Blumenstrauß.

Nachfolgerin ist Monika Hofbauer.  − hok

 

(ANA vom 9.7.2013)

 

Reischach. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und Kirchenpfleger des Pfarrverbades Reischach trafen sich zusammen mit Pfarrer Ludwig Samereier, Pater Kishore, Gemeindereferent Hans Salzinger und dem Büropersonal im Gasthaus Berger, um ihre langjährige Pfarrsekretärin Monika Cammans zu verabschieden. Nach 45 Jahren im Dienst der Kirche ist sie zum 1. Juli in den Ruhestand getreten, sie führt jedoch weiterhin den Haushalt von Pfarrer Samereier.

Monika Cammans stammt aus dem Bistum Essen und ist 1967 ihrem Onkel gefolgt, der die Pfarrstelle in Alzgern angetreten hat, um dessen Haushalt zu versorgen. Zudem erledigte sie alle Verwaltungsarbeiten und war dort als Mesnerin und viele Jahre als Organistin tätig. Als Pfarrer Ludwig Samereier die Pfarrei Wittibreut übernahm, engagierte er Monika Cammans als Haushälterin und Pfarrsekretärin. Seit 2004 wirkt das gut eingespielte Team im Pfarrverband Reischach.

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http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_altoetting/toeging/858851_Langjaehrige-Pfarrsekretaerin-verabschiedet.html#574054209
Langjährige Pfarrsekretärin verabschiedet

Nachfolgerin von Monika Cammans ist Monika Hofbauer
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Die Vorsitzende des Pfarrverbandsrates, Bernadette Pfeffer (links) und Pfarrer Ludwig Samereier bedanken sich bei Monika Cammans (Mitte) für ihre Arbeit im Pfarrverband Reischach.  − Fotos: Hochhäusl

Die Vorsitzende des Pfarrverbandsrates, Bernadette Pfeffer (links) und Pfarrer Ludwig Samereier bedanken sich bei Monika Cammans (Mitte) für ihre Arbeit im Pfarrverband Reischach.  − Fotos: Hochhäusl

Reischach. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und Kirchenpfleger des Pfarrverbades Reischach trafen sich zusammen mit Pfarrer Ludwig Samereier, Pater Kishore, Gemeindereferent Hans Salzinger und dem Büropersonal im Gasthaus Berger, um ihre langjährige Pfarrsekretärin Monika Cammans zu verabschieden. Nach 45 Jahren im Dienst der Kirche ist sie zum 1. Juli in den Ruhestand getreten, sie führt jedoch weiterhin den Haushalt von Pfarrer Samereier.

Monika Cammans stammt aus dem Bistum Essen und ist 1967 ihrem Onkel gefolgt, der die Pfarrstelle in Alzgern angetreten hat, um dessen Haushalt zu versorgen. Zudem erledigte sie alle Verwaltungsarbeiten und war dort als Mesnerin und viele Jahre als Organistin tätig. Als Pfarrer Ludwig Samereier die Pfarrei Wittibreut übernahm, engagierte er Monika Cammans als Haushälterin und Pfarrsekretärin. Seit 2004 wirkt das gut eingespielte Team im Pfarrverband Reischach.

Pfarrer Ludwig Samereier schilderte, wie Frau Cammans mit ihrem Organisationstalent schwierige Situationen gemeistert hatte. So musste während ihres Wirkens in Wittibreut innerhalb kürzester Zeit die Büros zweier Pfarreien, die kurzfristig mit zu verwalten waren, geordnet werden, um rückwirkend noch Haushaltszuschüsse zu erhalten. Sie ist dem Pfarrer immer noch eine wichtige Hilfe bei seinem Hobby, der Imkerei. Ein Buch mit der Beschreibung aller Päpste war das Geschenk des Pfarrers.
Die neue Kraft: Monika Hofbauer hat das Amt übernommen.

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Reischach. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und Kirchenpfleger des Pfarrverbades Reischach trafen sich zusammen mit Pfarrer Ludwig Samereier, Pater Kishore, Gemeindereferent Hans Salzinger und dem Büropersonal im Gasthaus Berger, um ihre langjährige Pfarrsekretärin Monika Cammans zu verabschieden. Nach 45 Jahren im Dienst der Kirche ist sie zum 1. Juli in den Ruhestand getreten, sie führt jedoch weiterhin den Haushalt von Pfarrer Samereier.

Monika Cammans stammt aus dem Bistum Essen und ist 1967 ihrem Onkel gefolgt, der die Pfarrstelle in Alzgern angetreten hat, um dessen Haushalt zu versorgen. Zudem erledigte sie alle Verwaltungsarbeiten und war dort als Mesnerin und viele Jahre als Organistin tätig. Als Pfarrer Ludwig Samereier die Pfarrei Wittibreut übernahm, engagierte er Monika Cammans als Haushälterin und Pfarrsekretärin. Seit 2004 wirkt das gut eingespielte Team im Pfarrverband Reischach.

Pfarrer Ludwig Samereier schilderte, wie Frau Cammans mit ihrem Organisationstalent schwierige Situationen gemeistert hatte. So musste während ihres Wirkens in Wittibreut innerhalb kürzester Zeit die Büros zweier Pfarreien, die kurzfristig mit zu verwalten waren, geordnet werden, um rückwirkend noch Haushaltszuschüsse zu erhalten. Sie ist dem Pfarrer immer noch eine wichtige Hilfe bei seinem Hobby, der Imkerei. Ein Buch mit der Beschreibung aller Päpste war das Geschenk des Pfarrers.
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Monika Cammans stammt aus dem Bistum Essen und ist 1967 ihrem Onkel gefolgt, der die Pfarrstelle in Alzgern angetreten hat, um dessen Haushalt zu versorgen. Zudem erledigte sie alle Verwaltungsarbeiten und war dort als Mesnerin und viele Jahre als Organistin tätig. Als Pfarrer Ludwig Samereier die Pfarrei Wittibreut übernahm, engagierte er Monika Cammans als Haushälterin und Pfarrsekretärin. Seit 2004 wirkt das gut eingespielte Team im Pfarrverband Reischach.

Pfarrer Ludwig Samereier schilderte, wie Frau Cammans mit ihrem Organisationstalent schwierige Situationen gemeistert hatte. So musste während ihres Wirkens in Wittibreut innerhalb kürzester Zeit die Büros zweier Pfarreien, die kurzfristig mit zu verwalten waren, geordnet werden, um rückwirkend noch Haushaltszuschüsse zu erhalten. Sie ist dem Pfarrer immer noch eine wichtige Hilfe bei seinem Hobby, der Imkerei. Ein Buch mit der Beschreibung aller Päpste war das Geschenk des Pfarrers.
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Monika Cammans stammt aus dem Bistum Essen und ist 1967 ihrem Onkel gefolgt, der die Pfarrstelle in Alzgern angetreten hat, um dessen Haushalt zu versorgen. Zudem erledigte sie alle Verwaltungsarbeiten und war dort als Mesnerin und viele Jahre als Organistin tätig. Als Pfarrer Ludwig Samereier die Pfarrei Wittibreut übernahm, engagierte er Monika Cammans als Haushälterin und Pfarrsekretärin. Seit 2004 wirkt das gut eingespielte Team im Pfarrverband Reischach.

