Abschied und Neubeginn

Irmgard Mitterpleininger beim Gottesdienst verabschiedet, Nachfolgerin Franziska Lehmann eingeführt
Im Altarraum verabschiedeten Pfarrer Ludwig Samereier (re.) und Bürgermeister Alfred Stockner (li.) die ausgeschiedene Kindergartenleiterin Irmgard Mitterpleininger (vorne, 2. v. re.) und begrüßten deren Nachfolgerin Franziska Lehmann, im Beisein von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Edith Brunner (hinten v. li.), Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner und Christian Weiherer, Geschäftsführer der kirchlichen Einrichtungen. −Foto: Buchberger
Im Altarraum verabschiedeten Pfarrer Ludwig Samereier (re.) und Bürgermeister Alfred Stockner (li.) die ausgeschiedene Kindergartenleiterin Irmgard Mitterpleininger (vorne, 2. v. re.) und begrüßten deren Nachfolgerin Franziska Lehmann, im Beisein von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Edith Brunner (hinten v. li.), Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner und Christian Weiherer, Geschäftsführer der kirchlichen Einrichtungen. −Foto: Buchberger

Reischach. Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin bei Corona-bedingter Abstandshaltung haben die Pfarrfamilien Reischachs und Arbings Irmgard Mitterpleininger am Sonntagvormittag in den Ruhestand verabschiedet.

Die Kindergartenleiterin hatte nach 25-jährigem Wirken am Katholischen Kindergarten St. Martin am 30. Juni ihren letzten Arbeitstag (der Anzeiger berichtete). Statt der Predigt skizzierte Pfarrer BGR Ludwig Samereier seine Zusammenarbeit mit der ausgeschiedenen Mitarbeiterin. Mitterpleiningers Arbeit sei von einer stetigen Weiterentwicklung der kirchlichen Einrichtung geprägt gewesen, die in der vor kurzem erfolgten Eröffnung der neuen Kinderkrippe gegipfelt habe, sagte er.

 

Der Geistliche bescheinigte Mitterpleininger eine "umsichtige Führung und Leitung der gesamten Mitarbeiterschar", dazu habe ihm deren "herzliche Umgang mit den Kindern und Eltern" imponiert. Mitterpleininger habe stets die gute Zusammenarbeit mit den Fachberatungen, den Schulen und den kommunalen Einrichtungen gesucht. Seinen Respekt habe auch ihr "eiserner Wille" gefordert: "Du bist nach gesundheitlichen Problemen immer wieder zurückgekommen und hast dich nie unterkriegen lassen", so Samereier.

Obwohl Mitterpleininger bereits Ende vergangenen Jahres in Ruhestand hätte gehen können, habe sie der Kirche als Einrichtungsträger die weitere Mitarbeit bis zur Einarbeitung der Nachfolgerin angeboten, dies zeige die Loyalität zu ihm und dem Kirchenpfleger. Als herausragend in ihrem Wirken sei ein "leidenschaftlicher Einsatz für eine gute Förderung des Kindes" zu nennen. "Für dich war und ist jedes Kind ein Edelstein, den es zu erforschen gilt", betonte Samereier. "Deine unkomplizierte und menschennahe Art waren für mich immer ein großer Lichtblick". Mitterpleiningers Einsatz für die Kinder sei "zutiefst auch ein Einsatz für Reischachs Kirche, aber auch für die Diözese Passau" gewesen.

Eigentlich, so Samereier, sei zur Verabschiedung ein Vertreter der Diözesancaritas angekündigt gewesen, ein Corona-Ausbruch im Ordinariat habe dies aber kurzfristig verhindert. Mit einem Blumenstrauß, einer Dankesurkunde, einer Magnum-Papstmünze und einem persönlichen Dankschreiben, die er am Ambo niederlegte, sprach der Geistliche Mitterpleininger ein "herzliches Vergeltsgott für das schöne Miteinander an unserem Kindergarten St. Martin" aus.

Der zweiten Hauptperson des Gottesdienstes, Franziska Lehmann, sagte Samereier "ein herzliches Willkommen in unserer Mitte". Er bezeichnete sie als "großen Glücksfall für unsere Einrichtung". Als Nachfolgerin habe sie sich bereits seit einigen Wochen einarbeiten können und dabei bereits planerisches Geschick bewiesen. Die Kirchenverwaltung Reischach mit all ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern böten ihr jede Hilfe oder Unterstützung an. "Ich wünsche dir für deine Aufgabe stets eine glückliche Hand und immer Gottes Segen", gab er Lehmann mit auf den Berufsweg, dazu einen bunten Blumengruß.

Mitterpleiningers 25-jähriges Wirken am Kindergarten würdigte auch Erster Bürgermeister Alfred Stockner in seiner Ansprache. Die Anwesenheit des nahezu vollständigen Gemeinderatsgremiums drückte dabei die Anerkennung der Leistung der ausgeschiedenen Kindergartenleiterin aus. Mitterpleininger habe mit "Gefühl und Herz" verstanden, nicht nur die Kinder als das Wichtigste in einem Kindergarten für sich zu gewinnen, sondern auch die Mitarbeiterinnen, die Eltern, den Pfarrer und den Bürgermeister, so Stockner. Dafür habe sie "kreatives Gedankengut, großen Elan, Tatkraft und Ausdauer investiert". Neben der guten Umsetzung der Leitungsfunktion gehöre auch die ganz normale Arbeit als Erzieherin mit ihren vielfältigen pädagogischen Aufgaben dazu. "Du hast das auf deine ganz eigene und beeindruckende Art bewältigt", hob Stockner hervor.

Als gemeindliche Anerkennung überreichte Stockner ein Reischacher Bierkrügerl mit dem Gemeindewappen, einen Gutschein für das leibliche Wohl und eine Gartenpflanze. Mitterpleiningers Nachfolgerin hieß Stockner in der Gemeinde willkommen. Er wünschte Lehmann viel Freude in den neuen Aufgaben und eine glückliche Hand bei den vielen Herausforderungen der verantwortungsvollen Tätigkeit. − mbu

 

(ANA vom 9.7.2020)