"Zeit ist ein Geschenk"

Gerade für Eheleute ist sie wichtig – Pfarrei Erlbach feierte Ehejubilare
Eine rote Rose in der Hand hatten die Damen, als sich die Ehejubilare mit Pfarrgemeinderatsvorsitzender Marianne Hölzlwimmer und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (links) zum Gruppenfoto stellten. −Foto: Hochhäusl
Eine rote Rose in der Hand hatten die Damen, als sich die Ehejubilare mit Pfarrgemeinderatsvorsitzender Marianne Hölzlwimmer und Pfarrvikar Kumar Yangaladasu (links) zum Gruppenfoto stellten. −Foto: Hochhäusl

Erlbach. "Das größte Geschenk, das Menschen sich geben können, ist Zeit", so Pfarrvikar Kumar Yangaladasu bei der Feier der Elbacher Ehejubilare. Dazu hatte der Erlbacher Pfarrgemeinderat alle Eheleute eingeladen, die in diesem Jahr auf 25, 30, 40, 45, 50 oder mehr gemeinsame Jahre zurückblicken können. Die Vorsitzende Marianne Hölzlwimmer begrüßte dazu elf Jubelpaare in der Pfarrkirche.

Eingangs des Festgottesdienstes am Sonntagnachmittag bezeichnete Marianne Hölzlwimmer diese Jubiläen als ein besonders Fest für alle Paare. Wichtig sei der Zusammenhalt in guten wie auch in schlechten Zeiten. Für die Zukunft wünschte sie allen Jubelpaaren Kraft und Gottes Segen für alle weitern Ehejahre.

 

In seiner Festpredigt verglich Pfarrvikar Kumar Yangaladasu das Leben mit einer Sanduhr: trotz gleichmäßigem Durchfluss scheint die Zeit gegen Ende immer schneller zu verrinnen. "Termindruck und Hetze des Alltags machen Zeit zu einer Mangelware", so der Pfarrvikar. Deshalb sei es wichtig, sich Zeit zu nehmen für Menschen, die einem nahestehen, besonders für den Ehepartner. Leider brächten oft Schicksalsschläge geplante Vorhaben durcheinander. Daher sei es besonders wichtig, "Zeit zu verschenken". Dies brachte Pfarrvikar Kumar auch in einem Gedicht zum Ausdruck. Die Jubelpaare forderte er auf, auch Vorbild für die Jugend zu sein. Diese sollen aus dem Erfahrungsschatz der Jubilare schöpfen können. Mit einem gemeinsamen Gebet haben die Jubelpaare ihr Eheversprechen erneuert, bevor sie von Pfarrvikar Kumar Yangaladasu noch den Einzelsegen und aufmunternde Worte erhielten. Vom Pfarrgemeinderat bekamen sie eine Rose, sowie ein Heft zum Ehejubiläum.

Den Festgottesdienst umrahmte der Erlbacher Männerchor unter der Leitung von Werner Pfeffer mit der "Waldlerischen Hochzeitsmesse" und weitern passenden Liedern.

Im Pfarrsaal begrüßte Alois Oberhaizinger, Mitglied des Pfarrgemeinderates, die Jubilare und verglich das Eheleben mit einer Autofahrt: man müsse oftmals in den Rückspielgel blicken, um sich zu erinnern, was man zusammen schon erreicht habe. Noch wichtiger sei es aber den Blick nach vorne zu werfen, um die weitere Zukunft planen zu können. Mit verschiedenen Beispielen definierte er den Begriff "Liebe".

In geselliger Runde wurden dann Erinnerungen an den Hochzeitstag ausgetauscht und Hochzeitsalben durchgeblättert. Die Gäste wurden dabei von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates bewirtet. Bedauert wurde, dass vier Paare verhindert waren, an der Feier teilzunehmen. − hokDie Jubelpaare:25 Jahre ("Silberhochzeit"): Erika und Johann Unterstraßer sowie Astrid und Erwin Wolferseder.
30 Jahre ("Perlenhochzeit"): Gisela und Otto Gallner, Mathilde und Alfred Leitl sowie Roswitha und Josef König.

40 Jahre ("Rubinhochzeit"): Christa und Hermann Hölzlwim-mer, Rosa und Rudolf Huber, Katharina und Peter Moser, Annemarie und Herbert Prostmaier sowie Hildegard und Michael Gartmaier.

45 Jahre ("Messinghochzeit"): Gertraud und Wilhelm Stolz.

50 Jahre (" Goldhochzeit"): Martina und Ludwig Menhart sowie Annemarie und Josef Ostermeier.
55 Jahre ("Platinhochzeit"): Katharina und Heinrich Strasser.
60 Jahre ("Diamanthochzeit"): Anneliese und Johann Huber.

 

(ANA vom 11.10.2019)