Erlbach: Adventssingen begeistert Zuhörer

Darbietungen von Chören und Instumentalgruppen – Erlös für die Sanierung des Kirchensockels
Der gesamte Chorraum der Erlbacher Kirche war gefüllt mit Sängern und Musikanten: Links die Gruppe Mandala, vorne der Kinderchor und im Hintergrund der Kirchen- und Männerchor. −Fotos: Hochhäusl
Der gesamte Chorraum der Erlbacher Kirche war gefüllt mit Sängern und Musikanten: Links die Gruppe Mandala, vorne der Kinderchor und im Hintergrund der Kirchen- und Männerchor. −Fotos: Hochhäusl

Erlbach. Eine Fülle an vorweihnachtlichen Liedern und Melodien haben die zahlreichen Besucher des 13. Erlbacher Adventssingens gehört, zu dem der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung eingeladen hatten. In der voll besetzten Pfarrkirche "St. Petrus" boten verschiedene Chöre, Gesangsgruppen und Instrumentalisten Kostproben ihres Könnens und begeisterten die Zuhörer. Im Anschluss konnten die Gäste auf dem Dorfplatz bei Punsch, Glühwein und Weihnachtsgebäck den Klängen einer Bläsergruppe lauschen.

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marianne Hölzl-wimmer, hieß am Sonntagnachmittag zum Adventssingen Gäste nicht nur aus Erlbach, sondern auch aus den umliegenden Orten willkommen. Sie erinnerte daran, dass die Adventszeit früher auch eine Fastenzeit war und daher bewusst auf festlichen Schmuck der Kirche verzichtet wurde. Nur ein Wurzelstock mit brennenden Kerzen in der Mitte des Kirchenganges sollte an die "Wurzel Jesse" erinnern, wie Lektor Alois Oberhaizinger betonte.

 

Mit Texten vom Ponzauner Wigg durch das ProgrammMit Texten aus der "Niederbayerischen Weihnacht" des Heimatdichters Ludwig Gruber, bekannt als "Ponzauner Wigg", führte Alois Oberhaizinger durch das Programm. Dieses wurde von der Bläsergruppe der Familie Lichtenwimmer, verstärkt um Afra Wimmer und Michael Spateneder, mit "Tochter Zion" eingeleitet. Den Liederreigen eröffnete der Kirchenchor mit dem Liedern "Schönste von allen, Maria genannt", und "Lasst erschallen die Posaune", sowie dem ausdrucksstarken "Im Woid is so staad". Diese Lieder wurden von Sandra Sallersbeck regelrecht professionell einstudiert.

Die Gruppe junger Bläser eröffnete das Adventssingen und spielte hinterher auf dem Dorfplatz.
Die Gruppe junger Bläser eröffnete das Adventssingen und spielte hinterher auf dem Dorfplatz.

Viel Gefallen fand der Kinderchor mit seinen Darbietungen "Meine kleine Kerze" und "Das Licht erleuchtet die Nacht". Diese Gruppe mit mehr als 20 Kindern wurde von Tina Schönwetter geleitet, ebenso wie die Singgruppe "Mandala". Deren Sänger trugen mit ihren brillanten Stimmen und instrumentaler Begleitung mit den Liedern "Heilig die Nacht" und "So wie die Nacht flieht vor dem Morgen" zum Gelingen bei. Als Gäste aus Kastl waren Marlene Bernhofer und Elias Zwieslsperger gekommen. Mit Harfe und steirischer Harmonika trugen sie gekonnt schwierige Instrumentalstücke vor. Auch Anna und Maria Unterstraßer überzeugten mit ihren Stücken auf zwei Querflöten.

Berührte die Zuhörer mit seinen Liedern: Der "Untererlbacher Zwoaggsang".
Berührte die Zuhörer mit seinen Liedern: Der "Untererlbacher Zwoaggsang".

Ein Lied, das zu Tränen rühren konnteDer Untererlbacher Zwoagsang mit Margit Weidinger und Hans Kleinillenberger, auf der Gitarre begleitet von Girgl Fröhlich, sangen "Jeder Mensch der hat seinen Platz". Ihr Lied "Liebs Christkindl hast mich vergessen?" dürfte manchen Besucher zu Tränen gerührt haben, da hier der Wunsch des Mädchens nach einer Puppe unerhört blieb.

Mit Querflöte und Klavier boten Sandra Sallersbeck und Juliana Eller schwierige klassische Stücke dar. Zum Gelingen dieses Adventsingens trug auch der Erlbacher Männerchor mit "Kimmt sche hoamlich die Nacht" und "Wie leuchtet so mild" bei.

Mit Harfe und Ziach brillierten Marlene Bernhofer und Elisa Zwieslsperger aus Kastl.
Mit Harfe und Ziach brillierten Marlene Bernhofer und Elisa Zwieslsperger aus Kastl.

Abschließend dankte Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl allen Beteiligten für ihr engagiertes Mitwirken. Er hoffe, dass dieses Singen und Musizieren dazu beigetragen hat, Ruhe zu finden für die letzten Tage vor dem Weihnachtsfest.

Im Anschluss konnten die Besucher auf dem Dorfplatz bei Punsch und Glühwein, sowie Gebäck verweilen und den Klängen der Bläsergruppe unter der Leitung von Martina Lichtenwimmer lauschen. Auch der Heilige Nikolaus war auf dem Dorfplatz noch zugegen und beschenkte die Kinder. Der Erlös dieses Adventssingens, so Konrad Hochhäusl, kommt der Sanierung des Kirchensockels zu Gute. − hok

(ANA vom 18.12.2019)