Neue Autos für die Ambulante Krankenpflege

Feierliche Segnung – Zwölf Pflegekräfte betreuen achtzig Patienten

 

Die Ambulante Krankenpflege der Katholischen Kirchenstiftung Reischach ist eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung im Holzland. Das Pflegepersonal ist täglich viele Kilometer unterwegs zu ihren Patienten. Hierzu ist ein guter Fuhrpark unerlässlich, der vor kurzem mit einem neuen Fahrzeug ergänzt wurde. Am vergangenen Sonntag erteilte Pfarrer Ludwig Samereier diesem Auto, sowie zwei im Vorjahr angeschafften PKW`s den kirchlichen Segen.

 

Tagtäglich sind die Angestellten der Ambulanten Krankenpflege Reischach unterwegs zu Pflegebedürftigen in den Holzlandgemeinden. Die von der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Reischach getragene Sozialeinrichtung hat eine lange Tradition: die „Niederbronner Schwestern“, die im sogenannten „Schwesternhaus“ im Straubinger Weg ansässig waren, unterhielten bereits in den Fünfziger-Jahren einen Kindergarten und betreuten und pflegten Kranke in der Pfarrei. Diese Tradition des Hauses hat sich bis heute fortgesetzt, betonte Veronika Latta, Leiterin der Ambulanten Krankenpflege. Dies sei erfreulich, denn mit der häuslichen Pflege werden Familienverbunde gestärkt und viele derzeitige Patienten erinnern sich noch, wie ihre Vorfahren von den damaligen Schwestern gepflegt wurden.

Derzeit versorgen zwölf Pflegekräfte rund achtzig Patienten in den Holzlandgemeinden. Dazu sind sie mit fünf Fahrzeugen rund 100.000 Kilometer im Jahr unterwegs.

 

Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier betonte, dass hierzu ein guter Fuhrpark nötig sei. Bereits im Vorjahr wurden zwei Opel Corsa angeschafft und seit kurzem ergänzt ein Hyundai die Fahrzeugflotte. Diese wir von Hans Gottschaller fürsorglich gepflegt und gewartet, wofür er seinen Dank aussprach. Dankesworte richtete Pfarrer Samereier auch an das Pflegepersonal unter der Leitung von Veronika Latta, sowie an Heidi Hansbauer, Christian Weiherer und Kirchenpfleger Josef Brunner, die sich für die Verwaltungsarbeiten verantwortlich zeichnen.

Mit einem Segensgebet erbat der Ortsgeistliche die Fürsprache Gottes für die Fahrzeuge und deren Lenker. Nachdem er Schlüsselanhänger mit dem Schutzpatron der Autofahrer, dem Heiligen Christophorus gesegnet hatte, erhielten die neuen Fahrzeuge mit Weihwasser und Weihrauch ebenfalls den kirchlichen Segen. Diese Fahrzeuge sollen helfen, Nächstenliebe zu den Menschen zu bringen.

 

23.10.2022, hok

 

 

 

 

 

 

 

 

Reischacher Kinderkrippe offiziell eingeweiht

Festakt wegen Pandemie aufgeschoben – Schlüsselübergabe an Leiterin

 

Die neue Reischacher Kinderkrippe ist zwar schon zwei Jahre in Betrieb, doch wegen der Corona-Pandemie konnte bisher keine offizielle Einweihung erfolgen. Am vergangenen Sonntag erhielt sie von Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier den offiziellen Segen. Die Einrichtung fügt sich gut in das Gesamtbild des Kindergartengeländes ein und bietet dreißig Kindern Platz für Spiel und Kreativität. Bürgermeister Alfred Stockner betonte die Wichtigkeit dieser Einrichtung und dankte allen Beteiligten, allen voran der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Reischach als Träger der Kindertagesstätte, für das Engagement bei der Planung und Errichtung dieser Kinderkrippe.

 

Mit dem „Lied über mich“ eröffneten die Kita-Kinder diese Einweihungszeremonie. Die Leiterin der Kindertagesstätte „St. Martin“, Franziska Lehmann, hieß dazu alle Gemeindevertreter, das Kita-Team, sowie die Mitglieder der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates herzlich willkommen. Sie freue sich, dass der Neubau so gut gelungen sei: „Er ist wunderschön und ein großer Nutzen für die Kinder und das Personal.“ Mit dreißig Kindern ist die Krippe nun voll ausgelastet.

 

Bürgermeister Alfred Stockner zitierte ein afrikanisches Sprichwort: „man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“. Die neu geschaffene Kinderkrippe bietet auch im kleinen Rahmen die beste Möglichkeit hierzu. Er erinnerte an die Entstehungsgeschichte: Mit dem damaligen Kirchenpfleger Ludwig Demmelhuber habe er zusammen mit Gemeinderat und Kirchenverwaltung den Neubau auf dem Gelände der Pfarrkirchenstiftung initiiert.