Pfarrer Ludwig Samereier schilderte, wie Frau Cammans mit ihrem Organisationstalent schwierige Situationen gemeistert hatte. So musste während ihres Wirkens in Wittibreut innerhalb kürzester Zeit die Büros zweier Pfarreien, die kurzfristig mit zu verwalten waren, geordnet werden, um rückwirkend noch Haushaltszuschüsse zu erhalten. Sie ist dem Pfarrer immer noch eine wichtige Hilfe bei seinem Hobby, der Imkerei. Ein Buch mit der Beschreibung aller Päpste war das Geschenk des Pfarrers.
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Dank Landjugend: Herrgott in neuem Glanz


Reischach. Das Kreuz am Pfarrhof strahlt wieder in neuem Glanz. Grund: es erhielt kürzlich einen neuen farblichen Anstrich. Die Landjugend Reischach hat sich im Rahmen der bundesweiten sozialen "72- Stunden-Aktion" des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) des verwitterten Marterls angenommen und es restauriert. Es war vor 33 Jahren zur 1050-Jahrfeier Reischachs von der damaligen Landjugend gestiftet worden. Hilfe erhielten die jungen Leute dabei von Zweitem Bürgermeister Hubert Kleinillenberger, er besserte kleine kaputte Stellen an der Jesusfigur fachgerecht aus. Die notwendigen Farben für die Auffrischarbeiten spendierte ein örtlicher Malereibetrieb. Richtig gut in Szene gesetzt wurde das fertige Werk bei der Wiederaufstellung am sakralen Ort durch den weiblichen Teil der Jugendgruppe. Die Mädchen sorgten für ein farbenfrohes Blumenbeet vor dem Kreuz. − mbu/Foto: Baisl

 

(ANA vom 20.06.2013)

Dank Landjugend: Herrgott in neuem Glanz

Reischach. Das Kreuz am Pfarrhof strahlt wieder in neuem Glanz. Grund: es erhielt kürzlich einen neuen farblichen Anstrich. Die Landjugend Reischach hat sich im Rahmen der bundesweiten sozialen "72- Stunden-Aktion" des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) des verwitterten Marterls angenommen und es restauriert. Es war vor 33 Jahren zur 1050-Jahrfeier Reischachs von der damaligen Landjugend gestiftet worden. Hilfe erhielten die jungen Leute dabei von Zweitem Bürgermeister Hubert Kleinillenberger, er besserte kleine kaputte Stellen an der Jesusfigur fachgerecht aus. Die notwendigen Farben für die Auffrischarbeiten spendierte ein örtlicher Malereibetrieb. Richtig gut in Szene gesetzt wurde das fertige Werk bei der Wiederaufstellung am sakralen Ort durch den weiblichen Teil der Jugendgruppe. Die Mädchen sorgten für ein farbenfrohes Blumenbeet vor dem Kreuz. − mbu/Foto: Baisl

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Dank Landjugend: Herrgott in neuem Glanz

Reischach. Das Kreuz am Pfarrhof strahlt wieder in neuem Glanz. Grund: es erhielt kürzlich einen neuen farblichen Anstrich. Die Landjugend Reischach hat sich im Rahmen der bundesweiten sozialen "72- Stunden-Aktion" des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) des verwitterten Marterls angenommen und es restauriert. Es war vor 33 Jahren zur 1050-Jahrfeier Reischachs von der damaligen Landjugend gestiftet worden. Hilfe erhielten die jungen Leute dabei von Zweitem Bürgermeister Hubert Kleinillenberger, er besserte kleine kaputte Stellen an der Jesusfigur fachgerecht aus. Die notwendigen Farben für die Auffrischarbeiten spendierte ein örtlicher Malereibetrieb. Richtig gut in Szene gesetzt wurde das fertige Werk bei der Wiederaufstellung am sakralen Ort durch den weiblichen Teil der Jugendgruppe. Die Mädchen sorgten für ein farbenfrohes Blumenbeet vor dem Kreuz. − mbu/Foto: Baisl

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Dank Landjugend: Herrgott in neuem Glanz

Reischach. Das Kreuz am Pfarrhof strahlt wieder in neuem Glanz. Grund: es erhielt kürzlich einen neuen farblichen Anstrich. Die Landjugend Reischach hat sich im Rahmen der bundesweiten sozialen "72- Stunden-Aktion" des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) des verwitterten Marterls angenommen und es restauriert. Es war vor 33 Jahren zur 1050-Jahrfeier Reischachs von der damaligen Landjugend gestiftet worden. Hilfe erhielten die jungen Leute dabei von Zweitem Bürgermeister Hubert Kleinillenberger, er besserte kleine kaputte Stellen an der Jesusfigur fachgerecht aus. Die notwendigen Farben für die Auffrischarbeiten spendierte ein örtlicher Malereibetrieb. Richtig gut in Szene gesetzt wurde das fertige Werk bei der Wiederaufstellung am sakralen Ort durch den weiblichen Teil der Jugendgruppe. Die Mädchen sorgten für ein farbenfrohes Blumenbeet vor dem Kreuz. − mbu/Foto: Baisl

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Reinfriede Kainz zur letzten Ruhestätte begleitet

Langjährige Seelsorgerin ist im Alter von 79 Jahren gestorben

 

Reinfriede Kainz

Reinfriede Kainz

Reischach. Nach langer schwerer Krankheit ist Reinfriede Kainz am 28. Mai im Alter von 79 Jahren gestorben. Viele Gemeindebürger gaben der langjährigen Seelsorgerin und Religionslehrerin auf dem Reischacher Friedhof das letzte Geleit.

Reinfriede Kainz kam am 25. März 1934 in Tittling im Bayerischen Wald als drittes von sechs Kindern einer Straßenwärterfamilie zur Welt. Bis 1945 besuchte sie die Volksschule in Preying und trat dann 1946 in das heutige Gisela-Gymnasium in Passau über, ihren Wohnsitz hatte sie dabei im Internat in Passau-Niedernburg. Der Währungsreform nach dem Zweiten Weltkrieg geschuldet hatte die Familie zwei Jahre später nicht mehr die finanziellen Möglichkeiten für einen weiteren Verbleib ihrer Tochter im Internat. So dauerte es fast fünf Jahre, ehe sie in der Münchner Pfarrei "Zum guten Hirten" eine Stelle als Erziehungshelferin in einem Heim für schwer erziehbare Mädchen annahm. Fünf Jahre lang betreute sie dort eine Gruppe, dann entschloss sie sich für eine zweijährige Ausbildung zur Seelsorgerin an der Fachhochschule in Freiburg im Breisgau.

Nach ihrem Examen im Jahr 1960 begann ihr Wirken im Holzland. An der Seite von Pfarrer Johann Schmöller arbeitete sie nun in der Schule und in der Pfarrseelsorge in Reischach und Endlkirchen. Nur ein Jahr später erfolgte ein schwerer Einschnitt in ihrem Leben: im Juni 1961 erkrankte sie an Multipler Sklerose, ein zehnwöchiger Krankenhausaufenthalt folgte. Im Verlauf der Krankheit war sie seit 1978 dann auf den Rollstuhl angewiesen. Ihr Krankheitszustand zwang sie 1980 schweren Herzens ihre Arbeit als hauptamtliche Seelsorgehelferin aufzugeben. So gut es ging, arbeitete sie weiter ehrenamtlich in der Pfarrseelsorge mit – damals bereits mit Pfarrer Heribert Unterhuber, der 1978 die Pfarrei übernommen hatte.

Pfarrer BGR Ludwig Samereier würdigte beim Trauergottesdienst Reinfriede Kainz als optimistische Frau mit persönlicher Zufriedenheit, ihren Lebensmut habe sie sich trotz des schweren Leidens immer bewahrt. Sie habe am Ort unvergleichbare Spuren gezogen, so habe sie die Sonntagsschwestern gegründet und die Sternsingerkinder betreut und spirituell begleitet, auch habe sie mit Beginn ihres Wirkens in Reischach die Pfarrbücherei verwaltet.

Ausgezeichnet wurde sie mit der goldenen Anstecknadel des St. Michaelsbundes und der Ehrenurkunde des Bischofs von Passau. Bis vor wenigen Jahren habe Kainz trotz ihrer Beeinträchtigung noch regelmäßig Krankenbesuchsdienste im Krankenhaus Altötting ausgeübt, auch den Erstkommunionkindern das Rosenkranzknüpfen angeboten, sagte Samereier. Als großes Glück und besondere Fügung müsse angesehen werden, dass die Verstorbene bis zuletzt in ihrer Wohnung in Reischach bleiben konnte. Sie sei in selbstloser und beispielhafter Weise in all den Jahren ihres Krankseins von drei Familien begleitet, unterstützt und versorgt worden. − mbu

 

(ANA vom 19.06.2013)

63 Jahre an der Kirchenorgel

Die Mitglieder des Erlbacher Kirchenchor trafen sich im Gasthaus Prostmeier, um ihren langjährigen Organisten und Chorleiter Josef Spateneder zu verabschieden. 63 Jahre lang war er für die Kirchenmusik in Erlbach verantwortlich.

