"Mit dem Frauenbund kann man immer rechnen"

KDFB Erlbach feiert 40-jähriges Bestehen - Ehrung der Gründungsmitglieder

Angeführt von Pfarrer Ludwig Samereier, zogen die Frauen zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche ein. Angeführt von Pfarrer Ludwig Samereier, zogen die Frauen zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche ein.

Gründungsmitglied Cäcilia Holzner (rechts), die 20 Jahre lang dem Erlbacher Frauenbund vorstand, wurde geehrt von (v.l.) der 1. Vorsitzenden Theresia Schwertfellner, 2. Vorsitzenden Helga Meier und Kassenwartin Anna Latein. −Fotos: Hochhäusl Gründungsmitglied Cäcilia Holzner (rechts), die 20 Jahre lang dem Erlbacher Frauenbund vorstand, wurde geehrt von (v.l.) der 1. Vorsitzenden Theresia Schwertfellner, 2. Vorsitzenden Helga Meier und Kassenwartin Anna Latein. −Fotos: Hochhäusl

Erlbach. Mit einer kleinen, jedoch beeindruckenden Feier hat der Erlbacher Zweigverein des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) sein vierzigjähriges Bestehen gefeiert. Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche erfolgte im Gasthaus Huberhof ein Festakt, bei dem die Gründungsmitglieder geehrt wurden.

"Kraft schöpfen aus dem Brunnen des Lebens" war das Thema des Festgottesdienstes, zu dem die KDFB-Vorsitzende Theresia Schwertfellner die Gottesdienstbesucher willkommen hieß. Sie stellte dabei einen Bezug her zu dem Evangelium von der Frau am Jakobsbrunnen, wie auch an den Heiligen Bruder Konrad. Wasser vom Bruder-Konrad-Brunnen aus Altötting wurde bei den Fürbitten aus einem Gefäß geschöpft und später als Geschenk an die Mitglieder verteilt.
Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier nannte den Frauenbund eine segensreiche Institution, die immer am Puls der Zeit sei und sich mit aktuellen Themen beschäftige und die Kirche frisch halte. Vom Frauenbund gehe Kraft und Segen aus. Er sei eine Bereicherung mit seinem Angebot an Bildungsveranstaltungen und eine Stütze bei der kirchlichen Arbeit. Besonders lobte der Ortsgeistliche das soziale Engagement dieses Verbandes. "Mit dem Frauenbund kann man immer rechnen, was der Frauenbund anpackt, hat Hand und Fuß", resümierte Pfarrer Ludwig Samereier und ermunterte die Frauen, so weiterzumachen.
In ihrem Rückblick erinnerte die Vorsitzende Theresia Schwertfellner an den 26. November 1978. Damals hatten 32 Frauen im Alter von zwanzig bis 35 Jahren den Erlbacher Zweigverein des KDFB gegründet und Cäcilia Holzner zur Vorsitzenden gewählt. Diese hat ihr Amt zwanzig Jahre lang ausgeführt und ist am Ende ihrer Amtszeit zur Ehrenvorsitzenden ernannt worden. Bei der Gründung traten Befürchtungen auf, der neue Verein könnte eine Konkurrenz zu dem bestehenden Mütterverein sein. Der größte Mitglie-derzuwachs war im Jahr 2000 mit 23 Neumitgliedern zu verzeichnen. Derzeit zählt der Verband 116 Mitglieder, jedoch ist die Altersstruktur deutlich angestiegen.
An kirchliche und gemeinnützige Organisationen hat der Erlbacher Frauenbund insgesamt 21000 Euro gespendet, die mit Festen und sonstigen Aktivitäten erwirtschaftet worden sind.
"Der Frauenbund ist für den Pfarrer das Gleiche wie die Feuerwehr für den Bürgermeister", so das Gemeindeoberhaupt Franz Watzinger. Die Frauen sind gute "Kümmerer", die viel erkennen und gute Anregungen geben. Er erinnerte auch daran, dass vor hundert Jahren das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde. "Die Gesellschaft hat dadurch sehr gewonnen, jedoch in der Kirche sei die Arbeit der Frauen noch nicht so anerkannt" kritisierte der Bürgermeister. Er ermunterte die Frauen, "auch die Gesellschaft zu pflegen und sich auch selbst was zu gönnen".
Worte des Dankes fand auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Marianne Hölzlwimmer, für die Mitarbeit der Frauen bei kirchlichen Festen und Feiern während des Jahres. Sie übernehmen auch wertvolle Dienste im liturgischen Bereich und sind so eine große Stütze. "Eine Pfarrei ohne Frauenbund ist ein armer Hund", so ihr Resümee.
Kirchenpfleger Konrad Hochhäusl nannte den Frauenbund einen beständigen Verein, der in 40 Jahren nur zwei Vorsitzende hatte. Auch die Kirchenkasse und den Kindergarten habe der Frauenbund mit namhaften Spenden unterstützt, wofür er ein herzliches "Vergelt’s Gott" aussprach.
Als Dekanatsvertreterin gratulierte auch Brigitte Straubinger dem Verein. Sie erinnerte daran, dass der Erlbacher Zweigverein im so genannten "Drei-Päpste-Jahr 1978" gegründet wurde. Besonders der Einsatz für sozialpolitische Themen wie zum Beispiel die Mütterrente zeichne den Frauenbund aus, es bestehe ein gutes Netzwerk zur Politik. Leider stehen derzeit manche Ortsverbände vor der Auflösung, da sich keine verantwortungsvollen Leute für die Leitung finden, klagte Brigitte Straubinger. Sie ermunterte "Bewährtes zu erhalten und Neues zu schaffen, dann brauchen wir keine Angst vor der Zukunft haben." − hok
EhrungenTheresia Schwertfellner, die mittlerweile auch schon zwanzig Jahre den Vorsitz innehat, ehrte folgende Gründungsmitglieder mit einer Urkunde und einem Präsent:
Cäcilia Holzner (20 Jahre 1. Vorsitzende), Berta Riedelsheimer, Marie-Luise Fritzenwenger, Christa Wagner, Rosa Reiter, Notburga Kleinillenberger, Margit Einwang, Karoline Gartmeier, Maria Auer, Elisabeth Freinecker, Monika Niederleitner, Veronika Bachmaier, Bärbel Unterstraßer, Annemarie Prostmeier, Elisabeth Webersberger, Martina Menhart, Christa Gartmeier, Anna Stamberger, Mathilde Wimmer, Franziska Hochhäusl, Annemarie Ostermeier, Anna Latein und Marianne Mehlstäubl.

 

(ANA vom 30.11.2018)