Nach dem Spatenstich im März 2019 gingen die Bauarbeiten zügig voran, so dass im April 2020 nach einer kleinen Zeremonie der Betrieb schon aufgenommen werden konnte.

Reischach ist ein familienfreundliche Gemeinde und das muss auch gelebt werden“, so der Bürgermeister. Für die Kommune sei dies eine große Aufgabe, die sie gerne erfülle. Das Betreuungsangebot biete auch die Möglichkeit für Eltern, Familie und Beruf zu verbinden. Der Bürgermeister lobte die wertvolle Arbeit des pädagogischen Personals zum Wohl der Kinder. Diese fühlen sich hier geborgen, die neue Krippe bietet Raum für Spiel, Bewegung und Kreativität. Abschließend dankte Alfred Stockner allen, die an der Planung, Ausführung und Gestaltung dieser Kinderkrippe mitgewirkt haben. Mit einem symbolischen Schlüssel und einem Blumenstrauß übergab er die „Schlüsselgewalt“ nun offiziell an die Leiterin Franziska Lehmann.

Pfarrer Ludwig Samereier, zugleich Vorsitzender der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Reischach als Träger der Kindertagesstätte, betonte, dass mit dem heutigen Tag ein langes Kapitel abgeschlossen sei. Bereits vor dreizehn Jahren entstand der Wunsch nach einer eigenen Kinderkrippe. Nach viel Improvisation im bisherigen Gebäude sei nun dieser gelungene Neubau entstanden. Die Kinderkrippe habe ihre Bewährungsprobe bestanden, alle Kinder und Bediensteten fühlen sich hier wohl. Die Einrichtung ist eine Investition in die Zukunft, wo Kinder ihre Persönlichkeit entfalten können.

Nach einem Segensgebet, in dem Pfarrer Samereier auch den Schutz der Kinder und Beschäftigten erbat, segnete er die Kreuze und besprengte die Räumlichkeiten, sowie die Fahrzeuge der Kinderkrippe mit Weihwasser.

Die Kinder bedankten sich für diese Einweihung mit dem passenden Lied: Mei liaba Gott, ich will dich heut ein bisserl loben“.

 

23.10.2022, hok

 

 

Pfarreigeschehen im Rückblick

Pfarrfamilienabend mit vielen Informationen – Sketch des Frauenbundes als Einlage

 

Nach zweijähriger, pandemiebedingter Pause, konnte am vergangenen Sonntag wieder ein Pfarrfamilienabend stattfinden. Dabei informierten die Pfarrgemeinderatsvorsitzende, sowie die Kirchenpfleger über das Geschehen der vergangenen Jahre. Die Leiterin der Kindertagesstätte „St. Martin“ stellte ihre Einrichtung vor und ein lustiger Sketch des Frauenbundes sorgte für Unterhaltung. Nach Dankesworten von Bischöflich Geistlichen Rat Ludwig Samereier schloss dieser den Abend mit einem Segensgebet ab.

 

Der Moderator des Abends, Michael Obereisenbuchner hieß die rund siebzig Besucher im Gasthaus „Reischacher Hof“ herzlich willkommen. Dabei verglich er die Pfarrei mit einem von ihm hergestellten Wagenrad: der äußeren Kranz stellt die Pfarrei dar, die vom Zentrum in der Mitte geleitet wird. Die Speichen symbolisieren die kirchlichen Gremien und Verbände, die als Verbindungsorgane dienen.

 

In seinem Bericht erklärte Kirchenpfleger Dr. Josef Brunner, dass die Reischacher Kirchenverwaltung die Baulast für sechs Kirchen und die beiden Friedhöfe, dem Pfarrhof mit Pfarrheim, sowie dem Priesterhaus trägt. Der Kirchenverwaltung obliegt auch der Betrieb der Kindertagesstätte, sowie der Ambulanten Krankenpflege. In der Kirche und in diesen Institutionen werden derzeit fünfzig Personen beschäftigt, wofür Lohnkosten von 1,1 Millionen Euro anfallen. Wegen der Corona-Pandemie waren die letzten drei Jahre eine große Herausforderung, so Josef Brunner. Per Videokonferenzen wurde der Kontakt zur Kita und der Ambulanten Krankenpflege aufrechterhalten und es musste viel improvisiert werden. Dank des hochmotivierten Personals konnten auch in dieser schwierigen Zeit die nötigen Mittel besorgt und der Betrieb aufrechterhalten werden. Eine große Herausforderung war 2021, als für die geplante ambulant betreute Wohngemeinschaft in Reischach über die Übernahme der Pflege verhandelt wurde, erklärte Kirchenpfleger Josef Brunner. Nach vielen Modellrechnungen und Planungsarbeit wurde in diesem Jahr mit dem Betreiber vereinbart, dass die Pflege von der örtlichen Sozialstation übernommen wird. Hierfür sei eine Aufstockung des Personals nötig, um eine 24-Stunden-Bereitschaft gewährleisten zu können. Nachdem die Wohngemeinschaft vor wenigen Tagen eröffnet wurde, ist das Pflegepersonal bereits gefordert. Damit auch die bisherige ambulante Pflege funktioniert, ist ein zuverlässiger Fuhrpark nötig, weshalb in den vergangenen Jahren mehrere Fahrzeuge gegen Neuwagen ersetzt wurden.