 

Schon in jungen Jahren liebte Josef Spateneder Musik und Gesang und trat deswegen dem Kirchenchor bei. Mangels geeigneter Räume wurden die Chorproben in seinem Elternhaus abgehalten. Der Gymnasiallehrer Franz Rothenaicher, ein begnadeter Musiker aus Birnbach bei Erlbach beheimatet, begeisterte ihn zum Orgelspielen. Als dieser 1948 verstarb, trat Josef Spatendeder dessen Erbe an. Er vertiefte sein Können bei einer Lehrerin in Altötting, zu der er wöchentlich mit dem Fahrrad hingefahren ist. 1949 besuchte er drei Monate lang die Orgelschule in Bad Reichenhall, wo er mit Bestnoten die C–Prüfung absolviert hatte.

 

Seit 1950 hat Josef Spateneder den Chor aufgebaut und geleitet und zahlreiche deutsche und lateinische Messen einstudiert, mit denen viele Festlichkeiten einen würdigen Rahmen bekommen hatten. Mit dem Erlbacher Männerchor hat er einen großen Bekanntheitsgrad im weiten Umkreis erreicht. Zahlreiche Hochzeiten, Feiern und Messen wurden von den kräftigen Männerstimmen würdig gestaltet. Sein musikalisches Wirken stand unter der Amtszeit von fünf Pfarrern und wurde mit der Verleihung der Stephanusplakette, der höchsten Auszeichnung für Laien im Bistum Passau, gewürdigt.

 

Bei der Abschiedsfeier dankten Pfarrer Ludwig Samereier, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Bernadette Pfeffer und Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl für das große Engagement von Josef Spateneder. Sie überreichten eine Ehrenurkunde des Bischofs und Geschenke. Trotz seiner früheren beruflichen Tätigkeit als Milchfahrer und Molkereiarbeiter schaffte er es, bei jedem Sonntagsgottesdienst die Orgel zu spielen. Er hatte dann für den Milchtransport Aushilfsfahrer oder seine Frau Berta engagiert, bzw. mit Kollegen den Schichtdienst getauscht. Als er in den Ruhestand trat, konnte er sich noch mehr der Musik widmen und hat manche Stücke umgeschrieben und verfeinert. Die Pfarreifunktionäre dankten auch seiner Frau, die ihm immer den Rücken freigehalten und tatkräftig unterstützt hatte.

 

Seit einer Erkrankung ist es Herrn Spateneder immer schwerer gefallen, die Orgel zu spielen und so hat er sich schweren Herzens zum Rücktritt entschlossen. Sein Erbe treten nun Johann Unterstrasser als Organist und Werner Pfeffer als Chorleiter an. Die Abschiedsfeier hat der Chor mit zahlreichen Liedern umrahmt, außerdem hat Hans Kleinillenberger Anekdoten von Chorausflügen und „verpatzten Liedereinsätzen“ erzählt. Beim vorhergehenden Gottesdienst in der Pfarrkirche hatte der Männerchor zu Ehren von Josef Spateneder noch die „Waldermesse“ gesungen.

 

hok

 

 


 

 

 

 

 

Pater Kishore, Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl (von links),Pfarrgemeinderatsvorsitzende Bernadette Pfeffer und Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) bedankten sich bei Josef und Berta Spateneder (Mitte) für deren Engagement und Unterstützung bei der Kirchenmusik.

Am Grab von Pfarrer Johann Forster

Reischacher Ruhestandsgeistlicher starb mit 82 Jahren − "Sein Leben weist viele Parallelen zum heiligen Konrad auf"

 

Johann Forster†

Reischach. Es war ein trauriger Faschingsdienstag für die Pfarrei Reischach: Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde gestern Bischöflich-Geistlicher Rat Johann Forster zu Grabe getragen. Er war am Freitag mit 82 Jahren unerwartet verstorben. Dekan Günther Mandl, der Altöttinger Stiftsprobst, zeichnete beim Requiem in der Pfarrkirche St. Martin die wichtigsten Lebensstationen nach:

Forster wurde im November 1930 in Reischach-Petzlberg geboren. Dort wuchs er mit einer um zwei Jahre jüngeren Schwester, Therese, auf. Forster besuchte die Schule in Reischach und verfolgte zunächst eine "weltliche" Karriere, ehe er den Ruf Gottes vernahm. Durch den Besuch des Spätberufenenseminars holte er sich das Rüstzeug für die Laufbahn eines Geistlichen. Am 29. Juni 1961 wurde er in Passau durch den damaligen Bischof Simon Konrad Landersdorfer zum Priester geweiht und feierte seine Primiz am 1. Juli desselben Jahres im Heimatort Reischach.

In den folgenden Jahren kam er an viele verschiedenen Orten der Diözese Passau zum Einsatz. So war er zunächst als Kooperator in Burgkirchen/Alz tätig, ab 1. Mai 1963 dann in derselben Funktion in Untergriesbach (Landkreis Passau). Seine erste Pfarrerstelle trat er zum 16. Dezember 1967 in Langfurth an, ab 1. Juni 1970 war er zusätzlich Pfarrverwalter in Schöfberg. Schuldekan in Grafenau wurde er Mitte Mai 1976, Pfarrer in Wurmannsquick und gleichzeitig Pfarrverwalter von Hirschhorn dann zum 1. September 1982. Forster wirkte als Dekan für das Dekanat Simbach vom 1. November 1990 bis zum 31. Dezember 1995 und war als Schuldekan für Simbach vom 1. September 1996 bis 15. Dezember 2000 im Einsatz. Ab dem 1. September 1996 war er nebenamtlicher Pfarradministrator in Rogglfing, zum 1. September 2002 war er im Geburtsort Reischach als Pfarrer im Ruhestand daheim.

Das Rosenkranzgebet war ihm sehr wichtig Der Ortsgeistliche Pfarrer Ludwig Samereier, der den Gottesdienst konzelebrierte, sagte, dass Pfarrer Johann Forsters Lebenslauf viele Parallelen zu jenem des heiligen Bruder Konrad aufweise: So sei es beim Bruder-Konrad-Triduum gewesen, als er den Entschluss fasste, Priester zu werden. Er habe immer wieder erzählt, dass er mit der Reischach unvergessenen Schwester Makrina auf der Empore der Basilika saß und die Liturgie mitfeierte.

Ähnlich wie der Bruder Konrad habe er das Rosenkranzgebet gepflegt und in allen Stationen seines priesterlichen Wirkens eingeführt, gepflegt und den Gläubigen empfohlen. Als er zuletzt gefragt wurde, für wen oder was er den Rosenkranz bete, antwortete er: dass aus Reischach wieder ein Priester hervorgehen möge.

Aus Bruder Konrads letzten Tagen ist die Anekdote überliefert, dass er mehrfach zu seinem Guardian sagte: Jetzt geht’s nicht mehr! Auch Pfarrer Forster wiederholte dieses Wort in den letzten Tagen seines Lebens immer wieder und bat Gott, dass er sterben könne, so Samereier.

Pfarrer Forster habe gleich dem heiligen Bruder Konrad eine große Treue an den Tag gelegt. "In seinem Wirken, in seinem persönlichen Gebet, in seiner Begegnung mit den verschiedensten Gruppierungen spürte man immer seine Liebenswürdigkeit, seine Offenheit und sein gütiges Wesen", so Samereier weiter. Er fügte hinzu, dass auch immer ein Schuss Humor zu Forsters Wesen gehört habe. Gerne hat er seine Kreuzworträtsel gelöst, eine große Freude waren ihm seine Hauskatzen.

