"Wachet und betet!"

Reischach. Im zweijährigen Turnus findet während der Fastenzeit in der Pfarrkirche St.Martin in Reischach die traditionelle Ölbergandacht statt. Diese Gedenkstunde des Gebetes und Wachens Jesu am Ölberg ist ein alter Brauch aus der Barockzeit. Angesichts seines nahenden Todes bat Jesus seinen Vater, ihm das Leiden zu ersparen und mahnte seine Jünger: "Wachet und Betet, um nicht in Versuchung zu geraten". In Reischach wird dabei der Hochaltar zur Bühne. Denn hinter dem Gemälde, welches nur zu diesem Anlass entfernt wird, nimmt eine bewegliche Figurengruppe den Altarschrein ein: Christus und ein Engel. Dieses besondere, und im weiteren Landkreis einzigartige Schauspiel wurde vergangenen Sonntagabend von den Musikgruppen des Trachtenvereins Reischach umrahmt. Mitwirkende waren die Reischacher Stubn-musi, die Reischenboch-Musi, der Schee-Heisl-Dreigsang sowie Max Werkstetter an der Ziach. − red/F: Hochbauer

 

(ANA vom 12.03.2020)