Tipp für Eheleute: Reden ist Gold wert

Pfarrei Reischach lud die Jubelpaare ein – Festgottesdienst mit volkstümlicher Gestaltung
Die Jubelpaare präsentierten sich mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) und der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Edith Brunner (hinten links) sowie weiteren Pfarrgemeinderäten dem Fotografen. −F.: Hochhäusl
Die Jubelpaare präsentierten sich mit Pfarrer Ludwig Samereier (rechts) und der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Edith Brunner (hinten links) sowie weiteren Pfarrgemeinderäten dem Fotografen. −F.: Hochhäusl

Reischach. Das bekannte Sprichwort "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" sollte in einer guten Ehe nicht wörtlich genommen werden. "Wichtig sind ehrliche, offene Gespräche, diese sind Gold wert", so die Vorsitzende des Reischacher Pfarrgemeinderates, Edith Brunner, bei ihrer Begrüßung zum Treffen der Ehejubilare in der Pfarrkirche St. Martin. Zum Ende des Festgottesdienstes erteilte Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier allen Paaren noch den Einzelsegen.

Edith Brunner hieß 18 Jubelpaare, die heuer auf 25, 40, 50, 55 60 und mehr Ehejahre zurückblicken können, am Sonntag in der Kirche herzlich willkommen. Sie bedauerte, dass acht Paare nicht an der Feier teilnehmen konnten. Sie betonte, wie wichtig es sei, sich gegenseitig zu schätzen, sich anzunehmen mit Stärken und Schwächen, Lob auszusprechen und viel miteinander zu reden: "Reden ist Gold wert!"

 

In seiner Festpredigt ging Pfarrer Ludwig Samereier auf das Evangelium von der Hochzeit zu Kana ein, wo bekanntlich bei der Hochzeitsfeier der Wein ausging und Jesus sein erstes Wunder wirkte. "Aus Wasser wird Wein, aus Not wird Fülle" – so könne dieses Wunder definiert werden.

Der Ortspfarrer bedauerte, dass heute vielfach Paare auf die kirchliche Trauung verzichten. Wer aber vor dem Traualtar sein Jawort gegeben hat, sollte damit ein Zeichen setzen und Vorbild sein. Das Beste im Leben sei nicht nur die Jugend, auch im reiferen Alter sollte das Leben genossen werden als "ständige Freude". Nur nostalgisch zurückzublicken sei nicht gut, man sollte positiv der Zukunft entgegensehen. Das Älterwerden sollte Vorgeschmack sein auf die ewige Hochzeit mit Gott, so Pfarrer Samereier. Zum Ende des Gottesdienstes erhielten alle Jubelpaare von dem Geistlichen noch den Einzelsegen mit aufmunternden Worten für die künftigen Ehejahre, sowie eine Rose überreicht.

Der Festgottesdienst wurde von der "Hoagarten-Musi" und vom "Untererlbacher Zwoag’sang mit Hans Kleinillenberger, Jakob Mitterreiter, Peter Speckmaier, Marianne Maier und Margit Weidinger mit der "Waldler-Messe" und anderen stimmungsvollen Liedern würdevoll gestaltet.

Beim anschließenden gemütlichen Treffen im Pfarrheim wurden Hochzeitsfotos gezeigt und von den Paaren kommentiert. Josef und Hilde Hofbauer feierten exakt an diesem Tag ihren 60. Hochzeitstag. Ihnen zu Ehren sangen Peter Speckmaier und Marianne Maier, eine Verwandte des Jubelpaares, das Lied: Wo’s Glück ist auf der Erd, des Euch der Herrgott b’schert, de san die 60 Jahr vorm Traualter". Weitere Lieder und lustige Geschichten sorgten für eine gute Stimmung bei dieser Jubiläumsfeier.−hok

Die Jubelpaare: 25 Jahre: Sandra und Rudolf Wimmer, Brigitte und Harald Sommer, Marianne und Helmut Demmelhuber sowie Cäcilia und Robert Reiter.

40 Jahre: Maria und Josef Bobenstetter, Ingeborg und Franz Wimmer, Renate und Franz Auer, Irmengard und Konrad Diensthuber, Pauline und Georg Suttner sowie Christine und Hubert Barthuber.

50 Jahre: Katharina und Josef Moser, Theresia und Johann Wimmer, Ella und Peter Walter, Maria und Johann Lichtenwimmer sowie Margarete und Kurt Landthaler.

55 Jahre: Berta und Josef Niederhuber, Irmine und Johann Unterhuber, Franziska und Rupert Spirkner, Franziska und Rudolf Wimmer, Hilde und Hans Zöbl, Rosa und Johann Peterbauer sowie Theresia und Josef Berger.
60 Jahre: Aloisia und Josef Vilsmaier, Hildegard und Josef Hofbauer sowie Anna und Josef Unterhuber.

65 Jahre: Elisabeth und Markus Baumer.

 

(ANA vom 10.10.2019)