Einen großen Dank sprach er der Haushälterin Margarete Hansbauer aus, die fast 50 Jahre Forsters Haushalt führte. In den verschiedensten Orten seines Wirkens habe sie ihm immer zur Seite gestanden.

"Der Pfarrverband verliert in Pfarrer Hans Forster einen lieben Menschen und einen treuen Priester. Möge ihm Gott vergelten, was er in seinem priesterlichen Wirken an Gutem gewirkt und ermöglicht hat", so Samereier. − red/afb

 

(ANA vom 13.02.2013)

Sternsinger knacken 4000-Euro-Marke bei Spenden

 

Reischach. Die Sternsinger haben heuer die 4000-Euro-Marke an Spenden knacken können. Beim Gottesdienst am Neujahrsabend waren die 23 Kinder feierlich ausgesandt worden. In sechs Gruppen zogen sie am Mittwoch und Donnerstag im gesamten Pfarrgebiet von Haus zu Haus.

Obwohl viele Hausbewohner nicht anzutreffen war, spendeten jene, die zu Hause waren, so großherzig, dass eine Spendesumme von 4063,69 Euro zusammenkam. Damit werden die Spender zum Segen für die Kinder in Tansania. Dort fördert das Kindermissionswerk Projekte für die Gesundheitsvorsorge und die medizinische Betreuung von Kindern. Die Oberministranten Markus Pfaffeneder und Matthias Hölzwimmer hatten die Gruppen eingeteilt und die Tourenpläne erarbeitet. Maria Westenthanner sorgte wie schon seit vielen Jahren dafür, dass jeder Sternsinger entsprechend eingekleidet war. Markus Pfaffeneder, Michael Obereisenbuchner und Maria Westenthanner führten akribisch Buch über den Spendeneingang. − red/F: Westenthanner

 

(ANA vom 07.01.2013)

Sechs neue Ministranten nehmen den Dienst auf

 

Reischach. Im Rahmen eines Pfarrgottesdienstes in der Pfarrkirche St. Martin in Reischach haben Pfarrer Ludwig Samereier (hinten) und Dekan Günther Mandl kürzlich folgende Ministranten offiziell in die Schar der Messdiener aufgenommen: Julia Brunner (von links), Laura Weiherer, Michael Kastner, Bastian Auer, Anna-Lena Lichtenwimmer und Maria Hölzlwimmer.


 

(ANA vom 20.12.2012)

Wechsel bei den Messdienern

Neun Ministranten hören auf, eine fängt neu an

 

Zum Gruppenfoto gesellten sich die ausscheidenden und noch aktiven Ministranten mit Pfarrer und Stiftsprobst.  − Foto: Hochhäusl

Erlbach. Im Rahmen eines Vorabendgottesdienstes in der Erlbacher Pfarrkirche St. Petrus sind unlängst langjährige Ministrantinnen und Ministranten verabschiedet, sowie eine neue Ministrantin zum Dienst am Altar aufgenommen worden.

Bei diesem Gottesdienst war auch der Dekan, Stiftsprobst Günther Mandl aus Altötting im Rahmen eines Pastoralbesuches anwesend. In seiner Predigt forderte er die jungen Leute auf, auch weiterhin in kirchlichen oder weltlichen Verbänden ehrenamtlich tätig zu sein und sich so in eine Gemeinschaft einzubringen.

Die Gottesdienstbesucher forderte er auf, den Pfarrer in allen Bereichen durch die Übernahme von ehrenamtlichen Diensten zu unterstützen. Pfarrer Ludwig Samereier dankte den neun Jugendlichen, die ihren Dienst als Ministrant beenden für ihr bisheriges Engagement und wünschte ihnen viel Glück und Gottes Segen auf ihren weiteren Lebensweg. Es sind dies: Raphael und Annika Bachmeier, Anna-Maria Preywisch, Romy Schönwetter, Anna-Lena Salzinger, Verena Huber, Nicole Eder und Selina Diedic. Sein besonderer Dank galt Anja Rinner, die aus beruflichen Gründen ihr Amt als Oberministrantin abgibt. Ihre Arbeit wird von einem Team, bestehend aus Eva Spateneder, Anna Hochhäusl, Simone Rinner und Yvonne Schmidt weitergeführt.

Als neue Ministrantin wurde Johanna Gartmaier aufgenommen. Sie erhielt von Pfarrer Samereier das Ministrantenhandbuch, eine Plakette und den Ministrantenausweis überreicht.

Das Foto zeigt Pfarrer Ludwig Samereier (hinten links) und Dekan Günther Mandl (hinten 3. von rechts) mit einem Teil der ausgeschiedenen Ministranten. Die bisherige Oberministrantin Anja Rinner (hinten 2. von links) übergibt ihr Amt an Yvonne Schmidt und Anna Hochhäusl (Mitte von links), sowie an Simone Rinner und Eva Spateneder (in Ministrantenkleidung von rechts ). Vorne Mitte: die neu aufgenommene Ministrantin Johanna Gartmaier. − red

 

(ANA vom 28.11.2012)

Pfarrei Reischach baut auf treue Leute

Pfarrfamilienabend: Viele Ehrungen für langjährige Sänger, Sammler, Mesner und Reinigungskräfte


Helle, klare Stimmen: Der Kinderchor Reischach unter der Leitung von Bettina Weiherer.  − Fotos: Vilsmaier

Reischach. Rückblicke, unterhaltsame Einlagen und Ehrungen prägten den Pfarrfamilienabend der Pfarrei Reischach, der am Samstag im vollbesetzen Saal des Reischacher Hofes stattfand.

Die Gäste wurden vom Kinderchor unter der Leitung von Bettina Weiherer mit einem Lied willkommen geheißen. Durch das kurzweilige Programm führten Reserl Demmelhuber und der neue Gemeindereferent Hans Salzinger.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hölzlwimmer hob in seiner Rückschau besonders die Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Beginn des Jahr des Glaubens zum 1. Oktober hervor und erinnerte an die Veranstaltung des Ehrentags der Ehejubilare.

Bericht: Hier ein Gewinn − dort ein Defizit Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber gab einen Finanzbericht für drei Einrichtungen: Bei der Kirchenstiftung Reischach wird nach seinen Worten für 2012 mit einem Überschuss von rund 15 000 Euro gerechnet, das Jahr im Kindergarten St. Martin werde jedoch mit einem Defizit von rund 21 000 Euro abgeschlossen, das Gemeinde (zu 75 Prozent) und Kirchenstiftung (zu 25 Prozent) tragen. Bei der ambulanten Krankenpflege werde mit einem positiven Ergebnis gerechnet. Das sei nicht bei allen derartigen Einrichtungen der Fall. Er hielt auch Rückschau auf die letzten sechs Jahre der Kirchenverwaltungsarbeit und sagte , dass sich ab Januar 2013 die Kirchenverwaltungen nach der Wahl neu zusammensetzen werden.

Mit Blumen und einem Geschenk ehrten Dr. Wolfgang Kues (links) und Pfarrer Ludwig Samereier diese Damen, die seit 30 Jahren oder noch länger als Caritas-Sammlerin aktiv sind.

Martin Peterbauer sagte für die Kirchenverwaltung Endlkirchen, man habe das Jahr mit einem leichten Gewinn abgeschlossen. In Eigenleistung sei mit viel Arbeit an der dortigen Kirche einiges geschaffen worden.

Für den Kindergarten erstattete Leiterin Irmgard Mitterpleininger Bericht. Nachdem im abgelaufenen Kindergartenjahr die Kunst im Mittelpunkt stand, liege heuer der Schwerpunkt auf dem Thema Gesundheit. Sie berichtete unter anderem vom Sommerfest oder auch vom gesunden Frühstück im Kindergarten mit den Landfrauen.

