Klassik zum Frauenbund-Jubiläum

Erlbacher Ortsverein feiert 40-Jähriges – "Ensemble Classico! Rottal" in Nebenkirche Birnbach

Einen stilvollen Rahmen für das Klassikkonzert des "Ensembles Classico! Rottal" bot der Altarraum der Nebenkirche "St. Florian und St. Nikolaus". Die Besucher waren begeistert nicht nur von den perfekten Darbietungen, sondern auch von der guten Akustik. − Foto: Hochhäusl Einen stilvollen Rahmen für das Klassikkonzert des "Ensembles Classico! Rottal" bot der Altarraum der Nebenkirche "St. Florian und St. Nikolaus". Die Besucher waren begeistert nicht nur von den perfekten Darbietungen, sondern auch von der guten Akustik. − Foto: Hochhäusl

Erlbach. Mit einem Klassikkonzert hat der Katholische Frauenbund Erlbach die Feierlichkeiten zu seinem 40jährigen Bestehen eröffnet: In der Nebenkirche Birnbach gastierte am Sonntag das "Ensemble Classico! Rottal" und begeisterte die zahlreichen Zuhörer mit Werken von Claudio Monteverdi, Antonio Caldara, Johann Sebastian Bach, Johann Christian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart. Die acht Mitglieder des Amateurensembles ernteten reichlich Applaus für ihre gekonnten Darbietungen.

Bei einem Spaziergang das sakrale Kleinod entdecktEingangs des Konzertes begrüßte die 2. Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes Erlbach, Helga Meier, die Zuhörer in der voll besetzten Filialkirche "St. Florian und St. Nikolaus" im idyllisch gelegenen Birnbach. Sie freue sich, dass sie dieses Ensemble aus dem Raum Rottal-Inn, das jährlich zwei bis drei Konzerte mit erlesener Kammermusik gibt, für dieses Jubiläum gewinnen konnte und stellte die Künstler des Ensembles vor: Günther Dedier, Gudrun Pecher, Egon Maier, Silvia Maier, Christine Farnhammer, Hannelore Merkel, Elisabeth Penzel und Uli Auer.

Als Sprecher des Ensembles erläuterte Günter Dedier, dass er bei einem Spaziergang dieses sakrale Kleinod entdeckt habe und bei einem Gespräch mit Helga Meier, die die Kirche betreut, wurde die Idee für dieses Konzertes geboren. Der Konzertreigen begann dann mit "Sanctorum meritis secundo" von Claudio Monteverdi, bei dem beide Violinen, Viola, Cello, Klavier, Horn und zwei Querflöten zum Einsatz kamen.

Die vier Sätze "Grave", "Vivace", "Adagio" und "Vivace" aus der "Sonata a tre op. 1 Nr. 5 von Antonio Caldara wurden auf zwei Violinen, Viola und Cello und Klavier vorgetragen. Nach dem bedächtigen ersten Satz erfuhr die Ausführung des zweiten Satzes eine Steigerung an Temperament und Tempi und endete in zwei weiteren ausdrucksvollen Sätzen.
Die allgemein "schwere Musik" von Johann Sebastian Bach, der 1685 in Eisenach geboren wurde und als einer der besten Barockmusiker galt, wurde vom Ensemble mit zwei Violinen, Viola, Cello, Klavier und einer Querflöte gut übermittelt.

Nach der Pause stand das "Quintett op. 22 Nr. 1" von Johann Christian Bach, dem jüngsten Sohn des vorgenannten Johann Sebastian Bach, auf dem Programm. Mit Violine und Viola, zwei Querflöten und Klavier wurde der erste Satz "Allegro" vorgetragen, wobei das Klavier dominierte. Beim Zweiten Satz "Andantino" waren die Querflöten verstärkt zu hören, untermalt von verspielter Klaviermusik, bevor beim letzten Satz "Allegro Assai" alle Instrumente eine klangvolle Einheit bildeten.

Der Abschluss mit Klängen von Mozart Sehr melodisch war das "Quartett KV 157" von Wolfgang Amadeus Mozart, bei dem nur die Streicher zum Einsatz kamen. Alle Instrumente hingegen waren zu hören zum finalen Abschluss der Darbietung beim "Konzert für Horn und Orchester Nr. 2", ebenfalls von Wolfgang A. Mozart. Hierbei dominierte, entsprechend dem Namen der Komposition, das Horn, das zusammen mit den anderen Instrumenten eine wunderbare, klangvolle Einheit bildete. Der Kirchenraum bot dazu auch eine sehr gute Akustik.
Alle Besucher waren begeistert von diesem Konzert und die Orchestermitglieder waren gefordert, nach dem reichhaltigen Applaus noch eine Zugabe zu spielen. − Konrad Hochhäusl

 

(ANA vom 4.7.2018)