Zehn Paare, 390 Jahre Ehe

Hochzeitsjubiläum in der Pfarrkirche St. Georg Arbing
Zu einem Gruppenfoto stellten sich die Jubelpaare und die Ehrengäste der Feier nach der Andacht im Altarraum der Pfarrkirche auf. Hinten von links: Josef und Regina Baumgartner, Kolomann Sigrüner, Gisela und Josef Schreiner, Siegfried Hölzlwimmer sowie Monika und Georg Eder. Mitte von links: Johann Krieg, Johann und Franziska Zeiler, Elisabeth Sigrüner, Katharina Hölzlwimmer, Renate und Stefan Naglmeier, Reinhard Pillris und Ludwig Samereier. Vorne von links: Ottilie Krieg, Franz und Anna Lohr, Gerda und Franz Untermaierhofer. −F.: Hahn
Zu einem Gruppenfoto stellten sich die Jubelpaare und die Ehrengäste der Feier nach der Andacht im Altarraum der Pfarrkirche auf. Hinten von links: Josef und Regina Baumgartner, Kolomann Sigrüner, Gisela und Josef Schreiner, Siegfried Hölzlwimmer sowie Monika und Georg Eder. Mitte von links: Johann Krieg, Johann und Franziska Zeiler, Elisabeth Sigrüner, Katharina Hölzlwimmer, Renate und Stefan Naglmeier, Reinhard Pillris und Ludwig Samereier. Vorne von links: Ottilie Krieg, Franz und Anna Lohr, Gerda und Franz Untermaierhofer. −F.: Hahn

Arbing. Zehn Paare hatten sich zum Hochzeitsjubiläum in der Pfarrkirche St. Georg eingefunden. In einem erhebenden Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Ludwig Samereier die Andacht. Eindrucksvoll umrahmte der Kirchenchor von Arbing unter der Regie von Gisela Huber die Meßfeier.

Alle Ehepaare hatten ihre Hochzeitskerzen mitgebracht und am Alter aufgebaut, als besonderes und symbolhaftes Zeichen dafür, dass das seinerzeit entzündete Licht sie seit dem Hochzeitstag begleitete.

 

"Die Ehe – der reichste Schatz, den es gibt" Pfarrer Ludwig Samereier würdigte in der Predigt die Ehepaare für die langen Jahre, die sie gemeinsam in Treue und Verbundenheit verheiratet sind. Die unendliche Liebe Gottes stellte er in den Mittelpunkt dieses besonderen Tages und bewertete die Ehe für die gesamte Familie, die Kinder und Enkel als den reichsten Schatz den es gebe. Für jede Pfarrei bedeute dieser Tag etwas Besonderes und Herausragendes und wirke darüber hinaus auch sehr positiv und beispielhaft auf die Jugend.

Ein Ehejubiläum bedeute auch ein sehr glaubwürdiges Zeugnis, wo man den Dank, die Bitte und den Lobpreis vor Gott stellen kann, so der Geistliche weiter. Dass wiederum zehn Paare den Weg in die Pfarrkirche gefunden hatten, sei ein sichtbares Zeichen, dass die Ehe lebt.

In seiner Predigt stellte er das Weinwunder zu Kana, sprich die Hochzeit zu Kana, in den Mittelpunkt. Nach einem Eheversprechen begleite oft auch grauer Alltag das weitere gemeinsame Leben. Wer einem anderen Menschen ein Versprechen bis zum Tode gibt, sei immer gefordert, so Samereier. Die Sehnsucht nach Liebe und Treue gehe dabei nie verloren, gerade wenn sich dem Herrgott und Maria anvertraut. Oft halte der Mensch die Jugend für das Beste, jedoch komme mit einem Eheversprechen aus christlicher Sicht noch eine Steigerung. Älter werden bedeute auch keinesfalls Untergang, denn auch Zukunft sei immer etwas Besonderes für einen Christen.

Bereits vor dem Gottesdienst hatte für den Pfarrgemeinderat Reinhard Pillris die Namen der Ehegatten und die Anzahl der gemeinsam verbrachten Ehejahre verlesen. In seinen kurzen Bemerkungen drückte auch er nochmals die Freude über diesen gemeinsamen Ehrentag aus. Für die kleine Pfarrei Arbing sei dieser Ehrentag der Hochzeitsjubilare ein sehr erhebender Moment im Kirchenjahr. Zusammengerechnet 390 gemeinsame Ehejahre verlangten doch "ein schweres Stück Arbeit", so Pillris wörtlich.

Nach der offiziellen Dankandacht segnete Pfarrer Samereier einzeln die jeweiligen Paare und wünschte noch viele gemeinsame Jahre, wobei auch der Herrgott stets im Mittelpunkt stehen und die gesamte Familie im christlichen Glauben begleiten solle. Reinhard Pillris überreichte außerdem eine Rose an die Paare.
Nach einem deftigen kalten Buffet und Getränken, gesponsert von der Pfarrei, stand die abschließende Geselligkeit im Gasthof Hölzlwimmer-Dorlyn im Mittelpunkt des Abends. Für viel Heiterkeit und nette Momente sorgten auch die unvergesslichen Geschichten der Ehejubilare, wie sie sich seinerzeit kennengelernt hatten. Aber auch die nervigen stressigen Tage kurz vor der Hochzeit und das damalige Wetter blieben fast allen in bester Erinnerung.

Erst gegen Mitternacht hieß es Abschied nehmenAbschied nehmen hieß es für alle Ehepaare und Ehrengäste wie auch bei einer richtigen Hochzeit gegen Mitternacht. Deutlich wurde auch dabei, dass alle Paare der Pfarrei Arbing treu geblieben sind. Imposante Bilder aus vergangenen Jahren über die Paare durften zudem auf der Leinwand bewundert werden. −gh

Verheiratet seit...25 Jahren: Monika und Georg Eder, Lidorf.
35 Jahren: Gisela und Josef Schreiner, Weingarten, sowie Regina und Josef Baumgartner, Hoheneck.
40 Jahren: Renate und Stefan Naglmeier, Weiher, Katharina und Siegfried Hölzlwimmer, Reichhof, Elisabeth und Kolomann Sigrüner, Waldberg, Franziska und Johann Zeiler sowie Ottilie und Johann Krieg, beide Arbing.
45 Jahren: Anna und Franz Leonhard Konrad, Ecking.
50 Jahren: Gerda und Franz Untermaierhofer, Ecking.