Zur Ehrung der ehrenamtlich Tätigen war Dr. Wolfgang Kues vom Caritas-Verband in Passau gekommen. Er wies auf die Wichtigkeit der Tätigkeit gerade der Sammler hin: Sie würden sich bereit erklären, zwei Mal im Jahr von Haus zu Haus zu gehen und für bedürftige Menschen Gelder zu sammeln. 26 Sammlerinnen und Sammler wurden geehrt (Namen siehe am Text-Ende).

Pfarrer Ludwig Samereier ehrte verdiente Sängerinnen des Kirchenchors: Isolde Grätzl für 25, Anna Rothenaicher für sage und schreibe 60 Jahre. Auch den Mesnern wurde gedankt: Martin Nock für 30 Jahre, Benjamin Auer für zehn Jahre treuen Dienst. Josef Waitzhofer war bereits zu einem früheren Zeitpunkt für 40 Jahre Mesnerarbeit in Kirchhaunberg eine Urkunde überreicht worden.

Beim langjährigen Reinigungspersonal für die Kirchen in Reischach und Endlkirchen bedankten sich Pfarrer Samereier anschließend mit Blumen. Dies waren für die Kirche Endlkirchen Therese Schwertfellner für 20 Jahre. Für die Kirche in Reischach bedankte sich Pfarrer Samereier bei Anneliese Diensthuber und Hildegard Niederhuber für 15 Jahre treuen Dienst. Ebenso bei Waltraud Mooshammer für 15 Jahre Reinigungstätigkeit in der Kirche und im Pfarrheim Reischach.

Im weiteren Verlauf sang der Jugendchor unter der Leitung von Veronika Vorbuchner noch zwei Lieder. Der Singkreis unter Leitung von Klaus Hölzlwimmer begrüßte mit passendem Text auch den neuen Gemeindereferenten.

Hans Salzinger lobte die Jugend von Reischach für ihr Engagement, zum Beispiel bei der Bewirtung beim Ehrentag des Alters oder beim Verkauf von Getränken und Essen beim Leonhardiumritt in Steinhausen, auch den Jugendchor dankte er für seinen Einsatz bei den Proben und Auftritten.

Einen Sketch aus dem Alltag in der Sakristei vor Gottesdiensten gaben drei Ministrantinnen zum Besten. Die Oberministranten Markus Pfaffeneder und Matthias Hölzlwimmer sagten, dass derzeit 35 Ministranten im Einsatz sind. Nicht nur der Dienst am Altar gehört dazu, ebenso gehen die Ministranten als Sternsinger von Haus zu Haus. Auch gehören der jährliche Ausflug und gemeinsame Unternehmungen zum Jahresablauf.

Ludwig Demmelhuber führte noch Bilder aus dem Pfarrleben vor. Mit einem gemeinsamen Lied klang der Abend aus. − red

 

Impressionen:

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Pfarrangehörige regen Verbesserungen an

Toilette am Friedhof wird bei Renovierung des Leichenhauses gebaut

 

Elisabeth Maier (links) und Susanne Stubenvoll wurden von Pfarrer Ludwig Samereier geehrt.  − Foto: Latta

Perach. Ein buntes Programm wurde den Besuchern des Pfarrfamilienabends im Gasthaus Unterwirt geboten. Vorsitzender Erich Sigl erklärte, dass die Anträge aus dem letzten Pfarrfamilienabend in besprochen wurden. Pfarrer Ludwig Samereier erinnerte an die Primiz von Hermann Schächner als wichtigsten Punkt.

Kirchenpflegerin Ingried Kellner legte einen umfassenden Kassenbericht vor. Die Ausgaben beliefen sich auf 29 180 Euro, während die Einnahmen einen Stand von 31 199 Euro erreicht hatten. Alle Buchungspunkte wurden genau aufgelistet und es konnten Fragen dazu gestellt werden.

Pfarrer Ludwig Samereier begrüßte extra den Gemeindereferenten Hans Salzinger, der sich nach Aussage Samereiers schon gut eingearbeitet habe. Ferner dankte der Geistliche alle Helferinnen, die für die Pfarrei tätig sind. Im Besonderen erwähnte er die Leiterin der Bücherei Reserl Rehm, die durch ihr außerordentliches Engagement eine florierende Bücherei geschaffen hat. Samereier dankte der langjährigen Leiterin des Frauenbundes, Susanne Stubenvoll. "Ein ganz besonderer Dank gilt Betty Maier, die als Caritas-Sammlerin lange Jahre ehrenamtlich tätig ist", sagte der Pfarrer.

Die Pfarrangehörigen konnten in der Folge auch ihre Wünsche vortragen. So sollte der Weihwasserkessel im Hauptteil der Kirche aufgestellt werden, sagte Paula Lobenhofer. Franz Mehlstäubl sprach sich einmal mehr für eine öffentliche Toilette am Friedhof aus. Hierzu wurde erklärt, dass im Zuge der Renovierung des Leichenhauses auch eine Toilette einbaut wird. Lucia Werkstetter meinte: Die Kirchenfriedhofsmauer sollte unkrautfrei gemacht werden". Anni Werkstetter sprach sich für eine Erneuerung der Thujenhecke am Friedhof Ost aus. Rosalie Binder berichtete von kaputten Bänken in der Niederperacher Kirche. Nach Ansicht von Sieglinde Latta sollten die Käfer aus der Kirche entfernt werden.

Im Anschluss trugen die Ministranten eine lustige Geschichte über das Ministrantenleben vor. Hans Salzinger erzählte ein Märchen zum mitspielen. Zum Schluss wurde das Lied "Fein sein - beinander bleib’n" gesungen. Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Peracher Kirchenchor. − red

Primizfeier war das alles überragende Ereignis

Großer Jahresrückblick beim Pfarrfamilienabend in Arbing − Geschenke für die ehrenamtlichen Mitarbeiter

 

Ehrungen und Auszeichnungen gab‘s für engagierte Helfer rund um das Pfarrleben und die Primizfeier: Anneliese und Thomas Gaßlbauer (von links), Elisabeth und Kolomann Sigrüner, Helga Kneißl, Anna Gruber, Hermann Schächner, Stefan Gruber, Pfarrer Ludwig Samereier und Josef Baumgartner.  − F.: Hahn

Arbing. Ein buntes Unterhaltungsprogramm, eine Reihe von Ehrungen und die Jahresberichte standen im Mittelpunkt des Pfarrfamilienabends im Gasthaus Pallauf. Deutlich wurde in den Rechenschaftsberichten, dass nach wie vor viele ehrenamtliche Helfer einen reibungslosen Ablauf innerhalb der Pfarrei gewährleisten.

Elisabeth Sigrüner, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, erinnerte in ihrer Rückschau an die vielen Höhepunkte im Kirchenjahr. Viele ehrenamtliche Helfer und Mitglieder des Pfarrgemeinderates hätten abermals sehr engagiert und pflichtbewusst in den einzelnen Gremien mitgearbeitet, die sie im Einzelnen erläuterte.

Deutlich wurde dabei, dass der Pfarrgemeinderat mit den einzelnen Gremien in sehr positiver Weise seine Hände im Spiel hatte. Besondere Höhepunkte neben den Hochfesten in der Kirche waren das Erntedankfest und der Tag der Ehejubilare. Herausragendes Ereignis war nach Elisabeth Sigrüners Worten die Priesterweihe von Hermann Schächner mit sehr bewegenden Momenten für die gesamte Pfarrei (der Anzeiger berichtete). Nur durch das Engagement aller Pfarrangehörigen sei diese Primiz organisatorisch zu stemmen gewesen.

