"Auch Jesus war ein Ehrenamtlicher"

Alle "Mitstreiter Gottes" bringen es in der Pfarrei St. Georg Arbing auf 310 Jahre
Zum Gruppenfoto scharten sich beim Ehrenamtsessen Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten v. links), Franziska Obereisenbuchner, Heidi Pfaffinger, Kichenpfleger Martin Schächner und Pfarrer Ludwig Samereier sowie Waltraud Bachmaier (vorne v. links), Stefan Gruber, Elisabeth Sigrüner, Gerda und Franz Untermaierhofer. −Foto: Hahn
Zum Gruppenfoto scharten sich beim Ehrenamtsessen Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (hinten v. links), Franziska Obereisenbuchner, Heidi Pfaffinger, Kichenpfleger Martin Schächner und Pfarrer Ludwig Samereier sowie Waltraud Bachmaier (vorne v. links), Stefan Gruber, Elisabeth Sigrüner, Gerda und Franz Untermaierhofer. −Foto: Hahn

Arbing. Genau 310 Jahre haben sich insgesamt zehn ehrenamtliche Mitarbeiter im Pfarrverband zusammengerechnet in den letzten Jahrzehnten ehrenamtlich um das Arbinger Gotteshaus St. Georg auf verschiedenen Ebenen vorbildlich engagiert. Dafür wurden sie jetzt geehrt.

Im Rahmen eines Ehrenamtsessen im Gasthaus Pallauf überreichten ihnen Ortsgeistlicher Bischöflich-Geistlicher Rat Ludwig Samereier, Kirchenpfleger Martin Schächner und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Sigrüner Urkunden, Geschenke und Aufmerksamkeiten. Auch Pfarrvikar Kumar Yangaladasu wohnte der Feierstunde bei.

 

Statt der sonst üblichen Weihnachtsgeschenke biete man heuer das Essen mit Ehrungen an, sagte Samereier. Man wolle damit ausdrücklich der "Kirche vor Ort" und ihren Repräsentanten Wertschätzung zuteil werden lassen, nicht nur jener in Rom. Mehr denn je lebe aktuell die Kirche und eine Pfarrei von den zahlreichen Ehrenamtlichen über das ganze Jahr hinweg, so der Geistliche.

"Was ich mache ist nicht der Rede wert", sei oft der Tenor der "Mitstreiter Gottes". Genau das aber sei der Punkt, so Samereier: Denn in einem intakten Pfarrleben sei jede Hand wichtig und wertvoll. Zudem seien all diese Personen wichtige Verbindungsmitglieder, damit rund um das Gotteshaus an 365 Tagen im Jahr Leben herrsche.

"Auch Jesus Christus war im Grund ein Ehrenamtlicher", sagte Samereier: In den drei Jahren seines anschließenden öffentlichen Wirkens habe er das Reich Gottes durch seine Mitarbeit gestärkt. Die Kirche habe zurzeit nicht das beste Erscheinungsbild, so dass die Mitarbeit nicht mehr selbstverständlich sei. In Arbing sei das aber nicht der Fall – "Gottseidank!", so Samereier. Mit dem Zitat von Wilhelm Busch "Willst du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben", beendete er amüsant seine Ausführungen.

Nach den Dankesworten nahm er Stellung zum aktuellen Stand der großen anstehenden Kirchenrenovierung, die vorerst gestoppt sei. Gespräche demnächst in Passau könnten allerdings noch Möglichkeiten öffnen, in diesem Sommer doch noch zu starten. Wichtige Gutachten seien bereits vorhanden, ein Detailplan der Kirche müsse jedoch noch erarbeitet werden. Im Zuge der Sanierung sollen noch Möglichkeiten der kirchlichen Nutzung im angrenzenden Sättele-Haus in Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde erarbeitet und bewertet werden. Öffentliche Toiletten oder Räumlichkeiten für den Chor könnten ebenfalls verwirklicht werden. Ein Einkehrtag für den gesamten Pfarrverband am Samstag, 29. Februar solle dazu dienen, dass die Ehrenamtlich sich gegenseitig besser kennenlernen können. Anmeldungen werden im Pfarrbüro in Reischach entgegen genommen.

Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen. − gh

Ausgezeichnet wurden: Elisabeth Sigrüner für 30 Jahre Kirchenschmuck herrichten in der Pfarrkirche Arbing, Gerda Untermaierhofer für 40 Jahre Kirchenschmuck herrichten in der Kirche Ecking, Franz Untermaierhofer für 30 Jahre als Mesner in Ecking, Stefan Gruber und Olga Pinistorfer für jeweils 30 Jahre Messen aufschreiben, Waltraud Bachmaier für 40 Jahre Messen aufschreiben, Olga und Willi Pinistorfer für 30 Jahre Schließdienst Kirche, Franziska Obereisenbuchner für 30 Jahre Kirchenwäsche, Reserl Stockner für 30 Jahre Arbeit an Pfarrbrief und Bistumsblatt sowie Heide Pfaffinger für 20 Jahre als Raumpflegerin im Pfarrheim.

 

(ANA vom 01.02.2020)