 

Im der Kindertagesstätte werden derzeit 136 Kinder betreut, davon dreißig in der im Vorjahr eröffneten Kinderkrippe. Seit 2021 ist die „Kita St. Martin“ auch eine integrative Einrichtung für behinderte, oder von Behinderung bedrohte Kinder. Für deren Betreuung ist eine eigene Kraft angestellt, gab Josef Brunner bekannt. Es werden jährlich Renovierungsmaßnahmen durchgeführt, auch um den strengen Sicherheitsanforderungen immer gerecht zu werden. Mit der Anstellung von Praktikantinnen leistet die Kindertagesstätte auch einen wichtigen Beitrag als Ausbildungsbetrieb.

 

Der Haushalt für die Kirche umfasst nur etwa zehn Prozent des Gesamthaushaltes, so der Kirchenpfleger. Während der Pandemiezeit sind die Kollekten deutlich geringer ausgefallen, dies konnte jedoch durch Spenden kompensiert werden. Durch den Betriebskostenzuschuss, sowie Mieteinnahmen konnte ein positives Ergebnis erzielt werden. Es waren auch Renovierungsmaßnahmen nötig: die von einem Hochwasser beschädigte Friedhofsmauer musste repariert werden, es galt einen kleinen Schaden am Glockenstuhl zu reparieren, im Friedhof wurde ein Bodenbelag ausgebessert und in der Nebenkirche Steinhausen musste der Dachraum von Taubenkot gereinigt werden. Erfreulicherweise konnte in Steinhausen heuer nach zweijähriger Pause wieder ein Pferdeumritt stattfinden.

Auch im caritativen Bereich wurde Hilfe geleistet, gab Josef Brunner bekannt: Im Schwesternhaus fand eine sechsköpfige Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine für fünf Monate eine Herberge.

Abschließend bedanke sich Kirchenpfleger Josef Brunner bei allen Mitarbeitern in allen Bereichen, den Mitgliedern von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, der Gemeinde und allen voran Pfarrer Samereier mit seinem liturgischem Team für die stets gute und konstruktive Zusammenarbeit.

 

Auch der Kirchenpfleger von Endlkirchen, Heinrich Freibuchner, berichtete über durchgeführte Anschaffungen und Renovierungsarbeiten in der Filialkirche „St. Michael“. Diese wurden in erster Linie von den Mitgliedern der Kirchenverwaltung ausgeführt. Mit dem Erlös des Pfarrfestes, das nach zweijähriger Pause wieder stattfinden konnte, wurde die Kirchenkasse aufgebessert. Erfreulich sei, dass durch die Neuaufnahme von fünf Ministranten nun insgesamt zehn Messdiener Dienst am Altar leisten.

 

Über das kirchliche Geschehen gab die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Edith Brunner, einen Rückblick. Sie berichtete von den Einkehrtagen, den Feiern zur Weihnachts- und Osterliturgie, sowie den „Exerzitien im Alltag“. Auf Initiative des Pfarrgemeinderates wurden zu den Festtagen Kranke besucht und diese erhielten Weihnachtssterne, bzw. Palmbuschen. Die Sternsinger durften nicht von Haus zu Haus ziehen, sie waren jedoch bei den Gottesdiensten und vor mehreren Geschäften präsent. Ein Erlebnis waren wieder die beiden Ölbergandachten in der Fastenzeit. Gut war die Beteiligung an den Gelöbniswallfahrt nach Steinhausen, sowie an der Pfarrverbandswallfahrt nach Altötting. Ein weiteres Pilgerziel war Anzenberg bei Massing, außerdem erfolgten die Fronleichnamsprozession, sowie ein Felderumgang.