Pfarrer: "Hier rührt sich was, es ist was los" Pfarrer Ludwig Samereier freute sich auch nach vielen Jahren des Wirkens im Pfarrverband Arbing über die offene, einladende und wohlwollende Atmosphäre, die das ganze Kirchenjahr hinweg herrsche. "Nach wie vor rührt sich was und es ist immer etwas los", sagte er wörtlich. Alle Positionen würden immer auf Hochtouren laufen. Dabei seien oft gerade auch Kleinigkeiten von immenser Wichtigkeit, meinte der Geistliche: Ob Sänger oder Mitarbeiter um den Altar − viele nähmen sich Zeit für das Ehrenamt, obwohl in dieser Arbeit nicht immer Dankbarkeit zu erwarten sei. Es sei gut zu wissen, dass viele Personen "hinter den Kulissen" zuverlässig, treu und mit viel Engagement ihren Dienst verrichten, so Samereier. Sein besonderer Dank gilt den langjährigen Begleitern in den verschiedenen Funktionen. Auch für die künftigen Aufgaben sei ihm daher nicht bange und er freue sich schon auf die künftige Zusammenarbeit. Mit der Primiz im schönen Dorf Arbing sei für ihn ein Traum wahrgeworden, so seine wörtliche Aussage.

Samereier sagte, die Ehrungen lägen ihm daher besonders am Herzen. So überreichte er Urkunden für die langjährigen scheidenden Lektoren Josef Baumgartner (22 Jahre) und Josef Wimmer (20 Jahre). Die Caritas-Sammlung unterstützen seit zehn Jahren Anna Gruber, seit 15 Jahren Marianne Geier und Helga Kneißl. Die höchste Auszeichnung die Schiefer Tafel überreichte er an Stefan Gruber, der seit 36 Jahren für Caritas sammelt.

Kirchenpfleger Hermann Schächner betonte in seiner Jahresbilanz, dass sicherlich die erhebenden Gottesdienste in der Pfarrkirche, aber auch außerhalb, herausragende Momente gebracht hätten. Absoluter Höhepunkt sei dabei die Primiz gewesen. Viele fleißige Hände, ob hauptamtlich oder ehrenamtlich, würden nach wie vor sehr gewissenhaft und zuverlässig arbeiten und das Gotteshaus sowie die Pfarrei mit Leben erfüllen. Als "Motor" stehe ein grandioser Pfarrer und eine großartige Pfarrgemeinderatsvorsitzende an der Spitze des Lebens in der Pfarrei. Beide würden sich mit Leib und Seele einbringen. Aber auch vom Chor über das Reinigungspersonal, der Landjugend bis zu den Vertretern im Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung sei auf alle zu 100 Prozent Verlass. Bestens in Schuss sei auch die Nebenkirche in Ecking, welche in vielen Momenten in den letzten Jahren im Mittelpunkt stand.

Ausführlich Stellung nahm er zu den wichtigsten Entscheidungen bei den erledigten und laufenden Renovierungsmaßnahmen: Im Zuge der Primiz seien auch am Gotteshaus, dem Kriegerdenkmal und dem gesamten Kirchengelände Renovierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Beim Pfarrhof wurde der Treppenaufgang erneuert und das Jugendheim wurde renoviert. 2013 werde der Seitenaltar in Angriff genommen. Wohlwollende Spenden aus allen Richtungen hätten die vielfältigen Maßnahmen unterstützt. Gerade bei den Kosten der Primiz habe die Diözese Passau ein sehr offenes Ohr bewiesen. Hier sei der Ortspfarrer wichtiger Ansprechpartner gewesen, sagte Schächner. In hohem Maße Verlass sei auf die Verantwortliche des Chores Gisela Huber und dem Mann für alles Willi Pinistorfer.

Abschließend informierte Robert König über die Finanzen der Pfarrei. Der Haushalt im Jahre 2010 schloss in Einnahmen von 20 016 und Ausgaben von 24 365 Euro, im Jahre 2011 mit 22 058 und 20 171 Euro. Der Haushalt für das Jahr 2013 ist auf 18 303 und 18 900 Euro veranschlagt.

Im Mittelpunkt stand anschließend nochmals die Primizfeier: Es wurden von Reinhard Pillris bei diesem Ereignis gefertigte Filmaufnahmen gezeigt. Ehrengaben als unermüdliche Helfer anlässlich der Primiz erhielten aus der Hand von Pfarrer Samereier Anneliese und Thomas Gaßlbauer sowie Elisabeth und Kolomann Sigrüner.

Ein Geistlicher war "Motor ohne Aussetzer" Elisabeth Sigrüner würdigte das Engagement von Hermann Schächner, der sich ebenfalls "bis an die Schmerzgrenze" bei der Primiz eingesetzt habe. "Als Motor ohne Aussetzer" wurde das Engagement von Pfarrer Ludwig Samereier anlässlich der Primiz gewürdigt.

Schmecken ließen sich anschließend alle Anwesenden ein kostenloses Essen und Freigetränke, welche Hermann Schächner spendiert hatte. Unter den Ehrengästen war auch Pater Kishore. Wer sich persönlich Filme über die Primiz kaufen möchte, kann diese bei Elisabeth Sigrüner ordern: 08760/1471. Mit dem gemeinsam gesungen Lied "Wahre Freundschaft" endete der Abend. − gh

 

(ANA vom 21.11.2012)

Frauen spenden 2500 Euro für die Kirche

 

Erlbach. Als großzügig hat sich der Erlbacher Frauenbund gezeigt: Nach dem jüngsten Familiengottesdienst, der vom Kinderchor unter der Leitung von Tina Schönwetter musikalisch umrahmt wurde, übergab Vorsitzende Theresia Schwertfellner (2. von links) einen Scheck über 2500 Euro an Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl und Pater Kishore. Das Geld stammt aus dem Erlös der alljährlichen Grillfeier und vom Verkauf von Palmbuschen zu Maria Himmelfahrt. Dieses Geld kann die Pfarrei gut gebrauchen, wurde doch 2011 ein behindertengerechter Kirchenaufgang geschaffen sowie der Gehweg rund um die Kirche gepflastert und Urnengräber angelegt. Für die Kirchenkasse ist diese Spende eine große Entlastung, sagte der Kirchenpfleger. Das Foto zeigt die Vorstandschaft des Frauenbundes mit 2. Frauenbund-Vorsitzender Helga Meier (links), Schatzmeisterin Anna Latein (3. von links) und der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Bernadette Pfeffer (rechts). - rec/Foto: Hochhäusl

 

(ANA vom 16.11.2012)

Gottes Segen für Ross und Reiter

34. Leonhardiumritt in Steinhausen − Mehrere hundert Besucher verfolgten die Brauchtum-Veranstaltung

 

Mit seinem herrlichen Vierspänner holt sich Fred Kaiser nicht nur den Kutschenpreis, sondern auch Gottes Segen durch Pfarrer Ludwig Samereier ab.

Erlbach. Der 34. Leonhardiumritt nach seiner Wiedereinführung lockte am Samstagnachmittag wieder mehrere hundert Besucher an den Schauplatz kirchlichen bayerischen Brauchtums bei der alten Steinhauser St. Leonhardskirche. Für 85 Pferde − acht mehr als im Vorjahr − und ihre Besitzer erbat Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier einzeln auf die Fürsprache des Heiligen Leonhard Gottes Segen.

Festlich herausgeputzt ernteten die vorbeiziehenden Rösser und sieben Kutschengespanne in der stimmungsvollen Kulisse des nahen Herbstwaldes die bewundernden Blicke der Zuschauer. Extra aus Reischachs ungarischer Partnergemeinde Magyarboly 880 Kilometer angereist wohnte auch deren Bürgermeister Attila Blazsovics mit einer kleinen Delegation dem religiösen Brauchtumsfest bei.