14 Kinder durften nach entsprechender Vorbereitung die Heilige Erstkommunion empfangen und nach vierjähriger Pause empfingen 13 Jugendliche das Sakrament der Firmung. Es wurden auch zahlreiche Maiandachten in der Kirche, aber auch an Kapellen und Wegkreuzgen gehalten, wusste die Pfarrgemeinderatsvorsitzende zu berichten. Im Rahmen des Ferienprogrammes wurden Nistkästen gebaut, nachdem den Kindern vorher viel Wissen über die „gefiederten Sänger“ vermittelt wurde. Der Ministrantenausflug führte zum Skyline-Park nach Bad Wörishofen. Das Erntedankfest wurde würdig gefeiert, während des Gottesdienstes zogen die Kinder in die Kirche ein und überbrachten ihre Erntegaben. Ein Konzert von Konrad Reischl in der Pfarrkirche begeisterte die Besucher, die Senioren wurden eingeladen und von der Dirndlschaft bewirtet und mit neun Jubelpaaren konnte deren Ehejubiläen gefeiert werden. Eine schier unüberschaubare Menge feierte das Martinsfest mit einem Umzug und mit der „Elisabethfeier“ wurde der Reigen der Veranstaltungen geschlossen.

 

Franziska Lehmann berichtete, dass in der Kindertagesstätte „St. Martin“ derzeit 136 Kinder von 27 Mitarbeiterinnen betreut werden. Ihr seien eine gute Ausstattung, sowie die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen sehr wichtig. Zum Schutz der Kinder wurde ein Schutzkonzept erstellt, auch die Zufriedenheit der Eltern und der Kinder wurde befragt. Es erfolge bei Aktionen stets eine Vor-und Nachbearbeitung, und durch ständige Weiterbildungsmaßnahmen sei das Personal stets auf dem neuesten Stand. Franziska Lehmann berichtete weiter über durchgeführte Aktionen wie dem Faschingszug, den Besuchen eines Bauernhofes, einer Autowerkstatt und der Feuerwehr und weiterer Aktivitäten mit dem Familienfest „Bayerische Vogelhochzeit“ als Höhepunkt.

 

Als tragende Säule der Pfarrei stellte Moderator Michael Obereisenbuchener den Katholischen Frauenbund (KDFB) vor. Mitglieder des Vereins erheiterten die Besucher mit dem Sketch „Gespräche im Friseursalon“. Dabei wurden örtliche Gegebenheiten wie die neue Ampelanlage, der Kreisverkehr, das neue Rathausdach, die neue Poststelle im Gewerbegebiet und weitere Objekte „auf die Schippe genommen“. Für all diese Angelegenheiten hatten die Frauen Lösungen und Verbesserungsvorschläge parat. Das Fazit lautete: „Ohne Frauenbund, wären Gemeinde und Pfarrer ein armer Hund“.

 

Zum Abschluss dieses Pfarrfamilienabends brachte Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier seine Freude zum Ausdruck, dass endlich wieder Veranstaltungen stattfinden können und so wichtige Begegnungen möglich seien. Die Corona-Einschränkungen haben die Pfarrei zwar stark belastet, mit online-Sitzungen, Home-scooling und umsichtiger Arbeit konnte dies gut gemeistert werden. Leider seien die Krankenhausbesuche noch immer nur schwer möglich, deshalb sollen Angehörige dies melden, wenn ein Besuch gewünscht wird. Von Seiten der Pfarrei werde ein großes soziales Spektrum abgedeckt, beginnend von der Kita bis hin zum Altenclub und Ambulanter Krankenpflege. Er freue sich, dass sich im Pfarrverband 31 Jugendliche für die Firmung im nächsten Jahr angemeldet haben. Diese werden von Theresia Demmelhuber auf dieses Sakrament vorbereitet, obwohl sie bereit offiziell im Ruhestand ist. Für dieses Engagement dankte ihr der Ortsgeistliche, ebenso Pfarrvikar Kumar Yangaladasu für seinen unermüdlichen Einsatz, sowie allen

Mitarbeitern, dem Mesnerteam, sowie allen Helfern, Vereinen und Verbänden, die zum Wohl der Pfarrei wirken. Lobesworte fand der Pfarrer auch für den früheren Kirchenpfleger Demmelhuber, der mit seinem Weitblick frühzeitig Weichen für die Entwicklung des Pfarrverbandes gestellt hatte, sowie der Gemeinde für die konstruktive Zusammenarbeit.

Der informative und unterhaltsame Abend wurde mit einem gemeinsamen Lied abgeschlossen, den Abend hatte Kilian Lichtenwimmer mit Melodien auf seiner diatonischen Harmonika musikalisch umrahmt.

 

2022 11 22, hok