Die Jury mit den Mitgliedern Franz Maier, Bernhard und Manfred Rothenaicher hatte es nicht leicht, bei der Vielzahl an prächtigen Tieren die ausgelobten Preise zu vergeben. Schließlich ging der Schönheitspreis an die Pleiskirchner Familie Bischof, sie war mit zwei Reitern und einer Kutsche dabei. Den Mehrheitspreis heimsten, wie im Vorjahr, wieder die Gerataler Pferdefreunde aus Mitterskirchen mit zehn teilnehmenden Pferden ein. Der Kutschenpreis wurde für besonders schön geschmückte Exemplare gleich zweimal vergeben: an Fred Kaiser aus Harpeting für seinen Vierspänner und an Franz Obereisenbuchner aus Näglstall, der mit einem 250 Jahre alten Jagdwagen des ehemaligen Klosters Raitenhaslach den Umzug bereicherte. Zahlreich vertreten waren auch die Kleinsten und die Jugend: Den Jugendschönheitspreis erntete Marina Bauer aus Reischach, während der jüngste Reiter, der vierjährige Reischacher Elias Reiser, den Kinderpreis entgegen nahm. Die Preise − Reiterfahnen und Holztafeln − waren von den Kirchenpflegern Ludwig Demmelhuber sowie Martin Peterbauer gestiftet worden − und: traditionell auch von den Rathauschefs von Reischach und Erlbach, Herbert Vilsmaier und Franz Watzinger. Die Kinder- und Jugendpreise kamen von einem Reitsport-Geschäft. Ein großes Erinnerungsbild aus der Feder von Ortsheimatpfleger Alois Stockner durften allerdings alle Teilnehmer mit nach Hause nehmen −und auch die traditionell gespendete Gedenkrosette der Familie Dr. Basting, den direkten Nachbarn der alten Leonhardikirche. Für die Rosette wählten die Spender diesmal die Farben Blau und Weiß.

Haflinger-Stute Fini stammt von Stargate M ab, dem schönsten Pferd Deutschlands.

Die bewährte musikalische Umrahmung lag bei der Blaskapelle Reischach, sie führte auch nach dem vorher gefeierten Gottesdienst die Geistlichkeit zum "Festgelände". Viele Besucher ließen sich dort im BRK-Zelt der Landjugend Schmalzgebackenes und Brotzeiten schmecken. − mbu

 

Weitere Bilder:

 

(ANA vom 12.10.2012)

Landjugend unter neuer Leitung

Michael Wimmer löst Thomas Hofbauer an der Spitze ab

 

Wachwechsel bei der Landjugend: Dank für die bisherigen und Glückwünsche für die neuen Vorstände überbrachten Herbert Vilsmaier (rechts, von oben), Reinhold Sterflinger und Konrad Hinterwinkler.  − Foto: Unterhitzenberger

Reischach. Eine neue Führungsspitze hat die Katholische Landjugend bei der Jahreshauptversammlung am Freitag im Pfarrheim erhalten. 30 Mitglieder fanden sich dazu ein.

Die bisherige 2. Vorsitzende Christina Moser trug den Jahresbericht vor, der den Zeitraum September 2011 bis Oktober 2012 umfasste. Erwähnung fanden unter anderem der Nikolausdienst 2011, das Weinfest im August und die Gestaltung des Altennachmittages im Oktober. Der Bericht von Kassier Rainer Koller schloss sich an. Nach seinen Worten hat man das Jahr mit einem Überschuss abgeschlossen und spendete einen Teil der Einnahmen für wohltätige Zwecke. Die profitabelste Veranstaltung war das Weinfest.

Die Neuwahlen der seit 2008 amtierenden Vorstandschaft erbrachten folgendes Ergebnis: 1. Vorstand: Michael Wimmer (bisher: Thomas Hofbauer), 2. Vorstand: Sarah Pilzweger (bisher Christina Moser), 3. Vorstand: Johanna Baisl. Schriftführer: Theresa Huber (bisher: Veronika Vilsmaier), Kassier: Rainer Koller (wie bisher).

Eingangs der Zusammenkunft hatten eine Reihe von Grußworten gestanden: Jugendreferent Hans Salzinger, Jugendseelsorger Reinhold Sterflinger vom Pfarrverband, Pfarrgemeinderatsmitglied Konrad Hinterwinkler und Bürgermeister Herbert Vilsmaier zollten der Landjugend Respekt für die vielfältigen Aufgaben, die sie anpackt und die Projekte, die sie im Jahresverlauf durchzieht. Alle bedankten sich bei der bisherigen Vorstandschaft und wünschten den neuen Funktionsträgern viel Glück. Pfarrer Ludwig Sam-ereier hatte sich entschuldigt.

Mit einem gemeinsamen Essen und einem gemütlichem Beisamensein im Gasthaus Berger klang die Zusammenkunft aus. − red

 

(ANA vom 23.10.2012)

"Mit dir will ich alt werden"

21 Paare kamen zum Ehejubilarstag der Pfarrei Reischach

835 Jahre Ehe auf einem Foto vereinigt: Die Teilnehmer des Jubilarstages in der Pfarrkirche St. Martin mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts).  − Foto: Vilsmaier

Reischach. Zum Ehejubilarstag sind 21 Paare der Einladung der Pfarrei gefolgt. Sie bringen es gemeinsam auf 835 Jahre Ehe. Der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, der vom Singkreis mit schwungvollen Liedern umrahmt wurde, zelebrierte Ortsgeistlicher Pfarrer Ludwig Samereier.

In seiner Predigt stellte er drei Aussagen in den Vordergrund, wie Menschen sie treffen könnten, die lange vermählt sind: Zum einen "Du bist das Beste was mir passieren konnte". Von großen gegenseitigem Respekt und Grund zur Freude zeugt dieser Ausspruch. Zum anderen: "Mit dir möchte ich alt werden". Leben miteinander in Tagen der Jugend, der Arbeit, der Krankheit und in Tagen des Alters. Ein Beweis, dass auf menschliche Worte Verlass ist. Und zum Dritten: "Ohne dich bin ich nur ein halber Mensch". Viele Ehepaare seien einander zutiefst ans Herz gewachsen und gingen als gutes Team durchs Leben.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hölzlwimmer gratulierte allen Jubelpaaren und dankte für ihr Kommen. In unserer schnelllebigen Zeit gäben vor allem die Ehejubilare ein gelebtes Zeugnis für Verlässlichkeit und Beständigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen. Zum Abschluss des Gottesdienstes spendete Pfarrer Samereier paarweise den Einzelsegen, zudem gab es für jede Dame eine rote Rose.

Hochzeitsfotos an der Wand − der Höhepunkt Im Anschluss trafen sich die Paare zum Frühschoppen im Pfarrheim. Mitglieder des Pfarrgemeinderates übernahmen wie jedes Jahr wieder die Bewirtung der Gäste. Für gute Unterhaltung sorgten Sieglinde Weiherer und Klaus Hölzlwimmer mit zwei vorgetragenen Liedern sehr zur Freude der Anwesenden.

Als Höhepunkt der Feier erwies sich einmal mehr die gemeinsame Betrachtung der mitgebrachten Hochzeitsbilder mittels Projektor. Eine kleine Zeitreise zurück ließ die Paare in Erinnerungen schwelgen und so manche Anekdote sorgte für Erheiterung einer frohgestimmten Runde. − red

 

(ANA vom 26.10.2012)

Sich einmal gefunden − und für immer verbunden

Ehrentag der Ehejubilare − Gemeinsam sind sie 430 Jahre verheiratet


Einige Jahrhunderte Ehe auf einem Foto: Die Erlbacher Ehejubilare beim Gruppenbild in der Pfarrkirche mit Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Bernadette Pfeffer und Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl (2. Reihe von links) sowie Pfarrer Ludwig Samereier (rechts). In der ersten Reihe: Die "goldenen" Ehepaare Konrad und Katharina Strasser (von links), Irmgard und Michael Rothenaicher sowie Maria und Ludwig Binderberger.  − F.: Hochhäusl

Erlbach. Die Pfarrei Erlbach hat auch heuer wieder alle Ehepaare, die in diesem Jahr 25, 30, 40, 45 oder 50 Jahre verheiratet sind, zu einer Feier eingeladen.

Nach dem gemeinsamen Einzug am Samstagabend in die Pfarrkirche zelebrierte der Pfarrverbandspfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier den Dankgottesdienst, der musikalisch vom Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Josef Spateneder mit der "Waldlerischen Hochzeitsmesse" umrahmt wurde. In seiner Predigt betonte der Geistliche, es sei das Beste, was einem Menschen passieren könne, wenn er den richtigen Partner fürs Leben finde. Weitere prägende Sätze in seiner Predigt waren: "Mit Dir will ich alt werden" und "Ohne Dich wäre ich nur ein halber Mensch". Nach dem Gottesdienst erteilte er den Paaren noch den Einzelsegen. Immerhin waren drei Paare dabei, die heuer die Goldene Hochzeit feiern konnten und insgesamt sind alle 430 Jahre verheiratet.

Besonders interessant: Die Hochzeitsfotos Die elf Jubelpaare wurden anschließend im Pfarrsaal von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Bernadette Pfeffer begrüßt. Sie bedauerte, dass einige Paare an der Teilnahme verhindert waren. Die Gäste wurden dann von den Pfarrgemeinderatsmitgliedern bewirtet. In lockerer Atmosphäre konnten Erinnerungen ausgetauscht und Hochzeitsfotos angeschaut werden. Pfarrer Samereier erzählte einige Episoden, unter anderem, wie sich einst ein Niederbayer in Norwegen buchstäblich die Frau fürs Leben geangelt hatte: Sein Angelhaken verletzte die Badende, er brachte sie zum Arzt − und darüber wurden sie ein Paar. Das Gesangsduo Werner Pfeffer und Franz Prostmeier unterhielten die Gäste mit Liedern rund um die Liebe und der Treue. Die Zeit verging wie im Fluge und alle Jubilare freuten sich über den gelungenen Abend. − st

Verheiratet seit...50 Jahren: Ludwig und Maria Binderberger, Michael und Irmgard Rothenaicher sowie Konrad und Katharina Strasser.

45 Jahren: Michael und Cäcilie Holzner.

40 Jahren: Heinz und Monika Niederleitner, Hans und Notburga Kleinillenberger sowie Hans und Anna Stamberger.

30 Jahren: Alois und Elfriede Spateneder, Georg und Rosa Einwang sowie Heinz und Josefine Reischl.

25 Jahren: Martin und Elfriede Maierhofer.

(ANA vom 18.10.2012)

Ehrung für Josef Waitzhofer

Im Rahmen des Kirchenpatroziniums am 14.10.2012 in St. Koloman in Kirchhaunberg überreichte Geistlicher Rat Ludwig Samereier dem Austragsbauern und Mesner der Filialkirche Kirchhaunberg Josef Waitzhofer im Auftrag des Bischofs eine Ehrenukrunde und bedankte sich für die 40-jährige pflichtbewusste Tätigkeit als Mesner.

 

Diashow:

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Pfarrverband verabschiedet Sr. Mirjam Sprenger

Reischach. Nach vier Jahren als Gemeindereferentin und Religionslehrerin ist Sr. Mirjam Sprenger aus dem Pfarrverband Reischach verabschiedet worden. Im Rahmen des Vorabendgottesdienstes in der Pfarrkirche St. Martin, musikalisch gestaltet vom Singkreis Reischach, würdigte Pfarrer Ludwig Samereier die Verdienste seiner Mitarbeiterin. Er konnte sich, wie er sagte, auf sie immer verlassen und zugleich von ihr lernen. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klaus Hölzlwimmer (rechts) hob neben den vielen religiösen Angeboten, der Begleitung der Katholischen Landjugend, der Mitarbeit im Pfarrgemeinderat vor allem die Begleitung der Erstkommunionkinder hervor. Durch ihre freundliche, bodenständige und glaubwürdige Art war und ist sie eine Bereicherung für den ganzen Pfarrverband. Seitens der Kirchenverwaltung dankte Vorsitzender Ludwig Demmelhuber (links) für die Arbeit und übergab ein Geschenk der Pfarrei. Die Ordensfrau ihrerseits dankte für die vielen guten Begegnungen und die gute vertrauensvolle Zusammenarbeit. − red/Foto: Maier

(ANA vom 8.8.2012)

 

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Pater Georg Strasser feierte Goldenes Priesterjubiläum

Missionsbenediktiner feierte das goldene Priesterjubiläum


Abt Rabanus Petri (links) mit Pater Georg vor seinem Elternhaus.

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Erlbach. Das Goldene Priesterjubiläum feierte am Sonntag der Missionsbenediktiner Pater Georg Strasser aus Schweiklberg in der Heimatgemeinde Erlbach.

Am Vormittag wurde der Jubilar von den Pfarrangehörigen und den Ortsvereinen von seinem Elternhaus abgeholt. Mit einem Festzug ging es zum Festgottesdienst in die schön geschmückte Pfarrkirche. Der Festgottesdienst wurde vom Jubilar, vom Pfarrverbandspfarrer Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier und vom Abt Rabanus Petri vom Kloster Schweiklberg zelebriert. Musikalisch wurde er vom Kirchenchor unter der Leitung von Josef Spateneder umrahmt.

Abt Rabanus Petri sprach bei der Predigt über ein freudiges Ereignis, wobei er seine Glückwünsche zum Ausdruck brachte. Der Herrgott habe Pater Georg auf den Weg gerufen. 50 Jahre Priester zu sein und ihm dienen zu dürfen, sei ein Tag der Freude für die ganze Heimatgemeinde, sagte der Abt. Man müsse dankbar sein, "denn wer nicht mehr dankt, der denkt auch nicht mehr".

Der Festgottesdienst in der Pfarrkirche wurde zelebriert von Pfarrverbandspfarrer Ludwig Samereier v.l. Jubilar Pater Georg Strasser und Abt Rabanus Petri vom Kloster Schweiklberg.

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Ortspfarrer Ludwig Samereier sagte bei seinen Glückwünschen zu Pater Georg: "Du hast alles gut gemacht, besonders in der Christusliebe. Wer dich kennt, schätzt deine Gutmütigkeit."

Pater Georg dankte für die würdevolle Umrahmung des Festgottesdienstes, besonders dem Frauenbund für den Kirchenschmuck und seiner Familie für den Türschmuck am Elternhaus.

Bei der weltlichen Feier im Prostmeiersaal sang der Kirchenchor den Engel des Herrn. Hier hatten die Pfarrangehörigen auch die Gelegenheit, dem Jubilar zu gratulieren. Zwischendurch sang der Erlbacher Dreigesang mit Franz Huber, Franz Prostmeier und Werner Pfeffer für diesen Anlass passende Lieder.

Festzug zur Pfarrkirche mit den Ortsvereinen und Pfarrangehörigen.  − Fotos: Stolz

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Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl sagte bei seinen Glückwünschen, 50 Jahre Priester zu sein, heißt 50 Jahre Arbeit im Weinberg des Herrn. Er freute sich, dass Pater Georg immer noch einen guten Kontakt zur Heimatgemeinde habe und hier auch seinen jährlichen Urlaub verbringe. Man merke sein Dasein, wenn täglich in der Pfarrkirche eine heilige Messe gelesen werde. Im Namen der Pfarrgemeinde überreichte er ihm einen Pilgerstab.

Den Glückwünschen schloss sich auch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Bernadette Pfeffer mit einem Geschenkkorb an. Ludwig Samereier gratulierte als Ortspfarrer mit einem Geldgeschenk und einem Fass Festbier. Auch der fünfjährige Großneffe Daniel Reischl gratulierte Pater Georg mit einem Gedicht und einem Geschenk der Familie. Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Franz Watzinger. Er erinnerte an die Primiz im Jahre 1962, die am Sportplatz gefeiert wurde. Das Gemeindeoberhaupt überreichte ihm das Häuserbuch der Gemeinde Erlbach. Anschließend führten Bernadette Pfeffer und Christine Huber einen Sketch auf, der das Leben von Pater Georg und das Wirken im Kloster Schweiklberg in bairischer Mundart nachstellte. − st